Heute ist Freitag, der 17. Juli. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Der Verkaufsdruck bei den AI-Chip- und Memory-Werten setzt sich in der ersten Handelsstunde fort. Wir sehen Meldungen aus China, dass Moonshot AI nun ein LLM-Modell vorgestellt hat, das mit Fable von Anthropic konkurrieren kann. Es sei ähnlich leistungsstark. Gestern noch die Meldung von Google, dass Gemini 3.5 verspätet kommen wird. Das belastet den Sektor, wobei die Abverkäufe vor allen Dingen technischer Natur sind. Wir sehen, dass Momentumwerte insgesamt den größten Drawdown erleben seit Ende 2022. Der Goldman Sachs High Beta Momentum Index hat in den letzten 17 Handelstagen 33 Prozent verloren. Sehr extreme Niveaus mittlerweile, die eigentlich für eine Gegenbewegung sprechen müssten. Ansonsten Netflix nach den Zahlen unter Abgabedruck, Intuitive Surgical ebenfalls, wobei die Aktien über den Tagestiefs notieren und, der Ölpreis zieht an aufgrund der Turbulenzen im Nahen Osten und es ist Freitag, da kann es natürlich sein, dass vor dem Wochenende der Kaufenthusiasmus der Investoren begrenzt bleibt. Ja, tiefrot in den Handelstag. Der Abverkauf bei den AI-Chip- und Memory-Werten geht weiter. Südkorea war letzte Nacht geschlossen, aber damit möchte ich mal anfangen, weil wir jetzt mittlerweile eben doch in diesem Abverkauf sehr große Extreme erreicht haben. Fangen wir mal mit dem Cosby an, der ja auch sehr stark nach oben getrieben wurde durch Samsung. Und SK Hynix, hier haben wir, wenn man sich die letzten 30 Tage anschaut, jetzt die höchste Volatilität erreicht in der Geschichte des Index. Selbst die Finanzkrise und die Asienkrise der 1990er Jahre hat nicht eine so ausgeprägte Volatilität erlebt wie im aktuellen Umfeld. Und man schätzt, dass etwa 1,2 Millionen Verbraucher Margin Calls hatten in den Depots schätzungsweise 320 bis 360. Da komme ich ins Schlucken. 320.000 bis 360.000 Privatanleger-Depots wurden liquidiert, aufgrund von Hebelprodukten, mit denen man gearbeitet hat und das ging lange Zeit natürlich gut, aber wenn man dann mit Hebel 3, 4, 5 arbeitet, dann kann das eben sehr schnell auch komplett in die Hose gehen. Um das mal einzuordnen, 1,2 Millionen Depotkunden mit Margin Calls. Das bedeutet, dass etwa 3,4 Prozent der wachsenden Bevölkerung des Landes Margin Calls hatte. Und gestern Vormittag wurde ja schon gemeldet, dass Südkorea nun anfängt bei geleveragten ETFs den Riegel vorzuziehen. Die Ironie ist, dass, weil die Gewinne der Unternehmen Samsung und SK Hynix so stark durch die Decke gehen, begleitet bei einem gleichzeitigen Einbruch des Cosby, wir sehen bei den Forward-PE-Ratios, also die Gewinnenschätzungen des KGV auf Sicht der nächsten zwölf Monate. Die niedrigste Bewertung jetzt seit der globalen Finanzkrise. Das finde ich auch ein schönes Beispiel dafür, wie extrem mittlerweile dieser Ausverkauf geworden ist. Wissentlich natürlich, dass eine SK Hynix vor dem Börsengang an der Wall Street auch über 600 Prozent zulegen konnte. Also jetzt eine scharfe Korrektur hier und damit kommen wir mal zur Wall Street. Auch hier muss man sagen, wir haben in den letzten ein, zwei Wochen oft darüber gesprochen, gab es ausreichend Warnzeichen, die auf einen größeren Abverkauf gedeutet haben. Das Ganze fing an mit der Volatilität. Bespoke Investment unter anderem hatte auch gemahnt, wir sehen das hier im unteren Teil des, Charts nochmal, dass die tägliche Volatilität im Nasdaq 100 bei über 1% lag in den letzten 26 Handelstagen. Sehr extreme Niveaus und oftmals ein Zeichen, dass der Unterbau insbesondere dieses wichtigen Sektors an der Wall Street anfängt marode zu werden. Ich meine, wenn ihr den SOX-Hemiconductor-Index am Montag plus 4% habt, am Dienstag minus 4%, am Mittwoch wieder plus 5%, am Donnerstag wieder minus 7%. Dann ist das kein gutes Signal für den Markt und BTIG hat hier vollkommen richtig gelegen, dass diese Erholung von der 50-Tageslinie letztendlich gesehen nicht halten wird. An der Börse wird nicht die Vergangenheit, nicht das Jetzt und Heute, an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Was im echten Leben passiert, ob die Wirtschaft gerade läuft oder eben nicht, das finden Börsianer meistens schneller heraus als diejenigen, die mit Börse nichts am Hut haben. Vollkommen richtig, es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. Nur könnte es eben auch ein Zug sein. Und genau deshalb bin ich Börsianer aus Leidenschaft. Ich lasse mich ungern überraschen und bin lieber bestens informiert. Seit fast drei Jahrzehnten begleitet mich das Handelsblatt an der Wall Street. Es ist kein Zufall, dass mein Podcast vom Handelsblatt gefeatured wird. Für diejenigen, die noch kein Handelsblatt-Abo haben und den vollen Zugriff auf alle Inhalte genießen möchten, habe ich heute unter handelsblatt.com-mehr-aktien ein Vorzugsangebot. Damit könnt ihr das digitale Handelsblatt vier Wochen lang für nur einen Euro testen. Als Abonnent bekommt ihr außerdem den wöchentlichen Geldanlagen-Newsletter mit klaren Empfehlungen und Finanztipps. Den Link zum Probemonat findet ihr in den Shownotes. Werbung Ende Der eine oder andere wird sich noch an die Warnung von Morgan Stanley erinnern, auch vor etwa zwei Wochen. Darüber hatten wir hier auch gesprochen, war auch Teil in meinem wöchentlichen Wall Street Memo für die Abonnenten von 360wallstreet.de. Morgan Stanley hatte gewarnt, dass wir bei den Halbleiteraktien einen ähnlichen Verlauf sehen könnten wie bei den Silberminenwerten. Silber ging ja auch parabolisch, um danach erheblich einzubrechen. Wenn man das Ganze jetzt mal über die Halbleiterwerte legt, hier seht ihr mal in grau schattiert der Verlauf der Silberpreise und. Darüber der Verlauf des SOX Semiconductor Index, dann seht ihr in der Tat, dass die Parallelen hier auffällig sind. Eine parabolische Kurssteigerung verlaufen oftmals in einem sehr ähnlichen Strickmuster. Das ändert aber nichts daran, dass wir technisch gesehen jetzt auch Extreme erreichen. Das kommt in dem SOX Semiconductor Index selber noch nicht unbedingt so sehr zum Ausdruck. Der SOX hat jetzt vom Hoch ausgehend per Closing gestern knapp 18% verloren. Jetzt sind wir heute ja auf der Verliererseite, tendieren also deutlich schwächer erneut. Und also der Semiconductor-Index 18% vom Hochchip-Werte, 20% vom Hoch-Memory-Werte, Speicherwerte. Sind jetzt 30% vom Hoch, SanDisk ist etwa 40% vom Hoch, also das sind schon sehr starke Drawdowns, die wir hier mittlerweile sehen und jetzt finde ich ein Chart hier besonders interessant, das hatte ich gestern Abend in der Closing-Bell auch schon thematisiert, es ist vollkommen richtig, Wir sehen einen Ausverkauf bei den Chip- und Memory-Werten, aber man muss eine Ebene drüber gehen. Wir sehen vor allem einen Ausverkauf in allen Momentum-Sektoren und das ist eben das Problem. Wenn Momentum läuft, ist es trendverstärkend und wenn Momentum einbricht, ist es leider auch trendverstärkend, aber dann eben in die gegengesetzte Richtung und wir hatten letzte Woche, Da haben wir auch letzte Woche noch drüber gesprochen. Diese Buy-the-Dip-Mentalität ist eben nicht so leicht tot zu kriegen und das konnten wir sehr schön Dienstag letzte Woche sehen. Der kleinste Dip und sofort wird all-in nachgekauft. Wir hatten Dienstag letzte Woche nochmal zur Erinnerung, Rekordzuflüsse in den SOX Semiconductor ETF. Es sind allein letzten Dienstag auch 1,2 Milliarden Dollar in den dreifach gehebelten Long ETF reingelaufen. Also klare Zeichen, dass viele hier immer noch jeden Dip gekauft haben, um jetzt ordentlich eins auf die Mütze zu bekommen. Und jetzt sehen wir also sehr extreme Abverkäufe. Hier seht ihr mal den Goldman Sachs High Beta Momentum Index. Der ist jetzt per Closing gestern, da sind also die Kursverluste von heute noch gar nicht mit drin, sehen wir einen Kurseinbruch von 33 Prozent innerhalb von nur 17, 18 Handelstagen. Das ist im Momentum-Bereich damit der größte und schnellste Drawdown, den wir seit Ende 2022, Anfang 2023 erlebt haben und bringt noch mal zum Ausdruck, wie extrem diese Situation aktuell im Marktumfeld ist. Das Thema Iran hilft natürlich auch nicht, wenn wir uns hier mal anschauen, den Tankerverkehr. In der Straße von Hormuz, dann seht ihr, dass der essentiell zum Erliegen gekommen ist. Und die Schlagzeilen über Nacht sind natürlich nicht besonders aufbauend, wenn man hört, dass der Iran unter anderem eine Meerwasserentsalzungsanlage in Kuwait getroffen hat. Das ist natürlich extrem gefährlich in der gesamten Region, wenn jetzt auf einmal die Wasserversorgung der Bevölkerung mit angegriffen wird. 90 Prozent der Wasserversorgung in Kuwait wird garantiert durch Meerwasserentsalzungsanlagen. Und wenn man sich die großen Städte anschaut, auch in Saudi-Arabien, dann ist die Wasserversorgung durch Meerwasserentsalzungsanlagen absolut essentiell und entscheidend. Also hier kann man nur hoffen, dass es zu einer Entspannung kommt, weil für beide Seiten viel auf dem Spiel steht. Wir haben dieses Dilemma und das lesen wir heute Morgen auch in den Schlagzeilen, Dass zu guter Letzt die Vereinigten Staaten keinen wirklichen Plan haben, wie hier Frieden geschaffen werden sollte. Zu guter Letzt müsste Donald Trump entscheiden, Bodentruppen in den Iran zu schicken. Aber es gibt immense Zweifel, dass die USA diesen Schritt gehen werden, gerade im Vorfeld der Midterm Elections, die wir haben. Das hatte auch Vance nochmal diese Woche betont. Man habe weder Interesse an einem Endloskrieg noch daran, dass Bodentruppen in den Iran geschickt werden. Gleichzeitig ist der Iran aber auch sehr widerstandsfähig und auch sehr zersplittert. Und das alles unter einen Hut zu kriegen, ist ausgesprochen schwierig. Öl ist heute Morgen 3% im Plus bei 81,44 Dollar. Aber ich möchte hier nochmal betonen, dass der Ölpreis hier nicht der treibende Faktor ist für den Abverkauf der Wall Street. Die Ölpreise und die Lage in Nahost hilft der Lage nicht, so würde ich es mal formulieren. Jetzt haben wir heute auch noch Freitag, wir haben das Wochenende vor den Toren, mitten in einem wieder erhitzten militärischen Konflikt. Das könnte natürlich auch gerade heute dazu führen, dass sich Käufer nochmal zurückhalten vor dem Wochenende. So und damit zumindest mal die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen, die laufen heute zurück 4,53 Prozent im zehnjährigen Bereich. Das stützt also bedingt, zeigt aber eben auch, dass wir hier in den Hafen der Sicherheit einlaufen. Auch der Dollarindex ist heute auf der Gewinnerseite. Gold ist trotzdem im Minus bei 3.974 Dollar. So, jetzt nochmal den Bogen zurück zu den AI-Werten, wie es eben immer so ist. Ich sag's mal salopp, wenn die Kacke am Dampfen ist oder when the shit hits the fan, wie man bei uns so schön sagt, dann zählen auf einmal alle Dinge, die bisher zwar bekannt waren, aber ignoriert wurden. Jetzt liest man wieder über die Problematik, dass der frei verfügbare Cashflow bei den Hyperscalern senkrecht wegbricht, dass die Kapazitätsinvestitionen trotzdem hoch bleiben, dass, die Unternehmen immer mehr Anleihen und Aktien ausgeben müssen, dass SpaceX den IPO-Preis wieder erreicht hat, Dass zu guter Letzt Überkapazitäten im Datacenter-Bereich befürchtet werden, dass viele Aufträge, die erteilt wurden, vielleicht gar nicht wirklich vorliegen und zweifach eingereicht wurden nach der Warnung von IBM und nochmal weiter. Alle diese Fakten, alle diese Punkte sind im Prinzip seit Wochen bekannt, sie wurden seit Wochen diskutiert und jetzt zählen sie auf einmal, weil die Kurseinbrüche das spiegeln, was das Narrativ schon seit zwei, drei Wochen signalisiert hat. Das, was wir jetzt erleben, kommt nicht überraschend. Wir hatten die Zahlen von Micron im Juni und die Zahlen waren super und die Aktie war schwach. Wir haben in der sehr ruhigen Handelswoche hier auch noch diskutiert, dass vor allen Dingen bei den Zahlen von ESML und Taiwan Semiconductor wichtig sein wird, ob diese Aktien noch positiv reagieren werden im Umfeld guter Nachrichten. Das war auch nicht der Fall. Samsung Electronics war am Tag der Ergebnisse schwach, trotz der guten Zahlen. Wir hatten die Zahlen von ESML stark, Aktie schwach. Gestern Taiwan Semiconductor, gute Zahlen, Aktie schwach. Und ja, es gab überall auch, wenn man ein Haar in der Suppe finden wollte, auch das ein oder andere. CapEx-Investitionen wurden weiter hochgeschraubt bei Taiwan Semiconductor. Wir haben explosive Investitionen bei Samsung, bei SK Hynix. Aber das hätte man natürlich auch positiv werten können, denn irgendwo fließt das Geld ja hin. Also ist das eigentlich für die AI-Infrastrukturwerte nicht allzu negativ. Das sollte man vielleicht auch nicht vergessen bei dem Abverkauf, den wir aktuell haben. Das fundamentale Umfeld auf absoluter Basis ist immer noch ausgezeichnet und ausgesprochen stark. Also das Ganze mal ins Verhältnis zu setzen, sollte man sich letztendlich mit vor Augen halten. So, also von daher weiterer Abgabedruck in diesen Sektoren. Wir haben heute letztendlich gesehen, keine wirklich entscheidenden Quartalszahlen. True is Financial hat vorbörsig gemeldet. Wir haben heute noch das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan. Das wird natürlich eine gewisse Rolle spielen. Um 16 Uhr eurer Zeit, wie ist die Stimmung der Verbraucher in den USA, zumal die Einzelhandelsumsätze exklusive Nahrungsmittel und Energie unter den Erwartungen des Marktes lagen. So, nächste Woche wird es dann wieder spannend, mal abgesehen natürlich, dass der Nahostkonflikt immer noch im Fokus steht, aber wir haben nächste Woche einige Highlights, Dienstag die Zahlen von GM und 3M, Dienstagabend dann Capital One, wir haben am Mittwoch. Unter anderem GE Vanova, wir haben Mittwochabend, das wird der spannendste Tag, Google. IBM, ServiceNow, Tesla, Texas Instruments. Und gerade ServiceNow wird die Stunde der Wahrheit sein für die Softwareindustrie. IBM sagt, CapEx-Investitionen werden von Software Richtung Hardware bis auf Cyber Security. Der Sektor profitiert. Und jetzt werden wir dann durch ServiceNow auch erfahren, ob man das dort tatsächlich sieht. Denn ServiceNow ist im Gegensatz zu Salesforce eigentlich vom Business-Modell stärker aufgestellt und müsste sogar von AI profitieren. Aber die Volatilität wird hier natürlich extrem groß sein, zumal wir nach den Earnings überwiegend Abverkäufe sehen. Netflix minus 11 Prozent, Intuitive Surgical auch minus 10 Prozent. Donnerstag haben wir dann American Airlines, das ist, weil die Zahlen von United Air und Delta schon bekannt sind, dann nicht mehr ganz so wichtig. Wir haben Honeywell auch am Donnerstag, T-Mobile haben wir auch Donnerstag, Donnerstagabend dann Intel, die Jagd ist ja mittlerweile auch unter 100 und SAP. Und damit haben wir nächste Woche zwei wichtige Softwarekonzerne mit Ergebnissen. Und American Express am Freitag, dann Verizon auch am Freitag. Übrigens SpaceX ist jetzt heute Morgen wieder 3% runter bei 127 Dollar unter dem Zuteilungskurs. Da sieht man eben doch, dass zu guter Letzt Bewertung eine Rolle spielt. So, dann ganz kurz noch zu den Ergebnissen. Netflix bezahlen die... Ich würde mal sagen, so ein bisschen wie eingeschlafene Füße waren. Die Aktie ist 10, 11 Prozent auf der Verliererseite. Der Ertrag lag minimal über den Schätzungen, die operativen Margen auch. Aber der Umsatz, man kann eigentlich nicht sagen verfehlt, der Umsatz lag bei 12,57 Milliarden. Die Wall Street hatte 12,59 Milliarden erwartet. Also immer noch 13 Prozent Umsatzwachstum. Und das Umsatzwachstum wird angefacht durch die Nutzerzahlen, durch die jüngsten Preisanhebungen und wie gesagt auch durch die Umsätze. Und die jüngsten Preisanhebungen in den USA seien von den Nutzern gut verdaut worden. Der frei verfügbare Cashflow lag solide unter den Erwartungen, liegt aber eben daran, dass die Breakup-Fee gezahlt werden musste, wurde ja die Übernahme abgesagt und dadurch haben wir dann Warner Brothers und Paramount als potenziellen Deal. So, man hat 4,7 Milliarden Dollar an Aktien zurückgekauft. Bei den Aussichten. Da hat es ein bisschen gehapert. Bei dem Engagement äußert man sich so gut wie jetzt gar nicht mehr in Zukunft. Morgan Stanley empfiehlt die Aktie zum Kauf mit einem Kursteer von 83 Dollar. Morgan Stanley hat die Aktie auch vor dem Einbruch zum Kauf empfohlen mit einem Ziel von 90 Dollar. Also man rennt hier hinterher, sagt aber, dass die Bedenken, was Nutzer Engagement betrifft, also wie viele Stunden sitzen die vor der Glotze sozusagen, dass die Bedenken überzogen seien. Man geht immer noch davon aus, dass Netflix in der Sage sein wird, zweistellige Prozentsteigerungen, Wachstum zu generieren auf der Umsatzseite mit weiter expandierenden Margen. Und Netflix wird auch bei Piper Sandler zum Kauf empfohlen mit einem Kurs hier von 85 Dollar nach den Ergebnissen, die gemeldet wurden. So, dann haben wir Intuitive Surgical. Die Aktie ist auch an der Wall Street auf der Verliererseite. Wir haben hier ein Minus von knapp 11 Prozent. Auch hier muss man sagen, die Zahlen waren nicht schlecht. Sie hätten vielleicht ein bisschen besser sein können, aber der Ertrag lag solide über den Schätzungen, teils wegen Rückerstattung der vom Staat eingeheimsten Zölle. Das muss man eigentlich rausrechnen. Die Margen waren auch besser als erwartet. Und unterm Strich war der Ertrag pro Aktie höher, obwohl weniger OPs durchgeführt wurden mit den Robotern von Intuitive Surgical. Die Jahresprognosen sind minimal negativ. Die erwarteten OPs mit den Robotern, das Wachstum wird hier bei 14,5% liegen statt 15%. Wir haben auch hier zwei Kaufempfehlungen. Einmal von Piper Sandler mit einem Kursziel von 470 Dollar und Wells Fargo mit einem Kursziel von 487 Dollar. Wells Fargo betont, Umsatz und Ertrag im letzten Quartal waren über den Schätzungen, obwohl das Wachstum an OPs in den Vereinigten Staaten leicht enttäuschte. Und wenn man sich die Prognosen anschaut, das Wachstum bei den OPs für das Gesamtjahr soll immer noch bei, wenn man den Mittelwert nimmt, 14,5 Prozent liegen und die Margenprognosen wurden nach oben revidiert. Also das sind keine schlechten Zahlen. IBM steht heute auch mit im Fokus. Bei IBM haben wir eine Kaufempfehlung, bei der Citigroup Kursziel. Und 255 Dollar, die Schätzungen werden gesenkt, also die rennen im Prinzip der Aktie hinterher. Wir haben hier aber auch Unternehmensmeldungen und zwar berichtet das Wall Street Journal, dass dem Aufsichtsrat und dem Beratern durchaus bewusst ist, dass der Einbruch der Aktie jetzt zur Folge haben könnte, dass Aktivisten, also Aktivist-Investoren an die Tür klopfen und das Unternehmen und Druck auf Unternehmen auszuüben. Das müsste eigentlich der Aktie von IBM unter die Arme greifen. Schauen wir mal, wo die Aktie heute Morgen eröffnet. Mit einem Minus von 2% bei 214 Dollar. Das hilft auch nicht. Die Aktie ist also im Sog. Last but not least, weil ich das Thema Unternehmensmeldungen habe, nochmal zwei Belastungsfaktoren für den AI-Sektor heute. Wir hatten ja gestern Nachmittag um 1 Uhr meiner Zeit, 19 Uhr bei euch, die Meldung, dass Google mit Gemini 3.5 verspätet kommen wird. Man ist intern mit den Zielen nicht zufrieden. Das war ein weiterer Belastungsfaktor. Und der zweite Faktor, die Chinesen gehen eben einen ganz anderen Weg, Open Source und mit wesentlich günstigeren Token. Und Moonshot AI, ein chinesisches AI Unternehmen, hat jetzt ein neues Modell vorgestellt, die nächste Generation, ein neues Sprachmodell dort, Kimi. Und hier betont man, das sei jetzt nahezu so leistungsstark wie Anthropics Fable 5. Aus den anderen Worten, China geht mit weitaus weniger Kosten und weitaus weniger Investitionen einen ganz anderen Weg, was sich letztendlich gesehen hier. Positiv auswirken könnte, letztendlich gesehen auch bei den globalen Marktanteilen. Also die Nachrichtenlage ist, weiß Gott, nicht gut bei uns an der Wall Street. Wir haben ganz kurz nochmal einen Blick auf Analystenkommentare. GE Aerospace bei der UBS zum Kauf empfohlen heute Morgen mit einem Kursziel von 435 Dollar. Die Aktie war schwach nach den Ergebnissen. Die Aktie wird also verteidigt von dem Analysten Duolingo bei Morgan Stanley. Kursziel wird auf 125 Dollar angehoben. Man bleibt aber nur bei Halten, klassischer Momentumwert. Das Wachstum bei den täglichen aktiven Nutzerzahlen gewinnt jetzt wieder an Schwung und man sucht neue Möglichkeiten der Monetarisierung. Tja, während ich hier auf Sendung bin, der Markt ist jetzt geöffnet. Wir haben den Nasdaq jetzt an der Wall Street 530 Punkte im Minus. Der S&P 100 Punkte runter, der Dow 400 Punkte runter. Mal schauen, ob wir heute einen Bounce bekommen. Aber wie gesagt, Wochenende, Iran-Krieg, Spannungen im Nahost. Das könnte natürlich immer noch für Zurückhaltung hier an der Wall Street sorgen. Also euch trotzdem ein gutes Wochenende. Haltet die Nerven. By the Dip, selektiv, guys. Bis dann und ciao. Vielen Dank. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, Das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.