Heute ist Mittwoch, der 24. Juni. Herzlich willkommen zu Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Nach der schwachen Tendenz am Dienstag sehen wir im Tech-Sektor eine Gegenbewegung mit Spannung. Warten Marktteilnehmer auf die Zahlen von Micron heute Abend nach dem Closing. Die Messlatte hängt ausgesprochen hoch. Und die Reaktion der Aktie wird für die Weiterentwicklung der KI und Memory und Chip-Werte entscheidend sein. Die Analystenstimmen zeigen jedoch nach wie vor, Die Stimmung bleibt positiv. Auch die Kursziele bei AMD werden von der UBS heute angehoben. Die Aktien von FedEx stehen nach den Zahlen unter Abgabedruck, wobei die Analysten die Aktie zum Kauf empfehlen. Die Kursziele steigen. Die Ergebnisse seien teils verwirrend gewesen, unter anderem wegen der Ausgliederung von FedEx Freight. Abgesehen davon stellt man vom Kalenderjahr oder vielmehr vom Fiskaljahr auf Kalenderjahr um. Hier müsse man also genau hinschauen, insofern sei die Reaktion übertrieben. So, einen schönen guten Morgen heute wieder aus New York. Ich möchte mich an dieser Stelle, bevor ich über die Wall Street rede, nochmal herzlich bei euch allen bedanken. Wir hatten die Möglichkeit in den letzten Tagen, uns von unserer lieben Mutter, zu verabschieden. Das sind Momente, die sind unfassbar schwierig. Es sind Momente der positiven Erinnerung. Es sind Momente und Erinnerungen daran, dass man einen Menschen, der einen ins Leben geführt hat, jetzt in der Erinnerung behalten wird. Meine Mutter war für mich mein größter Cheerleader, immer ein Mensch, der das Leben geliebt hat, der die Blumen geliebt hat, der die schönen Momente genossen hat und für uns war es eine ganz besonders große Ehre, sie auf ihrem letzten Weg mit begleiten zu dürfen. Für mich wird es jetzt in den nächsten Tagen sicherlich nicht leicht sein. Ich möchte aber trotzdem den Ball wieder aufgreifen. Meine Mutter hätte es nicht anders gewollt, um jetzt mich wieder auf das Thema, auf meinen Job zu fokussieren. Vielen Dank nochmals für euer Verständnis in den letzten Tagen, für die vielen hunderte von Beileidschreiben, die ich erhalten habe. Ich weiß es sehr zu schätzen, wir sind eine wirklich einzigartig und wunderbare Community und an der Stelle möchte ich mich nochmals bei euch bedanken. Bevor ich jetzt eintauche in den heutigen Markt, an dieser Stelle noch der Hinweis, dass unsere Sonderserie mit der Foundation for the Study of Cycles jetzt in den nächsten Tagen weiterlaufen wird. Die Beiträge werden jeweils um 18 Uhr eurer Zeit auf meinem YouTube-Kanal live geschaltet und die Beiträge gibt es dann auch in einem Sonderpodcast. Die Interviews sind jeweils auf Englisch, allerdings auch mit deutschen Untertiteln. Der heutige Beitrag ist über Michael Howell von Cross Border Capital aus London. Michael gilt bei uns an der Wall Street als eine Art Liquiditätspapst, also eher... Fokussiert sich auf die Frage der Liquiditätsströme, die seiner Meinung nach maßgeblich für die Trends und die Entwicklungen an der Wall Street und an den Kapitalmärkten mit verantwortlich sind. Dieser Beitrag, da braucht man ein bisschen geduldig, ist ein hochkomplexes Thema, aber auch ein ausgesprochen spannendes. Wir werden in den nächsten Tagen noch Elliot Prachter haben, im Interview dessen Vater die Elliot-Wellen-Theorie groß gemacht hat. Gestern hatten wir Larry Williams, eine Trading-Legende, bei uns an der Wall Street World Champion im Futures Trading im Jahr 1987 und an der bekanntesten Persönlichkeiten in diesem Segment. John Bollinger hatten wir ebenfalls, es wird also eine ausgesprochen spannende Reihe, wie gesagt, ab 18 Uhr heute Abend, der Beitrag von Michael Howell. Und damit möchte ich jetzt in die Märkte eintauchen. Wir haben nach dem Abverkauf gestern also eine Gegenbewegung. Man muss betonen, dass so schwach der Markt gestern auch war. Die Marktbreite war nicht schlecht. Es gab mehr Gewinner als Verlierer an der New Yorker Aktienbörse. Vor allen Dingen im Bereich der Tech-Werte im AI-Sektor hatten wir Gewinnmitnahmen, aber wir sehen heute Morgen bei diesen Werten einen sehr starken Bounce, wie so oft, Buying the Dip. Entscheidend werden hier jetzt heute Abend vor allen Dingen auch die Zahlen von Micron sein. Ich werde das gleich für euch nochmal etwas näher beleuchten. Die Erwartungen für Micron, die Messlatte hängt hier natürlich ausgesprochen hoch. Aber wenn man sich die Analysten-Kommentare heute Morgen mal anschaut zu diesem Sektor, dann sehen wir durch die Bankwett weiter steigende Kursziele. Die UBS empfiehlt heute Morgen AMD zum Kauf. Das Kursziel wird auf 670 Dollar angehoben. Man wird zunehmend optimistisch, was die CPU-Rex betrifft, also im Prinzip die Prozessoren, das Herzstück der Rechner, die jetzt für das Thema generative AI sehr wichtig sein wird. Die UBS also bleibt hier ausgesprochen. Bullish Analog Devices, da hebt das Broker Stifle die Kursziele an auf 498 Dollar. Wir haben die Aktien von Marvell, da auch positive Kommentare von Steiffel. Das Kursziel steigt auf 350 Dollar. Und man geht hier auch davon aus, dass die Schwäche bei diesen Werten, unter anderem bei Marvel, immer wieder eine Kaufgelegenheit für langfristig orientierte Investoren seien. Man hat sich auch optimistisch zum zweiten Quartal geäußert. Wir haben auch die Aktien von Texas Instruments, die bei Stifle positiv hervorgehoben werden, Kursziel 360 Dollar. Und last but not least, die Bank of America hebt das Kursziel für Taiwan Semiconductor. heute auf 590 Dollar an. Auch ähnliche Argumente wie bei AMD. Die CPU-Nachfrage wird in den nächsten Jahren noch sehr stark ausfallen. Man geht davon aus, dass bei Taiwan Semiconductor die Umsätze in diesem Jahr um 40 Prozent wachsen werden. Im kommenden Jahr um 39 Prozent. Das Wachstum wird hier ausgesprochen hoch bleiben. Und so bleibt der Grundtenor immer wieder das Rückläufe bei diesen Aktien in diesen Bereichen Kaufgelegenheiten darstellen. Wie gesagt, heute Morgen sehen wir, dass die Werte Rückenwind haben. Das kam auch schon aus Asien. Samsung Electronics war über Nacht etwa 10 Prozent auf der Gewinnerseite. Hier gibt es auch Spekulationen, Medienberichte, dass Samsung Electronics in Kürze ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm melden wird. Und zwar heißt es, dass man ein Rückkaufprogramm mit einem Volumen von ... 59 Milliarden Dollar melden könnte. Das hatte Reuters berichtet. Auch bei SK Hynix ging es berauf. Hier wird nochmals betont, dass der Börsengang an der Wall Street jetzt am 10. Juli vollzogen werden soll. Da sollen dann die ADRs in den USA notiert werden. Man will dadurch knapp 29,4 Milliarden Dollar an zusätzlichem Kapital auftreiben. Insgesamt merkt man, dass die Nachrichtenlage sehr differenziert betrachtet wird, so würde ich es mal beschreiben, denn, die Tatsache, dass so viele Unternehmen Kapital auftreiben an der Wallsee, bedeutet natürlich auch eine Liquiditätsverknappung. Die Aktien von SpaceX waren in den letzten Tagen ja auch bereits unter Abgabedruck. Im Übrigen hat hier Softbank, der Gründer, betont, dass Datacenter im Weltall, nicht praktisch sein, nicht praktikabel sein. Das hilft natürlich dem Argument von SpaceX, dieser ganz groß denken und das wird irgendwann passieren und das ist die Timeline. Auch Jeff Bezos von Amazon hatte betont, dass die von Elon Musk gegebene Timeline für Datacenter im Weltall zu sportlich seien. Und gleichzeitig betont aber der Gründer von Softbank, dass den AI-Boom als Bubble zu bezeichnen, das sei Blasphemie. Er plant nach wie vor den Marktwert von Softbank in den nächsten 16 Jahren. Auf 6 Billionen Dollar zu steigern. So, wir haben ansonsten einige andere Highlights hier heute. Und zwar hat Qualcomm einen Analystentag. Um 20.15 Uhr eurer Zeit werden wir hier die ersten Aussagen erhalten. Und parallel berichtet Reuters, dass Qualcomm im Gespräch ist mit ByteDance. Es geht hier um die Lieferung von Chip Design für ByteDance. Man will dadurch die Abhängigkeit vom Smartphone-Markt reduzieren und die Abhängigkeit auch von einzelnen Unternehmen. Hier also plant Qualcomm verstärkt Gas zu geben und ich hatte S.G. Heineck schon erwähnt mit dem Listing an der Wall Street ByteDance, so Bloomberg plant, 20 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten aufzunehmen, um weitere AI-Investitionen zu treffen. Also die einen investieren massiv, das sehen wir im Infrastrukturbereich. Andererseits haben wir Schwierigkeiten mit Cashflow-Generierung. Cashflow wird bei vielen Unternehmen aufgebraucht. Wir sehen deshalb entweder mehr Schulden oder eben auch mehr Kapitalerhöhungen. Und in dem Zusammenhang wird, wie gesagt, heute Abend Micron ausgesprochen wichtig sein. Schauen wir uns mal ganz kurz die Schätzungen an. Die Messlatte für Micron hängt ausgesprochen hoch. Die Kursziele wurden bei vielen Analysten in den letzten Wochen exorbitant angehoben und die Akte ist fantastisch gelaufen. Schauen wir uns mal die Schätzungen an. Man geht davon aus, dass der Umsatz beim Micron im abgelaufenen Quartal im Vorjahresvergleich um 280% gestiegen ist auf 35 Milliarden Dollar. Wir sehen, dass die Nachfrage so exorbitant hoch ist, dass die Margen dementsprechend hoch bleiben sollen. Klar, wer Angebotsengpässe hat, der kann Preise verlangen bis zum Abwinken. Das ist eine der ganz wesentlichen Fragen auch für die Dauerhaftigkeit des Booms bei Micron. Die Bruttomargen sollen im letzten Quartal auf fast 82% gestiegen sein und die operativen Margen auf fast 78%. Der Ertrag pro Aktiegeist soll um fast 1000% gestiegen sein auf 20 Dollar pro Aktie. Worauf wird man achten? Vor allen Dingen auf die Kapazitätsinvestitionen. Bisher hieß es, oder das sind die Schätzungen der Wall Street, dass in diesem Jahr, Fiskaljahr 2026, 26 Milliarden Dollar von Micron in CapEx investiert werden. Im Fiskaljahr 2027 sollen es dann schon 39 Milliarden Dollar sein und im Fiskaljahr 2028 fast 42 Milliarden Dollar. Das zeigt zum einen, dass die Investitionen in AI-Infrastrukturen, Maschinen sehr hoch bleiben, vermutlich auch für lange Zeit. Aber wenn Micron diese Ziele nochmals nach oben revidieren sollte heute Abend, dann wäre das eigentlich eher negativ zu werten. Weil das natürlich mit einer gewissen Verzögerung das Risiko erhöht, dass dementsprechend auch vermehrt Produkte und Waren auf den Markt kommen. Und in dem Zusammenhang gibt es heute Morgen auch Nachrichten von CXMT, das ist ein DRAM-Producer, ein DRAM-Gigant in China, der jetzt auch kurz vor dem Börsengang steht. Semi Analysis berichtete gestern. Dass CXMT vor allen Dingen dann auch nach dem Börsengang plant, noch aggressiver, insbesondere gegen Samsung, SK Hynix und Micron vorzugehen. CXMT wurde vor zehn Jahren gegründet, hatte jetzt im ersten Quartal bereits 7,3 Milliarden Dollar Umsatz. Man skaliert also sehr aggressiv und hat hier vor allem natürlich auch das Ausland mit im Visier und die Versorgung der Chinas selber. Das ist immer das Downside der Außenhandelspolitik von Trump, die Begrenzung von Technologie-Exporten nach China. Das macht es natürlich für China zwingend erforderlich, die eigene Infrastruktur und die eigene Technologie noch schneller auszubauen und zu skalieren. Ist auch ganz interessant zu sehen, ich war ja auf der Cisco Connect in der vergangenen Woche, welche unterschiedliche Strategien China und die USA hier fahren. USA setzt eher auf Onshoring und Einschränkungen von Export extremer Hochleistungstechnologie, während China genau das Gegenteil macht. Also hier skaliert man sehr schnell und möchte vor allen Dingen auch auf den Weltmärkten dann stärker und schneller die Lücke schließen, die teils durch Exportrestriktionen der USA verursacht werden. Die Financial Times berichtet übrigens, dass auf dem Schwarzmarkt die Preise für die Hochleistungsschips von Nvidia in China massiv durch die Decke gehen aufgrund der Restriktionen, die hier letztendlich gesehen verhängt wurden. So, ganz kurz noch ein Wort zu Google. Google wird ab dem 29. Juni, also ab Monatsende, im Dow Jones aufgenommen. Die Aktien von Verizon werden dafür im Dow Jones gestrichen. Jetzt muss man sich vor Augen halten, natürlich ist die Aktie in vielen anderen Indizes auch mit dabei, im Nasdaq natürlich auch ganz, ganz entscheidend und es sind vor allen Dingen, der Nasdaq 100, der sehr viele passive ETFs hat, die dann dementsprechend auch Google halten müssen. Auf den Dow Jones gibt es nicht so wahnsinnig viele passive ETFs. Der Einfluss hier wird also für die Aktie nicht wirklich bahnbrechend sein und gleichzeitig muss man sagen... Ist der Track Record von Aktien, die im Dow Jones frisch aufgenommen werden, nicht unbedingt der beste. Im Schnitt seit dem Jahr 2000 performen diese Werte auf 12-Monats-Sicht eher unterdurchschnittlich. Und wenn man sich jetzt mal die Tech-Werte anschaut, Microsoft wurde November 1999 aufgenommen im Dow Jones und Intel letztendlich gesehen auch. Das war bei beiden Aktien kurz vor dem Zenit des Nasdaq. Salesforce wurde im August 2020 aufgenommen und hat sich auch nicht wirklich brillant geschlagen. Ganz im Gegenteil, wenn man sich anschaut, auch wie schlecht die Aktie in diesem Jahr gelaufen ist. Also es gibt natürlich auch Ausnahmen, Apple, Amazon, Nvidia. Es gibt also genügend Titel, die durchaus gut gelaufen sind, aber insgesamt, ich würde es mal so formulieren, es ist jetzt kein Grund, wirklich den Champagnerkorken für Google knallen zu lassen. Wir haben heute jetzt auch die Meldung bekommen, dass Honeywell die Ausgliederung von Honeywell Aerospace vollzieht. Am 29. Juni wird Honeywell Aerospace dementsprechend im S&P 500 aufgenommen. Dafür wird Conagra, der Nahrungsmittelgigant, aus dem Index geschmissen. Das kann zunächst einmal belastend sein. Conagra hat mit die höchste Dividendenrendite im S&P über 10 Prozent, wobei die Wall Street davon ausgeht, dass diese sehr hohe Rendite letztendlich gesehen nicht gehalten werden kann. Das sind ja oft auch Signale, wenn ein Wert eine so hohe Dividendenrendite ausweist, dass irgendwo der Wurm drin ist und Conagra, die Fundamentals sehen hier nicht wirklich besonders berauschend aus. Bei Honeywell hat unlängst ja auch Quantinuum an die Börse gebracht, also im Quantum Computing Bereich ist Honeywell auch vertreten. Man hält hier immer noch sehr hoher Anteil an dem Unternehmen und jetzt wie gesagt wird Honeywell Aerospace auch quasi ausgegliedert. Die Aktionäre von Honeywell, ich gehöre da mit dazu, aktuell jedenfalls, werden dementsprechend dann auch mit diesen Aktien bedacht. So, jetzt haben wir das Thema Tech mal mit angesprochen heute Abend, also ganz wichtig die Zahlen von Micron, vor allem die dann auch die Reaktion der Aktie, denn wir haben in diesem Sektor. Jetzt oder zumindest mal anlehnenden Sektor Zahlen bekommen, die Aktie aber reagiert hier eher negativ. Und zwar Cerebras, wenn man sich die Zahlen mal anschaut, der operative Verlust war weitaus geringer als erwartet. Der Umsatz war höher als erwartet. Die Bruttomargen auch höher als erwartet. Aber die Aktie tendiert trotzdem an der Wall Street schwächer. Die Aussichten waren auch über den Erwartungen des Marktes. Aber wirklich beeindruckt sind Anleger trotzdem nicht. Der Wert ist also dennoch leicht auf der Verliererseite und das zeigt einmal mehr. Wie wichtig es jetzt heute Abend sein wird, nicht nur, dass Micron schlägt und dass Micron die CapEx-Investitionen nicht noch mehr anhebt, sondern die Reaktion der Aktie wird hier vor allen Dingen entscheidend sein, kann Beat und Raise meinetwegen die Aktie dann noch positiv bewegen. Wie gesagt, die Analysten bei uns hier an der Wall Street sind insgesamt nach wie vor für den Sektor ausgesprochen optimistisch gestimmt und man geht davon aus, dass der Boom bei diesen Werten noch nicht beendet ist. Wir haben letztendlich morgen früh dann noch die Quartalszahlen von Darden. Sehr gute Restaurantkette in den Vereinigten Staaten. Analysten-Kommentare im Vorfeld der Zahlen sind allerdings ziemlich gemischt. Guggenheim hat das Kursziel zwar minimal angehoben auf 235 Dollar. Man bleibt auch bei einer Kaufempfehlung, aber Olive Garden ist eine der Restaurantketten, die zu Darden gehören sollen. Bei den Umsätzen der schon länger geöffneten Restaurants leicht verfehlen. Dafür soll Longhorn, andere Restaurantkette von Darden, besser performen als erwartet. Also insgesamt ein anscheinend gemischtes Bild. Aber man geht auch davon aus, dass für das Fiskaljahr 2027 die Schätzungen der Wall Street untermauert werden. Das klingt jetzt also nicht wirklich mega gut, aber es dürfte hier letztendlich gesehen auch nicht wirklich in die Hose gehen. Das wird hier also noch wichtig sein. Ich will bei den Unternehmensmeldungen bleiben, aber lasst mich das an der Stelle kurz mit erwähnen. Wir haben morgen früh die PCE-Inflation für den Mai. Das wird gemeldet, eine Stunde für Börseneröffnung wird dementsprechend auch noch eine wichtige Rolle mitspielen. Man muss sagen, selbst wenn der PCE-Core jetzt heißer ausfallen sollte, wird das natürlich durch die jüngsten Entwicklungen in Sachen Iran mit entkräftigt. Also das Thema temporär spielt jetzt eine übergeordnete Rolle. Die Ölpreise sind erheblich zurückgelaufen. Das nimmt auch Dynamik raus aus den Bond-Märkten. Und wenn man sich heute Morgen die Schlagzeilen anschaut, dann bleibt die Hoffnung groß, dass es sich hier um einen dauerhaften Frieden handeln könnte. Wir haben gleichzeitig eine Anhebung der OPEC-Plus-Förderquoten. Wir haben die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, gleichzeitig den Ausstieg der Emirate aus der OPEC. Das verbessert auch das Angebot, weil man sich eben nicht mehr an die Quoten der OPEC halten muss. Und gleichzeitig haben wir die Produktion in Venezuela und die sehr starke Produktion in den USA. Wir haben auch die Meldung aus Katar, dass man die LNG-Produktion, also Erdgas, LNG, in wenigen Wochen wieder auf das normale Niveau anheben kann. Also das Umfeld normalisiert sich. Brand ist dementsprechend auch weiter rückläufig und müsste die Stimmung an den Anleihenmärkten eben stückweit auch weiter stabilisieren. Japan betont quasi eine Art Zusammenfassung der Meinungen innerhalb der japanischen Zentralbank. Notenbanker Ueda betont, dass weitere Zinsanhebungen notwendig sein könnten. Das muss man dann dementsprechend beim Yen und auch beim japanischen Aktienmarkt mit im Hinterkopf behalten. Aber im Großen und Ganzen bleibt das Umfeld hier nach wie vor optimistisch. Bleiben wir nochmal beim Tech-Sektor und den Earnings. Ich springe jetzt ein bisschen, aber das könnte amerikanische. Hersteller von humanoiden Robotern und Robotern insgesamt unter die Arme greifen und zwar betont Handelsvertreter Lutnik. Gegenüber Vorständen im Weißen Haus, die also das Weiße Haus besucht haben, dass die USA darüber nachdenken, Importe chinesischer Roboter zu verbieten und zu unterbinden und zu regulieren. Dementsprechend könnten amerikanische Werte in diesen Sektoren dementsprechend auch profitieren. So, jetzt will ich noch ein, zwei Werte ansprechen, die Ergebnisse gemeldet haben. Wir haben hier unter anderem FedEx. Ich muss euch sagen, also bitte keine Kaufempfehlungen, nur meine persönliche Meinung. Ich habe heute vorbörslich für mich mal ein bisschen zugegriffen, weil ich die Reaktion bei FedEx nicht wirklich nachvollziehen kann. Vor allen Dingen nicht, wenn man sich die Analystenkommentare anschaut, die parallel herausgegeben werden. Die Akte ist also vorbörslich etwa 7-8 Prozent auf der Verliererseite. Man muss sagen, FedEx hat ein sehr verwirrendes Quartal gemeldet. Das ist vollkommen richtig und das anscheinend auch ein bisschen unglücklich kommuniziert wurde. Und zwar stellt FedEx um von einem Fiskaljahr bzw. von einem Kalenderjahr auf ein Fiskaljahr. Und dadurch sind natürlich die Zahlen und Aussichten, die gemeldet werden, nicht mehr wirklich auf den ersten Blick schlüssig und verwässern erstmal die Transparenz. Und das scheint einer der Gründe zu sein, weshalb die Aktie hier negativ reagiert. Im abgelaufenen Quartal ein Ertrag pro Aktie von 6,31 Dollar. Das lag über den Schätzungen. Der Umsatz lag fast eine Milliarde Dollar über den Erwartungen des Marktes bei 25 Milliarden. Es ist richtig, die operativen Margen haben leicht enttäuscht, aber wir reden hier von 25 Basispunkten. Das hält sich also im Großen und Ganzen hier in Grenzen. So, und bei den Aussichten wird es halt aufgrund dieser Umstellungen jetzt wirklich sehr verwirrend. Man betont also, man verschiebt also jetzt quasi das Jahr vom 31. Mai auf den 31.12. Und gleichzeitig hat man auch noch den FedEx-Freight-Bereich ausgegliedert. Also da muss man sich schon hinsetzen und mit der Lupe alles auseinander tüfteln, um dann noch durchzublicken. Auf jeden Fall entsteht so der Eindruck, dass die Zahlen für das Fiskaljahr 27 schlechter sind als für 26. Und das ist letztendlich gesehen nicht ganz richtig. Also, für das Kalenderjahr 2026 spricht man von einem Umsatzwachstum von 11% und einem Ertrag pro Aktie von 17,50$, wenn man den Mittelwert nimmt. Und naja, das ist wie gesagt ziemlich verwirrend und jetzt schauen wir uns mal die Analysten-Kommentare an und die bringen da so ein bisschen Licht mit rein. Eins vorab, die Analysten bleiben alle bei Kaufempfehlungen. Die Bank of America hebt das Kursziel auf 378 Dollar an, die Citigroup auf 359 Dollar und Wells Fargo sogar auf 425 Dollar. Die Bank of America bringt es sehr schön auf den Punkt, Das Kalenderjahr 2026 Ertrag pro Aktie, das Ziel des Managements, liegt bei 16,90 bis 18,10 Dollar. Das liegt unter den Zielen für das Fiskaljahr 2027 und sorge für Verwirrung. Insgesamt aber hebt die Bank of America die Schätzungen für das Kalenderjahr 2027 an und rechnet jetzt mit 6% Ertragswachstum. Nee, Entschuldigung, die heben die Schätzungen um 6% an, auf 21,60 Dollar. Und das ist eigentlich ordentlich. Die Citigroup betont auch, das vierte Quartal sei sehr stark ausgefallen. Das Management macht einen guten Job, um über kurzfristige Unsicherheiten hinwegzuhelfen. Und Wells Fargo betont ebenfalls, der Ertrag pro Aktie für das Kalenderjahr 2026 solle bei über 11 Dollar pro Aktie liegen, innerhalb der nächsten sieben Monate und signalisiert eine bessere Profitabilität als bisher angenommen. Also, wie gesagt, wenn man sich das genau mal anschaut, ist das Fazit der Analysten hier insgesamt doch recht positiv. So, ich will kurz nochmal einen Blick nach China werfen. Ihr werdet sehen, dass Werte wie Alibaba und PDD wahrscheinlich unter Druck stehen werden. Hier gibt es negative Analystenkommentare und zwar hatte man in China den sogenannten, wie haben sie es genannt? Das Shopping Festival, so wird das genannt. Das Shopping Festival ist, also da gibt es dann Sonderangebote und alles Mögliche. Und Daiwa, japanisches Investmenthaus, betont, dass Chinas 2026 Shopping Festival, eine negative Überraschung gezeigt habe. Und zwar seien insgesamt über die Branchen hinweggehend, also in diesem Einzelhandelssektor, die, Brutto-Merchandise-Volumen, also die Produktvolumen, die abgewickelt wurden über die Plattformen, seien nur 0,9% gestiegen im Vorjahresvergleich. Im vergangenen Jahr hatte dieses Shopping-Ereignis 15% Wachstum und dementsprechend senkt Daiwa die Ziele für PDD drastisch von 145 auf nur noch 80 Dollar und für Alibaba von 200 auf 175 Dollar. Das könnte also die chinesischen Tech-Werte hier belasten. So, zum Schluss noch ein Wort zu Tesla von JP Morgan. Hier geht man davon aus, dass die Auslieferungen im zweiten Quartal im E-Auto-Bereich enttäuschen werden. Man sagt 420.000 Auslieferungen. Bisher rechnete das Haus mit fast 431.000 Auslieferungen. Man habe sehr gemischte Signale aus dem E-Auto-Bereich. Europa sei nach wie vor eher stärker, aber in China und auch in den Vereinigten Staaten. Scheint sich die Lage schlechter zu entwickeln, als man bisher erwartet hatte. Hier also äußert man sich negativ zu diesem Sektor. So, meine lieben Freunde, das war es für mich. Wenn ich heute jetzt nicht unbedingt freudestrahlend an Berichte bin, könnt ihr das sicherlich nachvollziehen. Ich werde trotzdem auch in den nächsten Tagen die Opening und Closing Bell für euch machen. Wir hatten jetzt die letzte Woche sehr viel Zeit zu reflektieren, die Orte zu besuchen, an denen meine Mutter sehr gerne war und in Ruhe von ihr zu verabschieden. Sie hatte einen sehr schweren Schlaganfall. Und hat ihr Sprachvermögen verloren, aber sie hatte mit aller Kraft noch unsere Hände genommen und hat sich bedankt, hat ihre Liebe zum Ausdruck gebracht. Das haben wir auch ihr gegenüber getan. Und nun freuen wir uns darauf, dass sie ihren letzten Weg, ihren letzten Wunsch erfüllt bekommt. Sie wird ihre letzte Ruhestätte bei uns hier in den Vereinigten Staaten haben, in Montclair, an unserem Wohnort, bei unserer kleinen Familie. Hier wird dann letztendlich gesehen der finale Abschied auch stattfinden. Und ich sage euch nochmal allen vielen Dank für eure Geduld, für eure vielen Beileidswünsche. Wir sehen uns heute Abend wieder zur Closing Bell. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.