Heute ist Donnerstag, der 2. Juli. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, manchmal ist schlecht für die Börse ganz gut. Der amerikanische Arbeitsmarkt im Juni enttäuscht. Es wurden weniger Jobs geschaffen als erwartet und die Daten vom Vormonat wurden nach unten revidiert. Das ist für die Wall Street durchaus zunächst auch bullisch, weil die amerikanische Notenbank jetzt einen Grund mehr hat, die Zinsen nicht anzuheben. Sondern vielleicht sogar die Zinsen zu senken. Zumal der Ölpreis weiter sinkt. WTI heute Morgen bei 67 Dollar. Ein deutlicher Rücklauf. Die Renditen der US-Staatsanleihen sinken entsprechend und stützen den amerikanischen Aktienmarkt. Ansonsten haben wir erneut Meta in den Schlagzeilen. Sehr gemischte Reaktionen auf die Spekulation, dass man in den Cloud-Bereich einsteigen will. JP Morgan stuft die Aktie nur mit neutral ein. Denen wäre es lieber, wenn Meta die eigenen Kapazitäten mit guten AI-Produkten auslastet. Das ist also die Schattenseite dieser Entscheidung. Apple ist auch in den Schlagzeilen. Hier überlegt man anscheinend, die für den chinesischen Markt bestimmten iPhones mit chinesischen Memory-Chips zu bestücken. Da sieht man also, dass letztendlich Alternativen gesucht werden, unter anderem zu Micron. So, schönen guten Morgen von der Wall Street. Wir haben die, Arbeitsmarktdaten für den Juni und schwächer ist in diesem Fall besser für die Wall Street, denn wir haben ja nun einen so starken Rücklauf der Ölpreise gesehen. WTI heute Morgen bei 67, Dollar. Und trotzdem sind die Renditen der Staatsanleihen vergleichsweise klebrig. Die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen waren gestern in der Spitze noch bei über 4,52 Prozent. Und heute Morgen nach den Arbeitsmarktdaten sehen wir einen leichten Rücklauf, 4,47 Prozent. Es wurden im Juni nur 57.000 Jobs geschaffen. Erwartet wurden 113.000 und die Daten vom Mai wurden von 172.000 Jobs auf 129.000 Jobs nach unten revidiert. Jetzt haben wir also eine Situation, in der der Kapitalmarkt bisher noch eine Zinsanhebung eingepreist hat im zweiten Halbjahr. Wir haben parallel deutlich gesunkene Ölpreise und jetzt einen Arbeitsmarktbericht, der an Dynamik verliert. Und damit spielt eigentlich alles in die Karten von Kevin Warsh, dem neuen Chef der amerikanischen Notenbank. Denn diese Kombination aus rückläufige Energiepreise bei parallel einem Arbeitsmarkt, der leicht an Dynamik zu verlieren scheint, Gibt ihm die Möglichkeit, im zweiten Halbjahr gegen Jahresende die Zinsen dann doch nochmal zu senken. Und nochmal, der Kapitalmarkt hat vor den Arbeitsmarktdaten noch eine Zinsanhebung für dieses Jahr eingepreist. Insofern ist die Reaktion der Wall Street auf den Arbeitsmarktbericht nicht wirklich überraschend. Die Futures sind nach den Arbeitsmarktdaten gestiegen. Über Nacht hatten wir ansonsten erneut Gegenwind im Tech-Sektor und hier bei den Überfliegern in Europa. ESML unter Druck, Infineon unter Abgabedruck, der südkoreanische COSPI, der Light Index dort, der ja im Wesentlichen durch die AI-Werte und Halbleiterwerte getrieben wurde. Auch schwächer, ein Minus von 8% über Nacht mit Samsung Electronics, 8% runter, SG Hynix, 12% runter. Taiwan belastet durch Taiwan, Semiconductor auch hier ein leichtes Minus und in Japan haben wir Kursverluste gesehen. Unter anderem bei den Aktien von Kyoxia, bei Tokyo Electron, Softbank konnte freundlich schließen und in Hongkong mit Lenovo unter Abgabedruck. Also wir haben in Asien bereits Abgabedruck gesehen im Halbleiterbereich. Das hat sich also fortgesetzt nach den Verkäufen, die wir gestern an der Wall Street in dem Sektor gesehen haben. Und es gibt ein, zwei Storys, die die Schlagzeilen dominieren heute. Einmal das Thema Neo-Cloud von Meta. Der Bericht, der gestern Vormittag kurz vor der Opening Bell bei Bloomberg lanciert wurde und andeutet, dass sich also Meta auf den Einstieg im Cloud-Bereich vorbereitet. Man will quasi überschüssige Computing-Power an Drittkunden verkaufen. Das ist ein sehr zweischneidiges Schwert. Das sehen wir heute Morgen übrigens auch an den Analysten-Kommentaren und werde ich gleich nochmal ein bisschen vertiefen. Also Meta steht erneut in den Schlagzeilen. Wir haben Meldungen, dass Apple plant oder überlegte. DRAM-Speicherkapazitäten und Memory einzukaufen von Samsung und SK Hynix, Entschuldigung, von chinesischen Chip-Anbietern, für den heimischen Markt dort. Also diese Chips von CXMT, chinesischer Memory Gigant, würden dann in den iPhones eingebaut werden, die nur auf dem chinesischen Markt verkauft werden. Das zeigt aber auch, wie viel Druck auf die Hardware-Konzerne da ist und dass eben diese explosiven Margen beim Micron eventuell nicht dauerhaft sein könnten. Auch dazu gleich noch ein paar Meldungen im Detail. Also vielleicht noch am Rande erwähnt, wie eigentlich in diesem Tag in dieser Woche. Morgen ist Feiertag, die Wall Street wird geschlossen sein und am Montag geht es dann letztendlich gesehen weiter. Und heute im Tagesverlauf wird Tesla noch die Auslieferungen für das zweite Quartal melden. Man rechnet hier mit etwa 400.000 Auslieferungen. Wir haben ja Autodaten aus China bekommen und unter anderem auch von BYD. Und die Auslieferungen hier waren über den Erwartungen des Marktes. Also mal schauen, ob Tesla hier eventuell positiv überraschen könnte. An der Börse wird nicht die Vergangenheit, nicht das Jetzt und Heute, an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Was im echten Leben passiert, ob die Wirtschaft gerade läuft oder eben nicht, das finden Börsianer meistens schneller heraus als diejenigen, die mit Börse nichts am Hut haben. Vollkommen richtig, es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. Nur könnte es eben auch ein Zug sein. Und genau deshalb bin ich Börsianer aus Leidenschaft. Ich lasse mich ungern überraschen und bin lieber bestens informiert. Seit fast drei Jahrzehnten begleitet mich das Handelsblatt an der Wall Street. Es ist kein Zufall, dass mein Podcast vom Handelsblatt gefeatured wird. Für diejenigen, die noch kein Handelsblatt-Abo haben und den vollen Zugriff auf alle Inhalte genießen möchten, habe ich heute unter handelsblatt.com-mehr-aktien ein Vorzugsangebot. Damit könnt ihr das digitale Handelsblatt vier Wochen lang für nur einen Euro testen. Als Abonnent bekommt ihr außerdem den wöchentlichen Geldanlage-Newsletter mit klaren Empfehlungen und Finanztipps. Den Link zum Probemonat findet ihr in den Shownotes. Werbung Ende. So ganz kurz nochmal ein Blick auf das Makro, auf die Makrolage. Wir haben gestern die Panel-Diskussion gehabt mit Kevin Warsh auf der Sintra-Konferenz der EZB. Und im Wesentlichen waren die Kommentare jetzt nicht unbedingt bahnbrechend neu. Er hat vor allen Dingen signalisiert, dass in der kommenden Woche sein Komitee bekannt gegeben wird. also die Task Force, die letztendlich gesehen auch für die Neuausrichtung der US-Notenbank mitverantwortlich sein soll. Mit dabei soll unter anderem Mervyn King sein. Das ist der ehemalige Chef der englischen Zentralbank, der dann unter anderem auch mit für die Kommunikation der US-Notenbank verantwortlich sein soll. Also wie diese Kommunikation letztendlich gesehen genau aussehen wird. Da wird sich einiges ändern. Wie gesagt, der Dotplot, die zukünftige Zinsentwicklung, ob der noch gemeldet wird. Wie kommuniziert man das also nach außen? Das wird also ein Thema für nächste Woche sein. Ansonsten geopolitisch gesehen haben wir eher zur Zeit Russland im Fokus als den Iran. Russland hat Kiew sehr schwer angegriffen mit massiven Raketenangriffen und Drohnenangriffen Mittwochnacht auf den Donnerstagmorgen, so das Wall Street Journal. Wir hatten in den letzten Tagen immer wieder Spekulationen, dass Russland eventuell sogar vorhaben könnte, den Krieg auf andere Regionen auszuweiten. Also sehr viel Spekulation. Und wir sehen eben, dass Russland zunehmend mit dem Rücken an der Wand steht, was Treibstoff betrifft. Die Ukraine hat sehr effizient die Treibstofflieferungen und die Produktion von Benzin in Russland lahmgelegt. Und um diese Engpässe, die jetzt entstanden sind, wettzumachen, muss Russland Benzin aus Indien einkaufen. Und dabei ist die Finanzleibe Russlands ja ohnehin schon sehr stark angeschlagen durch den Krieg. So und kurz noch ein Blick in den Nahen Osten. Saudi-Arabien baut die Ölförderung weiter aus, jetzt wo der Verkehr in der Straße von Hormuz wieder etwas flüssiger läuft. Und wir haben jetzt schon erste Berichte bei Reuters, dass das zu einem Überangebot von Öl in Asien führen könnte. Das ist das angenehmere Problem, muss man sagen. Und ich habe heute jetzt einen Halbjahresausblick mit Dr. Jens Erhardt. Das machen wir in jedem Jahr und man darf hier glaube ich einen Faktor nicht unterschätzen. Der sehr stark einbrechende Ölpreis ist natürlich auch sehr förderlich für das Wirtschaftswachstum, und gleichzeitig werden viele Unternehmen von dem stark rückläufigen Ölpreis eher profitieren. Also die Margen gehen letztendlich gesehen hoch. Und man sollte nicht vergessen, dass in der Berichtssaison im ersten Quartal sehr viele Unternehmen keine Prognosen für das Gesamtjahr abgeben wollten in Anbetracht des Irankriegs. Aber jetzt mit dem, wenn auch fragilen Waffenstillstand mit dem Iran. Könnten wir in der Berichtssaison, die Mitte Juli beginnt, mehr Unternehmen sehen, die bereit sind, die Jahresprognosen anzuheben. Und insbesondere Europa müsste von dem sehr stark rückläufigen Ölpreis insgesamt profitieren. Es könnte also den europäischen Aktienmärkten mit in die Karten spielen und interessanterweise hat sich Morgan Stanley gerade diese Woche zum europäischen Aktienmarkt optimistisch geäußert. Kommen wir vom Makro-Thema mal weg zu den Einzelmeldungen und ich will hier mit Meta mal weitermachen. Wir hatten gestern, wie gesagt, vor dem Opening der Vaulted diese Meldung, dass Meta vorhat, überschüssige Kapazitäten, Computing-Kapazitäten quasi an Drittkunden zu verkaufen. Der Einstieg im Cloud-Bereich, damit würde man Amazon, Web Services, Azure von Microsoft und Google letztendlich Konkurrenz machen. Und wenn wir uns heute Morgen mal die Reaktion der Analysten anschauen, fallen die aus gutem Grund ziemlich uneinheitlich aus. JP Morgan betont, dass dieser Schritt, wenn man Cloud-Infrastruktur quasi an Drittkunden weiterverkauft. Jede 1 Gigawatt Kapazität würde für Meta rund 20 Milliarden Dollar annualisiert Umsatz generieren und einige Dollar an Ertrag pro Aktie. Das ist die Sonnenseite des ganzen Themas und deshalb war der Wert gestern auch 9% im Plus. Aber das Ganze hat natürlich auch eine ziemliche Schattenseite. Denn wenn Meta jetzt dazu übergeht, freie Kapazitäten quasi an Drittparteien zu verkaufen, ist das natürlich insgeheim auch das Eingeständnis, dass man möglicherweise viel zu viel investiert hat in den Ausbau der Kapazitäten und dass man zu guter Letzt keine oder unzureichend eigene AI-Produkte generiert hat, die wettbewerbsfähig sind und die letztendlich diese Kapazitäten selbst ausschöpfen würden. Und das ist die Schattenseite des Ganzes und auch das Fazit von JP Morgan. Lieber wäre uns gewesen, den Analysten mal zu zitieren, wenn das Unternehmen so leistungsstarke AI-Produkte hätte, dass man die Kapazitäten selbst ausschöpft. Wie es jetzt also bei den CapEx-Investitionen weitergehen wird, ist erstmal unklar und JP Morgan bleibt bei einer neutralen Einstufung. So, damit sind die relativ zurückhaltend. Wells Fargo ist da optimistischer. Hier wird das Kursziel angehoben auf 767 Dollar. Und man bleibt bei einer Kaufempfehlung und betont ebenfalls, dass zu guter Letzt das zweite Halbjahr ganz unabhängig von dieser Cloud-Thematik. Eine insgesamt verbesserte Geschäftsdynamik aufzeigen sollte. An der Stelle vielleicht auch nochmal betont, dass SpaceX's XAI anscheinend einen sehr ähnlichen Weg geht. Also die internen Erwartungen an die KI-Tools, also an GROC und an Cursor, scheinen insgesamt auch eher etwas niedriger aufgehängt zu sein und dafür verkauft man ebenfalls Kapazitäten an externe Kunden, wie zum Beispiel an Google und an Anthropic. Also wir sehen jetzt schon, dass von den großen Playern im AI-Universum, Anthropic, OpenAI, XAI bis hin zu Meta, dass man hier jetzt schon Alternativen sucht, zumindest bei denjenigen, deren AI-Produkte möglicherweise nicht wettbewerbsfähig sein werden mit einer Anthropic und einer OpenAI. Also verkauft man Kapazitäten anderweitig. Bin nur sehr gespannt, wie die Wall Street das unterm Strich spielen wird. Ob das dann tatsächlich Bullish aufgenommen wird oder eher negativ. So, ganz kurz noch zu SpaceX. Auch der Wert stand ja nun in den letzten Tagen viel in den Schlagzeilen, heute Morgen auch wieder. Hier geht es immer noch um diese Thematik, steigt SpaceX mit Starlink ein in das Mobilfunkgeschäft, also mit Handsets. Und wir hatten eine Story im Wall Street Journal, am Mittwochabend, gestern Abend also, dass Elon Musk, einigen Investoren vor dem Börsengang von SpaceX wohl ein Handset-ähnliches Gerät gezeigt hat, das mit Qualcomm-Chips betrieben wurde. Wow, Elon Musk hat nie lange gedauert, betont auf X, dass dieser Bericht absolut falsch sei. Das nur am Rande erwähnt. Das bringt diese Debatte auf, ob eventuell die Aktien der Telekom-Werte AT&T, Verizon und T-Mobile möglicherweise nicht zu stark abgestraft wurden. Wir haben Berichte in einem Online-Dienst, der Sources heißt, also Sources wie die Quelle. Und hier steht, dass SpaceX Personen im Umkreis von Elon Musk würden signalisieren, dass eventuell ein Zukauf eines US-Telekom-Konzerns von Musk, quasi diskutiert wird, um im Kommunikationsmarkt eine größere Rolle zu spielen. Hier wird möglicherweise T-Mobile mit erwähnt. Mal abgesehen davon, dass ich Sources nicht kenne, also keine Ahnung, wie tragkräftig die Quelle hier ist, aber mal aus Sicht der Deutschen Telekom-Konferenz. Und die T-Mobile ist eine ganz wichtige Cash-Coup gewesen die letzten Jahre für die Deutsche Telekom. Es gab ja Spekulationen, dass man T-Mobile mit der Deutschen Telekom quasi zusammenlegen könnte. Ich muss sagen aus US-Investorensicht, also wer hat Lust an der Deutschen Telekom beteiligt zu sein, darüber kann man jetzt streiten. Aber eventuell wäre das für die Deutsche Telekom sogar eine Möglichkeit, wenn das jetzt ein Aktien-Swap wäre, eine Beteiligung an SpaceX zu bekommen. Also das ist jetzt nur mal laut gedacht und alles sehr, sehr hypothetisch. Das würden die Spielregeln für die Deutsche Telekom erheblich ändern. Und natürlich würde man quasi eine stabile Cash-Coup wie T-Mobile in, eine wesentlich volatilere Beteiligung tauschen, die zudem auch noch eventuell sehr hoch bewertet ist, wenn man sich SpaceX mal anschaut. Das würde im Zweifel dann auch sehr viel Turbulenzen und Volatilität in die Deutsche Telekom reinholen. Also aber ich finde das Thema an sich wirklich mal spannend zu diskutieren, denn andererseits würde die Deutsche Telekom dadurch natürlich Zugang bekommen zu einem dominierenden Raumfahrtunternehmen, das sehr stark aufgestellt ist, langfristig betrachtet. Atmen wir das Thema mal ab. Wir haben ansonsten heute keine wirklich wichtigen Quartalszahlen. Greifen wir nochmal das Thema Apple auf. Die Nachrichtenagentur Nikkei in Japan berichtet also, dass Apple eine ganze Reihe von neuen iPhones plant, mit höheren Verkaufsvolumen, angedacht für ein Foldable Model, also für ein faltbares Modell. Und man versucht durch eine Ausweitung der Kooperation mit chinesischen Memory-Anbietern quasi mehr Angebot auf den Markt zu bringen in einem Umfeld, in dem Angebotsengpässe dominieren. So also die Nachrichtenagentur Nikkei. Und auch Bloomberg berichtet, dass Apple in Gesprächen ist mit China CXMT und mit YMT. Um deren DRAM-Memory und NAND-Memory zu nutzen für iPhones auf dem chinesischen Markt. Ganz interessant und nicht vergessen, dass das natürlich insgesamt auch Abstrahlungseffekte auf Micron zum Beispiel haben kann. So, die Financial Times, da haben wir wieder die Spekulationen über OpenAI, die mittlerweile seit gut zwei, drei Wochen im Markt sind. Die Financial Times schreibt jetzt ebenfalls, dass OpenAI wohl intern darüber diskutiert, eine 5% Beteiligung an die US-Regierung abzutreten, also an den Staat, um Kritik gegenüber OpenAI zu entkräften. Der Staat beteiligt an OpenAI. Wie werden da wohl ausländische, Staaten und Unternehmen, also wie werden darauf wohl andere Länder und ausländische Unternehmen reagieren, wenn jetzt Washington direkt investiert ist in einem so wichtigen AI-Unternehmen? Ist das wirklich zum Vorteil von OpenAI? Es ist auf jeden Fall ein Thema, das immer noch diskutiert wird. Und SoftBank versucht in der Zwischenzeit 10 Milliarden Dollar an Margenkredit aufzunehmen für die Beteiligung, die man an OpenAI hält. Und Reuters berichtet, dass man jetzt weitere Eingeständnisse gemacht hat, um letztendlich von den Banken diesen Kreditrahmen eingeräumt zu bekommen. Ja, Supermicro stand in den letzten Tagen ja in den Schlagzeilen, weil die Büros in Taiwan untersucht wurden von Staatsseite. Ding Dong, ja, können Sie mir bitte alle Akten überreichen. Und Supermicro betont also, es würde sich hier nicht um Supermicro selbst handeln, nicht das Unternehmen würde im Visier der Untersuchungen stehen, sondern individuelle Mitarbeiter. Hier versucht man also den Eindruck zu erwecken, dass Supermicro damit gar nichts zu tun habe, sondern eher die Machenschaften einzelner Mitarbeiter. All right. Tatsache ist aber, dass Supermicro in den letzten Jahren immer wieder in den Schlagzeilen stand, Und wegen. Der ein oder anderen Geschmäckle an Aktivitäten, die man hier gemacht hat. So, mein Gott, was in Deutsch heute. Ich sage es euch, der Urlaub, ich sitze hier in Hemd und Krawatte, unten habe ich die Badehose an, wie sie es gehört im Urlaub und bin jetzt vorbereitet auf meinen Talk mit Dr. Jens Erd. Wir beide kennen uns ja schon sehr, sehr lange, eigentlich schon seit Beginn meiner Karriere, bevor ich bei NTV an den Start gegangen bin. Toller Mann, alter Hase, steckt tief im Thema drin und ich freue mich auf die Diskussion mit ihm. So, bei SAP haben wir einen Bericht bei Bloomberg. Hier heißt es, dass man Personal abbauen wird und beziehungsweise, dass man Neueinstellungen, dass man hier auf die Bremse tritt und gleichzeitig auch bei den Reisekosten, weil man letztendlich gesehen Einsparungen umsetzen möchte, um stärker in AI-Produkte zu investieren. Das klingt so formuliert natürlich schon wieder ganz gut. Also wir müssen auf die Kostenbremse treten, aber weil AI einfach, da müssen wir rein investieren. Klingt besser, als wenn man sagen würde, ja, also wir müssen sehen, dass wir ein bisschen sparen, weil die Geschäftstrends und so, ja, also es kommt immer darauf an, wie das Ganze formuliert wird. Kurz noch ein Ausblick auf die kommende Woche. Wir haben morgen, wie gesagt, Feiertag an der Wall Street. Nächste Woche wird vergleichsweise ruhig. Wir haben nur einige Wirtschaftsdaten. Am Montag wird der ISM der Dienstleister gemeldet für den Juni. Das Sitzungsprotokoll der letzten Notenbanktagung wird am Mittwoch veröffentlicht. Und wir haben dann Chinas Inflationsdaten auch am Mittwoch. Ansonsten bei den Ergebnissen noch sehr ruhig. Die Berichtssaison beginnt erst Mitte Juli. Wir haben am Donnerstag die Quartalszahlen von Pepsi und am Freitag von Delta Airlines und das ist dann eigentlich auch ein schöner Ausklang. Wir haben nämlich die Fluggesellschaften auf den Empfehlungslisten heute, unter anderem bei Goldman Sachs. Hier werden die Kursziele für American Air auf 15 Dollar angehoben, für Delta Air auf 116 Dollar, immerhin von 80 Dollar, also eine deutliche Aufstufung und United Air, hier steigt das Kursziel auf 162 Dollar. Dann gibt es einen Unterschied. American Air wird trotz der gestiegenen Kursziele mit Verkaufen eingestuft. Bei Delta und United hingegen Kaufempfehlungen. Das Ganze basiert darauf, dass die Umsatztrends nach wie vor sehr stark sind, während gleichzeitig parallel die Treibstoffkosten deutlich sinken. Und jetzt kommt der Punkt, über den haben wir schon gesprochen, als der Iran-Krieg ausgebrochen ist. Ja, die Fluggesellschaften haben natürlich das ideale Umfeld gehabt, um Preise anzuheben, das zu begründen. Wow, unsere Treibstoffkosten sind erheblich gestiegen, wir müssen die Preise anheben. Und dann passiert eben das, was in einem solchen Umfeld fast immer passiert, wenn die Preise einmal angehoben sind und die Kunden das trotzdem schlucken, denn die Buchungslage ist ja nach wie vor ausgesprochen stark, dann spricht eigentlich sehr wenig dafür, die Preise für Flugtickets jetzt wieder zu senken. Und darauf kommt es jetzt an. Die Preisanhebungen im März werden die letztendlich beibehalten. Das wird jetzt wichtig sein in den nächsten Monaten über den Sommer hinweg. Und unterm Strich ist es wie bei Versicherungen. Ihr habt Katastrophenversicherungen. Dann kommt ein Sturm, der Schaden ist groß, die Versicherungen müssen latzen, das belastet die, aber ist natürlich auch wieder die perfekte Gelegenheit, um die Gebühren weiter anzuheben und dann hat man unterm Strich doch auf Dauer mehr verdient, als man durch eine Naturkatastrophe kurzfristig verloren hat. Such is life. So, jetzt sage ich an der Stelle mal Tschüss, auch für diese Woche. Ich fahre jetzt heute mit meiner Familie zurück nach Hause. Die Zeit hier war ausgesprochen schön in Delaware. Rehoboth Beach ist wirklich sehr empfehlenswert, vor allen Dingen auch, wenn man Kinder hat. Man kann so viel machen hier, die Erlebnisparks und Minigolf und Kokard fahren und die Strände sind herrlich, Restaurants sind super. Es ist auch sehr amerikanisch, also stückweit schon grenzwertig kitschig, auch das gehört mit dazu. Aber es war eine schöne Zeit und ich habe ein bisschen Energie getankt, jetzt geht es nächste Woche dann wieder nochmal weiter. Ich wünsche euch einen guten Handelstag, bis dann und macht's gut. Ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.