Heute ist Dienstag, der 28. Juli. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, wir sehen das ewig gleiche Bild der letzten Wochen. Runter mit den Halbleiter- und Memorywerten. Die Aktien von Corning brechen nach den Zahlen um 19 Prozent ein, notieren jetzt leicht über den vorbörslichen Tiefs. Wir haben letztendlich auch eine ESML, eine Micron erneut auf der Verliererseite. Dafür sehr gute Ergebnisse bei den Standardwerten. Coca-Cola, Sherwin-Williams, Boeing können allesamt von den Zahlen profitieren. Wir sehen im Übrigen auch deshalb Zurückhaltung wegen der Unsicherheit vor der Notenbank-Tagung. Normalerweise, ein Tag vor der Tagung, rechnet der Markt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit damit, was passieren dürfte. Eine Wahrscheinlichkeit von um die 90, 95 Prozent sind eigentlich der Standard. Aktuell liegt aber die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung bei 36 Prozent. In anderen Worten, der Markt weiß nicht so recht, was morgen passieren wird. JP Morgan geht davon aus, dass die Risikobereitschaft nach der Notenbanktagung wieder steigen wird. Außerdem herrscht nach dem Mittwoch und Donnerstag mehr Klarheit bei den Big-Tech-Unternehmen mit den Ergebnissen von Meta, Microsoft, Qualcomm am Mittwochabend, Apple und Amazon am Donnerstagabend. So, einen schönen guten Morgen und wieder sehen wir das gleiche Bild wie so oft in den letzten Handelstagen. Wir sehen Halbleiter, Memory-Werte der KI-Trade-Momentum-Aktien auf der Verliererseite. Die Aktien von Corning brechen nach den Quartalszahlen um etwa 18, 19 Prozent ein. Dafür aber die Standardwerte auf der Überholspur. Wir haben den Farbengiganten Sherwin-Williams, der im Dow Jones ist, über 6% im Plus. Coca-Cola kann nach den Zahlen auch 4% zulegen und Boeing hat ebenfalls nach den Quartalszahlen Rückenwind. Wir sehen also die Standardwerte auf der Gewinnerseite. Der S&P Equal Weight Index, der gleichgewichtet ist, konnte gestern an der Wall Street auch mit einem Plus schließen. Also Momentum wieder unter Abgabedruck und JP Morgan hier vom Handelstisch, vom Trading Desk betont, dass wir jetzt in den letzten, zwei Handelstagen den größten Verkaufsdruck bei Momentum Aktien gesehen haben seit dem 1.2. Juli. Insgesamt seien die Risiken an der Wall Street weiter reduziert worden. Wir sehen das vor allen Dingen im quantitativen Bereich. Algorithmen, quantitative Fonds und Multi-Asset-Manager haben die Risiken reduziert. Das Handelsvolumen im Bereich der automatisierten Trades lag 25 bis 30 Prozent über dem Schnitt der letzten Tage, dafür das traditionelle Handelsvolumen, also abseits der Algorithmen, 10 Prozent unter dem Schnitt der letzten 20 Handelstage. Wir sehen, dass besonders stark leerverkaufte Aktien besonders abverkauft werden und jetzt weist JP Morgan auf einen Punkt hin, der glaube ich bei vielen für ein bisschen Zurückhaltung sorgt und das ist die Tatsache, dass die Erwartungshaltung für die morgige, US-Notenbank-Tagung ja sehr merkwürdig ist oder zumindest mal anders als während der Ära Jerome Powell. Normalerweise sehen wir einen Tag vor der US-Notenbank-Entscheidung ein sehr klare Signal, was die Wahrscheinlichkeiten betrifft. Normalerweise müssten wir also einen Tag vorher so eine, sagen wir mal, 90 bis 95 Prozent Wahrscheinlichkeit sehen von dem. Womit der Markt rechnet, also entweder einer Beibehaltung der Zinsen oder eben einer Zinsanhebung. Aber die Wahrscheinlichkeit liegt aktuell bei 33 bis 36 Prozent. In anderen Worten, Marktteilnehmer sind sich sehr unsicher darüber, was morgen nun tatsächlich passieren wird. Könnte die amerikanische Notenbank die Zinsen anheben? Mittlerweile haben wir Argumente, die sagen, naja, das wäre eventuell gar nicht so schlecht. Zum einen rechnen fast 40 Prozent der Marktteilnehmer damit und zum anderen, solange das Signal ist, der One and Done, anderen Worten, wir geben jetzt dem Markt, was er eigentlich haben möchte. Nochmal, die Renditen zweijähriger Staatsanleihen sind ohnehin schon über dem Niveau des offiziellen Leitzinses. Also heben wir einmal an und das war es dann. Wäre eventuell eine bereinigende Maßnahme, vermutlich würden die Renditen langlaufender Staatsanleihen sogar leicht zurücklaufen. Ja, andere bei CNBC sagen, dass, naja, also wenn das passiert und wir haben eine 36% Wahrscheinlichkeit, dann wären ja immer noch die Mehrheit der Marktteilnehmer überrascht und wir müssten Gegenwind sehen. Das sind genau die Konsequenzen der Politik von Kevin Warsh. Weniger Transparenz, weniger Sicherheit über das, was als nächstes passieren wird. Und das untergräbt natürlich die Stimmung letztendlich an der Wall Street. Die gute Nachricht ist, so JP Morgan, so wie die Risikobereitschaft jetzt im Vorfeld der US-Notenbank-Tagung gesenkt wird, dürfte die Risikobereitschaft nach der US-Notenbank-Tagung wieder an Dynamik zunehmen. So, erschwerend kommt hinzu, dass jetzt morgen nach dem Closing auch noch Meta, Microsoft und Qualcomm-Zahlen melden wird und am Donnerstagabend dann Apple und Amazon. Wir sehen ja aktuell, was im Tech-Sektor passiert. Sehr viel Emotionen, deutlicher Verkaufsdruck, sehr viele negative Headlines und dementsprechend eben auch sehr viel Zurückhaltung. Also ich hatte gestern in der Closing-Bell schon gesagt, ich bin mir nicht so sicher, ob der Markt überhaupt weiß, was er von diesen Tech-Unternehmen hören möchte. Der frei verfügbare Cashflow ist jetzt bei Google negativ, dürfte bei Meta und bei Amazon jetzt auch bald negativ sein mit Meldung der Zahlen und der Aussichten. Also was will der Markt eigentlich hören, wenn jetzt eine Microsoft zum Beispiel morgen signalisieren würde, dass die CapEx Investitionen brauchen wir jetzt nicht weiter ausweiten, wir behalten die jetzt einfach mal bei. Das müsste eigentlich schon ausreichen, um theoretisch die Aktien von Microsoft dann anzuheben oder wird es dann doch eher belasten, weil die vergangenen Investitionen in Frage gestellt werden. Der Niles, den ich letzte Woche im Interview hatte bei uns hier auf YouTube im Podcast, meinte gestern bei CNBC, er sitzt quasi auf seinen Händen und wartet erstmal ab. Dies ist die Woche der Mega-Earnings, der Mega-Tech-Earnings und er will hier nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. Ich glaube, wenn man jetzt mal den Kurseinbruch von Corning heute Morgen nimmt, dann scheint das durchaus auch Hand und Fuß zu haben. So, wir haben heute Abend die Zahlen von Ford. Chip Maschinenbau, KLA, NXP Semiconductor. Wir haben SK Hynix heute Nacht. Die Aktie verlor in Südkorea letzte Nacht schon wieder etwa 15 Prozent. Also das Dual Listing, hier die Börseneinführung an der Wall Street, das war genau der Punkt, an dem quasi die Verkaufsglocke geläutet wurde. Samsung letzte Nacht minus 13 Prozent, Taiwan Semiconductor minus 3 Prozent und Kioxia minus 18 Prozent in Asien. Also der Verkaufsdruck hat sich dort schon fortgesetzt. Der Ball wird hier an der Wall Street aufgenommen und auch weiter gespielt. Hier geht es also auch letztendlich gesehen weiter bergab. Und damit möchte ich mal die negativen Schlagzeilen und die Ergebnisse in dem Sektor ansprechen. Dementsprechend, wir haben sowohl in der Financial Times wie auch im Wall Street Journal wieder Berichte darüber, dass, wir einerseits aufgebrauchten, verfügbaren Cashflow haben oder negativen Cashflow und dafür verschulden sich die Unternehmen immer mehr. Das ist quasi nochmal ein Turbo, der auf die ohnehin negativen Cashflow-Zahlen quasi draufgesetzt wird und birgt natürlich Risiken. Die Financial Times betont, die Kreditrisiken im Tech-Sektor ziehen an. Weil man zunehmend Bedenken hat zu den CapEx-Investitionen und das Wall Street Journal schiebt heute Morgen nochmal nach und betont, dass die AI-Verschuldung, die Ausgabe von neuen Schulden im AI-Sektor alleine bis Anfang Juli in diesem Jahr 270 Milliarden Dollar erreicht hat. Damit wurden mehr AI-Schulden ausgegeben im ersten Halbjahr. Also doppelt so viel, um genau zu sein, wie im Gesamtjahr 2025 und es kommen noch weitaus mehr Schulden hinzu im zweiten Halbjahr. So, das macht den Markt nervös. Wir sehen auch letztendlich, dass die Kreditausfallversicherungen in diesem Sektor in den letzten Monaten ziemlich angezogen sind und die Meldungen um Nvidia nur 250 Milliarden Garantie nochmal für Bau OpenAI Data Center in Ohio. Vielleicht nochmal 350 Milliarden obendrauf für OpenAI, damit die dann Chips von Nvidia kaufen können. Also die Methoden werden immer kreativer, die Volumen immer größer und das macht Marktteilnehmer in diesem Segment nach wie vor sehr nervös, zumal eben der andere Bereich sehr gut läuft. Der Dow Jones wird mit einem Plus von über 500 Punkten in den Tag starten mit dem Nasdaq, 178 Punkten auf der Verliererseite. So, ich möchte zumindest mal einen Hinweis hier geben. Diese ganzen Meldungen, die immer mehr Schulden in diesem Sektor, das ist nichts Neues, nicht wahr? Das wussten wir eigentlich auch schon vor einem Monat oder vor zwei Monaten, als der Hype noch voll im Gange war. Jetzt, wo die Richtung des Marktes stimmt in diesem Segment, nämlich deutlich schwächer, wird das Ganze nochmals aufgehört. Ich finde, das ist dann oftmals auch so eine psychologische Komponente, so nach dem Motto, wir haben das ja die ganze Zeit gesehen, aber es wollte uns ja niemand hören und jetzt wollen wir endlich mal rauskommen und sagen, schaut her, wir haben es immer schon gesagt und schaut euch das an. Richtig ist es natürlich trotzdem, dass die Volumen, die wir in diesem Bereich haben, an Verbindlichkeiten wirklich zunehmend bedenkliche Niveaus annehmen und das Ganze setzt sich heute Morgen auch bei Meta fort. Das wird übrigens auch bei den Zahlen von Meta spannend. Es gab ja Spekulationen, dass Meta ähnlich wie Google auch eine gewaltige Kapitalerhöhung machen würde. Die Gerüchte sind seitdem verstummt, aber das Wall Street Journal berichtet, dass Meta den Bankern mitgeteilt hat und Fondsmanagern. Dass die Notwendigkeit gegeben ist, einige hundert Milliarden Dollar an Kapital aufzutreiben für den Ausbau. Des AI-Bereichs, unter anderem spricht man mit BlackRock und anderen über Deals. Meta hat bekannt gegeben, ein 14 Milliarden toller Data Center in El Paso zu entwickeln, mit BlackRock quasi zusammen. Also der Kapitalbereich ist wie ein Fass ohne Boden, das so... Ihr wisst, was ich meine. Nvidia hat auch heute Morgen bekannt gegeben, man hat ein massives 50 Milliarden Dollar Datacenter geleast, das in Texas gebaut wird. Und jetzt haben wir die Zahlen von Corning, die Aktie sehr stark eingebrochen, heute Morgen 19 Prozent runter. Dabei sind die Zahlen alles andere als katastrophal. Die sind nun nicht so mega und so geil, wie es der Markt erwartet hat. Um es mal salopp auszudrücken. Bei Corning, der Bereich Optical, 32% Umsatzsprung, 65% Umsatzsprung im Bereich Enterprise Networks, angefacht durch Gen-AI-Produkte. Das klingt alles eigentlich ganz gut. Die Zahlen für das letzte Quartal waren im Grunde fantastisch. Die Aussichten aber für das dritte Quartal sind nicht so spektakulär, wie sich das die Wall Street gewünscht hat. Der Umsatz in dem jetzt laufenden Quartal wird bei 4,9 bis 5 Milliarden liegen. Weil die Schätzungen liegen bei 5 Milliarden. Das reißt jetzt niemand vom Hocker. Der Ertrag pro Aktie, soll zwischen 85 und 89 Cent liegen. Not bad, nicht schlecht, aber die Schätzungen lagen bei 86 Cent, das reicht nicht aus. Aber die Abstrafung der Aktie zeigt einfach, wie viel Optimismus hier drin ist im Markt. Ich halte ehrlich gesagt den Abverkauf für ziemlich übertrieben, wenn man auch mal überlegt, wo Corning vor einigen Tagen, einigen Wochen noch notierte. Die Aktie ist jetzt 15% im Minus bei 121 Dollar. Wir hatten am 30. Juni den Wert bei 250 Dollar. Die Aktie hat sich mehr als albiert seit dem 30. Juni. Das ist schon ein Wort. Ich will jetzt an der Stelle auch nochmal ASML ansprechen. Wir hatten ja gestern diesen ominösen Bericht bei The Information. Ich halte sehr viel von diesem Dienst, aber in diesem Fall muss ich sagen. Also da hat für mich so ein bisschen Butter bei die Fische gefehlt. In dem Bericht stand also drin, dass ein staatlich dominiertes chinesisches Unternehmen einen großen Durchbruch geschafft hat in Sachen DUV-Technologie, und im Bereich der Massenproduktion. Dieser Artikel hat nicht benannt, um welches chinesisches Unternehmen es sich handelt. Trotzdem sind die Aktien von ESML eingebrochen, die in diesem Segment dominant unterwegs sind. Heute äußert sich JP Morgan dazu, der Spezialist für den europäischen Tech-Sektor. Er hält die gestrige Meldung, die die ASML-Aktie fast 7% gekostet hat, eher für eine Schlagzeile mit hohem. Aufmerksamkeitswert als für eine grundlegende Veränderung der langfristig positiven Investment-These von ASML. Der entscheidende Punkt sei, ob die chinesischen Anlagen tatsächlich die Stabilität, die Ausbeute und Produktionsgeschwindigkeit erreichen, die für eine Fertigung in großen Stückzahlen erforderlich sind. China produziert bereits seit vielen Jahren einfachere Lithographieanlagen auf Basis der sogenannten Eyeline-Technologie. Also, lange Rede, kurzer Sinn. Diese Story trübt vielleicht die Stimmung ein zu ESML. Das ist das Fazit des Analysten. Dürfte die fundamentalen Geschäftsaussichten aber bei weitem nicht so stark belasten. Also, ESML ist heute Morgen wieder auf der Verliererseite. Ich finde, dass der Bericht von JP Morgan das hier stückweit relativiert. So, jetzt kommen wir mal zum Thema Ergebnisse und hier sehen wir, dass die Standardwerte glänzen können. Die Aktien von Boeing sind vorbörslich 1,3 Prozent im Plus. Bloß auf den ersten Blick könnte man sagen, naja, um Gottes Willen, der Ertrag pro Aktie liegt unter den Schätzungen gar nicht so gut. Der Verlust pro Aktie 76 Cent. Das ist mehr als doppelt so hoch, wie die Wall Street erwartet hatte. Die Wall Street hatte nur mit einem Verlust von 28 Cent je Aktie gerechnet. Aber hier die Details. Der Umsatz lag mit 24,6 Milliarden 300 Millionen über den Schätzungen. Der nächste entscheidende Punkt, der verfügbare Cashflow, und das ist bei Boeing immer wichtig, sollte eigentlich bei negativ 330 Millionen Dollar liegen. Tatsächlich positiv 600 Millionen. Das heißt, der frei verfügbare Cashflow liegt fast eine Milliarde Dollar über den Erwartungen der Wall Street. Abgesehen davon ist der Auftragsbestand weiter gestiegen. 695 Milliarden im ersten Quartal, jetzt 715 Milliarden Dollar. Die Aktie ist solide auf der Gewinnerseite. Coca-Cola kann noch mehr zulegen mit einem Anstieg von über 4 Prozent. Der Ertrag pro Aktie über den Schätzungen, der Umsatz, der organische Umsatz, das Wachstum auch hier, sehr solide 6 Prozent. 3,5 Prozent hatte die Wall Street erwartet. und besonders stark entwickelt sich das Geschäft von Coca-Cola in Nordamerika. Wir sehen hier auch eine Ausweitung der Margen und die Jahresprognosen werden angehoben. Also ein sehr positives Bild bei Pepsi, hatten wir ja auch schon vor einigen Tagen, einigen Wochen hier die Zahlen. So, der mit Abstand größte Gewinner im Dow Jones ist ausgerechnet ein Unternehmen, das auch sehr stark im Immobilienmarkt unterwegs ist, naja. Der Farbehalt und auch Häuser müssen gestrichen werden. Der Farbengigant aber beeindruckt mit wirklich starken Zahlen. Die Aktie ist über 6% im Plus. Der Ertrag pro Aktie solide über den Zahlen. Die Umsätze auch besser als erwartet. Fast 8% Wachstum. Die Aussichten wurden auch solide angehoben und man sieht kontinuierlich Wachstum in allen Geschäftssegmenten und man bekommt einen immer größeren Kuchen der Ausgaben von Konsumenten in diesem Bereich, im Farbensegment. UPS, der Paketdienst, auch auf der Gewinnerseite, nee, sorry, ich muss revidieren, war auf der Gewinnerseite, ist mittlerweile fast 5% im Minus. Die Aktien von FedEx auch leicht im Minus, UPS meldet einen Ertrag über den Schätzungen, Umsatz über den Erwartungen, die operativen Margen lagen leicht unter den Erwartungen und die Prognosen für das Gesamtjahr werden angehoben auf der Umsatzseite und letztendlich auch auf der Ertragseite, Der Ertrag pro Aktie für das Gesamtjahr soll bei 7,22 Dollar liegen und 7,11 Dollar wurden geschätzt. So, und da kann ein Stück weit der Teufel drin liegen, denn zweites Quartal, das abgelaufene Quartal, war ja besser als erwartet. Well, im abgelaufenen Quartal, lass mich mal kurz nachschauen, wurden die Schätzungen um 9 Cent pro Aktie geschlagen. Alright, jetzt werden die Prognosen für das Gesamtjahr auf der Ertragsseite um 11 Cent angehoben. Das ist natürlich relativ mau, muss man sagen, wenn im letzten Quartal die Schätzungen schon um quasi 8 Cent übertroffen wurden, naja, dann werden die Jahresprognosen jetzt gerade mal um 3 Cent pro Aktie angehoben und das ist ein bisschen dünn, die Aktie ist mittlerweile also auf der Verliererseite. So, PayPal stand ja vor einigen Tagen, einigen Wochen in den Schlagzeilen, angeblich Übernahmeangebot von Stripe und PayPal meldet heute Abend zahlen. Ich bin ein bisschen erstaunt, dass die Akte nicht noch stärker am Plus ist. Die Akte hatte natürlich einen großen Kurssprung nach den Spekulationen der Übernahme durch Stripe und man muss sagen, die Zahlen sind wirklich besser, ich würde mal sagen, als die meisten an der Wall Street erwartet hatten. Die Skepsis bei PayPal ist groß und der Ertrag pro Aktie lag mit 1,38 Dollar immerhin 11 Cent über den Schätzungen. Das ist prozentual, sagen wir mal ein Beat von etwa 9 Prozent, gar nicht so schlecht. Wir sehen einmal höhere Umsätze als erwartet und höhere Margen als erwartet, und das Transaktionsvolumen lag auch über den Schätzungen der Wall Street. Da muss man schon sagen, für ein Unternehmen, das so viel Skepsis hat an der Wall Street, ist das schon ganz ordentlich. Und für die Jahresprognosen wird das unteren Ende der bisher angepeilten Spanne angehoben. Da muss ich sagen, das ist natürlich ein bisschen dürftig. Das hätte ein bisschen mehr sein können, nur das untere Ende anzuhoben, wenn der Ertragsbeat so groß ist. Aber immerhin, die Aktie ist heute Morgen im Plus. Jetzt kommen wir mal zu den Konsumgüterwerten und Unternehmen, die vom Konsum abhängig sind. Hilton schwächer, Royal Caribbean schwächer. Hilton verliert heute Morgen etwa drei bis vier Prozent. Der Ertrag pro Aktie, der Umsatz lagen moderat über den Schätzungen. Die Aussichten wurden minimal angehoben. Man sieht anhaltende Stärke bei der Nachfrage und Momentum über viele Bereiche hinweg. Trotzdem, die Aktie auf der Verliererseite und Royal Caribbean müsste heute Morgen auch mit einem Minus in den Tag starten. Die vorbörslichen Verluste sind mittlerweile wettgemacht, der Wert war 2% im Minus, jetzt nur noch ein Minus von knapp 0,7%, so ist es richtig. Auf den ersten Blick gute Zahlen, der Ertrag über den Schätzungen, Nachfrage sei stark, man hat die Betriebskosten gesenkt und insgesamt wurden auch die Jahresprognosen angehoben. Der Ertrag pro Aktie soll jetzt zwischen 1773 bis 1787 liegen, ist also insgesamt das untere Ende deutlich angehoben worden, das obere Ende der Spanne wurde auch angehoben. Also die Richtung stimmt. Das Management hat im Earnings Call aber dann gesagt, dass man unlängst moderate, Folgen gesehen hat, auch infolge des Iran-Kriegs. Man hat eine moderate kurzfristige Abkühlung gesehen bei den Buchungen. Aber wie dem auch seit Jahresprognosen wurden ja trotzdem angehoben. Der Wert aber auf der Verliererseite heute Morgen übrigens am Rande bemerkt. Der Ölpreis ist heute Morgen weiter rückläufig. So, das war es mit den Earnings. Heute Abend geht das Bonanza weiter und die nächsten zwei Tage, glaube ich, wollen wir gar nicht schlafen, weil ich meine Damen wie die ganzen großen Tech-Konzerne. Ich will ganz kurz nochmal SpaceX ansprechen und Amazon. SpaceX ist heute Morgen vorbörslich, wie sollte es anders sein, schon wieder auf der Verliererseite 4% im Minus. Wir sind jetzt bei 109 Dollar angekommen. Wenn man sich mal anschaut, wo wir nach dem Börsengang waren, bei 225 Dollar. Anderen Worten, die Aktie hat sich seit dem Börsengang halbiert. Der Börsengang ist dann nun noch nicht lange her. Halbiert bedeutet, SpaceX hat jetzt in den letzten 16 Handelstagen, wenn wir heute schwächer schließen, oder in 17 Handelstagen, 14 Handelstage Gegenwind und das Äquivalent der gesamten Marktkapitalisierung von Tesla wurde seitdem hoch ausradiert. SpaceX hat jetzt über 1,2 Billionen Dollar an Marktwert verloren, seit dem Hoch von 225 Dollar. Einmal Tesla bitte ausradiert. Also diese ganzen Vorwürfe, die Bewertung sei zu utopisch, haben sich absolut bewahrheitet. Und das war ein Börsengang, bei dem es Elon Musk besonders wichtig war, Privatanleger umfangreich zu beteiligen. Herzlichen Glückwunsch. Ich vermute mal, dass sehr viele Privatanleger smart genug waren, diesen Wert bei solchen Bewertungen nicht zu kaufen. Wir haben heute Morgen die Meldung von Amazon. Der Satellitendienst gewinnt immer mehr Traktion. Es sollen über 5000 Satelliten ins All geschossen werden von Amazon, um Mobilfunkservice für Konsumenten anzubieten auf globaler Ebene. Damit nimmt der Wettbewerb Druck für Starlink ebenfalls zu. Wie dem auch sei, ist Starlink bisher hier besser positioniert. So, ansonsten noch eine kurze Meldung zu Meta vom Wall Street Journal. Hier kommen erhebliche rechtliche Herausforderungen auf Meta zu, die Milliarden Dollar an Schaden anrichten könnten bei Meta und zwar geht es hier um die Sicherheit von Teenagern und von Kindern. Wir sehen immer mehr Klagen in diese Richtung und auch immer mehr Traktion in diesem Bereich. Apropos Klagen, wir haben Johnson & Johnson heute Morgen, die freundlich in den Tag starten. Diese Klagen wegen dem Talk von Johnson & Johnson. Hier scheint nun endgültig, die Verfahren abgeschlossen zu sein. Der Wert profitiert. So, Warner Brothers Paramount, brauchen wir eigentlich nicht drüber reden. Wir haben schon so viel darüber gesprochen in den letzten Tagen. Das Anleger-Magazin Barons betont also 50-50 Chance nur, dass dieser Deal abgesegnet wird mit Paramount. Und bei Variety ist zu lesen, dass einige Top-Manager bei Warners hoffen, dass die Klage der Bundesstaaten gegen diesen Merger erfolgreich sein werden, dass dieser Deal also blockiert wird. Bei Analysten gibt es heute nicht allzu viel. Wir haben Datadog, die interessanterweise seit Wochen empfohlen werden. Jetzt bei BDIG steigt das Kursziel auf 289 Dollar mit einer Kaufempfehlung. Wir haben Honeywell, die von Verkaufen auf neutral aufgestuft werden bei der Bank of America. Hier steigt das Kursziel auf 265 Dollar. Intuit im Softwaresektor TD Cowan stuft den Wert auf Halten ab. Das Kursziel wird deutlich gesenkt von 504 auf 304 Dollar. Muss man sagen, der Analyst lag natürlich gnadenlos daneben bei der Aktie. Und jetzt rennt er dem Wert hinterher. Exxon wird abgestuft bei der Bank of America auf nur noch neutral. Das Kursziel 158 Dollar. Man betont allerdings, dass die Aktie bei 140 Dollar kurzfristig durchaus attraktiv sei, wie dem auch sei. Insgesamt geht man bei Exxon auf Abstand. So, Ladies and Gentlemen, das war es mit der Opening Bell. Ich wünsche euch einen guten Handelstag. Wir sehen uns morgen wieder. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.