Heute ist Donnerstag, der 23. Juli. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, gegen Windausgleich drei Richtungen. Die Ölpreise ziehen an aufgrund der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Das wiederum treibt die Renditen der langlaufenden US-Staatsanleihen weiter nach oben. Wir sind im 10-jährigen Bereich bei 4,7 Prozent. Eine Schmerzgrenze für den Aktienmarkt. Gleichzeitig sehen wir überwiegend negative Reaktionen auf Ergebnisse. Google, Tesla unter Abgabedruck, ST-Micro deutlich schwächer, Texas Instruments ebenfalls. Und wir haben den Supermarktwert Albertsons wegen sehr schwacher Zahlen und noch schwächerer Aussichten deutlich auf der Verliererseite, was wiederum Kroger und Walmart belastet. So, einen schönen guten Morgen. Ja, was für ein Cocktail der Belastungsfaktoren. Wir haben die Renditen im 10-jährigen Bereich jetzt bei 4,71 Prozent und damit nimmt der Schmerz auf der Aktienseite zu. WTI heute Morgen, Öl über 5% im Plus und Brand in Europa fast bei 100 Dollar. Gleichzeitig haben wir überwiegend negative Reaktionen auf Quartalszahlen. Selbst bei den Unternehmen, die eigentlich ganz gute Zahlen und Aussichten hatten. Texas Instruments schwächer. Wir hatten im Europabereich bereits ST-Micro minus 14 Prozent. IBM auch unter Abgabedruck. Tesla zunehmend unter Druck. Google heute Morgen auch negative Kursreaktionen. Und selbst bei einem so defensiven Wert im Supermarktbereich Albertsons verliert aufgrund einer kräftigen, Ertragsentäuschung und reduzierte Aussichten 17 Prozent vor Handelsstart, was in Folge dann auch den Supermarktkonzern Kroger und auch Walmart mit belasten dürfte. Die Nachrichtenlage ist auf breiter Front also keine gute. Wir hatten heute Morgen zudem die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe und normalerweise müsste man sich ja freuen. Es gibt weniger Erstanträge, 187.000, erwartet wurden 212.000, aber im aktuellen Umfeld mit steigenden Treibstoffkosten einer weiteren Zuspitzung des Konflikts im Nahen Osten, der damit einhergehenden Risiken anziehender Inflation und parallel jetzt, Erstanträge, die rückläufig sind, steigt das Risiko, dass die amerikanische Notenbank die Zinsen anheben wird. Am 29. ist die Tagung. Hier nochmal die Erwartungen für den 29. Ich hatte das gestern Abend bereits in der Closing-Bell. Konsens ist nach wie vor, es gibt keine Zinsanhebung, aber wir sehen hier auf dieser Grafik sehr schön, dass das Risiko einer Zinsanhebung erheblich gestiegen ist. Wir liegen jetzt bei einer Wahrscheinlichkeit per Closing gestern von 36 Prozent, dass die amerikanische Notenbank überraschend am 29. Juli die Zinsen anheben wird. Ja, kein guter Cocktail heute Morgen. Wir haben auf geopolitischer Ebene einen Post wieder mal vor dem Opening der Wall Street von Donald Trump auf Truth Social. In diesem Post droht er den Houthis mit militärischen Konsequenzen, sollten die Angriffe im Roten Meer zunehmen. Man hat zwei saudische Tanker angegriffen. Trump droht auch dem Iran mit einem erneuten Gegenschlag und einer Ausweitung der militärischen Maßnahmen, sollten die Houthis hier nicht zurückrudern. Die Situation fühlt sich immer mehr an, als hätte Donald Trump die Kontrolle hier verloren. Der Ölpreis, das berichtet auch die Financial Times, steigt vor allen Dingen jetzt auch wegen der Einmischung der Houthis. Wir haben gleichzeitig die Meldung von Qatar Energy, dass man jetzt darüber nachdenkt, Force Majure bis in den Oktober fortzusetzen. Das berichtet Bloomberg heute Morgen und wir sehen, dass vor allen Dingen auch in den europäischen Märkten die Erdgaspreise wieder ordentlich anziehen und fast wieder die Hochs erreicht haben. Seit vor Unterzeichnung dieses sehr temporären und sehr wackeligen Memorandums of Understandings mit den Iranern, das seitdem natürlich gescheitert ist. Das Wall Street Journal berichtet zudem, dass das Pentagon die militärische Vertretung der USA in der Region weiter ausgeweitet hat, um Donald Trump mehr Optionen zu geben. Sollte eine Eskalation der Lage notwendig sein. Axios berichtet zudem, dass man jetzt auch B-1-Bomber eingesetzt hat Anfang dieser Woche gegen den Iran. Also wir sehen eine weitere Eskalation der Lage, gleichzeitig erneut Berichte. Und wir haben gestern schon darüber berichtet hier in der Opening Bell. Die New York Times schreibt nun auch, dass der Iran ausreichend Waffen hat, um nach wie vor amerikanischen Streitkräften und der Infrastruktur im Nahen Osten Schaden zuzufügen. Die Nachrichtenlage also hier ausgesprochen negativ und. Gleichzeitig betont die Financial Times, dass Russland jetzt in Kürze weiterverarbeitete Energieprodukte, also in anderen Worten unter anderem auch Diesel, aus Indien geliefert bekommen. Das ist ein klares Signal, dass die Angriffe der Ukraine in Russland die dortige Infrastruktur im Energiebereich auch erheblich getroffen hat. Und bedeutet natürlich auch, dass die Versorgung von Diesel insgesamt in dieser Welt unter Druck gerät. Also Öl in allen Schlagzeilen, hier Benzin zieht auch in den USA an und Donald Trump. Mit diesem sehr unkoordinierten Schritt, dieses Hineinstolpern in einen Konflikt mit dem Iran, den er jetzt nicht mehr wirklich kontrollieren kann. Gestern hatte ja Rubio betont, man wolle ja verhandeln, aber es mangelt an Ernsthaftigkeit auf Seiten der Iraner. Letztendlich gesehen schon erstaunlich, dass die Iraner das Memorandum of Understanding der Amerikaner hier so nicht akzeptiert haben, weil das ja sehr stark auch zugunsten des Iran war. Das zeigt aber eben auch, dass der Iran sehr widerstandsfähig ist. Und nochmal, dieser Konflikt Iran-Irak, schon lange her, hat sich damals acht Jahre hingezogen. Also die Iraner sind vorbereitet und der Außenminister hat ja unlängst auch betont, sollten Bodentruppen eingesetzt werden, sei man bereit. Und das werde zu herben Verlusten auf Seiten der Amerikaner führen. Und diesen Schritt ist Donald Trump bisher nicht bereit zu gehen. Man liest hier immer öfter in den USA, dass zigtausende, zigzehntausende von US-Truppen dann quasi im Iran stationiert werden müssten, wenn nicht sogar in die hunderttausend. Und damit ist genau das Szenario dann, das Donald Trump eigentlich nicht haben wollte. Schauen wir mal, was passiert, ob der Taco-Trade noch funktioniert und im Gegensatz zu den Zöllen ist der Taco-Trade halt auch nicht mehr so einfach, weil eben Donald Trump nicht der Herr der Dinge ist. Der Iran gehört mit dazu und auch Israel gehört mit dazu, wobei es hier, finde ich, in den letzten Tagen doch erstaunlich ruhig geworden ist um Israel. Die Frage wird sein, ob man letztendlich gesehen wieder aufeinander zugeht. Also funktioniert der Taco-Trade noch? Bei den Zöllen war das einfacher. Da hat Donald Trump verhängt und bei zunehmendem Schaden im Bereich der Anleihemärkte wieder zurückgerudert. Aber in diesem Fall ist es eben nicht so einfach, zumal... Letztendlich die Risiken hier natürlich auch durch die galoppierenden Defizite immer größer werden. Ich meine, Dan Niles hatte das in dem Interview auch betont. Es ist im Prinzip unfassbar, wie hoch die Defizite sind in den USA in einem Umfeld, in dem die Wirtschaft eigentlich ganz gut läuft. So, jetzt wollen wir das Thema Makro mal abhaken. Da ist natürlich immer die Möglichkeit, dass zu guter Letzt wieder irgendwelche Schlagzeilen kommen. Bei 4,7 Prozent bei den zehnjährigen Anleihen und WTI jetzt über 90 Dollar. Wird die Schmerzgrenze für Donald Trump auch immer größer. Bin also gespannt, ob hier letztendlich gesehen nicht versucht wird, stückweit auch entgegenzulenken. So, und das bringt mich zum nächsten Belastungsfaktor. Wir haben zu Beginn der Berichtssaison schon gesagt, Guys, warten wir mal ab. Sind die Schätzungen eventuell zu hoch? 22% Ertragswachstum für den S&P 500 wurden angepeilt. Im vorhergehenden Quartal wurden 11% angepeilt. Die galten schon als hoch, wurden aber deutlich geschlagen. Dieses Mal sehen wir immer mehr von Beginn an, ob das bei Micron war, bei Samsung, ASML, Taiwan, Semiconductor, dass die Erwartungshaltungen teils so hoch sind, dass selbst überraschend gute Zahlen hier nicht mehr zünden. Texas Instruments ist eigentlich hier ein gutes Beispiel, dass wir, obwohl das Ertragsergebnis und auch die Umsätze über den Erwartungen lagen, Und zwar deutlich über den Erwartungen der Umsatz. Fast 5,5 Milliarden, das ist 23 Prozent Wachstum, 250 Millionen über den Schätzungen. Die Margen waren besser und die Jahresaussichten werden auch noch angehoben und trotzdem ist die Aktie auf der Verliererseite. Jetzt gab es, und ich fange mal mit den kleineren Werten an, in Europa schon eher Gegenwind, BE Semiconductor, da lag der Umsatz unter den Schätzungen, die Umsatzaussichten lagen auch unter den Erwartungen, die Aktie war in Europa schon schwächer, STMicro, die Guidance für das dritte Quartal unter den Erwartungen des Marktes, auch wenn sich das Management bullisch geäußert hat, aber die Aktie, da muss ich übrigens korrigieren, das waren nicht 14%, sondern 4% auf der Verliererseite. Wir haben IBM, die gestern nach den Zahlen erst mal freundlich waren, so nach dem Motto, alright, sie haben sich geäußert zum zweiten Halbjahr und in der Tat werden die erwarteten Umsatzziele, das Umsatzwachstum leicht gesenkt von 5 auf 4,5 Prozent, aber das ist eigentlich ganz gut. Man hatte befürchtet, dass die Revidierungen für das zweite Halbjahr noch größer sein würden, zumal im Softwarebereich immer noch relativ viel Wachstum vom Management angepeilt wird. Barclays senkt die Kursziele trotzdem heute Morgen auf 262, bleibt bei einer Kaufempfehlung. Goldman Sachs bleibt auch bei einer Kaufempfehlung und senkt auf 270 Dollar. Nochmal, die lagen auch schon bei der Kaufempfehlung, bevor IBM die Warnung ausgesprochen hat, bevor wir den schlechtesten Handelstag seit 1968 hatten und jetzt sitzt man halt da und sagt sich, naja, jetzt können wir halt bei der Kaufempfehlung auch gleich bleiben. Aber Barclays betont also, dass im zweiten Halbjahr das überhaupt noch Wachstum verbucht wird, zeigt, dass ein Teil der verlorenen Aufträge, wie gesagt CapEx Investitionen der Kunden, wurden verlagert von Software Services Richtung Hardware, dass man das zum Teil wieder wettmachen kann. Goldman Sachs sagt, die Aktie wird erstmal eine Handelsspanne bleiben. Nachdem die Aussichten auf das Gesamtjahr leicht gesenkt wurden. Also richtig überzeugend klingt das nicht. Und jetzt komme ich mal zu den größeren Tech-Werten, zu Google. Und bei Google muss man sagen, der Bericht ist im Prinzip so ein bisschen okay, würde ich mal sagen. So würde ich es beschreiben. Und die Analystenkommentare zu Google sind heute Morgen eigentlich auch recht optimistisch. Wir haben Cantor Fitzgerald, Mit Übergewichten. Das zweite Quartal sei insgesamt doch recht robust gewesen. In den meisten wichtigen Bereichen lag man über den Erwartungen des Marktes, vor allem in der Cloud-Bereich. Sehr starkes Wachstum, natürlich 83% Wachstum im Cloud-Segment. 63% wurden erwartet, 70% waren die Flüsterschätzungen. Und so geht es im Cloud-Bereich eigentlich weiter voran. Auch die Profitabilität im Cloud-Bereich war viel höher, als die Wall Street erwartet hatte. 8,8 Milliarden. Das sind knapp 1,9 Milliarden Dollar höhere Profitabilität, als man erwartet hatte. So weit, so gut. Aber, und ich finde ehrlich gesagt, naja, überraschend kann das eigentlich nicht sein. Die erwarteten CapEx-Investitionen für 2026 wurden auf 195 bis 205 Milliarden ausgeweitet. Der Mittelwert lag bei vorher bei 195 Milliarden. Oh ja, CapEx-Investitionen werden ausgeweitet. Na ja, guys, Google hat eine Kapitalerhöhung von über 80 Milliarden Dollar umgesetzt. Das haben sie sicherlich nicht gemacht, damit sich Heiner Muckel da irgendwie ein paar Bonusauszahlungen machen kann. Das war doch der klarste Vorbote, dass die CapEx-Investitionen weiter steigen werden. Und nochmal, der Haken ist, dass Google keine Guidance abgibt, keinen Ausblick abgibt. Das hat Google die letzten Quartale nie gemacht und dieses Mal eben auch nicht. Und jetzt schaut man sich mal an, was die Bank of America erwartet. Die Bank of America geht davon aus, dass Google im Jahr 2027 290 Milliarden Dollar in CapEx investieren wird. Also noch weitaus mehr als im Jahr 2026. Das soll also noch kein Ende der Fahnenstange erreicht haben. Und derweil knickt der frei verfügbaren Cashflow ein, im letzten Quartal minus 6 Milliarden. Vorher erwartet wurden plus 2,4 Milliarden. Das ist eben das ewig gleiche Dilemma. Der verfügbare Cashflow negativ. Google hat keine einzige Aktie in diesem Jahr zurückgekauft. Man hat durch die Kapitalerhöhung noch weitaus mehr auf den Markt gebracht. Es ist und bleibt ein Wettrennen im Bereich der AI und bei Gemini sehen wir wenigstens, dass die Zahlen in die richtige Richtung gehen. 22 Milliarden API Tokens werden pro Minute jetzt abgewickelt und die Gemini App hat mittlerweile 950 Millionen monatlich aktive Nutzer. Also das ist insofern schon ganz gut und ist natürlich bullish für die AI Infrastrukturwerte, die heute Morgen auch trotzdem leicht schwächer notieren. Aber dieses wir geben Vollgas und wir investieren, weil wir müssen dieses Wettrennen gewinnen um AI, das hat eben auch Konsequenzen und dementsprechend. Ist die Aktie heute Morgen auch leicht auf der Verliererseite. Am Rande bemerkt, OpenAI, das berichtet das Wall Street Journal, plant bis 2030 jetzt 750 Milliarden Dollar in Compute Power auszugeben. Bisher lagen die Ziele bei 600 Milliarden. Das heißt, obwohl OpenAI nicht den Luxus hat, den eine Google hat, mit vielen Bereichen, die sehr profitabel sind, die ordentlich wachsen, trotzdem gibt man hier weiter Vollgas. Also heißt mehr Schulden und letztendlich gesehen mehr Investmentrunden, die hier gemacht werden bei Börsengängen, die immer mehr wie ein Griff ins Klo wirken. SpaceX ist das beste Beispiel von einem Mega-IPO, das ordentlich in die Hose gegangen ist für die, die nach dem Börsengang gekauft haben. Am 4. August sind hier die Ergebnisse. Ein paar Wochen später, ein, zwei Wochen später fällt die Verkaufsschranke weg für viele Insider. Mal schauen, was dann passiert. So, kommen wir mal zur Softwarebranche. Wir haben hier ServiceNow im Plus, 5%. Well, that's nice. Aber 5% plus heute nach 6% Kursrückgang gestern bedeutet, dass noch nicht mal die Vortagsverluste wieder wettgemacht werden. Werden die Nerven der Softwareinvestoren ein bisschen aufgepäppelt durch die Zahlen? Ja, das kann man sagen. Das sehen wir heute Morgen auch an den Analystenkommentaren. JP Morgan, Kursziel 150, bleibt bei Übergewichten und sagt, die Ergebnisse und Aussichten, die Aussichten von ServiceNow wurden in den meisten Bereichen minimal angehoben, immerhin nicht gesenkt und auch nicht beibehalten angehoben. Die Tatsache, dass das also passiert, senkt die Nervosität bei Software-Aktien. Und verfestigt nochmal die starke Position von ServiceNow im Enterprise-Customer-Bereich. Die UBS bleibt trotzdem nur bei neutral mit einem Kursziel von 110 Dollar. Das wird gesenkt und sagt, das zweite Quartal sei insgesamt stabil verlaufen mit einer moderaten Anhebung der Aussichten. Wie dem auch sei, bleibt die zugrunde liegende Nachfrage sehr uneinheitlich, und dass die Erwartung geschlagen würde. Zeigt eine solide Wachstumsbeschleunigung, aber keine Nennenswerte. Das Wichtige wird hier sein, dass heute Abend SAP ausschlagen kann. Wenn SAP schlägt, könnte das gekoppelt mit ServiceNow ein bisschen mehr umverleihen in der Branche. Man darf nur eins nicht vergessen, dass eben SAP und ServiceNow im Software-Universum in der Tat mit am besten positioniert sind. Das heißt noch lange nicht, dass Salesforce den gleichen Trend hier aussieht. So, wir haben Mobileye nach den Zahlen auch 4% schwächer. Ertrag über den Schätzungen, Aussichten wurden angehoben, aber überwiegend, weil die Steuersätze gemanagt wurden. Die Steuersätze waren niedriger als die Wall Street erwartet, hat es also ein zweischneidiges Schwert. So, jetzt will ich ganz kurz mal Albertsons ansprechen und das ist wirklich schon beachtlich, Dass eine Aktie von einem Supermarkt 17%, einbricht, also so viel wie ein Momentumwert, das lässt tief blicken und zeigt, dass die Zahlen wirklich gruselig sind. Der Ertrag pro Aktie 42 Cent statt 54 Cent. Die Umsätze der schon länger geöffneten Supermärkte minus 0,8 Prozent, auch schlechter als erwartet. Das Kern-Supermarkt-Geschäft sieht zunehmenden Druck und Schwäche, sowohl bei den Stückzahlverkäufen, vor allen Dingen, weil Verbraucher vorsichtiger werden. Ja, ich meine Gott sei Dank haben wir uns so viel Speck angefuttert in den USA. Ich habe jetzt mittlerweile auch schon 15 Pfund verloren. Wir müssen alle den Gürtel ein bisschen enger schnallen bei uns, weil neue Klamotten kaufen ist eine teure Angelegenheit. Die Jahresprognosen bei Arbeitslens werden auch noch erheblich gesenkt. 1,80 Dollar, 2,27 Dollar wurden erwartet und Guys, ihr könnt euren Hintern darauf wetten, dass eine Walmart, eine Kroger, eventuell eine Costco, die sehr gut positioniert sind, trotzdem unter diesen herben Einbrüchen leiden wird. Da sieht man übrigens nochmal, wie blödsinnig der Eingriff der Wettbewerbshüter war. Denn Albertsons war im Prinzip im Fusionsprozess. Ich glaube, es war Kroger und das wurde dann blockiert. Wir sehen aber, welche Schwierigkeiten mittlerweile in diesem Sektor stattfinden, der insgesamt noch ziemlich umkämpft ist. Vielleicht wäre es doch eine gute Idee gewesen, diesen Merger zu erlauben. Wir sehen im Konsumentenbereich auch Las Vegas Sands, Casinos enttäuschende Umsätze und EBITDA-Zahlen, insbesondere Macau und Singapur unter den Erwartungen. Wir sehen die Fluggesellschaften auf der Verliererseite, logischerweise belastet durch die steigenden Treibstoffkosten und Ölpreise. Selbst Southwest Air und die haben wirklich sehr gute Zahlen gemeldet. Der Ertrag lag erheblich über den Schätzungen und die Aussichten auch viel stärker, als man erwartet hatte. Und das, obwohl die Treibstoffkosten so stark gestiegen sind. Also die Airline hat einen wirklich guten Job gemacht und steht trotzdem heute Morgen an der Wall Street unter Abgabedruck. American Air auch unter Abgabedruck. Das letzte Quartal lief sehr gut, der Ertrag viel höher als erwartet. Trotz des Gegenwinds durch die steigenden Treibstoffkosten. Die Treibstoffkosten bei American Air im letzten Quartal lagen 50 Prozent über Vorjahresniveau. Das ist mal eine richtig fette Steigerung, aber man wälzt das eben auch auf die Kunden ab. Die Preise für Flugtickets bei American Air sind um 15 bis 20 Prozent gestiegen. Wegen des Kostendrucks werden jetzt die Aussichten für das laufende Quartal gesenkt. Der Ertrag pro Aktie wird die Erwartungen also deutlich verfehlen und die Aktie ist dementsprechend schwächer. So, wenn jetzt hier im Nahost wieder Ruhe einkehren sollte, die Ölpreise fangen an zu korrigieren, sind die Airlines eigentlich ganz spannend, vor allen Dingen auch Delta Air, die ja eine eigene Raffinerie betreiben. Hohe Ticketpreise, keinerlei Zeichen, dass man gewillt ist, die Ticketpreise wieder zu senken, sollten die Treibstoffkosten zurücklaufen und gleichzeitig war die Buchungslage ja trotzdem sehr fest. Also Fluggesellschaften könnten hier spannend sein, man darf eben nur nicht ein fallendes Messer auffangen. Im Rüstungsbereich Lockheed Martin. Auf der Gewinnerseite heute Morgen, zumindest war es doch noch so vor ein paar Minuten. Wir haben hier gute Quartalszahlen, Cashflow viel besser als erwartet, Aussichten angehoben und der Rüstungskonzern Raytheon auch mit Zahlen, die Aktie auch auf der Gewinnerseite, sehr gutes Quartalauftragsbestand, donnert nach oben 289 Milliarden, im letzten Quartal waren es noch 271 Milliarden und die Aussichten werden angehoben. Ich will jetzt nicht noch weiter ausholen, weil die Liste der Ergebnisse heute so, so lang ist. Honeywell war leicht im Plus nach den Zahlen, der Eisenbahnkonzern CSX auch. Wir haben Pool Corp. auf der Gewinnerseite, vor allen Dingen dank eines Wettbewerbers, der eine fette Ertragswarnung hatte wegen des Pool-Bereiches. Die Pool kann also profitieren und Blackstone nach den Zahlen heute Morgen kaum verändert bis ein bisschen schwächer. United Rentals auch im Plus nach den Ergebnissen. Ganz kurz noch ein Blick auf die anderen Unternehmensmeldungen heute Morgen. Moonshot, AI, chinesischer Open-Source-Anbieter, wird vom Weißen Haus scharf kritisiert, weil man das Kimi-Modell, das sei eine destillierte Version von Anthropics Fable, also das spitzt sich immer weiter zu und ein Verbot, von der Nutzung chinesischer Open-Source-Modelle für amerikanische Unternehmen wird immer wahrscheinlicher. So, wir haben heute die Rede von dem AMD-CEO um 18.30 Uhr eurer Zeit. Das wird sehr spannend werden, vor allen Dingen nachdem gestern AMD ein Deal mit Anthropic gemeldet hat. AMD wird 5 Milliarden in Anthropic investieren. Im Gegenteil, im Gegenzug wird Anthropic zig Milliarden Dollar investieren. AMD-Chips erwerben. So, ansonsten für den einen oder anderen noch ganz interessant. Wir hatten ja diese Meldung, dass Stripe ein PayPal-Interesse habe. The Information hat dazu einen Bericht heute Morgen. Bei Stripe sieht man exklusives Umsatzwachstum im vergangenen Jahr, aber eben auch ein sehr starkes Wachstum bei dem verfügbaren Cashflow. Der ist im Vergleich zum Vorjahr um über 50 Prozent gestiegen und gibt jetzt Stripe eben quasi das Arsenal, um letztendlich gesehen Übernahmen zu tätigen, eben eventuell auch die Übernahme von PayPal. Ich will kurz noch die Autowerte ansprechen. Auch hier drohen Preisanhebungen, berichtet die Nachrichtenagentur Nikkei. Die Autohersteller überlegen aufgrund der höheren Kosten für Bauteile und gerade im Technikbereich durch Angebotsengpässe im Memory-Sektor Preise anzuheben. Es wird auch gemeldet, dass Chinas Geely, bekannte Autokonzern in der Region, jetzt Fabriken von Ford in Spanien übernehmen wird, um die Marktanteile in Europa auszuweiten. Und Mercedes, so die Financial Times, könnte in den USA Verkaufseinschränkungen bekommen, wenn eine Legislatur, die aktuell vorliegt, genehmigt werden sollte in Washington und zwar deshalb, weil chinesische Unternehmen insgesamt rund 20% an Mercedes halten. Da könnte also Mercedes mit quasi zum Opfer werden bei Verkaufseinschränkungen. Also die Schlagzeilen machen wenig Freude heute Morgen. Ich will ganz kurz nochmal zum Schluss, auch wenn der Stream etwas länger wird, heute auf Analystenkommentare eingehen. Morgan Stanley zu Apple, Kursziel 364 Dollar, man betont, fundamentale Umfeld von Apple bleibt sehr stark. Man geht davon aus, dass im Juni-Quartal die Schätzungen leicht geschlagen werden und dass für das September-Quartal die Umsatz- und Ertragsprognosen angehoben werden. Bei Coinbase senkt die Citigroup das Kursziel auf nur noch 235 Dollar. Wir haben GE Aerospace mit einer Kaufempfehlung bei Bernstein. Kursziel 421 Dollar. Die Quartalszahlen am 16. Juli zeigen, dass das Vertrauen des Managements in die Zukunft, was das Wachstum betrifft, weiter zugenommen haben. Was haben wir ansonsten noch? AT&T wird empfohlen bei Morgan Stanley. Kursziel 27 Dollar. Wolf Research hebt das Kursziel auf 29 Dollar an. T-Mobile übrigens, muss man sagen, die Zahlen waren eigentlich in Ordnung. Aber, aber der Umsatz lag unter den Schätzungen und vor allen Dingen der Nettozugang an neuen Mobilfunkkunden. 277.000, das klingt eigentlich ganz gut, aber liegt 13% unter Vorjahresniveau, und letztendlich gesehen nur so etwa 15.000 über den Erwartungen der Wall Street. Relativ plus im Vergleich zu AT&T, die die Schätzungen um über 100.000 netto Mobilfunkkunden schlagen konnten. T-Mobile gehört dementsprechend bei uns auch mit zu den Verlierern. So, bei Tesla, ich hätte es fast vergessen, Tesla habe ich gar nicht angesprochen. Holy Smokes! Ich bringe Tesla mal auf den Punkt. Tesla ist letztendlich gesehen eine Story der Margen. Wir sehen auf breiter Front, dass die Margen einbrechen. Ob das jetzt die operativen Margen sind, die EBITDA-Margen sind. Letztendlich gesehen redet Elon Musk dann auch noch die Erwartungen runter für Optimus. Die Aktie also dementsprechend auch mit auf der Verliererseite. Morgan Stanley senkt das Kursziel auf 400, bleibt bei Halten. Wir haben JP Morgan, die senken das Kursziel auf 445, bleiben auch nur bei Halten und letztendlich gesehen. Glaubt JP Morgan, dass die Aktie relativ lange in einer Handelsspanne verbleiben wird, also kurzfristig in einer Handelsspanne verbleiben wird. Die Bruttomargen waren schlechter als erwartet und nochmal, es ist ein Wert, der auf Zukunft handelt und die Tatsache, dass Musk quasi Optimus nach unten redet, das wird ein bisschen länger dauern und Skalierung ist auch nicht ganz so einfach und so, das liegt der Aktie somit also im Magen. So, Guys, ich wünsche euch einen guten Handelstag. Wir sehen uns heute Abend wieder mit den Zahlen von Intel und SAP. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen. Und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.