Heute ist Montag, der 27. Juli. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, seit Freitag gab es keinen militärischen Austausch zwischen den USA und dem Iran. Es gibt Zeichen erster weiterer Friedensgespräche. Der Ölpreis in den USA sinkt. Auffällig ist vor allem eins, obwohl die Ölpreise sinken, bleiben die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen ausgesprochen klebrig. Und das im Vorfeld der US-Notenbank-Tagung am Mittwoch. Die Sorgen, dass Inflationsdruck nach wie vor zunehmen wird, wachsen unter anderem auch deshalb, weil anscheinend Nvidia überlegt, bis zu 600 Milliarden Dollar an Garantien abzugeben für den Bau eines OpenAI-Data-Centers in Ohio, das dann ausgestattet werden soll mit Nvidia-Chips. Auch das fördert Angebotsengpässe im Tech-Sektor und könnte Inflation mit antreiben. Die Meldung an sich von NVIDIA ist natürlich Bullish für die AI-Infrastrukturwerte, die die Rallye an der Wall Street heute anführen. So, Happy Days, ja, da wollen wir montags und es geht aufwärts. Das Wall Street Journal berichtet, dass Nvidia plant oder darüber diskutiert, bis zu 600 Milliarden Dollar an Garantien abzugegen gegenüber OpenAI. Das facht die AI-Infrastrukturwerte an, ist aber natürlich auch sehr umstritten. Dazu komme ich gleich nochmal. Und wir haben den Ölpreis im New Yorker Handel 6% im Minus, weil sich die Lage im Nahen Osten seit Freitag leicht zu entspannen scheint. Das einzig wirklich Auffällige in dem Zusammenhang ist, sind die Renditen der langlaufenden US-Staatsanleihen, die im Vergleich zu dem Ölpreis so gut wie gar nicht sinken. Die Renditen der Staatsanleihen bleiben also so ein bisschen ein Dorn im Auge des Aktienmarktes aus gutem Grund. Wir haben ja auch diesen Mittwoch die Tagung der amerikanischen Notenbank. Das werde ich für euch auch gleich nochmal etwas näher beleuchten. Aber fangen wir mal an mit der Lage im Nahen Osten. Wir hatten am Wochenende, am Samstag, einen Bericht in der New York Times. Demnach tut sich Donald Trump schwer, weiter zu eskalieren, unter anderem, weil man einen Mangel an Abwehrwaffen. Hat und das Arsenal insgesamt der USA ist mittlerweile ziemlich aufgebraucht. Das sei ein Grund. Gleichzeitig lesen wir, dass der Iran Angriffe und Gegenreaktionen auf die USA auch erst einmal pausiert. Wir hatten jetzt ja am vergangenen Freitag das erste Mal seit zwei Wochen, dass die USA keine militärischen Angriffe vorgenommen haben. Das hat dann auch übers Wochenende gehalten und der Iran betont, solange der Pentagon die Füße stillhält, werden sie das letztendlich gesehen auch tun. Und die Financial Times berichtet, dass der Iran und der Oman Gespräche führen, um die Schifffahrt in der Straße von Hormuz wieder zu sichern. Gleichzeitig diskutieren die Ukraine und die Vereinigten Staaten. Eine Art Waffenstillstand quasi zumindest mal in der Luft anzustreben. Und man will hier einen Vorschlag an Russland machen bei der nächsten Friedensverhandlungsrunde. Also demnach sollen dann zumindest mal Luftangriffe auch per Drohnen dann im Prinzip eingestellt werden. Also wir hatten hier in den letzten Tagen einiges an guten Nachrichten. Dementsprechend also so fragil das insgesamt alles noch ist, Eine Entspannung bei den Ölpreisen und WTI, genauso wie Brand in Europa, gerät dementsprechend Druck und läuft zurück. Aber nochmal, das Spannende für mich ist vor allen Dingen die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen. Wir hatten Verbraucher- und Erzeugerpreise unter den Erwartungen und die Renditen sind kaum zurückgelaufen. Dafür aber jeder Hinweis auf möglicherweise anziehende Inflation und die Renditen ziehen weiter an. Wir hatten am Freitag die Meldung, dass Qualcomm die Preise gegenüber Kunden um einen zweistelligen Prozentsatz anheben wird. Der Inflationsdruck im Tech-Sektor aufgrund der Angebotsengpässe nimmt immer mehr zu. Und dementsprechend ist auch die Meldung heute Morgen im Wall Street Journal, dass Nvidia darüber nachdenkt, ein Data Center für Open AI zu Finanzierung und Garantien abzugeben für den Kauf von Nvidia Chips, dass das die Situation bei den Engpässen auch noch weiter verschärft. Insofern ist das mittlerweile übertragen auf die Inflation eher ein Dorn im Auge der amerikanischen Notenbank. Parallel dazu hatten wir letzte Woche auch die Einkaufsmanager Indizes der Industrie. Und was wir hier sehen, ist, dass die Aktivitäten insgesamt ein bisschen abgekühlt sind. Vor allen Dingen ist aber auffällig, dass der Preisdruck ganz schön zugenommen hat mit einem 14 Monatshoch. Wir hatten dann auch letzte Woche die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe. Die sehr niedrig ausgefallen sind. Unter den Erwartungen lagen also auch ein Signal, dass der amerikanische Arbeitsmarkt möglicherweise sogar schon wieder an Dynamik gewinnt. Auch dazu gab es heute eine Story im Wall Street Journal, dass immer mehr amerikanische Unternehmen jetzt, nachdem sie die letzten Monate die Füße stillgehalten haben, jetzt wieder in verschiedenen Industrien und Sektoren dazu übergehen. Personal anzustellen. In der New York Times wird auch berichtet, dass man zunehmend aufgrund der scharfen Einwanderungspolitik der Trump-Administration Bedenken hat, dass es zu Engpässen kommen könnte am amerikanischen Arbeitsmarkt. Also wenn man das Ganze mal zusammenfasst, Inflationsdruck durch Engpässe im Tech-Sektor, Engpässe, die sich anscheinend immer mehr zuspitzen, Gleichzeitig ein Arbeitsmarkt, der jetzt an Dynamik zu gewinnen scheint. Also das würde dann auch für die Notenbank dafür sprechen, die Zinsen eher anzuheben. Und ein Notenbanker zu guter Letzt, der am Mittwoch Kevin Warsh auch seine Pressekonferenz abhalten wird. Und mit der Frage, wie transparent wird die amerikanische Notenbank jetzt in Zukunft denn eigentlich noch signalisieren, was als nächstes passieren würde. Denn unter Jerome Powell war das ja alles immer sehr vorauskommunizierend. Also da war im Prinzip die eigentliche Notenbanktagung, die eigentliche Entscheidung. Nicht mehr so wahnsinnig wichtig, weil es letztendlich gesehen im Vorfeld schon kommuniziert war. Das Spannendste war hier dann meistens die Pressekonferenz und natürlich haben wir danach auch immer Volatilität gesehen an den Aktienmärkten. Das Entscheidende ist, wie ändert sich die Kommunikation von Kevin Walsh, gerade was jetzt, den September betrifft, denn die Wall Street geht immer noch davon aus, dass die Fed zwar diese Woche Mittwoch die Füße stillhalten wird, aber dass im September oder gegen Jahresende eben doch noch eine Zinsanhebung kommen könnte. Das Entscheidende wird sein, wie sich die Inflation bis dahin weiterentwickelt. Also behaltet die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen mal im Blick. Das ist für die Tendenz der Wall Street absolut mit entscheidend. Man könnte ja denken, dass die Berichtssaison, jetzt komme ich zum zweiten Faktor, Geldpolitik, Berichtssaison, Ergebnisse der Unternehmen, das sind die zwei tragenden Säulen eines Bullenmarktes. Bei der Geldpolitik, zweijährige Renditen über dem offiziellen Leitzins signalisiert Aufwärtsdruck. Die Berichtssaison selber, könnte man meinen, muss ja eigentlich irgendwie eher schlecht als Recht verlaufen, wenn man sich die Kursreaktion mal anschaut. Aber das ist in keinster Weise der Fall und wir befinden uns jetzt quasi diese Woche im Superbowl der Earnings mit sehr vielen wichtigen Highlights, Meta, Microsoft, Amazon, Apple, alle werden diese Woche Zahlen melden und wenn man sich jetzt mal die jüngsten Daten von FactSet anschaut, dann ist diese Berichtssaison wieder mehr als beeindruckend. 37,9% Ertragswachstum bei den Unternehmen im S&P 500. Achtung, Achtung, man muss Google rausrechnen, weil Google das Gesamtbild massiv verwischt. Unter anderem auch deshalb, weil Google im abgelaufenen Quartal fast 99 Milliarden Dollar an Einnahmen hatte durch Beteiligungen. Wenn man also Google mal rausrechnet, dann lag das Ertragswachstum der bisher gemeldeten Zahlen im S&P aber trotzdem bei knapp unter 26 Prozent. Das ist sehr gut. Die Schätzungen waren bei sehr hohen 22 Prozent. Und wir sehen, dass die Unternehmen, die bisher gemeldet haben. Die Schätzungen auch um eine sehr weite Spanne übertreffen. Im Schnitt liegen die Gewinne der Unternehmen, die schlagen konnten, 39% über den Schätzungen. Achtung, Achtung, Google muss man wieder rausrechnen. Wenn man das tut, dann werden die Schätzungen im Schnitt trotzdem noch um 12,6% übertroffen. Das heißt also, wir sehen 86% der Unternehmen, die die Schätzungen schlagen. Wir sehen, dass sie im Schnitt die Schätzungen exklusive Google um 12,6% schlagen. Das ist auch super. Also die Berichtssaison bisher läuft besser, als der Anblick und die Performance der Wall Street signalisieren. Und das ist in der Tat, finde ich, das eigentlich Spannende an dieser Berichtssaison, denn wir sehen etwas wirklich sehr Außergewöhnliches. Wir sehen, dass die Aktien der Unternehmen, die melden, zwischen den zwei Tagen vor den Ergebnissen und zwei Handelstagen nach den Ergebnissen im Schnitt 4% verlieren. Und zwar die Unternehmen, die die Schätzungen geschlagen haben. Die Unternehmen, die die Schätzungen verfehlt haben, sinken im Schnitt um 3%. Also in anderen Worten, ey, du hast miese Earnings, alright, minus 3%. Ah, du hast super Earnings, alright, minus 4%. Das ist wirklich sehr außergewöhnlich. Wir hatten im ersten Quartal schon ein sehr ähnliches Bild, aber bei weitem nicht so extrem wie jetzt. Im ersten Quartal haben die Unternehmen, die die Erwartungen geschlagen haben in den zwei Handelstagen vor und nach den Earnings 0,3% verloren. Die Unternehmen, die verfehlt haben, sind um 1% gestiegen. Also sehr, sehr merkwürdiges Bild, muss man sagen. Tatsächlich ist die Berichtssaison in vielerlei Hinsicht besser, als die Wall Street zumindest mal von der Performance her signalisiert. So und jetzt möchte ich mal zu den Earnings kommen. Wir haben diese Woche viele Highlights. Wir haben heute Abend nach dem europäischen Closing die Zahlen von Louis Vuitton. Darauf wird man sicherlich achten, auch bei uns an der Wall Street. Aber die Highlights bei uns kommen erst im Wochenverlauf. Wir haben Mittwoch und Donnerstag besonders spannend. Am Mittwoch haben wir ARM, Fortinet, Robinhood, Meta, Microsoft, Qualcomm, Samsung, Electronics. Wir haben Donnerstagabend Apple, Amazon, Coinbase. Wir haben bereits morgen Abend die Zahlen von SK Hynix, die jetzt ja auch an der Wall Street notiert sind. Wir haben Teradyne, wir haben KLA mit den Zahlen, wir haben Vertief mit den Ergebnissen. Also der Tech-Sektor wird allen voran in dieser Woche mal wieder im Fokus stehen. Und außerhalb des Tech-Sektors gibt es auch einige Highlights. Morgen früh Boeing zum Beispiel, Coca-Cola, UPS alle morgen vor dem Opening. Morgen Abend Ford, die Autowerte sind alle heute auf der Gewinnerseite. Wir haben Visa morgen Abend, wir haben dann am Mittwoch noch GE Healthcare, wir haben Chipotle am Mittwochabend, wir haben, was haben wir sonst noch, Mastercard am Donnerstagmorgen und dann am, Freitagmorgen noch Abwee, Colgate, Chevron, Linde und Exxon. Also die Woche wird sehr, sehr bewegt, mal abgesehen davon, die FED-Tage und Mittwoch, Tagung der japanischen Notenbank Donnerstag, die auch sehr wichtig sein wird. Was müssen die Japaner machen, um den Yen zu verteidigen und welche Konsequenzen hat das dann für die globalen Kapitalmärkte? Also sowohl makrotechnisch als auch was Ergebnisse betrifft, wird es diese Woche wirklich in sich haben. Und damit komme ich mal zu der eigentlich wichtigen Meldung und ich möchte aufpassen, wie ich das formuliere. Auf der Makro-Ebene sind die Entwicklungen mit dem Iran natürlich extrem wichtig. Aber für die Wall Street noch viel wichtiger, und ich rede jetzt nur von der Wall Street, sind zunächst einmal die Entwicklungen im AI-Sektor, weil der AI-Trade, ja nun mal der most crowded trade war an der Wall Street und wahrscheinlich immer noch ist und unlängst sehr, sehr viel Volatilität mitgebracht hat. Und dementsprechend ist die wirklich wichtigste Meldung heute Morgen die Story im Wall Street Journal. Und zwar erwägt Nvidia eine 250 Milliarden Dollar Finanzierungsgarantie abzugeben, für den Bau eines Open AI Data Centers in Ohio. Das ist nicht irgendein Datacenter, das wäre das größte Datacenter der Vereinigten Staaten und darüber hinausgehend, überlegt man weitere 350 Milliarden Dollar an Garantien abzugeben für den Kauf von Nvidia Chips. Das ist also diese Kreuzfinanzierung, die wir jetzt schon mittlerweile seit mindestens zwei Jahren sehen. Also ich gebe dir die Garantie, du baust das Werk und dann sind aber in diesem Werk auch vorrangig Nvidia Chips und damit du das alles machen kannst, garantieren wir dir das. Dann dreht sich OpenAI um, gibt die Aufträge an NVIDIA und so kann NVIDIA aus einer Garantie dann sehr elegant Umsatz machen und Ertrag. Es ist wie immer ein Timing-Problem. Solche Kreuzfinanzierungen sind sehr tückisch natürlich. Wenn das mal ins Wanken gerät, irgendetwas schief geht und das ganze Kartenhaus fängt an zusammenzubrechen, dann haben wir alle ein Problem. Aber wann wird das passieren und wird es überhaupt passieren? Kann es sein, dass Jensen Huang von Nvidia schlichtweg die Lage viel besser beurteilen kann als die vielen Börsianer, die diese Kreuzfinanzierung als ausgesprochen kritisch sehen? Oder ist das eigentlich genau der richtige Weg, den Nvidia hier einschlägt? Das wird die Zukunft zeigen, natürlich. Ihr wisst, dass Spekulationsblasen immer nach dem gleichen Strickmuster verlaufen. Sie werden in der Realität geboren, basierend auf einer Technologie, einer Revolution, die tatsächlich stattfindet. Im zweiten Schritt sehen wir dann Überinvestitionen ab einem gewissen Zeitpunkt, und im dritten Schritt folgen dann Enttäuschungen. Und das klingt alles sehr einfach. Das einzig Dumme daran ist, all das ist eine Timing-Frage. Die Aufträge sind ja zunächst einmal da und damit werden die Engpässe im AI-Infrastrukturbereich bleiben und nicht nur bleiben, sondern vermutlich zunächst einmal zunehmen. Bis das ganze Kartenhaus ins Wanken gerät. Und wann das sein wird und ob es passieren wird, das wird die Zukunft zeigen. So, zunächst einmal spricht das aber in der Tat für anhaltend starkes Ertragswachstum in diesem Sektor. Und wir sehen nach wie vor, dass also das Thema sehr heiß diskutiert wird, der frei verfügbare Cashflow bei Meta, bei Google verabschiedet sich, Google mittlerweile auch negativ, ist das alles zu übertrieben. Aber für den eher Infrastrukturbereich, für den Hardware-Sektor sind die Aufträge zunächst einmal da. Wir haben keine Bewertungsbubble, wir haben eine Margenbubble und eine Ertragsbubble in diesem Sektor und die Margen, Qualcomm, Preisanhebung wieder gemeldet am Freitag, spielt diesen Unternehmen erstmal in die Karten. Hatte dazu vor einigen Zeit eine, finde ich, sehr spannende Story, dass, man muss darüber mal eine Sekunde nachdenken, was das bedeutet, dass Nvidia zunehmend so eine Art Zentralbankrolle einnimmt in diesem Sektor. Also wenn der Trend droht abzukühlen, dann kann die Zentralbank Nvidia sozusagen, durch Garantien das Ganze wieder am Laufen halten und weiter ausweiten. Finde ich einen sehr schönen Vergleich. Und nochmal, die Aufträge sind zunächst mal da und wir haben eine Micron zum Beispiel heute deutlich auf der Gewinnerseite. So, ansonsten sehen wir nach wie vor im AI-Sektor sehr rege Diskussionen. Wir lesen in den New York Times heute Morgen, dass Open AI und Anthropic sich beide in Washington dafür stark machen, Open Source-Modelle aus China entweder zu blockieren für amerikanische Unternehmen oder einzufangen. Jetzt eins vorab, nicht alle Modelle sind das Gegenteil von Open Source. In den USA Meta hat auch ein Open Source Modell, aber im Großen und Ganzen wollen, Anthropic und OpenAI quasi ihr Business Modell hier schützen. Wirft natürlich die Frage auf, ob das Modell letztendlich, das China hier fährt, nicht vielleicht sogar das viel Smartere ist, auch wenn die USA im Frontier-Bereich die globale Marktstellung dominieren dürften. Aber was praktische Anwendungen betrifft, was Kosten betrifft, was das Tragen dieser AI in die verschiedenen Sektoren und Industrien betrifft, könnte hier China eventuell den smarteren Weg gehen. Wenn jetzt also die USA das Einfangen und Blockieren oder Eindampfen, wie Dan Niles in dem Interview letzte Woche bei uns auf dem YouTube-Katal und im Podcast ja auch betont hat, dann schießen die USA allen anderen Unternehmen, die hier in den USA sind, in die Füße und sagen also, liebe amerikanische Unternehmen, wir schützen jetzt zwar die LLM-Modelle der USA, aber ihr müsst die Zeche dafür zahlen. Während andere Unternehmen global, die auf chinesische LLM-Modelle setzen, die Open Source sind, letztendlich gesehen günstiger AI in die Fläche tragen können. Also ein sehr zweischneidiges Schwert. Und wir sehen im Übrigen, dass im Gegensatz zu Anthropic und OpenAI und der gute Sam Altman von OpenAI wird diese Woche in Washington sein, unter anderem auch um ein neues LLM-Modell vorzustellen, die nächste Generation sozusagen. Aber es ist schon auffällig, dass NVIDIA in einem offenen Brief genau das Gegenteil betont. NVIDIA betont nämlich, man fordert Washington auf. Die Etablierung weiterer Restriktionen, insbesondere auf Open-Source-AI-Modelle, davon abzusehen. Das lesen wir heute bei Barron's und auch bei Bloomberg, weil Nvidia das für einen Fehler hält. Also faszinierend, was da für ein Tauziehen stattfindet und das Wall Street Journal schreibt auch, dass die CTOs, Chief Technical Officers, also die, Jungs und Mädels, die in den Konzernen quasi für Tech-Budgets verantwortlich sind, die Die beklagen die explodierenden AI-Kosten, und bevorzugen zunehmend Open-Source-Modelle eben auch aus China. Also interessanter Grabenkampf, der sich hier letztendlich abzeichnet. So und das gleiche sehen wir im Memory-Bereich, im Speicherbereich. Das Wall Street Journal schreibt, dass Apple beim Weißen Haus ordentlich Stimmung dafür macht, chinesische Memory-Chips zu erlauben in der Technologie von Apple, zumindest in den Verkaufsregionen außerhalb der Vereinigten Staaten. Weil die Preise einfach zu hoch geworden sind. Und wir sehen gleichzeitig den Börsengang jetzt in China von CXMT. Das mal kurz gewinnen. Erster Handelsdark, Kursanstieg 456%. 456%. Damit hatte CXMT, der chinesische Memory-Chip-Gigant, in der Spitze eine Marktkapitalisierung, die höher war als die Marktkapitalisierung von Tencent, also über 550 Milliarden Dollar. Damit war CXMT zeitweise am ersten Handelstag der wertvollste börsennotierte chinesische Privatkonzern. Also Riesenerfolg und natürlich bedeutet auch, dass man auf den globalen Märkten eine immer stärkere Rolle einnimmt. Samsung hat übrigens auch bekannt gegeben, dass man jetzt einen 200 Milliarden Dollar 5 Jahres Vertrag mit Broadcom geschlossen hat, um quasi die Lieferketten, zu sichern im Chip-Bereich, im Bereich Memory, Foundry und Packaging. Also es wird überall investiert, was das Zeug hier hat. Südkorea wiederum, ich meine das sind alles Zahlen, das ist wirklich Wahnsinn. Südkorea meldet eine 950 Milliarden Dollar Initiative für AI in der Region. Das sind mal Zahlen. Ja, wo sitzt Europa da eigentlich, frage ich mich andauernd bei den Volumen. Aber gut, kommen wir nochmal zu den Unternehmen außerhalb des AI-Sektors. SpaceX hatte am Freitag sehr erfolgreich jetzt den 13. Starship-Test. Der Test ist gut gelaufen, die Aktie ist heute Morgen trotzdem leicht unter Druck. Da werden viele jetzt abwarten, wenn Anfang August die Zahlen gemeldet werden und die Insider dürfen anfangen, ihre Aktien zu verkaufen. Wie groß der Verkaufsdruck, wenn überhaupt, sein wird. So Uber, da komme ich ins Stottern, wenn ich die Schlagzeile lese. Googles Waymo, also selbstautonom fahrende Fahrzeuge, Robotaxis. Zieht laut der Financial Times in Erwägung, die Partnerschaft mit Uber komplett zu beenden, weil man zunehmend in immer mehr Regionen zum direkten Wettbewerber wird. Das ist natürlich keine gute Nachricht für Uber. Die Frage wird sein, wie man sich hier positioniert. Und bei MarketWatch geht man heute auf das Thema der Telekom-Werte ein. Ihr erinnert euch, es gab vor den Ergebnissen vor allen Dingen ein Fokus. Starship und SpaceX wollen mit Starlink in den Mobilfunkmarkt wesentlich aggressiver rein. In anderen Worten, Mobilfunkservice für amerikanische Verbraucher das ausweiten. Und hier sieht man, dass AT&T, T-Mobile und Verizon versuchen quasi gegen diese Story anzuschieben, nochmal klarzumachen, dass Satellitenservice im Vergleich zu dem Mobilfunkservice, den diese drei traditionellen Telekomkonzerne anbieten, weitaus weniger tragfähig ist. So, Robinhood wird diese Woche auch Zahlen melden. Optimismus zu Robinhood ist sehr ausgeprägt und das Wall Street Journal schreibt, dass Robinhood also in Erwägung zieht, Wettmärkte mit rein zu integrieren. Wettkontrakte von Crypto.com. Das soll dann, könnte Teil werden der Brokerage-Plattform von Robin Hood. So, und ansonsten haben wir eine positive Story. Unglaublich, dass das mal passieren kann zu Nike. Und zwar im Wall Street Journal. Hier heißt es, die unterschiedlichen Kategorien von Nike fangen an, jetzt besser zu performen. Besser jedenfalls als angenommen, das könne die Aktie stützen. Und Paramount und Warner Brothers, well, dieser Deal steht unter einem zunehmend schlechten Stern. Und zwar geben die beiden jetzt bekannt, dass die Merger Gespräche oder der Merger mit Warner bis Juni 2027, bis spätestens Juni 2027 pausiert wird, um die Klagen, die eingereicht wurden, in den Vereinigten Staaten von diversen Bundesstaaten erstmal mit zu berücksichtigen. Ja, zum Schluss noch ein kurzer Blick auf die Analystenkommentare heute Morgen. Wir haben American Express, die bei BTIG nach wie vor mit Verkaufen eingestuft werden, Kursziel 315 Dollar. Und man betont, dass die bullische Stimmung zu dem Wert, was die Erwartungen betrifft für 2027, anfangen erste Risse zu zeigen. Wir haben im Cyber Security Bereich sehr viele Kaufempfehlungen heute Morgen von der Bank of America. Die Kursziele für CrowdStrike steigen, für Cloudflare, ebenfalls für Palo Alto Networks. Wir haben Barclays, die die Kursziele von SAP senken auf 242 Dollar. Und wir haben ST Microelectronics bei Goldman Sachs sinken die Kursziele auf 60,50 Dollar. Da wird die Aktie nur mit neutral eingestuft. Taiwan Semiconductor bei den Brokerhaus Needham. Hier steigen die Kursziele auf 530 Dollar, auch mit einer Kaufempfehlung. Und nochmal, die Wachstumszahlen sind und bleiben atemberaubend. Needham geht davon aus, dass Taiwan Semiconductor 40% Umsatzwachstum im Jahr 2027, da haben wir es. Taiwan Semiconductor soll im Jahr 2027 40% Umsatzwachstum und im Jahr 2028 24%, Umsatzwachstum liefern mit CapEx Investitionen von 80 Milliarden Dollar im nächsten Jahr und 90 Milliarden Dollar im Jahr 2028. Ich finde, das rahmt das Thema AI-Trade nochmal ganz schön ab und zeigt eben, dass die Dauerhaftigkeit und die Transparenz in die Investitionen zunächst einmal relativ hoch bleiben. In dem Sinne also, euch einen schönen Start in die Handelswoche. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.