Heute ist Montag, der 15. Juni. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featured bei Handelsblatt mit mir, Patrick DeWayne. An der Wall Street herrschen zum Wochenauftakt die tiefdunkelgrünen Vorzeichen, denn es ruft mal wieder Frieden zwischen den USA und dem Iran. Am Freitag soll ein Abkommen unterzeichnet werden. Bis dahin soll die Straße von Omus von Minen geräumt werden und wieder mehr Schiffe, die mehr enge passieren. SpaceX steigen weiter und es gibt eine andere Zahl von Unternehmen, die eine Menge an Neuigkeiten versprechen und das ist die Woche der Notenbanken. Was sonst alles noch wichtig ist, darüber spreche ich jetzt. Ja Mensch, Montagmorgen, der 15. Juni und ein anderes Gesicht, aber ein bekanntes Gesicht sitzt hier an der Stelle, wo normalerweise Markus Koch immer sitzt. Ja, diese Woche bin ich mal wieder im Vertretungsmodus unterwegs und für diejenigen unter euch, die mich noch nicht kennen sollten, von den 191.000 Abonnenten können das quasi nur drei Leute sein, die vielleicht seit Freitag neu dazugekommen sind. Ich bin Patrick DeWayne und ich bin die Vertretung, wenn Markus unterwegs ist. Ansonsten kann man mich auf NTV gerne sehen und ich bin seit zwei Jahren hier mit an Bord. So viel zu mir, das soll es aber auch reichen zum Start in die Woche. Eine starke Handelswoche, so sieht es aus. Nachdem die Letzte schon von sich Reden machen, ist es wirklich so, dass man sagen muss, die Amerikaner, sie wissen, wie man Geschichten erzählt. Zumindest hatte ich so den Eindruck. Und wenn ich gerade eben J.D. Vance bei CNBC gelauscht habe, der in einem geflissentlichen Englisch redet, ohne Punkt und Komma, Aber als würde er. Ich weiß nicht, als hätte er das auswendig gelernt, was er da bespricht, erklärt und in die Kamera sagt, was mit dem Iran jetzt vereinbart wurde, dann könnte man eigentlich denken, die Welt ist gut, wir können uns alle zurücklehnen und nur noch Aktien kaufen und wir werden morgen alle reich. So wie die 4.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SpaceX, die Elon Musk, seines Zeichens mittlerweile der Billionaire of the World, zu Millionären und Multimillionären gemacht hat, indem er diesen Börsengang am Freitag hingelegt hat. Das werden wir alles gleich noch ein bisschen näher unter die Lupe nehmen, auch was diese Woche los ist, denn da gibt es eine ganze Menge unter der Motorhaube der Wall Street und ich möchte euch das ganz kurz mal zeigen. Ich habe euch eine kleine Tabelle mitgebracht, ziemlich bunt und pfiffig, damit ihr genau versteht, was diese Woche ansteht. Das Top-Event am Mittwoch ist die erste Pressekonferenz von Kevin Walsh als Fettchef. Immer dran denken, auch Jerome Powell ist noch mit dabei. Wir werden im Laufe der Woche noch Zahlen sehen, unter anderem von Jebel und CarMax, Ascensure und... Und irgendeine andere Bude war auch noch dabei. Es ist die Woche der Notenbanken, Guys. Also nicht nur die Notenbank-Sitzung in Amerika, nein, auch die Bank of Japan wird tagen. Letzte Woche ja schon die EZB mit einer Zinsanhebung. Also eine ganze Menge, was auf dem Tableau ist. Wir haben zudem gerade den Empire State Index bekommen in den USA. Der ist etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben mit 5,7 Punkten. Aber die Vorbörsle-Indikation ist trotzdem fest wie Nachbarslumpi. Es interessiert im Moment keinen, weil das grobe, große Bild ist einfach so überbordend und die Handelswoche startet mit Rückenwind, dass man das schon an den Futures, rund 20 Minuten vor Handelsbeginn, einfach ablesen kann, dass die, kleinen Minithemen heute nicht ganz so wichtig sein werden. Nein, wichtig ist unter anderem, was mit SpaceX passiert, was an der Fed-Front los ist sozusagen und im Grunde haben wir, kann man sagen, drei Themen. Erstens, man spielt die geopolitische Entspannung, am Freitag soll ein Abkommen unterzeichnet werden. Gleichzeitig macht SpaceX da weiter oder zählt SpaceX zu den größten Unternehmen Amerikas und drittens Kevin Walsh, sein großer Auftritt, ob ihm schon die Knie zittern, vor allen Dingen, weil Jerome Powell nebendran sitzt und sagt hier, Kevin macht das aber ja ordentlich. Das Marktbild der Dow Jones ging zuletzt letzte Woche mit einem Plus von 0,7% aus dem Handel, über 51.200 Zähler. Heute nochmal die Futures kräftig bei S&P, Dow und der Technologiebörse Nasdaq angezogen. Es war eine starke letzte Handelswoche, die einfach so nahtlos übergeht. Und es ist kein wirklich verschlafender Wochenstart, es ist wieder Risk-On mit Ansage, kann man sagen. Der Markt spielt heute ganz klar Öl runter, Inflationssorgen runter, Fettdruck runter, Aktien rauf. Aber der Markt handelt Hoffnung, es ist noch keine Sicherheit. Und das große ganze Bild ist eigentlich, möchte man ehrlicherweise sagen, Touchdown-Tag, Mittwoch, 20 Uhr, Pressekonferenz mit Kevin Walsh als Fettchef. Paul, weiter stimmberechtigtes Mitglied und die Fed bekommt aber ein neues Gesicht. Es stehen wie gesagt eben schon die Notenbanken von anderen Ländern auch eben auf der Agenda, ganz wichtig und nachdem die EZB die Zinsen angehoben hat, wird ganz spannend auch sein, was macht eigentlich die Bank of England beispielsweise. Wir werden weitere Zahlen aus dem Industriesektor sehen, aus China, heute Nacht schon, dann zu morgen. Die Einzelhandelsumsätze, die Industrieproduktion und später noch die Kapazitätsauslastung und Daten aus dem Immobiliensektor. Bei den unternehmensnahen Zahlen sind es neben Accenture noch Kroger gewesen, die ich vorhin gerade vergessen. Wir starten freundlich Stärke und Substanz und ein sehr gut gelaunter Wochenauftakt. Und die Frage ist, ist es nur ein kurzfristiger Treiber, den wir sehen, oder ist es möglich eine Entspannung? Weil wir hatten ja schon viele, es ist wieder alles gut und dann ist der Markt nach oben gelaufen, Öl nach unten. Das hatten wir doch schon ganz oft gesehen. Am Freitag allerdings soll jetzt endlich mal was in der Schweiz unterschrieben werden zwischen den USA und dem Iran. Und allein diese Hoffnung, es ist so wie Jungs. Es ist so ein bisschen wie bei Reise, wenn wir irgendein Partygame. Das Licht geht an, das Licht geht aus, das Licht geht an, das Licht geht aus, beziehungsweise die Musik. Alle tanzen, dann bleiben sie stehen, dann tanzen sie weiter. Es ist ein bisschen verrückt. Ich will die Hoffnung nicht aufgeben, weil wenn ich mir überlege, wie sehr wir in den letzten vier Monaten darüber geredet haben, dass es schön wäre, dass dieser Krieg zu Ende geht, ist die spannende Frage doch eigentlich, was kommt am Ende genau raus? Angeblich soll die Straße von Hormuz offen sein, im Sinne von, da werden jetzt Minen weggeräumt. Und das ist für den Markt schon mal ein entscheidendes Signal. Es ist ja nicht irgendeine Meerenge. Es ist eine der wichtigsten Energieadern der Welt. Und ich weiß, einige von euch haben zwischendrin immer mal geschrieben, ja, aber die anderen Länder drumherum in der Region, Die haben ja schon Pipelines gebaut und 3000 LKWs, die da am Tag fahren. Ich weiß, ich weiß, ich weiß. Aber über das Schiff ist halt schneller und billiger. Und gleichzeitig muss man immer daran denken, dass die Lieferketten die zweitrörenden Effekte ausbleiben und die Ölproduktion möglicherweise irgendwann mal wieder, in ein paar Wochen, zumindest die Ölproduktion, auf Vorkriegsniveau landet. Bei Gas, nach den Zerstörungen, bei den Gasfeldern, das darf man nicht vergessen, könnte es so Experten bis zu zwei Jahre dauern, bis man wieder an der Kapazität ist, die man halt abliefern kann. Und das pro Atomprogramm. Die Problematik, auch J.D. Vance gerade, der hat zwar viele schöne Worte gemacht, aber so richtig gelöst ist es noch nicht. Man wird noch weitere 60 Tage verhandeln und die Bullen unter euch werden wahrscheinlich sagen, naja, das Iran-Risiko fällt jetzt erstmal weg, Öl- und Inflationssorgen, die sind quasi weggewischt und jetzt können wir doch den Fokus auf die starken Unternehmenskennzahlen und KI-Wachstumswerte richten. Aber gut, da gab es ja schon den ein oder anderen Parabolen-Trend, ja. Auch Intel-Aktien wieder, Leute, Leute, es ist pervers, Marvell, egal. Die Bären werden sagen, Moment mal, also der S&P steht aktuell bei über 7000 wiederer Punkten. Vor Kriegsbeginn lagen wir gerade mal so Range 6, 8 bis 7000. Da ist doch alles an Entspannung eigentlich schon eingepreist. Mein Take ist, der Markt feiert keinen Frieden. Der Markt feiert das Schlimmste, ist auf jeden Fall unwahrscheinlicher geworden. Das ist positiv, aber es ist eben kein Freifahrtschein. Und eine sehr interessante Überlegung in dem Kontext fand ich ehrlicherweise in Gedanken der Deutschen Bank, die gesagt haben, naja. Es verschiebt sich regional so ein bisschen am Markt. Warum? Bisher wurden die USA gegenüber europäischen Aktien bevorzugt. Warum? Europa war wegen der Energieimporte deutlich stärker durch Hormuz gefährdet und anfälliger. US-Tech hatte mehr Momentum und das Gewinnwachstum war viel stärker in Amerika. Und jetzt könnte aber möglicherweise diese US-Übergewichtung, die wir gesehen hatten, im Grunde seit, das war auch schon vor dem Krieg, aber seit Oktober, November, könnte möglicherweise auf neutral zurückkommen. Jetzt fragt ihr euch aber, warum denn? Hä? Die Europäer sind doch immer noch schlecht. Naja, der Punkt ist, es hat was mit Positionierung zu tun. Und wenn Hormuz wieder öffnet und die Ölpreise fallen, dann wird Europa relativ betrachtet attraktiver. Weil es vorher so schlecht war. Alles schlecht. Und ich sage es mal so, die Tech-Aktien in Amerika sind ja brutal gelaufen. Und wie ich eben gerade am S&P schon ablesbar sagte, ist es ja so, dass die US-Aktien einen riesen, also im Grunde seit, wann war denn das? Lasst mich lügen, seit Mitte April schon wieder sich brutal erholt hatten. Der Gewinnvorsprung der USA könnte sich etwas verengen, sagen wir es doch mal so. Und es ist jetzt kein aggressives Kaufsignal für Europa, nicht, dass ihr mich jetzt falsch versteht. Aber zumindest mal, dass diese Präferenz in US möglicherweise in Richtung neutral, also ausgewogen USA, Europa wandern könnte. Und das bedeutet dann, dass möglicherweise Europa ein bisschen aufholt. Das Verhältnis zwischen den USA und Europa finde ich nicht ganz uninteressant. Vor allen Dingen in folgenden Sektoren, bei Autos, bei Basiskonsumgütern und bei Luxusartikeln. Warum? Diese Bereiche hatten ja in Europa vor allen Dingen unter schwächeren Verbrauchervertrauen, höheren Ölpreisen und diesen Inflationssorgen gelitten. Und wenn Öl halt weiter fällt, und das sehen wir jetzt schon seit Freitag, dann könnten genau diese Sektoren kurzfristig mal Luft holen. Kommen wir zu SpaceX. Kommen wir zu SpaceX. Ah ja, nee, erst mal genau. Nee, doch SpaceX. Zack, pomm. Ich habe euch mal eine Grafik mitgebracht. Das sind die Space-Aktien. Ganz oben natürlich unser lieber Freund Elon mit SpaceX. Und wir sehen darunter andere Kandidaten, weil vorher habt ihr ja auch schon immer mal diskutiert, oh, wen kann man sonst kaufen? Neben SpaceX, da war Rocket Lab, EcoStar, Planet Labs und wie sie alle heißen. Und ich habe euch mal mitgebracht, wie die Entwicklung bis heute dann so ist, beziehungsweise Freitag gewesen ist. Ihr seht auf der einen Seite das Unternehmen, dann seht ihr die Marktkapitalisierung und dann seht ihr den Preis. Und ihr seht, es gibt einen großen Profiteur, das sind die Aktien von SpaceX, so Pima da um 25 Prozent. Wie gesagt, die Aktie ist bei 170 Dollar sogar heute wieder vorbörslich auch ordentlich gefragt und alle anderen, ich sage es mal so, Proxys könnte man sie nennen, die, die man gekauft hat, weil es die eben schon gab am Markt, verlieren unterschiedlich stark. Besonders stark verliert Virgin Galactic. Die Marktkapitalisierung natürlich auch nicht der Rede wert mittlerweile, muss man ehrlicherweise sagen. Und mit 4 Dollar ist man auch nicht weit entfernt von einem Penny Stock, aber da geht es nochmal richtig auf die Mütze. und rechts seht ihr an der Grafik, dass SpaceX den Sektor dominiert und die 26 übrigen Aktien zusammen eine Marktkapitalisierung haben, die unter 200 Milliarden US-Dollar ist. Allein, um das mal ins Verhältnis zu setzen. So, das ist das eine. Und weil wir über SpaceX reden und dann natürlich über die größten Unternehmen der Vereinigten Staaten, stellen wir fest, dass das hier mal eine Auflistung ist von Unternehmen, die über eine Billion US-Dollar Marktkapitalisierung haben. Das bedeutet, Tesla seht ihr da auf Platz 8 in rot eingefärbt und SpaceX schon auf Platz 6 mit rund 2,2 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung. Klar, die üblichen Verdächtigen sind vorne, die Mac 7. Aber Meta hat man schon hinter sich gelassen. Also, da gibt es auch einige Probleme, werde ich gleich noch drüber reden. So, hier sind wir daheim. Was wollte ich euch zu SpaceX noch erzählen, außer diese wunderschöne... Grafik. Ich meine, der erste Handelsstack war spektakulär. Ausgabepreis 135 Dollar, erster Preis oder 50. Später dann ein Plus von 19,2%. Heute bei 170 Dollar nochmal ein Plus von knapp 6%. Zwischendrin war die Aktie schon bei 176 Dollar und die Marktkapitalisierung wie eben gerade gezeigt bei 2,2 Billionen. Man ist das sechstgrößte Unternehmen von eben auf jetzt. Und man ist 700 Milliarden US-Dollar größer als Tesla und doppelt so groß wie Berkshire Hathaway. Das muss man erstmal wirken lassen. So von eben auf jetzt. Ein ziemlicher Raketenstart und alles aus Satelliten, Starlink, Mars-Träume. Das ist alles größer als Warren Buffetts Beteiligungsmaschine und den 400 Milliarden Cash, die der hat. Der hat 400 Milliarden Cash und SpaceX macht Verluste. Aber hey, wir haben, ohne Mist, ich muss echt lachen, wenn ich darüber rede. Also entweder ist es die Zukunft oder eine sehr teure Science-Fiction-Trailer-Geschichte, die wir hier gekauft haben. Wenngleich Elon Musk versucht ja schon auch ein bisschen Fakten reinzugeben in das Universum. Bis 2030 hat er angekündigt einen möglichen Umsatz bei SpaceX von einer Billion US-Dollar. Für 2031 wäre er nach seiner eigenen Aussage überrascht, wenn man nicht mindestens beim Umsatz bei über einer Billion US-Dollar liegt. Klingt beeindruckend. Aber die aktuelle Basis ist eine andere. Nochmal kurz zurück. 2025 stieg der Umsatz von 14 auf 18,7 Milliarden US-Dollar. Und gleichzeitig drehte man von einem Gewinn von 791 Millionen Dollar auf einen Nettoverlust von knapp 5 Milliarden US-Dollar. Ja, das macht Sinn. Für mich heißt das, die Bewertung ist schon im Orbit. Die Gewinnbasis steht unten und winkt noch hinterher. Uh! Goldman Sachs beispielsweise sieht SpaceX 2030 bei einem Umsatz von roundabout 470 Milliarden US-Dollar. Morgan Stanley sogar nur bei 330 Milliarden US-Dollar. Damit liegt Musk's 1-Million-Dollar-Ziel also doppelt so hoch wie Goldman Sachs und aber dreimal so hoch wie das Ziel von Morgan Stanley. Das ist der sogenannte Elon-Musk-Aufschlag. Man kauft nicht nur Zahlen, nein, man kauft Vision, Dominanz und die Hoffnung, das normale Bewertungsmodelle irgendwann mal kapitulieren. Es gibt aber auch einen echten Bullcase, mal Spaß beiseite. Newsted Research sieht SpaceX bei 165 Dollar und argumentiert, man habe bereits bei Raketenstarts massiven Vorsprung auf zehn Jahre und könnte in den kommenden vier bis fünf Jahren noch 90 bis 95 Prozent der globalen Startkapazitäten kontrollieren. Das wäre dann kein normales Unternehmen, das wäre ein Infrastrukturmonopol mit Weltraumanstrich. Aber es gibt auch skeptische Töne. Man startet bei CFRA mit einem Kurs von 115 Dollar und sieht einen enormen Kapitalbedarf. Nämlich die Investitionen werden im ersten Quartal auf 10,1 Milliarden US-Dollar steigen, nach 4,1 Milliarden noch im Vorjahr. Noch dazu kommt, bei Tesla und SpaceX sorgt eine Aussage von SpaceX-COO Gwynne Shodwell für Gesprächsstoff. Sie schloss eine Fusion von Tesla und SpaceX nicht aus und sagte, ein solcher Zusammenschluss würde Elon Musk das Leben etwas einfacher machen. Ja, auch sein Tag hat ja nur 24 Stunden. Natürlich würde Elon Musk vermutlich eine Fusion von Tesla, SpaceX, XAI und seinem Kühlschrank operativ effizient. Aber für Anleger wäre das offengestanden ein ganz anderes Thema. Ich meine, sind wir mal ganz ehrlich, Synergien sind ja schön. Komplexität würde da aber auch mit einhergehen. Und Governance-Fragen aber auf jeden Fall, Freunde. Ich habe vorhin auf Instagram einen sehr interessanten Post gesehen von einem Kollegen, der gesagt hat, wir sind ein Unternehmen, wir müssen in den Index investieren. Und durch diese Fast Tracks, die SpaceX durchläuft, einfach wegen der schieren Größe, außer beim S&P 500, müssen wir kaufen, auch wenn wir das Unternehmen eigentlich nicht so richtig überzeugend finden, Um es mal sehr feuchtig auszudrücken. Warum findet man es nicht so überzeugend? Naja, die harten Zahlen, Daten, Fakten, Umsatz, Verlusten, so viel Geschwätz. Ist ja nichts Persönliches. Aber die Unternehmen, die investieren müssen in indexgebundene Produkte investieren. Die müssen halt mitmachen, ob sie jetzt wollen oder nicht. To cut a long story short, um es kurz zu machen, die Aktie ist nichts für schwache Nerven. Das ist keine Story, die man mal mit einem KGV, einem Kaffee bewertet. Nein, nein, das ist eine Plattformwette auf Raumfahrt, Satelliteninfrastruktur und geopolitische Relevanz noch dazu. Bei 2,2 Billionen US-Dollar Börsenwert muss die Zukunft nahezu perfekt sein. Naja, die anderen Aktien, haben wir ja gerade sehr eindeutig gesehen, sind sehr, sehr abgeschlagen, ehrlicherweise. Im Schnitt fallen die, wie gesagt, bei 10,5 Prozent, die Aktien. So, meine lieben Freunde, SpaceX haben wir thematisiert. Wir müssen jetzt Kevin Walsh thematisieren. Kevin Walsh ist ja angetreten oder wurde genannt als überraschender Kandidat. Es wird sein erster großer Auftritt sein. Und die spannende Frage ist, wie cool ist er? Ist das ein Stresstest für die FED möglicherweise? Er leitet seine erste Sitzung. Paul ist stimmberechtigtes Mitglied und die Notenbank. Ich meine, die Position dürfte sich kaum verändern. Ja, die Frage ist, wie wird möglicherweise seine Formulierung ausfallen und wie möglicherweise erste Signale? Wird er möglicherweise ein bisschen taubenhafter jetzt am Anfang sein können, weil die US-Wirtschaft okay läuft und die Inflation jetzt aber wegen der geopolitischen Situation möglicherweise perspektivisch wieder ein bisschen runterkommt? Die gute Nachricht war ja gewesen, dass die Kerninflation, die wir gesehen hatten letzte Woche bei den Verbraucherpreisen mit plus 2,9 Prozent, gar nicht so exorbitant hoch ausgefallen war, sondern da war ja im Grunde bei Mieten und Autos, Autoteile und so, da war ja die Kirche noch im Dorf. Warum sage ich das? Was habe ich hier mitgebracht? Das ist das Fatwatch-Tool etwas anders animiert und das ist das vom September. Und da könnt ihr mal sehen, wie die Erwartung des Marktes Stand heute ist. Aktueller Zinssatz, 3,5 bis 3,75 Prozent, seht ihr, dass es eine Zinssenkung geben könnte. Bis zum September gehen 1 Prozent davon aus, dass die Zinsen unverändert bleiben, 3 Viertel der Befragten. Aber auch 24% rechnen damit, dass es möglicherweise nach oben gehen könnte. Nach oben mit den Zinsen. Naja, die Frage ist, was passiert dann eigentlich? Auch Kevin Walsh wird darauf rekurrieren müssen, dass er auf die Zahlen guckt. Und dann entsprechend die Botschaft möglicherweise weich abzufedern. So nach dem Motto, keine Eile bei Zinsbewegungen in welcher Art auch immer. Ja, möglicherweise ist er gezwungen, die Zinsen irgendwann anzuheben, wenn die Inflationsdaten ihn dazu zwingen, aber er könnte auch möglicherweise in seiner Formulierung eher etwas taubenhafter klingen und sagen, hey, die geopolitische Situation. Entspannt sich gerade, auch die Zollthematik ist entspannter, wir sind alle vom Baum ein bisschen runtergekommen. Und dann ist es entweder die Frage, ein Satz für die Falken, ein Satz mehr für die Tauben und am Ende sind alle vielleicht nur halb zufrieden. Die Projektionen dürften übrigens weniger wichtig werden, was den Leitzinspfad betrifft, weil er im Grunde diese Dotplots dem Ganzen ziemlich kritisch gegenübersteht und signalisiert hat, dass er darauf künftig weniger Gewicht geben wird. Mein kurzes Fettfazit an der Stelle. Möglicherweise könnte die Fed formal etwas falkenhafter wirken, aber Walsh dürfte kommunikativ, finde ich, versuchen, die Märkte nicht unnötig zu erschrecken. Gleichzeitig muss das Donald Trump recht machen und der hat jetzt den Blick vom Iran weggeworfen, so wie das Auge von Sauron auf die Notenbank am Freitag am Mittwoch. Da wird die spannende Frage sein, ob er Mr. Too Early oder Mr. Not Good Enough Entry oder was auch immer für Begriffe er dann möglicherweise abbekommt. Naja, hohe Aktienbewertung, Geopolitik, alles noch nicht vom Tisch und ich bin gespannt, wie Wash das einordnet. Naja, kommen wir mal zu Tech und KI, denn im Tech-Sektor bleibt KI weiter, logischerweise das dominierende Thema. Apple bekommt etwas Rückenwind durch Berichte, wonach Apple Intelligence und die neue Siri gut genug sein könnten, um Apples KI-Position zumindest zu stärken. Das ist für Apple fast schon ein Kompliment mit angezogener Handbremse, nicht revolutionär, nicht spektakulär, aber gut genug eben. Und bei Apple reicht das manchmal. Warum? Weil das Ökosystem so stark ist. Antropic und Amazon, da ist es komplizierter, denn die US-Regierung hat Expertenkontrollen gegen Antropic verhängt. Hintergrund offenbar ein Jailbreak-Sicherheitsproblem. Und das zeigt, KI ist nicht mehr nur Technologie, KI ist Sicherheitsindustrie und Außenpolitik. Meta steht ebenfalls negativ im Fokus. Berichte sprechen von einer chaotischen KI-Strategie, Unzufriedenheit bei Mitarbeitern, steigender Kostenkontrolle beim Tokenverbrauch und Probleme beim Aufbau eigener KI-Chips. OpenAI steht unter der Untersuchung durch eine Koalition von US-Generalstaatsanwälten. Das große KI-Bild bleibt der dominante Investment-Case, klar. Aber die zweite Phase beginnt. Phase 1 war, alles steigt, wo KI draufsteht. Phase 2 ist, wer verdient eigentlich wirklich Geld? Wer bekommt den Strom? Wer bekommt die Chips? Und wer die Genehmigung? Und übrigens, wer bekommt Besuch von Regulatoren? Kommen wir zu Uber. Die sondieren gerade Interesse potenzieller Käufer an bestimmten Vermögenswerten wie Delivery Hero. Hintergrund wären mögliche regulatorische Bedenken, falls Uber ein Angebot für das gesamte Unternehmen abgeben wollte. Bei Warner Brothers Discovery und Paramount Skydance hat in Sachen Deal sich die Zustimmung des US-Justizministeriums angedeutet. Man steht aber noch vor anderen Herausforderungen durch die Generalstaatsanwaltschaft und die der Bundesstaaten. Gleichzeitig prüft ExxonMobil die Übernahme von Woodside Energy, um das LNG-Geschäft und die Präsenz in Asien weiter auszubauen. So guys, ein paar Analysten-Calls noch für euch, denn bei den Halbleitern hebt die Citi das Kursziel für On-Semiconductor auf 120 Dollar, bleibt aber bei der Bewertung neutral. Texas Instruments, ebenfalls Citi, allerdings hier kaufen die Empfehlung mit Kursziel 345 Dollar. Als Grund Preiserhöhung, bessere Analogerholung und mögliche Marktanteilsgewinne im Datacenter-Power-Bereich. Und bei LAM Research bekommt man von Oppenheimer ein höheres Kurs, wie verpasst, 400 Dollar. Die Begründung der KI-getriebene Aufschwung bei Halbleiterausrüstern sei noch nicht vollständig beim Unternehmen eingepreist. Ich gucke gerade parallel. Donald Trump posted auf Truth Social. Lass mich kurz lesen. Aha. Donald Trump äußert sich zur Öffnung der Straße von der Moose auf Truth Social und sagt, alles wird gut. So, weiter bei den Analysten. Western Digital. Morgen Stanley wird optimistischer für die Aktie, sieht ein Kursziel von 650 Dollar jetzt für angemessen. Nach zuvor 488 Dollar, ein kräftiger Schluck aus der Kurspulle. Bei der HDD-Nachfrage, HDD, sieht man anziehendes Geschäft bei den Kunden und mehr Sichtbarkeit bis 2032. Der Preis pro Terabyte zeigt so die Analysten ganz deutlich nach oben. Bei den Industriewerten nimmt Goldman Sachs DuPont mit Neutral und Kursziel 53 US-Dollar wieder auf. Aus dem Dow wird 3M mit Kaufen wieder aufgenommen von Goldman, Kursziel hier 190 Dollar. Die Story, besseres Wachstum, möglicherweise Entlastung bei den Haftungsrisiken und eben die günstigere Bewertung. Jabil, die werden ja noch, oder Jabil oder wie auch immer man das genau ausspricht, bitte nageln mich da nicht fest, die werden ja diese Woche noch Zahlen bringen. Stiefel hat die Kursziele auf 1030 Dollar angehoben, die Aktie mit Kaufen eingestuft. Die Aktie hat sich nämlich seit dem September, schon Dezember etwas verdoppelt. Das Risiko liegt hier weniger in der operativen Ausführung, so die Analysten, sondern in den sehr hohen Erwartungen, also Obacht wegen der Zahlen. Im Softwarebereich Chewist hat Datadog von Halten auf Kaufen nach oben genommen, das Kursziel nach oben deutlich angepasst, nämlich von 190 auf 300 US-Dollar. Das Argument der Analysten, die Enterprise-Kunden priorisieren KI-Adaption momentan stärker als Kostenoptimierung, das könnte der Aktie helfen. Morgan Stanley sieht vor den Zahlen von Essential dagegen die Aktie eher mal mit einem gewissen Druck. Man stuft die Aktie ab von Overweight auf Equalweight. Kursziel nach 240 Dollar nur noch 177 Dollar. SpaceX fliegen plus 6,8 Prozent 171,66. Das nur so zwischendrin als aktuelle Wasserstandsmeldung. Bei Essential die Begründung ist noch ein bisschen interessant. Die KI-Ausgaben liefern bislang nicht überall klare Renditen und die IT-Budgets 2026 bleiben eher flach bei den Unternehmen. Das zeigt ganz deutlich, die KI-Fantasie alleine reicht nicht mehr. Ich hatte es eben gerade gesagt, es gibt so drei Phasen und die sind schon in Marktphase. Zwei oder drei, wer verdient eigentlich das Geld? Denn man fragt sich, wo ist der Return on Investment? Das ist immer eine der guten Fragen. Im Luxusbereich stuft morgen Stanley Ferrari auf Overweight hoch. Kursziel 438 Dollar und sagt, dass der Kursrückgang und das Markenrisiko jetzt, nicht mehr in einem gesunden Verhältnis stehen. Die Nachfrage nach knappen Sammlerobjekten bleibt nach wie vor stark und den E-Ferrari vergessen wir einfach mal. Bei Roku bekommt man von der Bank of America ein höheres Kursziel verpasst, nämlich 175 Dollar und eine Kaufempfehlung. Die stärkere Plattform-Dynamik und der mögliche strategische Wert sind das, was als Grund aufgeführt wird. Bei Lennar, da bleiben die Analysten geteilt. Auf der einen Seite sehen wir Wells Fargo, die die Aktien mit Equal Rate einstufen. BTIG hat die Verkaufsempfehlung nochmal betont. Passt so ein bisschen zum Wohnungsmarkt, wenn ihr mich fragt. Solide Oberfläche, aber darunter ganz schön viele Fragezeichen. So, was heute noch kommt, was heute noch passiert und was wir vielleicht später, wenn es einen gewissen Peak. In der Marktschaft ist, die US-Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung, die Daten sind, während wir hier quatschen, gekommen. Am 16 Uhr kommen noch Wohnungsmarktindexdaten. Diese Daten zeigen dann, ob die US-Wirtschaft weiter robust ist oder ob sich möglicherweise unter der Oberfläche einige Ermüdungstendenzen zeigen. Also, Geist, fassen wir nochmal zusammen. Ähm... Erstens, man könnte sagen, die Wall Street startet stark in die Woche, weil die Hoffnung auf ein Iran-Abkommen, die Ölpreise und die Inflationssorgen, nach unten drückt. Zweitens, SpaceX, ich habe es gerade nochmal live berichtet, ist die neue Megacap-Rakete an der Börse. Aber bei 2,2 Billionen US-Dollar Bewertung, muss die Zukunft nicht nur gut werden, sie muss historisch gut werden. Und drittens, wie fett wird am Mittwoch der eigentliche Stresstest, wenn du mich fragst? WASH dürfte formal restriktiver wirken, kommunikativ aber versuchen die Märkte nicht zu verschrecken. Das wird wichtig. Und viertens, natürlich ist KI das vorbeherrschende Thema, aber der Markt trennt zunehmend zwischen echter Monetarisierung und bloßem Storytelling. Mein Schlussbild also für heute. Der Markt kauft Entspannung, nicht Sicherheit. Er kauft die Chance auf niedrige Ölpreise, nicht das Ende geopolitischer Risiken. Die sind nach wie vor da. Er kauft SpaceX als Zukunftsmodell, nicht als günstig bewertete Aktie. Und er kauft die Hoffnung, dass Kevin Walsh am Mittwoch nicht gleich beim ersten Auftritt den geldpolitischen Vorschlaghammer auspackt. Also Risk on! Aber mit Helmgeis. Ja, denn an der Wall Street gilt auch heute, wenn alle gleichzeitig zur Rakete rennen, sollte man wenigstens prüfen, ob genug Sauerstoff an Bord ist. In diesem Sinne wünsche ich euch einen super Handelstag, viel Freude und wir sehen uns später zur Closing Bell. Macht's gut. Tschüss, tschüss. Euer Patrick. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.