Heute ist Freitag, der 24. Juli. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Tja, ich muss schon sagen, was für ein Mauerstart in den Handelstag. Wir sehen erneut, dass selbst gute Ergebnisse nicht fruchten. Die Aktien von Intel haben die nachbörslichen Kursgewinne von zeitweise 8% komplett abgegeben. Bei AMD auch nur ein sehr leichter Anstieg, obwohl die Kursziele bei der Bank of America und der UBS angehoben werden. Dafür sehen wir erneut bei selbst guten Quartalszahlen überwiegend negative Kursreaktionen. Eine American Express steht unter Abgabedruck, eine Decker's leicht im Minus. Und wir haben natürlich weiterhin die Ölpreise und die Renditen im Fokus, die beide heute ein bisschen zurücklaufen. Aber wir haben Freitag, wir haben das Wochenende vor den Toren. Wie sieht es aus mit der Lage im Nahen Osten? kommt eine Eskalation, werden wir eine Deeskalation sehen. Diese Unsicherheit wird Börsianer vermutlich heute wieder mit einbremsen. Ansonsten wird die kommende Woche extrem volatil. Wir haben sehr wichtige Tech-Ergebnisse von Meta, Microsoft, von Apple, von Amazon. Wir haben die Tagung der amerikanischen Notenbank am Mittwoch und die Tagung der japanischen Zentralbank am Donnerstag. Also schnallt euch an, genießt das Wochenende und viel Spaß bei meinem Podcast. So, der letzte Akt der Woche. Ja, Baby! Das war mal wieder eine Handelswoche, oder? Und wir sehen heute, finde ich, einen sehr müden Bounce, wenn man bedenkt, wie schwach insbesondere der Nasdaq gestern auch war. Und der kommt nicht aus den Puschen mit keiner wirklichen Erholung, zumindest mal zum Opening der Wall Street. Die Reaktion bei Intel gestern Abend, der Wert noch 8% im Plus nach den Ergebnissen und sehr rosigen Aussichten. Aber die Kursgewinne saufen zunehmend ab. Wir sind jetzt quasi eine halbe Stunde vor dem Opening der Wall Street. Die Aktie ist nur noch 2% im Plus. Bei AMD ein Plus von nur noch 1% und das, obwohl die Aktie heute nach der Rede von Dr. Lisa Su, dem CEO gestern, empfohlen wird mit steigenden Kurszielen bei der UBS 730 Dollar und die Bank of America sieht den Wert bei 620 Dollar und trotzdem. Ist die Aktie nur 1% auf der Gewinnerseite. Und das ist im Übrigen eine Tendenz, die wir bei vielen Unternehmen in dieser Woche wie auch heute gesehen haben. Eigentlich gute Earnings und trotzdem eben flaue Kursreaktionen. Wir haben American Express nach den Zahlen schwächer. Deckers, dahinter steckt Hoka unter anderem und Uggs auch auf der Verliererseite. Verizon schwächer nach den Zahlen. Bei Charter Communications auch ein Minus, da ist es wenigstens begründet. Wenn man sich die Zahlen mal genau anschaut. Und natürlich gibt es auch Gewinner. SAP wird den Software-Sektor heute definitiv stärken. Hier sehen wir eine positive Reaktion auch an der Wall Street. Die Messlatte hier hing nun mal sehr niedrig. Und wir haben jetzt neben SAP in dieser Woche auch ServiceNow und Roper Technologies im Software-Universum gehabt, die alle zumindest mal nicht deutlich enttäuscht haben, die die Erwartungen gehalten haben, letztendlich gesehen teils sogar angehoben haben. Und gestern meinte sie NBC, ich finde den Hinweis eigentlich ganz spannend, wenn man jetzt Marsmännchen wäre und du landest auf der Erde, du bist ein Börsianer auf dem Mars gewesen und schaust dir jetzt Bewertungen an an der Wall Street und dann nimmst du mal eine Service Now, und schaust dir nur die Zahlen an, du hast keine Ahnung, Wettbewerb mit AI und hin und her. Wenn man sich die Wachstumszahlen mal anschaut, dann ist ServiceNow eigentlich recht günstig bewertet. Technisch sieht der Wert nicht besonders gut aus, aber die Wachstumszahlen selber und die Aussichten sind im Prinzip okay. Trotzdem ist der Wert gestern sehr stark abgestraft worden. Wieder ein Minus, dass sich das gesessen hat. Die Aktie war gestern im Tief bei etwa 92 Dollar, konnte die Kursgewinne also nicht halten. Heute also SAP plus ServiceNow, Microsoft zieht an, Salesforce müsste auch Rückenwind haben. Hier sehen wir also letztendlich gesehen eine Gegenbewegung. Für Google war es gestern der schlechteste Handelstag in drei Jahren, für Tesla der schlechteste Handelstag seit, insgesamt 13 Jahren nach den Ergebnissen und Gründe natürlich sehr unterschiedlich. Bei Tesla ist es vor allen Dingen auch Margendruck und man hat die Aussagen zu, der Optimus, was das Timing betrifft, ein bisschen verwässert. Ich komme gleich nochmal darauf zurück. Und ja, von einem großen Bounce kann man hier heute nicht wirklich sprechen. So, das Thema Iran steht natürlich auch noch an vorderster Stelle. Und wir haben Freitag, am Wochenende kann man nicht raus aus den Märkten. Und dementsprechend, obwohl die Ölpreise heute Morgen jetzt leicht zurücklaufen, die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen laufen auch leicht zurück. Das stützt den Markt teils. Aber die Tatsache, dass wir sehr viele Androhungen mal wieder hatten, heute Morgen schreibt die New York Times, dass dieses Angebot, das Donald Trump wohl anscheinend eingereicht haben soll, die Trump-Administration soll über, den irakischen Premierminister ein Friedensangebot an den Iran gegeben haben. Und jetzt schreibt die New York Times, dass der Iran aber diese Friedensvorschläge abgelehnt hat. So wie gesagt, die New York Times, das Wall Street Journal betont, dass Donald Trump zunehmend frustriert ist mit der Führung im Iran. Und jetzt rückt Donald Trump zunehmend in den Rache-Modus und er hat zunehmend das Gefühl, dass das Einzige, auf was der Iran reagiert, letztendlich militärische Macht ist. Und dementsprechend bleiben die Risiken hoch. Im Prinzip, wie die Woche schon oft betont, hat Trump nur zwei Möglichkeiten. Entweder wir schaffen Waffenstillstand in der Region, die Lage entspannt sich. Oder wenn die USA hier letztendlich irgendeine Chance haben wollen, dann müssen Bodentruppen eingesetzt werden. Und wie gesagt, das ist eigentlich nicht im Interesse von Donald Trump im Vorfeld der Midterm Elections. Und gestern hat übrigens der Kongress dafür gestimmt, den Druck aus dem Iran-Krieg zu nehmen. Also hier darf man die Mitspracherecht des amerikanischen Kongresses auch letztendlich gesehen nicht unterschätzen. Wie wirr es ist und wie schwierig es ist, auch letztendlich gesehen mit der Trump-Administration zu verhandeln, das zeigt dieser sehr überraschende Atomdeal mit Saudi-Arabien. Also plötzlich machen wir ein Atomabkommen mit der Saudi-Arabien, die jetzt Atomkraft zivil nutzen dürfen, was letztendlich gesehen auch die Tore öffnet für Uran-Anreicherungen langfristig betrachtet. Und gleichzeitig so aus heiterem Himmel ist eine der Bedingungen, dass Riyadh. Den Abraham-Akkord beitritt zu einer Normalisierung der Beziehungen zu Israel, was letztendlich gesehen den ganzen Deal auch wieder ins Wanken bringen könnte. Also es ist wirklich unfassbar schwer, mit einem weißen Haus zu verhandeln, das so erratisch vorgeht und letztendlich gesehen sehen wir das auch bei den Zöllen. Heute Morgen bzw. gestern wurde das schon gemeldet, straft also das weiße Haus, über 80 Länder wieder mit Importsteuern ab. Importzölle 10 bis 12 Prozent unter Sektion 301 und des Handelsaktes von Handelsgesetzes von 1974 und jetzt muss man sagen, das ist jetzt nicht überraschend, dass das kommen würde, war irgendwo klar und letztendlich gesehen, wenn man sich jetzt mal anschaut, wo die globalen Zölle aktuell liegen, dann ist das jetzt auch nicht wesentlich mehr als das, was ohnehin schon etabliert war. Aber nichtsdestotrotz, ich meine ... Ich meine, wir sehen, wir haben Inflationsrisiken in den USA. Wir haben auch Inflation angeheizt durch Angebotsengpässe im Tech-Sektor. Wir haben wieder deutlich gestiegen in der BG-Preise der Anleihemarkt. Wenn man sich die Renditen zweijähriger Anleihen anschaut, macht Druck auf die US-Notenbank. Im Grunde müssten die Zinsen angehoben werden und die Wahrscheinlichkeit einer September-Zinsanhebung steigt immer weiter. Und gleichzeitig fahren wir hier Fiskaldefizite im Umfeld einer wachsenden Wirtschaft, die wirklich unerträglich sind. und gefährlich sind, auch für die Renditen langlaufender Staatsanleihen. Also es ist wirklich ein Irrsinn wankt ins Nächste. Und ich bin wirklich mal gespannt, wo denn die großen Erfolge sein sollen, die Donald Trump hier ausweist. Die Handelsdefizite sind immer noch gigantisch. Wir haben in der Industrie in diesem Jahr eher Jobs verloren als gewonnen. Also das Onshoring scheint ja auch nicht wirklich funktioniert zu haben. Also sehr viele Fragezeichen. Dafür haben wir eine viel fragilere Welt bekommen. Also warten wir es mal ab, ob jetzt dieser Taco-Trade überhaupt noch kommen wird. Trump always chickens out haben wir normalerweise bei Renditen um 4,7 Prozent und der Ölpreis ist jetzt auch wieder hoch genug. Im historischen Vergleich der letzten zwölf Monate oder seit Beginn des Iran-Kriegs, dass Donald Trump eigentlich einknicken müsste. Also mal schauen, ob bis zum Closing der Wall Street nicht wieder irgendein Irrsinnstweet von ihm abgesetzt wird. Was gibt es Neues in der Wirtschaft und wie geht es weiter an der Börse und wie steht es um die Finanzen? Mit dem Handelsblatt seid ihr immer bestens informiert und deshalb ein kleiner Hinweis an euch alle. Ihr könnt euch das Handelsblatt jetzt gedruckt oder digital für zwölf Monate mit 30% Rabatt sichern. Dieses Angebot richtet sich vor allem an diejenigen, die das Handelsblatt schon kennen und direkt zum rabattierten Jahresabo greifen möchten. Wo findet ihr das Schnäppchen? Unter handelsblatt.com-wallstreet30 mit dem Link, wie immer, auch in den Shownotes. Ich möchte nochmal auf einen Punkt eingehen, den ich gestern Abend in der Closing-Belle angesprochen habe. Wissentlich, dass die Vergangenheit sich natürlich nie so wiederholt, sondern immer ein bisschen anders. Man kann den aktuellen AI-Boom sicherlich in vielerlei Hinsicht nicht mit der Dotcom-Ära vergleichen. Aber JP Morgan hat gestern auf eine ganz interessante Entwicklung aufmerksam gemacht und ich möchte dazu mal diesen Chart hier einblenden. Und zwar betont JP Morgan, dass wir aktuell bei dieser Spaltung im Tech-Sektor, die wir haben, also die Hyperscaler haben eher Gegenwind und die Infrastrukturwerte haben Rückenwind. Hyperscaler haben teils jetzt negativen verfügbaren Cashflow. Das war das Problem bei Google auch gestern. Google wird weiter expandieren bei den CapEx-Investitionen. Aber das Dilemma ist eben auf der einen Seite die, die die Checks schreiben und auf der anderen Seite die Empfänger der Checks, die natürlich immer noch sehr gut dastehen. Und das ist genau der Punkt, den JP Morgan auch mit dieser Grafik hier zeigt. Wir hatten nämlich die gleiche Entwicklung in den End-90er Jahren. Die Aktien der Internet-Dienstleister und, Telekom-Werte hatten Sand im Getriebe und haben an Dynamik verloren, als parallel die, Internet-Infrastruktur-Werte, dazu gehörte auch Cisco damals, noch weiter gestiegen sind. Cisco war ja damals das wertvollste Unternehmen weltweit. Diese Lücke war aber nur temporär. Letztendlich sind die Infrastrukturwerte damals dann im Gleichschritt mit den Internetdienstleistern eingebrochen. Also insofern eine ganz interessante Parallele. Ich muss nochmal betonen, ne? Das ist eine nette Beobachtung, muss aber noch nicht heißen, dass wir jetzt einem ähnlichen Schicksal sehen werden, denn wenn eins ja nun klar geworden ist, vor allen Dingen mit Google. Ist, dass die Kapazitätsinvestitionen weiter explodieren werden. Und die Tatsache, dass Amazon seit 2025 und unlängst gerade vor ein paar Wochen, die Schulden mittlerweile um weitere 100 Milliarden Dollar ausgeweitet hat, deutet auch eher darauf, dass weiter investiert wird. Bei SpaceX eine sehr ähnliche Story und bei Meta dürfte es nicht anders sein. Das wird spannend, auch nächste Woche, weil bei Meta hatten wir ja auch die Spekulation, dass man in den Fußstapfen von Google folgen könnte und eine Kapitalerhöhung macht. Bei Google waren es über 80 Milliarden. Es ist der Markt sehr fragil geworden. Ob das Meta wirklich wagt in diesem Umfeld, bleibt dahingestellt. Aber nächste Woche wird in dem Zusammenhang wirklich extrem wichtig werden, weil nächste Woche nämlich nicht nur extrem viele wichtige Ergebnisse kommen, sondern letztendlich gesehen auch sehr viele Marko-Ereignisse stattfinden. Aber ich will bei den Ergebnissen mal bleiben. Wir haben am Dienstagabend die Ergebnisse von SK Hynix, da wird vor allen Dingen die Reaktion der Aktie spannend sein. Wir haben die Zahlen von Arm am Mittwochabend. Wir haben Fortinet, Meta, Microsoft, Qualcomm, Samsung, alle am Mittwochabend, und dann am Donnerstagabend Apple und Amazon und Coinbase. Der Tech-Sektor wird also nächste Woche wieder sehr stark mit im Fokus stehen und der entscheidende Punkt werden die Aussichten sein. Google gibt nie Aussichten, deshalb haben wir da noch keine Einblicke bekommen. Klar ist nur, Google wird im kommenden Jahr die CapEx-Investitionen nochmals erheblich ausweiten. Wir haben am Mittwochabend aber Einblicke von Meta und Microsoft in die zukünftige Entwicklung. Und auch was diese Token Maxing, Token Minimizing Nummer betrifft, darüber haben wir die letzten Tage ja schon oft gesprochen und dann Donnerstagabend Apple, Amazon und Coinbase. Bei Coinbase ist die Stimmung sehr eingetrübt, muss man sagen. Und bei Apple ist die Stimmung extrem bullisch. Wir haben so viele Kaufempfehlungen gehabt in den letzten ein, zwei Wochen. Unternehmen soll fundamental ausgesprochen stark dastehen. Man hat ja die Preise angehoben auf breiter Flur. Das wird natürlich auch spannend sein, hat das zu einer Nachfrageabkühlung geführt. Und auf der anderen Seite, wo liegen die durchschnittlich erzielten Preise? Also wenn eine gewisse Abkühlung stattfindet, aber insgesamt dann doch mehr hängen bleibt, muss das nicht unbedingt zum Nachteil sein. Aber Apple wird dann in dem Zusammenhang Donnerstag sehr wichtig, weil wie gesagt, Sentiment auch hier sehr bullish ist. Und bei Amazon genauso letztendlich gesehen wie bei Microsoft wird man sich auf den Cloud-Bereich fokussieren, der bei Google ja extrem stark gewachsen ist. 83 Prozent Wachstum, 63 Prozent wurden erwartet bei Google. Sehen wir das letztendlich auch im Cloud-Bereich bei Amazon. Gerade bei Amazon, die Aktie wird maßgeblich dadurch bewegt, wie der Cloud-Bereich wächst. Viele gehen davon aus, die Dynamik hat hier zugenommen und bei Microsoft ist es letztendlich gesehen nicht anders. Also nächste Woche wird bei den Ergebnissen insofern wirklich extrem spannend und wir haben auch außerhalb des Tech-Sektors wichtige Zahlen, wir haben Boeing am Dienstagmorgen, wir haben Coca-Cola auch Dienstagmorgen, wir haben am Dienstagabend dann Ford, Mondelez, Visa, Mittwoch haben wir noch Biogen, Procter & Gamble, Vertief, Mittwochabend haben wir Chipotle, die ich auch im Portfolio halte. Wir haben die Aktien von. Starbucks Mittwochabend mit den Zahlen, Donnerstag Mastercard und dann am Freitag noch Chevron, Linde und Exxon. Also die ganze Woche wird da sehr spannend und nebenher dann noch die Tagung der amerikanischen Notenbank am Mittwoch. Wie gesagt, die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung liegt jetzt so bei etwa 36 Prozent. Das ist nicht Konsens. Ich muss sagen, mich würde das sehr wundern, wenn die Notenbank das im Juli schon macht. Aber interessanterweise hören wir jetzt eben schon von so mancher Stelle, well, wir werden jetzt die nächsten Monate zunehmend auch sehen, dass der Kommunikationswind der US-Notenbank eben jetzt anders weht. Und bisher unter Jerome Powell war immer wichtig, den Markt nicht zu überraschen. Wir wussten eigentlich am Tag der Notenbankentscheidung immer schon vorher, ob die Zinsen nun beibehalten, gesenkt oder angehoben werden. Auch die Dotplots haben dann natürlich geholfen. Aber die Kommunikation von Kevin Warsh ist eine komplett andere. Die Transparenz nimmt jetzt insgesamt ab und das Überraschungspotenzial wächst. Wenn also die Zinsen nicht angehoben werden, wird die Pressekonferenz mal wieder sehr spannend sein, weil wir jetzt so anfangen müssen, mal herauszulesen. Wie kommuniziert er denn jetzt wirklich und wie viel Transparenz wird denn dann noch letztendlich gesehen da sein. Also das wird sehr spannend sein am Mittwoch nächster Woche. Wir haben letztendlich gesehen auch noch die PCE-Daten, Inflationsdaten am Donnerstag, die finde ich so ein bisschen an Bedeutung verloren haben. Die Verbraucher und Erzeugerpreise sind ja schon bekannt. Sehr spannend wird auch die Tagung der Bank of Japan sein am Donnerstag. Ich meine, der Yen krepiert gegenüber dem Dollar. Wie wollen das die Japaner in den Griff bekommen? Und wir haben die Inflationsproblematik. Der schwache Yen bedeutet natürlich auch noch, dass die ohnehin deutlich gestiegenen Energiepreise noch teurer werden, weil der Yen immer billiger wird. Also das wird in Japan auch ein spannendes Thema. Nächste Woche wird also wieder mal eine sehr, sehr bewegte Woche sein. Geist genießt das Wochenende und entspannt euch schön. Und wie gesagt, ich bin in meinem Portfolio nach wie vor sehr defensiv aufgestellt. Habe gestern auch Minus gehabt, aber gerade mal Minus von knapp 0,8 Prozent. Das geht. Ich habe sogar selektiv wieder ein bisschen aufgestockt. Aber im Großen und Ganzen bin ich jedenfalls sehr defensiv positioniert. Schon allein deshalb, weil für mich Kapitalschutz. Ich bin 55, Geist, geil, da muss ich auf der Rente achten und so. Da werde ich jetzt nicht mehr die großen Risiken eingehen und mich zu weit aus dem Fenster lehnen. So, jetzt schauen wir aber noch mal ganz kurz Intel-Zahlen an. Wir haben bei Intel also einen Gewinn, der pro Aktie etwa doppelt so hoch ausgefallen ist wie erwartet. Wie gesagt, die Aktie ist 2% und plus 2%. Doppelt so hoher Gewinn wie erwartet. Der Umsatz lag über den Schätzungen in allen Bereichen besser performt als erwartet. Die Margen waren über den Erwartungen. Die Aussichten für das laufende dritte Quartal sind besser als erwartet. Also im Großen und Ganzen gibt es da wirklich nichts auszusetzen. Und dann schaut man sich die Analysten-Kommentare an. Wie gesagt, Morgan Stanley nur halten Kursziel 84, also unter dem aktuellen Niveau. Und man sagt, naja, im CPU-Server-Bereich haben wir eine eher gemischte Haltung gegenüber Intel, was auch den Anstieg von Marktanteilen im Server-Segment betrifft. Und naja, da steht zwar nicht ein Bericht drin, aber im Prinzip hat AMD hier die besseren Karten und wir haben das Broker aus Steifel, die das Kursziel senken von 120 auf 110 Dollar, die auch nur bei Halten bleiben und sagen. Also Umsatz war 12% über den Schätzungen, der Ertrag doppelt so hoch, Margen waren super, aber wir sind der Meinung, dass die Aktie auf den aktuellen Niveaus im Wesentlichen diese guten Nachrichten schon beinhaltet. All right. Ich finde gerade dieser Analystenkommentar zeigt im Prinzip, wie verwöhnt der Markt ist. Ich meine, wenn das alles schon eingepreist sein soll, lautet es Analysten, warum hat denn der Analyst die Ertragsschätzungen nicht da gehabt, wo das Ergebnis dann tatsächlich lag? Warum waren die Umsatzschätzungen des Analysten nicht deutlich höher? Also dann könnte man das Argument machen, alright, das ist im Prinzip, das Repricing hat schon stattgefunden, aber ich meine, auch seine Ertragsschätzungen sind ja erheblich geschlagen worden und dann stellt er sich hin und sagt, naja, ist im Aktienkurs eigentlich im Wesentlichen schon drin. Also ich finde, das hinkt so ein bisschen. Ich finde, das zeigt aber vor allen Dingen dieses Dilemma, wie verwöhnt der Markt ist, wie hoch die Schätzungen sind und dass selbst sehr gute Zahlen eben nicht mehr wirklich so begeistern wie bisher. Bei AMD haben wir heute gleich zwei steigende Kursziele. Bank of America 560 Dollar, UBS 700, Entschuldigung, Bank of America 620 Dollar, UBS 730 Dollar. Die UBS, finde ich, bringt es ganz gut auf den Punkt. Wir hatten gestern ja die Rede von Dr. Lisa Su, CEO von AMD. Und hier heißt es, die gestern Rede stärkt einmal mehr unseren Enthusiasmus für das langfristige Wachstum von AMD. E, signifikantes Wachstum im CPU-Bereich, also im Prozessorenbereich. Besser positioniert als Intel im Prinzip, verbesserte Visibilität bei der Verlässlichkeit der Lieferketten und ausgeweitete Data Center GPU-Kapazitäten oder Opportunitäten. Man hat deutlich mehr Zuversicht, dass die Gewinne, der Ertrag pro Aktie bis 2028 deutlich höher sein werden. Also auch sehr viel Optimismus und die Aktien plus, aber relativ wenig. Also jetzt kommen wir mal zu den anderen Werten im Tech-Sektor Dell bei der Citigroup, genauso wie Hütele Packard Enterprise. Da werden die Prognosen angehoben, die Kursziele steigen also. Also wir haben vor allen Dingen auch im Enterprise-Bereich, im Server-Bereich deutliche Wachstumszahlen gesehen in dieser Woche und im Cloud-Bereich auch bei Google. Und dementsprechend werden die Erwartungen für Dell und ICO Packard Enterprises hochgeschraubt. SAP, wie gesagt... Wenn ich mir die Zahlen so anschaue, also meine erste Reaktion wäre jetzt nicht gewesen, wow, mega Zahlen, denn wir haben ja auch hier so einige Dinge, die hinterher hinken. Also was sehr gut ist, ist der Auftragsbestand im Cloud-Bereich, lag über den Erwartungen 26 Prozent, Wachstum 24 Prozent erwartet, Cloud-Wachstum insgesamt 24 Prozent, 23 Prozent wurden erwartet, aber wir hatten Margendruck und dementsprechend lag der Ertrag, im Prinzip unter den Erwartungen und die operativen Gewinnaussichten für das Gesamtjahr werden sogar gesenkt. Und zwar, muss man sagen, wegen einmaliger Faktoren und zwar wegen der Verwässerung in Folge von Übernahmen und Zukäufen. Und man geht davon aus, dass sich das Umsatzwachstum im kommenden Jahr beschleunigen wird. Also es ist okay, right? Und bei einer so beschissenen Stimmung in dem Sektor, ich kann es anders nicht beschreiben, okay ist das neue, fantastisch, zieht die Aktie eben an, dürfte den Softwaresektor insgesamt heute auch mit nach oben ziehen. American Express, schwächer, das hat vor allen Dingen einen Grund. Man hebt die Ertragsaussichten zwar an für das jetzt laufende Quartal. Ertrag pro Aktie im letzten Quartal über den Schätzungen. Der Umsatz lag nur im Rahmen der Erwartungen. Die Umsatzerwartungen für das Jahr werden minimal angehoben, 10%. Vorher lagen wir bei neuneinhalb Prozent, das ist jetzt wirklich nicht der Redewert. Die Ertragsaussichten, jetzt komme ich zu dem Punkt, werden nur bestätigt. Und deshalb war man plant, mehr zu investieren. Und dass der Ertrag pro Aktie über den Schätzungen lag, lag vor allen Dingen daran, dass man weniger Rückstellungen hatte für Kreditausfälle, 1,1 Milliarden statt 1,4 Milliarden. Also die Bonität der Kunden bleibt gut. Ähm... Wird aber als enttäuschend wahrgenommen. Aktie ist 4% im Minus. Bei Decker waren die Aussichten okay. Der Ertrag pro Aktie für das Gesamtjahr, wird minimal angehoben. Aber nur deshalb, weil man die Steuersätze managt. Das Unternehmen zahlt weniger Steuern. Und das ist ein Low-Quality-Beat. Die Aktie kann also hier nicht profitieren. Bei Verizon bin ich ein bisschen erstaunt. Die Zahlen sind wirklich gut. EBITDA-Ergebnis gut. Ertrag pro Aktie deutlich besser. Der verfügbare Cashflow höher als erwartet. Die Jahresprognosen werden angehoben und, zu guter Letzt werden auch die Ertragsprognosen angehoben für das Jahr. Und ganz wichtig, und das sehen wir bei AT&T auch, der Netto-Neuzugang im Mobilfunkbereich. 184.000 Neukunden, das sind 80.000 mehr als erwartet. Und bei AT&T wurden die Schätzungen um 100.000 geschlagen. Bei T-Mobile um gerade mal 18.000, 16.000 um den Dreh. Das ist also relativ mau und T-Mobile wurde auch dementsprechend abgestraft in dieser Handelswoche. Wir haben hier wieder Analystenkommentare. Die bleiben zwar alle bei ihren Kaufempfehlungen. In anderen Worten, die haben das Absaufen von T-Mobiles Aktieheben auch nicht gesehen, senken aber alle die Kursziele. Barclays auf 215, die KeyBank auf 250. Und jetzt sagt Barclays, T-Mobiles Wachstum ist im Branchenvergleich immer noch mit das stärkste. Wir haben bei KeyBank die Aussagen, das zweite Quartal war bei den entscheidenden Daten nicht wirklich great, also nicht wirklich gut. Und die Tatsache, dass man keine wirkliche Guidance gegeben hat zu den entscheidenden Daten, ist wiederum enttäuschend. Also so richtig toll klingt das letztendlich gesehen nicht. Von daher also eine sehr gemischte Reaktion zu guter Letzt. So, haben wir jetzt was vergessen? Ganz kurz mal hier, IBM, der CEO, betont, der ist zuversichtlich, dass man die verschobenen Geschäfte, wie gesagt, Verlagerungen von Aufträgen im CapEx-Bereich Richtung Software-Services, dass man das letztendlich gesehen wieder wettmachen kann. Oracle hat einen 10-Jahre-Software-Vertrag geschlossen mit dem Pentagon, über 7 Milliarden Dollar. Vielleicht hilft das den Aktien von Oracle heute Stück weit. Und Microsoft, das wird nächste Woche bei den Earnings so spannend. Man ersetzt immer mehr OpenAI-Modelle in den bestehenden Produkten von Microsoft, PowerPoint, Bing und so mit hauseigenen Produkten. Ansonsten SpaceX noch kurz, der nächste Raketentest mit dem Starship ist jetzt vertagt worden erneut. Auf den heutigen Tag ähm. Genau, heute soll es also hier losgehen. Bin ich mal gespannt, ob es dieses Mal klappen wird, glaube ich, das dritte Mal, dass der Start verschoben wurde. Ah, das habe ich vergessen, will ich aber unbedingt noch aufnehmen. Geistes müsst ihr im Auge behalten im Zusammenhang mit Disney. Comcast betreibt ja bekanntlich die Universal Parks. Und Comcast hat gestern im Earnings Call gewarnt, dass die Erlebnisparks in Orlando überraschend stärker abgekühlt sind, die Nachfrage dort, als man selbst erwartet hatte. Wenn das ein Trend ist, den man nicht nur bei Universal sieht, wäre das kein gutes Omen für die Aktien von Disney. Die Erlebnisparks sind ja, muss ich sagen, wirklich schon echt teuer geworden. Also ich finde das manchmal wirklich erstaunlich, was die Leute gewillt sind für so einen Besuch bei Disney zu latzen. Aber zu guter Letzt, lange Rede, kurzer Sinn. Universal Parks in Orlando, kannst du im Prinzip ja schon mal da, weil das wisst ihr ja, kannst du von einem Park in den anderen laufen. Wenn Orlando diesen Trend sieht bei Universal, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Disney das aussieht? Also das sollte man vielleicht mal so ein bisschen als Warnung im Hinterkopf behalten, dass hier Disney auch betroffen sein könnte. Also in diesem Sinne wünsche ich euch ein spitzen Wochenende. Wir sehen uns am Montag wieder in alter Frische. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.