Heute ist Dienstag, der 30. Juni. Herzlich willkommen zur Opening Bell Featured bei Handelsblatt. Der letzte Handelstag in einem wirklich fantastischen Quartal. Für den Nasdaq war es das beste Quartal in sechs Jahren, für den Dow Jones das beste Quartal seit vier Jahren und das trotz des Iran-Konflikts. Angefacht durch die Tech-Werte, vor allem durch die AI-Infrastrukturwerte, denn die Performance ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass die Aktien der Hyperscaler allein im Juni über 2,3 Billionen Dollar an Marktwert verloren haben. Auch am letzten Handelstag im Juni geht es weiter bergauf und Wells Fargo bleibt insgesamt ausgesprochen bullish. Der Juli, vor allem die erste Monatshälfte, ist saisonal bedingt ausgesprochen fest Und die Berichtssaison könnte von den Rückerstattungen der eingeheimsten Zölle der Vereinigten Staaten profitieren. Karten also für Corporate America, den weiterhin zu. So, Guys, wir sind noch im Urlaub bis Ende der Woche und fahren dann am Donnerstag ganz entspannt vor dem langen Wochenende zurück. Gestern kam noch die eine oder andere Frage. Ja, also 4th of July ist doch erst Samstag, Freitag ist ganz normal offen. Das ist nicht richtig. Die Anleihemärkte werden bereits an diesem Donnerstag um 14 Uhr meiner Zeit die Tore schließen. Und am Freitag ist dann der Aktienmarkt und alles letztendlich geschlossen in observance of Independence Day, der Unabhängigkeitstag, 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten. Und wenn ihr das selber mal checken wollt, die NYSE, die New Yorker Aktienbörse, hat auf der Webseite auch die genauen Zeiten, wann Feiertage im Jahr 2026 sind. So, Feiertage, Feiertag. Also das könnte man fast sagen für das zweite Quartal, das heute sein Ende nimmt. Es war ein wirklich erstaunlich starkes Quartal, wenn man bedenkt, der Iran-Konflikt immer noch am Laufen. Trotzdem konnte der S&P 500 und der Nasdaq ordentlich zulegen. 14 Prozent für den S&P im zweiten Quartal. Und wenn wir uns heute vorbörsig die Kurse anschauen und das kann gehalten werden. 20% Kursanstieg für den Nasdaq, das ist für den Nasdaq damit das beste Quartal seit dem 2. Quartal 2020, also das beste Quartal in 6 Jahren und der Dow Jones mit einem Anstieg von 13%, immerhin das beste Quartal seit dem 4. Quartal 2022, also in fast 4 Jahren. Und das Ganze ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass die Aktien der Magnificent Seven, also der großen Heavyweights unter den Tech-Werten, die die Schecks schreiben für die AI-Infrastrukturwerte, die haben allein im Juni 2,3 Billionen Dollar an Marktwert verloren. Und trotzdem blicken wir auf eine sehr, sehr starke Quartalsbilanz. Wir haben gestern Nacht eine Fortsetzung der Rallye im Tech-Sektor gesehen in Asien. Taiwan war im Plus angefacht durch die Kursgewinne bei Taiwan. Semiconductor, Südkorea hat von SK Hynix profitiert und Samsung, die in den letzten Tagen Gegenwind hatten, jetzt wieder leicht auf der Gewinnerseite. Und Lenovo, gestern noch sehr schwach, konnte die Kursverluste über Nacht wettmachen. Baidu 5% im Plus, Tencent fast 3% im Plus. Also wir sehen im Tech-Sektor weiterhin Musik. Jetzt hat sich heute Morgen Wells Fargo geäußert zum Sommer. Und Wells Fargo bleibt entschieden bullish. Man rechnet mit einer sehr starken Sommerrallye, bevor wir im Umfeld der Midterm-Elections dann im September mehr Volatilität sehen werden. Die Volatilität, die wir jetzt unlängst hatten, sei unter anderem durch die Neugewichtung, das Rebalancing stattgefunden oder verursacht worden zum Quartalsende. Das jetzt quasi durch ist. Rebalancing, also in anderen Worten, da werden dann Aktiengewichtungen, die aufgrund von Kursgewinnen zu stark gestiegen sind, wieder reduziert oder die Aktien, die zu stark gesunken sind, werden liquidiert, weil man das nicht im Kundenportfolio zeigen möchte. Das sorgt für mehr Volatilität. Man betont auch, dass jetzt die Positionierungen insgesamt wieder weniger aggressiv geworden sind. Spannend auch die Aussage, dass jetzt für das zweite Quartal, die Berichtssaison beginnt ja Mitte Juli, dass hier diese Rückerstattungen der Zölle, die die Trump-Administration Unternehmen abgejagt hat. Und das Supreme Court hatte ja dann gegen diese Zölle entschieden, gegen die reziproken Zölle. Und die mussten in Teilen zurückerstattet werden. Und man geht davon aus, dass das zweite Quartal davon stark profitiert hat. 36 Milliarden Dollar an Steuerrückerstattungen dürften den Ertrag pro Aktie im zweiten Quartal für den S&P. Um drei Prozent anfachen. Allein durch die Rückerstattung dieser Zölle. Wir haben das ansatzweise schon vereinzelt gesehen bei Einzelhandelsunternehmen, auch im Autosektor. Da werden dann Rückstellungen gebildet oder es wurden Zahlungen getätigt an den Staat. Und jetzt kommen diese Gelder also zurück im zweiten Quartal und dürften insgesamt das Ertragswachstum im zweiten Quartal für den S&P um immerhin drei Prozent steigern. Das ist ordentlich und gekoppelt mit 50 Basispunkte Ausweitung der Margen, also Rückenwind hier für die Berichtssaison, die anfängt und die Bereiche, die laut Wells Fargo am meisten profitieren sollten, ist der Bereich Verbrauchswaren, also Einzelhandel, Modeartikel, alles in diesem Umfeld und gleichzeitig auch Industrieunternehmen, die werden auch hier mit zu den Profiteuren gehören durch die Rückerstattungen der Zölle. So, das ist ein Faktor. Der zweite Faktor laut Wells Fargo, wir haben ja dieses neue Trump-Sparkonto für Neugeborene oder für Kinder sozusagen, indem der Staat einen gewissen Geldbetrag schenkt, ich glaube es waren 1000 Dollar oder 2000 Dollar, nagelt mich darauf jetzt nicht fest, irgendwas in der Spanne, ich habe jetzt gerade hier nicht vorliegen. Das dürfte letztendlich auch im laufenden Quartal für etwa 20 Milliarden Dollar. An Aktienkäufen verantwortlich sein und weitere im dritten Quartal dann auch, nochmals etwa 20 Milliarden im dritten Quartal. By the Dip im AI-Infrastrukturbereich bleibt intakt, vermutet jedenfalls Wells Fargo. Last but not least spielen auch die saisonalen Trends eine gewisse Rolle, wobei, wenn man sich die Statistiken anschaut, dann sieht man, dass, seit 1929, naja, also 14 Mal ging es aufwärts, 10 Mal ging es abwärts, so nach dem Motto, zumindest mal in den letzten Jahrzehnten. Über Statistiken kann man streiten, aber saisonal betrachtet ist der Juli laut Wells Fargo ausgesprochen stark. Vor allen Dingen die erste Monatshälfte ist besonders stark. Es ist die beste erste Monatshälfte eines Börsenmonats seit 1929. Also kein anderer der elf Monate im Jahr schneidet in der ersten Hälfte so gut ab wie der Juli. Da bleibt man also auch bullisch und im Schnitt ging es im S&P 500 auch eher bergauf. Vor allen Dingen also die Saisonalität im Juli spricht dafür, dass es weiter bergauf geht. So, das ist nicht der einzige Grund heute auch mit für die Kursgewinne. Wir haben einige vorteilhafte Wirtschafts- und Inflationsdaten bekommen. Die regionalen Inflationsdaten in Deutschland lagen unter den Erwartungen auch in Frankreich. In Frankreich fielen die Inflationsdaten etwas schwächer aus. Gleichzeitig hat sich Christine Lagarde im Zuge der Sintra-Konferenz zu Wort gemeldet. Sie lehnt zwar leicht in den Bereich der Hawks, also in Richtung Zinsanhebungen, wobei der Druck auf die EZB zunimmt. Und das lesen wir heute Morgen auch bei Reuters. Der Druck und die Notwendigkeit, die Zinsen weiter anzuheben, sei aufgrund des überraschend starken Rücklaufes der Öl- und Energiepreise. Der Druck habe also nachgelassen. Und die Notwendigkeit einer weiteren Zinsanhebung sinkt also. Und ihr kennt meine Meinung, dass die Zinsanhebung, Ganz ehrlich, ich habe ohnehin nicht verstanden, warum die EZB einmal die Zinsen angehoben hat. Zinsanhebungen regulieren keine Angebotsengpässe und genau darum ging es letztendlich gesehen im Iran-Krieg, der nun an den Ölmärkten massive Engpässe verursacht hat. Aber wir haben seit Tagen so viele Berichte, dass vermehrt Öl auf die Märkte kommt. Stichwort Irak, möglicher Austritt aus der OPEC+. Die Emirate sind bereits ausgetreten. In der Iran, die Sanktionen werden hier zunehmend aufgehoben, kann man also freier verkaufen. Wir lesen heute, dass China jetzt auch bestimmte Exportrestriktionen für Treibstoffe, ganz bestimmte Treibstoffe aufgehoben hat, weil ausreichend. Angebot auf dem heimischen chinesischen Markt besteht. Also alles Zeichen, dass Öl entweder auf den aktuellen Niveaus wohl verharren wird, die deutlich zurückgelaufen sind oder eventuell sogar noch weiter sinken. Also die Wirtschaftsdaten spielen mit, die Inflationsdaten spielen mit. Wir hatten letzte Nacht aus China den Einkaufsmanagerindex für den Juni in der Industrie. Der war ein bisschen besser als erwartet und im Dienstleistungsbereich auch ein Touch besser als erwartet. Wir haben hier, wie gesagt, in Europa Inflationsdaten in Frankreich und Deutschland unter den Erwartungen. Wir haben in Japan und ich meine, die Japaner stehen hier nach wie vor wirklich mit dem Rücken an der Wand. Und einerseits liest man, dass die japanische Zentralbank immer mehr politischen Druck bekommt, das Tempo an Zinsanhebungen bzw. Das Tempo, die Geldpolitik restriktiver zu gestalten. Da geht es also nicht nur um Zinsen, sondern letztendlich gesehen auch um Anleihekäufe. Der politische Druck nimmt hier zu, nicht zu stark auf die Bremse zu treten. Gleichzeitig aber, wenn die japanische Zentralbank eben nicht stärker auf die Bremse tritt und bremst bei der Geldpolitik, droht der japanische Yen immer schwächer zu werden. Und wir haben jetzt ein 40-Jahres-Tief beim Yen gegenüber dem US-Dollar. Und bei Reuters lesen wir gleichzeitig, dass Japans Rhetorik in Sachen Währungsintervention immer noch sehr scharf bleibt. Aber wir alle kennen das. Wie oft und seit wann ist Japan scharf in der Rhetorik in Sachen Währungsinterventionen und dann kommt entweder gar nichts. Das heißt, die Glaubwürdigkeit der Bank of Japan ist hier stückweit verspielt. Und wir haben dieses Dilemma, dass also wenn jetzt die Zinsen steigen würden, könnte der Yen gestützt werden. Aber wenn man jetzt wieder von Zinsanhebungen wegrückt und eventuell die Geldpolitik bei dem Ausmaß der Verschuldung wieder lockert oder nicht weiter bremst, dann würde das auch den Yen weiter untergraben. Also Japan bleibt an der Stelle wirklich ein absolutes Dilemma und das Problem ist natürlich, dass bei einem so schwachen Yen die Energie muss importiert werden in Japan. Gott sei Dank ist der Ölpreis so stark gesunken, das kann das Stück weit mit ausgleichen, aber mit dem Yen auf einem 40 Jahre tief werden Rohstoffe für Japan natürlich insgesamt auch deutlich teurer. So, ansonsten haben wir das in der wieder mal ein typisches Buha zwischen Donald Trump und dem Supreme Court. Das oberste Gericht in den USA hat also entschieden, dass die US-Notenbankerin, die auch im stimmberechtigten Ausschuss der Federal Reserve sitzt, Lisa Cook, darf nicht gefeuert werden, zumindest jetzt noch nicht gefeuert werden von Donald Trump. Das spielt so ein bisschen Kevin Walsh mit in die Karten, weil dadurch die Unabhängigkeit der Zentralbank stärker gewährt ist. Und gleichzeitig aber scheint sich Donald Trump einen feuchten Kehricht, um die Entscheidung des Supreme Courts zu kümmern. Der schreibt nämlich gestern Abend schon, er plant weiterhin Lisa Cook zu feuern und zu entlassen, trotz der Entscheidung des obersten Gerichtshofes. Also ja, aber what else is new? Ich meine, was soll ich noch dazu sagen? Kommen wir lieber zu den Dingen, die wirklich entscheidend sind. Die Unternehmensmeldungen, die Ergebnisse, die Analystenkommentare. Wir haben heute Morgen einen sehr starken Gewinner an der Wall Street, einen Drohnenhersteller Aerovironment. Die Aktie kann etwa 30 Prozent zulegen, der Ertrag pro Aktie und das EBITDA-Ergebnis liegen beide solide über den Erwartungen des Marktes. Der Umsatz lag bei fast 642 Millionen Dollar und die Wall Street rechnet mit 556 Millionen Dollar. Die Buchungslage ist extrem stark. Die Bruttomargen wurden sehr stark ausgeweitet, da geht es also auch deutlich bergauf und. Die moderat enttäuschenden EBITDA-Guidants, die Aussichten für das Fiskaljahr 2027, EBITDA-Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen oder wie Charlie Munger immer sagte, die Bullshit-Zahl. Das EBITDA wird also bei der Guidance leicht unter den Erwartungen des Marktes liegen. Aber die Aktie schert sich nicht. Ein sehr, sehr starker Kursprung heute Morgen. Ansonsten merkt man, wie bereits gestern auch schon, die Handelsvolumen sind dünn. Wir haben am Freitag geschlossen. Wir haben am Donnerstag nur einen halben Handelstag bei Anleihen. Es gibt noch einige Highlights heute und morgen. Die werde ich noch mal ansprechen gleich. Aber die Unternehmensmeldung, die Lage ist hier relativ dünn. Wir haben von der Nachrichtenagentur Nikkei einen ganz interessanten Bericht, der, ja eigentlich in das reinfüttert, was wir vereinzelt bei den Smartphone-Herstellern seit Tagen lesen. Nämlich die Tatsache, dass wohl insgesamt die Stückzahlverkäufe anfangen abzukühlen. Nikkei berichtet also, dass chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi, Oppo und Vivo haben die Ziele für die Stückzahlauslieferungen gesenkt. Und zwar aufgrund von zwei Faktoren. Einmal die Kosten der Komponenten und zum anderen Lieferengpässe, Angebotsengpässe, also zur Herstellung dieser Smartphones. Samsung und Apple haben beide bereits gewarnt, dass sie die Stückzahlerwartungen auch senken könnten, sollte sich das Umfeld bei den Angebotsengpässen nicht verbessern. Das war die Sorge bei Apple schon in der vergangenen Woche. Da geht es nicht nur um Preisanhebungen, verursacht durch die explodierenden Memory-Kosten, sondern letztendlich gesehen, naja, warum explodieren die Kosten? Weil es Angebotsengpässe gibt und das kann eben auch dazu führen, dass a, die Nachfrage abkühlt, weil die Preise stark angehoben wurden und b. Weil schlichtweg nicht genügend Angebot vorhanden ist, um ausreichend Smartphones zu produzieren. Die Werte wurden also in den letzten Tagen gelegentlich in die Mangel genommen und die Story von Nikkei unter Betont noch einmal, dass diese Entwicklung also tatsächlich stattzufinden scheint. Supermicro war gestern Nachmittag unter Abgabedruck, weil die Büros in Taiwan von den staatlichen Behörden untersucht wurden, geradet wurden, wie man so schön sagt. So Ding Dong, hier ist die Polizei, ich will bitte mal alle Unterlagen sehen. Und es gibt hier regulatorische Bedenken und Vorwürfe, dass Supermicro Nvidia Chips nach China geschmuggelt hat. Mein Gott, ich meine, look, wer mit Hunden schläft, kriegt Flöhr. Und Supermicro. Seit wie vielen Quartalen, um nicht zu sagen seit wie vielen Jahren, gibt es immer wieder vereinzelt Untersuchungen, Vorwürfe von Bilanzmanipulationen. Wir haben im Prinzip das ganze Kader durch, dass wir im Prinzip so in Sachen Corporate Governance ankreiden könnten. Super Micro steht da immer wieder in den Schlagzeilen und war gestern Abend mit auf der Verliererseite. Eine Meldung finde ich ganz interessant zu Uber. Und zwar hat Uber die Zusammenarbeit mit Googles Waymo in Phoenix, Arizona beendet. Die Zusammenarbeit wurde 2023 gestartet. Das ist ein Multijahresdeal gewesen, bei dem der Ridesharing-Riese, also Uber, in der App quasi die Robotaxis von Uber. Waymo mit integriert. Und jetzt wird man sich also von diesem einen Markt, Phoenix, verabschieden. Die Frage bleibt, ob die Zusammenarbeit insgesamt damit ausläuft. Das ist noch nicht ganz klar, auch nicht nach der Presseerklärung. Und während das Top-Management von Uber erklärt, dass es wahrscheinlich noch einige Jahre dauern wird, mindestens einige Jahre dauern wird, bis man Robotaxis wirklich skalieren wird bei Uber, betreibt Waymo bereits in zehn amerikanischen Städten über 3000 Fahrzeuge. Also das könnte so ein bisschen die Sorge anfachen, dass Uber hier eventuell. Hinterherhinkt und der Abstand zunimmt. Es sei denn, es wird irgendein anderer umfangreicher Deal in diesem Ridesharing-Bereich gemeldet. Vielleicht mit Tesla, aber die Lücke entsteht jetzt zunächst einmal und es kann sein, dass die Bedenken um Uber. Zunehmen werden, dass man alleinstehend quasi ohne Robotaxis, wenn Waymo und Tesla weiter ausrollen, hier Marktanteile verlieren könnten. Wir haben im Pharma-Bereich zwei Verlierer heute, Merck, nicht die Deutsche, sondern die Amerikanische und Abwi, auch unter Abgabedruck Reuters, berichtet, dass das US-Repräsentantenhaus, ein Ausschuss dort, eine Untersuchung gegen die beiden Pharmakonzerne eingeleitet hat. Und zwar geht es um die Frage, ob man an klinischen Testphasen in China teilgenommen hat, die die militärischen Fähigkeiten Chinas anfachen könnten. Die Werte also könnten hier unter Abgabedruck stehen. So, bei den Analystenkommentaren heute sehr, sehr dünn. Es grüßt Independence Day, Applied Materials, der Chip-Maschinenbauer bei Soskehanna. Ein kanadisches Investmenthaus, hier werden die Kursziele massiv angehoben, von 575 auf 900 Dollar. Nochmal, ich finde so große Anhebungen von Kurszielen bei Aktien, die bereits sehr stark gelaufen sind, zeigen vor allen Dingen auch, wie weit die Analysten hier vereinzelt hinterherrennen. Suske Henner hebt jetzt auch die Schätzungen für 2026, 2027 und 2028 an. Naja, was finde ich ja auch kaum überraschend ist, Chip-Maschinenbau. Wenn Samsung und SK Hynix eine riesige Ausweitung der DRAM-Produktion melden. Intel soll irgendwann dann mal Chips für Apple herstellen. Also überall werden Produktionen ausgeweitet und dazu braucht man nun mal Chip-Maschinenlärm. Research übrigens wird heute auch von Suska Herner empfohlen. Das fundamentale Umfeld hier scheint also sehr gut zu sein. Ansonsten haben wir Booking Holding und Herz noch mit im Fokus. Bei Booking Holdings geht Wells Fargo davon aus, dass im Zuge der Quartalszahlen die Aussichten für das Fiskaljahr 2026 gesenkt werden, allen voran wegen des Konflikts im Nahen Osten. Frage wird dann sein, ob zu guter Letzt die Aktie noch negativ reagiert, denn wenn sich die Lage dort beruhigt, ist das ja eigentlich ein temporäres Ereignis. Denn Wells Fargo betont dementsprechend auch gleichzeitig, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie auf historischen Tiefs angelangt ist. Wohlgemerkt wird die Aktie trotzdem nur mit Halten eingestuft. Der Autovermieter Herz bei Morgan Stanley wird das Kursziel jetzt auf nur noch 3,50 Dollar gesenkt von 5 Dollar. Die Aktie wird auch hier nur mit Halten eingestuft. Man geht davon aus, dass das adjustierte EBITDA-Ergebnis in diesem Jahr um 40 Prozent sinken wird, beziehungsweise, senkt Morgan Stanley die Schätzungen um 40 Prozent und die Schätzungen für das EBITDA-Ergebnis 2027 wird auch um 17 Prozent gesenkt. Warum? Wegen zunehmender Abschreibungen. Das soll sich hier also negativ bemerkbar machen. So, jetzt will ich noch einmal kurz auf die weiteren Handelstage blicken. Besonders viel wird nicht los sein, zumindest mal bei den Ergebnissen der Unternehmen. Wir haben heute Abend und das wird besonders spannend, die Zahlen von Constellation Brands und von Nike. Nike, well, hatten wir die ganze letzte Woche an fast jedem einzelnen Handelstag negative Analystenkommentare. Die Messlatte hängt sehr tief ab. Man sorgt sich um das Geschäft in China. Der Turnaround soll länger anhalten als erwartet. Man muss Geduld mitbringen. Es sei ein Jahr der Restrukturierung. War das nicht schon im letzten Jahr ein Jahr der Restrukturierung? Und das trotz der WM. Kein Rückenwind für Nike. Also die Messlatte hängt so niedrig. Das ist der einzige Faktor, den Nike eventuell in die Karten spielt. Vielleicht haben wir noch Rückerstattungen aus der Zollthematik. Ich bin sehr gespannt, wie die Aktie heute Abend reagieren wird. Ansonsten soll heute ein Treffen in Doha stattfinden zwischen den USA und dem Iran. Auch darauf wird die Wall Street achten. Wir haben noch einige Wirtschaftsdaten der JOLZ, der um 16 Uhr gemeldet wird, also die Anzahl der offenen unbesetzten Stellen im Mai und um die gleiche Zeit wird dann auch das Verbrauchervertrauen des Conference Boards für den Juni gemeldet. So, kurz noch ein Blick auf morgen und übermorgen. Da wird es vor allen Dingen bei Wirtschaftsdaten spannend. Wir haben am Mittwoch den ISM der Industrie für die USA für den Juni. Darauf wird die Wall Street achten. Wir haben außerdem die Rede von Kevin Warsh, also keine Rede, sondern er ist auf einem Panel bei der Sintra-Konferenz, der Chef der amerikanischen Notenbank. Darauf wird die Wall Street auch achten. Und wir haben am Donnerstag, dann letzter Handelstag vor dem langen Wochenende, die US-Arbeitsmarktdaten. Und im Juni sollen 113.000 Jobs geschaffen worden sein. Im Mai waren es 172.000 Jobs. Die Frage wird sein, ob die Messlatte wieder übertroffen wird, wie bereits im Mai. Da hing die Messlatte ja auch viel zu niedrig. Und zu guter Letzt waren die Zahlen dann besser als erwartet. Die Berichtssaison für Corporate America beginnt dann Mitte Juli. Das wird das große Highlight sein und hier wird man sich vor allen Dingen auf die Hyperscaler fokussieren. Ja, es braucht eigentlich nur einen Hyperscaler, der vielleicht die CapEx-Investitionen entweder stabil hält oder einen Tacken reduziert oder signalisiert, Zenit der CapEx-Investitionen könnte da sein. Das müsste dann eigentlich bei den Aktien der Hyperscalern, die ja sehr stark zurückgeblieben sind, ein Feuerwerk auslösen. Die Frage wird dann nur sein, wie zu guter Letzt die AI-Infrastrukturwerte reagieren werden. Wells Fargo sagt, buy the dip, da bleibt man also sehr bullisch. Aber das wird, glaube ich, mit Abstand das spannendste Thema sein bei der Berichtssaison, die jetzt auf uns zukommt. So, also jetzt sage ich mal, euch einen schönen Handelstag und ich grüße vom Fernseh-Ledersessel, der hier hinter mir steht, Opa Koch aus dem schönen Rehoboth in Delaware. Rehoboth Beach ist wirklich sehr, sehr schön. Ich bin schon gespannt, ob mir Biden hier über den Weg eiert, denn der hat sein Haus hier, wir sind gestern mal dran vorbeigefahren, weil das quasi direkt auf dem Weg zum Strand hier ist. War das da, wo er vom Rad gefallen ist, weiß ich gar nicht mehr. Auf jeden Fall wünsche ich euch jetzt einen guten Handelstag. Und wir sehen uns morgen wieder. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.