Heute ist Dienstag, der 14. Juni. Beachtlich, der Dow Jones war noch stärker im Minus, belastet durch einen 24% Kurseinbruch bei den Aktien von IBM. Aber der Index arbeitet sich ins Plus. Der Nasdaq auf der Gewinnerseite auch dank IBM, denn man betont, die Kunden hätten Kapazitätsinvestitionen verlagert, weg von Software und Dienstleistungen hin in den Hardware-Sektor, Das heißt, die Memory-Werte, die AI-Infrastrukturwerte sind im Plus und die Service-Werte und Software-Aktien unter Abgabedruck. Die Ergebnisse der meisten Banken beeindruckend. JP Morgan, Bank America, Citigroup, Wells Fargo, alle schlagen. Die Aktien tendieren aber sehr uneinheitlich. Goldman Sachs, der einzig wirklich größere Gewinner, auch hier sind die Zahlen deutlich besser. Die Inflationsdaten geben Entwarnung. Die Verbraucherpreise lagen unter den Schätzungen des Marktes. Dass die Renditen der Staatsanleihen laufen leicht zurück und das obwohl der Ölpreis in Anbetracht der Turbulenzen im Iran im Nahen Osten weiter anzieht. So, einen schönen guten Morgen aus dem Studio, heute mal im Hawaii-Hemd sozusagen. Wir haben viel Action, vorbörslich einen kleinen Schock von IBM. Die Aktie verliert vorbörslich über 20 Prozent und das wird die Story im Tech-Sektor heute maßgeblich mit dominieren. Der Umsatz, der Ertrag, beides wird die Erwartungen des Marktes verfehlen und, IBM mahnt, dass Kunden in den letzten Wochen Kapazitätsinvestitionen verschoben haben in Richtung, Server, Storage und Hardware, also zu Lasten von Software. Warum tun das die Kunden? Weil man versucht, im Hardware-Bereich schneller zuzugreifen, bevor die Preise in diesem Segment weiter durch die Decke gehen. Das sorgt dafür, dass wir heute Morgen auf breiter Front im Software-Sektor Abgabedruck sehen müssen. Salesforce, Microsoft, ServiceNow, Intuit, you name it, alles im Software-Bereich wird heute Gegenwind sehen, weil sich die Frage aufdrängt, ob das ein IBM-spezifisches Thema ist oder, ob dieser Trend auch über. IBM hinausgeht und Kunden insgesamt verschieben ihre Aufträge weg von Software und Dienstleistungen. Und stärker in den Hardware-Bereich. Wirft natürlich auch die Frage auf, wie viele Kunden aktuell im Memory- und Storage-Bereich und im Chip-Sektor, doppelt und dreifach bestellen, um überhaupt ein Angebot zu bekommen. Das ist dann die Schattenseite, aber wir werden heute, gestern postete jemand bei mir auf YouTube, ja, oh, heute Markt getragen durch Halbleiter, Oh, heute schwächer wegen Halbleiter. Oh, Comeback-Halbleiter. Oh, schwächer Halbleiter. Ja, es ist tatsächlich so, dass... Im Prinzip jede Headline zur Zeit durch diese zwei Sektoren und die Rotation, die wir dort sehen, mit getragen werden. So, gestern also wieder deutlich runter im Chip- und Memory-Bereich, heute wieder deutlich bergauf, nicht zuletzt auch wegen den Aussagen von IBM. So, also ansonsten, abseits von IBM, haben wir die sehr guten Zahlen der Banken. Interessanterweise aber trotzdem entweder maue oder eher negative Kursreaktionen. Dabei gab es an den Zahlen wirklich überhaupt nichts auszusetzen. Im Gegenteil, die Zahlen waren phänomenal stark. Einzig die Aktien von Goldman Sachs können hier profitieren mit einem Anstieg von über 2%. Und immerhin konnten die Aktien der Banken in den ersten Handelsminuten ihre Kursverluste zumindest mal reduzieren. Ich will das Thema gleich nochmal ein bisschen vertiefen, aber lasst mich zuerst einmal die Verbraucherpreise aufgreifen. Es kam oder es kommt, wie es kommen musste. Wir haben in den letzten Tagen oft darüber gesprochen, dass vieles dafür spricht, dass die Verbraucherpreise die Erwartungen verfehlen werden und geringer ausfallen, als die Wall Street schätzt. Und genau so ist es gekommen und zwar auf breiter Flur sozusagen. Die Kernrate exklusive Nahrungsmittel und Energie fiel im Vergleich zum Mai unverändert aus 0%. Erwartet wurde ein Anstieg von 0,2%. Im Vorjahresvergleich 2,6 Prozent, erwartet wurden 2,8 Prozent. Also die Kernrate, die die ausschlaggebende Rate ist, lag unter den Schätzungen. Die Gesamtrate bei minus 0,4 Prozent im Vergleich zum Mai. Hier spielt Energie natürlich eine tragende Komponente. Und auch im Vorjahresvergleich 3,5 Prozent, erwartet wurden 3,8 Prozent. Und wenn wir uns jetzt die Details der Inflation mal anschauen, dann wird jetzt niemand überrascht sein, dass der Juni vor allen Dingen von einem sehr starken Rücklauf der Energiepreise profitiert hat. Ein Minus von 5,7 Prozent im Vergleich zum Mai. Wir hatten... Im Mai im Vergleich zum April dann immer noch ein Anstieg von 3,9 Prozent. Also eine deutliche Kehrtwende bei den Energiepreisen, auch wenn wir jetzt heute Morgen weiter anziehen. WTI notiert bei etwa 80 Dollar aufgrund der Turbulenzen im Nahen Osten. Aber selbst 80 Dollar ist immer noch deutlich weniger als die 109 Dollar bei WTI, die wir im Mai noch gesehen haben. So, die Energiekomponente ist jetzt nicht so wahnsinnig überraschend. Und umso wichtiger sind die anderen Bereiche der Verbraucherpreise. Und auch hier, muss man sagen, sehen wir überwiegend Entwarnung. Die Nahrungsmittelpreise sind im Vergleich zum Mai um 0,2% gestiegen. Das ist die gleiche Steigerungsrate, die wir im Mai gesehen haben. Aber im April lagen wir noch bei 0,5%. Also der Nahrungsmittelbereich kühlt auch minimal ab. Wenn wir jetzt den Dienstleistungsbereich nehmen, 0 Wachstum im Juni und das ist wichtig, weil es gab Bedenken, dass die Inflation im Dienstleistungssegment anziehen würde. Wir hatten im Mai noch eine Steigerungsrate von 0,3 Prozent und im April eine Steigerungsrate von 0,5 Prozent. Also die Steigerungsdynamik im Dienstleistungsbereich kühlt ab und das gleiche sehen wir bei der Mietpreiskomponente, die auch sehr viel Gewicht in den Verbraucherpreisen ausmacht. Nur ein Anstieg von 0,1% im Juni, im Mai 0,3%, im April 0,6%, also. Das wird ordentlich Druck nehmen von der amerikanischen Notenbank. Wir sehen, dass die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen, die heute Morgen in der Spitze noch bei 4,63% lagen, die sind jetzt auf 4,57% zurückgefallen. Das ist jetzt kein dramatischer Rücklauf, aber zu guter Letzt. Also liegen wir zumindest mal unter den Tageshochs. Und dass die Renditen sinken, während der Ölpreis heute Morgen um fast 3,5% steigt auf knapp 81 Dollar. Das ist zumindest mal eine halbwegs erfreuliche Entwicklung. Ich komme zurück zum Aktienmarkt. Sehr gemischtes Bild. Der Dow Jones liegt deshalb 110 Punkte im Minus, weil IBM hier der größte Belastungsfaktor ist. Der S&P liegt leicht im Plus, der Nasdaq über 300 auf der Gewinnerseite. Wie gesagt, Memory, Storage, AI, Infrastruktur, auch SK Hynix über Nacht ein kleiner Bounce in Südkorea. Und das wird sich nach den Kommentaren von IBM vermutlich heute nochmal verstärken. Wir haben auch den Rechenschaftsbericht von Kevin Warsh heute vor dem Repräsentantenhaus, Morgen dann vor dem Senat. Wenn man sich jetzt den vorbereiteten Text mal anschaut, dann scheinen hier keine großen Überraschungen beinhaltet zu sein. So, und wir haben heute ein Treffen im Weißen Haus mit dem Premierminister des Irak, mit Donald Trump, übrigens historisch betrachtet so ab 80 Dollar bei WTI. Fängt Donald Trump für gewöhnlich an, so ein bisschen den Taco-Trade zu spielen. Trump always chickens out. Vielleicht also haben wir hier wieder ein paar beschwichtigende Worte im Tagesverlauf. Ich meine, sein Vorschlag gestern, die USA sollten eine Mautgebühr von 20 Prozent verlangen für einen sicheren Transfer in der Straße von Hormuz. Der Kommentar wird ehrlich gesagt bei uns an der Wall Street nicht ernst genommen. Das ist absolut Hanebüchen. Ein normales Tankschiff mit Öl transportiert Öl im Wert von etwa 170 Millionen Dollar. Das würde bedeuten, dass die USA jetzt also was 34 Millionen Dollar als Mautgebühr verlangen pro Tankschiff, das sicher durch die Straße von Normuz begleitet wird. Never ever wird das passieren. Abgesehen davon waren ja die USA, wo ich meine, da ist halt... Trump hat ja ewig betont, dass internationale Gewässer Mautgebühren seien gegen das Gesetz und so. Aber wenn Amerika das macht, dann spielt es anscheinend keine Rolle. Aber wie gesagt, die Wall Street nimmt es nicht ernst, glaubt ohnehin nicht, dass das letztendlich kommen wird. Abgesehen davon war das diplomatisch natürlich nicht besonders smart, weil der Außenminister des Iran dann gleich gesagt hat. Seht ihr, das war ja genau unser Argument. Also wir haben gesagt, glück, ich meine sicherer Transfer durch die Straße von Hormuz, dass ihr dafür zahlen müsst, eine Mautgebühr. Und jetzt akzeptieren das die USA, die sehen es ja genauso wie wir auch. Die wollen 20 Prozent, wir werden das natürlich fair gestalten, wenn wir das umsetzen. Also es ist diplomatisch ein wirkliches Desaster, was hier Donald Trump veranstaltet. Aber gut, so be it. Wir haben auf jeden Fall das Thema Iran auch noch mit am Rande, aber es dominieren jetzt vor allen Dingen mal die Quartalszahlen und ich will ganz kurz nochmal auf IBM eingehen. Der Umsatz wird 17,2 Milliarden Dollar erreichen im letzten Quartal. Das ist gerade mal ein Umsatzwachstum von einem Prozent und das verfehlt die Schätzungen der Wall Street um etwa 600 Millionen Dollar. Der Ertrag pro Aktie, 2,93 Dollar, verfielt die Schätzungen letztendlich gesehen um 9 Cent pro Aktie. Und nochmal, man betont unter anderem, Schuld daran sind Verschiebungen, wo CapEx-Investitionen hinfließen. Also kein gutes Omen für die Software- und Servicesparte. Und vor allen Dingen, wie gesagt, die große Frage, ist das jetzt nur bei IBM so oder ist das generell ein Trend? Und bevor diese Frage nicht beantwortet ist, bleibt diese Wolke der Ungewissheit jetzt, die ja ohnehin bei vielen Softwareaktien gegeben war, wird diese Wolke jetzt für den weiteren Verlauf der Quartalszahlen bleiben. Jetzt wird man auf jedes Hardware-Ergebnis schauen und auf jedes Ergebnis im Softwaresektor, so als um einen Geschmack dafür zu bekommen, was da jetzt letztendlich passiert bei den Verlagerungen. So, wir haben noch ein weiteres Unternehmen heute Morgen, das sich äußert zum Quartalsverlauf. Die Aktie ist auch 9 Prozent im Minus, HCA Healthcare. Die betreiben unter anderem Krankenhäuser. Die Aussichten für das Gesamtjahr werden hier letztendlich gesenkt. Der währt also unter Abgabedruck und das dürfte andere Unternehmen im Bereich der Krankenhäuser mit belasten. So, jetzt kommen wir mal zu den Banken und es ist fast so ein bisschen sinnlos, sich jedes einzelne Ergebnis hier anzuschauen. Man kann das Ganze sehr einfach zusammenfassen. Wir sehen Investment Banking Fees, die Einnahmen, die senkrecht durch die Decke gehen. Keine Überraschung hier, das war klar mit so vielen Börsengangen und Kapitalerhöhungen. JP Morgan sieht einen Sprung bei den Investmentbanking-Einnahmen um satte 30%. Die Bank of America sieht bei den Investmentbanking-Einnahmen einen Sprung von satten 50%. Wir haben dann noch Goldman Sachs, die wirklich den Vogel abgeschossen haben. Und das ist der einzige Wert, der wirklich hier profitieren kann. Die Investmentbanking-Gebühren bei Goldman Sachs, die Einnahmen hier um 55% gestiegen auf 3,4 Milliarden Dollar. Damit schlägt Goldman Sachs die Schätzungen um 600 Millionen Dollar. Und ich bleibe mal bei Goldman Sachs. Der Aktienhandel, die Umsätze hier sind um 70% nach oben gedonnert, 7,4 Milliarden Dollar und damit werden die Schätzungen um unfassbare 2,4 Milliarden Dollar geschlagen. Der Umsatz von Goldman Sachs insgesamt liegt fast 40%. Über Vorjahresniveau bei 20,3 Milliarden Dollar, damit werden die Schätzungen um 4 Milliarden Dollar geschlagen. Der Ertrag pro Aktie mit fast 21 Dollar auch erheblich über den Schätzungen, die nur bei 14,50 Dollar lagen. Also ich glaube, da darf sich jeder auf eine fette Bonuszahlung freuen, der dort arbeitet. Und das hängt die Messlatte für Morgan Stanley jetzt natürlich hoch, die im Wochenverlauf auch Zahlen melden werden. Aber Goldman ist hier mit Abstand der größte Profiteur von dem boomenden Aktienmarkt bzw. den Handelsvolumen dort. Und letztendlich gesehen auch von den Investmentbanking-Einnahmen. So und das sehen wir letztendlich gesehen bei fast allen Banken auch, bei JP Morgan und auch bei der Bank of America und bei der Citigroup sehen wir gleichzeitig nicht nur, dass die Einlagen der Kunden wachsen, wir sehen, und das ist immer wichtig für Banken, auch sehr starkes Wachstum im Bereich der Kreditvergabe. Das Kreditwachstum bei JP Morgan hat 10% erreicht im Vorjahresvergleich und die Einlagen, die Deposits sind, um 7% gestiegen. Das Kreditwachstum bei der Bank of America lag bei 8%. Bei der Citigroup wird ein Ertrag von über 3,15 Dollar verbucht, auch sehr stark über den Erwartungen des Marktes. Das Investmentbanking plus 44% Einnahmen, der Aktienhandel 45% Wachstum und wir sehen bei fast allen Banken, dass Parallel, die Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle unter den Erwartungen des Marktes liegen. Die Makro-Kommentare, und das hatte ich gestern in der Closing-Bell schon angesprochen, die Makro-Kommentare sind genauso, wie es die Wall Street erwartet hatte, überwiegend positiv, wie es eben so ist bei JP Morgan, positiv mit. Ja, aber, das kommt bei JP Morgan immer mit dazu. Die US-Wirtschaft demonstriert in diesem Jahr eine Widerstandsfähigkeit. Die Geschäfte der Firmenkunden, was Investments betrifft und Neueinstellungen, bleiben stark. Wie dem auch sei, sehen wir tektonische Verschiebungen, geopolitische Risiken, Krieg, Inflation, die immer noch sticky ist, und große Fiskaldefizite in der Wirtschaft global in vielen Ländern. Gleichzeitig erhöhte Vermögenspreise. Das ist bei JP Morgan immer so. Die Bank of America beschreibt es optimistischer. Hier heißt es, das Wirtschaftsumfeld sei nach wie vor gesund. Widerstandswedige Verbraucher und Unternehmen. Und die kurzfristige Pipeline der Bank bleibt stark. Und die Kreditvergabe im Bereich der Firmenkunden nimmt weiter zu. Ja, das hört man wirklich gerne bei der Citigroup auch ähnliche Kommentare. Einer der Gründe, weshalb diese Aktien entweder gar nicht reagieren oder sogar unter Abgabedruck stehen leicht, liegt daran, dass das eben niemanden wirklich überrascht. Viele gingen davon aus, dass die Zahlen insgesamt phänomenal ausfallen würden bei Wells Fargo. Lagen die Erwartungen auch über den Schätzungen des Marktes. Und man muss sagen, bei Wells Fargo, wie so oft bei der Bank, gab es beim Ertrag pro Aktie so ein paar, wie sagt man, kosmetische Schönheitsaufbesserungen, die man in Frage stellen kann. Also die Steuerzahlung war ein bisschen niedriger als erwartet. Einmalige Gewinne waren ein bisschen höher als erwartet. Aber unterm Strich sind trotzdem die Zahlen gut. Wir haben bei Wells Fargo weniger Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle, 914 Millionen statt 1,2 Milliarden erwartet. Die Kosten wurden gut kontrolliert. Wir haben Lohnwachstum, Kreditwachstum von 12 Prozent, also alles im grünen Bereich. So, die Banken also liefern allesamt. Jetzt kommen wir noch mal ganz kurz zum Makro-Thema, auch wenn das heute so ein bisschen untergeordnet ist. Brand ist weiter im Auftrieb, WTI auch. Die Lage im Nahen Osten bleibt ausgesprochen fragil. Und Donald Trump hat den Kongress darüber informiert, dass man sich jetzt erneut im Krieg mit dem Iran befindet. Und damit tickt die Uhr um weitere 60 Tage ab dem 7. Juli. Also der Kongress hat ja hier ein Wörtchen jetzt auch mitzureden. Was jetzt für die weitere Entwicklung bei Öl sehr wichtig sein wird, ist China. Während der ersten Kriegswelle hat China letztendlich die strategischen Lager nicht wirklich aufgestockt. Man hat hier die Füße stillgehalten und die strategischen Lager, die in China sehr hoch sind, hat man letztendlich gesehen teils reduziert. Wenn jetzt China dazu übergehen sollte, diese Lager trotz des erneut aufflammenden Konflikts im Nahen Osten trotzdem aufzustocken, könnte Brent weiter Auftrieb bekommen, das berichtet heute Morgen die New York Times. Ansonsten die Wirtschaftsdaten aus China heute sehr gut. Die Handelszahlen sehr stark, Exporte sind um 27 Prozent gestiegen, die Wall Street rechnete mit 19 Prozent, Importe sind um 36 Prozent gestiegen, die Wall Street rechnete mit 26 Prozent, spricht also dafür. Dass China hier mit an Dynamik gewinnt, wird natürlich wie so oft für Gegenwind sorgen, insbesondere bei der EU, denn irgendwo muss das Zeug ja hin exportiert werden und überwiegend die EU scheint hier die Zeche zu zahlen. Und wir sehen vor allen Dingen auch, dass die Autoexporte Chinas deutlich gestiegen sind. Allein im Juni wurden über eine Million Fahrzeuge exportiert. Und das dürfte die EU nicht unbedingt freuen, wenn man sich allerdings anschaut, wie die Autos aus sind und technisch ausgestattet sind, was sie kosten. Dann ist es kaum erstaunlich, dass China auf den Weltmärkten mit den Autos immer mehr Erfolg hat. So, ansonsten Donald Trump mit seinen Zöllen, die USA sind ja fleißig dabei, die eingesagten Zölle, die reziproken Zölle zurück zu erstatten, weil die nicht rechtens sind und, jetzt haben wir schon mal die erste Schadensbilanz für die US-Wirtschaft. Im Juni 2025 hatten wir noch einen Überschuss, einen Haushaltsüberschuss von 27 Milliarden, da wurde ja schon fleißig kassiert bei den Zöllen. Jetzt im Juni lag das Defizit bei 120 Milliarden Dollar, weil man eben die Schecks wieder raushauen muss. Ansonsten in Sachen AI sehen wir immer mehr Einfluss seitens des Weißen Hauses. Wir lesen erneut in der New York Times, dass der Staat darüber nachdenkt, Anteile zu nehmen an AI-Firmen. Und immer mehr Vertreter des Weißen Hauses sprechen darüber. Ich finde, das ist ein sehr zweischneidiges Schwert, weil ich meine, was bedeutet das für die internationale Platzierung dieser Konzerne, wenn man weiß, der Staat sitzt im Prinzip mit drin, hat damit natürlich auch Einblicke in diese AI-Unternehmen und abgesehen davon. Wenn jetzt also OpenAI mal 5% an den Staat abtreten sollte, dann entstehen daraus natürlich für den Staat einerseits große Chancen. Die Beteiligung an Intel hat sich für Uncle Sam ja sehr wohl ausgezahlt. Aber wenn jetzt ein Unternehmen wie OpenAI, das hochdefizitär ist, investiert bis zum Gehtnichtmehr, wenn OpenAI, aus irgendwelchen Gründen nicht liefern sollte, dann liegt natürlich das Problem teils auch beim Steuerzahler hier in den Vereinigten Staaten. Also ein sehr, sehr zweischneidiges Schwert. So, ansonsten sagt Massa Sun von Softbank erneut, wer die AI-Bubble als solches bezeichnet, das sei vollkommen absurd. Die Personen, die hier von einer Bubble sprechen, würden nicht verstehen, was sich hier aktuell abzeichnet. Meta hatte gestern bereits signalisiert, dass ein Datacenter, ein neues Datacenter in Louisiana, nun über 50 Milliarden Dollar kosten wird. Bisher sprach man von 27 Milliarden Dollar. Da sehen wir also, dass Meta in keinster Weise plant, die Investitionen zurückzufahren. So ansonsten, ja, SG Heinex ist ja sehr erfolgreich an die Börse gegangen am Freitag, auch wenn die Aktie dann über Nacht am Montag mal 17 Prozent eingebrochen ist in Südkorea. Nun gibt es also erste Spekulationen, dass Samsung Electronics auch planen könnte, in den Fußstapfen von SK Hynix zu folgen und ebenfalls an die Börse geht hier an die Wall Street. Das ist zumindest mal eine Spekulation, die wir jetzt im Markt haben. Man muss sagen, dass Samsung ein Statement rausgegeben hat gegenüber Reuters, in dem das dementiert wurde. Aber die Zukunft wird dann zeigen, ob das nun richtig ist oder nicht. Wundern wird es mich nicht, denn wenn SK Hynix hier 27 Milliarden einsammelt, die Nachfrage war für 200 Milliarden. Warum nicht den US-Kapitalmarkt anzapfen? Gebt den Leuten, was sie wollen. Also egal ob Bubble oder nicht. Wir haben ansonsten im Smartphone-Bereich im zweiten Quartal laut der DigiTimes jetzt Einbrüche aufgrund der gestiegenen Memory-Preise. Huawei plant allerdings in diesem Jahr die Smartphone-Lieferungen im Vorjahresvergleich um über 20 Prozent zu steigern, obwohl die Branche insgesamt abkühlt. Ähnliches hatten wir gestern ja von Apple gehört, also von einem Analysten, der Apple aufgestuft hatte. Heute stuft allerdings die Keybank die Aktie ab. Und zwar betont man, dass aufgrund der Preisanhebungen die Volumen an iPhone-Produktion wahrscheinlich runtergesetzt wird. Abgesehen davon ist die Nachfrage in den USA für Upgrades nach wie vor flau und die Schätzungen für das Jahr 2027 bei den Auslieferungen der Macs, der iPads und der Wearables dürften nach den. Preisanhebungen eher enttäuschen und sinken. Die Keybank stuft jetzt Apple ab von Halten auf Verkaufen mit einem Kursdeal von 250 Dollar. Gleichfalls muss man natürlich sagen, der Analyst hatte den Wert bisher nur mit Halten eingestuft, nicht mit Kaufen und hat die gesamte Kurs-Explosion bei Apple dementsprechend also verpasst. Das hat also nicht funktioniert. Ansonsten haben jetzt zwölf Bundesstaaten Klage eingereicht gegen den Merger von Paramount und Warner Brothers Discovery. Man will diesen Deal nicht sehen, weil das zum Nachteil der Kunden sei. Naja, ich bin mal gespannt, ob der Deal durchgeht. Abgesehen davon ist der Schuldenberg, den der Gesamtkonzern haben wird, gigantisch mit etwa 80 Milliarden Dollar. Und damit bleibe ich mal bei den Analystenkommentaren. Wir haben heute Morgen Coca-Cola, die bei der Citigroup nochmals zum Kauf empfohlen werden. Kursziel 97 Dollar. Wenn ich mir die Kommentare so durchlese, ja, die Trends sind muted, also relativ maue. Trends in den USA und in Europa, wegen der erhöhten Preise. Also so richtig bullisch klingt das nicht, trotzdem die Kursziele steigen. Wir haben ansonsten, was für Highlights haben wir noch? Netflix, Barclays senkt das Kursziel auf 85 Dollar, bleibt nur bei Halten und man äußert sich insgesamt skeptisch zum gesamten Mediensektor im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen. Morgan Stanley senkt das Kursziel bei Netflix auf 90 Dollar, bleibt allerdings bei Kaufen, die Aktie ist bei etwa 74, von daher sind 90, wenn das erreicht werden sollte, natürlich toll. Weil man betont, dass die zweiten Quartalszahlen und die Q3-Guidance für das angebrochene Quartal so ziemlich im Rahmen der Erwartungen liegen sollten. Und vermutlich werden die Aussichten für das Fiskaljahr 2026 auch bestätigt. Naja, sexy sieht anders aus. Also daher senken die hier auch die Kursziele. Ja, Tesla hat einige Empfehlungen heute. Wir haben Barclays mit einem Kursziel jetzt von 370 Dollar. Die Aktie wird hier nur mit Halten eingestuft. Man geht davon aus, dass das zweite Quartal nach den guten Auslieferungszahlen im Autosektor recht gut ausfallen dürfte. Man wird sich aber fokussieren auf das Thema Robotaxen, die Skalierung dort, selbst vollkommen autonom fahrende Fahrzeuge und auf die Optimus-Produktion. Da wird vor allen Dingen dann die Frage stehen, wie viel kostet das eigentlich, die Optimus-Produktion wirklich zu skalieren. Morgan Stanley bei Tesla hat ein Kursziel von 417 Dollar, bleibt auch nur bei Halten und sagt, der, Bereich Energie, also Stromgenerierung und Autos dürfte stark ausfallen, solides Quartal sei zu erwarten, aber auch hier heißt es, man wird sich auf Robotaxis und auf Optimus fokussieren. So, bei Wells Fargo, da musste ich mir erstmal die Augen reiben, also kann das überhaupt sein, hat sich der Analyst da vertippt oder so, das Kursziel hier liegt bei 130 Dollar. Wir sind jetzt bei 400, knapp drunter, also das ist mal ein Kursziel. Der Analyst bleibt bei einer Verkaufsempfehlung, lag damit natürlich die letzten Monate auch vollkommen daneben. Obwohl die Auslieferungen im zweiten Quartal um 18% gestiegen sind, die Autohauslieferungen, geht man davon aus, dass der Ertrag pro Aktie im zweiten Quartal nur die Erwartungen treffen wird. So, kurz noch ein Wort zu Uber, dann bin ich auch schon durch. Die Keybank senkt das Kursziel auf 105 Dollar, bleibt bei Übergewichten. Und man sagt, dass neue Produktbereiche das Wachstum im Mobility-Bereich letztendlich aufrechthält. Alright, das war es dann auch für heute. Ich wünsche euch einen guten Handelstag. Wir sehen uns heute Abend wieder. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risiko-Hinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden. Und ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.