Heute ist Dienstag, der 25. August. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Die Renditen der Staatsanleihen sinken, der Ölpreis ebenfalls. Das hilft der Wall Street genauso wie wachsende Hoffnung, dass Nvidia die Erwartungen des Marktes am Mittwochabend mal wieder schlagen wird. Die Aussichten dürften angehoben werden. Wir sehen also bei den Memory- und Chip-Werten eine Erholung. Und Marvell führt die Gewinnerliste an. Auch hier positive Analysten-Kommentare. Die Zahlen am Donnerstagabend dürften die Erwartungen schlagen. Die Aussichten dürften hier auch merklich angehoben werden. Auch die Aktien von AMD mit positiven Analysten-Kommentaren. Unter Abgabedruck haben wir den Einzelhandel. Hier bleibt auffällig, dass sich die Lage weiter eintrübt. Nach ON Holding haben wir nun auch Dick Sporting mit enttäuschenden Zahlen bei Footlucker und JD Sports hatte ja auch letzte Woche hier enttäuschende Zahlen. Insgesamt also keine erfreuliche Entwicklung im Einzelhandel. Die Zeichen mehren sich also, dass die amerikanische Konjunktur an Dynamik verliert. So, Guys, jetzt sehen wir endlich auch eine Erholung bei den AI-Werten. Halbleiter Aktien Memory-Werte mit auf der Gewinnerseite und das im Vorfeld der Mittwochabend anstehenden Ergebnisse von Nvidia. Donnerstagabend dann Marvell. Bei beiden Aktien sehen wir heute Morgen auch positive Analystenstimmen und, unabhängig davon sinken die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen im 10-jährigen Bereich heute Morgen bei 4,67%. Da geht es also runter und runter geht es auch beim Ölpreis, ein Minus von etwa 3% im frühen New Yorker Handel. Wir haben also Öl runter, Renditen runter, Tech mit einer Erholung bei den AI-Werten. Die Stimmung hält sich also auf. Fangen wir mal mit dem Makro-Bild an. Pakistan hat also über Nacht betont, dass man mit den Verhandlungen, zu Frieden mit dem Iran deutliche Fortschritte gemacht habe. Es gebe hier also eine Annäherung, das berichtet heute Morgen Reuters, zieht Öl also mit runter. Gleichzeitig betont China, dass sie ihre Kooperation mit dem Iran nicht einstellen werden und sollte das Weiße Haus tatsächlich versuchen, die Länder abzustrafen, die den Iran befähigen, dann wird China entsprechend Gegenmaßnahmen ergreifen. Ja, das erklärt dann auch, warum die gästigere Pressekonferenz von Finanzminister Scott Besson zum großen Economic D-Day im Prinzip keine wirklichen Details beinhaltet hat. Man betont also, man habe eine Liste erstellt von über 60 Ländern, Personen und Schiffen weltweit, die mit dem Iran arbeiten und sollte es notwendig sein, würde man diese Länder abstrafen. Was das jetzt bedeutet, was abstrafen genau heißt, wie die Details aussehen. Dazu keinerlei Informationen gestern in der Pressekonferenz. Es wirkt mal wieder wie ein zahnloser Tiger, denn die Grundannahme der Wall Street bleibt, dass sich die Vereinigten Staaten hier insbesondere auch nicht mit China anlegen wollen, zumal Xi ja im September die Vereinigten Staaten besuchen soll. Also sehr große Androhung gegen den Iran, ohne jegliche Details. Ohne groß durchzugreifen, mit einer klaren Ansage aus China. Well, good luck, wir werden im Zweifel dagegenhalten. Wir hatten gestern interessanterweise den Ölpreis schon rückläufig nach der Pressekonferenz von Scott Bassett. Auch daran sieht man, dass die Wall Street das Geschrei der Trump-Administration hier nicht besonders ernst nimmt. Und das betrifft letztendlich gesehen auch die aktuellen Verhandlungen mit Kanada im Handelskonflikt. Trump schreibt ja heute Morgen, er droht jetzt Kanada, den See Lake Ontario umzubenennen in Lake America. Ich meine, es ist sowas von lächerlich, als wären wir hier in der dritten Klasse. Also ich meine, gut, aber Spaß beiseite. Was für ein Affentanz für einen amerikanischen Präsidenten. Aber letztendlich, und das ist das Fazit der Wall Street, ist übrigens ein sehr ähnliches Fazit wie die gestrige Rede von Scott Besant, Die Tatsache, dass Donald Trump in letzter Minute mal wieder die 50% Zölle auf alle aus Kanada importierten Autos, LKWs und Stahlimporte jetzt verschiebt, auf den 1. Januar 2027 bedeutet einmal mehr, dass sie vermutlich überhaupt nicht kommen werden und dass letztendlich gesehen hier Raum geschaffen wurde, um weiter zu verhandeln. Es ist die ewig gleiche Story, es wird die Bazooka rausgeholt und dann ist letztendlich nur so eine Pistole, du drückst ab und dann kommt so eine Flagge rausgeschossen, auf der Peng steht. Ping! Dass der Iran die Straße von Hormuz fortan dominieren wird und das eben dann doch auch ein Zoll verlangt wird. Vielen ist mittlerweile lieber Zoll zu zahlen, als letztendlich keine Öltransporte zu haben. Und auf Dauer kann man diese Zölle dann auch oder diese Maut umgehen, dadurch, dass eben anderweitige Pipelines gebaut werden. Aber gut, so, das Ganze geht jetzt weiter. Die dritte Ebene ist Scott Bassins große Pläne, mit der Liquidität und der Rückkäufe von langlaufenden Staatsanleihen. Gestern wurde ja ins Rennen geschickt, dass man auch das, Treasury General Account, das ist so eine Art Girokonto der US-Regierung bei der US-Notenbank, da liegen eine Billion Dollar drin, das könnte man auch nutzen, um letztendlich gesehen Anleihen zurückzukaufen. Das kam übrigens nicht von Scott Bassett, sondern aus dem Dunstkreis von Bassett. Und ausgerechnet sein ehemaliger Arbeitgeber und einer der erfolgreichsten Hedgefondsmanager aller Zeiten zerreißt diesen Gedanken heute im Wall Street Journal. Wir reden hier von Stan Druckenmiller, wie gesagt, einer der erfolgreichsten Hedgefondsmanager des Landes und ehemaliger Arbeitgeber von Scott Bassin vor langer, langer Zeit. Und hier heißt es, dass zu guter Letzt. Der einzige Schritt, Renditen runterzuholen sei, eben nicht zu viel auszugeben. Und damit spielt er an auf die hohen Defizite. Wir haben Defizite von über 6 Prozent hier in den Vereinigten Staaten. Der Staat müsse halt weniger ausgeben. Und da liegt der Hund begraben. In anderen Worten, jetzt irgendwelche Sondermaßnahmen zu ergreifen, ändert nichts an dem fundamentalen Umfeld, das der Staat geschaffen hat. Und also auch hier kriegt Bessent ordentlich auf die Flossen gehauen. Nichtsdestotrotz. Das hatte ich am Montag auch in Wall Street Memo geschrieben für meine Abonnenten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Renditen kurzfristig mal runterlaufen, ist durchaus gestiegen. Zum einen wegen der Ölpreise, zum anderen haben wir eben auch klare Zeichen einer abkühlenden Wirtschaft. Und das setzt sich heute fort. Dix Sporting mit sehr schlechten Zahlen. Ein weiteres Unternehmen im Bereich der Sneaker und Athletikbekleidung. Kleidung, ziemlich düstere Aussichten und weitere Signale, dass eben der Konsument auf die Bremse tritt. Ich gehe gleich noch mal darauf etwas näher ein. Wir haben ansonsten Bemühungen der Trump-Administration, die Preise für Rindfleisch runterzuholen in den USA. Das wird aber die Landwirte hier nicht gerade erfreuen. Denn wir lesen einmal in der Financial Times, dass sich amerikanische Landwirte in dem schwierigsten Umfeld befinden seit etwa 40 Jahren, weil die Kosten, unter anderem eben auch für Düngemittel, durch die Trump-Administration und den Krieg mit dem Iran erheblich hochgetrieben wurden. Gleichzeitig berichtet Bloomberg, dass Washington jetzt die Tore öffnet für zunehmende Rinderimporte aus Mexiko, um die Preise runterzuziehen. Ja und damit ist natürlich der amerikanische Landwirt so richtig auf gut Deutsch gepimpert, wenn man das mal so sagen darf. Denn jetzt werden die auf der einen Seite durch die gestiegenen Kosten in den Mangel genommen, dank Donald Trumps Krieg im Iran. Und gleichzeitig müssen die Landwirte jetzt mit mehr Wettbewerb aus Mexiko rechnen, was die Verkaufspreise auch noch runterzieht. Ziel der Sache ist, dass die amerikanischen Verbraucher sich wieder mehr Rindfleisch kaufen können und leisten können, denn Rindfleisch ist richtig teuer geworden in den letzten sechs Monaten. Also man hat wirklich zunehmend das Gefühl, dass was dieser Mann anfasst in Washington immer mehr zu einem Desaster wird fürs eigene Land. Wir haben jetzt übrigens auch einen Vorschlag aus dem Weißen Haus, auch da muss man sich wirklich an den Kopf fassen. Dass alle H-1B-Visa, und man muss bedenken, H-1B-Visa, das ist im Prinzip für, Personen, Ausländer, die in den USA arbeiten mit offiziellen Arbeitsvisum, Das ist eine der meistverbreiteten Visa in den USA für legal arbeitende Arbeitskräfte. Und jetzt wurde also gestern ein neuer Testballon gelauncht aus dem Weißen Haus. Jeder Ausländer, der in den Vereinigten Staaten mit einem H-1B-Visa arbeitet, soll, Eine 100.000 Dollar Gebühr bezahlen. Der letzte Versuch wurde von den Gerichten niedergeschmettert als illegal. Jetzt wird schon wieder ein neuer Testballon lanciert, was natürlich einerseits, immense Implikationen hat für den amerikanischen Arbeitsmarkt. Der Pool an Arbeitsfähigen ist sowieso schon rückläufig und gleichzeitig auch die Margen der Unternehmen unter Druck setzt. Und wir hören heute im Wall Street Journal, dass sich das Weiße Haus, gerade darauf vorbereitet, über 200.000 Ausländern, die mit Visum hier in den Vereinigten Staaten arbeiten, man bereitet gerade vor, diese Visa zu entziehen. Das wäre dann eine der größten Massenaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Tja, ich bin auch mal gespannt. Ich muss meine Green Card verlängern im Jahr 2028. Da freue ich mich schon drauf. So, ansonsten zurück zum Aktienmarkt. Die IPO-Volumen in den USA gehen aktuell senkrecht. Das ist insofern nichts Neues. Wird aber im Wall Street Journal nochmal zusammengefasst. Wir haben Anthropic. Wir haben im Oktober. Wir haben Inspired Brands. Wir haben N-Scale. Wir haben Aura, SB Energy, Switch und viele anderen, die jetzt in den nächsten Monaten an die Börse gehen wollen. Also der Flut an Börsengängen und großen Börsengängen bleibt da und in dem Zusammenhang machen wir direkt mal mit SpaceX weiter, denn mal abgesehen davon, dass alleine Anthropic, über 100 Milliarden Dollar einsammeln will, damit hätte Anthropic einen Wert von 2000 Milliarden Dollar, hat sich heute nochmal JP Morgan zu SpaceX gemeldet. Die Aktie hatte sich ja schön erholt von etwa 108 Dollar bis auf 140, jetzt sind wir so bei Pi mal Daumen 137 Dollar. Einerseits empfiehlt JP Morgan die Aktie zum Kauf mit einem Kursziel von 240, 100 Dollar über dem aktuellen Niveau. Und natürlich war JP Morgan auch bei dem Börsengang involviert, das muss man gleich dazu sagen. Es gibt Firewalls, also von daher heißt es ja immer, die Analysten sind hier neutral. Man beruft sich hier vor allen Dingen auf die Übernahme von Cursor und Cursor soll letztendlich gesehen die Ausgangssituation für Grock erheblich verbessern, dass man das jetzt aktuell schon sieht. Und AI-Umsätze werden für SpaceX in den nächsten Jahren zu einem wichtigen Faktor, was Wachstum betrifft. Ja, jetzt sagt man aber im letzten Absatz auch, dass jetzt zwischen dem 9. Und 10. September bei fast 370 Millionen Aktien die Lock-Up-Periode für Insider wegfällt. Die können dann ihre Positionen frei verkaufen, Und insgesamt wird durch das Ende der Lockerperiode am 9. und 10. September wird der Float, also der Anzahl an ausstehenden Aktien, die gehandelt werden können, nochmals um 20% steigen. Und wie immer wartet man jetzt erstmal ab, nimmt da Verkaufsdruck zu oder eben nicht. Aber wir sehen eben, dass zwischen dem Ende der Lockerperioden bei SpaceX und den vielen Börsengängen, die jetzt in der Pipeline sind, eben unfassbar viel Supply an neuen Aktien auf den Markt kommt. Also Marvell hat ja im Prinzip auch eine Kapitalerhöhung gemacht durch die Warrants, die Wandelanleihen, die Google letztendlich gesehen ausüben kann. Dadurch wird der Float an ausstehenden Marvell-Aktien auch steigen. Die Story ist hier ein bisschen anders, weil die Wachstumsprognosen von Marvell ausgesprochen stark sind. Und wir haben hier, machen wir damit direkt mal weiter, auch sehr viele positive Analysten-Kommentare. Marvell meldet am Donnerstagabend Zahlen. Das Brokerhaus Soskehanna hebt jetzt das Kursziel auf 265 Dollar an. Und wir haben ja im Prinzip an fast jedem einzelnen Tag seit Bekanntgabe der Kooperation mit Google der ausgeweiteten Kooperation nur bullische Kommentare. Man geht davon aus, dass das zweite Quartal für Marvell die durchschnittlichen Schätzungen übertreffen wird und dass die Aussichten angehoben werden, angefacht durch das AI-Netzwerk-Geschäft. Gleichzeitig geht man davon aus, dass die Schätzungen für das Fiskaljahr 2027 auch angehoben werden, angetrieben durch AI-Networking, durch dieses Segment. Und Google, wie gesagt, langfristig natürlich auch ausgesprochen bullish für Marvell. So, und dann machen wir dann gleich mal mit Nvidia weiter, die am Morgenabend dann Zahlen melden werden. Hier haben wir heute auch positive Analystenkommentare, gleich mehrere, einmal. Von dem kleineren Brokerhaus Raymond James, hier steigt das Kursziel jetzt auf 352 Dollar mit einer aggressiven Kaufempfehlung und man sagt, dass das CPO-Business von Nvidia einen höheren Umsatzanteil ausmachen wird. Bis ins Kalenderjahr 2028 hinein dürfte die Bedeutung steigen und Nvidia heute auch bei JP Morgan sehr prominent in den Schlagzeilen. JP Morgan geht davon aus, dass die Umsatzziele, die Ertragsziele und die Aussichten erneut die Erwartungen deutlich schlagen werden. Man geht davon aus, wenn man die Flüsterschätzungen jetzt nimmt, die jetzt ohnehin über dem Konsens liegen, dass Nvidia in der Lage sein wird, die Konsenserwartungen auf der Umsatzseite um zwei Milliarden Dollar zu schlagen. Das würde bedeuten, dass wir ein Umsatzwachstum von 100% sehen im Vergleich zum Vorjahr, 15% im Vergleich zum letzten Jahr und der Ausblick für das jetzt angebrochene Quartal soll auch starkes Wachstum ausweisen. 13 Prozent im Vergleich zum jetzt abgelaufenen Quartal, 86 Prozent Wachstum im Vorjahresvergleich. Es hat die ewige Debatte, dass im Prinzip Nvidia viel zu günstig bewertet ist in Anbetracht des hohen Wachstums. Ein Faktor, auf den man sich sehr stark fokussieren wird bei Nvidia, sind vor allen Dingen die Bruttomargen. Können die gehalten werden? Der Markt geht offenbar davon aus, dass Nvidia das kann. Wir müssten also die Bruttomargen bei 75 Prozent verharren, was sehr, sehr hoch ist natürlich. Im letzten Absatz betont dann JP Morgan, wie war das noch bei Apple mit Steve Jobs, ganz zum Schluss einer Präsentation dann noch, ah, there is one more thing, eins haben wir noch. Leider ist es in dem Fall eben nicht so positiv, denn JP Morgan betont, dass die letzten vier Quartale trotz Erwartungen geschlagen und Aussichten angehoben, ging es bei der Aktie zunächst einmal bergab. Das ist genau das, worüber wir gestern schon in der Opening Bell gesprochen haben, dass die unmittelbare Reaktion auf die Earnings eben oft erst mal negativ ist. So, heute Abend haben wir keine wichtigen Zahlen Intuit und Zoom. Intuit könnte für den Softwarebereich ganz spannend sein. Ansonsten haben wir heute um 16 Uhr eurer Zeit auf der Wirtschaftsseite noch wichtige Daten, nämlich das Verbrauchervertrauen des Conference Boards für den August. Da wird man schon hinschauen, weil die University of Michigan, die ja auch regelmäßig jeden Monat das Verbrauchervertrauen veröffentlicht, die zeigt abkühlendes Vertrauen und eben auch gleichzeitig steigende Inflationserwartungen. Sieht man das bei dem Conference Board auch, also um 16 Uhr eurer Zeit wird man sehr stark darauf achten, zumal eben die Ergebnisse aus dem Einzelhandel überwiegend weiter enttäuschen. Und im Einzelhandel werden wir diese Woche noch viele Highlights haben. Morgen haben wir vor dem Opening Abercrombie und Fitch, wir haben SJ Smucker, wir haben Williams Sonoma, wir haben dann morgen Abend Salesforce, Crowdstrike, AP und Nvidia. Es wird also alles im Zeichen der Tech-Werte stehen. Da wird vor allen Dingen auch bei Salesforce und CrowdStrike neben Nvidia sehr viel Beachtung drauf gelenkt. Ganz unterschiedliche Ausgangssituationen. Salesforce soll verbessertes Geschäftsmomentum sehen, das wäre natürlich insgesamt für die Softwareaktien gut. CrowdStrike hängt die Messlatte sehr hoch. Wir haben auch gestern wieder auf breiter Front streigende Kursziele gesehen. Die Frage wird dann sein, wenn CrowdStrike schlägt und anhebt, reagiert die Aktie dann noch positiv? Das wird die entscheidende Frage hier sein und über Nvidia haben wir ja gerade gesprochen, das wird also auch wichtig sein morgen. Morgen. So, jetzt will ich ganz kurz, ach, lasst uns den Tech-Sektor gerade nochmal abhaken, bevor ich auf Dick's Sporting Good eingehe. Wir haben AMD, hier hebt Raymond James das Kursziel an auf 641 Dollar. Das Unternehmen sei sehr gut positioniert. Die Umsätze sollen jährlich um 44 Prozent wachsen bis ins Jahr 2030 hineingehen. Die Aktie ist vorbörslich im Plus. Über Nvidia haben wir schon gesprochen, über Marvell auch, SpaceX auch. Damit lasst uns mal kurz in den Kryptobereich reingehen, der ja schon seit Tagen sehr gut läuft. Wir haben heute Morgen steigende Kursziele für Coinbase. Goldman Sachs schiebt das Kursziel jetzt auf 196 Dollar und bei Strategy schraubt Canaccord das Kursziel auf 175 Dollar. Ist halt in diesem Fall wieder so typisch Momentum getrieben. Jetzt blubbert die Aktie hoch oder die Werte insgesamt wegen der Kryptoerholung und die Analysten rennen hinterher und schieben nochmal nach. Die Aktien könnten davon also profitieren. Netflix wird bei Wolf Research empfohlen, Kursziel steigt auf 95 Dollar. Hier betont man, dass das letzte Quartal vor allem deshalb beim Abonnentenwachstum schwächer ausgefallen sei, wegen des Timings neuer Inhalte. Das war nicht ideal, aber genau deshalb glaubt man, dass das zweite Halbjahr und die Guidance für 2027 bei Netflix besser ausfallen werden. So, damit nochmal ganz kurz ein Blick auf den Einzelhandel. Ihr wisst, das ist auch für mich ein wichtiges Thema. Wir haben gestern die Finanzwerte im Plus gehabt, American Express, Visa, wie sie alle heißen. Ich traue den Braten ehrlich gesagt hier noch nicht, weil eben der Konsum abkühlt. Das sehen wir heute Morgen auch. Dick's Sporting, Footlocker sind auf Schuhe, auf Sneaker spezialisiert, um genau zu sein. Und hier sehen wir jetzt das Gleiche wie bei ON Holdings und bei JD Sports. Das Geschäft ist ziemlich schlecht. Der Ertrag pro Aktie verfehlt die Schätzungen des Marktes deutlich. 3,53 Dollar statt 3,76 Dollar. Die operativen Margen waren auch eher schlecht als recht. Und man muss jetzt bedenken, dass im abgelaufenen Quartal ja der FIFA World Cup noch mit beinhaltet war. Und trotzdem ist das Geschäft mit Sneakern so schlecht ausgefallen. Ist nicht unbedingt ein gutes Omen für Nike. Also jetzt zu glauben, dass Footlocker oder eben ON plötzlich Marktanteile verlieren, weil Nike einfach so viel geiler geworden ist. Also ich würde mal vermuten, dass eventuell Nike hier ähnlich in der Bredouille, steckt wie eine Dick's Sporting, die sehr gut gemanagt sind. Die operativen Margin bei Dick's Sporting sind um fast 500 Basispunkte eingebrochen. Das ist ziemlich schlecht und das Management betont, dass was jetzt die Aussichten betrifft, dass die Sonderangebote immer größer geworden sind. Und dass der Markt für Mode und für Sneaker, für Athletic Footwear sich deutlich eingetrübt hat und dementsprechend senkt man die Ziele auch für das Gesamtjahr. Also hier ist immer noch Vorsicht angesagt, muss man sagen, in diesem Sektor. Wir haben diese Woche die Zahlen von Affirm und ich bin sehr gespannt, ob wir hier Zeichen sehen, eine Abkühlung auch im Banking-Bereich, Kreditkartengeschäft. Wie sieht es da mit der Bonität aus? Und das wird sehr wichtig sein, was Affirm hier zu sagen hat. So, ansonsten ganz kurz zum Schluss nochmal SpaceX. Ich habe den Analysten-Kommentar schon angesprochen. Ihr wisst selber, dass die Timeline bei Elon Musk zu, ne, und guck mal, dann fliegen die Schweine durchs Weltall und wir machen unseren Schrebergarten auf dem Mars fertig, ne, und wer will schon auf der Erde bleiben, ne, also dass dann das, was dann wirklich passiert, ne, die Timeline. Flexibel gesehen werden muss, ne, ist klar, ja. Also das ist bei Elon Musk Programm. Bei Bloomberg wird heute berichtet, Elon Musk plant das erste AI Data Center im Weltall schon im vierten Quartal des nächsten Jahres. Und mit einer signifikanten Skalierung schon im Jahr 2028. Naja, also da bin ich mal gespannt. Man muss sagen, er ist halt manchmal so ein kleiner Spinner, aber er ist auch ein geiler Spinner, denn er hat so viel auf die Beine gestellt, mehr als im Prinzip so manch einer, in den nächsten zehn Leben auf die Beine stellen kann. Also er ist schon wirklich, was das betrifft, ein echtes Genie. Das sollte man also nicht unterschätzen. Aber die Timeline klingt dann doch auch übrigens laut Jeff Bezos, der Konkurrent ist von ihm. Also das muss man auch berücksichtigen. Trotzdem klingt das doch ein bisschen sportlich. Ansonsten, haben wir in The Information einen Bericht zu Apple heute, nämlich, dass der neue CEO John Ternus, der das Ruder von Tim Cook übernehmen wird, plant, im gleichen Muster weiterzumachen wie bisher. Naja, das wird jetzt nicht unbedingt viele erfreuen, denn einige hofften ja, dass Apple hier ein bisschen mehr Gas geben wird. So, in diesem Sinne wünsche ich euch jetzt einen schönen Handelstag. Ah, nee, Quatsch. Einen Punkt will ich noch einbetten, Guys, weil das wichtig ist. So. Japanische Notenbank, was wird die machen im September? Und die japanische Notenbank hat sich so ziemlich in die Ecke geredet. Wir müssen hier mal anschauen, die Erwartungen einer Zinsanhebung bei der September-Tagung. Die Erwartungen liegen mittlerweile bei über 80 Prozent, dass die Zinsen angehoben werden. Vor der Juli-Tagung lag die Erwartungshaltung bei etwa knapp 20 Prozent. In anderen Worten, wenn die Bank of Japan im September die Zinsen nicht anhebt und der Markt hat eine 80% Erwartung, dass das passieren wird, was meint ihr, was dann mit dem Yen los ist? Dann wird der Yen nämlich nochmals richtig eins auf die Omme bekommen. Anderen Worten, eigentlich haben die Japaner keine andere Wahl, als im September die Zinsen anzuheben, was dann letztendlich gesehen auch einem erholten Yen in die Karten spielen müsste. Da bleibt es also ausgesprochen spannend. Das wollte ich noch mit einbauen. Ladies and Gentlemen, ich wünsche euch einen guten Handelstag. Wir sehen uns heute Abend wieder bei der Closing Bell. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.