Heute ist Montag, der 20. Juli. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Wir sehen eine Erholung bei den Chip- und Memory-Werten. Das führt die Gewinnerliste im Nasdaq an. Auch bei Citadel Securities wird betont, wie extrem der Rücklauf mittlerweile ist. Das Bewertungsniveau ist bei einem insgesamt fundamental starken Umfeld deutlich zurückgelaufen. Gleichzeitig haben wir die Spannungen im Nahen Osten. Die Houthi drohen im Roten Meer, Saudi-Arabiens Öltransport fortan zu behindern. Der Iran aber zeigt sich diplomatisch gesprächsbereit, so die Meldung heute Morgen. Und auch die USA betonen, dass trotz der militärischen Auseinandersetzung die diplomatische Ebene eine Option bleibt. WTI an der Wall Street ist leicht auf der Verliererseite. Ansonsten bricht eine sehr spannende Woche an. Wir haben am Mittwochabend die Ergebnisse von Google, von IBM, von ServiceNow, von Tesla und dann am Donnerstagabend Intel und SAP. Der Tech-Sektor also bleibt im Fokus. So, einen schönen guten Morgen. Ich hoffe, ihr hattet ein spitzen Wochenende. Ach, was für ein Spiel Argentinien-Spanien, oder? Das haben die Spanier, glaube ich, zu Recht gewonnen. Obwohl meine Frau als Peruanerin, wir haben natürlich Argentinien die Daumen gedrückt und Messi hat mir echt leid getan wie das ganze Team, kämpft man bis zur letzten Minute. Aber gut, so ist es eben. Nur einer kann gewinnen. Kommen wir zur Wall Street. Wir haben heute wieder zwei Strömungen, die aufeinanderprallen. Das Thema Iran, die Eskalation im Nahen Osten. Heute Morgen wurde einerseits vom Iran signalisiert, dass man immer noch diplomatisch gesprächsbereit sei. Das gleiche hat der amerikanische Außenminister signalisiert und Brandt wie auch WTI ist dementsprechend dann auch ein bisschen zurückgelaufen, bis die Meldung kam, dass die Houthis nun. Die Seefahrt für saudische Schiffe erschweren wird. Und schon ist Brandt wieder auf der Gewinnerseite. Ich finde nach wie vor, dass sich die Wall Street erstaunlich stabil schlägt in diesem Umfeld. Was aktuell jetzt hilft, ist vor allen Dingen auch eine Gegenbewegung im Tech-Sektor. Und ich möchte mal kurz auf eine neue Studie eingehen von Citadel Securities, die hier an der Wall Street ja ein echtes Schwergewicht sind, was den Aktienhandel betrifft. Und die haben sich den Halbleitersektor mal etwas genauer angeschaut. Wir haben ja letzte Woche schon darüber gesprochen, dass der Abverkauf bei den Momentum-Werten mittlerweile historische Extrems erreicht hat. Der Goldman Sachs High Beta Momentum Index hat in nur 17, 18 Handelstagen über 30 Prozent eingebüßt. Das ist historisch betrachtet schon sehr viel, könnte ein Signal einer Gegenbewegung sein, die wir jetzt heute auch vorbörslich sehen. Und jetzt mal der Blick auf die Citadel-Studie. Hier sieht man nochmal sehr schön, wie stark der Einbruch gewesen ist. Halbleiter Aktien, die Performance im Vergleich zur Monatsrendite des S&P 500 seit 1995. Aktuell erleben wir also die größte Unterperformance seit über 20 Jahren. Ein Minus von 17,5 Prozent. Also da wurde schon ordentlich auf die Bremse getreten mit vielen Aktien, auch einer Sandisk rund 40% auf der Verliererseite und das ist nur ein Beispiel. Und wie Ende letzter Woche schon diskutiert, wir sehen also einbrechende Kurse einerseits, andererseits aber wegen des fundamental ja immer noch stabilen Umfelds und der hohen Ertragszahlen auch einen Einbruch der Bewertungen. Und das zeigt hier Citadel Securities auch. Hier sehen wir mal den S&P Information Technology Sektor, also den IT Sektor im S&P 500. Basierend auf den KGVs der nächsten zwölf Monate, also das basiert quasi auf den Gewinnschätzungen der nächsten zwölf Monate, dann liegen wir unter dem 10-Jahres-Durchschnitt 21,2. Da notieren wir aktuell, wir waren in der Spitze nach dem gewaltigen Anstieg, den wir seit den Tiefs im März, April gesehen haben, waren wir in der Spitze bei einem KGV, einem Forward-KGV von 26, jetzt 21,2, sind damit wieder also auf attraktiveren Niveaus angekommen. Und jetzt kommt der für mich eigentlich spannendste Chart, denn wer am Freitag bei CNBC zugeschaut hat, dieses Interview auch mit Warren Buffett. Warren Buffett, also in dem Interview bei CNBC hatte also betont, dass die Volatilität am Markt auch deshalb erheblich zugenommen hat, weil wir einen immensen Trend Richtung gehebelter ETF sehen, und gleichzeitig eben auch einen Boom bei den Wettmärkten. Und das hat man bei der WM eben auch gesehen, wenn man sich die Werbung anschaut von Kalchi zum Beispiel und vielen anderen Wettmärkten, die dort präsent sind. Dann gibt es immer mehr Kanäle, um aggressiv im Markt zu agieren. Die Konsequenz hatten wir letzte Woche im Kospi gesehen, der südkoreanische Aktienindex, der ja auch abgegangen ist wie Nachbars Lumpi und dementsprechend stark jetzt auch zurückgekommen ist. Und nochmal, schätzungsweise 3,4 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Südkorea haben Margin Calls gehabt, weil dort eben auch sehr viel mit Hebel gearbeitet wird. So und jetzt zu dem spannendsten Chart bei der Citadel-Analyse und ich muss sagen, das Ausmaß überrascht mich, dass dieser Rücklauf stattfinden würde beim Leverage, das überrascht mich nicht, aber ein so starker Rücklauf, das hätte ich jetzt ehrlich gesagt nicht erwartet. Hier sehen wir mal das Vermögen bei gehebelten ETFs, also wie viel Vermögen, wie viel Kapital steckt da drin. Wenn man jetzt also insgesamt Aktien-ETFs nimmt, die gehebelt sind an der Wall Street, dann ist das Vermögen in diesen ETFs mittlerweile um etwa 20% gesunken. Aber der größte Teil des Einbruchs liegt bei einem fast 40% Rücklauf bei gehebelten ETFs auf Halbleiter und das seit Ende Juni. Wir haben gerade mal den 20. Juli, also da sieht man, wie viel heiße Luft aus diesen gehebelten ETFs mittlerweile rausgekommen ist. Das kann sich natürlich auch sehr schnell wieder drehen, aber dieses Risiko von Leverage und der Tatsache, dass man dann eben beim Einbruch der Märkte nach unten hinterher rennen muss, um diese ETFs zurückzukaufen oder die Position zu schließen, so ist es besser gesagt, sind ja dann Everse-ETFs, die man eingehen kann oder Long-ETFs. Je nachdem, letzte Woche Dienstag wurde noch gemeldet, Rekordzuflüsse in diese ETFs und jetzt eine solche Bilanz finde ich ehrlich gesagt schon wirklich beruflich. Wirklich ganz spannend zu sehen. So, also und damit jetzt nochmal zurück zum Markt insgesamt. Wir haben heute auch sehr viele Kommentare wieder zum Tech-Sektor, zum Software-Sektor. Gibt es eine Abstufung, die mich wirklich stückweit auch ein bisschen erstaunt. Aber kommen wir nochmal zurück zur Makro-Ebene. Wir haben Südkorea, die ja schon letzte Woche bekannt gegeben haben, dass jetzt gehebelte ETFs stärker reguliert werden sollen. Und man will da einen Riegel vorschieben, weil letztendlich gesehen viele Privatanleger hier in Flammen aufgehen. Es gibt übrigens etwa doppelt so viele Depots in Südkorea im Vergleich zur Bevölkerung. Auch das muss man sich mal vor Augen halten. In Südkorea ist jeder und Nachbarslumpi am Aktienmarkt investiert, war bei dieser Bubble mit dabei und der Kursexplosion bei Samsung und SK Hynix. So, China, Südkorea schiebt ja also einen Riegel vor. Gleichzeitig lesen wir heute in der Financial Times, dass das sogenannte nationale Team in China, quasi im großen Umfang Aktien erworben hat, um den dortigen Aktienmarkt in der vergangenen Woche zu stabilisieren. Also auch China agiert hier letztendlich und anscheinend debattiert man in China darüber, Stimulus nach Maßnahmen zu ergreifen. Unter anderem denkt man wohl über. Die vermehrte Ausgabe von Anleihen nach, weil das Bruttoinlandsprodukt die Ziele für das zweite Quartal die Erwartungen verfehlt haben. Übrigens plant Xi immer noch in den nächsten Monaten eine Reise in die Vereinigten Staaten. Der Besuch beim Weißen Haus, das soll nach wie vor stattfinden, obwohl ja Donald Trump bei der jüngsten Rede zur Lage der Nation China-Manipulationen der letzten Wahlen vorgeworfen hat. Trotzdem plant Xi wohl immer noch seine Reise hier in die Vereinigten Staaten. Kurz nochmal ein Blick auf das Thema Öl. Ein sehr beunruhigendes Wochenende muss man sagen. Auch die schweren Angriffe oder die vermehrten Angriffe, auf Kuwait, auf Bahrain und hier vor allen Dingen auf die Infrastrukturen, auf Seewasserentsalzungsanlagen, das ist in der Tat beängstigend. Und ich muss sagen, erstaunlich, dass die Wall Street das nach wie vor wirklich so ignoriert. Und man merkt, dass immer noch der Markt darauf hofft, dass eine diplomatische Lösung hier gesucht wird. Rubio hat erneut betont, dass man trotz der gegenseitigen Angriffe weiterhin offen ist für den diplomatischen Weg. Der Iran hat das heute auch betont und der Energieminister der Vereinigten Staaten betont, dass immer noch Tankschiffe durch die Straße von Hormuz laufen. Jetzt muss man sagen, wenn man sich die offiziellen Daten anschaut, die Marktdaten bei Bloomberg, dann sieht das ehrlich gesagt ziemlich anders aus. Also der Tankerverkehr ist hier ziemlich zum Erliegen gekommen. Gleichzeitig die Meldungen heute über die Houthis und trotzdem, wenn man sich die Ölmärkte anschaut, scheint man an der Wall Street davon auszugehen, dass eine diplomatische Lösung noch nicht vom Tisch ist. Zumal weder Trump noch der Iran, insbesondere aber auch Trump. Nicht den vollen Weg gehen kann. Also Bodentruppen im Iran wären für ihn, das haben wir ja oft genug diskutiert, im Vorfeld der Zwischenwahlen ausgesprochen, negativ. So, jetzt kommen wir mal zu den Unternehmensmeldungen, denn diese Woche wird absolut spannend werden. Wir haben makroseitig nicht so wahnsinnig viele wichtige Daten. Die leitenden Wirtschaftsindikatoren werden heute gemeldet. Was in dieser Woche aber tatsächlich im Fokus stehen wird, sind in erster Linie die Ergebnisse. Und wir haben morgen früh die Zahlen von GM, von 3M. Wir haben dann am Dienstag Capital One. Wir haben am Mittwoch, und das wird der spannendste Tag sein, der Mittwoch, am Morgen GE Vanova. Da ist die Erwartungshaltung sehr hoch, weil man davon ausgeht, dass der Konzern von Datacentern profitiert. Wir haben auch AT&T am Mittwochmorgen mit Zahlen. So am Mittwochabend wird neben dem Donnerstagabend eigentlich der spannendste Tag. Wir haben am Mittwochabend die Zahlen von Google, von IBM, von ServiceNow, von Tesla und von Texas Instruments und dann am Donnerstagabend Intel und SAP. Und das werden die Werte sein, die in dieser Woche mit Abstand am spannendsten und auch am wichtigsten sein werden. Bei IBM hofft man vor allen Dingen auf mehr Klarheit zu der jüngsten Ertragswarnung. Da gibt es heute Morgen auch ganz interessante Analystenkommentare. Das Brokerhaus Steiffel senkt das Kursziel auf 235 Dollar. Man bleibt bei einer Kaufempfehlung nochmal ganz klar betont, dass IBM schon seit geraumer Zeit bei Steiffel zum Kauf empfohlen wird. Man hat also die Ertragswarnung hier nicht kommen sehen. Und man betont jetzt in der Analyse, es ist nach wie vor unklar. Was dort aktuell passiert bei IBM? Man hatte ja betont, Unternehmen verlagern ihre CapEx-Investitionen von Software und Services Richtung Hardware. Aber Stifle will mehr Details sehen im Zuge der Quartalsmeldungen, denn das jetzt angebrochene dritte Quartal ist historisch betrachtet bei IBM saisonal schwach. Das vierte Quartal ist dann normalerweise saisonal dann wieder besonders stark. Die Zahlen werden dann erst im Januar gemeldet und letztendlich gesehen erhofft man sich, dass das Management jetzt hier mal Dunkel oder Licht ins Dunkel bringt, ins Dunkle bringt mit den Quartalszahlen. IBM wird also sehr wichtig sein. Ist das ein IBM-spezifisches Problem, diese Verlagerung? Ist es ein Problem, das über die Branche hinausgeht? Und in dem Zusammenhang wird SAP und wird auch ServiceNow sehr wichtig sein. Die Bewertungen, insbesondere bei SAP, sind ausgesprochen günstig, aber wir haben heute bei ServiceNow, negative Analystenkommentare und zwar hat sich die CLSA, die dortigen Analysten, haben sich zu sechs. Softwareunternehmen geäußert. Ja, schon interessante Ergebnisse, die man da hat in der Analyse. Und zwar betont man, dass insgesamt zum einen die Ängste vor Wettbewerb durch AI überzogen seien, aber zum anderen die Branche muss insgesamt erst noch schlanker werden und schrumpfen. Man hält Microsoft und Adobe mit für die attraktivsten Kandidaten. Interessant. Salesforce wird mit Halten eingestuft in einem Kursziel von 165 Dollar. ServiceNow, die laut der Bank of America eigentlich besser positioniert sind und die Analyse, das Ergebnis hier, wundert mich. Hier wird die Aktie auf Verkaufen gestuft mit einem Kursziel von gerade mal 72 Dollar. Wir sind heute Morgen bei etwa 101 Dollar. 30% Einbruch sehen die Analysten von CLSA und gerade weil die Schwankungen nach Ergebnissen extrem hoch sind, die Volatilität hoch sind und natürlich auch bei einem Analysten ist es a one man's opinion. Aber die Risiken erhöhter Volatilität in die Zahlen von ServiceNow hineingehend, das ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Der Wert wird also auch diese Woche wichtig sein. Bei Google ist die Stimmung insgesamt positiv. Hier wird man sich auf zwei Faktoren fokussieren. Stimmt das, dass Gemini 3.0 verspätet ist? Warum ist es verspätet? Wann soll es letztendlich gesehen kommen? Und der zweite Faktor, wie sehen die Investitionspläne von Google aus? Bleiben die konstant oder werden die eher weiter angehoben? Sollte Google konstante Zahlen melden, könnte das im Halbleitersektor und im AI-Infrastrukturgeschäft wieder für Turbulenzen sorgen. Das könnte als Signal gewertet werden, dass jetzt ein Zenit bei den Ausgaben erreicht sein könnte. Obwohl, wenn man sich mal die Nachrichtenlage insgesamt anschaut, es riecht ja so, als würde zum Beispiel Meta und Microsoft die Investitionen weiter ausweiten. Also fest steht vor allem, dass die Volatilität in diesen Sektoren ausgesprochen hoch bleibt und man sollte nicht unterschätzen, wie wichtig diese Werte nach wie vor sind für den S&P 500. 18% Marktgewichtung der Halbleiterwerte im S&P in der Spitze. Das dürfte jetzt prozentual ein bisschen runtergelaufen sein. Aber das ist im Vergleich zu vor fünf Jahren zum Beispiel dramatisch höher. Und bei Halbleiterwerten gibt es halt nicht nur den einen Tag, wo man sagt, guck mal, dann ist Zenit der Earnings. Und danach, wenn wir das überstanden haben, ist klar Schiff. Das zieht sich relativ lange, die Berichtssaison der Halbleiter Aktien und wird dementsprechend die Marktteilnehmer auch im Bann behalten. So, ansonsten haben wir Dominos Pizza. Wenn man sich die eigentlichen Zahlen anschaut bei den Ergebnissen. Also der Ertrag pro Aktie unter den Schätzungen. Die internationalen Umsätze bei den schon länger geöffneten Pizzerien unter den Erwartungen. Die US-Umsätze bei den schon länger geöffneten Pizzerien, die mindestens ein Jahr offen sind, gerade mal im Rahmen der Erwartungen. Aber die Aktie profitiert trotzdem, weil das Management im Earnings Call davon spricht, dass das Auftragswachstum im jetzt angebrochenen Quartal deutlich an Dynamik gewonnen hat. Das hilft also mit der Aktie im Plus und wir haben einen Kandidaten, bei dem man wirklich staunen muss. AMC Entertainment, Kinokette. Dann haben wir ja wilde Dinge schon erlebt, wie in der Meme-Ära, also wie das Ding gelaufen ist. Aber wenn man sich die jüngsten Zahlen anschaut, muss man wirklich sagen, wow, für eine Kinokette beachtlich. Das EBITDA-Ergebnis 70% über Vorjahr, 70% und über den Schätzungen. Der frei verfügbare Cashflow, 190 Millionen. Das ist fast doppelt so hoch, wie die Wall Street erwartet hatte. Der Umsatz lag nur ein bisschen über den Erwartungen und man sieht insgesamt. Gewinn an Marktanteilen, sehr gute Umsetzung der Geschäftsstrategie durch das Management und gleichzeitig eine deutliche Reduktion der Verschuldung. Also die Zinszahlungen dürften um etwa. Auf die bestehenden Verbindlichkeiten dürften nun über 70 Prozent sinken. Also das ist wirklich schon beachtlich, was sich bei EMC hier tut. Und die Aktie ist dementsprechend stark auf der Gewinnerseite. Das ist natürlich kein Game Changer, das sind keine großen Unternehmen. Aber ich finde die Entwicklung insgesamt ganz spannend. So, zu den Einzelmeldungen. Wir haben Moonshot, das war ja letzte Woche auch einer der Belastungsfaktoren für den AI-Sektor. Ist das jetzt der nächste Deep Seek-Moment? Dann wurde am Freitag schon beschwichtigt, dass die AI-Modelle von Moonshot viel Computing-Power benötigen. Also doch nicht ein Deep-Seek-Moment. Trotzdem eben ein Signal, dass China mit Open-Source-Modellen Boden gut macht. Und nun berichtet Bloomberg, dass Moonshot in Erwägung zieht, bei einer Bewertung von etwa 30 Milliarden Dollar frisches Kapital aufzutreiben mit einem Börsengang innerhalb der nächsten sechs Monate. Alibaba hat auch das neue Frontiermodell vorgestellt, Qen 3.8 und da heißt es in etwa so leistungsstark wie Fable 5 von Anthropic. So und was macht das Weiße Haus? Das haben wir letzte Woche auch schon ansatzweise gehört. Es gibt wohl immer mehr interne Diskussionen, so Axios, entweder die Open Source Modelle von China bei amerikanischen Unternehmen entweder komplett zu verbieten oder signifikant. Einzuschränken, was sie daran hindern soll, umfangreiche Marktanteile in den USA zu gewinnen. Auf der Schattenseite würde das aber auch bedeuten, dass die vielen Konzerne, die die teuren Token kaufen müssen von OpenAI und Anthropic. Dass letztendlich gesehen der Druck hier auf der Kostenseite bei amerikanischen Konzernen wächst. Ich meine, man muss schon darüber diskutieren, ob dieses Open-Source-Modell, das China hier verfolgt, eventuell nicht sogar das richtige Modell ist langfristig betrachtet. Man kann schneller skalieren, man kann AI schneller in die Breite tragen. Wir hatten ja eine scharfe Kritik auch von dem Gründer und CEO von Palantir, Sehr scharfe Kritik an der Token-Bepreisung hier in den Vereinigten Staaten. Das reduziert natürlich dann auch die Produktivitätssteigerung, die man dadurch generieren kann. Also das wird politisch gesehen hier sicherlich noch spannend bleiben. Ansonsten berichtet Reuters, Taiwan Semiconductor sieht über viele Jahre hinweg durch den AI-Zyklus weiter steigendes Wachstum. Wir haben die Meldung, dass AMD jetzt Helios vorgestellt hat, ein Rack-AI-System, das direkt mit Nvidia konkurrieren soll. Microsoft sei hier jetzt ein neuer Kunde. Das könnte bei Nvidia so ein bisschen Gegenwind verursachen. Letztendlich AMD spielt das in die Karten. Und wir haben SK Hynix in den Schlagzeilen, selbst die sagen, weil das Preisumfeld im Memory-Bereich sei abnormal hoch. Wie gesagt, wir haben keine Bewertungsbubble, wir haben eine Margen- und Ertragsbubble. Das sei für die Tech-Industrie insgesamt nicht positiv und deshalb werde SK Hynix massiv in den Ausbau von Infrastruktur investieren, also Produktionsausweitung. Das ist genau das Risiko letztendlich gesehen für diese Werte in diesem Sektor. Bei Oracle hatten wir übers Wochenende einen negativen Bericht bei The Information. Hier wird gewarnt, dass Oracle weit über Budget liegt, signifikant Cost Overruns. Also die Kosten sind weitaus höher, als man intern ursprünglich angesetzt hatte. Und gleichzeitig gibt es Verspätungen bei dem Bau von Data Centers, die Aktie also. Er könnte heute ausgeschlossen sein von der Erholung im AI-Sektor. So, und SpaceX profitiert von einer Meldung, dass das Pentagon planen könnte, umfangreich Computing-Kapazitäten von SpaceX zu mieten. Das könne ein Multi-Milliarden-Dollar-Deal sein, ein weiteres Signal, dass man tiefer in dem Neo-Cloud-Hyperscaler-Bereich vorandringt. Letztendlich gesehen die ähnliche Meldung, die wir bei Meta vor einiger Zeit hatten, dass man überschüssige Computing-Kapazitäten mit wegen teuer weiter vermieten könnte. Der Starship-Launch, der letzte Woche stattfinden sollte, mehrfach verschoben wurde, soll jetzt übrigens erst am 23. Juli stattfinden. Ja, kommen wir von Raketen zu Flugzeugen. China C919, das ist das Passagierflugzeug, das Düsenflugzeug von China, langfristig potenzieller Konkurrent von Airbus und Boeing, steht laut der South China Morning Post vor einer sehr wichtigen Hürde, nämlich die Sicherheitsregulatoren von Europa. Aber nachdem keine wirklich großen Hardware-Risiken erkannt wurden, könnte letztendlich gesehen das Flugzeug auch für Europa genehmigen. Also spannend, dass hier der Wettbewerb für Boeing und Airbus langfristig steigen könnte. Bei Boeing bekommt man die Genehmigung von der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde für die 737 MAX und 787 Flugzeuge. Und was jetzt die 20 Jahre Nachfrage betrifft für kommerzielle Flugzeuge, hält Boeing an den bisherigen Prognosen fest. Weitet die nicht weiter aus, aber die Auftragsbücher bei Boeing sind halt voll. Bei Fluggesellschaften haben wir Ryanair in Europa schon unter Abgabedruck. Hier sinken die Ticketpreise, musste man machen, um Nachfrage zu generieren. Der Ertrag im ersten Quartal lag über 30 Prozent unter Vorjahresniveau, auch weil hier die Kerosinpreise deutlich gestiegen sind. Da schlägt sich Ryanair also im Vergleich zu den US-Airlines wesentlich schlechter und Americanair betont, man will die Profitabilitätslücke zu United Air und Delta Air schließen. Ja, The Odyssey hat sich meine Tochter am Wochenende auch angeschaut, im Kino jetzt. Oder wie man so schön, The Odyssey ist es, glaube ich, auf Englisch richtig ausgesprochen, hat hier in den USA über 125 Millionen Dollar eingespielt, global über 140 Millionen Dollar. Also läuft besser als erwartet. The Odyssey gehört zu Comcast. So, GameStop, die meisten an der Wall Street lächeln drüber, aber der CEO von GameStop lässt nicht locker. Er oder GameStop vielmehr soll mittlerweile 9,8% der Anteile an Ebay erworben haben und GameStop will weiterhin Ebay übernehmen. Wie das finanziert werden soll, steht in den Sternen. Das ist der Grund, weshalb die Wall Street so in erster Linie drüber lächelt. Aber warten wir es mal ab. So, ganz kurz zum Schluss nochmal ein Blick auf die Analystenkommentare. Accenture bei Wells Fargo, das Kursziel sinkt auf 194 Dollar. Die Aktie wird weiterhin zum Kauf empfohlen. Weiterhin bedeutet, der Analyst war beim Untergang der Aktie wohl mit an Bord. Man senkt auch die Ertragsschätzungen minimal und zwar für dieses Jahr und für das nächste Jahr. Accenture ist ein Verlierer des AI-Booms. Bei Adobe haben wir schon gesprochen. Datadog bei Oppenheimer, Kursziel 300 Dollar. Man geht davon aus, dass die Quartalszahlen auf der Umsatzseite die Erwartungen des Marktes um 2 bis 4 Prozent schlagen werden. Die UBS empfiehlt Disney zum Kauf mit einem Kursziel von 133 Dollar. Man geht davon aus, dass das abgelaufene Quartal besser ausfällt als erwartet. Das dritte Quartal Ertragswachstum, der Gegenwinter des ersten Halbjahres, dürfte jetzt nachlassen. Profitabilität im Experiences-Bereich, also Erlebnisparks unter anderem, dürfte ebenfalls wieder stärker wachsen. High Single Digits, also höherer einstelliger Prozentbereich, Wachstumsraten im Bereich Experiences und im Streaming-Bereich auch zweistellige Prozentsteigerungen beim Wachstum. So, dann haben wir, was haben wir ansonsten noch? IBM haben wir schon durchgesprochen bei Stifle. Wir haben MSCI bei JP Morgan zum Kaufempfohlen mit einem Kursziel von 742 Dollar. Wir haben. Was haben wir noch hier? S&P Global auch bei JP Morgan zum Kaufempfohlen mit einem Kursziel von 555 Dollar und Target bei Guggenheim wird auch zum Kaufempfohlen mit einem Kursziel von 150 Dollar. Ihr wisst alle Details, alle Up- und Downgrades mit Details, was die Analysten genau dazu sagen, wie auch die Analyse von Citadel Securities mit allen Charts, die dazugehören, bei mir auf dem Kanal 360wallstreet.de. Und wir haben jetzt übrigens in Kürze den Relaunch, warten jetzt noch auf die, wie sagt man, auf die Einbindung der EU-Umsatzzulassung. Also es hakt jetzt zur Zeit so ein bisschen daran, aber wir sind fertig. Wir testen bereits hinter den Kulissen und spätestens Ende Juli, Anfang August, wird der Hebel umgelegt. Die Plattform wird jetzt schon bespielt und es geht. Ja, wir sind wirklich mehr als happy, wie toll die Plattform jetzt geworden ist im Vergleich zu dem, was wir bisher hatten. Also in dem Sinne, ich wünsche euch einen guten Handelsdorf. Wir sehen uns heute Abend wieder. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.