Heute ist Montag, der 24. August. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Hoch im Dow, zumindest leicht und abwärts im Nasdaq. Vor allen Dingen wegen der AI-lastigen Werte. Alibaba meldet eine gewaltige Kapitalerhöhung. Und das ist nicht das einzige Unternehmen in diesem Universum, mit entweder einem Börsengang oder mit der Ausgabe von neuen Anleihen. Der Sektor also unter Druck. Man ist außerdem nervös. im Vorfeld der Nvidia-Zahlen am Mittwochabend. Nach den letzten vier Quartalszahlen ging es bei der Aktie zunächst einmal unmittelbar bergab. Marvell wird außerdem Donnerstagabend-Zahlen melden. Der AI-Sektor bleibt also sehr aktiv. Außerdem, das US-Finanzministerium soll durch einen leitenden Mitarbeiter signalisiert haben, man könne das sogenannte General Account nutzen, um langlaufende Staatsanleihen zu erwerben. In diesem Konto liegen eine Billion Dollar. Ob man das wirklich machen wird, steht in den Sternen, aber es ist die Androhung mit der Bazooka. Die Renditen am langlaufenden Ende sind trotzdem nur minimal im Minus. Wir achten vor allen Dingen jetzt auf die Rede von Kevin Warsh bei der Jackson Hole Tagung an diesem Freitag. So, happy Monday guys und here we go again. Jawohl und wieder ein bisschen Abgabedruck vor Handelsstart im S&P, im Dow, vor allem aber bei den Tech-Werten. Wir haben hier übers Wochenende auch wieder sehr viele Schlagzeilen bekommen, zu Börsengängen, Kapitalerhöhungen, der Ausgabe von weiteren Anleihen. Und natürlich haben wir diese Woche zwei große Highlights, die Quartalszahlen von Nvidia Mittwochabend und dann von Marvell am Donnerstagabend. Und bei Nvidia kommt erschwerend hinzu, dass, wenn man sich das Ganze historisch betrachtet mal anschaut, die letzten vier Quartale waren die Ergebnisse gut und die Aussichten angehoben. Aber die unmittelbare Kursreaktion der Aktie war zunächst einmal negativ. In den letzten acht Quartalen hat die Aktie zwischen dem Opening und Closing am ersten Handelstag nach Bekanntgabe der Zahlen entweder die Gewinne teils abgegeben oder in sechs Fällen schloss man sogar mit einem Minus. Also der Wert ist vorbelastet, die Wachstumserwartungen hängen ausgesprochen hoch, aber schon alleine, weil die Reaktion historisch betrachtet oft eher etwas schwierig war, könnte das für Zurückhaltung sorgen. Wir haben außerdem am Freitag die Rede von Kevin Warsh auf der Jackson Hole Tagung in Wyoming und vor dem Handelsstaat heute ein erneuter Versuch, die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen. Runterzureden. Und zwar gab es vor Handelsstaat einen Bericht bei CNBC, in Berufung auf ein führendes Mitglied des Finanzministeriums und hier wird also betont, dass das sogenannte General Account, das Generalkonto des Finanzministeriums auch herangezogen werden könnte, um langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen. In diesem Generalkonto liegen eine Billion Dollar. Tja, das heißt jetzt nicht, dass man das tatsächlich auch machen wird, aber... Es ist so dieser Hinweis, schau mal hier, guck mal hier, riesen Bazooka. Eine Billion Dollar Bazooka und lieber Anleihemarkt, wenn ihr glaubt, ihr könnt die Renditen jetzt einfach nach oben drücken, dann könnten wir im Zweifel auch dieses Account heranziehen, um langlaufende Staatsanleihen zu erwerben. Also der Versuch, letztendlich gesehen die Renditen am langen Ende runterzuziehen. So und wenn man das Ganze nochmal zusammenfasst, die Intervention im Yen, dann, der Versuch letzte Woche schon die Renditen runterzureden durch die Verdopplung an Liquidität, 4 Milliarden Dollar, die man für den Kauf ultralanglaufender Staatsanleihen nutzen könnte. Also immer wieder versucht man jetzt auf Staatsebene die Renditen runterzuziehen, aber der Anleihemarkt lässt sich bekanntlich eben nicht so leicht beeindrucken und genau das gleiche sehen wir heute auch. Die Renditen im zehnjährigen Bereich waren zeitweise rückläufig bei etwa 4,69, 4,7 Prozent um den Dreh. Aber wir sind jetzt schon wieder nach oben gelaufen, 4,72 Prozent, also sehr zäher Brocken und umso wichtiger jetzt die Rede von Kevin Walsh am Freitag. Wenn er jetzt auch noch signalisiert, der Zeitpunkt zur Reduktion der Bilanz werde noch sehr, sehr, sehr, sehr lange auf sich fahrten lassen, könnte das auch die Renditen der Staatsanleihen runterziehen. Ich finde vor allen Dingen eins spannend, wenn man sich das Ganze historisch betrachtet mal anschaut, die Gefahrenzone für den Aktienmarkt lag historisch betrachtet in einer Spanne von 4,7 bis 5 Prozent. Und das dem so zu sein scheint, das sehen wir an der zunehmenden Rhetorik aus dem Weißen Haus. Die Jungs dort sind nervös, vor allen Dingen auch mit dem Blick auf die Zwischenwahlen. Man muss sehen, dass die Renditen der Staatsanleihen runtergezogen werden. Ja, nur ist es eben nicht so einfach. Du nimmst ein Pflaster und klebst das mal so auf eine Schusswunde drauf. Denn zu guter Letzt, auch wenn die Konjunktur der Konsum abzukühlen scheint, wir haben eben sehr viel Aufwärtsdruck durch die vielen Anleihen, die ausgegeben werden von den AI-Unternehmen und den Tech-Unternehmen. Das bedeutet Konkurrenz für die Staatsanleihen. Darüber haben wir in den letzten Wochen schon viel berichtet. Ich muss sagen, mich würde es persönlich nicht wundern, und so ist auch mein eigenes Portfolio positioniert, wenn tatsächlich, wie gesagt, kurzfristig betrachtet, die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen eher ein bisschen Druck nach unten sehen. Auch deshalb, weil wir Zeichen haben, dass der Konsum in der Tat abkühlt. Die Antwort wurde letzte Woche mit den Ergebnissen aus dem Einzelhandel ganz klar geliefert, auch wenn es Ausnahmen gab. Target hatte ganz gute Zahlen, Ross Stores auch. Die Anzahl der Unternehmen im Einzelhandel mit, trüben Umsätzen bei schon länger geöffneten Geschäften oder reduzierten Aussichten ist merklich gestiegen und das wird diese Woche auch nochmals mit im Fokus stehen bei uns hier an der Wall Street. Wir haben die Zahlen von Kohl's, von Abercrombie morgen früh. Wir haben die Zahlen von Dollar Tree, Dollar General Donnerstag morgen. Und dann Donnerstagabend Gap und Ultra Beauty. Und wie gesagt, dann auch noch Affirm. Und Affirm wird umso wichtiger werden am Donnerstagabend, weil das einer der ersten Finanzdienstleister ist, die sich äußern, eventuell auch zu den Aussichten. Und Affirm ist, kennt ihr wahrscheinlich alle sowieso, gehst du bei Walmart auf die Seite oder bei irgendwelchen Einzelhändlern, kannst du dann halt... Kauf dir dein Zeug heute und stotter es halt ab. Da ist Affirm spezialisiert drauf. Sehen wir steigende Kreditausfallquoten, sehen wir eine schlechtere Bonität. Das wird bei Affirm ausgesprochen spannend sein. Wenn der Konsum insgesamt an Schwung verliert, steigt durchaus das Risiko, dass vielleicht auch die Bonität etwas nachgelassen hat und die Verbraucher auf die Bremse treten. Es kann so sein, es muss nicht so sein. Und da werden wir am Donnerstag erste Antworten bekommen. Nochmal, Affirm ist nicht Visa und auch nicht Mastercard und auch nicht American Express und auch nicht JP Morgan. Also da muss man die Kirche im Dorf lassen, aber es ist eine der ersten Indikationen, die wir hier letztendlich gesehen bekommen werden. So, was wird heute noch mit im Fokus stehen, bevor ich auf die ganzen Tech-Zahlen eingehe und die Analysten-Kommentare hier. Wir haben heute um 20 Uhr eurer Zeit die Pressekonferenz mit Finanzminister Scott Besant. Donald Trump ist heute schon fleißig am Posten bei Truth Social. Der Iran sei ja schon kollabiert und Liga am Boden und hin und her. Also wir kennen die Nummer alle schon. Nichts Neues sozusagen. Und Scott Bessent wird also um 20 Uhr seine Pressekonferenz abhalten. Zu dem Economic D-Day, in anderen Worten, die Daumenschrauben sollen gegenüber dem Iran nochmals erheblich angezogen werden. Gleichfalls sollte man sich über einen Punkt im Klaren sein. Also wenn man die Daumenschrauben beim Iran wirklich noch weiter kräftig anziehen will, dann müsste Donald Trump eigentlich China ziemlich auf die Füße treten. Aber Xi kommt doch in einigen Wochen nach Amerika auf seinen Staatsbesuch. Und das Weiße Haus war unlängst doch eher bemüht, die Situation mit China etwas zu beschwichtigen. Kaum vorstellbar, dass jetzt also heute um 20 Uhr eurer Zeit Scott Bassett verkündet, wir strafen jetzt China ab, weil sie den Iran unterstützen. Also mal schauen, was da heute gemeldet wird. Interessant ist auch, dass der Ölpreis heute im New Yorker Handel eher unter Abgabedruck steht und leicht zurückläuft. Um 20 Uhr eurer Zeit werden da also einige noch drauf achten. Ich werde da an der New Yorker Aktienbörse sein und mal schauen, was da noch kommt. Und im Zweifel werde ich dazu dann nochmal einen kurzen Stream machen. Ansonsten ist der heutige Kalender relativ dünn, wird aber noch ziemlich spannend, weil wir jetzt im Wochenverlauf Tech-Ergebnisse haben, Mittwochabend, Salesforce, CrowdStrike, HP und Nvidia, natürlich das Highlight der Woche und dann Autodesk, wir haben Marvell und Workday dann am Donnerstagabend, Donnerstag wird vor allen Dingen bei Workday auch die Frage im Raum stehen, was ist denn jetzt dran an der Übernahme durch Silver Lake. Sprechen die noch, wird das vielleicht sogar im Rahmen dort erwähnt oder vollzogen, Also sehr viele Fragezeichen zu Workday, die Aktie ist ja auch schon sehr stark gelaufen. So, jetzt bin ich in einen Punkt gesprungen, deshalb, weil es weniger wichtig ist, als der Eindruck nach außen entsteht, aber ich will das Thema nichtsdestotrotz, aufgreifen, weil wir zum Beispiel Nucor im Stahlbereich haben. Oder auch eine Alcoa mit auf der Gewinnerseite haben. Wir hatten ja am Wochenende die Meldung, dass die Zollgespräche, die sehr erfolgreich aussahen am Freitag zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten, die sind nun doch vorerst gescheitert. Kanadas Premierminister betont, die USA wollten im Zuge des Handelsabkommens Kanada dazu zwingen, sich rein auf die USA zu fokussieren und andere Handelsabkommen zu beschneiden. Das sei in letzter Minute vorgestellt worden, so Kanada. Handelsvertreter Greer in den USA bei CNBC betont gerade, das würde alles gar nicht stimmen und so und hin und her. Schuld sind die Kanadier. Jetzt könnt ihr euch aussuchen, wem ihr glauben wollt. Pinocchio oder, naja, gut, kommen wir zu Kanada zurück. Und ich glaube, der Aspekt ist jetzt, glaube ich, besonders wichtig. Man darf das nicht überschätzen, was da jetzt passiert ist. Das hört sich natürlich auf Anhieb, wenn man die Schlagzeilen ließ, sehr dramatisch an. Washington verhängt 50% Zölle auf bestimmte kanadische Importe. Alright, klingt dramatisch, aber man muss das wirklich quantifizieren und einordnen, weil betroffen sind gerade mal etwa 5% aller kanadischer Exporte in die Vereinigten Staaten. Also das ist ein sehr überschaubarer Prozentsatz und gleichzeitig darf man nicht vergessen, dass Kanada die Tore offen lässt bis zum 8. September. Erst dann will man mit den Gegenzöllen loslegen und damit ist eigentlich noch genügend Raum vorhanden für beide Länder. Eine Einigung zu erwirken und wenn man hier mal einen Schritt zurück geht, hier finde ich, darf man auch nicht vergessen, dass Donald Trump ja immer mehr Schwierigkeiten bekommt im eigenen Land. Benzin ist sündhaft teuer, Diesel wird zu einem echten Problem, darüber haben wir letzte Woche schon gesprochen. 70 Prozent des Schienenverkehrs. Und des Lkw-Transports im Agrarbusiness, in der Industrie laufen auf Diesel. Das ist auch für Amerika problematisch und wir sehen, dass aufgrund der erhöhten Inflation und des Preisdrucks jetzt auch noch der Konsum abkühlt. Das könnte wiederum die Bonität treffen im Kreditgeschäft. Also es ist schon ein Stück weit ein ziemliches Desaster, was hier auf die Republikaner passiert. Und schaut euch bitte mal die Primaries an, die Wahlausgänge, die man bisher schon sieht in den Vereinigten Staaten in lokalen Wahlen. Und da ist es doch mittlerweile sehr häufig so, dass insbesondere die Kandidaten, die von Donald Trump berufen wurden, abgestraft werden. Also die Republikaner müssen hier schon sehr aufpassen. Und es wäre nicht erstaunlich, wenn zu guter Letzt Kanada und die USA sich dann eben doch einigen werden, um hier die Situation mit zu entkräften. Alright, so jetzt kommen wir aber endlich mal zu den ganzen KI-Werten und die Tatsache, dass wir am Freitag eine Rallye hatten, die so stark war, mit einem Sektor und auch noch dem wichtigsten Sektor, am Tech-Sektor unter Abgabedruck, nämlich den Halbleiter und den Memory-Werten, ist nicht unbedingt ein gutes Ohm. Der Halbleiter-Index hat letzte Woche schon wieder über 5% an Wert eingebüßt. Der Nasdaq etwa 2%, der Dow 1%. Also die Tech-Werte und insbesondere wie gesagt Memory und Halbleiter-Aktien haben es nicht leicht. Und wir haben jetzt diese Woche also die Zahlen von Nvidia. Die Messlatte hängt sehr hoch, das muss man ganz klar sagen. Aber warten wir mal ab, wie dann die Reaktion ausfällt. Dass die Zahlen stark sein werden, ich glaube... Das ist den meisten klar, die Reaktion der Aktie ist entscheidend. So, jetzt schauen wir uns aber mal die Headlines an, weil die füttern wieder genau in diese Problematik hinein. Oh je, der frei verfügbare Cashflow bricht immer mehr weg, immer mehr Anleihen werden ausgegeben, Konkurrenz für Staatsanleihen, immer mehr Kapitalerhöhungen finden statt, immer mehr Börsengänge finden statt, es wird Kapital aus dem Aktienmarkt gesogen und das ist so ein bisschen das Kernproblem im gesamten Sektor. Das Ganze fing an am Sonntag mit der Meldung von Alibaba. 10,3 Milliarden Dollar Kapitalerhöhung in Hongkong werden 710 Millionen Aktien ausgegeben zu einem Abschlag von 8% zu Hongkong und 3,6% zu den ADRC an der Wall Street. Und man muss sagen, das Timing ist natürlich nicht gerade ideal. Eine so große Kapitalerhöhung zu machen mit einem Aktienkurs, der ohnehin schon ziemlich gesunken ist. Und gleichzeitig wurde gerade ein Ertragseinbruch von 75 Prozent gemeldet. Das Timing ist nicht gerade ideal. Michael Burry hat am Wochenende betont, dass er seine Position nun komplett schließt in Alibaba. Er setzt stattdessen auf JD und er betont, wenn Alibaba nochmals um 50 Prozent einbrechen sollte, dann würde er sich die Aktie nochmal anschauen. Gleichzeitig haben wir die Meldung bei Bloomberg, dass YMTC. Also der chinesische Memory-Gigant, der jetzt in Kürze auch in Peking an die Börse geht, plant also 5 Milliarden Dollar aufzutreiben bei dem Börsengang. Shine bereitet den Börsengang vor oder Shane für 1,8 Milliarden Dollar Bewertungen, das soll auch in Hongkong stattfinden. Wir haben die Meldungen wiederholt von Softbank, dass man in Japan 6,3 Milliarden Dollar an Anleihen ausgibt. Wir haben die Meldung von Perplexity, dass man jetzt im Gespräch ist zu einer Bewertung von 30 Milliarden Dollar neues Kapital aufzutreiben. Das ist 50 Prozent höhere Bewertungen als noch vor einem Jahr und Nvidia soll mal wieder mit im Boot sitzen bei dieser Kapitalrunde. Hugging Face zieht einen Verkauf in Erwägung zu einer Bewertung von 13 Milliarden Dollar und jetzt kommen wir so langsam wieder zu dem Zenit des Ganzen. Und zwar Anthropic, die New York Times heute. Man plant also über 100 Milliarden Dollar durch den Börsengang im Oktober einzuspielen. Damit hätte man eine Bewertung von über 2000 Milliarden Dollar, 2 Billionen Dollar. Das Unternehmen war diesen Juni, nicht Juni 2010, sondern diesen Juni noch mit 900 Milliarden Dollar bewertet und jetzt also eine Bewertung von 2 Billionen Dollar. Juni, Juli, 24. August, also noch nicht mal drei Monate und die Bewertung soll sich mehr als verdoppelt haben. Das ist schon eine sehr mutige Hausnummer, zumal man heute auch in der Financial Times liest, dass, Fable 5, das neueste und leistungsstärkste Modell von Anthropic, Firmenkunden würden bevorzugt die günstigeren Modelle nutzen, weil die auch schon sehr leistungsstark sind und günstiger sind. Also in anderen Worten, wir sehen, dass die Unternehmen eben doch sehr stark darauf achten, wie viele Token und zu welchem Preis gekauft werden. Und gleichzeitig berichtet Reuters, dass OpenAI die Preise für GPT 5.6, gerade gesenkt hat oder senken wird in den nächsten drei Monaten erneut um über 20 Prozent. Erschwerend kommt hinzu, dass Nvidia in dem Bereich der LLM-Modelle ein immer größerer Wettbewerber wird, sodass Wall Street Journal, man plant also den 6 Milliarden Dollar Deal, den man mit Poolside gemeldet hat. Um einer der weltgrößten und leistungsstärksten AI-Modelle zu bauen. Und damit wird man eben auch ein Wettbewerber gegenüber der eigenen Kunden sozusagen. Gleichzeitig meldet Nvidia übers Wochenende, so The Information. Dass die Preise für die Flaggschiff-AI-Serverchip-Systeme um bis zu 17% angehoben werden, das erhöht jetzt die Kosten für die Hyperscaler und für die Neocloud-Unternehmen, deren Cashflow immer weiter einbricht. Also der Kreislauf der Investitionen und der Notwendigkeit, Kapital aufzutreiben, wird immer größer. Übrigens berichtet auch Bloomberg, dass Apple jetzt die Preise für die iPhones anheben wird bei dem Refresh-Zyklus. Also ihr wisst, im September werden ja normalerweise immer die neuen Modelle vorgestellt und anscheinend werden die iPhones sich im Schnitt um nochmal 100 Dollar verteuern. Gleichzeitig soll das jetzt am 9. September einer der spannendsten und besten, spannendsten schreibt das Wall Street, Bloomberg Produktvorstellungen sein, seit Jahren inklusive eben einem faltbaren iPhone. Also alles sehr spannend und bevor das jetzt alles zu negativ klingt. Das Anleger-Magazin Barron schreibt, dass die Schätzungen für AI-Ausgaben, denn ich meine, wozu, treibt Alibaba 10 Milliarden Dollar auf, was macht Intel mit der Kapitalerhöhung, was macht Google nach der Kapitalerhöhung und der Ausgabe von so vielen Aktien, naja, das Geld wird investiert. Und Barron schreibt also, dass die aktuellen Schätzungen für Investitionen in AI-Infrastruktur immer noch zu konservativ seien. Hyperscaler werden im ersten Halbjahr rund 330 Milliarden Dollar ausgeben. Der Konsens spricht von 470 Milliarden Dollar im zweiten Halbjahr und von über eine Billion Dollar im Jahr 2027. Und viele seien der Meinung, dass diese Schätzungen immer noch zu niedrig seien. Müsste ja eigentlich die AI-Infrastrukturwerte nach oben treiben, sollte man annehmen. So, jetzt lassen wir den AI-Sektor ganz kurz mal links liegen, die Meldungen und schauen kurz die Analysten-Kommentare an. Wir haben Marvell am Donnerstagabend mit den Zahlen, Wells Fargo schraubt das Kursziel heute auf 310 Dollar hoch. Die Aktie ist vorbörslich schwächer, wird mit Übergewichten empfohlen und auch hier heißt es jetzt, wurde ja letzte Woche schon zu Genüge durchgekaut, Jetzt sagt auch Wells Fargo, wir sind auf dem Weg zu 11 Dollar pro Aktie Gewinn im Fiskaljahr 2029 durch den Deal mit Google. Wie gesagt, die Aktie sieht heute Gewinnmitnahmen und Alibaba bei der Bank of America immer noch eine Kaufempfehlung mit Kursziel 172 Dollar. Aber wie gesagt, die Verwässerung könnte die Aktie erstmal belasten, und auch die steigenden Abschreibungen, die man durch AI-Infrastruktur vornehmen muss, die Unsicherheit, wie lange die CapEx-Ausgaben so hoch bleiben werden. Und trotzdem bleibt man bei einer Kaufempfehlung, wenn man das durchliest, muss man sagen, naja, ist aber mutig. Crowdstrike wird übrigens auch zum Kauf empfohlen bei Jefferies, Kursziel 230 Dollar. Man geht davon aus, dass die Zahlen, die diese Woche gemeldet werden, Mittwochabend, sehr stark ausfallen werden nach Umfragen im Zwischenhandel. Kaufempfehlung, Kursziel 230 Dollar, deutlich über dem aktuellen Niveau. Gleichzeitig sagt aber der Analyst, ja, wie dem auch sei, sei die Aktie nach der jüngsten Rallye, sei da schon sehr viel Optimismus schon mit reflektiert. Was ist das? Ist das jetzt der eine Satz, der noch mit drin ist, um im Nachhinein sagen zu können, naja, ich habe es ja gesagt. Und wenn die Aktie dann steigt, könnte er sagen, naja, ich war aber eine Kaufempfehlung, wir haben ja auch recht gehabt. Also, naja, wie dem auch sei, Bei CrowdStrike hängt die Messlatte sehr hoch und am Mittwoch wird eben die Reaktion der Aktie hiermit am spannendsten sein. Kurz noch ein Blick auf Moderna. Hier haben wir zwei belastende Nachrichten heute. Einmal eine sehr skeptische Story im Wall Street Journal. Hier heißt es, nach der jüngsten Rallye übers Ziel hinausgeschossen. Die Meldungen über ein potenzielles Krebsmedikament, mRNA basierend, letztendlich gesehen sei die Reaktion auf die veröffentlichten Daten übertrieben gewesen bei der Aktie. Und ähnliche Reaktion heute bei Barclays, da wird das Kursziel bei 125 Dollar festgelegt, die Aktie wird auch nur mit Halten eingestuft und hier heißt es auch, auf dem aktuellen Kursniveau würde man signifikant Vorschusslorbeeren honorieren im Zusammenhang mit dem potenziellen. Krebsmedikament zur Behandlung von Melanoma. In der Hoffnung, dass letztendlich gesehen auch andere Krebsarten behandelt werden könnten. Aber nochmal, immense Vorschusslorbeeren und Kurszielern nur 125 Dollar. Die Aktie ist bei über 140 Dollar aktuell. Das könnte eben hier auch für Rückenwind sorgen. So, damit bin ich dann auch durch und werde mich jetzt mal auf den Weg machen zur New Yorker Aktienbörse. Meinem guten Freund Peter Tuckman wird heute eine Bronzestatue verliehen, jawohl, an der New Yorker Aktienbörse. Und das hat er auch verdient. Einfach ein guter Freund schon seit Jahrzehnten. Und ein Mann, der das Gesicht der New Yorker Aktienbörse in den letzten Jahren, man muss sagen, in den letzten Jahrzehnten maßgeblich mitgeprägt hat heute Abend. Nach der Schlussglocke haben wir eine kleine Party für ihn, eine Rezeption, das wird bestimmt lustig werden. Und da will ich mit dabei sein. Wir sehen uns also nachher wieder vom Parkett der New Yorker Aktienbörse. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.