Heute ist Montag, der 29. Juni. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Wir haben eine kurze Handelswoche. Der Freitag ist Feiertag. Independence Day und nicht irgendeiner. 250 Jahre USA. Es geht aufwärts jetzt an diesem Montag. Insbesondere bei den Tech-Werten, die es letzte Woche sehr schwer hatten. Wir haben hier unter anderem auch Google, wir haben Nvidia und Micron mit auf der Gewinnerseite. Und Google wird in den Dow Jones aufgenommen. Wir haben außerdem die Aktien von Honeywell, die jetzt zerschlagen sind in Honeywell Technologies und Honeywell Aerospace. Es bleibt also bewegt, denn SpaceX kommt jetzt auch noch am 7. Juli mit in den NASDAQ 100. Auch diese Aktie kann heute profitieren. So, einen schönen guten Morgen. Ich bin in dieser Woche mit meiner Familie in, Rehoboth in Delaware, Rehoboth Beach. Sehr schöne Gegend, nicht so weit weg von unserem Wohnort in Montclair, New Jersey, so etwa vier Stunden Autofahrt entfernt. Und ich werde in dieser verkürzten Handelswoche mich auf meine Familie konzentrieren. Aber das ändert nichts daran, dass ich die Opening Bell machen werde. Die Closing Bell wird in dieser Woche, in dieser kurzen Handelswoche wegfallen. Wir haben ja am Freitag den Independence Day, den Unabhängigkeitstag und nicht irgendeinen, den 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten und dementsprechend wird diese Woche insgesamt das Handelsvolumen vermutlich relativ dünn sein. Die Richtung aber stimmt, zumindest an diesem Montag, das haben wir über Nacht schon in Asien gesehen mit einem Tech Rebound. SMIC war im Plus Baidu über 6%, Mai Chuan 5%, Alibaba die letzte Woche sehr stark unter Druck standen, auch ein Bounce. In der Tat aber Kursschwäche in Asien auch bei den Hardware-Unternehmen Lenovo, im Schlepptau mit Apple und Dell, die letzte Woche starker unter Druck standen, auch in Asien ein Minus von 9%. Softbank verlor 5%, Kioxia auch etwa 4%. Wir sehen also nach wie vor ein sehr gespaltenes AI-Umfeld zwischen denjenigen, die quasi die großen Schecks schreiben und den Empfängern dieser großen Schecks. Jetzt haben wir die letzte Woche sehr viel darüber berichtet, dass Samsung und SK Hynix massive Werke bauen werden zur Produktion von Memory. Das wurde jetzt auch heute an diesem Montag bestätigt. Und interessanterweise haben wir Medienberichte, dass Apple nun Washington auffordert, den Import von Memory Chips aus China zu erlauben. Also von CXMT, die in China auch gerade den Börsengang vorbereiten. Ja, ansonsten sind es vor allem Einzelstories, die heute im Fokus stehen. Sehr viele Indexveränderungen. Google wird also im Dow Jones aufgenommen. Wir haben die Meldung, dass SpaceX jetzt am 7. Juli im Nasdaq 100 aufgenommen wird. Damit einhergehen natürlich sehr viele passive Anlageinstrumente, ETFs, die dann automatisch auch SpaceX mit aufsammeln müssen. Und nachdem der Wert erstmal die letzten Wochen seit dem unmittelbaren Hoch unter Druck stand, sehen wir also auch eine leichte Gegenbewegung. Und Honeywell steht auch mit im Fokus. Die Aktie ist heute minus 5 Prozent. Man muss nur aufpassen und zur Kenntnis nehmen, dass dieser Kursrückgang mit einer Ausgliederung zu tun hat. Und zwar, wenn man als Aktionär heute ins Depot schaut, dann hat man Honeywell Technologies, die Aktie verliert 5%, bleibt übrigens auch im Dow Jones. Honeywell Aerospace ist jetzt im Depot aber mit dazugekommen. Die Aktie ist 4,5 Prozent auf der Gewinnerseite. Man sieht die ein oder anderen News Agency, die betonen, dass die Rallye heute an der Wall Street auch damit zu tun hat, dass nach den, gegenseitigen Angriffen des Iran und der Vereinigten Staaten, dass man sich dann am Sonntagabend wieder darauf geeinigt hat, den Waffenstillstand zu wahren. Ich muss sagen, wenn man sich die Ölpreise anschaut, dann hat die Entwicklung der Ölpreise übrigens schon vor diesem vorläufigen Waffenstillstand, sehr viel mehr ausgesagt als die Headlines und die Schlagzeilen der einzelnen Medien. Der Ölpreis ist damals trotz der Spannungen nicht mehr wirklich gestiegen, eher gesunken und ja, Brent ist heute ein bisschen fester. Wir haben aber unterm Strich einen sehr ruhigen Ölmarkt und heute Morgen hört man erneut, dass das Interesse der Vereinigten Staaten und des Iran dominiert, die Lage zu entschärfen. Vor allen Dingen die Vereinigten Staaten haben kein Interesse daran, die Lage weiter zu verschärfen im Vorfeld der Midterms und das trotz des ganzen Donnerns von Donald Trump mal wieder am Wochenende. Also der Markt kauft dieses Donnern nicht sozusagen und wenn man sich mal anschaut, die Tatsache, dass die Emirate nicht mehr in der OPEC Plus sind und der Irak droht die OPEC Plus zu verlassen, wenn nicht bestimmte Bedingungen eingehalten werden, auch die Tatsache, dass die OPEC Plus die Förderboten ausweitet, dass die. Exporteinschränkungen des Iran für Öl aufgehoben werden. Das sind alles Signale, die aktuell jedenfalls an der Wall Street mehr ins Gewicht fallen, als das gegenseitige Beschießen jetzt am Wochenende. Auch wenn das Ganze natürlich sehr bedenklich aussieht, aber unterm Strich glaube ich nicht, dass das jetzt der Grund ist für die Erholung, die wir heute sehen. Zumal die Erholung vor allen Dingen auch durch den Tech-Sektor mit angeführt wird. Werfen wir nochmal einen Blick auf die Ereignisse heute und auf die Ereignisse im Wochenverlauf. Freitag wird die Wall Street, wie gesagt, geschlossen sein, aber es gibt noch einige Highlights. Wir haben heute um 1.30 Uhr meiner Zeit, 19.30 Uhr bei euch, die Rede von Christine Lagarde im Umfeld der EZB-Sintra-Konferenz. Das ist so eine Art Jackson Hole-Tagung, also die europäische Version davon. Das wird, naja, bedingt eine Rolle an der Wall Street spielen. Hier wird man vor allen Dingen auf den Mittwoch achten, denn am Mittwoch um 9 Uhr unserer Zeit, morgens 15 Uhr bei euch, wird Kevin Warsh, der Chef der amerikanischen Notenbank, Teil der Sintra-Konferenz sein. Er hält ja keine Rede, aber er ist Teil eines Panels. Wir haben heute auch wieder einige Schlagzeilen über die Politik, die er umsetzen möchte im Hause der Federal Reserve und dementsprechend wird man auf seine Aussagen am Mittwoch sehr stark achten. Der Wirtschaftskalender insgesamt ist relativ dünn, auch aufgrund des Feiertags. Es gibt aber nichtsdestotrotz einige sehr große und auch wichtige Highlights hier in den USA. Wir haben am Mittwoch die US-ISM-Daten für die Industrie für den Juni, also die Industrieaktivitäten für den Juni. Wir haben den US-Arbeitsmarktbericht, der bereits am Donnerstag dann gemeldet wird, am 2. Juli. Normalerweise, also jetzt im Vorfeld des Feiertags, auch die Daten werden eine wichtige Rolle spielen. Schaut man sich die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe an, dann müsste der Arbeitsmarktbericht eher wieder solide ausfallen oder zumindest stabil ausfallen. Von der Seite dürfte also nicht so viel Störfeuer kommen für den amerikanischen Aktienmarkt. Und ich darf nochmal daran erinnern, dass Notenbanker Williams, der Chef der Notenbank von New York, wir haben zwölf regionale Notenbanken, aber die New Yorker Notenbank ist besonders wichtig, Der hatte sich letzte Woche noch optimistisch geäußert, einmal zum realen Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten, also inflationsbereinigt, bis ins Jahr 2028 hineingehen, 2,25 Prozent Wachstum. Er sagt, die Arbeitslosenrate wird eher sinken Richtung 4 Prozent und er betonte, dass die Geldpolitik dementsprechend stabil bleiben sollte, also nichts mit Zinssenkungen. Aber der Aktienmarkt hat aktuell sogar eher Zinsanhebungen eingepreist. Von daher wäre ein Beibehalten des Zinses eigentlich schon fast wieder eine erfreuliche Entwicklung. Bleiben wir ganz kurz nochmal bei Warsh. Das Wall Street Journal hat sich zu seiner Politik geäußert, und schreibt also, und auch das ist ehrlich gesagt keine Überraschung mehr, weil das schon mehrfach kommuniziert wurde, dass die Forward Guide, also das, was die Notenbank in der Zukunft machen könnte, dass das letztendlich gesehen stärker zurückgehalten wird. Man wird also nicht mehr ganz so transparent kommunizieren wie in der Vergangenheit und man... Man wird auch die Art und Weise, wie Geldpolitik dann gemessen wird und die Effizienz der Geldpolitik nochmals verändern, was auch immer das heißen wird. Also da gibt es noch sehr viele Ungenauigkeiten. Vielleicht kriegen wir am Mittwoch hier ein bisschen mehr Input dazu. Die Notenbank also wird detailweise mit auf der Agenda stehen. Und in der Zwischenzeit macht Donald Trump, was er ja immer gerne macht. Er droht, er warnt und dieses Mal am Freitag wieder zum Thema der Zölle. Er droht mit 100 Prozent Steuern auf jedes Land, das eine Digitalsteuer umsetzt. Also wen meint er damit? Wohl vor allen Dingen natürlich Europa. Wenn also Europa auf die Idee kommen würde, die Euro-Länder auf die Idee kommen würden, zum Beispiel Meta oder Google quasi eine Art Digitalsteuer zu erheben, dann wird man Gleiches tun hier in den Vereinigten Staaten, auf diese Länder, auf bestimmte Waren, die dementsprechend dann am meisten wehtun würden. Naja, es ist halt wie immer, muss man sagen, das geht hier weiter, aber nochmal, das ist jetzt nicht unbedingt der Fokus, den wir an der Wall Street haben. So, also wir hatten am Freitag die Berichte in der New York Times, dass OpenAI möglicherweise den Börsengang vom dritten, vierten Quartal auf 2027 vertagen könnte. Unter anderem, weil die Investmentbanker gemahnt haben sollen, dass die gewünschten Bewertungsniveaus nicht erreicht werden könnten. Und in Anbetracht der Volatilität, die wir nach dem SpaceX-IPO gesehen haben. Und Bloomberg hatte am Freitag auch betont, dass die Verbindlichkeiten, die SpaceX unlängst ausgegeben hat, sehr schlecht performen. Die Anleihen verlieren hier also stärker an Wert. Beides Indikatoren dafür, dass der AI-Wert stückweit anfängt zu wackeln. Und am Rande bemerkt, der AI-Trade ist natürlich, wie wir alle wissen, viel komplizierter geworden. Das sehen wir vor allen Dingen auch im Juni, wenn man sich die Hyperscaler anschaut. Die sieben Hyperscaler haben im Juni etwa 16 Prozent verloren. Dafür haben die AI-Infrastrukturwerte, diejenigen also, die die dicken Schecks erhalten von den Hyperscalern, einen Plus von etwa 16 Prozent. Also hier sehen wir ganz klar, wer die Gewinner, wer die Verlierer sind. Am Freitag übrigens, laut Goldman Sachs, standen bei den AI-Werten vor allen Dingen die großen Hedgefonds auf der Verkäuferseite, die in Wellen investiert haben, anfangs in den Halbleiterbereich, dann in den Bereich Datacenter und Strom und zuletzt in dem Bereich Memory und Storage. Die sind ja also von den Gewichtungen sehr stark positioniert und das waren diejenigen, die am Freitag laut Goldman Sachs auch am stärksten Gewinnmitnahmen vorgenommen haben. So, also der Trade wackelt ein bisschen. Gleichzeitig seht ihr aber, dass die Dips immer noch sehr stark gekauft werden, auch wenn die Nachrichtenlage nicht mehr ganz so perfekt ist und die Performance auch nicht mehr ganz so perfekt ist, vor allen Dingen bei dem Gap Hyperscaler und AI-Infrastrukturwerte. Jetzt haben wir die letzten Tage schon mehrfach darüber berichtet, dass Samsung Electronics und SK Hynix umfangreiche Pläne melden werden. In den Ausbau von Memory-Chip-Produktion zu investieren. Und jetzt ist die Katze aus dem Sack. Man wird 600 Milliarden Dollar investieren in den nächsten Jahren und will damit die Produktion von DRAM innerhalb der kommenden fünf Jahre mehr als verdoppeln. Das ist zum einen erstmal schlechte Nachricht für Micron, aber eben down the road, nicht heute und vermutlich auch nicht im nächsten Jahr. Das sagt Micron selbst ja auch. Aber es wird mehr DRAM-Produktionsvolumen auf den Markt kommen und das ist auch gut so. Wenn man sich die Kommentare von Tim Cook anhört vom Freitag, da gab es auch Interviews im Wall Street Journal, in dem er betont, dass er derartige Preisexplosionen im Memory-Bereich in 40 Jahren noch nie erlebt hat. Elon Musk hat dann auch noch am Freitag das bestätigt. Auch er sagt, Preissteigerungen, die er so noch nie gesehen hat und wir sehen die Folgen davon in den sehr weitreichenden Preisanhebungen, die wir bei fast allen Apple-Produkten jetzt am Freitag gesehen haben. Well, einerseits profitiert Apple davon natürlich, weil die Margen wieder irgendwo aufgebessert werden. Andererseits geht dann damit natürlich das Risiko einher, dass insgesamt die Verkaufsvolumen bei Apple unter Druck geraten werden und dementsprechend schwach war die Aktie auch in der vergangenen Woche. Tim Cook geht so weit, dass er Washington also auffordert, die Importrestriktionen für CXMT. Gigantischer Memory-Chip-Produzent in China, der kurz vor dem Börsengang steht, dass Washington also den Import dieser DRAM-Chips genehmigen sollte. Das ist schon sehr außergewöhnlich, dass sich der CEO eines so großen amerikanischen Tech-Giganten so weit aus dem Fenster lehnt. Das ist übrigens ein Bericht in der Financial Times, dass Apple versucht quasi Lobbying zu betreiben für den chinesischen DRAM-Produzenten. So umfangreich ist letztendlich gesehen die Problematik. Und ihr wisst ja auch, Microsoft hat auch am Freitag bekannt gegeben, dass die Xbox preislich angehoben wird. So also, wir haben die Hardware-Werte unter Druck, Lenovo auch in Asien. Wir haben das Thema Hyperscaler, die sehr weit abgeschlagen sind, mittlerweile von den AI-Infrastrukturwerten. Wir sehen übrigens auch wieder frisches Leben bei den Software-Aktien, die sehr schwer hatten in den letzten Wochen. Es ist natürlich immer die Frage, wie lange dann dieser Rückenwind dort anhält. Aber eine ServiceNow und auch eine Microsoft sind heute auch solide mit auf der Gewinnerseite. So, ansonsten, ich will nicht ganz kurz noch mal beim Thema China bleiben. Hier sehen wir nämlich zunehmend Meldungen, dass China aufholt gegenüber den Vereinigten Staaten. Die AI-Fähigkeiten Chinas, so das Wall Street Journal. Haben erhebliche Fortschritte gemacht in den letzten Monaten und sind fast auf Parität mit Anthropics Mythos, was jetzt bestimmte Cyber Security Funktionen betrifft. Und abgesehen davon sehen wir, dass die Token-Nutzung chinesischer AI-Modelle auf dem Weltmarkt immer dominanter werden. Unter anderem, weil das Geschäftsmodell Chinas eben ein anderes ist. In anderen Worten, man kann günstigere Token anbieten als hier in den Vereinigten Staaten. Das ist natürlich auch die Sorge, wenn jetzt auch noch ein Preiskampf ausbricht zwischen Anthropic und OpenAI-Modelle, dass das ganze Return-on-Investment-Modell bei den großen Investitionen Schieflage bekommt, während China tatsächlich von Beginn an darauf gesetzt hat, eben nicht so teure Modelle, anzubieten, um schneller quasi das Thema AI und effizienter. In die Breite tragen zu können. Das ist also im Prinzip Industriepolitik Chinas. Ansonsten haben wir Meldungen, dass Baidu, die Aktie war fest, in Hongkong überlegt, den AI-Chip-Bereich an die Börse zu bringen und zwar zu einer Bewertung von etwa 50 Milliarden Dollar. So, bleiben wir jetzt bei den amerikanischen AI-Modellen. Wir hatten ja bereits am Freitag die Meldungen, dass Washington also die nächste Generation von JetGPT, nur Scheibchenweisen erlauben will. Man will das stärker kontrollieren. Wir hatten schon ähnliche Entwicklungen in Sachen Anthropic und die Financial Times berichtet nun also, dass das neue GPT 5.6 Modell, für selektive Gruppen ausgesucht von der amerikanischen Regierung quasi getestet werden können. Eine weitreichende Zulassung von ChatGPD 5.6 findet aktuell noch nicht statt. Und welche Gruppen dann den Zugang bekommen sollen, steht letztendlich gesehen auch noch in den Sternen. Also Washington greift hier immer mehr ein. Und was jetzt Anthropic betrifft, hat man für Mythos 5 jetzt bestimmte Gruppen, Kundengruppen erlaubt, die. Mythos 5 erstmal testen und nutzen können, aber eine flächendeckende Zulassung von Fable 5, die ja quasi nur 48 Stunden offen waren, Und dann von Washington wieder verboten wurde, beziehungsweise wollte Washington, dass das nur amerikanischen Staatsbürgern zur Verfügung gestellt wird, was technisch gar nicht funktioniert, aber zumindest mal zeigt, welche Risiken man läuft, wenn man auf amerikanische AI-Modelle setzt. Was ist, wenn die Politik das so nicht möchte? Aber auch hier gibt es jetzt wohl eine gewisse Auflockerung. Die Frage ist halt, wann wird Fable 5 zugelassen und Fable 5 von Anthropic. Also steht hier, haben wir noch keine genaueren Daten, wann und in welcher Form das Gesamtmodell letztendlich zugelassen wird. Also ChatGPT 5.6, bestimmte Restriktionen seitens Washington, Anthropic Mythos oder Fable 5, auch bestimmte Restriktionen seitens Washington. Also die Dinger scheinen wirklich sehr, sehr leistungsstark zu sein und Washington legt da sehr viel Gewicht drauf. Wir haben auch die Meldung heute, dass Google die Nutzung von Gemini-AI-Modellen für Meta limitiert haben soll und zwar aufgrund von. Unzureichender Kapazitäten im Bereich Computing-Infrastruktur. Das ist übrigens, wenn man den Spieß mal umdreht, auch ein Signal, dass die Nachfrage hier immer noch ausgesprochen hoch ist. So kommen wir mal vom ganzen Thema AI zum Thema Raumfahrt. Die Aktien von SpaceX sind heute mit auf der Gewinnerseite und wir haben erneut Schlagzeilen. Ende letzter Woche hat das quasi angefangen, dass SpaceX in den Mobilfunkmarkt eindringen will, also in den Mobilfunkmarkt für Smartphones eindringen will. Wir haben heute Morgen Medienberichte, dass man mit Charter Communications über eine mögliche Partnerschaft spricht. Dann letztendlich gesehen, um SpaceX quasi über Mobilfunk für Verbraucher in den USA, also Handy, mit anzubieten. Also wenn das kommen sollte, dann Starlink ist ja bereits sehr erfolgreich, dann könnte das den Druck auf die herkömmliche Telekom-Industrie, Verizon, AT&T und T-Mobile letztendlich gesehen belasten. Und wir haben einen großen Deal im Raumfahrt-Universum in einem sehr ähnlichen Segment Und zwar übernimmt Rocket Lab für 8 Milliarden Dollar in Cash und Aktien Iridium Communications. Die Aktionäre werden mit jeweils 54 Dollar pro Aktie abgefunden, wie gesagt in Cash und in Aktien. Und ich meine, der eine oder andere wird Iridium noch kennen. Das waren diese großen Satellitentelefone, mit denen man weltweit telefonieren kann. Teure Angelegenheit noch vor einigen Jahren. Und Rocket Lab will in Kombination also mit der Technologie von Iridium auch verstärkt in diesen Markt mit eindringen. Also die herkömmliche Telekom-Industrie könnte hier letztendlich gesehen zunehmend unter Zugzwang geraten. Im Medienbereich haben wir einen großen Gewinner heute. Die Aktien von Comcast sind über 15 Prozent im Plus, nachdem man bekannt gegeben hat, dass das Media-Portfolio zerschlagen wird. NBCUniversal und Sky sollen in etwa einem Jahr ausgegliedert werden. Und dadurch entsteht also ein Unternehmen, also vor allen Dingen NBCUniversal, die durchaus sehr attraktive Assets haben. Die ganzen Erlebnisparks sind da letztendlich gesehen mit drin. Die Film- und die Fernsehstudios sind damit drin beinhaltet und das langsam erwachsende Kabelfernseh-Business wurde hier bereits ausgegliedert. Also das Unternehmen könnte hier interessant sein und man könnte nach der Ausgliederung dann auch wesentlich aggressiver in Akquirierungsrunden reingehen. Die Frage ist nun, wie man dann letztendlich noch kaufen kann, nachdem Paramount und Warner Brothers letztendlich gesehen ja den Deal schon durchgezogen haben. Ebay mit GameStop immer noch in den Schlagzeilen. Das GameStop-Interview mit dem CEO war ja bei CNBC wirklich legendär. Michael Burry hat danach alle Aktien von GameStop verkauft, aber GameStop will am Ball bleiben. Man will weiterhin um Ebay buhlen und betont also, dass das EBITDA-Ergebnis, für das Fiskaljahr 26 bei über 600 Millionen Dollar liegen wird nach 345 Millionen im Fiskaljahr 2025. Also der CEO wirkt ein bisschen wahnsinnig, aber vielleicht muss man auch ein bisschen wahnsinnig sein, um das wirklich abzuziehen. Who knows, ob das dann letztendlich gesehen wirklich passieren wird. So ansonsten haben wir wieder Medienberichte über die deutsche Autoindustrie und leider keine guten. Ich hatte das am Freitag bereits aufgegriffen, dass Volkswagen wohl überlegt über 100.000 Stellen abzubauen. Vier Standorte in Deutschland könnten betroffen sein. Und nun berichtet auch die Financial Times, dass die deutschen Autohersteller vor einer der größten Restrukturierungsrunden. Und Entlassungen stehen in der Historie der Branche, unter anderem aufgrund des zunehmenden Marktanteils chinesischer Autoanbieter, insbesondere von BYD, weil diese immer mehr Marktanteile gewinnen im europäischen Markt, in den Euro-Ländern. Das setzt die traditionelle deutsche Autoindustrie immer stärker unter Druck und die Notwendigkeit von umfangreichen Entlassungen nimmt hier also letztendlich zu. So, last but not least, nochmal ein kurzer Blick auf die Analystenkommentare. Und hier merkt man ganz klar. Kurze Handelswoche, gibt es nicht so wahnsinnig viele Highlights, aber doch im Tech-Sektor, Analog Devices. Das Brokerhaus Cantor Fitzgerald hebt heute Morgen die Kursziele an auf 550 Dollar. Man bleibt bei einer Kaufempfehlung und betont, es ist die ewig gleiche Leier sozusagen. Schneller als erwartetes branchenweites Wachstum. Die Umsätze, der adressierbare Markt bis zum Kalenderjahr 2029 soll auf Pi mal Daumen 3 Billionen Dollar steigen. Und davon würde dann das Unternehmen auch entsprechend profitieren. Das Brokerhaus äußert sich auch zu Intel, hebt die Kursziele gewaltig an, aber es ist mal wieder so eine Empfehlung, wo man ein bisschen staunen muss, denn die Aktie wird trotzdem immer noch nur mit neutral eingestuft. Und neutral an der Wall Street ist eigentlich so ein bisschen eine versteckte Verkaufsempfehlung, formulieren wir es mal so. Das Kursziel wird aber gleichzeitig von 90 auf 150 Dollar angehoben. Ist indirekt natürlich auch wieder mal das Eingeständnis des Analysten eigentlich daneben gelegen zu haben. Also neutral für Intel und Kursziel wird trotzdem angehoben. Wir haben Marvell Technology, da wird das Kursziel auf 300 Dollar angehoben, auch von Kenta Fitzgerald. Und die Aktie wird hier nach wie vor zum Kauf empfohlen. Sorry, mit neutral eingestuft. Also neutral, neutral, aber die Kursziele donnern nach oben. Ja, das Kursziel von Marvell lag bei 220, jetzt liegt es bei 300. Prozentual gesehen ist das schon mal eine gewaltige Steigerung. Aber last but not least, naja, der Analyst rennt letztendlich gesehen der Realität hinterher. Goldman Sachs zu Robinhood, das ist der letzte Wert, der heute noch bei den Analystenkommentaren mit dem Fokus steht. Robinhood, das Kursziel wird hier deutlich angehoben von 108 auf 121 Dollar. Und man betont, dass die Juni-Aktivitäten bei Robinhood, also die ganzen Trades, die abgewickelt wurden, höher war als unlängst erwartet. Und das dürfte letztendlich gesehen der Aktie auch mit zugutekommen. So guys, das war es jetzt aus Rehoboth sozusagen. Ich werde mich jetzt mal wieder um die Familie kümmern und werde mal die Seele etwas baumeln lassen sozusagen. Sagen, nachdem ich ja Anfang letzter Woche meine liebe Mutter verloren habe und ich meine, man merkt es, also ich merke es, dass sie fehlt mir. Wir hatten ein sehr enges Verhältnis miteinander, sehr oft miteinander gesprochen und das ist jetzt nicht mehr möglich. Daran muss ich mich erstmal gewöhnen. Sie wird in meinem Herzen immer weiterleben. Sie war einer meiner größten Cheerleader, ein sehr, sehr positiver Mensch, der sehr viele Schmerzen gehabt hat in den letzten Jahren und trotzdem immer wieder das Glas als halb voll erachtet hat. So wird sie bei mir in Erinnerung bleiben. Wir werden sie bei uns hier auch in Montclair in New Jersey beisetzen, damit sie in der Nähe der Familie sein wird. Und ja. Also ich wünsche euch in diesem Sinne einen guten Start in die kurze Handelswoche. Wir sehen uns morgen wieder zur Opening Bell. Wie gesagt, die Closing Bell wird ausfallen und nicht vergessen, heute wieder die zweitletzte Folge im Rahmen der Serie mit der Foundation for the Study of Cycles. Wir sprechen mit Wieland Arles. Dieses Mal ist das Interview auf Deutsch. Er ist Chef der IFTA, Präsident der IFTA im Bereich der technischen Analyse. Er ist Trader und Buchautor. Und wir sprechen darüber, woran Trader zumeist scheitern. Und wir sprechen auch über das Thema der teuren Coaches. Ist das wirklich sinnvoll oder ist das zu guter Letzt nichts anderes als Geldverschwendung? So, in dem Sinne einen guten Start. Wir warten die Woche. Wir sehen uns morgen wieder zur Opening Bell. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.