Heute ist Freitag, der 26. Juni. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Wir sehen Abgabedruck im Tech-Sektor, auch Micron nach den sehr guten Zahlen. Gestern Gewinnmitnahmen. Medienberichte signalisieren, dass OpenAI darüber nachgängt, den Börsengang möglicherweise von Ende 2026 auf das kommende Jahr zu verschieben. Das trifft einen wunden Punkt des AI-Booms, denn ein großer Teil der Infrastrukturwelle wird über Kapitalmärkte, neue Aktien, Schulden und hohe Bewertungen finanziert. Wenn OpenAI also zögert, könnte das die Geschwindigkeit der KI-Investitionen bremsen. Ansonsten haben wir erneut negative Kommentare zu Nike. Hier werden in der kommenden Woche Quartalszahlen gemeldet. Analysten hängen die Messlatte zunehmend niedriger. Der Turnaround soll länger dauern als bisher erwartet. So, einen schönen guten Morgen am letzten Handelstag der Woche mit Gegenwind, vor allem im Nasdaq. Gestern war schon ein sehr wilder Ritt. Die Micron-Zahlen waren fantastisch und die Aussichten auch. Viele neue Kunden, die sich langfristig committed haben, also sehr viel Visibilität. In die langfristige Umsatzentwicklung. Aber was das einen freut, ist das anderen Leid. Die Tatsache, dass Micron derart hohe Margen kassiert, bedeutet erhöhte Produktionskosten im Hardware-Bereich und gleichzeitig auch anhaltende Investitionen im Bereich der Hyperscaler. Wir hatten gestern die Meldung, dass Apple die Preise für die Macs und iPads um 15 bis 25 Prozent anhebt, unter anderem wegen der gestiegenen Kosten für Memory und Storage. Gestern hatte auch Microsoft gemeldet, dass die Preise für die Xbox angehoben werden. Der Hardware-Sektor, also unter Druck, Apple hatte den schlechtesten Handelstag seit über einem Jahr. Denn es besteht natürlich immer auch das Risiko, wenn die Preise angehoben werden, dass die Nachfrage insgesamt auch etwas abkühlt. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass damit die iPhones, die im Herbst auf den Markt kommen, die nächste Generation, dementsprechend auch Preisanhebungen sehen werden. Gleichzeitig hatten wir ja den Analystentag von Qualcomm gestern und die Aussichten für das Fiskaljahr 2029 waren bullish. Wie dem auch sei, das haben wir gestern in der Opening Bell schon diskutiert, die Analystenkommentare deuten darauf hin, dass die Smartphone-Nachfrage. Ein sehr wichtiges Segment bei Qualcomm, enttäuschen wird in der nahen Zukunft. Also auch hier sehen wir, dass die Smartphone-Nachfrage insgesamt schon etwas nachzulassen scheint. Insofern waren die Meldungen von Micron für Micron selber sicherlich bullish, aber für die Hardware-Unternehmen und die Hyperscaler eher von Nachteilen. Jetzt kommt erschwerend hinzu, dass die New York Times gestern Abend berichtet hat, Open AI scheint darüber nachzudenken, den Börsengang für das dritte, vierte Quartal in diesem Jahr, das war die bisherige Zielmarke, das jetzt in das Jahr 2027 zu vertagen. Unter anderem wohl auch deshalb, weil die Volatilität an der Wall Street zugenommen hat, weil die Börsengänge von SpaceX, die Aktie notiert mittlerweile deutlich unter den Hochs, enttäuschend war. Zumindest der Start in den ersten Wochen nach dem Börsengang. Und gleichzeitig scheinen die Investmentbanker OpenAI darauf aufmerksam gemacht zu haben, dass die Nachfrage für die Aktie eventuell nicht so hoch sein wird, wie sich das Management gewünscht hat. Also einer der Hauptbelastungsfaktoren heute Morgen. Ich bleibe gleich mal bei dem Thema, weil das uns am meisten bewegt. Was bedeutet nun eine Vertagung des Börsengangs von OpenAI? Das wirft zunächst einmal die Frage auf, wird Anthropic trotzdem noch in diesem Jahr an die Börse gehen? Wenn sie das tun, Anthropic ist im Vergleich zu OpenAI besser positioniert, könnte sich der Börsengang die Situation für OpenAI sogar noch weiter verschlechtern. Wir haben jetzt dann zwar weniger neue Aktien, die auf den Markt kommen. Dieses schwere Brett SpaceX hat zweifelsohne für Volatilität gesorgt und bei einigen Sektoren auch ordentlich für Gegenwind. Wenn man das Ganze jetzt positiv betrachten wird, verschiebt sich der Börsengang, von OpenAI, kommen damit weniger Aktien auf den Markt. Das könnte also positiv sein. Gleichzeitig muss man sich aber die Frage stellen, wenn OpenAI den Börsengang vertagt, wird man dann in der Lage sein, die Commitments, die man abgegeben hat in AI-Infrastrukturinvestitionen, wird das OpenAI trotzdem einhalten können. Also hier nimmt die Unsicherheit ein Stück weit zu. Wir sehen, dass über Nacht auch die Aktien von Softbank in Japan dementsprechend stark unter Druck standen. Und SoftBank ist auch stärker in OpenAI investiert. Das ist nicht die einzig schlechte Nachricht. The Information berichtet, dass Washington zunehmend auf die neuen LLM-Modelle der amerikanischen Tech-Giganten achtet. The Information berichtet, dass Washington OpenAI aufgefordert hat, das neue Modell GPT 5.6 eher in Scheibchen quasi zu releasen, und einer kleineren Gruppe von Kunden zunächst den Zugang zu gewähren. Man hat also zunehmend Bedenken, was die Fähigkeiten der LLM-Modelle betrifft. Wir haben ja ein ähnliches Vorgehen auch bei Mythos gesehen. Washington will sicherstellen, dass durch ein Release der nächsten Generationen nicht Probleme verursacht werden. Sicherheitsprobleme, denn wenn diese neuen Sprachmodelle Lücken in Software schnell erkennen können, Dann können die zwar einerseits beseitigt werden, aber andererseits bietet das natürlich Hackern die Möglichkeiten, das System lahmzulegen. Werbung Was gibt es Neues in der Wirtschaft und wie geht es weiter an der Börse und wie steht es um die Finanzen? Mit dem Handelsblatt seid ihr immer bestens informiert und deshalb ein kleiner Hinweis an euch alle. Ihr könnt euch das Handelsblatt jetzt gedruckt oder digital für zwölf Monate mit 30% Rabatt sichern. Dieses Angebot richtet sich vor allem an diejenigen, die das Handelsblatt schon kennen und direkt zum rabattierten Jahresabo greifen möchten. Wo findet ihr das Schnäppchen? Unter handelsblatt.com-wallstreet30 mit dem Link, wie immer, auch in den Shownotes. Wir haben bei Reuters und Bloomberg die Meldung, dass Samsung Electronics und SK Hynix beide nun planen, Hunderte von Milliarden Dollar in der nächsten Dekade in neue Projekte und Produktionsstandorte zu investieren. Bedeutet das dann auch langfristig, dass Angebot an Memory zunehmen wird? Wie gesagt, ist ein langfristiges Thema. Das müsste dann die Bruttomargen dementsprechend auch untergraben. Aber das ist jetzt nicht akut für dieses Jahr und vermutlich auch nicht für nächstes Jahr. Nur werden die Margen natürlich dauerhaft auch nicht oben bleiben. Das war übrigens auch die große Debatte bei Apple. Apple im letzten Quartal hatte Rekordmargen ausgewiesen. Auch hier ist die Frage, ob die letztendlich gehalten werden können. So und damit werfen wir nochmal einen Blick auf China. Auch darüber haben wir die letzten Wochen ja oft gesprochen. Das AI-Modell Chinas ist keine Kopie des amerikanischen AI-Modells. Es ist schlichtweg ein ganz anderes AI-Modell mit anderen Zielsetzungen. Und wir sehen immer mehr, dass die chinesischen AI-Modelle gegenüber den Vereinigten Staaten aufholen. Die New York Times berichtet, dass Chinas AI-Modelle rapide Marktanteile auf globaler Ebene hinzugewinnen. Unter anderem wegen der niedrigeren Kosten. Ich meine, das war immer das Argument, dass die amerikanischen Tech-Giganten Milliarden, Hunderte von Milliarden investieren. Es sollen ja 1,1 Billionen in CapEx-Investitionen sein im kommenden Jahr, laut Schätzungen von Morgan Stanley. Aber China geht diesen Weg so eben nicht. Man setzt auf kostengünstigere Modelle. Das heißt, die Token sind dementsprechend auch günstiger im Vergleich zu den Vereinigten Staaten. Und dementsprechend rollt man international die Marktanteile wesentlich schneller aus, beziehungsweise gewinnt das an Dynamik und auch die Fähigkeiten dieser chinesischen Modelle haben die Lücke zu den USA zunehmend geschlossen. Wir könnten heute Abgabedruck sehen bei der Telekom-Industrie hier in den Vereinigten Staaten, also Verizon, AT&T, möglicherweise T-Mobile, warum die Financial Times berichtet, dass SpaceX ein Mobilfunk-Satelliten-Service für amerikanische Verbraucher plant. Damit würde der Wettbewerbskampf gegenüber der traditionellen Telekom-Giganten AT&T und Verizon deutlich zunehmen. Also Disruption ist hier das Motto der Stunde. So richtig überraschend dürfte das eigentlich nicht sein. Wenn man überlegt, wie wichtig der Mobilfunk- und Communications-Bereich von SpaceX mit Starlink bereits ist, ist ja im Prinzip heute schon die Cash Cow des Unternehmens. Kurz noch eine Übernahme im Tech-Bereich. Synaptics wird von ON Semiconductor übernommen für 7 Milliarden Dollar. Die Aktionäre von Synaptics werden mit jeweils 1,35 ON Semiconductor Aktien abgefunden. Das ist ein ordentlicher Abfindungspreis und liegt etwa 30 Prozent über den Schlusskursen vom Vortag. ON Semiconductor und Synaptics betonen beide, dass die Guidance für das zweite Quartal davon unberührt bleiben. Man geht davon aus, dass bereits 18 Monate nach dem Deal die Gap Earnings pro Aktie des dadurch entstehenden Konzerns profitieren werden. Es jubelt allerdings nicht jeder. Wir haben hier von Tidi Kauen, ein Brokerhaus bei uns an der Wall Street, negative Kommentare. Die Aktie wird jetzt von kaufen auf halten abgestuft. UN-Semiconductors neues Kursziel 110 Dollar. Ja, man betont, dass durch diese Transaktion das Geschäftsmodell von UN-Semiconductor, das ohnehin schon kompliziert sei, jetzt noch viel komplizierter wird. Und dass vor allen Dingen das Wachstum im Data Center Bereich die eigentliche Story der Übernahme von Synaptics sein wird. Es ist nicht ungewöhnlich, dass natürlich die Aktie des kaufenden Unternehmens unter Druck gerät. Und nochmal, es ist eine Transaktion, die rein in Aktien bezahlt wird. In anderen Worten, die bestehenden Aktionäre von ON Semiconductor. Werden durch die Ausgabe von neuen Aktien verwässert. So, ganz kurz, ich bleibe jetzt mal bei den Unternehmensmeldungen nochmal, das Thema Autos, mein Gott, wie groß ist dieser Gap? Wir haben also Berichte von Reuters, dass Volkswagen vorhat in den nächsten Jahren rund 100.000 Stellen zu streichen. Und die Produktion soll an vier Standorten in Deutschland eingestellt werden. Die Autoindustrie in Deutschland hat immer noch ordentlich Gegenwind und dafür haben die chinesischen Autokonzerne umso mehr Rückenwind. Reuters berichtet auch, dass Chinas Autoindustrie plant, sorry, die Financial Times war das. Aggressiv die Produktion in Kanada und in Mexiko auszuweiten mit Blick auf die Vereinigten Staaten. Das wird die Frage aufrufen, ob die USA nochmal das Abkommen, der auch mit Kanada in Sachen Autoindustrie und auch mit Mexiko überdenken wird. Man fürchtet, dass China versucht, über Kanada und Mexiko den amerikanischen Markt letztendlich gesehen durch die Hintertür quasi zu erobern. Das politische Risiko wird an der Stelle hier zunehmen. Und Washington hat essentiell jetzt laut Reuters den Verkauf von Polestar in den Vereinigten Staaten, naja essentiell jedenfalls, verboten. Da sieht man also, dass die Spannungen zunehmen und ihr wisst selber, Ludnig, unser Handelsvertreter hier in den USA oder Lunatic, wie man ihn auch nennt, für slightly irre. Hat letzte Woche, in den letzten Tagen ja auch betont, die USA planen oder denken darüber nach, den Import von Robotics, von Robotern aus China, das betrifft dann auch Humanoid Robotics, zu unterbinden. Auch hier muss man sagen, sind die Chinesen im Vergleich zu den USA vorne, was Humanoid Robotics betrifft. Also immer mehr Reibungen und ich war, wie gesagt, letzte Woche auf der Cisco Connect, Und auch da hört man immer wieder, dass die nächste Phase der künstlichen Intelligenz, also physische AI, auch eine ganz neue Angriffsfläche und für geopolitische Spannungen schafft. Wir haben im Bereich der Private Credit Anbieter auch weiterhin Wolken, die sich verdichten. Das war diese Woche schon öfter mal ein Thema. Arrows Management, die Aktien waren gestern bereits unter Abgabedruck. Und zwar limitiert man die Möglichkeit, Kapital aus dem Flaggschiff Private Credit Fund abzuziehen und auf maximal 2 Prozent. Das ist jetzt das zweite Quartal in Folge, in dem man Kapitalabflüsse versucht einzudämmen. Man habe insgesamt Anfragen im Markt, vorliegen für 14,4% an Kapitalabzügen. Nur 5% erlaubt man im laufenden Quartal. Im ersten Quartal hatte man Anfragen von 11,6% in Kapitalabflüssen. So, kurz noch ein Wort zu Binance. Und zwar wird Binance fortan keinen neuen Service mehr anbieten oder keinen Service generell mehr anbieten für europäische Kunden. Man hat die dafür notwendige Lizenz, um den operativen Betrieb in Europa aufrechtzuhalten, nicht erhalten. So, jetzt bleibe ich mal bei den Analystenkommentaren, bevor ich auf die nächste Woche komme und auf das Makro-Bild. Wir sehen heute Applied Materials wird empfohlen bei Wells Fargo. Naja, und da muss man schon sagen, die Auftragslage, eine Hunderte von Milliarden will Samsung Electronics und SG Hynix investieren. Dazu braucht man auch Chip-Maschinen. Applied Materials ist da sehr gut positioniert. Die Auftragsbücher bei Micron sind auch voll. Wells Fargo hebt jetzt das Kursziel auf 740 Dollar an. Wir haben Figma. Bei Wells Fargo war man auf dem Config-2026-Tag, und ist jetzt davon überzeugt, dass. Die Plattform von Figma sehr gut positioniert ist, um weitere... Kunden- und Marktanteile auszuweiten. Das Kursziel wird zwar gesenkt von 42 auf 36 Dollar, aber man bleibt bei Übergewichten. Robinhood bei BTIG, Kaufempfehlung mit Kursziel 125 Dollar. Hier betont man, dass Robinhood in der Lage sein dürfte, das verwaltete Vermögen in den nächsten zehn Jahren, in der nächsten Dekade um 20 Prozent annualisiert auszuweiten. Auch im Übrigen deshalb, weil die Kundenbasis, die sehr jung ist, quasi mit Robinhood älter wird und vermögender wird. Wir haben heute Morgen übrigens ein Minus von Micron von sieben Prozent, das nur am Rande die Aktie gibt, also einen Teil der Kursgewinne ab. Ich ziehe das nur gerade Schiele gerade auf dem Bildschirm. So, ein Wert, der in dieser Woche wirklich ordentlich verprügelt wurde, waren die Aktien von Nike. Man muss dazu sagen, man lässt kein gutes Haar an Nike, seit Wochen nicht. Und nächste Woche werden die Zahlen gemeldet, auch heute wieder nichts als negative Kommentare. Das einzig Positive daran ist die Tatsache, dass man ja eigentlich wirklich bei Nike kaum noch etwas Negatives. Also überraschend wird das eben alles nicht mehr sein und die Frage stellt sich, ob dementsprechend vielleicht die Earnings sogar positiv aufgenommen werden. Also, aber schauen wir uns mal die Kommentare an. Die Keybank stuft jetzt, die Aktie ist seit Jahresauftakt minus 36 Prozent und jetzt kommt der Analyst also auf die Idee, die Aktie von kaufen auf halten abzustufen. Herzlichen Glückwunsch. Das ist stückweit schon fast ein bisschen lächerlich, vielleicht auch ein guter Zeitpunkt genau das Gegenteil zu tun. Aber Bleiben wir bei den Fakten. Der Turnaround von Nike dauert länger als erwartet. Die Aussichten bleiben unsicher in China, Europa, in Nahost und Afrika. Es gibt Zeichen von Fortschritt, aber nicht genug, um letztendlich positiv zu sein. Bei Oppenheimer eine ähnliche bittere Bilanz. Der Analyst dort hatte die Aktie Nike wochenlang zum Kauf empfohlen. Monatelang muss man sagen und jetzt empfiehlt man die Aktie immer noch zum Kauf, aber das Kursziel des Analysten wird halbiert von 120 auf jetzt 60 Dollar, was bedeuten würde. Der Wert müsste jetzt um 50% steigen, um das neue Kursziel des Analysten zu erreichen. Toll gemacht, nicht ganz gut getroffen. Also die Kommentare, das vierte Quartal dürfte im Rahmen verlaufen, so Pi mal Daumen. Und das Management dürfte betonen, dass man zunehmend aggressivere Repositionierungsmaßnahmen ergreift. Das Unternehmen leitet immer noch unter Makro Gegenwind aus den USA und aus Übersee. 2026 sei ein Jahr der Restrukturierung. Das Broker aus Stifle senkt das Kursziel auf 50 Dollar. Die lagen wirklich ganz gut. Der Analyst dort hat die Aktie seit aller Ewigkeit mit Halten eingestuft. Man betont aber auch hier, wir sind noch nicht bereit, einen Boden für die Aktie auszurufen im Vorfeld der Ergebnisse der kommenden Woche. Es gibt wenig Gründe, die Aussichten jetzt anzuheben im Vorfeld des Investorentages im Herbst. Abgesehen davon ist Nike im Übergangsprozess und bekommt einen neuen Finanzvorstand. So, also da sieht man schon, die Kommentare sind recht zurückhaltend. Vielleicht zum Schluss jetzt nochmal ganz kurz einen Blick aufs Makro-Bild und auf die kommende Woche. Wir haben in Sachen Iran heute Morgen die Meldung, dass Saudi-Arabien nun angefangen hat, Öl bei dem wichtigen Ras Tanura Terminal im Golf wieder aufzunehmen. Die Schiffe dort werden beladen. Vier Monate lang lag dieser sehr wichtige Terminal lahm, also wieder ein Zeichen, dass mehr Öl auf die Märkte kommt. Wir haben weitere Berichte, dass... Die Versicherungsraten für Schiffe in der Straße von Hormuz sehr stark sinken, und wachsende Hoffnung, dass vielleicht sogar mehr Öl auf die Märkte kommt als im Vorfeld des Iran-Kriegs. Wir haben ja auch Spekulationen, dass nun der Irak die OPEC-Plus verlassen könnte nach den Emiraten. Also an dem Punkt hat Donald Trump dann seine Ziele erreicht. Er wollte ja immer auch, dass die OPEC Plus untergraben wird. Jetzt sind die Emirate nicht mehr drin, der Irak eventuell auch bald nicht mehr und damit haben die Amerikaner ihr Ziel zumindest an der Stelle erreicht, obwohl in den USA die Kritik an dem Iran-Deal sehr laut ist. Man hält diesen Deal für einen ausgesprochen schlechten Deal. Gut, gestern Nachmittag kam dann noch die Meldung, der Iran hat ein Cargo-Schiff angegriffen in der Straße von Hormuz. Man teste quasi die Geduld der Trump-Administration und erneut Spekulation, dass der Iran gerne eine Art Maut verlangen will für Schiffe in der Straße von Hormuz, um damit pro Jahr 40 Milliarden Dollar Umsatz zu generieren. Das wollen die Amerikaner nicht. Also mal schauen, wie es an der Stelle weitergeht. Ja, zum Schluss ein Wort zum Zinsumfeld. Das wird jetzt spannend. Der Ölpreis ist erheblich zurückgelaufen, die Rohstoffpreise insgesamt auch. Die Frage wird sein, was machen denn jetzt die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen? Die sind auch zurückgelaufen. Der Inflationsdruck müsste jetzt nachlassen, aber die amerikanische Wirtschaft läuft ja eigentlich ganz gut. Die Frage wird sein, ob die Renditen am langen Ende nicht doch eventuell wieder hochlaufen, weil die Wirtschaft ganz gut läuft und unter anderem auch die KI-Infrastruktur-Investitionen. Inflation mit generieren. Gestern Abend hatte sich der Chef der Notenbank von New York zu Wort gemeldet. Wenn man den so hört, dann müsste das Zinsumfeld eigentlich unverändert bleiben. Er geht davon aus, dass die Wirtschaft real annualisiert 2,25 Prozent wachsen wird, real in diesem Jahr und auch bis ins Jahr 28 hineingehend. Die Arbeitslosenrate soll eher sinken Richtung 4%. Das riecht zumindest mal nicht nach Zinssenkungen, wie dem auch sei. Der Kapitalmarkt hat ohnehin bereits ein bis zwei Zinsanhebungen eingepreist. Die Frage wird hier sein, ob sich das dann ändert. So, was steht in der kommenden Woche an? An der Stelle schon mal den Hinweis, dass heute ab 18 Uhr eurer Zeit das Interview mit Sherman und Tom McClellan live gehen werden, bei mir auf YouTube, auch im Podcast. Auf YouTube gibt es das Ganze dann mit deutschem Untertitel. Das sind quasi die Erfinder des McClellan-Oszillators und des Summation-Index. Da geht es vor allen Dingen um die Frage der Marktbreite, warum das so wichtig ist und viel mehr aussagt als die Index-Ebene selbst. Ansonsten haben wir in der kommenden Woche einige Highlights. Wir haben nächste Woche am Montag die Sintra-Konferenz der EZB. Das ist so ähnlich wie die Jackson Hole-Tagung der US-Notenbank und am Montag um 21.00 Uhr eurer Zeit wird. Dass Lagards Rede stattfinden. Was jetzt sehr wichtig sein wird, ist vor allen Dingen dann die Rede von Kevin Walsh, die auch am, die dann am, jetzt muss ich mal ganz kurz schauen, das ist ein bisschen widersprüchlich hier. Wo ist denn der Meister Walsh? Am Mittwoch wird Kevin Walsh bei der Sintra-Konferenz eine Rede halten. Da wird man natürlich gut hinhören. Wir haben abgesehen davon nächste Woche die Verbraucherpreise der Euro-Länder für den Juni, auch am Montag. Wir haben dann nächste Woche genau den ISM der Industrie am Mittwoch, auch am Mittwoch nächster Woche. Wir haben die US-Arbeitsmarktbericht am Donnerstag nächste Woche. Da gibt es also einige Highlights. Und was Ergebnisse betrifft, werden vor allen Dingen die Aktien von Nike mit im Fokus stehen mit den Quartalszahlen kommende Woche. Also das war es für heute. Ich werde kommende Woche ein paar Tage freimachen. Und möchte nochmal das ganze Thema meiner Mutter, die uns verlassen hat, etwas verdauen. Und es wird nächste Woche keine Closing Bell geben, aber ich werde nächste Woche trotzdem die Opening Bell machen, um hier also am Ball zu bleiben. Jetzt würde ich euch ein gutes Wochenende. Wir sehen uns also trotzdem am Montag wieder zur Opening Bell. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.