Heute ist Mittwoch, der 1. Juli. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Wir sehen vorbörslich schwache Futures, Gewinnmitnahmen also am ersten Handelstag im Juli. Allerdings war das zweite Quartal wirklich fantastisch für den S&P und den Nasdaq das beste Quartal seit sechs Jahren. Und der Dow Jones blickt jetzt auf das beste erste Halbjahr seit mindestens vier Jahren. Die Aktien von Meta tendieren vorhandelsstaatfreundlich. Man will ins Cloud-Business einsteigen und Access Computing Power quasi an Dritte verkaufen. Die Aktien von Coreweave stehen dementsprechend auf der Verliererseite. Ansonsten hatten wir Quartalszahlen bei Nike. Hier liegt der Haken vor allen Dingen bei den Aussichten und abgesehen davon wird sich der Turnaround noch eine ganze Weile hinziehen. Die Aktie unter Droh. Constellation Brands, großer Alkoholkonzern, hier sehen wir eine freundliche Tendenz. Der Ertrag lag über den Schätzungen und die Aussichten werden angehoben. Ansonsten ist die Nachrichtenlage relativ dünn. Wir achten heute auf die Rede, auf das Panel von Kevin Warsh bei der Sintra-Konferenz der EZB in den Euro-Ländern. Das könnte die Anleihenmärkte noch mitbewegen. Und nochmal, das finde ich besonders spannend im aktuellen Umfeld. Obwohl der Ölpreis so stark gesunken ist, sind die Renditen der langlaufenden 10-jährigen Startanleihen sehr, sehr klebrig heute Morgen bei 4,5%. So, kaufen wir gleich mal ein in die Märkte. Wir sehen vorbörslich am ersten Handelstag im Juli also leichte Gewinnmitnahmen im Nasdaq wie auch im S&P 500 zu Beginn des dritten Quartals. Also zunächst eine leicht schwächere Tendenz insgesamt, aber das erste Halbjahr phänomenal für den Dow Jones. Das beste erste Halbjahr in fünf Jahren für den S&P und den Nasdaq. Das beste zweite Quartal in sechs Jahren mit einer unfassbar starken Performance. Der Nasdaq war rund 20 Prozent auf der Gewinnerseite. Wir haben jetzt heute Morgen doch noch einige Nachrichten, die Kurse bewegen. Wer vorbörslich Meta im Auge hatte, im Blick hatte, der sieht einen Kurssprung von etwa sechs bis acht Prozent vor Handelsstart. Und zwar wird berichtet, dass Meta plant, ins Cloud-Geschäft einzusteigen. Man will überschüssige AI-Computing-Power letztendlich verkaufen oder anbieten. Also der Einstieg von Meta im Cloud-Bereich. Spannend wird jetzt auch die Reaktion sein der anderen großen Cloud-Player, also Microsoft und letztendlich auch eine Amazon. Mal schauen, wie die Aktien in diesem Segment reagieren werden. Der Wettbewerbsdruck scheint jetzt durch Meta hier ein Stück weit zuzunehmen. Und ich möchte mit Kommentaren von Goldman Sachs mal anfangen zum Thema der Hyperscaler. Ich hatte gestern schon erwähnt, dass die Aktien der Hyperscaler im Juni kombiniert etwa 2 bis 2,3 Billionen Dollar an Börsenwert eingebüßt haben. Goldman Sachs betont, dass der AI-Sektor insgesamt jetzt mittlerweile 51 Prozent der Marktkapitalisierung des S&P 500 ausmacht. Die anderen Sektoren 49 Prozent. Das ist natürlich ausgesprochen hoch. Die AI-Infrastrukturwerte sind dementsprechend auch sehr, sehr stark gelaufen. Aber Goldman Sachs wirft jetzt vor allem einen Blick auch auf die Hyperscaler, die also im Juni so stark verloren haben. Und Goldman betont, dass wenn diese Unternehmen im Zuge der Quartalssaison zeigen können, dass die hohen AI-CapEx-Investitionen an Umsatzwachstum gekoppelt sind und auch Umsatzwachstum generieren, dass diese 17%, Korrektur bei den sieben Hyperscalern eine Buy-the-Dip-Gelegenheit ist, dass Anleger also hier im Prinzip zugreifen sollten. Wie gesagt, Voraussetzung ist, dass die Hyperskiller demonstrieren können, dass die CapEx-Investitionen an Umsatzwachstum gekoppelt sind. Und man weist darauf hin, dass die Bewertungen der Magnificent Seven mittlerweile auf Niveaus angekommen sind im Umfeld des Liberation Day Tiefs, also der Tiefspunkt des Aktienmarktes nach Bekanntgabe der Reziprokenzölle im Rose Garden. Das macht die Situation natürlich spannend. Wir haben einerseits die massive Rallye bei den AI-Infrastrukturwerten auf Kosten derjenigen, die die Schecks schreiben. Darüber hatten wir gestern schon ausführlich gesprochen. Das aber könnte eine Gelegenheit sein, bei den Hyperscalern zu günstigeren Niveaus wieder einzusteigen. Finde ich eine ganz interessante Story von Goldman Sachs. Ansonsten ist die Nachrichtenlage relativ dünn. Wir haben die Quartalszahlen von Nike bekommen gestern Abend. Wie gesagt, die Erwartungshaltung für Nike war ohnehin schon kaum. Es gibt kaum noch Optimisten bei Nike. Und der Earnings Call hat gestern Abend nochmals gezeigt, dass die Turnaround-Story lange, lange dauern wird. Ich werde das Thema gleich nochmal vertiefen. Nike ist heute Morgen mit auf der Verliererseite und der Getränke- und Alkoholkonzern Constellation Brands. Hier sehen wir bei der Aktie letztendlich Kursgewinne im Vorfeld des Openings, auch nach Quartalszahlen, die gestern Abend gemeldet wurden. Auf der Makroebene hatten wir heute Morgen die Daten von ADP, der Lohnabwickler, signalisiert, dass die Privatwirtschaft im Juni 98.000 Jobs geschaffen hat. Das ist ein bisschen schwächer als erwartet. Wir lagen bei etwa 110.000 Stellen. Insgesamt geht man davon aus, dass morgen früh vor dem Opening der Wall Street der Arbeitsmarktbericht zeigen wird, dass im Juni knapp 115.000 Jobs geschaffen wurden. Das sind die offiziellen Schätzungen. Im Mai waren es 172.000 und nur noch mal zur Erinnerung, die Mai-Arbeitsmarktdaten sind letztendlich viel stärker ausgefallen, als die Wall Street erwartet hatte. Wir haben heute im Tagesverlauf auch noch die Absatzzahlen von Tesla, also wie viele Fahrzeuge wurden ausgeliefert im zweiten Quartal. Die Schätzungen sind hier in den letzten ein, zwei Wochen leicht reduziert worden. Im Schnitt geht die Wall Street davon aus, dass man rund 400.000 Fahrzeuge ausliefern konnte. Die Aktie wird also heute auch im Tagesverlauf mit im Fokus stehen. Entschuldigung, ich muss korrigieren, Tesla wird nicht heute im Fokus stehen. Die Absatzzahlen von Tesla, die Auslieferungen werden am Donnerstag gemeldet. Das nochmal hier zu einer leichten Korrektur. Also nicht heute, sondern am Donnerstag. Ansonsten Justamente genau um 15 Uhr, also jetzt. Beginnt das Panel bei der EZB-Sintra-Konferenz mit Kevin Walsh, dem Chef der amerikanischen Notenbank. Diskussionsrunde also bei dem Äquivalent der Jackson Hole-Tagung Europas oder. Der Euro-Länder, die Sintra-Konferenz kann man im Prinzip als das Pendant zu Jackson Hole vergleichen. Und hier wird die Wall Street eben auch sehr gut hinhören, was sagt Kevin Walsh zur weiteren Gestaltung der Zinspolitik und vor allen Dingen auch, was die Aussichten betrifft. Heute um 16 Uhr eurer Zeit haben wir dann auch noch die ISM-Daten, der Einkaufsmanagerindex zur Industrie in den USA im Juni. Man geht davon aus, dass der Indikator leicht abgekühlt ist von 54 auf 53,8. Das bedeutet aber, alles über 50 ist expandierendes Wachstum. Der Sektor, der natürlich sehr zyklisch ist, dürfte unterm Strich also auf dem Pfad der Erholung bleiben. So, bevor ich jetzt nochmal in den Markt eintauche, wir haben jetzt die Veröffentlichung, die Finanzoffenlegung von Donald Trump. Das ist Tradition, dass einmal im Jahr die Präsidenten und auch der Vizepräsident, ihre Finanzen offenlegen. Und der Umfang der Offenlegung sagt im Prinzip schon alles. Die Offenlegung von Donald Trump umfasst 927 Seiten. Neun, also fast tausend Seiten. Die Finanzoffenlegung von Vizepräsident J.D. Vance umfasst 17 Seiten. Also ein himmelweiter Unterschied. Und vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass historisch betrachtet die Präsidenten in den Vereinigten Staaten ihre Vermögen in sogenannte Blind Trusts legen, also keinen Einfluss mehr darauf haben, was mit ihren Vermögen passiert und, auch keine Einsichten haben, was genau gehalten wird. Ein Blind Trust, der Name sagt alles und man versucht vor allen Dingen, dass man weniger konfliktträchtige Anlagen hat. Denn als Präsident eines Landes, als Präsident der Vereinigten Staaten, kann man darauf natürlich letztendlich gesehen auch Einfluss nehmen. Jetzt wird hier wahrscheinlich niemand erstaunt sein, wie komplex die Geschäfts- und Investmentsstrukturen von Donald Trump sind. Und naja, dass Trump sich nicht wirklich schert um irgendwelche potenziellen Interessenkonflikte, auch das dürfte niemanden hier wirklich überraschen. Man sieht also besonders auffällig die sehr hohen Kryptoeinnahmen. Über 500 Millionen Dollar im letzten Jahr durch Tokenverkäufe von World Liberty Financial. World Liberty Financial wird kontrolliert von der Familie von Donald Trump. Trump hat auch 635 Millionen Dollar gekauft. In Royalties erhalten aus Lizenzdeals um den Celebration Coin, also das Stichwort Meme Coins. Er hat außerdem auch ordentlich verdient an der Trump Watch, also die Trump-Uhr, wobei das natürlich minimal ist im Vergleich zu den Kryptoeinnahmen. Und man sieht vor allen Dingen auch, dass Donald Trump. Sehr hohe Positionen in bestimmten Aktien hält, Unter anderem in Apple, in Palantir, in Macy's, in Microsoft, in NVIDIA und in Broadcom. Nun, für einen Präsidenten, der die AI-Regulierung natürlich mitbestimmt und gleichzeitig auch Handelspolitik macht, Zölle erhebt oder sie auch wieder absagt, dann als Staat Beteiligungen zunehmend sucht. In Intel ist der Staat ja bereits beteiligt und es gab unendlich Gerüchte. OpenAI überlegt, Anteile an den Staat zu verschenken. Und Donald Trump mittendrin und er verdient ordentlich mit. Also nochmal, das ist keine große Überraschung. Wir alle wissen das, dass er es da nicht so eng sieht in Sachen Interessenskonflikte. Und im vergangenen Jahr also hat er, da gehen die Schätzungen sehr weit auseinander, zwischen ein bis zwei Milliarden Dollar durch seine Aktivitäten verdient. Natürlich auch mit den traditionellen Immobiliengeschäften, also Mar-a-Lago zum Beispiel, die Immobilienlizenzen, die internationalen, die Golfclubs, auch das hat natürlich maßgeblich zu seinen hohen Gewinnen beigetragen. So, jetzt kommen wir zurück, aber zu dem, was uns an der Wall Street wirklich interessiert. Mit EDP haben wir schon diskutiert. Wir haben neben den Wirtschaftsdaten heute Morgen früh noch die Arbeitsmarktdaten für den Juni, die um 14.30 Uhr eurer Zeit gemeldet werden. Ansonsten, das Thema Iran spielt eine mittlerweile ja sehr stark untergeordnete Rolle bei uns an der Wall Street, zumal die Ölpreise bereits deutlich gesunken sind. Wir lesen heute Morgen im Wall Street Journal, dass Donald Trump überlegt hat, erneut den Krieg gegen den Iran aufzunehmen, also erneut Angriffe umzusetzen. Wie dem auch sei, würde er sich aktuell eher für den diplomatischen Weg entscheiden. Und gleichzeitig berichtet die New York Times, dass der Iran und der Oman mit ihren Plänen quasi eine Art Mautgebühr zu verlangen in der Straße von Hormuz voranschreiten. Der Iran will da anscheinend nicht lockerlassen. Die USA wollen das nicht. Wir lesen, dass der Iran jetzt mittlerweile in den letzten zwei Wochen seit Aufhebung der US-Blockade der Straße von Hormuz über 40 Millionen Barrel Öl verkauft hat und, jetzt die Öltanker dementsprechend auch wieder fließen, im wahrsten Sinne des Wortes. Und trotzdem liest man auch hier wieder, dass man jetzt zwar die nächsten 60 Tage seit Aufhebung der US-Blockade, erst mal keine Mautgebühr verlangen wird, aber dass man letztendlich gesehen an dem Gedanken festhält, dass die Administration der Straße von Hormuz durch den Iran geregelt werden soll. Und das wird sicherlich noch ein großer Verhandlungspunkt sein bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. Ja, führende US-Politiker betonen, dass die Gespräche in Doha, die gestern stattgefunden haben, mit Whitcoff und Kushner erfolgreich gewesen seien, positiv gewesen seien. Man muss allerdings gleichzeitig betonen. Dass direkte Staatsvertreter des Iran gar nicht vertreten waren, sondern man hat quasi über Mittelsmänner mit dem Iran verhandelt. Also das hört sich manchmal aus dem Munde der USA etwas optimistischer an als letztendlich die Realität. Aber für die Börse ist zu guter Letzt nur eins entscheidend. Bonotiert der Ölpreis und Öl ist in den letzten Wochen erheblich zurückgelaufen. Brand ebenfalls bei 71 Dollar heute Morgen und das nimmt dem Inflationsdruck ordentlich Wind aus den Segeln. Ich finde es übrigens nach wie vor beachtlich, dass die Renditen der langlaufenden 10-jährigen US-Staatsanleihen nicht wirklich so stark zurückgelaufen sind wie die Ölpreise. Wir liegen immer noch bei etwa 4,43 Prozent heute Morgen. Wir sehen also, dass die Renditen ziemlich klebrig sind. Ich will ganz kurz mal hier nachschauen, wo die Renditen tatsächlich heute Morgen notieren, damit ich das hier richtig habe. Da sind wir genau 4,5 Prozent. Die Renditen im zehnjährigen Bereich ziehen sogar an. Und zwischen 4,5 und 4,6 Prozent könnte dann auch der Gegenwind hier an der Wall Street zunehmen. So und Justamente haben wir auch eine Warnung von der Notenbank von Cleveland, also eine der zwölf regionalen Notenbanken, der Präsident dort betont, dass der AI-Boom und die, Angebotsengpässe und explodierenden Preise Inflation anfachen könnten und dementsprechend seien Zinsanhebungen eventuell durchaus notwendig. Und wir haben einen so großen Berg an auslaufenden US-Staatsanleihen, die auch refinanziert werden müssen, Es ist alles andere als sicher, ob die Renditen der Staatsanleihen am langen Ende wirklich merklich zurücklaufen werden. Darauf werden viele sicherlich achten, zumal der Ölpreis stark gesunken ist. So, jetzt kommen wir zu den Ergebnissen. Ich hatte gestern schon gesagt, wow, das einzige Gute bei Nike ist, dass man so gar nichts mehr vom Management erwartet. Und wenn man sich jetzt die Zahlen anschaut, muss man sehr genau hinschauen. Denn auf den ersten Blick sieht das alles ja recht gut aus. Der Ertrag pro Aktie, wuchtige 72 Cent. Erwartet wurden letztendlich nur 12 Cent pro Aktie, also ein Megabit. Ich hatte gestern aber schon erwähnt, dass eventuell die Freigabe von Zöllen. Den Ertrag pro Aktie aufhübschen werden und genau so kommt es. Von den 72 Cent pro Aktie kommen 52 Cent aus der Rückerstattung und dem Freisetzen des Kapitals, das man für Zölle reserviert hat. Wenn man das jetzt also rausrechnet, dann liegen wir immer noch bei 20 Cent pro Aktie. Das ist jetzt nicht schlecht, immer noch ein bisschen besser als erwartet. Aber das liegt eben auch daran, dass die Steuersätze niedriger waren, als die Wall Street erwartet hatte. Und ist ein sogenannter Low Quality Earnings Beat. Man will jetzt nicht sehen, dass ein Unternehmen aufgrund gemanagter Steuersätze die Schätzungen schlagen kann. Gleichzeitig sieht man, dass die Kostenkontrolle greift. Das ist in der Tat positiv. Die Bruttomargen. Lagen deutlich über Vorjahresniveau, aber Vorsicht, auch hier unter anderem wegen der Rückerstattung einbehaltener Zölle. Also, wie gesagt, der Teufel liegt im Detail bei Nike. Die Messlatte hing sehr niedrig. Das sehen wir vor allen Dingen daran, dass die Umsätze in den meisten Regionen die reduzierten Schätzungen schlagen können. Aber besonders rosig ist das trotzdem nicht, vor allen Dingen nicht unter dem Aspekt, dass die Aussagen im Earnings Call ziemlich zurückhaltend waren. Man betont, dass seit Mitte April die Verkaufsdynamik nochmals nachgelassen hat. Also man hat eine zunehmende Verschlechterung des Makro-Umfelds gesehen und das Management geht jetzt davon aus, dass sich das Umfeld für Nike frühestens in sechs Monaten bessern wird. Also das ist ein Turnaround, der noch eine ganze Zeit dauern wird. Und gleichzeitig sehen wir, dass die Erwartungen für das Fiskaljahr 2027 stückweit auf der Umsatzseite auch gesenkt wurden. Das sagen auch einige Analysten, dass das letztendlich gesehen einer der Belastungsfaktoren ist. Schauen wir uns gleich mal die Analystenkommentare an. Die Bank of America senkt jetzt das Kursziel auf 47 Dollar. Wir sind bei 40 oder 39 Dollar. Also da liegt man immer noch über dem aktuellen Niveau. bleibt bei neutral betont, dass die reduzierten Umsatzaussichten letztendlich eine Überraschung gewesen seien. Wie dem auch sei, dank Einsparungen und besserer Margen will man trotzdem beim Ertrag pro Aktie. Eine schwarze Null erreichen, also plus minus Null Wachstum und das ist insofern dann wieder halbwegs okay. Und bei Guggenheim wird auch das Kursziel gesenkt, das liegt bei sehr wuchtigen 60 Dollar. Vielen Dank. 50 Prozent über dem aktuellen Niveau. Da bleibt man bei einer Kaufempfehlung. In anderen Worten, Guggenheim liegt hier daneben und man betont, die Margen waren besser als erwartet. Die Umsätze in den meisten Regionen waren auch besser als befürchtet. In anderen Worten, die Messlatte hinkt hier ausgesprochen wie niedrig. Aber nochmal, es ist eine Wait-and-See-Story bei Nike und viele Anleger werden hier in erster Linie abwarten. So Constellation Brands ist ein Plus. Wir haben hier ein Ergebnis über den Erwartungen des Marktes. Der Umsatz lag auch über den Schätzungen des Marktes. Hier gibt es nur einen Haken. Wenn also das erste Quartal des laufenden Jahres, besser ist als erwartet, 3,43 statt 3,18 Dollar pro Aktie, warum werden dann die Ertragsaussichten für das gesamte Jahr dann nur bestätigt? Also man sieht, das Management ist da sehr konservativ und hängt die Messlatte eher noch ein bisschen niedriger, denn. Das Jahr besteht nun mal aus vier Quartalen und wenn das erste Quartal besser ausfiel, dann müsste man ja eigentlich die Aussichten für das Gesamtjahr anheben. Aber wie dem auch sei, die Aktie ist trotzdem auf der Gewinnerseite. Im Softwarebereich haben wir heute Morgen Kursgewinne. Eine ServiceNow profitiert, eine Microsoft Implus Progress Software. Ist jetzt nicht unbedingt ein Riesensoftwarekonzern, aber wir hatten hier gute Zahlen. Der Ertrag pro Aktie lag über den Schätzungen. Das Umsatzwachstum lag auch über den Schätzungen, die Margen ebenfalls. Und die Ertragsaussichten werden nach oben angehoben. Die wiederkehrenden Umsätze, da ist das Wachstum relativ mau. Muss man sagen, also mal abwarten, wie die Aktie dann über den Tagesverlauf hinweg reagieren wird. Ich möchte mal mit einem Tech-Wert heute bei den Unternehmensmeldungen beginnen. Die Aktien von Strategy, die sehr, sehr stark in den letzten Handelstagen und eigentlich in den letzten Wochen einhergehend mit dem Abtauchen des Bitcoin und der Kryptowährungen nach unten gezogen wurde. Und wir haben heute eine Story im Anleger-Magazin Barron's. Das Unternehmen finanziert jetzt Aktienrückkäufe durch den Verkauf von Bitcoin. Well, wenn Strategy also anfängt, die Bitcoin-Bestände zu verkaufen, als größter Firmeninhaber von Bitcoin ist das psychologisch betrachtet natürlich für diesen Sektor nicht besonders aufbauend und eher ein Belastungsfaktor. Wir haben heute Morgen Analystenkommentare von Canacourse, großes kanadisches Investmenthaus. Das Kursziel hier wird auf 130 Dollar gesenkt. Man bleibt bei einer Kaufempfehlung. In anderen Worten, der Analyst hat es auch nicht kommen sehen und war viel zu optimistisch eingestellt. Bisher lag das Kursziel sogar bei 163 Dollar. Und er listet mal auf, welche Belastungsfaktoren wir bei Strategy haben. Nummer eins natürlich Bitcoin, der Niedergang der Kryptowährungen. Der zweite Faktor, man nutzt Cashreserven, um eine 1,5 Milliarden Dollar Wandelanleihe, die 2029 ausläuft, zurückzukaufen. Es gibt zunehmend auch Diskussionen darüber, wie Strategy die Dividende auf. Vorzüge bezahlen will und dann eben obendrauf jetzt auch noch die Meldung, dass man Aktienrückkäufe finanzieren will durch den Verkauf von Bitcoin. Also das ist kein Kreislauf, der wirklich gesund ist. Umso erstaunlicher, dass Canaccord trotzdem an der Kaufempfehlung festhält und man sagt, mittelfristig sei das Unternehmen nach wie vor gut aufgestellt. Und soll hier profitieren. Naja, wie gesagt, der Analyst lag bisher daneben und die Aktien von Strategy werden hier nach wie vor mit, ja, sollte man wahrscheinlich eher noch mit Vorsicht genießen, solange wir keine Bodenbildung sehen im Bereich der Kryptowährungen. Wir hatten gestern Abgabedruck bei Circle und bei Coinbase, nachdem Visa, Mastercard und Stripe, der Zahlungsdienst, eine Kooperation gemeldet haben, eine Partnerschaft für einen neuen Stablecoin. Der Stablecoin wird OpenUSD heißen, also OpenUSD und abgesehen davon leitet Coinbase natürlich auch unter den schwachen Kryptowährungen. Aber der Konkurrenzkampf für Coinbase nimmt an der Stelle also zu und Visa, Mastercard und Stripe sind natürlich insgesamt wirklich massive Schwergewicht. Ich will ganz kurz nochmal Meta ansprechen. Wie gesagt, man baut das Cloud-Business aus, um Access Computing Power zu nutzen. Die Aktien von CoreWeave sind insbesondere heute dementsprechend schwach. Seit Bekanntgabe der Meldung geht es bei dem Wert heute abwärts. Wir haben in den letzten Tagen oft über die traditionellen Telekom-Werte gesprochen. Wie viel Gegenwind die bekommen durch diese anhaltenden Spekulationen, dass SpaceX in den Smartphone-Mobilfunkmarkt einsteigen will, also Mobilfunkservice anzubieten für. Mobilfunknutzer hier in den Vereinigten Staaten für Verbraucher. Und die Aktien von AT&T haben jetzt seit dem Hoch in diesem Jahr fast 50 Prozent an Kurswert eingebüßt. Also T-Mobile, Verizon und AT&T hatten es in den letzten Wochen sehr, sehr schwer und gehören mit zu den größeren Verlierern. Das will ich nur noch mal hier am Rande erwähnt haben, dass auch hier das Thema Disruption zunehmend lauter wird. Vor allem auch nachdem Rocket Lab Iridium übernimmt, Iridium Communications, die auch im Satellitenkommunikationsbereich unterwegs sind. Also der traditionelle Telekom-Markt steht hier anscheinend auch vor einem ziemlich starken Wandel. So, Micron hat sich bei CNBC gemeldet und betont also, dass das aktuelle Preisumfeld im Memory-Bereich, dass da letztendlich gesehen die großen Hyperscaler und die Tech-Industrie selber dran schuld sei. Man habe jahrelang Micron in die Ecke getrieben, was Pricing betrifft, weil eben der DRAM-Markt und der NAND-Markt doch als zyklisch gelten. Und dementsprechend konnte Micron nicht wirklich umfangreich investieren in den Ausbau von DRAM. In anderen Worten, man hat sich das Grab selbst geschaufelt und jetzt müsse man eben mit den höheren Preisen leben. Microsoft wird in dem Zusammenhang heute wohl auch mit in den Schlagzeilen stehen. Business Insider berichtet, dass der Software-Gigant plant, zweieinhalb Prozent der Arbeitskräfte abzubauen, um Kosten besser zu kontrollieren. Also einige tausend Stellen bei Microsoft könnten hier in Kürze gestrichen werden. Qualcomm steht in Japan in den Schlagzeilen bei der Nachrichtenagentur Nikkei. Und zwar plant man, weitere Marktanteile im AI-Data-Center-Markt auszuweiten durch eine neue Architektur. Ist eigentlich keine neue Meldung. Wir haben darüber in den letzten Tagen oft schon berichtet. So, Anthropic, die hat sich anscheinend geeinigt mit Washington. Das berichtet die New York Times. Jetzt werden also alle Restriktionen für Fable und Mythos-Modelle aufgehoben. Und abgesehen davon hat man jetzt gestern einen neuen Service gelauncht, Claude Science, also Claude Wissenschaft sozusagen. Das ist das erste Modell von Anthropic, das darauf ausgelegt ist, Wissenschaftlern und der Pharmaindustrie insgesamt zu helfen, neue Medikamente zu entwickeln und zu finden. Also ganz spannendes Thema. AI wird für die Pharmaindustrie mittel- bis langfristig eine sehr starke Rolle spielen. Bloom Energy steht auch mit im Fokus. Man hat eine neue Kooperation gemeldet mit Brookfield. Man hat die Kooperation viel mehr ausgeweitet von 5 Milliarden Dollar Volumen auf jetzt 25 Milliarden Dollar Volumen. Es geht hier vor allen Dingen um den Ausbau von Stromnetzen und AI-Infrastruktur, im Bereich der Stromversorgung. So, und damit bin ich dann eigentlich auch schon im Wesentlichen durch. Lasst mich vielleicht diesen einen Wert noch ansprechen. Paramount und Warner Brothers Discovery. Großbritannien hat gestern bekannt gegeben, dass man bei diesem Merger eventuell planen zu intervenieren im Interesse der Öffentlichkeit und Bloomberg berichtet. Dass man gegenüber Brüssel einige Eingeständnisse gemacht hat, um die Genehmigung der Euro-Länder zu bekommen für diesen gigantischen Merger im Bereich der Medien. Getty Images verliert natürlich auch ordentlich an Boden durch das Thema AI. Der Merger mit Schotterstock ist jedenfalls abgesagt und Getty gibt bekannt, dass man jetzt Finanzberater angeheuert hat, um strategische Finanzierungsalternativen zu finden. Ja, wir haben wie gesagt Feiertag am Freitag und bei Analysten ist es dementsprechend ruhig. Wir haben sehr, sehr wenige Analystenkommentare über Strategy, haben wir schon gesprochen. Wir haben Constellation Brands bei der Bank of America, hier wird das Kursziel angehoben nach den Zahlen auf 1150 Dollar, da bleibt man bei der Kaufempfehlung. Und wir haben American Airlines auch bei der Bank of America. Hier steigt das Kursziel auf 19 Dollar. Die Aktie wird allerdings nur mit neutral eingestuft. American Air ist sehr gut gelaufen in den letzten Wochen, wie viele andere Fluggesellschaften auch. Die Bank of America betont, dass das Nachfrageumfeld der Trend ist nach wie vor sehr robust. Und wir sehen signifikant niedrigere Treibstoffkosten, seitdem die Blockade in der Straße von Hormuz aufgenommen wurde. Und man spricht also von einem konstruktiven Setup in die Quartalszahlen für das zweite Quartal hineingehend und nicht nur für American Air, sondern letztendlich gesehen auch für den gesamten Sektor. So guys, das war es dann mal für mich. Herzlich willkommen nochmal aus der Küche. Und Wohnzimmer bei unserem Ferienhaus hier in Rehoboth, Delaware. Wirklich eine tolle Ecke, muss ich sagen. Meine Frau und ich essen gerne gut. Gute Küche und schöner Wein. Das gehört einfach mit zum schönen Leben. Und ja, da hat hier die Region doch einiges zu bieten. Morgen werde ich dann zurückfahren nach New York. Wir haben ja am Freitag Feiertag. Die Börse ist geschlossen. Jawohl, der 4. July ist erst am Samstag. Aber im Vorfeld wird die Wall Street hier schon die Tore schließen. Der Anleihenmarkt wird morgen bereits um 20 Uhr eurer Zeit den Handel beenden. So, in dem Sinne wünsche ich euch einen guten Handelstag. Wir sehen uns morgen wieder. Wie gesagt, die Closing Bell fällt während meines Urlaubs aus, weil ich für die Familie da sein will. Nächste Woche dann ab Montag der ganz normale Start wieder aus dem Studio in New Jersey. Die Opening und die Closing Bell. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.