Heute ist Mittwoch, der 17. Juni. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featured bei Handelsblatt mit mir, Patrick DeWayne. Die Wall Street im Grunde behauptet unterwegs und das an dem heute so wichtigen Tag der Notenbank-Sitzung und der Zinsentscheidung. Kevin Walsh zum ersten Mal als Fed-Chairman unterwegs, so möchte er genannt werden. Und was macht die Börse daraus? Naja, sie sitzen so ein bisschen wie die Formel-1-Piloten in der Boxengasse, sind betankt, haben warme Reifen und können starten, aber nicht Vollgas, sondern mit ein bisschen Rückenbremse. Jebo und CarMax hatten Zahlen vorgelegt, wie gut die ausgefallen sind. Darüber spreche ich jetzt. Hallo meine lieben Freunde, ich hoffe es geht euch gut. Es ist kein normaler Mittwoch heute und damit begrüße ich euch zur Opening Bell, sondern wir haben eine ganze Menge auf dem Tableau. Wir haben Makrodaten gesehen, wir sehen heute Abend die FED-Notenbank-Sitzung, die erste von Kevin Walsh als FED-Chef. Die werde ich, wie wir das an solchen Tagen immer machen, etwas besonders covern. Das bedeutet, ihr bekommt um 20 Uhr die Notenbankentscheidung, also die Zinsentscheidung sozusagen und dann um 20.30 Uhr, das machen wir kurz, und um 20.30 Uhr cover ich mit euch dann live die Pressekonferenz. Wir werden gemeinsam reinhören. Ich werde das ein bisschen übersetzen für euch und wir werden dann gucken, wie im Grunde Kevin Walsh die Leitung dieser Pressekonferenz gestalten wird, wie er auf Fragen antwortet. Da freue ich mich schon drauf. Das wird ein spannender Tag. Dann haben wir gesehen Zahlen von Jebel und CarMax. Da habe ich euch auch ein bisschen was zur Unterstützung visuell vorbereitet. Und ich möchte mit euch nochmal auf SpaceX gucken. Die Aktie hat ja vom IPO-Preis mittlerweile 50% zugelegt. Nur Palantir war drei Tage nach dem IPO noch mit größeren Zuwächsen gesegnet, nämlich über 69%. Aber die Aktie von SpaceX, nur um das mal ein bisschen einzuordnen, was die Marktkapitalisierung betrifft. Wir hatten gestern ja schon davon geredet, man hat Amazon vom Thron gestoßen, also vom Thron, ja, vom vierten Platz sozusagen, auf der Liste der größten Unternehmen. Und die Marktkapitalisierung von SpaceX hier in der Grafik zu sehen, ist so groß wie die von JPMorgan Chase, AMD, Visa, Costco, Caterpillar zusammen. Oder eben die Bruttoinlandsprodukte von Irland, Belgien und Schweden. Kann ich nur sagen... Alter Schwede, es ist kein normaler Mittwoch und die Aktie steigt heute auch wieder, wenngleich sie von ihren Höchstkursen, gestern lagen die bei 225 Dollar, SpaceX wohlgemerkt, jetzt ein bisschen runtergekommen ist, aber, sie wird, und das fand ich ganz gut, Jim Cramer hat es gerade bei CNBC gesagt, die Aktie wird Tag und Nacht rauf und runter gehandelt, solange das eben geht und es sind vor allen Dingen die Retailer, die da, die größte Meme-Aktie der Welt hoch und runter handeln. Naja, ach ja, Meme, das ist so ein wichtiges Thema. Also wie gesagt, worauf gucken wir neben. CarMax und Jebel auf die Einzelhandelsumsätze aus den USA? Dann um 20 Uhr, wie gesagt, spricht Kevin Warsh das erste Mal. Es ist insgesamt eine Situation, die sonst ehrlicherweise so ein bisschen ruhiger ist. Also es ist so ein bisschen wie der Formel-1-Wagen ist in der Box. Er hat getankt, heiße Reifen, aber man wartet, was den Markt betrifft, mit dem Losfahren, bevor die Fed nicht irgendwie kommt. Der S&P Future leicht im Plus. Vorhin war er auch mal leicht negativ unterwegs. Taxi mit Rebound, nachdem wir gestern da noch ein bisschen deutlicher verloren hatten. Und der Dow, ja, der ist, ich sage mal, plus, minus, null, nachdem er gestern ja neue Rekorde hingelegt hat. Der starke Lauf der letzten Tage, dann haben wir einen leichten Abverkauf bei Chip-Aktien gesehen und die bouncen jetzt wieder so ein bisschen zurück. Es war ein Durchatmen, kein Trendbruch, den wir da gestern an der Technologiebörse gesehen haben. In den letzten drei Sitzungen ging es da 7% nach oben und nach dem Sprint ist es mal eine Pause und kein Alarmzeichen. Es ist eher mal die Frage, was ist denn da fundamental eigentlich noch ganz realistisch und was ist ein bisschen übertrieben in der Geschwindigkeit. Der Blick nach Europa sieht eigentlich auch ganz gut, aber die Autos sind schwach. Grund vor allem BMW mit einer Gewinnwarnung. Die neue EBITDA-Marge soll zwischen 1 und 3 Prozent liegen. Vorher waren es noch zwischen 4 und 6 Prozent, die man angepeilt hat. Und das ist nicht nur eine schlechte Nachricht für BMW, das ist ein Signal für den ganzen europäischen Autosektor. China, die Margen schwach bei BMW und unter Druck und die Nahost-Nebenwirkungen und Nachwirkungen, die sehen wir. Und insgesamt muss man ehrlicherweise sagen, aber die Indizes in Asien ganz gut. Hongkong zwar ein bisschen schwächer, aber der Nikkei ordentlich unterwegs. Autos und Energie auch dort schwächer, die Renditen ruhig. Die US-Staatsanleihen kaum verändert. Die Erwartung 80% Wahrscheinlichkeit, dass bis Jahresende ungefähr noch ein Zinsschritt nach oben kommen sollte. Das ist der Kern. Der Markt will steigen, aber die Zinsleine ist noch nicht abgenommen vom Hundehalsband oder vom Investorenhalsband. Im Grunde könnte man sagen, die Bullen und Bären streiten sich in dieser Gesamtgemengelage so ein bisschen. Und ich habe das mal ein bisschen veranschaulicht, damit ihr das mal seht. Die Bullen sagen nämlich ganz klar, das Iran-Risiko ist doch entschärft. Öl ist doch deutlich gefallen. Und der Kalender wirkt nach den starken Unternehmenszahlen etwas freier. Anleger mit viel Cash bekommen eher mal FOMO. KI-Kapital fließt weiter aggressiv in den Markt. Für die Bullen ist das wie eine Nebelbank, die sich langsam lichtet. Aber ist alles wirklich klar? Der Weg vorn ist zumindest etwas sichtbarer. Die Bären hingegen sagen, und das seht ihr hier, das Iran-Abkommen ist noch kein echtes Abkommen. Außerdem hat Trump gesagt, wenn es ihm nicht passt, dann könnte die USA möglicherweise doch wieder militärisch reagieren und irgendwas bomben und so weiter und tralala. Außerdem, Inflation bleibt wohl vorerst hoch und dementsprechend müssen dann die Notenbanken vorsichtig bleiben. Und ja, die KI-Euphorie, sie ist heiß und ist immer heißer. Deswegen also kein Free Lunch, kein Highway to the Moon, sondern, wie gesagt, das Bild der Brücke möchte ich auch hier wieder bemühen. Es sind die... Links sind die Guten und rechts so ein bisschen wie bei den Aschenbrütteln. Die Guten ins Kröpfchen, die Schlechten ins Töpfchen, die andersrum. Das Takeaway, der Markt hat rückenwind durch Öl und KI, aber gleichzeitig noch zwei offene Rechnungen. Das ist die Geopolitik und die fährt heute Abend. Und in Sachen Iran und Öl kann man zwar sagen, es gab gestern eine deutliche Entspannung, aber jetzt haben die Ölpreise sich nicht weiter deutlich reduziert. Brent liegt so um die 79 Dollar, WTI um die 76, 50 sowas. Deutlich unter den Niveaus vor dem Iran-Hoffnung und dem Deal. Der lag bei 93 Dollar, der Preis damals. Frage ist auch, was Öl betrifft, warum ist im Grunde der Ölpreis nicht weiter explodiert durch den Konflikt? Ich hatte gestern euch die Ölgrafik gezeigt. Da ging es darum, dass während des Russlands-Ukraine-Krieges der Ölpreis ja noch stärker angestiegen war. Aber der Punkt ist, China hatte halt vorgebaut und die Lagerstände enorm abgebaut. Die Produktion außerhalb des Nahen Ostens ist gleichzeitig gestiegen. Trotz der Hormuz-Blockade kam Öl über alternative Wege aus anderen Regionen. Gleichzeitig konnte das Angebot möglicherweise für 2027 über dem Vorkriegsniveau sein. Denn die OPEC Plus erhöht die Förderquoten. Der Iran darf möglicherweise wieder Öl verkaufen. Katar kann nach dem OPEC-Austritt freier produzieren. Die Internationale Energieagentur sind gleichzeitig die Nachfrageprognose für 2026 deutlich. Und für 27 steht ein monatliches Überangebot im Raum von mindestens 2 Millionen Barrel pro Tag. Denn es werden wohl neue 8 Millionen Barrel pro Tag dazukommen. Iran, Katar und so weiter. Das ist für den Markt wichtig. Öl fällt nicht nur wegen des Friedens. Nein, Öl fällt auch, weil mehr Angebot und schwächere Nachfrage hier gemeinsam zusammenkommen. Aber Trump hat die Entspannungssignale bereits wieder so ein bisschen relativiert. Das Iran-Abkommen sei nicht endgültig, sondern eine Absichtserklärung. Und wenn sich der Iran nicht in die Regeln hält, droht er offen mit einem neuen Militärschlag. Aber der Markt glaubt ihm nicht, sonst wäre der Markt an einer ganz anderen Stelle. Der geopolitische Sicherheitsgurt bleibt trotzdem aber angelegt. Das ist auch ganz gut, so eine Rallye einfach so, das wäre natürlich auch ein bisschen krass. 14.30 Uhr, da gab es Einzelhandelsdaten aus den USA für den abgelaufenen Monat Mai. Schlussendlich ein Plus von 0,9%, besser als erwartete 0,6%. Ohne Autos plus 0,8%, auch hier 0,6% erwartet. Warum ist das wichtig? Naja, der Markt will zwei Dinge wissen. Ist der US-Verbraucher noch robust oder nur mit Kreditkarte unterwegs? Also, konsumiert er noch? Und gleichzeitig ist das so ein bisschen ein Hinweis für die FED möglicherweise zu sagen, naja, was der Konsument macht, wenn er höhere Preise bezahlt, könnte das den Inflationsdruck und die Nachfrage hochhalten und dann möglicherweise ein Indikator sein, higher for longer, also höhere Zinsen für eine längere Zeit. Der Zielkorridor dürfte ohnehin bei 3,5 bis 3,75 Prozent bleiben, aber der Zinssatz selber ist auch gar nicht die Hauptfigur. Das ist Kevin Walsh, seine erste große FED-Entscheidung, seine erste Pressekonferenz und möglicherweise ein anderer Kommunikationsstil. Aber nicht nur das, sondern er hat auch angekündigt, er will zwei Sachen machen. Und zwar auf der einen Seite hat er schon tendenziell vor, die Zinsen zu senken. Das wäre also eher bullisch. Gleichzeitig aber will er Quantitative Tightening etwas zurückfahren. Das bedeutet, die Bilanzsumme der FED abbauen. Warum ist das wichtig? Naja, wenn man das macht, ist das rein geldpolitisch betrachtet restriktiver, Weil der Markt, auch der Aktienmarkt, lebt ja von dieser überbordenden, übersprudelnden Liquidität. Und wenn Quantitative... Tightening, sozusagen anders. Wenn Quantitative Tightening passiert und die Bilanzsumme abgebaut wird, dann ist es eben so, dass dem Markt Liquidität entzogen wird. Das darf man nicht vergessen. Also, Liquidität und Zinsen. Also ein gewisser Spagat. Ich bin gespannt, wie der Markt im Grunde in Sachen Forward Guidance reagiert, weil da wird es künftig weniger Fahrplan geben. So nach dem Motto, wir sagen heute schon, was morgen passiert. Das kann auch ganz gut sein, weil man mehr Flexibilität hat. Aber es kann möglicherweise auch eine gewisse Volatilität nach sich ziehen, weil der Markt noch ein bisschen orientierungsloser unterwegs ist. Auf der anderen Seite, und das haben wir bei Paul gesehen, hat man sich in der einen oder anderen Situation nach vorne gewagt mit einer Forward Guidance, die am Ende dann nicht eingehalten wurde und dementsprechend dann Kritiker aufs Tableau gerufen hat. Das ist also ein zweischneidiges Schwert. Heute Abend entscheidet sich also bei Walsh nicht nur, wo die Zinsen stehen, sondern wie viel Licht die Fed künftig auf den Weg stellt im Sinne von Forward Guidance. Kommen wir mal zu CarMax, zu den Zahlen vor Börsenstart, denn da gab es ganz gute, ich zeige euch das mal, sehr bunts, sehr viele Zahlen. Was heißt das eigentlich, was steht da? Man liefert erstmal ein starkes erstes Quartal und die Erwartungen, muss man ehrlicherweise sagen, waren nicht so hoch. Der Makrodruck, Wettbewerb und vorsichtige Stimmung in Kombination. Analysten hatten sogar mit einem Umsatzrückgang von 2% gerechnet. Geliefert wurde allerdings das Gegenteil. Der Gewinn je Aktie mit 1,31 Dollar, stärker als die erwarteten 98 Cent. Beim Umsatz 8 Milliarden statt 7,4 Milliarden Dollar. Das Umsatzwachstum plus 6,2 Prozent. Großhandel, Fahrzeuge plus 14 Prozent. Gebrauchtwagenfester. Und die Kostenquote ebenso. Die Bruttomarge liegt bei sensationellen 10,65 Prozent. Aber ein sauberer Beat. Nicht nur über Kosten, nicht nur über Steuern, sondern eben mit echtem Umsatzwachstum, wie die Grafik hier deutlich zeigt. Und was bedeutet das? Naja, der neue CEO bekommt damit schon mal Rückenwind. Die Sanierung zeigt erste Wirkung. Zusätzlich hat CarMax noch eine 1,31 Milliarden US-Dollar an Rückkaufvolumen investiert. Im Paket und offen, das sind rund 17,5% der aktuellen Marktkapitalisierung. So, die Aktie ist allerdings, das darf man nicht vergessen, schon relativ gut gelaufen. Mitte Mai lag sie bei rund 35 US-Dollar, Dienstag bei 52 Dollar. Mein persönliches Take-away, das Quartal ist wirklich stark und der Turnaround bekommt, wenn ihr mich fragt, jetzt mehr Substanz. Das haben wir vor allen Dingen an der starken Marge und dem starken Umsatz gesehen. Aber nach diesem Kurssprung in der Aktie muss Carmex beweisen, dass das nicht nur ein gutes Quartal war, sondern möglicherweise der Beginn einer belastbaren Erholung, die weiter Früchte trägt. Kommen wir zum zweiten Unternehmen, das Zahlen gebracht hat, Jebel. Der zweite wichtige Name heute, auch hier Beat and Raise. So viel kann man schon mal sagen, aber die Marktlogik dahinter ist eine andere. Carmex kam aus der Skepsis, Jebel kam aus der Stärke. Das bedeutet, die Aktie ist seit Jahresbeginn rund 65% gestiegen. Der Markt wollte kein gutes Quartal, der Markt wollte Perfektion. Die Zahlen ganz nüchtern, gewinnen je Aktie 3,16 Dollar statt 3,10. Der Umsatz mit 8 Milliarden und 750 Millionen auch über den Erwartungen. Die Marge auch leicht und beim Ausblick hat man auch ebenfalls mit 9,6 Milliarden, was den Umsatz betrifft, das Ganze angehoben, genauso wie beim Gewinn für das vierte Quartal. Also fundamental stark. Die sogenannte Intelligent Infrastructure plus 21%. Aber insgesamt muss man sagen... Dass der Industries-Bereich etwas zurückhinkt und zurückbleibt und Commerce mit 1,4 Milliarden US-Dollar, zwar über den Erwartungen war und die Prognose angehoben wird, aber der Markt im Grunde vor allen Dingen eben auf diese KI-Sparte schaut. Und dort war das dritte Quartal zwar stark, aber eben nicht makellos. Mein Takeaway also für Jabbel, man bestätigt die KI-Infrastruktur-Story auf jeden Fall. Aber bei einer Aktie, die schon 65% gestiegen ist, reicht gut eben nicht mehr. Der Markt verlangt Perfektion und bestraft dann eben manchmal schon kleine Schatten auf einer sehr, sehr hellen Oberfläche. KI bleibt das Kapitalzentrum des Marktes. Der rote Faden bleibt nach wie vor. KI zieht weiter Kapital. So, und weil wir gestern schon darüber gesprochen hatten, Broadcom. Ein zentraler Name und JP Morgan haben sich die Aktien mal ein bisschen genauer angeguckt. Sie bleiben klar bullisch mit einer Übergewichten-Einschätzung und 580-Dollar-Kursziel. Mit der Kernbotschaft, die Gerichte über Verzögerungen beim nächsten Google TPU V9, 2-Nanometer-Programm, seien aus Sicht von JP Morgan schlicht oder ergreifend falsch. Broadcom liegt laut der Analysten weiter im Plan. Der Hochlauf ist für 2028 gedacht. Der Vertrag zwischen Alphabet und Broadcom sichert laut JP Morgan die nächsten vier TPU-Generationen, Also V8, V9, V10 und V11. Bis 2031 sollen die TPU-Umsätze jährlich steigen. Deswegen sieht JP Morgan Broadcom bei 18 Monaten deutlich höher, vor allem weil sie ein eigenes Chip-Team haben nur für Google. Das bedeutet, Broadcom strikes back. KI ist eben nicht nur NVIDIA. KI ist Packaging, Speicher, Foundry-Kapazitäten, Netzwerk, Strom, Kühlung, Kapital. You name it. Und auch die Analysten-Bestätigung beschäftigt oder die Analysten-Einschätzungen bekräftigen das natürlich. Bei AMD beispielsweise, dazu passend, erhöht Burnsteel das Kursziel auf 600 US-Dollar. Bei Intel erhöht man das Kursziel auf 100 Dollar. Ja, da war die Aktie schon längst. I know. So, bei Micron hat die Citigroup das Kursziel auf 1200 Dollar angehoben und die Deutsche Bank sogar auf 1500 Dollar. Applied Materials, ebenfalls Citigroup, erhöht das Kursziel auf 710 Dollar und bei LAM Research auf 450 Dollar. KLA Corporation, da erhöht die Citigroup das Kursziel auf 290 Dollar. Das ist also keine Einzelaktiengeschichte mit Broadcom. Nein, das ist ein ganzer Investitionszyklus und man sieht, okay, langfristig wird da einfach Geld ausgegeben und ihr wisst ja da, wo das Geld hinfließt und so weiter und so weiter und so weiter. Aber auch hier gilt natürlich, je mehr Geld in KI fließt, desto genauer wird der Markt prüfen, wo der echte Cashflow entsteht und wo möglicherweise heiße Luft durch Serverhallen geblasen wird und wo die wieder abgelassen wird. Und ganz klar, wenn es zu heiß wird, muss es irgendwann auch wieder raus. Man kann sagen, Glanz, Druck und Risse im System bei TMT, aber im Tech-Sektor gibt es heute eben auch viele Einzelgeschichten. Nicht nur die, die ich gerade nannte und die Analysten dazu, sondern auch Meta-Plattforms. Laut dem CTO Andrew Bursworth hat man ein internes Problem. Die Moral, so wird er zitiert, sei eine der schlechtesten in der gesamten Unternehmensgeschichte. Nur zu Zeiten, und ihr erinnert euch vielleicht, von Cambridge Analytics, Analytica. Sei möglicherweise die Stimmung noch schlechter gewesen bei der Belegschaft. Und die Gründe sind die Entlassungen, der hohe KI-Investitionsdruck auf die Mitarbeiter, die Mitarbeiter, die in diesen KI-Trainingsprojekten verschoben wurden. Dann gibt es gleichzeitig Ärger über diese möglichen Erfassungen von Mausbewegungen und Tastatureingaben. Es ist so ein bisschen wie früher bei Aldi, wenn die Kamera gefilmt hat, was die Mitarbeiter machen, wenn sie Pause haben. Und das bei Meta. Also, an der Börse verkauft man KI-Fantasie. In den Unternehmen bedeutet KI oft Umbau, Druck und eben auch Reibung. Auch in einem so vorzeigemäßigen Unternehmen wie Meta, möchte man fast sagen. Wobei, ich habe da eine ganz persönliche Meinung dazu. Bei Microsoft prüft man offenbar eine gehostete DeepSeek-Version, um Unternehmenskunden günstigere KI-Modelle anzubieten. Gleichzeitig scheitern Gespräche mit Oracle darüber, ob man möglicherweise die Cloud-Infrastruktur im Wert von mehr als 3 Milliarden US-Dollar an Sicherheit- und Compliance-Regeln enger binden könnte. OpenAI wächst stark, verbirnt aber auch weiterhin massiv Cash. Palantir verliert beim französischen Inlandsgeheimdienst an den lokalen Anbieter Chaps Vision. Souveränität und politische Sicherheit trotz G7-Gipfelgeist wird großgeschrieben und man macht sich unabhängig. Auch irgendeine Gemeinde in Pusemuggel-Deutschland hat jetzt gesagt, wir verzichten komplett bei unserem Betriebssystem auf Microsoft und gehen auf irgendeine Open-Source-Betriebssystem. Okay, naja, Donald Trump macht ja jetzt gerade wieder von sich reden im positiven Sinne beim G7-Gipfel, indem er ein bisschen in Richtung Sanktionen gegen Russland mitmacht und so ein bisschen den Eindruck vermittelt, als würde er auf die europäische Linie zumindest sich mal per Blick zubewegen. Beim Blick nach Asien stellen wir fest, Samsung Electronics sieht steigendes Foundry Interesse bei von BYD, Google, AMD und Tesla. SK Hynix prüft eine Kapitalrückführung von bis zu 66 Milliarden US-Dollar und einen möglichen Rückkauf von 26 Milliarden US-Dollar. Das ist der Punkt, wo der KI-Zyklus nicht kleiner wird, aber wie soll ich sagen, komplexer sich gestaltet. Kommen wir zu weiteren Unternehmensnachrichten. Noch ein paar schnelle Einzelwerte für euch. Die CME Group kam gerade Breaking News. Er hat vermeldet, dass der CEO Duffy am 1. März 27 zurücktreten wird. Weiter, Aufsichtsrat-Vorsitzender bleiben. Gleichzeitig erhöht das Unternehmen das Aktienrückkaufprogramm um 1,5 Milliarden Dollar. Bei Fiserv haben wir nach dem Abgang des CEOs auffällige Insider-Käufe gesehen, die nachdem die Aktie gestern so abgestürzt ist, zumindest für den Moment eine gewisse Bodenbildung bedeutet. Bei Intel, der 18-AP-Prozess geht in die Risikoproduktion strategisch wichtig. Warum? Weil eben Intels Foundry-Ambitionen damit nochmal unterstützt werden. Und ich habe es ja gesagt, auch Samsung ist da in dem Universum unterwegs. Irgendwas alles Universum. Lazyboy, man hat starke Zahlen vermeldet mit einem Gewinn je Aktie von 1,26 Dollar statt der erwarteten 83 Cent. Und die Margen waren auch deutlich besser, dementsprechend die Aktie deutlich höher. In Sachen Merges und Acquisition gibt es Fantasie bei Lionsgate nach Berichten über ein mögliches Interesse. Aber Netflix dementiert offenbar ein sogenanntes Interesse, aber es ist zumindest mal im Markt. Und nachdem wir ja schon Foxcorp und Roku gesehen haben, geht also diese M&A-Spirale ein bisschen weiter. Bei AST Space Mobile, da hat man drei neue Satelliten erfolgreich gestartet und die Aktie legt zu. General Motors und Lockheed Martin sprechen miteinander, denn man liefert Teile zur Unterstützung der Waffenproduktion. Bei Ferrari gibt es Käufer des neuen Elektroautos, die möglicherweise, wenn sie so ein Auto kaufen, besseren Zugang zu den anderen Modellen bekommen, zu den ganz begehrten. So die internationale Makrolage für den Moment. Beim Blick um die Welt stellen wir noch fest, China will makromäßig den Juan international stärker nutzen. Gleichzeitig vermeidet Washington vorerst eine Eskalation bei chinesischen Tech-Firmen wie DeepSeq und CXMT. Man möchte halt den Chinesen nicht schon wieder einen Affront liefern und sie das Gesicht verlieren lassen. Die EZB-Beräuptik. Bleibt vorsichtig. Warum? Der Grund ist, das Lohnwachstum soll von 1,8 im ersten Quartal auf 2,6 Prozent im dritten und vierten Quartal steigen. Das wäre natürlich inflationstreibend. Wenngleich die Wirtschaft gesagt hat, in Deutschland, ihr seid doch echt, ihr habt doch eine am, ich meine alle Latten am Zaun, dass ihr die Zinsen angehoben habt. Ja, es ist nur ein Viertelbasispunkt gewesen, aber fallendes Öl hilft, aber die Löhne halten die Inflationsdebatte eben in Sachen Europa am Leben. Mal gucken, wie die Lesart ist jetzt mit den aktuellen Entwicklungen. Hoffentlich kommt am Freitag, am Feiertag in Amerika. Denkt daran, Leute, kommen dann hoffentlich weitere Unterschriften zustande. In Japan denkt man über eine temporäre Senkung der Lebensmittelsteuer nach. Warum? Naja, Inflationsdruck. Gleichzeitig hilft das den Verbrauchern. Es verschärft aber die fiskalischen Probleme. Gleichzeitig meldet Japan, dass die Exporte im Mai um 17 Prozent gestiegen sind. Südkorea warnt, dass die Inflation trotz eines Iran-Abkommens hoch bleiben dürfte und Großbritannien zeigt das auch. Die Verbraucherpreise sind mit 2,8 Prozent zwar unter den erwarteten 3 Prozent hochgeblieben, aber die Preissteigerung, sie ist halt eben doch real. Gleichzeitig nehmen diese Daten aber etwas Druck von der Bank of England, deren Entscheidung morgen ansteht, am Donnerstag. So, noch ein paar Analysten, Halbleiter weiter im Fokus. Die Wall Street hebt nicht nur eine Aktie an, sie hebt ganze Themenkomplexe an, wie ich eben bei Citigroup ja schon gesagt hatte. Also Server-CPUs, Speicherchip-Equipment, Advanced Packaging, Rechenzentrum, Energie, Infrastruktur. Das ist im Moment, nach den gestrigen leichten Schwächen, heute das Rezept, aus dem leckere kleine Kursanstiege gebacken werden. Und SpaceX plus 4,4 Prozent, jetzt sehe ich gerade bei 210. 75. Genau. Die Frage bei den Chips ist einfach, wer kann liefern und wer profitiert? Und da taucht mal wieder GE Vanova auf. Bernstein sieht nämlich US-Gas als möglichen globalen Kohleersatz und bleibt bei GE Vanova auf Outperform. Bei RTX hat die Citigroup ein 30-Tage-Upside-Catalyst-Watch, die Aktie, auf diese besondere Watchlist genommen. Man sagt, die Fans bleibt ein zyklischer Sonderfall und könnte auch profitieren, selbst wenn es insgesamt weniger Konsum geben sollte, mehr Staatsausgaben und, Sie sehen aber gleichzeitig mehr geopolitische Nachfrage. Jebel übrigens mit plus 9,6% und Applied Materials aktuell plus 7,1%. Slam Research und Terodyne ebenfalls gefragt. Caterpillar, JP Morgan, Goldman Sachs, Apple minimal im Plus. Bei Airlines wie Delta Airlines... Da sieht man ebenfalls gewisse positive Tendenzen, so die Analysten von Burns, die man erwartet, trotz aller Unkenrufe und des hohen Ölpreises für lange Zeit. Im Juni-Quartal ein Unit-Revenue-Wachstum von 12,2%. Auch FedEx bekommt zwar ein niedriges Kursziel von Wells Fargo ausgehändigt, man bleibt aber trotzdem bei Übergewichten. Die Zahlen sind wichtiger als eine mögliche komplizierte Guidance. Und zum Schluss, was heute noch zählt, kann man sagen, und da sind wir schon wieder 25 Minuten fast rum, der Markt ist kein einfacher. Es ist vor allem kein Risk-On, ohne nachzudenken. Er ist sozusagen ein Abwägungstag. Und drei Fragen sind heute so ein bisschen entscheidend. Trägt der US-Konsument die Rallye weiter? Und die Retailer? Bei SpaceX scheint es der Fall zu sein. Erstens. Zweitens. Liefert die Fed Orientierung oder mehr Nebel? Und können Carmex und Jebble zeigen, dass die Berichtssaison nicht nur von KI-Fantasy lebt, sondern möglicherweise auch etwas breiter wird in der Marktverteilung. Eben gerade beim Blick auf den S&P Verfunded ist die Anzahl der Aktien, die rot eingefärbt sind, obwohl der Index leicht freundlicher unterwegs ist, größer als die Aktien, die heute steigen. So, wir sehen uns heute, wie gesagt, noch dreimal und ein kleiner Hinweis an der Stelle, was den morgigen Tag betrifft. Da gibt es eine Sondersendung von Markus, mehr sei noch nicht verraten, er ist ja gerade unterwegs in Deutschland, aber er lässt sich das nicht lumpen, morgen eine besondere Sendung euch. Zu zeigen. Ich werde heute zur Closing Bell noch da sein, beziehungsweise zu den FED-Notenbank-Entscheidungen und der Pressekonferenz. Da sehen wir uns wieder und dann natürlich auch später noch zur Closing Bell. Ich freue mich, wenn ihr da dabei seid. Und ansonsten hört ihr es euch einfach später an. Und sehr, sehr gerne, liebe Geist, liebe Freunde, liebe Freundinnen. Lasst einen Daumen hoch da, ein Like, abonniert den Kanal, empfehlt uns weiter. Das freut Markus und mich natürlich auch. Und ich wünsche euch jetzt erstmal einen guten Handelstag. Wir sehen uns wieder um 20 Uhr, wenn ihr wollt und wenn ihr könnt. Bis dann, tschüss, euer Patrick Dewey. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.