Heute ist Dienstag, der 16. Juni. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt mit mir, Patrick Duane. Der Dow Jones steigt den vierten Tag in Folge und kann mit 0,8% zulegen über die Marke von 52.000 Zähler und damit auf einen neuen Rekordstand. Auch die restliche Wall Street sieht ganz gut aus. Man ist weiter mit grünen Vorzeichen unterwegs, wenn auch eher im Tempo-Matt-Modus als mit Vollgas. Was Wichtiges an Themen, über all das spreche ich jetzt. Der 16. Juni ist heute und es ist Dienstag, hoffentlich kein Turnaround-Dienstag in die andere Richtung, nachdem wir gestern an der Wall Street so richtig satt zulegen konnten. Und damit ein herzliches Hallo zur Opening Bell mit mir, Patrick DeWayne. So, es ist eine verkürzte Handelswoche, denn am Freitag bleibt die Wall Street wegen des Juneteenths geschlossen. Für die, die es interessiert, das ist ein Feiertag, an dem man an das Ende der Sklaverei in den USA erinnert. Der Markt kommt aus einem wirklich sehr starken Montag und heute ist das nicht mehr so ein Raketenstart. Eher mal nach diesem Höhenflug von gestern. Wir müssen Treibstoff sparen und wir dürfen den Fallschirm nicht vergessen bei den schwindelerregenden Höhen, in denen wir gewesen sind. Gleich zu Beginn der Hinweis auf die stärker als erwartet gestiegenen Importpreise. 1,9% im abgelaufenen Monat, ein Plus, das ist der stärkste Anstieg seit einer sehr, sehr langen Zeit, nämlich genau seit 2024 im Juli und 1,3% bei den Exportpreisen, die allerdings im April um 5,8% gestiegen waren. Also da ging es noch heißer zur Sache und wir stellen fest, das heutige Thema bei einem sehr ruhigen Markt ist mal wieder SpaceX. Warum das so ist, was eine Übernahme im KI-Sektor und GROG damit zu tun hat, darüber spreche ich alles gleich. Aber ich möchte erstmal so allgemein so ein bisschen den Markt mit euch einsondieren. Wo sind wir denn eigentlich gerade? Was ist sozusagen das große Bild, damit die Märkte freundlich bleiben, aber eben vielleicht nach der gestrigen Euphorie nicht durchknallen und nicht wie auf Drogen unterwegs sind. Man kann sagen, Risk-On bleibt zumindest für den Moment intakt und das liegt vor allen Dingen an den sinkenden Ölpreisen. Gleichzeitig fallen die Renditen, KI bleibt gefragt und Europa startet etwas stärker in den Handel, was vor allen Dingen auch mit guten Makrodaten zu tun hatte. Asien, da sehen wir ein gemischtes Bild, das hat auch was mit den Notenbank-Sitzungen zu tun. Und kurz gesagt, die Renditen geben leicht nach, Edelmetalle ziehen an, Bitcoin leicht höher. Also, die Rallye der Aktien könnte doch eigentlich weitergehen. Das wäre doch so schön. Einfach so weiter im Entspannungsmodus nach oben laufen, wenn da nicht das Ende der Berichtssaison wäre. Das ist so ein bisschen der Kasus-Knaxus, denn die Frage ist, woher sollen die Impulse kommen? Gucken wir nochmal, wenn wir über Impulse reden, über das, was gestern passiert ist, so ein bisschen. Gestern nämlich ein klarer Risk-On-Tag. Das bedeutet, der Dow mit einem deutlichen Plus von einem knappen Prozent, der S&P fast zwei Prozent und die Nasdaq mit über drei Prozent richtig fest und neue Rekordstände. Die Futures heute so ein bisschen gähnend müde, Katerstimmung ist angesagt, wenngleich nicht alles schlecht ist, was mit leichten roten Vorzeichen unterwegs ist. Aber nach dem gestrigen Vollgas ist heuer eher mal Tempomat angesagt. Der Markt muss im Grunde Folgendes tun. Er muss den starken Lauf von gestern ein bisschen verdauen, gleichzeitig beobachten. Die Importpreise und die gestern schwächeren Konjunkturdaten irgendwie vielleicht irgendwann mal einpreisen oder damit zumindest beginnen, diese einzupreisen. Und es stellen sich die Fragen, wie stark bleibt der Preisdruck im Außenhandel auf der einen Seite. Zweitens, wie robust ist die US-Immobilienwirtschaft bei diesen hohen Finanzierungskosten. Das bedeutet morgen, wenn Kevin Walsch dann seine erste Pressekonferenz als FED-Chef hält, das werden wir natürlich auch sehr eng begleiten, ich wohlgemerkt, ist die Frage, wie viel Spielraum möglicherweise hat er denn. Die Zinsen zumindest perspektivisch mal anzutasten. Lass es mich so formulieren. Der Markt preist aktuell eine Zinsanhebung von 19 Basispunkten ein, also eine leichte Anhebung. Aber wie wir ja gestern schon gesehen haben, da ist noch nichts ausgemacht. Und die Frage ist am Ende, wie ist seine Tonalität? Was am Freitag wichtig ist, ist natürlich dieser Iran-Deal. Kommt es wirklich zur Entspannung? Donald Trump flüstert und postet kräftig und sagt, 300 Milliarden Dollar, nee, nee, von mir gibt es nichts. Das ist so ein bisschen die Situation, wo wir uns fragen, kommt da vielleicht doch noch ein bisschen mehr Gegenwind? Und ja, der Earningsblock, der startet ehrlicherweise erst wieder am 14. Juli. Das ist dann sozusagen für das angelaufene Quartal. Vorher sehen wir natürlich noch Micron Technologies am 24. Juni. Das ist aber aus Bullensicht eigentlich der letzte mögliche Peak, den wir sehen könnten. Oder die, sagen wir mal, die Lesart, dass die KI-Story, die Chip-Tech-Werte, die gestern auch geflogen sind, wie Nachbars Lumi, ich hatte es in der Closing-Mail mit euch besprochen, dass diese Rallye weitergehen könnte. Oder eben erste Risse vielleicht möglicherweise. Aber ich möchte gar nicht so negativ klingen. Also der 24. Juni, den müsst ihr euch ganz fest im Kalender anstreichen. Das Fenster ist sozusagen offen, es ist nicht verriegelt, wenn es um Optimismus geht und die Perspektive, die man haben kann. Denn die Bullen erzählen sich aktuell folgende Geschichte und ich weiß nicht, ob ihr das auch erlebt. Das Iran-Risiko ist deutlich reduziert, der Ölpreis fällt, der Inflationsdruck lässt nach und die KI-Nachfrage to the moon. Die US-Gewinne bleiben robust, die Kapitalmärkte finanzieren weiterhin KI massiv, das haben wir gesehen bei Nvidia. Die haben sich 25 Milliarden Finanzierung geholt. Sie wollen weitere 85 Milliarden investieren. Katar kann in Sachen Öl und Energie die LNGs wieder hochfahren, aufgrund der Tatsache, dass die geopolitische Situation sich entspannt. Voraussetzung ist natürlich, dass der Iran bei den Sanktionserleichterungen die zusätzlichen Angebote. Beim Ölexport mit sich bringen könnte, nicht aufgrund von irgendwelchen Anlagen kaputt sind oder so wieder zurücknehmen muss. Aber das ist die schöne Version. Also, Katar will mehr Öl verkaufen, die UPy Plus will mehr Öl produzieren. Da muss man auch mal ein bisschen gucken, wo sind die Break-Even-Preise. Und LNG-Gas, da möchte Katar auch wieder schnell auf dem Niveau vom Vor-dem-Krieg sein. Also, Energieangst ein bisschen gebannt, mehr KI, mehr Liquidität. Und der Markt fragt sich eigentlich, naja, wenn der Sturm so abzieht in Sachen Geopolitik, holen wir dann mal den Sonnenschirm raus. Naja, wenn ihr mich fragt, Ich finde ja, es wird ein bisschen zu viel gefeiert. Also es wird, und das passiert aber schon eine ganze geraume Weile, zu wenig auf diese Störfeuer geguckt. Und es herrscht am Markt die Tendenz vor Trump, always chickens out. Der poltert nur, wir hören da gar nicht mehr hin, das ignorieren wir, das geht da rein, das geht da raus. Und ja, es wird in irgendeiner Art und Weise ein Iran-Deal geben. Aber in den USA selber, und das darf man nicht unterschätzen, Egal ob die Medien, ob die Republikanische Partei, ob Israel, ob Sicherheitsexperten. Sie haben alle wirklich, was diesen Iran-Deal, der am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, echt große Bauchschmerzen. Ja, ich meine, einmal, manche Texte sind noch gar nicht veröffentlicht. Das Atomprogramm ist final noch nicht geklärt. Die Sanktionen gegen den Iran, die der Iran möchte, dass man sie komplett aufhebt, inklusive Reparationszahlungen bis zu 300 Milliarden Dollar. Die sind auch nicht eingetütet. Der Limanon bleibt das Risiko. Und Hormuz, das hat, glaube ich, Iran wirklich gelernt und die Redereien, da ist man jetzt erstmal vorsichtig. Warum? Weil, wenn man sich nicht wirklich einigt, einig, einig, weil man hat doch schon so oft von der Einigung gesprochen, dann ist das Risiko eines Schadens enorm hoch. Und die Position des Iran wird sein, wir wollen Reparationszahlungen in irgendeiner Art und Weise haben oder Gebühren erheben. Was auch immer für Dienstleistungsgebühren das sind, keine Ahnung. Ich bin da nicht kreativ genug, um mir das zu überlegen. Aber sie wollen, dass da Geld ins Land fließt und man nicht nur die Sanktionen aufhebt. Und warum ich erzählt habe, dass die Republikaner und die Medien so stinkig auf Trump sind, in den amerikanischen Blättern, wenn man da mal querliest, dann wird das, was da jetzt bekannt geworden ist, als Niederlage Donald Trumps angesehen. Und immer mehr Mageranhänger kehren Donald Trump wohl den Rücken, weil sie auch sagen... Und seine Wirtschaftskompetenz hat er nachhaltig verloren und mit diesem Krieg. Außer Schaden nichts erreicht. Nochmal, ich bin nicht derjenige, der das selber so sieht. Ich überbringe nur diese Lesart beim Querlesen von unterschiedlichsten Nachrichtenblättern und stelle fest, wenn ihr mich fragt, ist an der Lesart auf jeden Fall was dran, weil wir müssen uns schon fragen, was hat dieser Konflikt eigentlich am Ende des Tages gebracht? In puncto Atomprogramm, in puncto Ölsicherheit, in puncto Kontrolle. Es gab ja am Anfang die Überlegung, dass Trump, nachdem er Venezuela überfallen hatte, Maduro gefangen genommen hatte und sich da die Vorherrschaft über das Öl in Venezuela sichert, dass er das möglicherweise mit dem Iran auch macht. Danach sieht es aktuell überhaupt nicht aus. Gleichzeitig die Ölreserven der USA deutlich unter Druck. Muss man auch mal gucken, auf dem niedrigsten Stand seit 1983. Und es ist wie die Achillesferse oder wie bei das X auf dem Schulterblatt von Siegfried die Straße von Hormuz. Wenn Iran irgendwie nicht mitmachen möchte, dann kann der Ölpreis, so schön er heute unter der 80-Dollar-Marke gewesen ist, mal kurzfristig, also weiter im Sinkflug, könnte das Ganze auch schnell wieder in die andere Richtung gehen. Ja, das Risiko, wenn ihr mich fragt, ist nicht unfassbar hoch, weil Trump keine Chance hat. Er muss in die Puschen kommen, weil er vor den Midterms, jetzt ist ja Sommerpause, dann kommen die 4. Juli, 250 Jahre USA. Also da muss er auch liefern, weil er muss die Gemüter wieder beruhigen. Jetzt ist er ja beim G7-Gipfel und da haben die Europäer ihm in Sachen Zöllen zumindest mal die Hand gereicht und endlich diesen Zoll-Deal vereinbart. Das ist für ihn, glaube ich, ganz wichtig, dass er außenpolitisch punkten kann, um das mit in die Heimat zu nehmen. Ob das am Ende ausreichen wird, I don't know. Beim Blick auf Öl, Gold und die Renditen, wie gesagt, der Ölpreis unter der 80-Dollar-Marke, das ist wichtig. Das hilft insgesamt, die Idee und die Erzählung von der Inflation zu senken. Hilft Airlines, Lieferdiensten, Transport etc. Und könnte das Fett-Narrativ deutlich, natürlich positiv beeinflussen. Dass man nämlich sagt, ja wir warten jetzt mal, alles was in den Inflationsdaten, wie gesagt eben mit Exportpreise heute da reinkommt, ist nur vorübergehend, aber wir erwarten aufgrund der Beruhigung der geopolitischen Lage, also so oder so ähnlich könnte Walsh ja morgen dann klingen, erwarten wir, dass wir keine Zinsanhebung machen müssen. Und der Markt preist ja im Grunde eine Zinsanhebung ein. Und was bedeutet das? Das bedeutet, wenn Walsh morgen, deswegen wird es auch sehr, sehr spannend, morgen sagen sollte oder taubenhafter klingen sollte, könnte ich mir vorstellen, dass wir nochmal ein bisschen Zug in die Rallye bekommen, weil der Markt, wie gesagt. Meiner Ansicht nach, ich weiß nicht, wie ihr das seht, noch nicht eine Zinssenkung oder Zinsstillstand eingepreist hat, sondern eher eine kleine Zinsanhebung. Aber Gott, wer bin ich, dass ich da in die sprichwörtliche Glaskugel gucken kann? Also, morgen die FED, die erste große Sitzung unter Kevin Walsh. Und ich bin echt gespannt, inwieweit... Eher, das von der Tonalität, von der Temperatur anders moderieren wird als Jerome Powell, der immer sehr nüchtern war, sehr sachlich. Wird Kevin Walsh eher ein neuer harter Fettchef oder eher jemand, der den Markt beim ersten Auftritt nicht gleich erschrecken will? Und ich könnte mir Letzteres natürlich vorstellen. Auf der anderen Seite glaube ich auch nicht, dass es irgendeine große Überraschung gibt, weil das Szenario so ist, wie ich es gerade besprochen habe. Der Zinspfad bleibt vorsichtig, der Ölpreisrückgang verschafft der Fan, wie gesagt, etwas Luft. Aber der Weg ist ein ganz schmaler. Dieser Weg wird kein leichter sein. Darf nicht zu sorglos wirken, der gute Mann. Aber zu hart eben auch nicht, sonst zerstört er die Rallye, die ja ziemlich weit gelaufen ist. Die Kommunikation mit der angezogenen Handbremse. So könnte man es vielleicht überschreiben, was morgen kommen wird. Ich möchte euch noch ein paar nachbörsliche Unternehmensnachrichten. Wird Dave Busters nicht vorenthalten. Wie die letzten Quartale muss man ehrlicherweise sagen, die Aktie schwach. Dave Busters Entertainment, auch Play als Kürzel, wenn ihr da mal nachschauen wollt. Der Umsatz mit 560 Millionen US-Dollar knapp, ein Rückgang von anderthalb Prozent. Unter den Konsensschätzungen. Auch beim EBITDA hat man einen Rückgang zu verkraften. Man ist unter den erwarteten 137 Millionen Dollar geblieben, also operativ ziemlich schwach. Der freie Cashflow mit 25,3 Millionen etwas besser als die erwarteten 10 Millionen. Das ist aber auch der einzige Rettungsanker im Moment. Das Management bleibt wie in den letzten Quartalen. Das sind wirklich die letzten acht Quartale, wo es nicht gut läuft. Optimistisch. Free Cashflow soll sich in Richtung 100 Millionen Dollar über das Gesamtjahr entwickeln. Das wäre eine Cashflow-Rendite von 25 Prozent. Die Analysten sind vorsichtig. Benchmark beispielsweise stuft die Aktie auf Hold von zuvor kaufen. Die UBS senkt das Kursziel von 12 auf 12 von 13 Dollar. Man bleibt bei neutral, weil der Umsatz so schwach ist, die Kundenfrequenz schwach. Der Cashflow, der stark ist, ist jetzt nicht der Grund, warum man eine Neubewertung der Aktie vornehmen sollte. So, das war die einzigen nachbürtlichen Zahlen. Kommen wir mal zu internationalen Makrodaten. Denn da haben wir ja diese Nacht auch eine Menge gesehen, aus China beispielsweise. Der Einzelhandel schwächer als erwartet, die Industrieproduktion hingegen etwas besser als erwartet. Und das passt eigentlich zu China, weil ihr auch immer wieder fragt, hey, wann gehen denn die Tech-Aktien da drüben ein bisschen mehr ab? Und ihr seid da teilweise investiert, wenn ich das richtig lese, in der Kommentarspalte. China produziert, aber der Konsument in China selber, der zieht nicht so richtig mit. Man exportiert unheimlich viel in die USA. Da gab es im letzten Monat Rekordstände und nach Deutschland auch. Und in Deutschland, da hat der ZEW-Konjunkturindex überrascht. Man springt auf plus 10,5 im abgelaufenen Monat. Der Monat davor waren es minus 10,2. Und man ist deutlich über den Konsensschätzungen, also das Stimmungsbild in Deutschland. Es ist nicht mehr alles schlecht, sondern es hält sich etwas auf. Es ist allerdings ein Frühindikator, dieser ZEW-Indikator und kein Umsatzbericht. Also das ist erstmal nur, gefühlt geht es uns ein bisschen besser. Und ich sage mal nach dem 7 zu 1. Spannend war es auch in Japan, denn die Bank of Japan hat, wie erwartet, die Leitzinsen von 0,75% auf 1% abgehoben in einem Voting von 7 zu 1. Die Begründung, der breite Preisdruck, ein schwacher Yen, der bei roundabout 160 je US-Dollar liegt und die Großhandelspreise, die kurzfristig doch wieder sehr stark gestiegen waren. Die Folge ein Nikkei kurz mal über der 70.000-Punkte-Marke. Japan sagt also, wir straffen, aber vorsichtig. Auch in Sachen Quantitative Tightening hat man sich ein bisschen zurückgenommen und es ist ein Zinsschritt, wenn man es so möchte, mit Sandhandschuhen. Kommen wir zu den Themen des Tages. Die Tech-Schlagzeilen bleiben dicht. Das war nicht anders zu erwarten. Bei Apple beispielsweise soll es ja ein faltbares iPhone geben. Aber ja, ihr wusstet schon, es verzögert sich erneut. Start nun eher 2027. Ist aber kein Drama. Es zeigt, auch Apple kann Hardware nicht einfach so aus dem Hut zaubern. Und der neue CEO, der dann ab September das Ruder übernehmen wird, wird seinen Job halt gut und richtig machen. Und ich glaube, er wird dann einfach direkt ein Blockbuster-Hit landen wollen. Und deswegen nimmt er sich ein bisschen Zeit. Da man auf genug Kohle sitzt, hat man es auch nicht nötig, nachdem man ja jetzt auch in Sachen Siri ein kleines Update gemacht hat und das Ökosystem nutzt und nicht Geld raushaut für eigene KI-Entwicklungen. Man macht das relativ smart, aber es ist natürlich ein bisschen uninspiriert für euch als Anlegerinnen und Investoren. Bei Entropic gab es gestern Gespräche mit dem Weißen Haus zum Mythos-Modell. Es gab keine Einigung, so viel kann ich verraten. Die Verhandlungen laufen weiter und das Ding daran ist, Das KI ist eben nicht nur Software, es ist halt Regulierung, Sicherheitspolitik und eine Machtfrage. Und das Weiße Haus und die Administration, sie wollen ein gehöriges Wort mitsprechen, weil eben die Gefahren, und das darf man bei aller Freude über Large Language Models, über KI-Agenten und dass man zukünftig noch mehr Content rausrauen kann, das darf man alles nicht. Ignorieren und vom Tisch wischen. Außerdem möchte man natürlich gegenüber anderen Ländern Wettbewerbsvorteile haben, Auch gegenüber Europa, wo mehr und mehr, und das sehen wir hier leider, Europa abgehängt wird und im Grunde nur so eine zweite Version von. KI-Modellen bzw. KI-Anwendungspraktischen Beispielen zur Verfügung gestellt bekommen. Wir hängen am Tropf und sollten schnellstens uns was Eigenes ausdenken, wenn ihr mich fragt. Nvidia, man hat sich über 25 Milliarden Dollar geliehen am Anleihemarkt. 20 Milliarden war es am Anfang, um die 85 Milliarden Dollar, die man investiert, in die Hand zu nehmen. Und man sieht, es geht halt alles nicht mehr aus der Kaffeekasse. Man muss tatsächlich den Kapitalmarkt aufpassen. Anzapfen. Man könnte sagen, der Kapitalmarkt sagt, ja, wir geben Nvidia Kapital, viel Kapital und auch sofort. Es war nämlich gar kein Problem, das Geld aufzutreiben. Der Kapitalmarkt ist also weiter offen für die Thematik. Das sieht man auch bei OpenAI, wenngleich die ziemlich ordentlich ins Kontor geschlagen haben, weil allein die Betriebskosten 2025 lagen bei rund 34 Milliarden Dollar, bei einem operativen Verlust von 8 Milliarden Dollar. Das ist der andere Teil der KI-Story. Der Umsatz wächst, Aber die Verluste, sie wachsen auch. Die Zukunft ist teuer, könnte man sagen. Bei Qualcomm gibt es Verhandlungen über den Kauf von TenSupport. Der mögliche Dealwert, 8 bis 10 Milliarden US-Dollar. Am Analystentag am 24. Juni, das war der Tag, wo auch Micron Technologies mit den Zahlen um die Ecke kommt, gilt sozusagen dieser Tag als einer der letzten, günstigen Chip-Assets, also Qualcomm ihres Zeichens. Muss man ehrlicherweise sagen, die haben so die Rallye nicht ganz in dem Umfang mitgemacht, wie die anderen Aktien, aber günstig, I don't know. Auch AMD hattet ihr gestern schon in der Community gesagt, haltet ihr für eigentlich recht attraktiv. Ich weiß nicht, ob die aktuelle Bewertung, sie gibt natürlich noch was her und sie ist nicht wie bei Micron optisch, teuer bei 1000 und so, aber so richtig günstig. Naja, bei SpaceX, die Aktie hat vorbörslich weiter deutlich zugelegt. Man ist um die Marke von 208 Dollar teilweise gewesen, Denn man bestätigt die geplante Übernahme von Cursor, also der Tochter von AnySphere. Der Aktiendeal soll über 60 Milliarden US-Dollar gehen. Und das Ziel ist natürlich die Stärkung des KI-Geschäftes von Grog vor allen Dingen in Richtung Coding. SpaceX kauft also nicht nur Raumfahrt, sondern man kauft KI-Werkzeugkasten. Raketen oben, Code unten, Bewertung irgendwo in der Stratosphäre, könnte man sagen, wenn man so ein bisschen mit Humor das Ganze versieht. Aber, was auch wichtig ist, die Aktie läuft. Und was ich daran persönlich gut finde, bei allen Unkenrufen, ich habe in den letzten Wochen und Monaten viel darüber berichtet, dass... Und SpaceX Liquidität vom Markt absaugen könnte. Später kommen ja dann noch OpenAI und Anthropic. Aber im Moment sieht es so aus, als wenn frisches Geld in diese Märkte läuft. Auch hier in Deutschland habe ich ganz viele Leute gehört und gesehen, die gesagt haben, ihr ja auch zum Teil, dass sie da gezeichnet haben. Also eine gewisse Zuversicht ist bei allen Umrufen und Tesla und Musk und Doge und wie das alles hieß. Wir haben das jetzt auch schon wieder alles fast vergessen und in die Tonne getreten. Aber es ist so ein bisschen belief zurück an das Unternehmertum von Elon Musk. und das sieht man an der Entwicklung der Aktie, finde ich. Mal gucken, der ein oder andere von euch ist auch kritisch halt geschrieben, nur an dich und so weiter, da sieht man halt, es ist. Ein emotionales Thema auch beim Trading. Gestern hatte ich ja gesagt, dass die Fox Corporation Roku übernimmt und jetzt hat der Markt nicht nur negativ auf die Fox-Aktie reagiert wegen der Verwässerung des hohen Preises, sondern auch, gibt Meldungen, dass das Integrationsrisiko und die Distribution möglicherweise der Inhalte ein Problem sein könnte, denn der Preis ist zu hoch, zu teuer, so der Markt. Bei Paramount Skydance, da hat das US-Justizministerium die Prüfung abgeschlossen, so Berichte in den Medien. Es geht offenbar ohne interne Einwände ganz entspannt durch. Der Deal bleibt allerdings politisch und regulatorisch sensibel, wenn ihr mich fragt. Auch ein Übernahmekandidat ist ja die Commerzbank an der Stelle. Die Bundesregierung lehnt ein Angebot von der Unicredit zum Erwerb weiterer Commerzbank-Aktien aus. Das Signal hier natürlich auch, Berlin will die Kontrolle behalten und die Credit will mehr, der Machtkampf bleibt. Mittlerweile haben die 37 Prozent. Bei Tourist Financial, die Aktie fällt nach Ernennung eines neuen CEO der Grund. Übernahmespekulationen nehmen deswegen ab. Manchmal fällt eine Aktie nicht, weil der neue CEO schlecht ist, sondern weil der Markt auf einen Käufer gehofft hatte. So auch in diesem Fall. Ein paar weitere Einzelwerte. Robinhood hat bekannt gegeben, dass man 10 Prozent der Belegschaft streichen möchte. Die Begründung, man wird schlanker, schneller, disziplinierter und das Management spricht von einer Stärke mit einem Junirekord, was das Handelsvolumen betrifft im Juni, der beste Monat im Jahr 2026. Effizienz ist das neue Wachstum, könnte man sagen. Traurig, aber wahr. Hansmann übernimmt All-In per Aktientausch. Hansmann-Aktionäre erhalten rund 0,54 All-In-Aktien je Hansmann-Aktie. Implizierter Wert 13,85 Dollar unter dem Schlusskurs von 15,89 Dollar. Gestern. 300 Millionen Dollar Kostensynergien binnen 24 Monaten sollen dabei rausspringen und gewisse Steuervorteile. In Sachen Hotels fordern größere Anteile an Bonvoy-Einnahmen, die von Marriott. Das Treueprogramm ist längst keine Beilage mehr, es ist eine eigene Gewinnmaschine, so die Begründung. Yum Brands, ihr habt es bestimmt gelesen, man verkauft Pizza, hat für 2,7 Milliarden Dollar an Long Range Capital und Yum Brands China und zieht einen Schlussstrich unter die jahrelangen Probleme. Außerdem, Dominus Pizza hatte über Jahre hinweg Marktanteile von Pizza hat gewonnen, und Yum Brands fokussiert sich künftig stärker eben auf die Marken, die ja auch kennt, Taco Bell and Kentucky Fried Chicken. Also Pizza wird verkauft, Taco Bell bleibt der Wachstumsmotor, KFC bleibt global stark. Wenngleich, ehrlicherweise, Also als ich Kind war, gab es schon KFC, da war das noch lecker. Heute finde ich es ein bisschen, aber Gott, das ist eine andere Geschichte. Analystencalls, die wichtigsten für euch noch. ExxonMobil, da waren es die Analysten der Bank of America, die die Aktie auf Kaufen hochgestuft hatten, von zuvor neutral. Die Bewertung sei attraktiv. Die Bank of America sieht im aktuellen Kurs langfristig einen Ölpreis von rund 65 Dollar eingepreist. Sollte Öl wieder steigen, wäre das zusätzliches Upside-Wall. Bildlich gesprochen, ExxonMobil ist für die Bank of America heute die Aktie mit einem Plus, also die Aktie plus einen Öl-Call zum Nulltarif sozusagen. Wie gesagt, Basis 65 Dollar, mögliches Upside. Bei Apple hat die Citigroup die Kaufempfehlung bestätigt. Stärkere Bruttomargen, wachsender Serviceanteil, Apple Intelligence und die starke Bilanz. Darauf wird verwiesen. Man bleibt Qualitätswert mit Margen, Service, Rückenwind und dementsprechend ein absoluter interessanter Wert. Bei Oracle haben sich die Analysten von Piper Sandler zu Wort gemeldet. Sie bestätigen ihre Kaufempfehlung und sagen, Oracle sei die Top-Idee für das zweite Halbjahr und das trotz der Schulden und dem hohen Kapitalbedarf. Warum? Oracle ist stark positioniert bei Cloud, Datenbank und KI-Infrastruktur. Und dazu passend CoreWeave bekommen von Canterfit Sterils eine Übergewichteneinstufung verpasst. Die Bewertung sei mit dem 6,2-fachen des EBITDA attraktiv, also in Bezug auf Chance und Risiko vor den Quartalszahlen. Man ist sozusagen unterwegs von Seiten des Analystens in Sachen direkte Wette auf KI-Rechenleistung, wenn ihr mich fragt. Bei Rocket Companies hat BTIG die Aktie auf neutral von zuvor kaufen abgestuft. Die Schwierigkeiten im Zinsumfeld 2026 sind der Grund, die aufgeführt werden. Es soll wohl möglicherweise sich oder länger dauern, bis man zu diesen stärkeren Gewinnen zurückkehren kann und dementsprechend ist die Aktionskraft im aktuellen Kursniveau subjektiv etwas unattraktiver. Goldman Sachs, wir haben sich zu Tesla gemeldet, man bleibt bei Neutralkurs, zählt 375 Dollar. Die Auslieferungsschätzungen für das zweite Quartal steigen auf 420.000 Fahrzeuge, von zuvor 405.000. Der Konsens des Marktes übrigens bei euch als Info 400.000. Besonders stark soll es wohl losgehen oder wieder losgehen, muss man ehrlicherweise sagen, in Europa. Da sieht man besonderes Wachstum, so Goldman Sachs, dementsprechend die Fahrzeugverkaufsanpassung gerechtfertigt. Bei Palantir, da haben sich die Analysten von Wolf Research gemeldet. Man hebt die Aktie von Underperform auf Peergroup-Perform. Das bedeutet genauso gut wie die Peergroup. Palantir gilt als starke Enterprise-AI-Player. Ontologie und Forward-Deployed-Engineers überzeugen, so die Analysten. Allerdings, die Bewertung reflektiert schon relativ viel, trotz der Tatsache, dass die Aktie in den letzten Monaten eher mal seitwärts gelaufen ist als nach oben. So, meine lieben Freunde, wir haben noch ein paar Termine und ein paar Daten, die heute so ein bisschen den Markt machen. Das habe ich euch mal in einer Grafik abgetragen. Der Iran-Deal und die großen Fragezeichen. Das ist das, womit wir uns beschäftigen müssen. Diese Woche bis Freitag. Und der Deal ist natürlich weiter unter Beschuss, sowohl vom Iran als auch von Donald Trump. Das dürfen wir nicht vergessen. Gleichzeitig gibt es auch ein paar positive Meldungen und es bleibt abzuwarten, inwieweit diese Gesamtgemengelage am Freitag, der Deal soll schon digital unterschrieben worden sein, das fand ich auch sehr spannend, möglicherweise eigentlich alles gut wird. Und was die Termine betrifft, ab morgen habe ich euch nochmal abgetragen, sehen wir auf der einen Seite ein paar Makrodaten, Verbraucherpreisindex aus Großbritannien unter anderem. Dann die Einzelhandelsumsätze in den USA, Und die Hausverkäufe, da gucken wir so ein bisschen drauf. Und dann ja, natürlich die erste Notenbank-Sitzung von Kevin Warsh. Am Donnerstag sehen wir dann die Zinsentscheidungen unter anderem in Großbritannien. Bei der Bank of England und natürlich die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Das genau wird dann passieren. Am Freitag noch ein paar Daten aus Deutschland und Großbritannien. Und wir sehen uns wieder, wenn ihr wollt und wenn ihr könnt, heute Abend dann zur Closing Bell. Wie gesagt, relativ ruhiger Tag. Mal gucken, was dann im Laufe des Handelstages noch an Neuerungen dazukommt. Ich wünsche euch jetzt erstmal einen guten Handelstag und freue mich dann, euch später wiederzusehen. Bis dann, Leute. Macht's gut. Tschüss, euer Patrick. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, Das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.