Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Die Wall Street atmet auf, insbesondere im AI-Infrastrukturbereich. Microns Zahlen und Aussichten sind unfassbar stark und deutlich über den erhöhten Erwartungen der Wall Street. Vor allem die Tatsache, dass man 16 strategische Kundenvereinbarungen schließen konnte. Das bringt sehr viel Transparenz in die nächsten fünf Jahre hinein. Die Kursziele donnern nach oben bis auf 2.000 Dollar. Auch bei Qualcomm positive Aussagen für das Fiskaljahr 2029. Auch hier steigen die Kurse. Die Analysten bleiben hier allerdings skeptisch. Und Apple wird Preisanhebungen umsetzen. Nicht für das iPhone, aber die Macs und die iPads werden zukünftig teurer. So, einen schönen guten Morgen aus New York. Wir haben eine sehr starke KI-Rallye angefacht durch Micron. Die Aktie wird mit 17, 18 Prozent Kursanstieg in den Tag starten. Qualcomm hat sich gestern ebenfalls optimistisch langfristig geäußert. Die Aktie kann auch 10 Prozent zulegen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Werten, beim Micron explodieren die Kursziele. Barclays sieht die Aktie bei 2.000 Dollar, während bei Qualcomm die Kursreaktion zwar positiv ist, aber die Analystenkommentare sind durchweg skeptisch. Dazu komme ich gleich nochmal. Die Tatsache, dass Micron sich so optimistisch langfristig äußert, natürlich fantastisch für das Unternehmen und die Aktien in diesem Universum, Sandisk, Seagate, Western Digital im Memory-Bereich werden ebenfalls heute deutlich nach oben donnern. Aber auf der Schattenseite des Ganzen ist der frei verfügbare Cashflow der Hyperscaler, also die Unternehmen, die letztendlich die AI-Infrastruktur in Auftrag geben. Diese Werte könnten heute also ein bisschen Gegenwind sehen. Insgesamt aber wird der Nasdaq sehr, sehr stark in den Tag starten, der Dow Jones und der S&P ebenfalls. Es liegt unter anderem auch an der PCE-Inflation für den Mai, die heute Morgen gemeldet wurde. Im Rahmen der Erwartungen teilt sogar ein bisschen unter den Zielen. Die Gesamtrate ist im Vergleich zum Vormonat um 0,4% gestiegen, 0,5% wurden erwartet und die restlichen Daten lagen alle im Rahmen der Erwartungen. Die Kernrate exklusive Nahrungsmittel und Energie plus 0,3% im Vorjahresvergleich plus 3,4% und 4,1%. Plus bei der Gesamtrate im Vorjahresvergleich, wie gesagt, alles im Rahmen der Erwartungen. Und man darf hier nicht vergessen, dass selbst wenn die Inflation ein bisschen heißer ausgefallen wäre, die Tatsache. Dass jetzt Brent wieder auf Niveaus notiert, die wir quasi vor Beginn des Irankriegs gesehen haben, mit WTI jetzt unter der Marke von 70, Dollar, das nimmt natürlich Inflationsdynamik raus aus den Märkten. Interessant ist das auch bei den Rohstoffen zu sehen. Es ist ja nicht nur Öl. Wir haben Gold auf Dollarbasis jetzt fast 30 Prozent unter den Januarhochs. Der Silberpreis über 40 Prozent im Minus seit den Hochskupfer, dreht ebenfalls leicht mit nach unten. Wir sehen also im Rohstoffsektor insgesamt eine Korrektur, was ironischerweise die Debatte anfacht, ob Inflation nicht doch höher gehalten wird. Denn niedrigere Rohstoffpreise könnten bedeuten, dass eine bereits heiß laufende amerikanische Konjunktur noch stärker heiß laufen könnte. Und da bin ich dann auch wieder bei den KI-Werten, denn wenn man sich die Margen mal anschaut, auch von Micron, dann sehen wir, was für eine unfassbar hohe Pricing-Power diese Unternehmen haben. Angebotsengpässe, die noch bis weit ins Jahr 2028 anhalten sollen, so Micron, schon Jerome Powell hatte gemahnt, das könne die Inflation temporär erstmal anfachen, KI wird mittel- bis langfristig deflationär wirken. Kurzfristig aber könnte die Inflation hochgehalten werden, also der Blick auf die 10-Jährigen, auf die 2-Jährigen Startanleihen wird hier wichtig sein. Aber zunächst einmal entkräftet das erstmal die Sorge vor Inflation, der Aktienmarkt kann davon natürlich auch mit profitieren. So jetzt mache ich mal mit dem großen Highlight weiter mit Micron, bevor ich auf die anderen Unternehmensmeldungen eingehe. Die Zahlen waren unfassbar und die Sorge, dass Micron als Bellwether, als Leuchtturm des KI-Sektors. Diese Messlatte nicht erreichen könnte, das hat gestern den Sektor ausgebremst. Die Flüsterschätzungen auf der Umsatzseite waren weit über den erwarteten 35 Milliarden Dollar hoch. Und selbst die wurde erreicht. Die Zahlen kennt ihr wahrscheinlich schon. Der Umsatz lag im abgelaufenen Quartal bei 41,5 Milliarden. Knapp 6,5 Milliarden Dollar über den Schätzungen der Wall Street. Der Ertrag pro Aktie mehr als 20 Prozent über den sehr hohen Schätzungen. 25,11 Dollar und die Margen. Und das sagt eben doch sehr viel aus. Wir haben Bruttomargen von fast 85 Prozent. Die Schätzungen lagen bei 81,7 Prozent. Also sehr starke Nachfrage, gekoppelt mit der Fähigkeit, Preisanhebungen umzusetzen. Das spielt Micron in die Karten und gleichzeitig weiter angehobene Aussichten. Die Bruttomargen werden auch in dem jetzt angebrochenen Quartal sogar bei jetzt 86 Prozent landen. Die Preise steigen also weiter. Der Umsatz wird auf 50 Milliarden Dollar steigen, 7 Milliarden über den Schätzungen. Und die CapEx-Investitionen, das war das große Fragezeichen, wird Micron die deutlich ausweiten. Die Schätzungen sind ja bereits sehr hoch und man kann sagen, dass die Schätzungen zwar leicht über den Zielen wiegen, im vierten Quartal 10 Milliarden, 2 Milliarden mehr als man dachte. Aber wenn man sich jetzt die Ziele anschaut für das Fiskaljahr 2027. Dann wurden die Ziele hier eigentlich kaum übertroffen. Das Spannende, finde ich, sind die Details. Das sieht man an den Analystenkommentaren. Fast alle Analysten heben einen Faktor hervor und zwar hat Micron in dem Earnings Call betont, dass man 16, strategische Kundenverträge geschlossen hat im abgelaufenen Quartal. Damit wird die Basis geschaffen für signifikante Umsatzstabilität auf Sicht der nächsten fünf Jahre. Und das ist der Faktor, der insbesondere beim Micron wichtig ist, denn eigentlich gilt das DRAM und NAND-Business als ausgesprochen zyklisch. Und mit dem Risiko, dass die Margen natürlich dann auch wieder runterlaufen. Aber die Tatsache, dass man jetzt auf Sicht von mindestens fünf Jahren so viel Transparenz gewinnt mit 16 neuen Kundenabkommen, im Übrigen auch aus der Autoindustrie, also das Kundenaufkommen ist sehr weit gefächert, das spielt Micron materiell mit in die Karten und reflektiert sich jetzt eben auch in den steigenden Zielen. Micron bei Barclays 2.000 Dollar Kursziel. Das ist Spitzenreiter bei den Erwartungen der Wall Street. Die Bank of America hebt die Ziele auf 1.550 an und JP Morgan auf 1.540 Dollar. Alle bleiben hier bei Kaufempfehlungen, die Bank of America betont. Sehr konstruktive Aussichten, was die Nachfrage durch AI betrifft. Sehr gute Disziplin auf der Angebotsseite, also das Risiko von Überangebot wird hier branchenweit gut gemanagt. Die Citigroup betont auch, dass die. Kundenverträge, die jetzt geschlossen werden oder geschlossen wurden, ich finde das sehr schön nochmal zur Einordnung, was sagt das schon 16 Kundenverträge? Aber runtergebrochen bedeutet das laut der Citigroup, 40% des Umsatzes der nächsten 5 Jahre werden durch diese 16 Kundenverträge gesichert. Und das ist natürlich ein Art Sicherheitsnetz unter Micron, das dementsprechend auch hilft. Goldman Sachs ist der einzige mit einer nur neutralen Einstufung. Da war sie allerdings auch schon vor den Earnings. Das Kursziel 1100 Dollar. Wenn man sich jetzt die Kommentare durchliest, klingt das allerdings optimistischer als die Einstufung der Aktie. Die 16 strategischen Kundenabkommen sollten die Bewertungen der Aktie letztendlich gesehen stützen. Ja, damit ist eigentlich alles gesagt. Die anderen Analysten stoßen ins gleiche Horn sozusagen und das Fazit für Micron ist durchgehend hier also ausgesprochen bullish mit einem dementsprechend starken Anstieg der Aktie. Bei Qualcomm hatten wir gestern einen Analystentag, das hatte ich gestern in der Opening-Bell schon erwähnt. Man peilt jetzt für das Fiskaljahr 2029 Umsätze an außerhalb des Smartphone-Sektors und das ist wichtig, weil Qualcomm versucht sich breiter aufzustellen, die Abhängigkeit vom Smartphone-Markt zu reduzieren und man sagt jetzt, dass man im Fiskaljahr 2029 etwa 40 Milliarden Dollar Umsatz außerhalb der Smartphone-Sektor. Telefon-Segments generieren wird. Das ist mehr als doppelt so viel, also um genau zu sein, ja zweimal so hoch, wie man bisher angepeilt hatte. 15 Milliarden Dollar Umsatz durch den AI-Data-Center-Infrastrukturbereich und der Ertrag pro Aktie im Fiskaljahr 29 soll bei über 18 Dollar liegen. Die Schätzungen der Wall Street liegen bei 14,75 Dollar. So, die Aktie ist im Plus 10 Prozent auf der Gewinnerseite. Interessant ist aber wirklich das Feedback der Analysten erstaunlich skeptisch. Barclays bleibt bei einer Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 245 Dollar. Man betont, es bleibt eine Wait-and-See-Story. Also man muss erst mal abwarten, ob das alles gelingt, weil auch das Marktumfeld ausgesprochen wettbewerbsintensiv ist. Bei Bernstein auch nur haltenswert Kursziel 235 Dollar. Der Analystentag zeigt ganz klar die Strategie, sich breiter aufzustellen. Wie dem auch sei, hat sich das Management zu den Aussichten im Smartphone-Markt eher skeptisch geäußert, was kurzfristig zu Turbulenzen auf der Ertragsseite führen könnte. Bei Cantor Fitzgerald ähnliche Aussagen, man bleibt nur neutral betont. Dass das Exekutionsrisiko, also kann das Management das alles so umsetzen, wie sie versprochen haben, das Risiko sei hoch, das Wettbewerbsumfeld sehr intensiv und abgesehen davon ist Qualcomm im Bereich Data Center nicht wirklich so stark wie andere Wettbewerber. Morgan Stanley auch nur mit Halten, die Citigroup auch nur mit Halten, Kursziel 198 Dollar. Also ich bin gespannt bei Qualcomm, ob die Kursgewinne hier in dem Fall also gehalten werden können und ich bleibe jetzt nochmal im Tech-Universum, die einzige Story, die wir hier an der Wall Street aktuell haben. Die City, die Keybank hebt die Kursziele für Cisco an und betont, Anleger sollten im Bereich Data Security, Infrastruktur und Monitoring bleiben. Da ist Cisco ausgesprochen stark. Ich war ja gerade erst letzte Woche auf der Cisco Connect in Frankfurt. Eine wirklich fantastische Konferenz mit über 1300 Gästen, ganz großartigen Rednern. Wenn man sich hier quasi mit den Tech-Insidern mal unterhält, dann hört man hier vor allen Dingen eins, die Nachfrage ist auch hier ausgesprochen stark. Goldman Sachs äußert sich skeptisch zu Intel. Die Aktie wird hier nur mit Halten eingestuft. Das Kursziel liegt immer noch etwa 12% über dem aktuellen Niveau bei 150 Dollar. Man betont, dass Intel im Server-Bereich durch Agentic AI Rückenwind bekommt. Wie dem auch sei, ist Intel im Vergleich zu AMD und Nvidia benachteiligt. Hier ist das Wettbewerbsumfeld sehr hart. AMD und Nvidia haben auch eine attraktivere Bewertung und dementsprechend setzt man hier bei Goldman vor allen Dingen also auf Intel. Ja, ganz interessant also, wie das hier aufgedröselt wird. Und es gibt auch außerhalb der Analystenstimmen noch Kommentare zu Intel, die heute eher skeptisch sind. Und zwar wird hier betont bei Reuters, dass eine Ewigkeit vergehen wird, Jahre um genau zu sein, bis letztendlich gesehen wirklich. Ein Apple-Intel-Chip auf den Markt kommen wird. Hier sollte man also nicht zu euphorisch sein. Bleiben wir ganz kurz bei Apple. Jetzt wird Apple auch die Preise anheben. Das betrifft jetzt nicht die iPhones. Das ist vielleicht ein Vorgeschmack auf die iPhones, die in diesem Jahr im Herbst wieder vorgestellt werden. Aber die Preise für die Einstiegsmodelle der Macs werden im Schnitt zwischen 150 und 300 Dollar angehoben. Auch bei den iPads sehen wir jetzt Preisanhebungen. Das bringt natürlich immer das Risiko mit sich, dass eventuell die Nachfrage insgesamt ein bisschen abkühlt, könnte aber die Stückzahl, also die im Schnitt erzielten Preise pro Mac und iPad wiederum anfachen und das könnte zu guter Letzt dann ja mehr Upside liefern für Apple als letztendlich gesehen Downside. Zum Tech-Sektor gibt es ansonsten wieder einige andere Headlines. Sie haben ja schon in Asien und Europa eine starke Rallye gesehen. Samsung Electronics, SK Hynix, ASML in Europa, STM im Europa auf der Gewinnerseite. Alle hochgezogen durch Micron. Wir haben bei Arm heute Morgen Kommentare der Nachrichtenagentur Nikkei, dass man jetzt über 50% Marktanteil gewonnen hat. Für CPU-basierende Hyperscaler-Data-Center. Man habe hier Marktanteile von Intel und AMD abgejagt. Ansonsten plant man in Südkorea von Samsung und SK Hynix die Produktion, neue Produktionsstätten aufzubauen. Das ist natürlich ein sehr langfristiges Thema, bis die dann wirklich online sein werden. Soviel zum Thema Angebot und Nachfrage, aber das ist eben ein sehr langfristiges Thema. Aber so eine Produktionsstätte wird ja nicht über Nacht quasi aus dem Boden gestampft. Ansonsten haben wir noch Meldungen von Broadcom und OpenAI. Man hat hier also einen OpenAI-Chip vorgestellt. Broadcom hat das getan in Kooperation mit dem LLM-Giganten. Und der Chip performt im Rahmen der Erwartungen also nicht noch deutlich besser, als man jetzt gehofft hatte. Ja, die Bewertungen donnern ansonsten weiter nach oben. Viele Unternehmen, das ist ja ein Dauerthema mit dem Börsengang von SpaceX, die ganzen IPOs, die ganzen Kapitalerhöhungen und das Ganze geht weiter. Kalschi, der Wettmarkt, die Bewertung donnert weiter nach oben. Man ist in Gesprächen mit Investoren, um neues Kapital aufzutreiben zu einer Bewertung von dann 40 Milliarden Dollar. Das ist wirklich eine Hausnummer, wenn man bedenkt, dass im letzten Monat, also vor gerade mal vier Wochen, lag die Bewertung von Calci noch bei halb so hoch, bei etwa 22 Milliarden Dollar. Samba Nova ist auch gerade dabei, neues Kapital aufzutreiben mit einer Bewertung von jetzt 10 Milliarden Dollar. Das ist fünfmal so hoch wie die Bewertung vor gerade mal vier Monaten. Also die Maßreise in diesem Sektor, im Tech-Sektor bleibt auf Kurs. So, jetzt kommen wir mal noch zu Alibaba, der wertbar über Nacht auf der Verliererseite, das hatte ich in der Closing-Belt schon angesprochen. Anthropic wirft Alibaba vor, durch unfaire Methoden, durch sogenanntes Distillation, Distillierung. Das Cloud-Modell auszuspironieren, um die AI-Modelle von Anthropic quasi innerhalb von Chinas zu stehlen und anderweitig zu nutzen. Alibaba, der Aktie stand dementsprechend über Nacht auch unter Abgabedruck. Ja, Google wird die nächste Generation von Gemini, Gemini 3.0, jetzt erst im Juli vorstellen. Ist ja nicht mehr lange hin. Und bisher hieß es im Juni, also keine großen Verschiebungen, aber Business Insider betont, dass man jetzt final noch einige Sachen ändern will, bevor dann letztendlich gesehen der Launch hier stattfindet. So, das war es dann im Tech-Sektor. Es gibt eine Veränderung wieder auf Index-Ebene und zwar droht Nike aus dem Dow Jones gestrichen zu werden. Mein Gott, ich meine Nike, ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann Nike das letzte Mal wirklich gute Nachrichten hatte. Lang, lang ist es her. Heute sinken auch die Kursziele bei einem Analysten. Auf jeden Fall berichtet Barron, dass Nike aus dem Dow Jones gestrichen werden könnte. Dafür sei Berkshire Hathaway in Spekulation in dem Index aufgenommen zu werden. Also die Investmentgesellschaft von Warren Buffett, die heute davon letztendlich gesehen mit profitieren könnte. Wie dem auch sei. Wir haben gestern ausgiebig darüber gesprochen, wenn Google auch in den Dow Jones aufgenommen wird. Auch das war ja Spekulation. Einen großen positiven Faktor hat das normalerweise nicht. Der Dow Jones hat sehr wenige passive ETFs, die dann dementsprechend gezwungen werden zu kaufen. Und oft ist es oftmals ein bearishendes Signal, wenn eine Aktie dort aufgenommen wird. Im Schnitt seit dem Jahr 2000 verlieren die Aktien, die dort aufgenommen werden etwa oder sind Underperformer innerhalb der ersten zwölf Monate. Und wenn man sich das Timing anschaut, als Salesforce aufgenommen wurde oder Ende der 90er Jahre auch eine Intel, dann war das vom Timing her von Dow Jones nicht gerade wirklich gut getimt. Es muss also nicht unbedingt bullish sein. So und damit bleibe ich nochmal bei Nike, denn wir haben hier in der Tat erneut negative Kommentare. BTIG rasiert das Kursziel von 75 auf jetzt nur noch 55 Dollar. Man bleibt bei der Kaufempfehlung und man wird zurecht haben mit der Kaufempfehlung, man rennt der Aktie nach unten hinterher. Kommende Woche werden hier die Zahlen gemeldet und man geht davon aus, und da liegt der Hund mit begraben, dass letztendlich das Geschäft in China nach wie vor enttäuscht. Man geht davon aus, dass die Umsätze in China im vierten Quartal um 20 Prozent gesunken sind im Vorjahresvergleich. Gestern gab es ja auch schon negative Kommentare. Das Problem könnte weniger das zurückliegende Quartal sein, sondern eher die Aussichten. Es kann sein, dass Nike profitiert dadurch, dass die Zölle nicht so umfangreich umgesetzt würden wie erwartet. Da kann man also wieder quasi Rückstellungen freigeben. Aber wenn man davon absieht, das eigentliche Kernbusiness dürfte eher im Rahmen performen, wenn nicht sogar ein bisschen enttäuschend. Also da bleibt die Skepsis an der Wall Street entsprechend groß. Außerhalb des Tech-Sektors, obwohl das ist noch im Tech-Sektor, will ich zumindest kurz erwähnt haben, Take-Two Interactive, Grand Auto Theft, soll ja dieses Jahr noch vorgestellt werden, die nächste Generation. Man dachte, die Preise werden angehoben im Vergleich zum letzten Spiel. Das wird nicht der Fall sein. Bloomberg betont, dass anscheinend das Preisniveau von 80 Dollar beibehalten werden soll. Lockheed Martin könnte im Rüstungsbereich heute noch mit im Fokus stehen. Und zwar haben wir Medienberichte, dass das Pentagon einen Vertrag erteilt hat. Im Volumen von 35 Milliarden Dollar. Das könnte dem Wert also mit unter die Arme greifen. Hier haben wir noch ein paar Earnings und die Banken will ich noch erwähnen. Wir haben ja gestern Abend den Bankenstresstest, das Ergebnis gemeldet. Und ihr seht schon, es wird so wenig darüber berichtet, weil das bei Investoren keine Priorität mehr hat. Der Stresstest fiel exakt aus im Rahmen der Erwartungen. Und wir sehen eine Welle von steigenden Dividenden und Kapitalrückgabe in dem Bereich. Die Bank of New York Mellon hebt die Dividende um 19 Prozent an Goldman Sachs um 11 Prozent. JP Morgan hebt die Dividende auch an um 10 Prozent und gibt ein neues 50 Milliarden Dollar Aktienrückkaufprogramm bekannt. Das müsste der Aktie eigentlich unter die Arme greifen. State Street hebt die Dividende um 10 Prozent und Wells Fargo um 11 Prozent an. In anderen Worten, mit dem grünen Licht des Bankenstresstests können die Banken jetzt mehr Kapital an die Aktionäre ausschütten in Form von erhöhten Dividenden und verstärkten Aktienrückkäufen. Das müsste dem Sektor also auch mit unter die Arme greifen. Umso bitterer für das Brokerhaus Jeffreys das zweite Quartal enttäuscht auf der Ertragsseite. Und hier wirklich vor allem das Asset Management Business enttäuschend aus und die Kostenstruktur, also die Kompensierungsstruktur war ebenfalls nachteiligt und belastet das Unternehmen. Ja, ansonsten gab es nur kleinere Storys. Wir haben HP Follower im Bereich der Medizintechnik. Die Zahlen waren ganz gut im abgelaufenen Quartal, die Aussichten wurden leicht angehoben und. Laut Bloomberg wird man jetzt in Kürze Advanced Medical Solutions übernehmen. Gleichzeitig wird Biotechni, von der Merck KGAA, also von der deutschen Merck, nicht von der amerikanischen Merck übernommen für 73 Dollar in Cash. Schöner Abfindungskurs, wenn man bedenkt. Die Aktie war am Mittwoch bei 59 Dollar. Der Deal hat ein Volumen von etwa 11,3 Milliarden Dollar. Wir hatten gestern im Bereich der Medizintechnik bereits sehr feste Kurse, nachdem ICON in dem Bereich gute Zahlen gemeldet hat, und die Rallye in dem Bereich Medizintechnik müsste jetzt durch die Übernahme eigentlich auch noch weiter angefacht werden. Der Ölpreis sinkt und sinkt, das will ich zum Schluss auch noch mal ganz kurz ansprechen. Wir haben also heute Morgen die Meldungen bei Reuters, dass nach den Emiraten nun auch der Irak droht, die OPEC Plus zu verlassen, wenn die Produktionsquoten nicht. Signifikant angehoben werden des Landes. Unless its production quota is not significantly increased. Wir sehen gleichzeitig, dass Israel und Libanon verhandeln über die Rückgabe von Fläche von Israel quasi, also der eroberten Fläche im Libanon an den Libanon zurück. Und gleichzeitig, und das wird eben die spannende Debatte sein, die EZB, der, ich glaube Volkswort ist es, Schnabel, warnt, dass weitere Zinsanhebungen notwendig sein könnten, an Betracht der Inflationsrisiken. Und auch bei der Bank of Japan haben wir erneut hawkische Kommentare, dass weitere Zinsanhebungen aufgrund der Inflationsrisiken bleiben dürften. Also ich muss ganz ehrlich sagen. Ich kann es bei der EZB ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. In den USA, da haben wir in der Tat eine Wirtschaft, die vor allem durch AI natürlich sehr stark angefacht wird. Aber jetzt, wo die Energiepreise so stark zurücklaufen und Europas Wirtschaft hat Schwierigkeiten und Zinsanhebungen, ändern nichts an Angebotsengpässen bei Energie. Warum in diesem Umfeld die Zinsen anheben? I really don't get it. Also das riecht für mich eher nach einem Fehler der EZB. Aber wer bin ich schon, hier eine Meinung zu haben? So, Bank of Japan auf jeden Fall hat auch Signale, dass die Zinsanhebungen fortgesetzt werden könnten. So, jetzt ganz kurz nochmal in eigener Sache. Wir haben heute ab 18 Uhr eurer Zeit eine weitere Folge der Serie mit der Foundation for the Study of Cycles. Das wird es einmal als Podcast geben, heute als Sonderpodcast und dann auch bei mir auf YouTube. Da dann auch mit Untertiteln. Die Interviews sind auf Englisch und heute haben wir einen ganz besonderen Gast, die LJ Wellen Theorie. Ich glaube, wer mit der Wall Street arbeitet oder an den Börsen aktiv ist, der kennt die LJ Wellen Theorie und wir haben im Interview LJ Prachter. Der Vater, Robert Prachter, hat die LJ Wellen Theorie weltweit groß und bekannt gemacht, auch hier an der Wall Street. Das sind Persönlichkeiten, die man normalerweise nicht so leicht vor die Kamera bekommt. Die Elliot Practor führt die Tradition des Vaters vor, auch mit den sogenannten e-waves.com. Da wird dann die Auswertungen der Elliot-Bellen-Theorie quasi vereinfacht. Technologisch vereinfacht sozusagen bei der Umsetzung. Und es war ein sehr, sehr spannendes Interview. Würde mich freuen, wenn ihr einschaltet. Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Handelstag. Wir sehen uns heute Abend wieder. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.