Heute ist Mittwoch, der 22. Juli. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, irgendwie ein wirklich komischer Markt. Die geopolitischen Spannungen nehmen immer mehr zu. Der Ölpreis hat Auftrieb. Die Renditen langlaufender Staatsanleihen harren weiterhin über der Marke von 4,6%. Gleichzeitig fallen die Kursreaktionen auf selbst gute Ergebnisse oft verhalten aus. GE Vanova hat im Grunde fantastische Zahlen gemeldet, aber die Aktie verliert 6%. Dafür steigt Supermicro um über 22%, weil die Auftragslage sich deutlich gebessert hat. Die Bruttomargen überraschen ebenfalls erheblich. Das gleicht die Tatsache aus, dass die Umsätze enttäuschen werden. Ja, AMD geht einen umfangreichen Deal mit Anthropic ein. Man investiert 5 Milliarden in den AI-Giganten, der dann im Gegenzug wiederum AMDs neueste Chips einkaufen wird ab dem ersten Halbjahr 2027. Wieder ein Kreuzdeal also. Tja, für meinen Geschmack wirkt das Ganze zunehmend nervös. Fast eine Art Pulverfass, auf dem wir hier an der Wall Street sitzen. Heute Abend melden Google, IBM, ServiceNow und Tesla Zahlen. Genauso wie Texas Instruments. Das Umfeld also bleibt volatil. So Guys, schönen guten Morgen. Viel los. Und ich muss sagen, immer mehr Gegenwind aus immer mehr Richtungen der Wall Street. Wenn wir uns die Ölpreise anschauen, 3,4 Prozent im Plus bei 87 Dollar. Die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen ziehen leicht an, liegen jetzt bei 4,64 Prozent im zehnjährigen Bereich. Das Hoch des Vormittags bei uns an der Wall Street und gleichzeitig haben wir teils sehr gute Zahlen und trotzdem Abgabedruck. GE Vernova verliert 6% im frühen New Yorker Handel. AMD gibt wiederum einen umfangreichen Deal bekannt mit Anthropic und die Aktie tendiert trotzdem etwa 2,5% schwächer. Man fühlt sich doch zunehmend ein bisschen unwohl, muss ich sagen, denn. Trotz all dieser Belastungsfaktoren, ein S&P 500, der ja gar nicht so weit entfernt ist von den Allzeithochs, mit einer Volatilität im Tech-Sektor, die immer ausgeprägter wird. Gestern die Chip- und Memory-Werte solide im Plus, am Montag, anfangs solide im Plus, dann sämtliche Gewinne wieder abgegeben und heute zum Wochenstart steht der Sektor wieder stärker unter Abgabedruck. Und ich fange mal mit einem Thema an, das jetzt auf den ersten Blick nicht wirklich das Ausschlaggebende ist, aber ich finde trotzdem die Details ganz spannend. Wenn ihr euch mal die Ergebnisse von Interactive Brokers anschaut, das ist jetzt ein Wert, der jetzt nicht so ausschlaggebend ist bei uns an der Wall Street, aber, der Ertrag pro Aktie und der Umsatz, beides lag über den Erwartungen, unter anderem. Wegen eines erheblichen Anstiegs an Wertpapierkrediten. Margin Loans sind um 67% gestiegen auf 108,5 Milliarden Dollar. Und ich finde, hier kommt nochmal sehr schön zum Ausdruck, wie viel Leverage mittlerweile an der Wall Street drin ist. Ob das durch mehrfach gehebelte ETFs ist, auf Einzelwerte oder auf Sektoren, auch auf die Halbleiteraktien, auch die Art und Weise, wie der Optionsmarkt agiert, es ist sehr, sehr viel Zunder in diesem Markt vorhanden. Einem Markt, der aus unterschiedlichsten Richtungen immer mehr Gegenwind bekommt. Natürlich kann das alles gut gehen, aber das Risiko, dass die Volatilität hier hoch bleibt und dass wir auch mal einen überraschenden Schock bekommen könnten, ist glaube ich nicht zu unterschätzen. Wenn wir zu guter Letzt jetzt auch noch Zahlen von Google bekommen, die laut Dan Niles, Wir hatten gestern das Interview mit dem bekannten Tech-Strategen bei mir auf YouTube. Heute wird das als Sonderpodcast auch ausgestrahlt. Dan Niles geht davon aus, dass Google heute Abend die Erwartungen des Marktes übertreffen kann, vor allen Dingen aufgrund des Search-Bereiches. Und dass danach die Schätzungen an der Wall Street vermutlich weiter steigen. Aber Google gibt eben keine Guidance. In anderen Worten, wie läuft es im angebrochenen Quartal weiter? Wenn Google in dem Earnings Call Andeutungen macht, dass zum Beispiel der Cloud-Bereich, abkühlt, deshalb abkühlt, weil wir bei vielen Unternehmen von Token Maximizing, also das Ausschöpfen der Token Budgets, auf Token Minimizing umspringen. Ich darf nochmal daran erinnern, Coinbase hatte vor einigen Wochen betont, dass man durch das Umsatteln auf preisgünstige Open Source Modelle, unter anderem chinesische Open Source Modelle, das Budget um 50% gesenkt hat, das Token Budget. Wenn das nicht nur ein Coinbase-Ereignis ist, sondern auch bei anderen Unternehmen sichtbar ist, dann. Wird es um Google und unter anderem auch bei Microsoft und Amazon die Guidance geben und die nächste Woche Zahlen melden, richtig spannend werden. Token Maximizing auf Token Minimizing war auch einer unserer Themen gestern in dem Talk mit Dan Niles. Und wir haben abgesehen davon heute Abend natürlich auch noch die Zahlen von IBM, von ServiceNow, die jetzt umso wichtiger werden, weil sich auch hier wieder... Kein Schwergewicht im Softwaresektor, aber nichtsdestotrotz ein Unternehmen, das jetzt essentiell genau das gleiche sagt wie IBM, nämlich. Pegas Systems, um genau zu sein. Der Ertrag hier lag unter den Schätzungen und zwar nennenswert unter den Schätzungen, und das Management betont, aufgrund der Entwicklungen im AI-Universum haben Kunden im Softwarebereich Kaufentscheidungen vertagt. Well, essentiell die gleiche Aussage wie bei IBM. Viele fragen sich seit der IBM-Warnung, ob das jetzt ein unternehmensspezifisches Problem ist oder ob das letztendlich gesehen ein branchenweites Problem ist, dass hier Budgets also verlagert werden in Richtung Hardware. Und ein kleines Side-Note, wenn ihr euch Broadcom anschaut, nicht vergessen, dass Broadcom, ja vor einigen Jahren, 2018, Computer Associates übernommen hat, also auch im Software-Bereich unterwegs ist. Das könnte die Risiken bei Broadcom letztendlich gesehen auch mit erhöhen. Das ist also nur mal als Sidenote mit angesprochen und bei ServiceNow ist die Stimmung natürlich ziemlich eingetrübt wie im gesamten Softwaresektor, könnte dem Unternehmen in die Karten spielen. Also ich bin persönlich auch nach vielen Gesprächen mit Dan Niles der Meinung, dass ServiceNow oder zum Beispiel auch eine SAP hier strategisch besser positioniert sind als eine Salesforce, SAP wird morgen Abend Zahlen melden. Die Erwartungshaltung ist also dementsprechend reduziert wird bei ServiceNow, aber nichtsdestotrotz erwartet man bei den wiederkehrenden Umsätzen Wachstum von fast 20%. Die operativen Margen sollen bei fast 28% liegen und die existierende Guidance, also die Aussichten, die das Unternehmen damals gegeben hat, sprechen für. Subscription Revenues, also wiederkehrende Umsätze durch wiederkehrende Umsätze von über 20%, Wachstum operative Margen von über 31%. Wenn ServiceNow hier liefern kann, donnert die Aktie natürlich nach oben. Aber wenn es Zeichen einer Abkühlung gibt und wir sehen das, was IBM gewarnt hat oder Pegasystems auch bei ServiceNow, dann heißt es erstmal gute Nacht bei den Softwareunternehmen, gerade weil, ServiceNow hier so gut positioniert ist und eigentlich von AI profitieren sollte. Und ich finde, als Anleger hat man jetzt ein Problem. Wir wissen natürlich vor den Zahlen nur eines. Wir wissen, die Reaktion der Aktie wird brutal hoch sein, voraussichtlich. Und zwar entweder nach oben oder nach unten. Wie willst du jetzt als Anleger in die Earnings hineingehend eine hohe Gewichtung im Portfolio halten in diesem Wert? Du kannst genauso gut eine Münze werfen. Das kann gut gehen. Dann besserst du deine Performance auf im Portfolio oder es kann in die Hose gehen und wenn die Gewichtung dann zu hoch ist, ruinierst du deine Performance und das führt also insgesamt dazu, aufgrund der hohen Volatilität, dass viele Anleger erstmal die Ergebnisse abwarten, bevor man dann letztendlich gesehen stärker agiert. Ich werde heute Nachmittag nochmal oder heute Abend eurer Zeit dann im Detail darauf eingehen, was bei IBM, bei Google, bei Tesla, bei Texas Instruments heute Abend erwartet wird, das also nur am Rande erwähnt. Kommen wir nochmal zurück zum Jetzt und Heute und ich bleibe jetzt einfach mal im Tech-Sektor, weil ich damit auch angefangen habe. Das Wall Street Journal berichtet also heute Morgen, dass Anthropic bis zu 2 Gigawatt an AMDs aktuellster Chip-Technologie einkaufen wird. Instinct MI450, um genau zu sein, und zwar ab der ersten Jahreshälfte 2027. Im Gegenzug wird AMD 5 Milliarden Dollar in Anthropic investieren. Ja, also wieder einer dieser Kreuz-Deals. Wenn du mir den Auftrag gibst, gebe ich dir die Kohle, damit du mir den Auftrag gibst. So hast du die Technologie. Wir können schöne Wachstumszahlen ausweisen. Und morgen wird AMD dann noch mal im Fokus stehen, weil morgen Nachmittag um 18.30 Uhr eurer Zeit am frühen Abend der CEO eine Rede halten wird auf der Advancing AI 2026-Veranstaltung von AMD. Da wird also der Vorstand morgen Abend eine Rede halten. Die Wall Street wird gut lauschen. So, wir haben ansonsten neben Pegasystems, die deutlich unter Druck stehen, Supermicro, die dafür umso mehr durchstarten. Die Aktie ist über 15 Prozent auf der Gewinnerseite. Hier wurden auch Zahlen gemeldet. Und ich muss sagen, ich bin kein Fan von Supermicro, schon lange nicht. Weil dafür gab es für meinen Geschmack halt immer wieder zu viele Fragezeichen über Bilanzierungsmethoden, Buchungsmethoden. Dann gibt es mal wieder eine Hausdurchsuchung von staatlicher Seite, ob in Südkorea oder hier. Also für mich interlässt das einfach so ein gewisses Geschmäckle. Supermicro jedenfalls, Lieferant von Servern an AI Data Center. Und man warnt einerseits, dass im vierten Quartal, im Juni-Quartal also die Umsätze am unteren Ende liegen werden, wenn man den Mittelwert nimmt, so 11 bis 12,5 Milliarden wurden angepeilt, also 11 bis 12,5 Milliarden und man wird am unteren Ende dieser Spanne liegen, aber dafür werden die Bruttomargen extrem hoch ausfallen und zwar mit 16 Prozent in etwa doppelt so hoch, wie man erwartet hatte. Das heißt, obwohl die Umsätze enttäuschen werden, kann das durch die Margen eingespielt werden. Der Trag pro Aktie müsste also letztendlich gesehen die Erwartungen schlagen und man sieht einen immensen Anstieg an Aufträgen. Man hat über 40 Milliarden Dollar Aufträge vorliegen, also wesentlich höher als die Wall Street erwartet hat und die Aktie wird dadurch letztendlich gesehen angefragt. AMD übrigens, trotz der Meldung heute Morgen etwa 3% auf der Verliererseite. So, jetzt kommen wir mal zu den Unternehmen, die wirklich super gemeldet haben. GE Vanova, die Aktie verliert 5% nach Zahlen, die wirklich toll sind. Jetzt sagt der ein oder andere, ja, aber die Margen und hin und her... Aber das ist doch letztendlich gesehen das Haar in der Suppe. Die Problematik bei GE Vanova ist, dass wir eine hohe Bewertung hatten, eine sehr hohe Messlatte und dementsprechend Gewinnmitnahmen sehen, obwohl. Die Zahlen im Detail wirklich überwältigend sind. Der EBITDA-Ergebnis deutlich über den Schätzungen. Der Umsatz 11,1 Milliarden, etwa 400 Millionen über den Prognosen. Aber der Burner, der frei verfügbare Cashflow, 5,1 Milliarden Dollar. Guys, das ist mehr als viermal so hoch, als die Wall Street erwartet hatte. Und der Auftragsbestand ist um 88 Prozent auf 24,2 Milliarden Dollar gestiegen. Die Umsatzaussichten werden angehoben und zwar stark und die Cashflow-Erwartungen auch. Jetzt die Cashflow-Erwartungen für das Jahr liegen jetzt. Wenn man den Mittelwert nimmt, bei 12 Milliarden Dollar. Bisher lagen wir beim Mittelwert bei 7 Milliarden Dollar. Also das sind echt feste Zahlen. Das Geschäft mit Windkraft, das ist die einzige Sparte, die enttäuscht. Die Aufträge sind hier um 40 Prozent eingebrochen, aber Aufträge für Elektrifizierung plus 93 Prozent, Aufträge für die Stromsparte plus 135 Prozent, das ist mega. Aber es reicht trotzdem nicht aus, bei der Bewertung und bei der Kursentwicklung die Bote hier anzuheben. Die Aktie ist trotzdem auf der Verliererseite und wie Dan Niles gestern im Interview schon meinte, bei Google wird nicht nur spannend sein, wie die Zahlen ausfallen, sondern vor allen Dingen auch, wie die Aktie darauf reagieren wird. Micron war nach den Zahlen schwach, Samsung war nach den Zahlen schwach, Taiwan Semiconductor war nach den Zahlen schwach, ASML war nach den Zahlen schwach. Wird es bei Google anders sein, wenn die Zahlen gemeldet werden? Da wird die Wall Street auch nochmal genau hinschauen, um letztendlich gesehen. Einen Geschmack zu bekommen für die nächsten Handelstage und die Reaktionen auf die Tech Earnings. So, außerhalb des Tech-Sektors sind die Reaktionen auf die meisten Ergebnisse auch verhalten. Philip Morris ein bisschen schwächer, Capital One ein bisschen schwächer, Interactive Broker ein bisschen schwächer, Alaska Air, da waren die Zahlen durch die Treibstoffkosten verhagelt, schwächer, Chubb schwächer. Einzig und allein AT&T kann heute profitieren, 4% im Plus und Palti Holmes kann ebenfalls von den Zahlen insgesamt profitieren. Philip Morris konnte die Ertragsschätzungen schlagen. Wie dem auch sei, die Schätzungen für das Gesamtjahr auf der Ertragsseite sind eigentlich enttäuschend, weil sie nur bestätigt werden. Aber wenn das zweite Quartal von vier Quartalen so viel besser ausfällt, warum werden dann die Jahresprognosen nur beibehalten? Wir haben Capital One, da lag der Ertrag schön über den Erwartungen, Rückstellungen für mögliche Kreditschieflagen waren eine Milliarde weniger als man erwartet hatte, das hat geholfen und last but not least haben wir vor allen Dingen, AT&T auf der Gewinnerseite. Also die Aktie, das EBITDA-Ergebnis über den Schätzungen der frei verfügbaren Cashflow und vor allem konnte man netto sehr viele neue, Smartphone-Kunden oder im Mobilfunkbereich besser gesagt Kunden gewinnen, 432.000 netto Neukunden. Das liegt etwa 100.000 über den Schätzungen der Walls. Nach dem Fiber-Optics-Bereich, also im Internet-Bereich, wurden mehr Kunden gewonnen, als man letztendlich gesehen erwartet hatte. So, also insgesamt ganz gut, aber die Kursreaktion eben trotzdem ziemlich verhalten. So, jetzt möchte ich, bevor ich auf die Analystenkommentare eingehe, noch mal ganz kurz auf das makroökonomische Bild eingehen, das sich zunehmend verschlechtert. Die Ausgangslage war, Trump wird nicht weiter eskalieren, Bodentruppen werden nicht kommen, damit sind die Midterms im Prinzip besiegelt, nämlich zu Lasten der Republikaner. Well, DeWalt wird zunehmend eines Besseren belehrt. Die Lage eskaliert mittlerweile fast auf Tagesbasis. Wenn man sich die Nachrichten hier mal anschaut, Rubio warnt also, dass der Iran nicht ernsthaft verhandelt. Wir haben vor wenigen Minuten erneut Warnungen von Donald Trump gehabt, Androhungen gegenüber dem Iran auf Truth Social Media. Irans Innenminister war in Pakistan am Dienstag, um zu verhandeln, aber trotzdem sieht es nicht wirklich nach einer Deeskalation der Lage aus. Und gleichzeitig, schreibt das Wall Street Journal der Iran, zeigt der Welt aktuell, dass man mit Raketen und die Fähigkeiten, mit Raketen umzugehen, wesentlich starker ausgestattet ist, als die meisten bisher angenommen haben. Und gleichzeitig spitzt sich jetzt die Lage im Roten Meer weiter zu. Bloomberg berichtet, dass die Houthis Raketen und Drohnen jetzt in der Straße von Bab el-Mandeb positioniert haben. Das ist einer der wichtigsten und meistbefahrenen Meerengen, verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean. Und wenn hier also der Würgegriff weiter zugezogen wird, droht also die Situation an den Energiemärkten sich weiter zu verschärfen. Tja, gleichzeitig, wenn man sich mal anschaut, wie viel Militär die USA in die Region verlegt haben, ja, bleibt in der Tat erstmal offen, wann dann eine Deeskalation tatsächlich stattfinden soll. Und insofern bleibt die geopolitische Lage sehr, sehr spannungsgeladen. Also die geopolitische Spannungslage nimmt weiter zu, die Renditen bleiben hoch, gleichzeitig gute Earnings, G-E-Vernova, aber schwache Kursreaktion, hohe Volatilität, Margin Calls, die erheblich zugenommen haben in Südkorea und Leverage bei uns in den USA, wenn man sich Margenkredite anschaut, bis zu Hutkrempel ausgefahren. Übrigens, das wollte ich noch mit erwähnen, auch wieder so eine Nummer, wo man wirklich den Kopf schütteln muss. Ja, das Wall Street Journal berichtet, dass das Weiße Haus jetzt ein Atomabkommen mit Saudi-Arabien zugelassen hat. Und zwar darf Saudi-Arabien jetzt ein ziviles Atomprogramm auflegen und was letztendlich gesehen die Tore öffnet für eine Anreicherung von Uran. Also das Wall Street Journal, das muss immer noch vom Senat und Kongress abgesegnet werden. Aber der Iran darf keine zivile Atomanlagen nutzen, weil die Gefahr von Anreicherung von Uran gegeben ist. Aber bei Saudi-Arabien ist es letztendlich gesehen in Ordnung. Saudi-Arabien und Iran sind sich natürlich spinnefeind. Gleichzeitig muss man sagen, darüber redet natürlich mittlerweile keiner mehr in der Administration, dass was Menschenrechte betrifft, Saudi-Arabien jetzt auch nicht gerade den Nobelpreis bekommen wird. Also auch da kann man sich wieder die Frage stellen, also Iran darf nicht, Saudi-Arabien darf plötzlich, der Senat muss es wie gesagt und der Kongress noch absegnen, aber der Gedanke, dass Saudi-Arabien möglicherweise Uran anreichern kann, würde natürlich Jahre dauern, bis man dann dahin kommt, aber. Ja, also man kann teilweise über die Politik von Donald Trump wirklich nur den Kopf schütteln und die Risiken, die das letztendlich gesehen für uns alle bedeutet in dieser Welt. So, also, all right. Kommen wir ansonsten nochmal ganz kurz zu den Analystenkommentaren zurück an der Wall Street. Ich musste gerade mal ein bisschen blättern. Sorry, dass ich heute ein bisschen springe. Also wir haben bei den Analysten-Kommentaren vor allem GM auf den Empfehlungslisten und ich hatte das gestern in der Opening Bell schon angesprochen, die Aktien von GM waren nach den Zahlen vorbörslich schwächer, was ich nicht so richtig nachvollziehen konnte. Die Zahlen waren wirklich ausgesprochen stark, vor allem wenn man bedenkt, wie schwierig das makroökonomische Umfeld ist. Heute hat es Kaufempfehlungen ohne Ende. Goldman Sachs, Kursziel 103 Dollar, man betont sehr solides Quartal. Die EBITDA-Aussichten für das Gesamtjahr, auch für die verfügbaren Cashflow werden weiter angehoben und das Umfeld für 2027 verbessert sich weiter. Barclays hebt das Kursziel auf 110 an, RBC Capital auf 100 Dollar. Und das ist nur ein Teil der positiven Analystenkommentare zu GM. Bei Robinhood hebt die Keybank das Kursziel auf 125 Dollar an. Wir hatten an fast jedem Einzelhandelstag in dieser Woche Kaufempfehlungen für diesen Wert, weil die Aktivitäten dort auch höher sein sollen, als die Wall Street aktuell schätzt. Bei 3M hebt die UBS die Kursziele an auf 218 Dollar. Und Barclays zu Supermicro hebt das Kursziel auf 38 Dollar an, bleibt aber trotzdem nur bei Halten. Geht hier nochmal darauf ein, dass die Umsätze also am unteren Ende der Erwartungen liegen werden mit einer Expansion der Bruttomargen gemessen am Mittelwert auf 16 Prozent. 8,2 bis 8,4 Prozent hatte die Wall Street erwartet. Also in anderen Worten, der Analyst hebt zwar die Kursziele an, bleibt aber insgesamt bei diesem Wert zurückhalten. Ich möchte nochmal ein kurzes Fazit ziehen des Interviews gestern von Dan Niles, das heute auch als Podcast ausgestrahlt wird, wenn ihr Untertitel haben wollt. Bei dem Beitrag auf YouTube habt ihr die Untertitel dazu und ich finde einen Punkt oder zwei Punkte bei dem Interview besonders spannend. Die Tatsache, dass Dan Niles in den End-90er-Jahren der einzige führende Tech-Analyst war, Mary Meeker und Henry Blodgett, beide waren ja bis zum Einbruch des Marktes extrem bullish, während Dan Niles vom Timing her auch rechtzeitig vor einem Platzen der Bubble gewarnt hat. Aber wenn ein Mann dieser Größenordnung, der letztendlich gesehen ja schon seit vielen Jahren auch seinen eigenen Hedgefonds hat, betont, dass selbst für ihn als Tech-Profi, die Transparenz im AI-Sektor und das, was die Kurse bewegt, extrem nachgelassen hat. Ich finde, das ist schon tiefblickend, weil auch er sagt, dass so viele tektonische Verschiebungen mittlerweile stattfinden. Die Top 1% der Token-Käufer in den USA generieren 50% der Token-Umsätze. Das heißt, wenn Coinbase und eine Uber auf einmal anfangen, bei Token zu minimieren, also das Tokenbudget effektiver zu nutzen zugunsten von Open Source Modellen, dann kann das natürlich immense, Auswirkungen haben auf den gesamten Sektor. Gleichzeitig bedeutet das auch, dass die ganzen Large Language Modelle vor einer Kannibalisierungsphase stehen, die für immensen Preisdruck sorgen müssten. Dann gleichzeitig droht Washington, die Open-Source-Modelle Chinas für amerikanische Unternehmen zu verbieten oder zumindest einzuschränken, was für die LLM-Modelle dann wieder bullish wäre, aber für Corporate America insgesamt sehr bearish. Ich darf nochmal daran erinnern, Alex Karp von Palantir, der stinksauer bei CNBC kommentiert, wie amerikanische Unternehmen durch das Modell der LLM hier in den USA benachteiligt werden. Das Commoditizing der LLM-Modelle rechtfertigt, dass dann noch die immens hohen Investitionen, also so viele Fragezeichen, die letztendlich gesehen für Verunsicherung sorgen. Also das sind für mich eigentlich die spannendsten Takeaways gestern, dass selbst Dan Niles, aktuell Schwierigkeiten hat, die Lage wirklich richtig präzise einzuschätzen, wegen all dieser tektonischen Verschiebungen im Tech-Sektor und gleichzeitig sieht auch er, dass die LLM-Modelle vor einer Kannibalisierung stehen, was dann wiederum die CapEx-Investitionen teils infrage stellt. Also wirklich ziemlich verfahren die Lage aktuell. So, wer übrigens bei Dan Niles mal nachschauen will, auf Twitter hatte er gerade gestern eine Einschätzung der Marktlage gepostet, wer das Ganze auch nochmal zusammenfassend lesen will, da ist er dann unter anderem auch auf Intel eingegangen und auf Google. So, in diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Handelstag heute bis heute Abend. Gestern Abend musste ich leider die Closing-Bell absagen, weil ich quasi dann plötzlich um 15 Uhr meiner Zeit eine Warnung hatte. Eine unmittelbare Tornado-Gefahr geht bitte umgehend in den Keller. Und tatsächlich hatten wir gestern bei uns dann in der Umgebung drei Tornados. Die Schaden angerichtet haben. Das ist schon irgendwie irre. Wir hatten schon vor einer Woche Tornado bei uns hier in der Stadt. Irre Wetter aktuell. Also heute Abend aber, vorausgesetzt, wir kriegen kein Tornado, findet die Closing Bell statt. Und es wird eine Zusatzsendung heute geben, in der ich noch mal die ganzen Ergebnisse heute Abend näher beleuchte. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.