Heute ist Montag, der 31. August. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Die Renditen der Staatsanleihen steigen, der Ölpreis ebenfalls. Wir hatten am Sonntag die ersten militärischen Angriffe der USA-Aufstellungen des Iran seit einem Monat. Abgesehen davon wird rege über die Rede von Notenbankchef Kevin Warsh am vergangenen Freitag diskutiert. Insgesamt tendiert Walsh eher ins Lager der Falken. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im September liegt jetzt bei rund 60%. Wo sich die Meinungen spalten, ist die Frage, wie denn der Anleihemarkt darauf reagieren würde. Viele meinen, dass eine Zinsanhebung sogar dafür führen könnte, dass die Renditen langlaufender Staatsanleihen sinken. Eins wird jetzt besonders wichtig sein, die Verbraucherpreise, die Arbeitsmarktdaten. Die Arbeitsmarktdaten werden bereits an diesem Freitag gemeldet und die Wall Street rechnet mit einer Erholung. Ansonsten sind es vor allen Dingen die Tech-Werte, die im Fokus stehen, die am Quartalszahlen im Wochenverlauf, unter anderem von Dell, von Judith Packard Enterprise, die werden also im Fokus stehen. Und wir sehen Abgabedruck an der Wall Street verursacht durch zwei Faktoren. Einmal die Renditen langlaufender Staatsanleihen ziehen an. Wir sind im zehnjährigen Bereich jetzt bei 4,75 Prozent. Und warum ziehen sie an? Unter anderem auch deshalb, weil es jetzt das erste Mal seit gut einem Monat wieder US-Angriffe auf Raketenstellungen des Iran gab am Sonntag. Das heißt also, der Ölpreis zieht letztendlich gesehen auch an. Ich werde das Thema gleich nochmal ein bisschen vertiefen. Also die Kombination aus hoch mit den Redditen, hoch mit dem Ölpreis, das bremst die Aktienseite aus. Da ist die Nachrichtenlage heute auch nicht besonders umfangreich. Die nächsten Tage werden an der Stelle noch deutlich spannender werden. Ja, wir haben immer noch sehr viele Kommentare zur Rede von Kevin Walsh am Freitag. Für einen Mann, der eigentlich erstaunlich wenig sagen will. Also wir wollen weniger Indications geben, hat er erstaunlich lange geredet, übrigens genauso lang wie Janet Yellen. Also lang, lang ist es her und weitaus mehr als andere Notenbanker wie zum Beispiel ein Jerome Powell. Aber der Punkt ist ein anderer und das ist die lebhafte Debatte heute Morgen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung bei der September-Tagung lag vor seiner Rede bei etwa 30, 35 Prozent. Und startet die Woche mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 60 Prozent. Und da merkt man schon, dass er in der Tat eher ins Lager der Falken tendiert. Das ist übrigens auch das Fazit von JP Morgan heute Morgen. Man geht zwar immer noch davon aus, dass wir vor Dezember keine Zinsanhebung sehen werden. Man räumt aber auch ein, dass sollten die Verbraucherpreise für den August über den Erwartungen liegen, dass wir dann in der Tat im September eine Zinsanhebung sehen dürften. Der Arbeitsmarktbericht wird auch wichtig sein an diesem Freitag. Man rechnet mit 50.000 geschaffenen Jobs bei JP Morgan und einer Arbeitslosenrate von 4,1 Prozent. Also mit ein bisschen mehr Dynamik. Im Vormonat hatten wir über 20.000 Stellen verloren. Und was die US-Konjunktur selber betrifft, revidiert JP Morgan die Wachstumsprognosen nach oben für das dritte Quartal von zweieinhalb auf 2,75 Prozent. Also entscheidend aber seien vor allen Dingen die Inflationsdaten. So und jetzt kommt ein Punkt, den ich besonders wichtig finde. Das war in meinem Wall Street Memo an diesem Montag einer der Schwerpunkte. Und ich muss zugeben, dass ich persönlich gerade auch heute noch mal einen ordentlichen Schluck aus der Pulle genommen habe. Also keine Sorge, ich trinke noch nicht am Morgen, aber ich habe in meinem Portfolio mal einen ordentlichen Schluck aus der Pulle langlaufender US-Staatsanleihen genommen, vor allen Dingen mit Laufzeiten von über 20 Jahren, weil, eine Zinsanhebung oder selbst das Tendieren in Richtung einer Zinsanhebung eigentlich zu einem Rücklauf der Renditen sehr lange laufender US-Staatsanleihen führen sollte. Warum? Weil bei diesen Anleihen, die ja wie gesagt sehr langfristig in die Zukunft schauen, das Risiko von Inflation danach abkühlen sollte. Und das ist nicht der einzige Grund. Wir hatten am Dienstag letzter Woche Citadel Securities, die sehr viel Einfluss haben hier an der Wall Street und die seit Anfang Juli bearish waren auf langlaufende Staatsanleihen. Und damit hatten sie auch recht, die Renditen der Staatsanleihen sind gestiegen. Am letzten Dienstag ist man umgesattelt, hat das Lager gewechselt, befindet sich jetzt eher im Lager der Bullen und sagt, wir rechnen mit einem kurzfristigen Rücklauf der Renditen langlaufender Staatsanleihen. Und hier wird unter anderem auch erwähnt, dass das Lager der Leerverkäufer überlaufen sei, also zu viele Investoren, die auf weiter steigende Renditen am langen Ende setzen. Das könne wiederum einen Short-Squeeze verursachen, der die Renditen der Staatsanleihen stärker runterzieht. Dann kommt die nächste Komponente mit rein, schaut man sich die Zeitzyklen mal an, dann kippen die jetzt bei den langlaufenden Starts-Unleihen auch eher nach unten. Wir sind maximal bearish. Für mich ist ein Play auf sehr langlaufende Starts-Unleihen mittlerweile auch einfacher als ein Play rein auf den Aktienmarkt. Der September ist kein guter Monat, obwohl man hier auch sich die Daten genauer anschauen muss. Wir haben, also wie immer an der Wall Street bei saisonalen Trends, ist es so ein bisschen wie der Wetterbericht. Das zweite Quartal ist eigentlich normalerweise auch nicht besonders gut in Midterm-Jahren. In diesem Jahr war es aber gut. Und wir haben erschwerend in Midterm-Jahren, dass insbesondere bei einigen Jahren der September sehr stark ausgefallen ist. Also ich finde, das Bild hier ist wesentlich schwieriger zu deuten. Wir haben bei dem KI-Trade nach wie vor Gegenwind. Meine persönliche Meinung ist, dass Nvidia, insbesondere Nvidia, mit den Zahlen und den sehr langfristigen Aussichten nochmal klar gemacht hat, dass die AI-Story intakt bleibt. Und das Anlegermagazin Barronz betont mit einer Titelgeschichte heute, dass jawohl, das, was wir hier erleben, ist zweifelsohne eine Bubble, eine Spekulationsblase. Aber was die meisten Anleger aktuell unterschätzen, ist, dass diese Bubble, bevor sie platzt, noch viel größer wird, als letztendlich die meisten realisieren. Wir haben also positive Kommentare von Barons zu dieser Story und auch wenn der Gegenwind hier zunimmt. Sollten die Renditen der Staatsanleihen am langen Ende zurücklaufen, müsste das eigentlich auch den KI-Trade eher anfachen. Aber ich finde die Story auf Seiten der langlaufenden Anleihen aus meiner Sicht erstmal attraktiver, denn nehmen wir mal an, ich irre mich und das Ganze geht in die Hose. Die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen steigen weiter. Wir knacken die Marke von 4,8 Prozent im zehnjährigen Bereich. Dann wird man vermutlich trotzdem auf der Anleiheseite besser aufgehoben sein als auf der Aktienseite, denn der Gegenwind bei Marken von über 4,8 Prozent müsste dann eigentlich überproportional zunehmen. Also die Frage ist nicht nur, wo die Opportunität ist, die Frage ist auch, wo ist das Risiko, Geld zu verlieren, eigentlich größer. Das ist nur meine persönliche Einordnung nochmal zu One Man's Opinion. Ich kann mich hier vollends irren, aber zu guter Letzt fühle ich mich da eigentlich ganz gut aufgehoben. So, jetzt nochmal den Bogen zurück zu den Nachrichten am Wochenende zum Thema Iran. Auch hier muss man ein bisschen tiefer hinschauen. Wir hatten also, wie die New York Times, CNN und viele andere auch berichten, jetzt am Sonntag. In der Nacht vom Sonntag die ersten Angriffe der USA auf den Iran seit einem Monat. Und man hat Raketenstellungen beschossen und der Iran hat letztendlich sich gewehrt, schießt wieder zurück. Und man muss sagen, also zumindest laut New York Times und CNN wurden die Gegenangriffe des Iran auf Stellungen der Amerikaner in Jordanien alle erfolgreich abgefangen. So, jetzt muss man aber nochmal eine Ebene tiefer gehen. Und wenn man sich dann die vielen anderen Schlagzeilen dazu anschaut, auch obwohl Brand im Plus ist und WTI auch, sieht man eben doch sehr wohl, dass beide Lager hier Schwierigkeiten haben. Wenn wir uns die Amerikaner anschauen, haben wir heute wieder eine Warnung in der Washington Post. Ein führendes Mitglied des US-Militärs warnt den Verteidigungsminister oder, Kriegsminister, wie es ja bei uns heißt, Hexef, dass, eine umfangreichere Operation gegen den Iran, nicht dauerhaft haltbar sein wird. Im Wall Street Journal lesen wir heute nochmals, dass die militärischen Planer des Pentagon. Mein Gott, der Pentagon, habt ihr so einen auch? Nicht geeignet für Meditation, das muss ich gleich sagen. Also von dem Pentagon kann ich nur abraten. Also es ist leider nicht lustig. Also die militärischen Planer des Pentagon, haben zunehmend Sorgen, dass die US-Munition, so weit aufgebraucht ist, dass es sehr schwierig sein wird, sich zum Beispiel gegen eine Bedrohung Chinas oder Russlands zu wehren. Und gleichzeitig berichtet CNBC, dass Russland sich auf massive Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine vorbereiten. Also in anderen Worten, die Situation bleibt für die Amerikaner extrem anstrengend. Und wenn man morgens hier mal, ich sitze auf der Couch, trinke meinen Kaffee, kuschle mit meinem wunderschönen Aussie, mit meinem kleinen Hund, und bereite mich auf die Opening Bell vor und schaue dann ABC News, CBS News, Also abseits quasi der Finanzmärkte. Und was rattert da jeden Tag drüber? Oh, Benzin wieder teurer geworden. Oh, Diesel wieder teurer geworden. Das ist für Trump keine angenehme Situation. Und gleichzeitig lesen wir aber auch, dass durchaus die wirtschaftlichen Maßnahmen gegen den Iran auch massive Spuren hinterlassen. Reuters Berichte berichtet, dass die Sanktionen und Restriktionen gegen den Iran zunehmend Schaden anrichten im Land. Natürlich auch das Risiko von Unruhen anfacht. Die New York Times schreibt auch, man sieht an den Tankstellen im Iran mittlerweile Schlangen. Die Lieferketten für Benzin sind sehr stark angegriffen. Und gleichzeitig. Muss man an den Subventionen für Energie festhalten, obwohl die Staatskassen leer sind. Also die strapaziert sind, um es mal nicht zu dramatisch auszudrücken. Also der Iran und die USA haben weiterhin durchaus Interesse daran, die Situation zu beruhigen. Das ist zumindest mal die Annahme der Wall Street, obwohl die Ölpreise steigen und man natürlich auch sehr leicht argumentieren kann. An Iran Stelle, warum nicht einfach den Konflikt bis in die Midterms durchhalten und den Republikanern und insbesondere Donald Trump das Leben schwer machen. Anything goes. Wir sind nicht in den Köpfen der Iraner und ich bin auch nicht im Kopf von Donald Trump. Thank God. Auf jeden Fall muss man dann abhalten, was hier passiert. Wir haben übrigens sehr viele Schlagzeilen heute wieder zum Thema Venezuela. Und Donald Trump hatte ja verkündet am Freitagabend, dass man sich jetzt also geeinigt hat. Ich hatte das in der Opening Bell, wann war es Freitagmorgen, glaube ich, oder Donnerstag schon mit drin. Die USA haben also einen Deal eingeleitet mit Venezuela. Man hat sich Vorkommen in Höhe von über 65 Milliarden Bärrel Öl gesichert. Das sind etwa 20 Prozent der gesamten Ölreserven Venezuelas. Und die USA sollen also einen passiven Anteil an diesen Ölvorkommen von 35 Prozent halten. Das Ganze soll in einem neuen Unternehmen dann angesiedelt sein. Das wird das zweitgrößte private Ölunternehmen sein nach Saudi Aramco, basierend auf den gehaltenen Reserven. Und die USA haben außerdem das Recht, 20 Prozent der Ölproduktion zu einem Produktionskostenpreis zu erwerben. Jetzt ist die Reaktion bei Öl sehr verhalten, weil sehr viele Fragen im Raum stehen. Wer zahlt denn eigentlich den Ausbau der Produktion in Venezuela genau? Wie lange wird es dauern, bis dieses Öl dann tatsächlich auf den Markt kommt? Und der dritte Faktor, dieses Öl ist von der Qualität nicht besonders gut, das heißt die Weiterverarbeitung ist sehr kostenintensiv und das, was man preislich für dieses Öl erhalten wird, liegt letztendlich gesehen weit unter zum Beispiel WTI und Brand. Also sehr viele Fragezeichen stehen hier im Raum. Es ist ein sehr langfristiges Thema und insofern dann auch für die USA ein sicherlich positives Thema. Aber es stehen hier viele Fragezeichen im Raum. Zusätzlich zu diesem Öldeal über 65 Milliarden Barrel Öl zwischen Washington und Caracas wird Chevron den Fußabdruck in Venezuela deutlich ausweiten. Chevron ist ohnehin schon sehr stark in dem Land vertreten. So, jetzt haben die Märkte schon aufgemacht. Ich bin heute ein bisschen später dran als sonst. Ganz kurz nochmal einen Blick auf die Wirtschaftsdaten aus China. Der Einkaufsmanagerindex im August war uneinheitlich. Industrie lief ein bisschen besser als erwartet und der Servicebereich ein bisschen schlechter als erwartet. Wir haben gleichzeitig Momentum-Trades, die laut Wall Street Journal erheblich jetzt an Dynamik verloren haben und ordentlich Schmerzen verursachen in den Depots von Privatanlegern. Und ansonsten muss man sagen, ist die Nachrichtenlage eigentlich relativ dünn. Wie gesagt, Barron betont, dass... Ein Zenit bei der AI-Bubble erst Anfang 2030 wohl stattfinden dürfte. Und ich meine, die Prognose ist wirklich auch mutig. Die AI-CAPEX-Investitionen müssten rund 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen, bevor ein Zenit erreicht ist. Wow, das ist eine mutige Aussage. Ansonsten berichtet The Information, dass das Weiße Haus neue AI-Chip-Restriktionen plant. Der Zugang für chinesische Firmen zu amerikanischer Technologie soll also weiter verschärft werden. Nvidia und AMD werden in dem Zusammenhang erwähnt. Intel, hier heißt es, SK Hynix überlegt, Intels Produktionsbasis zu nutzen. Um sich von Taiwan Semiconductor wegzudiversifizieren. Das berichtet The Herald Business. Und bei Apple wird Apple TV teurer. In den USA steigt der Preis jetzt von jährlich 99 Dollar auf 119 Dollar. Und Apple wird sowieso in den nächsten Wochen im Fokus bleiben. Im September mit der neuen Produktvorstellung. Die neuen iPhones sollen vorgestellt werden. Und faltbares iPhone ist hier in der Pipeline und die Preise sollen hier ebenfalls angehoben werden. Ansonsten wird berichtet bei Bloomberg, dass der Finanzvorstand von Pinterest am 30. Oktober zurücktreten wird, um persönliche Opportunitäten in einem Privatunternehmen zu suchen. Das könnte Pinterest dann letztendlich gesehen auch mit ausbremsen. Und am Rande bemerkt, morgen ist der letzte Arbeitstag von Tim Cook als CEO von Apple. Hier wird das Ruder dann auch an den neuen CEO übergeben. So, ansonsten wird es heute nachrichtentechnisch relativ ruhig sein. Wir haben natürlich den G20-Gipfel der Finanzminister und Zentralbanken vom 31. bis zum 1. September, also bis morgen. Da wird es immer wieder mal Pressekonferenzen geben. Bassin hat heute Morgen schon gesprochen. Das wird man sicherlich anhören. Ansonsten. Ganz wichtig für die USA, der ISM, Einkaufsmanagerindex der Industrie, für den August morgen. Dann haben wir das Beige Book am Mittwoch, das ist der Regionalbericht der zwölf Notenbanken. Und, und das wird besonders wichtig sein, weil das wird einer der letzten Reden sein, eines Notenbankers, eines US-Notenbankers vor der Schweigephase. Also die US-Notenbank, die Mitglieder dürfen immer ab einem gewissen Zeitraum vor der nächsten Notenbanktagung keine Kommentare mehr abgeben. Notenbankgouverneur Waller wird am Donnerstagmorgen noch eine Rede halten. Donnerstag wird dann auch der ISM, der Dienstleister gemeldet für den August, wird auch wichtig sein. Warum? Weil die Einzelhandelsumsätze ja sehr gemischt bis überwiegend negativ ausgefallen sind für den Juli. Wie läuft die Dienstleistungssparte? Also am Donnerstag mehr Input und am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht. Im Juli sind 23.000 Jobs verloren gegangen. Und die Daten vom Juni wurden nach unten revidiert. Jetzt rechnet die Wall Street mit 60.000 neuen Stellen. JP Morgan sagt 50.000 neue Stellen. Das wird wichtig sein, nachdem ja Kevin Walsh sagt, naja, Wirtschaft ist super, läuft sehr stark, erstaunlich widerstandsfähig, Arbeitsmarkt fast wie im Umfeld von Vollbeschäftigung, obwohl der Arbeitsmarkt die letzten vier Monate an Dynamik verloren hat. Das hat Kevin Walsh ausgeblendet und ein Punkt bei Walsh war noch spannend. Walsh hat bei der letzten Notenbanktagung ja gesagt, naja, Teil der Arbeit der Notenbank hat der Anleihemarkt ja schon selbst erledigt. Wir haben durch die Nominal- und Realzinsen bereits eine straffere Geldpolitik, deshalb, naja, die machen quasi unseren Job. Davon war bei der Rede in Jackson Hole kein Wort mehr mit drin. Also darüber wurde gar nicht gesprochen und das wertet eben der Markt deshalb auch ein bisschen mehr im Lager der Falken. So, abseits der. Mit Makrodaten haben wir diese Woche noch sehr viele wichtige Quartalszahlen und dazu heute auch schon einige Analystenkommentare. Wir haben am Morgenabend Dell, MongoDB, Palo Alto Networks. Wir haben Mittwochabend Broadcom, Hewlett Packard, Enterprise, NetApp und Snowflake. Und dann am Donnerstagmorgen Siena, Donnerstagabend Zscaler. Also der Tech-Sektor wird wieder sehr stark mit im Fokus stehen. Die Bank of America hebt jetzt heute die Kursziele von Dell auf 505 Dollar an. Ist gerade mal eine Anhebung von 5 Dollar, aber hey, Kaufempfehlung. Und man sagt, die Ergebnisse am Dienstagabend sollten gut ausfallen. Dell dürfte die Umsatzprognosen für das Fiskaljahr 2027 anheben und die Ertragsschätzungen ebenfalls anheben. Und die Diskussion fokussiert sich auf die Frage, ob das Fiskaljahr 2027 möglicherweise ein Zenit des Ertragswachstums sein könnte. Das kann natürlich durch Dell dann wieder entkräftet werden. Die Bank of America hebt auch die Kursziele von Hewlett Packard Enterprise an. Die melden wie gesagt Mittwochabend. Kursziel steigt auf 82 Dollar, auch eine Kaufempfehlung. Auch hier sagt man, es dürfte ein starkes Quartal sein, angefacht durch den Storage-Bereich und durch den Standard-Server-Bereich. Wenn die Bank of America recht behält, werden die Konsensschätzung auf der Ertrags- und Umsatzseite leicht geschlagen und man geht davon aus, dass die Ertragsaussichten für das Fiskal R26 leicht angehoben werden. So, Lumentum, auch eine Kaufempfehlung von Evercoe ISI. Kursziel steigt auf 1100 Dollar. Bei PayPal haben wir eine Reduktion der Kursziele bei Truist. Das Kursziel wird auf 53 Dollar gesenkt. Man bleibt nur bei Halten. Ihr entsinnt euch, letzte Woche hat Bloomberg berichtet, dass Stripe und Advent die Übernahmegespräche beendet haben. Jetzt sagt Truist, das kann natürlich auch eine gewisse Verhandlungstaktik sein, letztendlich gesehen jetzt erstmal den Kurs von PayPal runterzuziehen und die Rationalität einer Übernahme, zu diskutieren. Und dass also letztendlich gesehen das, was man dann zahlen muss, nach unten geredet wird. Aber da muss man sagen, das ist natürlich eine sehr vage Annahme. Kann sein, muss nicht sein. Letztendlich gesehen ist jetzt die Frage, macht es Sinn, die Aktie auf den Niveaus zu kaufen, weil das Geschäftsumfeld besser wird und das fundamental gerechtfertigt ist. Oder dann machst du halt einen Zocktrade mit 1% Gewichtung oder ein halbes Prozent Gewichtung rein, dann ist auch egal, ob die Aktie steigt oder sinkt, aber das Risiko ist auf jeden Fall da. So, jetzt bin ich mal ins Opening reingelaufen. Wir sehen uns heute Abend wieder mit der Closing Bell und freue mich wieder auf eine spannende Handelswoche. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihre Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.