Heute ist Freitag, der 15. Mai. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen im zehnjährigen Bereich über die wichtige Marke von 4,5 Prozent. Gleichzeitig ziehen die Ölpreise an. Das belastet den amerikanischen Aktienmarkt. Wir sehen Gewinnmitnahmen insbesondere bei den Tech-Werten. Die KI- und Halbleiteraktien stehen unter Druck. Es gibt eine gewisse Enttäuschung, was das Treffen zwischen Trump und Xi betrifft. Wie dem auch sei, war hier die Messlatte von Beginn an nicht besonders hochgehängt. Es gab letztendlich gesehen keine großen Fakten, keine großen Veränderungen. Boeing soll wohl einen Auftrag über 200 Flugzeuge erhalten, aber die Wall Street rechnete mit über 500 Neuaufträgen. Ansonsten, ja, die Sorge vor Inflation nimmt zu. Auf globaler Ebene nach Japan fallen die Großhandelspreise in Indien auch heiß aus. Ja, die Ergebnisse im Tech-Sektor sind nach wie vor sehr bullish. Five Materials und Figma können beide die Erwartungen übertreffen. So, ein Freitag der Gewinnmitnahmen. Es geht abwärts auch im Nasdaq. Die Nachrichtenlage ist vor allen Dingen, was die Anleihemärkte betrifft, ein klarer Belastungsfaktor. Wir sind jetzt bei den Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen über die Marke von 4,5 Prozent gestiegen. Etwa 4,55 Prozent. Und Morgan Stanley hatte erst vor einigen Tagen noch gemahnt, dass... 4,5 Prozent die Schmerzen am Aktienmarkt historisch betrachtet zunehmen. Das sei also ein Faktor, den man mit im Auge behalten muss. Wie dem auch sei, hat Morgan Stanley ja insgesamt die Ziele für den S&P 500 auf Sicht der nächsten zwölf Monate deutlich angehoben. Auf 8.300 Punkte getragen durch Ertragswachstum. Aber die Kombination aus sehr heiß gelaufenen AI-Werten, der Halbleitersektor ist ja wirklich klaufen wie Nachbarslumpi in den letzten Wochen gleichzeitig jetzt also anziehende Renditen und eben auch ein Ölpreis, der heute Morgen an Dynamik gewinnt. Das liefert quasi die Entschuldigungen für Gewinnmitnahmen bei uns an der Wall Street. Wenn man sich jetzt die Schlagzeilen anschaut in Sachen Xi und Donald Trump. Die Schlagzeilen betonen, naja, also viel sei dabei ja eigentlich nicht rausgekommen. Man würde insgesamt Stabilität signalisieren, aber wirklich substanzielle Veränderungen gab es im Grunde keine. Ja, ich bin ein bisschen erstaunt über diese Schlagzeilen, denn das war ja im Prinzip auch die Basisannahme in das Treffen hineingehend. Also sehr viel Rhetorik und große Schlagzeilen, aber letztendlich gesehen eben doch keine substanzielle Veränderung der Lage. Boeing soll wohl 200 Aufträge bekommen von China. Das ist toll, das klingt auch wunderbar, aber die Wall Street hatte damit gerechnet, dass China 500 bis 600 Flugzeuge bei Boeing in Auftrag geben würde. Was Agrarwaren betrifft, hat Finanzminister Scott Bassett nun angefangen, die Hoffnungen etwas zu dämpfen, die Hoffnung auf eine Ausweitung der Sojakäufe. Und was Taiwan betrifft, ob die USA Taiwan im Kriegsfall verteidigen würden. Darüber sei nicht wirklich gesprochen worden. So die Trump-Administration, das bleibt auch letztendlich ein Wunderpunkt, aber auch das ist ja im Grunde genommen nichts wirklich Neues. Also in Sachen Handelskonflikt auch kein großer Durchbruch. Das Thema Iran hat anscheinend auch keine dominante Rolle gespielt. Hier hat Donald Trump heute Morgen noch gepostet, dass China verstärkt amerikanisches Öl plant einzukaufen. Ob das China dann auch noch bestätigt, das bleibt dann abzuwarten. Aber wir haben also einerseits leichte Enttäuschung über das Treffen. Nochmal, ich finde es ein bisschen erstaunlich, denn es war kein großer Durchbruch erwartet. Wir haben übrigens auch gestern zwar die Schlagzeilen bekommen, dass zehn chinesische Unternehmen nun also den H200-Chip von NVIDIA kaufen dürfen, aber China hat das noch nicht wirklich bestätigt, also das hängt auch noch so ein bisschen mit im Raum. So, der Ölpreis zieht an, weil zum einen das Thema eben nicht diskutiert wurde in China, beziehungsweise gab es da keine Signale, dass China und die USA jetzt hier gemeinsam mehr Druck ausüben auf den Iran und gleichzeitig sorgt man sich, dass mit der Rückkehr von Donald Trump nach Washington, dass sich jetzt sein Fokus wieder verschiebt. China ist jetzt abgehakt. Im September soll Xi in die Vereinigten Staaten kommen. Das sind auch zunächst einmal gute Nachrichten. Aber wenn Trump jetzt wieder in Washington eintrifft, dürfte sich der Fokus wieder zurück verschieben auf das Thema Iran. Und die Tatsache, dass die Lage dort für die Ölmärkte und auch für die amerikanische Wirtschaft immer schwieriger zu navigieren sind. Die Frage wird dann sein, ob Donald Trump der, und ich muss sagen, ich tippe hier weiterhin auf eine Deeskalierung, zumindest aus Sicht der Vereinigten Staaten, aber der Iran stellt sich stur und das letztendlich gesehen berechtigter Maßen. Man muss Druck ausüben auf die USA und wie gesagt, die Schmerzen nehmen hier eben stückweit doch auch mit zu. Und wie komme ich zu der Annahme, dass Donald Trump weiterhin in Richtung Deeskalation geht? Weil heute Morgen betont Donald Trump. Dass es geht um das angereicherte Uran im Iran und ja im Grunde genommen so Donald Trump ginge es gar nicht so sehr darum, dass jetzt der Iran das angereicherte Uran abtreten solle. Das sei in erster Linie dann PR gewesen für die Öffentlichkeit. Also das wird jetzt auch schon wieder seitens der Vereinigten Staaten ein Stück weit verwässert. Andererseits sehen wir, dass immer mehr Länder direkt mit dem Iran agieren. Wie gesagt, Pakistan und Irak haben bereits Deals mit dem Iran erreicht, also dass die Schiffe quasi dort schippern dürfen. Japan anscheinend ebenfalls, darüber haben wir gestern schon berichtet und jetzt lesen wir heute Morgen in der New York Times und bei Reuters, dass auch verstärkt chinesische Schiffe durch die Straße von Hormuz gelassen werden. Damit sinkt der Druck auf Peking, hier wirklich zu agieren, zumal China sich ja auf diese Situation auch schon in den letzten Jahren vorbereitet hat. China hat mit die höchsten strategischen Ölreserven über 1,5 Milliarden Barrel an strategischen Ölreserven. Einige reden sogar von 1,8 Milliarden Barrel an strategischen Ölreserven. Ansonsten so das Wall Street Journal, die Öllagerbestände brechen global weiter ein. Bisher in den letzten zweieinhalb Monaten wurde der Effekt an den Ölmärkten noch gedämpft durch die Tatsache, dass auf den Weltmeeren eben noch sehr viel Öl auf Tankschiffen unterwegs war. Aber das ändert sich jetzt und damit wird die Disruption im Nahen Osten spürbarer an den Energiemärkten. Auch Katar betont, dass die LNG-Exporte, also Erdgas-Exporte, auf Sicht der nächsten Monate sehr stark eingebremst werden. Bis die Niveaus vor Ausbruch des Kriegs erreicht werden, könnten Jahre vergehen, so heute Morgen in der New York Times. Ja, also Öl hoch, Renditen der Staatsanleihen hoch, Halbleiter und AI-Werte, die extrem gut gelaufen sind. Aus den richtigen Gründen, die Ertragsdynamik ist da, aber irgendwann sind selbst diese Werte dann mal gummibandmäßig etwas zu stark in Sachen Euphorie aus dem Ruder gelaufen. Das ändert nichts daran, dass insgesamt das Umfeld dieser Unternehmen sehr, sehr stark stützend wirkt. Zumindest mal auf Sicht der nächsten ein, zwei Jahre. So, ganz kurz noch ein Thema, das Thema der Inflationen. Das rückt zunehmend in den Fokus. Wir hatten diese Woche die Verbraucherpreise in den USA und die Erzeugerpreise, die besonders heiß ausgefallen sind. Wir hatten die Inflationsdaten aus China, die Verbraucherpreise und Erzeugerpreise, die diese Woche ja auch heiß ausgefallen sind. Beide und dann letzte Nacht haben wir die Erzeugerpreise aus Japan. 4,9 Prozent Anstieg im Vorjahresvergleich, 3 Prozent wurden erwartet, 2,9 Prozent waren es noch im März. Das heißt, wir sehen eine globale Verschlechterung bei der Inflation, also höhere Inflation, zunehmende Stagflationsriesen. Die Großhandelspreise in Indien sind auch angezogen. Heute Morgen wurde der Empire Index gemeldet in den USA. Das sind die Geschäftsaktivitäten der Industrie im Bundesstaat New York. Und die gute Nachricht ist, die Auftragseingänge deutlich über den Erwartungen, die Geschäftsaktivitäten im April auch über den Erwartungen. That's great, aber gleichzeitig zieht eben auch die Inflationskomponente merklich an, die Price is Paid Komponente zieht an, auch bei diesem Indikator und damit sehen wir immer mehr Zeichen, dass Inflation an Dynamik gewinnt. Und für den zukünftigen Chef der Notenbank, Kevin Warsh, wird das damit nicht einfach. Und nochmal am Rande bemerkt, historisch betrachtet, wenn ein neuer Notenbankchef etabliert wird, bedeutet das zunächst einmal auch eher Abgabedruckte. Im Schnitt sehen wir ab Etablierung eine Korrektur von etwa 10 Prozent im S&P 500. Happy Birthday to you! Happy Birthday! Liebes Handelsblatt, 80 Jahre, das ist an der Wall Street fast schon eine Ewigkeit. Und ehrlich gesagt, in einer Welt, die sich gefühlt ja jeden Morgen komplett neu sortiert, ist das echt beeindruckend. Denn zwischen Schlagzeilen, Breaking News, Tweets und dem täglichen Marktwahnsinn wird eines immer wichtiger. Ja nicht nur wissen, was passiert, sondern auch zu verstehen, warum es passiert. Genau dafür steht das Handelsblatt. Seit 80 Jahren unabhängiger Wirtschafts- und Finanzjournalismus, echte Einordnungen und klare Analysen statt bloßem Lärm. Und zum Geburtstag gibt es jetzt ein Angebot, das wirklich außergewöhnlich ist. 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Und nochmal, der eine oder andere mag glauben, dass Kevin Warsh derjenige ist, der dann entscheidet, ob Zinsen angehoben oder gesenkt werden. Er ist Chef der Notenbank, das ist richtig, aber wir haben auch die stimmberechtigten Mitglieder, da sitzt unter anderem auch Jerome Powell dann mit drin. Die stimmberechtigten Mitglieder kippen zunehmend ins Lager der Falken weg. Und damit wird es für Kevin Walsh im Prinzip schwer, Zinssenkungen umzusetzen, selbst wenn Donald Trump das haben will. Und wenn er das machen sollte, wie gesagt, Stimmberechtigte würden da nicht zustimmen. Die Anleihemärkte würde vermutlich genau das Gegenteil tun. Die Renditen der langlaufenden Anleihen würden in dem Fall möglicherweise sogar anziehen. Also abwarten und Tee trinken dürfte hier zunächst einmal das beste Szenario sein. Wir sehen übrigens nicht nur in den USA steigende Renditen bei den Staatsanleihen. Wir sehen das global, insbesondere auch in Großbritannien, wegen der zunehmenden politischen Schlacht dort. Dort, Starmer steht zunehmend unter Druck, auch innerhalb der eigenen Partei. Und das destabilisiert das britische Pfund und treibt die Renditen in Großbritannien mit nach oben. So, und kaum ist übrigens Donald Trump weg aus China, hat sich der nächste Gast schon angekündigt. Und zwar Putin wird jetzt am 20. Mai einen Besuch in China abstatten, um nochmal klarzustellen, dass die Beziehungen zwischen Peking und Russland ausgesprochen stark sind. So, jetzt kommen wir mal zu den eigentlichen Zahlen. Und da muss man eben sagen, die Quartalszahlen nach wie vor sind ausgesprochen stark. Applied Materials waren sehr feste Zahlen, auch wenn die Aktienreaktion das nicht reflektiert. Bei Figma auch sehr gute Zahlen. Da gibt es eigentlich nichts dran zu mekeln. Aber viele dieser Aktien sind eben im Vorfeld sehr stark gestiegen. Fangen wir mal mit Applied Materials an und das gleich vorweg. Die Reaktion der Analysten an der Wall Street auf den gesamten Tech-Sektor, auch heute wieder, mit dem Nasdaq 500 Punkte im Minus, aber die Kursziele donnern parallel trotzdem weiter nach oben mit sehr, sehr viel Optimismus in den Märkten. Und wie gesagt, wenn man sich die Wachstumszahlen anschaut, eben durchaus auch begründet. Nehmen wir also mal Applied Materials und fangen damit an. Chip Maschinenbauer, der Ertrag pro Aktie, solide über den Schätzungen. Die Umsätze, 11% Wachstum, auch über den Schätzungen, sehr starke Margen. Das hilft natürlich der Ertrag. Backside ist auch die große Story der Berichtssaison, dass insbesondere die Margen der Unternehmen an der Wall Street weiter nach oben donnern. So und jetzt schauen wir uns mal die Kursziele an und Guys, die steigen auf breiter Front und die Superlative gehen hier wirklich langsam aus. Applied Materials Barclays 500 Dollar, Bernstein 525 Dollar, Bank of America 540 Dollar, Citigroup 550 Dollar, Goldman 520 Dollar. Keybank 550 Dollar, Morgan Stanley 502 Dollar, die sind noch am konservativsten, aber auf breiter Front sehen wir, dass die Ziele für Applied Materials weiter nach oben donnern und die Analyse, die Kommentare sagen im Prinzip alles. Schauen wir uns das nochmal an. Wir sehen jetzt. Das im Bereich für 2026, Equipment Growth, Wachstumsschätzungen also für die Maschinen, für Equipment, sind auf über 30% Wachstum angehoben worden. Sehr bullish, so Barclays. Das gleiche sagt Bernstein. Es ist nicht nur, dass die Nachfrage nach Maschinen anzieht, auch die Service-Sparte läuft besser als erwartet mit Bruttomargen von jetzt über 50 Prozent wuchtig. Goldman Sachs sagt genau das Gleiche, beruft sich hier auch auf das sehr starke Wachstum im Bereich der Maschinen. Und Morgan Stanley spricht von einem außergewöhnlich exzeptionellen Jahr 2026. Also hier überschlägt man sich wirklich mit den positiven Aussagen. Auch wenn die Aktie da anscheinend nicht drauf zu reagieren scheint. Aber zu guter Letzt ist das Fazit hier auf jeden Fall mal bullisch. Bei Figma ein ähnliches Bild. Erstes Quartal der Ertrag pro Aktie mehr als doppelt so hoch wie erwartet. Ein Umsatzsprung von 46 Prozent, auch höher als erwartet. Die Margen wie bei Applied Materials auch besser als erwartet. Und die Jahresaussichten werden angehoben. Übrigens, die Tatsache, dass Figma schlägt, Und überzeugt auch bei den Aussichten, das wird die Sorge im Software-Sektor heute mildern. Das heißt, die Software-Aktien insgesamt dürften heute mit auf der Gewinnerseite sein. Und wenn man sich die Analysten-Kommentare anschaut, zu Figma ist eines zumindest mal auffällig. Die Analysten sind hier teils etwas geteilter Meinung. Morgan Stanley senkt das Kursziel auf 38, bleibt nur bei Halten. Obwohl, wenn man sich den Text dann durchliest der Analyse, klingt das sehr bullisch. Das Umsatzwachstum gewinnt an Dynamik mit 46% im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen, das erste Quartal untermauert einmal mehr, dass Figma in Sachen AI sehr gut aufgestellt sei. Trotzdem wird die Aktie dann nur mit Halten eingestuft. Piper Sandler bleibt bei Übergewichten und betont, dass das Umsatzwachstum 46% sehr dynamisch sei. Die Schätzungen auf der Umsatzseite wurden um 5,5% geschlagen. Die Aussichten für das zweite Quartal bei Umsatzwachstum liegen jetzt gemessen am Mittelwert bei über 40% Wachstum im Vorjahresvergleich. Also auch sehr zufriedenstellende Zahlen und insgesamt im Fiskaljahr 26 rechnet man mit 35 Prozent Umsatzwachstum. Also klingt sehr bullish und bei Piper Sandler ist man letztendlich gesehen auch eher auf der Käuferseite. So und wenn man das jetzt mal zusammenfasst nach den sehr guten Zahlen von Cisco und auch der positiven Reaktion der Aktie, bleiben die Analysten insgesamt alle im Lager der Bullen. Bei Arista Networks hebt Raymond James heute das Kursziel auf 164 Dollar an, bleibt bei einer Kaufempfehlung. Man rechnet mit zunehmendem Umsatzwachstum im Jahr 2027. Bei Cisco hebt die HSBC das Kursziel heute auf 137 Dollar an. Vor allen Dingen die Auftragseingänge im AI-Sektor zeigen, dass das Wachstum auch im kommenden Fiskaljahr weiter an Schwung gewinnt. Dell wird nächste Woche mit im Fokus stehen. Wir haben nächste Woche die Dell Technologies World. Die Konferenz am 18. bis 21. Mai in Las Vegas, das müsste eigentlich bei der Aktie auch für Dynamik sorgen und JP Morgan jetzt im Vorfeld der Zahlen auch, stuft die Aktie nochmals mit einem Kursziel von jetzt sogar 280 Dollar mit Kaufen ein, Übergewichten. Dell Technologies neben HP Enterprise werden vermutlich die Erwartungen übertreffen und mittelfristig betrachtet dürfte das Ertragswachstum Anschwung gewinnen. Das sagt man, wie gesagt, auch zu Hewlett Packard Enterprise. Hier steigt das Kursziel heute auf 37 Dollar. HP Enterprises hat auch noch nicht die Zahlen gemeldet, ähnlich wie Dell. Und wie gesagt, der Vorgeschmack von JP Morgan ist, dass beide in der Lage sein werden, die Erwartungen zu schlagen. Auch zu HP äußert sich JP Morgan positiv, da steigt das Kursziel auf 22 Dollar. Wie dem auch sei, wird die Aktie hier nur mit neutral eingestuft. Und dann machen wir gleich mal weiter in der Tech-Ecke. MongoDB bei BMO Capital. Das Kursziel explodiert von 285 auf jetzt 360 Dollar. Man bleibt bei einer Kaufempfehlung. Palo Alto Networks, da schraubt Oppenheimer die Kursziele weiter hoch auf 275 Dollar. Bei Vertiv schraubt Barclays die Kursziele auf 412 Dollar und die Bank of America auf 440 Dollar. Beide sagen Buy, Kaufempfehlungen und bei Zoom hebt die Citigroup das Kursziel auf 122 Dollar an im Vorfeld der Zahlen. Also Guys, man sieht hier, dass auch wenn der Tech-Sektor durchatmet, denn irgendwann ist es eben nicht mehr nur eine Frage des Wachstums, sondern eben auch der technischen Faktoren, wenn die technischen Ebenen stretched sind wie ein Gummiband, dann läuft das mal zurück. Aber selbst wenn wir jetzt mal korrigieren sollten, bleibt die Grundannahme bei den Wachstumszahlen, dass das eine Buy-the-Dip-Gelegenheit bleibt. Und damit blicke ich nochmal auf die kommende Woche. Wir haben nächste Woche einige spannende Highlights. Wir haben die Zahlen von Baidu am Montag, Home Depot Dienstag, Toll Brothers Dienstagabend. Das wird spannend, weil Baumärkte und der Häusermarkt natürlich unter den steigenden Renditen bei den Staatsanleihen leiden. Wir haben am Mittwoch, und das wird der spannendste Tag sein in Sachen Einzelhändler und Tech, die Einzelhandelswerte waren sehr schwach in dieser Woche. Und die Frage wird sein, ist diese Schwäche begründet? Die Sorge ist, dass infolge der steigenden Ölpreise und Benzinpreise die Verbraucher hier in den USA zunehmend auf die Bremse treten. Und dieser Sektor wurde sehr stark abgestraft in den letzten ein, zwei Wochen. Umso wichtiger werden die Zahlen in diesem Sektor sein. Am Mittwochmorgen vor dem Opening meldet die Baumarkette Lowe's, aber noch viel wichtiger, der Kaufhausgigant Target meldet und TJX meldet Zahlen. TJX ist auch zurückgelaufen, einer der Könige am Einzelhandelshimmel, sehr gut gemanagtes Unternehmen und im Grunde neben Walmart und Costco einer der drei Koryphäen, was die Qualität von Einzelhandelsaktien betrifft. Die TJX Zahlen werden hier also besonders wichtig sein. Wir haben dann am Donnerstag auch vor dem Opening noch Ralph Lauren und vor allen Dingen auch Walmart und damit werden die Einzelhändler wirklich im Fokus stehen. Je nachdem, was die Einzelhändler sehen beim Konsumverhalten und auch was die Aussichten betrifft, das könnte dann im zweiten Schritt die Finanzwerte mit beeinflussen. Sehen wir wirklich eine Abkühlung des Einzelhandels? Und was bedeutet das für die Bonität auf der anderen Seite? Lässt die Kreditqualität ebenfalls nach? Also das wird nächste Woche, glaube ich, das Zusammenspiel sein zwischen einerseits. Den Ertragszahlen der Einzelhändler und eben den Folgen auf den Seiten der Finanzindustrie. So und im Tech-Sektor haben wir Mittwoch-Analog-Devices. Wir haben am Mittwochabend Nvidia und das wird natürlich das absolute Brett sein. Die Aktie ist sehr stark gelaufen in den letzten Tagen. Die Messlatte hängt wirklich sehr hoch. Ich habe gestern Abend wirklich gestaunt und das finde ich aktuell wirklich noch am spannendsten, dass viele dieser Werte sind so senkrecht abgegangen. Die haben Viagra gefressen bis zum geht nicht mehr, der Ständer bis zum Mond, auf gut Deutsch. Ich weiß gar nicht, wie ich das anders beschreiben soll. Und trotzdem schießen die Dinger immer noch weiter nach oben. Applied Materials war ja gestern nachbörsig auch erst mal 10, 15 Prozent im Plus. Cisco 15 Prozent im Plus gestern, obwohl die Aktie auch schon so stark gelaufen ist. Und das finde ich auch eine wirklich interessante Beobachtung, Also im Vorfeld gelaufen wie Nachbars Lumpi, so steil gelaufen, als hätte man Viagra gefressen bis zum Herzinfarkt und dann kommen die Zahlen raus und der Ständer wird nochmal um 10 Meter ausgebaut. Wer soll das noch aushalten? So und das finde ich aber, sorry mit dieser etwas lockeren Beschreibung, ich meine das finde ich wirklich das eigentlich Interessante. Bei Nvidia hängt die Messlatte hoch, die Bewertung der Aktie mit dem KGV von 20 ist eigentlich nicht besonders hoch. Also wird hier vor allen Dingen die Reaktion spannend sein. Und wir hatten oft den Fall, dass nach den Zahlen von Nvidia erst mal, ein bisschen Luft rausgegangen ist. Donnerstagabend haben wir noch Take-Two Interactive, Workday und auch Zoom. Also da wird es nächste Woche wirklich spannend bleiben. So, zum Schluss nochmal ein Blick auf die anderweitigen Unternehmensmeldungen. Wir haben ja gestern den Börsengang gehabt, Cerebras. Wahnsinn, die Aktie wurde zeitweise vorbörsig bei über 900 gequotet. Da hat sie natürlich nicht eröffnet. Wir haben dann, glaube ich, bei 386 waren wir in der Spitze. Die Aktie schloss dann unter dem Tageshoch. Also heute leicht im Minus, aber ganz ehrlich, bei der Kursexplosion gestern im Vergleich zum Zuteilungskurs nur 2% runter heute bei einem Nasdaq, der 500 verliert, ist wirklich beachtlich, muss man sagen. Aber wir sehen eben, dass das Universum an Börsengänge immer größer wird. Jetzt meldet also auch Kioxia, ich hoffe, ich habe das richtig gesagt, dass man jetzt ein Listing in den Vereinigten Staaten anstrebt. Man will also an die Börse gehen in den USA. So und dann kommen Anthropic, dann OpenAI, dann SK Hynix, dann SpaceX, dann Anthropic. Und bei Anthropic wird heute nochmals betont in der Financial Times, man wird nochmal 30 Milliarden auftreiben mit einer Bewertung dann von über 900 Milliarden für Anthropic. SpaceX eine Bewertung von was, 1,5 Billionen Dollar und da heißt es übrigens heute Morgen, dass nächste Woche schon, dass der IPO Prospekt dann veröffentlicht wird. Da kriegen wir dann die ersten Details. Also da kommen Bretter an die Börse. Bretter, die die Welt bedeuten, nicht wahr? Und wirklich spannend dann, wie die Aktien auch reagieren werden. Da werde ich nächste Woche nochmal einen Sonderbericht zu machen. Die Bank of America hat mal sehr schön runtergebrochen, wie diese IPOs für gewöhnlich in der ersten Phase erstmal tendieren. So, die Software-Aktien sind heute im Plus. Heute hat Bill Ackman bekannt gegeben, der Hedgefondsmanager auf X, dass Pershing Square, sein Hedgefonds, seit Februar schon angefangen hat, Beteiligungen an Microsoft auszubauen. Die Aktie sei auf dem aktuellen Niveau fundamental interessant, von der Bewertung her ausgesprochen attraktiv. So und ansonsten, was haben wir? OpenAI will ich noch kurz erwähnen. Ich meine, man kann ja über Sam Altman denken, was man will. Also wir hatten ja diese Schlagzeilen, ich glaube, das war das Wall Street Journal von wegen, ja, also Bewertungen, ob sie die Wachstumsziele wirklich erreichen, intern verfehlt. Da hat dann der Finanzvorstand Sarah Fryer ja noch betont, nee, also senkrecht Nachfrage und alles mega, weil heute berichtet Bloomberg. Dass OpenAI in Erwägung zieht, jetzt doch noch mehr Kapital aufzunehmen, weil die Finanzierung des Infrastrukturausbaus möglicherweise noch mehr Geld kosten könnte. Also ich meine ganz ehrlich, wenn man die Investitionen von OpenAI anschaut, da kannst du Amazon, da kannst du Tesla, da kannst du Uber alle in ein Boot schmeißen und die haben in der Anfangsphase weniger Geld verbrannt zusammengefasst als OpenAI. Also das ist wirklich faszinierend und OpenAI soll laut Bloomberg in Erwägung ziehen, Apple zu verklagen. Darüber scheint man nachzudenken, heißt es bei Bloomberg, weil die seit zwei Jahren laufende Partnerschaft nicht die erhofften Ziele erreicht hat für den Chat-GPT-Konzern. So, ansonsten, was haben wir noch? Dexcom, da gibt es ein paar interessante Beteiligungen. Elliot beteiligt sich an Dexcom, nicht verwechseln mit Elliot, dem Schmunzelmonster, sondern es ist Elliot Management, einer absoluten Koryphäe, was Beteiligungen betrifft in den USA, großer Investor. Thrive Capital hat eine über 100 Millionen Dollar Beteiligung an Shopify erworben und Papa John's, Lieblingspizza meiner Tochter, eine der größten Franchise Gruppen von Papa John's, die etwa 10% der lokalen Restaurants in den USA dominiert und betreibt, überlegt hier an der Privatisierung des Konzerns mit teilzunehmen. Also guys, das war's. Ich wünsche euch einen schönen Handelstag heute. Und nicht vergessen, wenn es nicht mehr läuft, dann einfach was einschmeißen. In diesem Sinne, ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Wir sehen uns am Montag wieder. Bis dann. Und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, Das ist immer noch dieser Mann hier für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag. Musik.