Heute ist Mittwoch, der 29. Juli. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Die Lage an der Wall Street bleibt angespannt. Was wird die amerikanische Notenbank heute entscheiden? Werden die Zinsen angehoben? Citadel Securities glaubt, dass genau das passieren wird. Aber sicher ist das nicht. Und das ist im Übrigen auch im historischen Vergleich zu vergangenen Notenbanktagungen sehr ungewöhnlich. Normalerweise weiß man am Tag der Notenbankentscheidung, was passieren wird, aber nicht in der Ära von Kevin Warsh. Gleichzeitig ziehen die Ölpreise an. Donald Trump droht mit militärischen Schlägen gegen den Iran. Und wir haben heute Abend die Zahlen von Meta und Microsoft. Die Volatilität nach den Zahlen ist sehr hoch. Das sorgt stückweit auch für Zurückhaltung. Wir sehen SK Hynix mittlerweile über den Tagestiefs, der Umsatz, der Ertrag. Beides hat die Schätzungen der Wall Street verfehlt. Wie dem auch sei, sind die absoluten Wachstumszahlen wirklich beeindruckend. In erster Linie sind also die Schätzungen über die Realität hinausgeschossen. Die operativen Gewinne sind um über 550 Prozent gestiegen. Das reicht nicht, ist aber eine Enttäuschung, weil die Schätzungen verfehlt werden. Wir haben Seagate auf der Gewinnerseite nach den Zahlen, fantastische Zahlen, Teradyne, Bloom Energy ebenfalls aber, teils unter den Tageshochs. Gut, ist also nicht mehr unbedingt gut genug. Technisch sind wir allerdings im Halbleiter am Memory-Sektor, insbesondere in Südkorea, mittlerweile sehr stark überverkauft. So, einen schönen guten Morgen. Und was anfangs noch nach einer leichten Erholung aussah im Nasdaq, dreht jetzt schon wieder leicht nach unten. Wir haben geopolitische Spannungen. Donald Trump droht heute Morgen bei Fox. Mit schweren militärischen Angriffen gegen den Iran in den nächsten Tagen. Öl zieht entsprechend an. Wir haben gleichzeitig heute die Tagung der amerikanischen Notenbank, die ich für euch bei mir auf YouTube live begleiten werde, um 20 Uhr eurer Zeit und dann die Pressekonferenz um 20.30 Uhr. Sehr viel Spekulation darüber, ob die Zinsen angehoben werden könnten oder eben auch nicht. Der dritte Faktor, letztendlich die Ergebnisse im Tech-Sektor. Wir sehen einen nach wie vor sehr starken Abverkauf in Südkorea. Der Index der Cosby hat jetzt alleine in den letzten zwei Handelstagen 16 Prozent verloren, fast 40 Prozent mittlerweile von den Hochs und die Zahlen von SK Hynix, die insgesamt auf absoluter Basis wirklich fantastisch waren, aber eben trotzdem die Erwartungen verfehlt haben. Die Aktie schloss zwar über dem Tagestief, aber tendierte schwächer. Und das Ertragsbild heute im Tech-Sektor an der Wall Street ist ähnlich uneinheitlich. Wir haben solide auf der Gewinnerseite eine Seagate, eine Teradyne, eine Bloom Energy. Diese Werte werden zwischen 5 und 9 Prozent im Plus eröffnen. SK Heineck steht unter Druck. Vertief hat einen wesentlichen Teil der Kursverluste nach den Zahlen wieder wettgemacht. Wir waren in der Spitze minus 12 Prozent vor dem Opening, etwa minus 6 Prozent. Der Chip-Maschinenbauer KLA startet nach den Zahlen auch schwächer in den Tag. Quarvo ebenfalls, NXP Semiconductor auch. Und bei den Standardwerten haben wir Procter & Gamble und Visa nach den Zahlen unter Abgabedruck. Ich würde es mal so zusammenfassen, was für mich besonders spannend ist heute natürlich, ist einmal die Notenbanktagung und dann heute Abend auch die Zahlen von Meta und Microsoft. Und beides bedeutet, wie gestern Abend in der Closing Bell schon diskutiert, dass wir uns erstmal in einem Vakuum bewegen. Und in diesem Vakuum wird man heute vermutlich vor der Notenbankentscheidung nicht unbedingt aggressiv kaufen. Wir hatten gestern bereits einen Bericht von Citadel Securities, dass die Zinsen heute angehoben werden dürften. Citadel Securities, was Handelsvolumen hier an der Wall Street betrifft, ist ein echtes Schwergewicht. Die Tatsache, dass man dort also eine Zinsanhebung heute sieht um 25 Basispunkte. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung, wenn man sich die Wettmärkte anschaut und wenn man sich die Futures anschaut, liegen so bei etwa 30 bis 36 Prozent. Warum eine Zinsanhebung zum einen? Würde damit dieses ewige Spekulieren, hebt die Notenbank jetzt nochmal an, erstmal aus dem Markt genommen werden, solange die Message von Kevin Walsh in der Pressekonferenz ist, one and done. Also in anderen Worten, wir machen jetzt einen Schritt und danach sollten wir im Prinzip damit durch sein. Der zweite Faktor, Kevin Walsh, würde damit seine Unabhängigkeit besiegeln, denn Donald Trump will alles, nur keine Zinsanhebung. Und der dritte Faktor, eine Zinsanhebung müsste dazu führen, dass die Renditen langlaufender Staatsanleihen dann eher sinken. Denn der Kapitalmarkt, der Anleihemarkt, wir haben die letzten Tage oft schon darüber gesprochen, signalisiert ganz klar, dass die Notenbank eigentlich anheben müsste. Die Renditen im zweijährigen Bereich sind über dem Niveau des offiziellen Leitzinses. Insofern spricht einiges dafür, dass One and Done durchaus passieren könnte. So, aber wie wird der Aktienmarkt darauf reagieren? Und da gehen eben die Meinungen sehr weit auseinander. Zum einen wissen wir nicht, was genau passieren wird, auch das ist sehr außergewöhnlich. Seit 1990, am Tag der Notenbankentscheidungen, liegen die Wahrscheinlichkeiten dessen, was passiert an dem Tag, bei mindestens 60 Prozent. Wenn man also die letzten 35 Jahre zurückgeht, dann war sich der Markt immer ziemlich sicher, was passieren würde. Im Umfeld der Entscheidungen. Dieses Mal haben wir eine Wahrscheinlichkeit von 30 bis 36 Prozent, naja möglicherweise Zinsanhebung, aber vielleicht eben auch nicht, dass die Wahrscheinlichkeiten so niedrig sind, und in den letzten Tagen lagen die Wahrscheinlichkeiten eher bei über 90 Prozent. Das sorgt natürlich für Verunsicherung. Und wie wird dann der Aktienmarkt wirklich darauf reagieren? Die Bank of America sagt, also der Kapitalmarkt, der Aktienmarkt müsste zunächst eigentlich negativ reagieren, Risikoassets sollen unter Druck stehen. Gestern sagte JP Morgan, da ist das Basisszenario, die Zinsen bleiben unverändert, insgesamt werde die Risikobereitschaft nach der Notenbankentagung wieder zunehmen. Mir sagt das vor allem eins, wenn ich diese großen Häuser diskutieren sehe, dann höre ich, dass eigentlich keiner weiß, wie die Reaktion heute Nachmittag ausfallen wird und was genau passieren wird. Und Geist, was macht man, wenn man sich in einem Vakuum bewegt? Man hält sich zunächst einmal zurück. Und das wird letztendlich mit den Ergebnissen heute Abend bei Meta und Microsoft nicht anders sein. Denn was will der Markt denn hören? Wir haben ein ziemliches Gezetere darüber, dass Unternehmen wie Google mittlerweile beim freien verfügbaren Cashflow negative Zahlen ausweisen. Meta und Amazon dürften diese Woche dem folgen. Oracle ist da schon angekommen. So, aber was ist denn, wenn die Hyperscaler jetzt tatsächlich anfangen würden, die CapEx-Investitionen entweder zu kappen oder zu deckeln? Wird dann die große Party ausbrechen? Ja, ich wage es zu bezweifeln. Also was will der Markt eigentlich hören heute Abend bei Meta und bei Microsoft? Großes Fragezeichen und gerade, wie wir ja auch über Nacht gesehen haben, bei der hohen Volatilität nach Ergebnissen. Wer will da mit hohen Gewichtungen bei einer Meta und Microsoft im Portfolio die Katze im Sack kaufen? Dann brechen Aktien mal um 10, 15 Prozent ein und können natürlich auch um 10, 15 Prozent steigen, das ist nice, aber im Großen und Ganzen geht es beim Portfolio Management in erster Linie um Risikomanagement. Und dementsprechend muss man in Earnings hineingehend eher zurückhaltend und eher vorsichtig sein und vor allen Dingen die Positionsgrößen richtig managen. Guys, ich habe in den letzten Tagen so manche E-Mail erhalten, auch aus meiner Community, von Personen, die gerade bei den Tech-Momentum-Werten, richtig viel Geld verloren haben. Vor allen Dingen, weil die Positionsgrößen eben falsch gemanagt wurden. Das ist ein ganz, ganz wichtiger und entscheidender Faktor in dem Umfeld der Unsicherheit, in dem wir uns aktuell bewegen. Jetzt will ich nochmal einen Schritt zurückgehen. Fangen wir nochmal in Südkorea an. Der südkoreanische Kospi hat also jetzt in zwei Handelstagen 16 Prozent verloren oder über 40 Prozent seit Ende Juni. Wir sind jetzt quasi an der 200-Tage-Linie angekommen und blicken auf einen der größten und schnellsten prozentualen Einbrüche in Südkorea seit der Finanzkrise im Jahr. 2008-2009. Und die Regierung gibt heute bekannt, dass, Man Maßnahmen plant zur Stabilisierung des dortigen Aktienmarktes. Zum anderen sollen dann unter anderem auch gehebelte ETFs auf Einzelwerte gedeckelt werden. Darüber hatten wir die letzten Tage schon gesprochen. Und der Ausverkauf ist mittlerweile so dynamisch, dass eigentlich ein Bounce langsam überfällig sein müsste. Gestern Nachmittag hatte JP Morgan bereits betont, dass die Reduktion im Bereich der gehebelten ETFs zu 75 Prozent abgeschlossen sein dürfte. Dass jetzt SK Heinex über Nacht in den Sack haut mit auf absoluter Basis wirklich fantastischen Zahlen. Aber eben dem Dilemma, dass die Schätzungen den Zahlen vorausgelaufen sind. Das hat der Lage jetzt über Nacht nicht wirklich geholfen. Wir hatten den zweiten Handelstag in Folge mit einer Aussetzung des Handels beim Cosby, der wie gesagt im Prinzip nur sehr stark getrieben ist durch zwei, drei Werte. Samsung Electronics und SK Hynix sind hier mit an der Spitze. Auffällig ist, SK Hynix hatte über Nacht schon einen Bounce über den Tagestiefs und wir sehen hier mittlerweile Bewertungen, die ausgesprochen niedrig sind. Und schauen wir uns das hier mal an. Das ist auch eine gewisse Ironie, die diese Tabelle hier zeigt. Jetzt haben wir also Chinas CXMT, Memory-Bereich, sehr erfolgreicher Börsengang, Kursexplosion von über 400 Prozent am ersten Handelstag. CXMT wird also basierend auf den Gewinnschätzungen der nächsten zwölf Monate mit einem Kursgewinnverhältnis von über 30-fachen bewertet. Micron mit einem KGV von etwa 6 SK Hynix, die Daten sind nicht mehr aktuell nach dem Einbruch gestern hat SK Hynix nur noch ein Kurs-Gewinn-Verhältnis Forward-PE-Ratio von knapp 3,5, Samsung Electronics 4,3 und Samsung wird diese Woche auch noch Zahlen melden. Nach den Enttäuschungen bei SK Hynix sorgt das natürlich auch für Zurückhaltung. Aber jetzt erklär mir bitte mal einer, warum CXM-T ein KGV von über 30 hat. Und Micron 6 und SK Hynix unter 4. Also diese Gaps machen aktuell ausgesprochen wenig Sinn. So, jetzt kommen wir nochmal zu den USA zurück. Wir haben letztendlich beim Tech Momentum Ausverkauf auch hier Kurseinbrüche, die historische Ausmaße mittlerweile überholen. Hier seht ihr den Goldman Sachs US High Beta Momentum Basket. Diese Werte haben jetzt knapp 40 Prozent verloren und zwar in einer sehr, sehr kurzen Zeit. Der Einbruch und auch die Geschwindigkeit des Einbruchs ist größer als im Umfeld der globalen Finanzkrise im Jahr 2008, 2009 und größer als der Einbruch im Umfeld des Platzens der Tech-Bubble. Also das, was wir hier aktuell erleben im Bereich der Tech-Momentum-Werte. Erreicht auch mittlerweile historische Ausmaße. So, wie sagte Jensen Huang von Nvidia noch vor ein paar Wochen, Marvell Technology hat das Zeug dazu, als nächster Kandidat eine Marktbewertung von eine Billion Dollar zu erreichen. Der gute Jensen Huang war ehrlich gesagt einer der besten Kontraindikatoren. Hier seht ihr mal einen Chart und wann die Aussage von ihm kam. Seitdem haben die Aktien von Marvell nahezu 40 bis 50 Prozent an Kurswert verloren. Also das ging nicht so richtig auf die Rechnung, aber wenn man es langfristig denkt, vielleicht hat er ja recht. In der Zwischenzeit aber auch eine Sandisk über 40 Prozent im Minus, eine Seagate auch etwa 30 Prozent auf der Verliererseite. Die Kursverluste im Tech-Sektor und insbesondere bei den Halbleiteraktien sind mittlerweile sehr ausgeprägt. Schaut euch hier nochmal an die Anzahl der Aktien im SOX Semiconductor Index, dem Halbleiterindex in den USA. Wie viele notieren über der 50-Tageslinie? Keine einzige Aktie mehr. Ende Juni, das war gerade mal vor einem Monat. Notierte fast keine einzige Aktie im SOX-Semiconductor über der 50-Tageslinie. Es hat sich also sehr, sehr schnell gewandelt und die Frage wird sein, wann wir hier auch eine technische Gegenbewegung sehen. Denn nochmal, was wir jetzt sehen, ist eine Anpassung der Erwartungshaltung und die Schätzungen sind übers Ziel hinaus geschossen. Aber insgesamt kann man jetzt noch nicht unbedingt von einem schlechten Umfeld sprechen. Kommen wir jetzt mal zu den Ergebnissen im Tech-Sektor. Fangen wir mit Seagate mal an. Die Aktie war gestern Abend 9% im Plus. Nach den Zahlen jetzt etwa 5% auf der Gewinnerseite zum Zeitpunkt der Eröffnung. Der Ertrag pro Aktie, bei den Zahlen gibt es wirklich überhaupt nichts auszusetzen. Im Gegenteil, bombastisch. 5,71 Dollar pro Aktie. Damit werden die Schätzungen um etwa 12, 13% geschlagen. Der Umsatz lag mit 3,63 Milliarden, auch 140 Millionen über den Erwartungen. Die Margen waren besser als erwartet und das jetzt angebrochene Quartal wird der absolute Hammer werden. Der Ertrag pro Aktie soll bei 7,30 Dollar liegen. 5,80 Dollar wurden erwartet, also das Seagate hier steigt. Vor allem nach den starken Kurseinbrüchen ist wirklich nicht überraschend. Bei Teradine auch hier sehr starker Kursanstieg von 9 Prozent. Der Ertrag solide über den Schätzungen etwa. Aber ich würde mal schätzen so 18, 19 Prozent über den Erwartungen und die Aussichten gemessen am Mittelwert auch sehr, sehr stark. Zwei Dollar pro Aktie statt 1,46 Dollar. Sehr starke, robuste AI-Nachfragetrends, also bei Teradyne und Bloom Energy wird auch sehr stark eröffnen. Auch hier Zahlen, die beeindruckend ausfallen. Ich nehme nur mal eine als Beispiel. Die Ertragsprognosen für das Gesamtjahr werden jetzt angehoben auf 2,55 bis 2,85 pro Aktie. Bisher lag man bei 1,85 bis 2,25 Dollar. Also es gibt Werte, die tatsächlich beeindrucken, auch deutlich schlagen, obwohl die Messlatte bei den Schätzungen schon sehr hoch hängt. So, jetzt kommen wir mal zu den Werten, die eher unter Druck stehen. SK Hynix, wie gesagt, auf absoluter Ebene und darüber muss man sich im Klaren sein, right? Wir haben vor allen Dingen auch eine Korrektur der Schätzungen. Da ist man übers Ziel hinausgeschossen. Aber jetzt schaut euch mal die Zahlen von SK Hynix an. Der Umsatz ist um 260% gestiegen im Vorjahresvergleich. Das ist alles nur nicht enttäuschend. 260% Umsatzwachstum, das Dumme ist aber, der Umsatz lag bei 79,3 Billionen Won und 83,8 Billionen wurden erwartet. Also so gesehen enttäuschende Zahlen, weil die Schätzungen verfehlt werden. Der operative Gewinn, 560% Anstieg, das ist aber enttäuschend, 60,5 Billionen Won, koreanische Won, operativer Gewinn, aber das Dumme ist, es wurden 64 Billionen erwartet. Insofern also aus Sicht des Kapitalmarktes zunächst einmal enttäuschend, aber auch die Aussagen von SK Hynix zum langfristigen Wachstum sind ausgesprochen gut. Man hat mit zehn Kunden sehr langfristige Verträge geschlossen, so das Top-Management. Und man muss darauf achten, dass der Memory-Bereich nicht dauerhaft in einem Stadium von Angebotsengpässen bleiben sollte. Und dementsprechend baut S.K. Heinex die Kapazitäten aus. Das ist dann der Haken, der letztendlich gesehen mit belastet. Aber die Zahlen an sich, vor allem nach einem 50% Kurseinbruch der Aktie, wird halt über 50% verloren, ist natürlich auch gelaufen wie Nachbars Lumpi im Vorfeld, das ist schon richtig, aber ein 50% Kurseinbruch, bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 3,5%, Das ist schon ein bisschen verlockend, muss ich gestehen. So jetzt vertiv, auch hier Minus von 12 Prozent anfangs, jetzt nur noch Minus 6 Prozent. Die Erwartungen wurden geschlagen bei den Margen, beim Ertrag, aber das organische Umsatzwachstum lag nur bei 18 Prozent. Und das Dumme ist, die Wall Street hatte mit 25 Prozent gerechnet. Gleiches Phänomen wie bei SK Hynix, die Schätzungen waren zu hoch. Und auch wenn die absoluten Zahlen fantastisch aussehen, ist es eben trotzdem eine Verfehlung der Prognosen. Und die Jahresziele von Vertiv werden zwar angehoben, das organische Wachstum ist bombastisch 30 bis 32 Prozent. Bisher hieß es 20 bis 31 Prozent der Ertrag pro Aktie. Die Messlatte wird auch angehoben. Aber für das jetzt angebrochene Quartal. Gerade mal im Rahmen der Schätzungen. Also der Ertrag pro Akte soll bei 1,80 Dollar liegen. 1,79 Dollar hatte man erwartet. Oh, ist das enttäuschend. Aber ändert eben nichts daran, dass damit das organische Umsatzwachstum bei 35 Prozent liegen wird. Auch wie enttäuschend, die Wall Street hatte mit 36 Prozent gerechnet. Also man muss das schon ein bisschen einordnen, weil irgendwann ist es dann auch eine Frage von Bewertungsniveaus. Das ist der einzige Hakenbär, wer tief. Da haben wir nämlich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 40 basierend auf den Schätzungen für dieses Jahr und über 30 basierend auf den Schätzungen für das kommende Jahr. Ein bisschen anders als bei SK Hynix, bei einer Micron oder eben auch bei einer Samsung. So, KLA, der Chip-Maschinenbauer ist auch schwächer. Gleiche Story, der Ertrag pro Aktie, der Umsatz, gerade mal so ein bisschen im Rahmen der Erwartungen. Und die Aussichten angehoben, aber werden nur minimal über den Schätzungen liegen. Der Trag pro Aktie 1,16 Dollar, geschätzt wurden 1,10 Dollar an der Wall Street, 4 Milliarden Umsatz, 3,9 Milliarden hatte die Wall Street geschätzt. Och ist das enttäuschend, die Aktie ist 9% schwächer, wird allerdings heute auch von einigen Analysten verteidigt. Dazu komme ich dann gleich nochmal. So, bei NXP Semiconductor, gleiche Story, die Zahlen waren nicht schlecht, aber man hat sich mehr erhofft. Bei Corvo, die Aktie auch etwas schwächer. Letztendlich gesehen wurden auch hier die Schätzungen geschlagen im letzten Quartal sogar deutlich. Die Umsätze auch, die Margen waren super, die Aussichten klingen im Prinzip auch ganz gut, aber die Aktie ist auf der Verliererseite. So, wir haben heute Abend, heute Morgen viel mehr, dann auch bei den Standardwerten einige Verlierer. Procter & Gamble meldet eigentlich ganz gute Zahlen. Das letzte Quartal auf der Ertragsseite besser als erwartet, aber das organische Umsatzwachstum hat enttäuscht. Geopolitische Umfeld wird als sehr schwierig beschrieben und die Aussichten für das Fiskaljahr 2027, wenn man jetzt mal den Mittelwert nimmt. Da liegen so ziemlich im Rahmen der Schätzungen 7 Dollar. Aber die Wall Street hatte 7,02 Dollar erwartet, der Wert unter Druck. Bei Visa auch eigentlich sehr gute Zahlen, der Ertrag über den Schätzungen, die Transaktionsvolumen solide. Und die Aktie ist aber trotzdem 2% schwächer als Management Plant. Außerdem 7% der Belegschaft abzubauen. 2600 Stellen sollen gestrichen werden. Die Aktie wird heute von einigen Analysten verteidigt. So Mondelez profitiert von den Zahlen leicht im Plus, Biogen profitiert von den Zahlen auch leicht im Plus und Avis Vollbremsung, minus 7% die Aktie heute, unter anderem wegen der Aussichten, die letztendlich gesehen nur bestätigt werden und der Gesamtumsatz lag auch 100 Millionen Dollar unter den Schätzungen des Marktes. Also ich könnte hier ewig weitermachen, ihr seht es schon, Schätzungen entweder. Zu hoch oder Schätzungen nur zu geringfügig geschlagen, auf absoluter Basis, trotzdem eigentlich ganz gute Zahlen. So, ganz kurz zu den Analysten-Kommentaren, ich hatte vor ein paar Tagen schon gesagt, Guys, passt bei Disney auf, Comcast sieht bei den Universal-Erlebnisparks abkühlende Aktivitäten und heute... Bleibt zwar die Citigroup bei einer Kaufempfehlung, senkt das Kursstil auf 135. Schön wäre es, wenn wir die sehen würden. Wir sind weit davon entfernt. Und die Citigroup betont, die Besucherzahlen, die Volumen im dritten Quartal sind insgesamt wohl gesund. Aber in den USA sind die Besucherzahlen des Wachstums hier muted, also relativ mau. Scheint das zu bestätigen, was Comcast auch signalisiert hat. Ansonsten haben wir KLA bei Jefferies Verteidig. Kursziel steigt auf 210 Dollar. JP Morgan hebt das Kursziel auf 238 an, bleibt auch bei einer Kaufempfehlung. Und Morgan Stanley senkt das Kursziel, hat aber trotzdem eine Kaufempfehlung mit einem Ziel von 253 Dollar und betont also, dass die Aussichten ja nicht wirklich besonders... Also es haut einem nicht von Hocker, so würde ich es mal übersetzen. Man ist aber zuversichtlich, dass die Dynamik im Jahr 2027 wieder zunehmen wird. Mondelez bei BTIG eine Kaufempfehlung, Kursziel 73 Dollar. Goldman hebt auch die Kursziele an. Wir haben NXP Semiconductor bei Morgan Stanley verteidigt zum Kaufen. Kursziel steigt auf 338 Dollar. Last but not least Seagate, Susquehanna, großes kanadisches Investmenthaus, Hebt das Kursziel auf 875 an, bleibt aber nur bei einer neutralen Einstellung. So und Visa, Bank of America, die Citigroup, JP Morgan, UBS, alle heben die Kursziele an. Die Bank of America auf 430, die City auf 440, die UBS auf 420 und JP Morgan auf 450 Dollar. Alle haben Kaufempfehlungen. Die Aktie ist schwächer heute Morgen, aber ihr seht zumindest mal, dass die Analysten hier ganz guter Dinge sind. So, jetzt wünsche ich euch einen guten Start in den Handelstagen. Ich werde heute um 20 Uhr auf YouTube die Entscheidung der Notenbank begleiten und dann um 20.30 Uhr die Pressekonferenz wird einer der spannendsten Notenbanktagungen. Wir sehen uns nachher wieder. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.