Heute ist Mittwoch, der 12. August. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, wir sehen weniger Inflation im Juli. Die Erwartungen wurden hier getroffen auf breiter Front. Die Renditen der Staatsanleihen sind aber nur minimal rückläufig. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im September bei etwa 45 bis 44 Prozent. Und es sind vor allem die AI-Werte, die die Rallye mit anführen. Wir haben nach den Quartalszahlen Supermicro, Coreweave, Nebius, Lumentum allesamt teils deutlich auf der Gewinnerseite. Bei vielen wurden vor allem die Aussichten deutlich angehoben. Wir haben heute Abend außerdem die Zahlen von Cisco, morgen dann den Analystentag bei Sandisk und die Zahlen von Applied Materials. Der Rückenwind also im Tech-Sektor bleibt. Ja, wir hatten die Juli-Verbraucherpreise und die gute Nachricht zuerst, wir sehen in der Tat im Vergleich zum Juni eine Abkühlung. Die Gesamtrate 0,1% im Plus, die Kernrate exklusive Nahrungsmittel und Energie, ein Anstieg von 0,2% exakt im Rahmen der Erwartungen. Wenn man jetzt die Vorjahresvergleiche nimmt, genau das gleiche, Gesamtrate 3,4%, Kernrate 2,5%, auch das lag exakt im Rahmen der Schätzungen. So, sorgt das jetzt für mehr Klarheit? Well, das steht auf einem anderen Blatt, denn wenn wir uns jetzt mal das FedWatch-Tool anschauen, also wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine Zinseanhebung bekommen werden bei der September-Tagung? Die Wahrscheinlichkeit liegt jetzt nur noch bei 44 Prozent. Das ist immerhin deutlich niedriger als noch vor gut zwei Wochen. Das ist keine wirklich nennenswerte Veränderung seit Bekanntgabe der Daten. Wir lagen vor den Daten bei 45% Wahrscheinlichkeit Zinsanhebung. Jetzt liegen wir bei 44% Wahrscheinlichkeit Zinsanhebung. Und wir sehen es auch bei den Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen. Die sind im Vergleich zu vor ein, zwei Tagen auf einem niedrigeren Niveau. Wir waren in der Spitze bei 4,73%. Jetzt sind wir bei 4,66%. Aber das ist dafür, dass die Inflationsdaten im Prinzip im Rahmen lagen, jetzt keine dramatische Entspannung, die wir hier sehen. Wenn wir uns die verschiedenen Komponenten mal anschauen, dann sehen wir vor allen Dingen in einem Bereich weniger Inflation. Das dürfte niemanden überraschen. Benzin ist um 2,9 Prozent günstiger geworden. Gleichzeitig wissen wir aber jetzt natürlich auch schon, dass das im August wieder anders aussehen wird, mit dem Konflikt im Nahen Osten ja wieder deutlich erhitzt. Die Mietpreiskomponente ist auch wichtig, ein Anstieg von 0,3 Prozent im Juli. Im Juni waren es 0,2 Prozent. Das ist auch das Fazit von CNBC. Die Daten ändern im Prinzip erstmal herzlich wenig. Und jetzt blicken wir auf die Erzeugerpreise, die morgen früh gemeldet werden. Wir haben dann den PCE am 26. August und die Jackson Hole Tagung in Wyoming am 28. August, die dementsprechend auch viel Aufmerksamkeit bekommen wird. Aber im Großen und Ganzen kann man die Daten heute vernachlässigen. Ich meine, wenn man mal überlegt, tagelang drauf gewartet, die Wallseed wartet auf die Daten, die Wallseed wartet auf die Daten. Immerhin, die Daten sind nicht heißer ausgefallen als erwartet und wir sehen eine deutliche Rallye vor allen Dingen wieder, also nicht nur im Dow Jones und S&P, sondern letztendlich gesehen auch wieder im Nasdaq. Der kann etwa 1% zulegen und um hier mal ein paar senkrecht Starter zu nennen, wir haben Supermicro 9% im Plus, Lumentum 8%, Coreweave. 18%, Nebius heute Morgen auch mit Zahlen ebenfalls 16-17% auf der Gewinnerseite. Die Ergebnisse also im AI-Universum sind heute Morgen überwiegend positiv und vor allen Dingen kommen sie eben auch positiv an, werden honoriert an der Wall Street mit entsprechend Kurssteigerungen. Darauf will ich jetzt auch zu Beginn mal eingehen. Gehen wir auf das ganze Marco Godöns ein bisschen später ein und nehmen wir uns mal die Senkrechtstarter. Das ist übrigens ganz interessant, dass obwohl einige dieser Aktien deutlich steigen, das Feedback der Analysten zurückhaltend ist. Wenn man eine Supermicro mal nimmt, das abgelaufene Quartal war im Prinzip okay, die Buchungslage und auch die Margen. Aber was die Aktie so stark in Bewegung setzt heute Morgen, sind vor allen Dingen die Aussichten für das jetzt angebrochene erste Quartal. Der Umsatz soll bei etwa 15 Milliarden liegen, das sind 3 Milliarden Dollar mehr, als die Wall Street erwartet hatte. und der Trag pro Aktie 1,01 Dollar. Bis 1,10 Dollar, die Wall Street rechnete mit 74 Cent. Das ist also eine sehr erfreuliche Entwicklung und für das Fiskaljahr 2027 peilt das Management jetzt ebenfalls Umsätze an, die erheblich über den Erwartungen liegen. 68,5 Milliarden Dollar, wenn man den Mittelwert mal nimmt, das sind 14 Milliarden Dollar mehr. Als die Wall Street erwartet hatte, ist der Hauptgrund letztendlich für die Kurs-Explosion der Aktie. Aber Supermicro ist, und das wird sich glaube ich so schnell auch nicht ändern, schon immer ein AI-Wert gewesen, der umstritten ist. Barclays hebt das Kursziel minimal an, um 1 Dollar, auf gerade mal 39 Dollar. Die Aktie wird nur mit Halten eingestuft. Man bemängelt, dass die Visibilität, bei den 60 Milliarden Dollar an neuen Aufträgen sehr mangelhaft sei, sei also dementsprechend unklar, wie sich das alles genau zusammensetzt, wie dem auch sei. Sei es erfreulich, dass die Aussichten angehoben werden. Wir haben die Bank of America, die mit ihrer Empfehlung, vollends daneben liegen, eine Verkaufsempfehlung vor Bekanntgabe der Earnings und daran hält man auch fest mit einem Kursziel von 33 Dollar und hier bemängelt man, well, es sind vor allem die Margen, die jetzt erheblich zum Wachstum beitragen. Man bleibt aber vorsichtig, was die Sustainability betrifft der Margen, also wie dauerhaft haltbar ist dieses Niveau der Margen. Goldman lag auch daneben, die hatten Supermicro ebenfalls wie die Bank of America mit Verkaufen eingestuft. Das Kursziel liegt hier jetzt bei 34 Dollar. Es sei sehr unüblich, wie stark die Margen ausgefallen sind. Die Bruttomargen liegen bei 17,6 Prozent. Und auch hier stellt man also in Frage, ob hier nicht eine Normalisierung bevorsteht. Wie dem auch sei, seien die Umsatzaussichten ausgesprochen stark. So, die Aktie ist jetzt heute Morgen nach dem 10% Kurssprung bei etwa 35 Dollar. Wenn man sich die Kursziele der Wall Street so anschaut, dann liegen wir eigentlich bei fast allen Häusern entweder auf oder unter dem aktuellen Kursniveau der Aktie. Die einzige Ausnahme ist die Citigroup. Hier sieht man ein Kursziel jetzt von 39 Dollar. Die Aktie wird aber eben auch nur mit neutral eingestuft. Also die Skepsis bei Supermicro und wie gesagt, wer die Aktie schon lange verfolgt, der weiß, dass das eigentlich auch nichts wirklich so Ungewöhnliches ist, dass die Analysten da zurückhaltend sind. Aber die Aktie nichtsdestotrotz sehr stark im Plus. Bei CoreWeave gibt es weniger Skeptiker, sehr gute Zahlen. Die Aktie einer der absoluten Senkrechtstarter heute Morgen. Der Umsatz lag zwar nur im Rahmen der Erwartungen, auch der Auftragsbestand auf der Umsatzseite lag mit 104 Milliarden, eigentlich sogar am unteren Ende der Erwartungen der Wall Street. Aber das Management hat betont, dass man weitere rund 25 Milliarden Dollar an Aufträgen Anfang des dritten Quartals unterschrieben habe. Und man hat 680 Millionen Dollar an Cash generiert aus dem operativen Betrieb. Und jetzt muss man sagen, sehen wir bei CoreWeave natürlich das, was wir bei fast allen oder vielen Unternehmen in diesem Universum sehen. Es wird investiert, was das Zeug hält. Und bei CoreWeave immer wieder ein schönes Beispiel. Die CapEx-Investitionen bei CoreWeave liegen bei 9,4 Milliarden Dollar. 9,4 Milliarden Dollar, um das mal einordnen zu können. Damit liegen die Investitionen 3,7 Mal so hoch wie die Umsätze mit einem verfügbaren Cashflow von negativ 8,7 Milliarden Dollar. Das ist eben immer wieder der Punkt, über den man diskutiert. Heute interessiert es die Aktie nicht mit einem deutlichen Kurssprung. Das liegt vor allen Dingen auch an den Aussichten. Der Umsatz soll jetzt für das Fiskaljahr bei 12,4 bis 13,2 Milliarden Dollar liegen. Damit wird das untere und das obere Ende der Schätzungen angehoben mit einem operativen Einkommen, das auch höher ausfallen wird als erwartet. Die geplanten CapEx-Investitionen für dieses Jahr. 2026 liegen jetzt bei 35 bis 39 Milliarden, werden also schon wieder angehoben. Wir lagen vorher in einer Spanne von 31 bis 35 Milliarden Dollar. Corweave gibt also bei den Investitionen noch mehr Gas und wie gesagt, rechnet euch das mal durch. 35 bis 39 Milliarden geplante Investitionen in diesem Jahr. Und etwa 12,8 bis 12,9 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Was die Aktie wie gesagt anfacht, sind die Aussichten auf der Umsatz- und Ertragsseite und der Tatsache, dass das Management über 25 Milliarden Dollar an neuen Aufträgen an Land ziehen konnte zu Beginn des dritten Quartals. Damit ist ein sehr guter Startschuss gefallen zum Quartalsbeginn. So, Supermicro, wie gesagt, die Analystenkommentare sehr gemischt. Aktien Plus. Bei Lumentum das gleiche Bild wie bei Supermicro, die Aktie auch, etwa 8% auf der Gewinnerseite. Sehr starkes viertes Quartal, Margen deutlich besser als erwartet, Ertrag auch, Umsätze lagen auch minimal über den Schätzungen. Die Aussichten für das erste Quartal sehr, sehr stark, 4,20 Dollar für das angebrochene Quartal. Der Ertrag pro Aktie sollte bei 3,60 Dollar liegen, also die Schätzungen werden erheblich geschlagen bei den Aussichten, und der Umsatz wird auch minimal über den Schätzungen liegen, 1,25 Milliarden, 1,15 Milliarden Dollar wurden letztendlich gesehen erwartet. Schauen wir uns bei Supermicro auch nochmal die Analysten-Kommentare an, die. Ebenfalls sehr uneinheitlich ausfallen. Die Bank of America senkt das Kursziel auf 1000 Dollar, bleibt bei nur neutral. J.P. Morgan, Bullish, 1280 das neue Kursziel angehoben mit einer Kaufempfehlung. Die kurzfristigen Bedenken seien vom Management aus dem Weg geräumt worden mit starkem Umsatz, Wachstum und sehr soliden Margen. Morgan Stanley, ähnlich wie die Bank of America, bleibt nur bei Halten, das Kursziel 1000 Dollar. Und man sagt, naja, der kurzfristige Bias sei jetzt eher positiv, wie dem auch sei, gibt es erst im Herbst oder Anfang nächsten Jahres wirklich den nächsten Katalysator, um die Aktie weiter nach oben zu treiben. Also wirklich keine überzeugenden Kommentare. Was überzeugt denn die Kurse selber? Die ziehen also deutlich an und damit bin ich dann auch schon bei Nebius angelangt. Nebius hat gestern Abend schon mit profitiert, nah als Supermicro die Zahlen gemeldet hat, ging es bei Nebius gestern Abend dann auch gleich mit bergauf und die Zahlen bei Nebius, wie gesagt. Ähnlich wie bei Coreweave, also diese Gaps zwischen, das ist aber eine mega starke Nachricht zu Holy Crap, aber das ist wirklich mal ganz schöne Belastung. Andererseits, Interessiert nicht, die Aktie also zieht hier deutlich an. Wir haben, wenn man sich die rosige Seite mal anschaut, hier, ein Umsatzwachstum von 450 Prozent im Vorjahresvergleich auf 582 Millionen. Damit werden die Schätzungen um 20 Millionen Dollar geschlagen und vor allen Dingen beeindruckend ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. 236 Millionen, das sind fast, das sind so 90 Millionen Dollar mehr, als man erwartet hat. Das Vertragsvolumen, das man jetzt hat, hat sich im Vergleich zum letzten Quartal vervierfacht. Also ist natürlich auch mega, muss man sagen. Operative Cashflow ist auch deutlich gestiegen. So und jetzt schauen wir mal auf die Schattenseite. Die Käufe an Geräten und Grundstücken sind um 1000% gestiegen auf 5,7 Milliarden Dollar. Also in anderen Worten, die Käufe, die Investitionen in Immobilien, also in Grundstücke und letztendlich in Technologie, in CapEx könnte man sagen, 5,7 Milliarden Dollar, das ist das Zehnfache des Umsatzes, ist also wirklich schon ordentlich, muss man sagen. Obwohl das zweite Quartal sehr stark ausfällt, wurden die Aussichten für das Gesamtjahr 2026 außerdem nur bestätigt. Aber nochmal. Nobody cares. Momentum ist back in town und damit trägt die Aktie weiter nach oben. Als wir vor ein paar Wochen in dieser Drawdown-Situation drin waren, hätte man die gleiche Nachricht bei CoreWeave und bei Nebius möglicherweise eher negativ gelesen. Aber wir sind in einer Phase, in der wir immer wieder klare Signale bekommen, dass das Wachstum erstmal bleiben dürfte. Supermicros Aussichten so robust und dann bei Nebios auch und naja, solange eben das Wachstum so explosiv ist die Schätzungen immer wieder geschlagen werden, übertrumpft das im Prinzip, vor allen Dingen bei einem Momentum Comeback, die Risiken, die letztendlich damit auf der Investitionsseite mit einhergehen. Wir haben heute auch mehr Input zu den NVIDIA Plänen mit den Investmentbanken und Wall Street Häusern bei uns, die gestern Abend gemeldet wurden, also nochmal 500 Milliarden Dollar an einem. Anlagepool, der geschaffen wird. Da erklären wir es nochmal einfacher. Die großen Investmenthäuser, Goldman, BlackRock, Blackstone, KKR, Apollo, haben also mit Nvidia quasi eine Partnerschaft gegründet. Und es geht also jetzt darum, den Bau von Rechenzentren zu finanzieren. Wenn also ein Unternehmen ein Rechenzentrum bauen will und man will nicht gleich die 5 oder 10 Milliarden Dollar dafür auf den Tisch blättern, dann könnte man diesen Pool an frischem Kapital anzapfen, um das zu finanzieren. Ich hatte gestern noch gesagt, Jensen Huang spricht von einer neuen Anlageklasse. Das ist eigentlich ein bisschen überzogen dargestellt. Es ist ja nichts anderes als eine Besicherung, die hier letztendlich gesehen stattfindet, genauso wie ein Flugzeug eine Sicherheit darstellt bei der Finanzierung von Flugzeugen. Und es liegen jetzt mittlerweile auch mehr Details vor, auch wieder sehr geschickt von Nvidia gemacht. So wie es aussieht, wird Nvidia wohl 25%. Der Mittel, die in Anspruch genommen werden, garantieren. Und zwar quasi durch Restwertbestände. Also in anderen Worten, wenn aus diesem Pool von 500 Milliarden Dollar, muss natürlich auch erstmal kreiert werden, dieser Pool, Kapital in Anspruch genommen wird von einem Rechenzentrum, das gebaut wird, aber die Gesellschaft geht pleite oder kommt in Zahlungsnotstände. Dann. Können die Investoren erst mal die Restbestände nehmen, die Technologie, die dort vorhanden ist oder das Rechenzentrum es weiter vermieten oder die Technologie versuchen weiter zu verkaufen. Und diese Restwerte werden dann mit garantiert durch Nvidia. Also in anderen Worten, Nvidia gibt Garantien, die man dann in den Bilanzen eigentlich so nicht wirklich sieht. Aber, naja, das Thema der Kreislauf-Deals wird da wieder wach. Für die Investmenthäuser ist das natürlich superbullish, weil großer Pool an neuen Kunden, neues 500 Milliarden an Kapital, das, ausgeliehen werden kann, bei dem man an den Zinsen mitverdient, an den Vertragsabschlüssen mitverdient. Also, dass die gestern die Gewinnerlisten angeführt haben an der Wall Street, ist so wirklich nicht erstaunlich. Aber wir sehen halt immer wieder, dass auch wenn das auf Seiten von Nvidia, die Skeptiker sagen, es sieht so ein bisschen desperat aus, wie kreativ muss man noch werden, um das Zeug loswerden zu können. Andere sagen, naja, also damit wird aber letztendlich viel mehr Wachstumspotenzial entschlüsselt und das Wachstum wird länger aufrechterhalten. Und das ist Bullish für den Sektor. Und dann kommen eben die Zahlen von Supermicro, von Nebius, die von Riot-Plattform, gestern waren keine Zahlen, aber auch ein großer Neuauftrag und dann geht es eben bei den Werten bergauf. Und ich bleibe jetzt mal ganz kurz noch im AI-Universum, gehe gleich nochmal zu den Ergebnissen zurück. Cognition AI ist jetzt dabei, zu einer Bewertung von 40 Milliarden Dollar wieder frisches Kapital aufzutreiben. Man hat erst vor unter drei Monaten Kapital aufgetrieben, da war die Firma noch mit 26 Milliarden Dollar bewertet. Oracle wiederum berichtet Business Insider, bereitet sich jetzt schon wieder auf die nächste Entlassungsrunde vor. Um diese ganzen Investitionen bedienen zu können, wird der Gürtel immer enger geschnallt und leider Gottes auf Kosten des Personals. Wir haben ansonsten Spekulationen, dass Timasek in Asien in Samsung und SG Hynix einsteigen könnte. Beide Aktien waren über Nacht mit auf der Gewinnerseite und Foxconn hat Profitabilität für das zweite Quartal gemeldet. Denn auch hier sehen wir, dass die AI-Server-Nachfrage nach wie vor sehr stark ausfällt. Also wir haben so viele Zeichen, die immer noch darauf deuten, dass das Wachstum den Zenit noch nicht erreicht hat. Ob das die Tech-Earnings sind, ob das Nebius ist. Heute Abend wird, heute oder morgen Abend, wird Cisco Zahlen melden. Mal ganz kurz schauen, wann die Zahlen hier genau kommen. Wo sind wir hier? Die Zahlen bei Cisco kommen heute Abend, genau. Cerebras meldet auch heute Abend, Coherent meldet heute Abend ebenfalls Zahlen. Morgen haben wir dann die Analystenkonferenz bei SanDisk, da werden auch sehr viele hinhören, gerade im Memory-Bereich. Und wir haben morgen Abend dann die Ergebnisse von Applied Materials, die ja im Prinzip auch wirklich fantastisch ausfallen müssten. Also der Sektor müsste jetzt eigentlich noch Auftrieb haben. Die Bank of America hat heute die Kursziele von Intel gesenkt von 160 auf 145 Dollar. Warum? Weil der Ertrag pro Aktie durch die 20 Milliarden Dollar Kapitalerhöhung verwässert wird, um voraussichtlich 4 bis 5 Prozent. Das reflektiert man jetzt also in den jüngsten Kurszielen. Man betont aber, dass die Kapitalerhöhung ein guter Leitindikator dafür sei, dass das Management mit mehr Kunden im Foundry-Bereich rechnet. Übrigens interessant, dass Dan Niles, der Hedgefondsmanager, der ja bei mir auf den Kanälen regelmäßig im Programm ist, der sieht das auch eher positiv, obwohl, wie gesagt, die Bank of America die Kursziele hier heute senkt. Wir haben im Softwarebereich ein paar Gewinnmitnahmen, ServiceNow. Unter anderem, obwohl Wells Fargo die Aktie zum Kauf empfiehlt, mit Übergewichten Kursziel 175 Dollar. Man äußert sich auch zu Workday. Bei Workday das Kursziel auf 215 Dollar angehoben, auch mit Übergewichten. Bei Salesforce die Aktie stuft man nur mit Halten ein und einem Kursziel von 205 Dollar. Die Aktie ist heute Morgen auf der Verliererseite. So, dann zum Schluss ganz kurz nochmal auf die Ergebnisse außerhalb des Tech-Sektors. Da haben wir einen großen Gewinner, Kava. Das liegt vor allen Dingen daran, dass Sweetgreen aufgrund dieser bakteriellen Erkrankungen im Salatbereich ja ordentlich ins Klo gegriffen hat, im wahrsten Sinne des Wortes bei den Aussichten. Kava wurde hier nicht getroffen. Und das ist ein großes Aufatmen. Die Umsätze der schon länger geöffneten Geschäfte sind um 9% gestiegen. Das ist sogar stärker als erwartet, mit mehr Kundenaufkommen als erwartet. Die Margen waren ein bisschen weicher als erwartet. Und die Jahresprognosen werden lediglich bestätigt. Aber das reicht trotzdem aus, weil die Sorge groß war, dass zu guter Letzt Kava ähnlich wie Sweetgreen enttäuschen würde. Und Brinker, auch großer Restaurantkonzern, der Ertrag liegt hier minimal unter den Schätzungen. Wir sehen aber solide Aussichten für das Fiskaljahr 2027. Der Trag pro Akte soll gemessen am Mittelwert bei 13 Dollar liegen, was eben auch über den Schätzungen der Wall Street liegt. So, damit sind wir bei den Standardwerten auch durch. Das Thema Makro, da muss man sagen, gab es heute nicht wirklich besonders viele große neue Nachrichten. In Sachen Nahost ist die Lage, wie sie ist. Keine großen Headlines hier. Und der Ölpreis dementsprechend auch konstant. Jetzt will ich zum Schluss noch mal ganz kurz einen Blick auf die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen schauen. Die sind nach wie vor bei 4,66 Prozent. Leichter Rückgang im Vergleich zum Vortag, aber eigentlich nicht der Rede wert. Der Ölpreis stabil heute, minus 0,2 Prozent. Und die Futures an der Wall Street. Fett im Plus. Happy Days are here again, guys. heißt der Nasdaq über 300 Punkte Rückenwind nach den sehr unentschiedenen Tagen am Montag und am Dienstag. Also euch einen guten Handelsdach. Wir sehen uns bei der Closing Bell wieder. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.