Heute ist Donnerstag, der 10. September. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, die Risiken an der Wall Street nehmen deutlich zu. Wir haben die Renditen im 10-jährigen Bereich bei über 4,9 Prozent. Bei 4,96 Prozent wird das höchste Niveau in 20 Jahren erreicht. Gleichzeitig knackt WTI. Die Marke von 100 Dollar brennt bei 105 Dollar. Trump signalisiert, dass die Preise für Öl und Energie wahrscheinlich erst nach den Zwischenwahlen sinken werden. Und das Wall Street Journal betont, dass einige Personen im Umfeld von Donald Trump mittlerweile davon sprechen, dass sich dieser Konflikt bis zum Ende der Amtszeit von Trump hinziehen wird. Gleichzeitig verspricht Trump Erwachsenen Amerikanern 5000 Dollar Dividende, wenn die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat bei den Republikanern bleibt nach den Zwischenwahlen. Wie soll das bezahlt werden? Das ist das große Rätsel. Wir reden hier von 1,3 Billionen Dollar. Auch das treibt die Renditen der Urstaatsanleihen nach oben. Ansonsten ist das Feedback zu Apple an der Wall Street positiv bis im Rahmen der Erwartungen, vor allem was die Preisgestaltung betrifft. JP Morgan bleibt bei einer Kaufempfehlung. Auch die Citigroup äußert sich hier optimistisch. Heute Abend haben wir die Zahlen von Oracle im Fokus und Adobe. Es bleibt also ausgesprochen spannend und die Verbraucherpreise werden am Freitag vor dem Opening der Wall Street gemeldet. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung in den USA liegt jetzt übrigens bei knapp 70%. So, einen schönen guten Morgen und einen Morgen, der tiefrot aussieht an der Wall Street. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Risiken immer weiter zunehmen, auf der Aktienseite deutlich zunehmen. Vor allen Dingen, wenn man sich die Ölpreise anschaut und die Renditen der US-Staatsanleihen. Wir haben heute Morgen die Renditen im zehnjährigen Bereich bei 4,91 Prozent. Das ist ein gewaltiger Sprung. Bei 4,96 Prozent ist das höchste Renditeniveau erreicht seit 20 Jahren. Gleichzeitig schießen die Renditen der zweijährigen US-Staatsanleihen auf 4,5 Prozent hoch. Und ich will diese Grafik hier nochmal zeigen. Die ist nicht ganz aktuell. Wir sehen hier einmal den Verlauf der Renditen zweijähriger Staatsanleihen. Wie gesagt, wir haben 4,5% erreicht. Im Vergleich dazu der offizielle Leitzins, 3,75%. Wenn man das jetzt mal übersetzt, bedeutet das letztendlich, dass die zweijährigen Renditen drei Zinsanhebungen mittlerweile eingepreist haben. Also die amerikanische Notenbank gerät hier immer mehr unter Zugzwang Und Donald Trump macht die Lage nicht gerade leichter. Erst die Signale, dass die Ölpreise, das Benzin wahrscheinlich erst nach den Zwischenwahlen sinken werden, Aussagen von Donald Trump persönlich. Und dann auch noch ein Hinweis im Wall Street Journal, dass immer mehr Stimmen in der Trump-Administration sogar davon ausgehen, dass sich der Krieg mit dem Iran bis zum Ende der Amtszeit von Donald Trump fortsetzen könnte. Vielleicht nur Säbelrasseln, aber die Konsequenz ist ein Nach-Oben-Schießen der Ölpreise. Brand bei 105 Dollar heute Morgen und WTI hat die Marke von 100 Dollar geknackt. Die Korrelation zwischen Öl und den Renditen der Staatsanleihen ist hoch. Der Ölpreis drückt also die Renditen gleichzeitig weiter nach oben. Donald Trump signalisiert also nicht nur, dass die Preise längerer Zeit auf einem höheren Niveau bleiben werden. Gleichzeitig hat er gestern, das macht bei uns sehr viele Schlagzeilen, einen mal wieder sehr umstrittenen Vorschlag gemacht. In einer Rede zu den Midterm-Elections, den Zwischenwahlen, verspricht Donald Trump allen Erwachsenen, also allen Wählern im Prinzip, eine 5.000 Dollar Dividende, wenn die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat nach den Zwischenwahlen in den Händen der Republikaner bleiben. Also ich muss wirklich sagen, also, in normalen Kreisen würde man das wohl Bestechung nennen. Die Frage ist natürlich, wo soll denn das Geld eigentlich herkommen? Also die Wahrscheinlichkeit, dass das passieren wird, dass diese 5000 Dollar Dividende wirklich kommen werden, ist sehr gering. Und jetzt rechnen wir das Ganze mal durch. Wir haben in Amerika knapp 269 Millionen Erwachsene. Mal 5.000 Dollar und dann reden wir von 1,3 Billionen Dollar, die quasi dann als eine Dividende, weil Amerika so unfassbar erfolgreich sei, an das Volk ausgeschüttet werden soll. Ja, wo soll das Geld herkommen? Da sagt die Trump-Administration, naja, man könne das aus den Einnahmen der Zölle teils finanzieren. Ja, soll das ein Witz sein? Die reziproken Zölle sind für illegal erklärt, die werden aktuell fleißig von Washington wieder rückerstattet. Man sieht das insbesondere bei den Ergebnissen der Einzelhändler. Wo ist denn Amerika so unfassbar erfolgreich? Mal abgesehen von dem Boom im AI-Sektor. Wir haben, und schaut euch diese Grafik mal an, die wirklich Bände spricht, wir sehen seit Amtsantritt von Donald Trump bis Mitte diesen Jahres, Also wir sind jetzt im September, also das ist nur bis Mitte 2026, einen nominalen Anstieg der Nationalverschuldung um 3,3 Billionen Dollar. In der gleichen Zeit ist das nominale Wirtschaftswachstum, also das nominale Bruttoinlandsprodukt um 2,7 Billionen Dollar gewachsen. Also in anderen Worten, die Staatsverschuldung steigt wesentlich schneller als das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten. Das ist unfassbar. Wenn man die Projektion nimmt bis Januar 2029, soll die Nationalverschuldung um, 8,4 Billionen Dollar gestiegen sein und die Größe der amerikanischen Wirtschaft um 5,9 Billionen Dollar gestiegen. So und das erklärt dann auch, warum dieses Versprechen von Donald Trump, also wenn ihr nicht für mich stimmen wollt, dann kaufe ich einfach eure Stimme mit einer Dividende, weil dieses Land so unfassbar gut läuft. Wir haben die Renditen der 30-jährigen Hypotheken auf Niveaus, da bluten einem die Augen. Wir haben Benzin durch die Decke, Diesel auf Rekordniveaus. Inflation zieht an, die Zölle müssen zurückerstattet werden. Man hat eher den Eindruck, dass das, was dieser Mann anfasst für die amerikanische Konjunktur und damit dann leider auch für die Weltwirtschaft überwiegend nach hinten losgeht. Sorry to say, guys, aber mein Job ist letztendlich auch mit zu beurteilen, welche Wirtschaftskonsequenzen das hat. Und man kann wirklich nur den Kopf schütteln. In einem Umfeld, in dem der Markt für Staatsanleihen bereits so nervös ist, Dann auch noch zu signalisieren, der Krieg wird jetzt noch eine Ewigkeit dauern, von wegen kurzer Ausflug. Und danach im Prinzip noch zu sagen, ich schenke euch nochmal 5000 Dollar obendrauf für jeden Erwachsenen, wenn die Mehrheit im Senat und Repräsentantenhaus republikanisch bleibt, wie soll das finanziert werden? Das ist nochmal die sehr harsche Erinnerung daran, dass weder die Demokraten und auch nicht die Republikaner, das sticht das Wort Fiskaldisziplin jemals gehört haben. So wirkt es jedenfalls. Und auch das schiebt die Renditen der Staatsanleihen mit nach oben. Jetzt haben wir also im Prinzip immer noch die Spannungen im Nahen Osten, die sich immer weiter zuspitzen. Wir haben die Erzeugerpreise heute Morgen, die eigentlich kein Beinbruch waren. Die Erzeugerpreise, wenn man jetzt mal die Gesamtrate nimmt, im Vergleich zum Vormonat im Rahmen der Schätzung plus 0,4%. Und die Gesamtrate 5,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Das ist ein bisschen heißer als erwartet. 5,3 Prozent wurden erwartet. Aber wenn man mal die ausschlaggebenden Zahlen nimmt, also die Daten im Vergleich zum Vormonat, bei der Kernrate 0,2 Prozent, erwartet wurden 0,3 Prozent, also sogar einen Tacken kühler als erwartet. Und im Vorjahresvergleich hohe, sicherlich, aber trotzdem 4,6 Prozent im Rahmen der Erwartungen. Das war jetzt zunächst einmal kein Beinbruch, aber das wird jetzt natürlich, den morgigen Tag und die Verbraucherpreise, die vor dem Opening der Wall Street gemeldet werden, noch eine ganze Ecke interessanter machen. Die JP Morgan ist ja eigentlich hier ganz guter Dinge, dass die Erwartungen, wenn wir 0,2% sehen bei der Kernrate, im Vergleich zum Vormonat, könnte die Notenbank die Füße stillhalten, wenn es 0,3% werden, dann eher Zinsanhebung. Ich meine, allein das schon. Ein Unterschied bei der Kernrate von 0,1% soll jetzt darüber entscheiden, ob die Zinsen angehoben werden oder nicht. Guys, schaut euch doch bitte mal die Renditen der zweijährigen Staatsanleihen an. Wenn die jetzt 4,5% schreien und wir sind bei 3,75%, dann ist das ein friggen Wake-up-Call für die amerikanische Notenbank, dass die agieren muss, weil auch die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel steht. Nochmal, wenn die Zinsen angehoben werden, müssten die Renditen am langen Ende zurücklaufen. Das denken viele an der Wall Street, weil dann zumindest mal der Beweis erbracht ist, naja, man will Inflation ein Stück weit immer noch auch bekämpfen. Übrigens, schaut man sich das FedWatch-Tool an heute Morgen von der Chicago Mercantile Exchange, eine Art Indikator, was die Federal Reserve machen wird, liegt jetzt heute Morgen die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung bei 70. Prozent, 60 Prozent noch vor einigen Tagen. Also, es ist ein absolutes Dilemma und man muss sich als Aktionär darüber im Klaren sein, dass bei Öl 100 Dollar und Renditen im 10-jährigen Bereich bei fast 5%. Das Risiko, dass wir mal einen wirklich starken Rücksetzer bekommen, ziemlich zugenommen hat. So, damit kommen wir jetzt mal zu den Unternehmensmeldungen. Die sind insgesamt eigentlich ganz gut, aber wir sehen trotzdem auf breiter Front und insbesondere im Tech-Sektor Gewinnmitnahmen. Und am Rande bemerkt, ich habe darüber die letzten Tage schon oft gesprochen, schaut euch mal die Marktbreite an. Die Marktbreite in den letzten Tagen, das ist der vierte Handelstag heute mit Minus an der Wall Street. Die Marktbreite war so grottenschlecht die letzten Handelstage. Wir hatten gestern ein Minus im Nasdaq, obwohl der Chip-Sektor und die AI-Story Meter 6% im Plus, obwohl diese Werte gestiegen sind. Wo wäre der Nasdaq gestern gewesen ohne diesen Bounce? Und heute geht es hier auf breiter Front nun bergab mit Gewinnmitnahmen. Die Aussagen aus dem Sektor sind nach wie vor sehr bullisch. Wir hatten die Citigroup und die Goldman Sachs Investorenkonferenzen und die Aussagen dort waren durch die Bank weg ausgesprochen bullisch von den Unternehmen, die dort gesprochen haben. Western Digital war bei der City gestern. Die Nachfragetrends bleiben sehr stark branchenweit. Corning bei der City Group das dritte Quartal wird besser ausfallen als erwartet, am oberen Ende der Schätzungen. KLA betont Nachfragevisibilität sehr stark. 2027 wird ebenfalls ein starkes Jahr sein. Und auch außerhalb der Tech-Werte. Disney hat die Ertragsaussichten für 2026 bestätigt. 12% Ertragswachstum. Natürlich gab es auch einige auf der Schattenseite. Charter Communications und Comcast. Paramount war gestern auch schwach. Charter und Comcast signalisieren beide Preisdruck. Da könnte also das Ergebnis eher verfehlen. Kimberly Clark hat auch gestern gewarnt auf einer Konferenz. Also es war nicht alles Bullshit. Heute... Um 17.50 Uhr um den Dreh wird Nvidia auf einer Investorenkonferenz sprechen. Da wird man natürlich sehr gut hinhören. Heute Abend kommen dann die Zahlen von Adobe und von Oracle, auf die ich gleich nochmal im Detail eingehen möchte. Wir sehen, dass mal abgesehen von diesen Ereignissen, die jetzt anstehen, wieder die Warnungen über AI lauter werden. Das ist wirklich die Headline gewesen der letzten Handelstage. Um Gottes Willen, kann man das Zeug überhaupt noch kontrollieren? Und heute meldet sich also Paul Tudor Jones zu Wort, eine Legende unter den Investoren an der Wall Street. Und Paul Tudor Jones betont, China und die USA müssen zusammenarbeiten und künstliche Intelligenz adressieren. Was hier passiere, sei schockierend. Es entstehe eine neue Supermacht. Die eine vollkommen neue Dimension haben wird, unter Umständen eine größere Dimension haben wird als die USA und China selbst. Beide Länder müssten miteinander kooperieren, um hier für Sicherheitsstandards zu sorgen. Semaphore berichtet, dass eine AI-Sicherheitsgesetzesentwurf im Kongress in der kommenden Woche vorgestellt wird. Also man merkt, dass zu guter Letzt hier die Sorge über die Fähigkeiten von künstlicher Intelligenz immer lauter werden. Ja, es sind einerseits also die Makro-Themen, die dominieren, andererseits vor allen Dingen auch die Renditen der Staatsanleihen, also in Öl, Apple, das Fazit hier. Und das wird, glaube ich, die wenigsten von euch wirklich überraschen. Ich meine, bei uns an der Wall Street geht es ja weniger um die Frage, wie geil ist denn jetzt das iPhone Duo, dass es super aussieht, ästhetisch ist und Bock macht, es zu haben. Das ist natürlich schön. Apple selber will ja in dem ersten Jahr 20 Milliarden Dollar Umsatz damit generieren. Also insofern ist das sicherlich auch wichtig. Aber der Hauptfokus liegt bei der Preisgestaltung. Und heute Morgen äußern sich die Citigroup und JP Morgan zu Apple. Das Fazit insgesamt ist, naja, es war im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen. Die City betont, dass das iPhone Duo die größte Produktvorstellung sei, sei seit der Vorstellung der Apple Watch, der iPods und letztendlich gesehen das iPhone X. Man zieht jetzt die Preise an, auch übrigens für die iPhone 16 und iPhone 17 Modelle, um mindestens 100 Dollar, um die gestiegenen Memory-Preise auszugleichen. Das stand gestern noch nicht im Fokus, schreibt heute Morgen die Citigroup und was die Preisgestaltung für die iPhone 18 Modelle betrifft und für das Duo liegt man im Prinzip im Rahmen der Erwartungen. Letztendlich gesehen sogar leicht am unteren Ende der Erwartungen, das sagt JP Morgan. Hier rechnete man bei dem iPhone 18 Pro und Pro Max mit bis zu 200 Dollar an Preisanhebung im Vergleich zu den Vorgängermodellen. Tatsächlich sind die Preise um jeweils 100 Dollar für die Basismodelle angehoben worden. Und da zieht dann JP Morgan ein relativ einfaches Fazit. Apple wandelt hier auf einem sehr schmalen Pfad. Man muss die deutlich gestiegenen Memory-Kosten balancieren, ohne dabei wirklich die Volumen, die Verkaufsvolumen zu belasten. Ein sehr schmaler Pfad. Auch letztendlich die Preisstruktur für das iPhone Duo sei unterm Strich im Rahmen der Erwartungen bisher am unteren Ende ausgefallen. Die Akte wird bei JP Morgan zum Kauf empfohlen. Die Citigroup hat auch eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 365 Dollar. So einer der Fragen, die jetzt in den nächsten Wochen wichtig sein werden. Kann Apple überhaupt ausreichend iPhone Duo produzieren? Es gab in den letzten Tagen öfter Berichte, dass man Schwierigkeiten hat, die Produktion zu skalieren und das wird jetzt einer der wichtigen Faktoren sein. Die zweigleisig fährt, also das iPhone 18, wurde ja gestern noch nicht vorgestellt, beziehungsweise die Preisgestaltung und wann genau es kommen wird. Es wird aber noch Monate dauern und damit wird der Produktzyklus verlängert und wer als Nutzer quasi das neueste Modell haben will, der muss zunächst einmal auf die teuren Modelle zurückgreifen, also auf das Pro und auf das Pro Max. Damit hofft Apple sich letztendlich gesehen die Margen aufzubessern, weil mehr Käufe verschoben werden in die teureren Segmente. Und wie gesagt, der Produktzyklus wird insgesamt dadurch verlängert. So, heute Abend kommt Oracle und Adobe. Die werden natürlich wichtig sein. Ich fange erstmal mit dem weniger wichtigen Wert an, Adobe. Hier haben wir Schätzungen für das dritte Quartal. Ein Umsatzanstieg auf konstanter Währungsbasis von knapp 12% wird erwartet. Jährlich wiederkehrende Umsätze sollen um 11% gewachsen sein auf 27,4 Milliarden. Die operativen Margen sollen bei gesunden 44% liegen mit einem Gewinn pro Aktie von 6,08 Dollar. Die Softwareaktien haben sich ein bisschen gefangen. Einige sind deutlich gestiegen in den letzten Wochen. Adobe hat aber immer noch ziemlich große Herausforderungen. Seit dem 3. September neuer CEO. Oh, gleichzeitig hat man angekündigt bei den letzten Ergebnissen, dass man sich strategisch teils auch neu ausrichtet. Man will mehr monatlich aktive Nutzer generieren. Die Frage wird sein, wie sich das auf die Zahlen auswirkt, kurzfristig betrachtet. Der Star des Tages wird natürlich Oracle sein. Die Messlatte hängt ihr jetzt deutlich höher. Nicht zuletzt auch wegen der vielen OpenAI-Meldungen um Astra. Wie leistungsstark dieses Modell ist und dass sich das Potenzial von OpenAI hier auf plötzlich gegenüber Anthropic deutlich gebessert hat. Und bei Oracle wird man also darauf achten, wie einmal die RPOs ausfallen, also, Remaining Purchasing Obligations, wir haben in den letzten Monaten oft darüber gesprochen, das sind quasi die gebuchten, aber noch nicht abgearbeiteten Aufträge. 640 Milliarden Dollar werden hier erwartet, das wird sehr wichtig sein. Was den verfügbaren Cashflow betrifft, naja, da erwartet man ja ohnehin an der Wall Street bis ins Jahr 2030 negative Zahlen. Die Aussichten für das Fiskaljahr 27, der frei verfügbare Cashflow soll bei negativ 47 Milliarden Dollar liegen. Ich meine, das muss man sich mal reinziehen im Vergleich zum Umsatz dort. Also das ist schon, der Ertrag pro Aktie soll liegen. Bei 1,75 Dollar, jetzt im abgelaufenen Quartal. Der Freifizierungsbüro Cashflow soll bei minus 10,3 Milliarden Dollar liegen im abgelaufenen Quartal. So für das Fiskaljahr 2027 wird ein Umsatz von 90 Milliarden Dollar erwartet. Nochmal zum Vergleich, 90 Milliarden Dollar Umsatz werden erwartet und 47 Milliarden Dollar negativ verfügbarer Cashflow. Also das muss man sich wirklich mal vor Augen halten. Der Trag pro Aktie für das Fiskal R27 soll bei 8,05 Dollar liegen. Also, die Messlatte für Oracle hängt hoch, weil bei OpenAI zu guter Letzt das Business jetzt brummt. Die Aktie ist allerdings auch sehr stark zurückgelaufen. Wir haben eine Erholung von den Tiefs, aber wenn Oracle hier die Erwartungen treffen kann, leicht schlagen kann, dann müsste sich der Aufwärtstrend bei Apple eigentlich noch fortsetzen. So, jetzt kommen wir zu Meta. Da gibt es heute Analystenkommentare. JP Morgan schraubt das Kursziel auf unfassbare 820 Dollar von 640 Dollar. Wenn ich mich nicht täusche, müsste JP Morgan damit die höchsten Kursziele haben für Meta an der Wall Street. Und das Thema AI wird nicht nur das Werbesegment von Meta anfachen, Muse AI, der neue AI-Agent und die Meta-Model-API-Zugänge, damit wird insgesamt eine Basis geschaffen, die Meta helfen soll, im AI-Segment eine in Zukunft wesentlich größere Rolle zu spielen. Bei Oppenheimer ist man dafür eher skeptisch und man bleibt nur bei Halten bei der Aktie. Man sieht drei Kernprobleme bei Meta. Der eine Punkt, es gibt nicht genügend Verbraucher und Nutzer von Meta, die gewillt sind zu zahlen. Der zweite Faktor, es gibt außerdem schon sehr viele Nutzer, die bereitwillig zahlen für Gemini oder eben auch für ChatGPT. Und es gibt nicht genügend Nutzer, die ausgerechnet Meta ihre Passwörter anvertrauen würden. Das ist gerade nach dem Verfahren, das gerade zugunsten, also nicht zugunsten wurde gesettelt, Meta hat sich ja nicht für schuldig erklären müssen, aber dass Meta jetzt hier zahlen muss, um Instagram und Facebook neu aufzustellen, zu stellen. Da denkt man schon zweimal darüber nach, ob man ausgerechnet Zuckerbergchen sein Passwort anvertrauen will. Also Oppenheimer ist da eher aktuell noch ein bisschen zurückhaltend. So, ansonsten bleibt die Nachrichtenlage auch bei Taiwan Semiconductor sehr, sehr bullish. Im August sind die Umsätze um 53% gestiegen im Vorjahresvergleich und um über 10% im Vergleich zum Juli. Weil die AI-Nachfrage nach wie vor extrem robust ausfällt. Meta verliert übrigens einen Star-AI-Researcher, den man für über eine Milliarde Dollar vor einem Jahr eingekauft hat. Was dann tatsächlich gezahlt wurde, ist nicht wirklich bekannt, aber ihm wurden anfangs über eine Milliarde Dollar geboten. Wir reden hier von Andrew Tulloch. Der geht jetzt weniger als ein Jahr wieder woanders. Die Umstände sind noch nicht wirklich geklärt. Tulloch war elf Jahre bei Meta, bevor er 2023 zu OpenAI gewechselt ist. Ich meine, das sind mal Gehälter. Will sie nicht zu mir kommen? Ich zahle dir eine Milliarde. Och nee, lass mal stecken. Also ist schon wirklich eine faszinierende Welt, in der wir uns hier insgesamt befinden. Ich will ganz kurz noch mal auf die Highlights, bevor ich Schluss mache. Wir haben heute die Zahlen von Macy's. Macy's schlägt, die Aktie ist trotzdem schwächer. Wir haben Nvidia um 17.50 Uhr eurer Zeit, Seagate Technology auch auf einer Investorenkonferenz um 19.10 Uhr eurer Zeit, EZB hat wie erwartet die Zinsen angehoben, die Bank of Japan dürfte nächste Woche die Zinsen anheben und morgen früh haben wir dann die Verbraucherpreise, die natürlich auch noch extrem wichtig sein werden. Tja, was ein Chaos bei uns hier an der Wall Street. Also ich wünsche euch einen guten Handelstag. Wir sehen uns morgen bzw. heute Abend wieder dann zur Closing Bell. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.