Heute ist Freitag, der 11. September. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Eine Zinsanhebung in der kommenden Woche ist besiegelt. Und die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im Dezember liegt jetzt auch bei über 80%. Die Kernrate der Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat viel etwas heißer aus als erwartet. Aber auch die Details entscheiden hier. Wir sehen mehr Inflationsdynamik in den Service-Sparten. Gleichzeitig auch bei der Mietpreiskomponente und bei der Transportindustrie. Also die Tickets werden immer teurer bei Fluggesellschaften und Hotelübernachtungen ebenfalls. Die US-Notenbank muss agieren. Die Tatsache, dass der Anleihemarkt, das am kurzen Ende bei kurzlaufenden Anleihen schon mitreflektiert, drei Zinsanhebungen sind bei den Zweijährigen eigentlich schon eingepreist, könnte bedeuten, dass im Fall einer Zinsanhebung, dass wir sogar eine Entspannung sehen könnten bei langlaufenden US-Staatsanleihen, also rückläufige Renditen. Der Ölpreis sinkt heute auch. Man hofft auf das Treffen im Oman am Montag zwischen den Außenministern der Golfstaaten und des Iran. Oracle ansonsten auf der Gewinnerseite nach guten Zahlen. Dong, dong, dong, dong, dong, dong, dong. Ja, schönen guten Morgen, letzter Handelstag der Woche. Jawohl, ja, Öl läuft runter. Die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen laufen ebenfalls runter. Wir hatten heute Morgen die Verbraucherpreise für den August und eine Zinsanhebung im September wie auch wahrscheinlich im Dezember dürften damit besiegelt sein. Hier seht ihr nochmal die Erwartungshaltung, wenn man sich die Fed Futures anschaut. In Gelb vor Bekanntmachung der Verbraucherpreise 68% Wahrscheinlichkeit Zinsanhebung, jetzt bei über 80%, 88% um genau zu sein, und die zweite Zinsanhebung mit einer jetzt auch 82% Wahrscheinlichkeit bei der letzten Tagung in diesem Jahr im Dezember. Das reflektiert sich auch in den Renditen der zweijährigen Staatsanleihen. Ich hatte das gestern bereits ausführlich diskutiert, dass eigentlich die zweijährigen Staatsanleihen diese Zinsanhebungen längst eingepreist haben. Hier nochmal einmal der offizielle Leitzins. 3,75 Prozent und in Weiß, wenn man das jetzt heute aktualisiert, liegen wir bei 4,6 Prozent. Damit sind mindestens mal drei Zinsanhebungen bereits am kurzen Ende eingepreist. Und zur Erklärung, Zinspolitik wirkt sich vor allen Dingen unmittelbar auf die kürzer laufenden Staatsanleihen aus. Die sehr lange laufenden Staatsanleihen, über 20 Jahre plus, davon liegen bei mir einige in meinem eigenen Portfolio, die müssten eigentlich profitieren, weil durch die Bekämpfung von Inflation die langfristigen Inflationsrisiken eher nachlassen. Wir hatten gestern zeitweise bei den 10-jährigen Staatsanleihen ein Niveau von 4,965 Prozent erreicht. Das war in der Vergangenheit das 20-Jahres-Hoch. Wir haben Hypothekenzinsen gestern im 30-jährigen Bereich bei über 7 Prozent gesehen, natürlich auch angefacht durch die Ölpreise. Bei denen sehen wir heute auch eine Entspannung. Ich gehe gleich nochmal darauf ein. Schauen wir uns die Verbraucherpreise mal im Detail an. Dann liegen die fast alle im Rahmen der Erwartungen. Aber eine Komponente ist hier besonders wichtig und das ist die Kernrate exklusive Nahrungsmittel und Energie im Vergleich zum Vormonat um 0,3% gestiegen. 0,2% wurden erwartet. Man muss auch noch ein bisschen tiefer eintauchen, warum das Argument für eine Zinsanhebung im September jetzt so viel lauter wird. Wir sehen, und das ist wichtig, in der Dienstleistungssparte im Servicebereich, zunehmende Inflationsdynamik. 0,3 Prozent, im Juli waren es 0,2 Prozent. Wir sehen einen relativ starken Anstieg bei der Mietpreiskomponente. 0,3 Prozent. Im Juli lagen wir bei 0,1 Prozent. Wir sehen im Transportbereich deutliche Steigerungen. Vor allen Dingen bei Flugtickets geht es weiter bergauf. Einer der wichtigsten treibenden Faktoren ist, die Energiepreise, die Gewichtung bei den Verbraucherpreisen ist hier besonders hoch und die Energiepreise sind im Vergleich zum Vormonat um 2,1% gestiegen. An der Börse wird nicht die Vergangenheit, nicht das Jetzt und Heute, an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Was im echten Leben passiert, ob die Wirtschaft gerade läuft oder eben nicht, das finden Börsianer meistens schneller heraus als diejenigen, die mit Börse nichts am Hut haben. Vollkommen richtig, es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. Nur könnte es eben auch ein Zug sein. Und genau deshalb bin ich Börsianer aus Leidenschaft. Ich lasse mich ungern überraschen und bin lieber bestens informiert. Seit fast drei Jahrzehnten begleitet mich das Handelsblatt an der Wall Street. Es ist kein Zufall, dass mein Podcast vom Handelsblatt gefeatured wird. Für diejenigen, die noch kein Handelsblatt-Abo haben und den vollen Zugriff auf alle Inhalte genießen möchten, habe ich heute unter handelsblatt.com-mehr-aktien ein Vorzugsangebot. Damit könnt ihr das digitale Handelsblatt vier Wochen lang für nur einen Euro testen. Als Abonnent bekommt ihr außerdem den wöchentlichen Geldanlage-Newsletter mit klaren Empfehlungen und Finanztipps. Den Link zum Probemonat findet ihr in den Shownotes. Werbung Ende. So und das bringt mich dann auch gleich zum Ausblick, denn gerade weil Öl selbst nach dem Rücklauf heute auf einem insgesamt doch deutlich höheren Niveau notiert als zum Beispiel Anfang, Mitte August, muss man davon ausgehen, dass die September-Inflationsdaten auch weiter an Dynamik gewinnen werden. Und dementsprechend ist das Risiko und die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinsanhebung im Dezember gestiegen. So, meine persönliche Theorie nach wie vor ist, dass die Renditen am langen Ende wegen der Zinsanhebung sogar eher eine Entspannung sehen werden. Das könnte dann vor allen Dingen auf der Anleiheseite spannend werden und ich muss sagen, im 10-jährigen Bereich bei einem Zinsniveau von 4,7% wird das natürlich langsam auch für den breiten Markt eine gewisse Konkurrenz. Anleihen sind mittlerweile hier ziemlich attraktiv geworden. Spannend wird jetzt auch die Währungskomponente, denn wenn wir hier in den Vereinigten Staaten Zinsanhebungen sehen werden und wie gesagt mindestens zwei Stück werden hier reflektiert, dann müsste eigentlich der Dollarindex steigen. Das tut ja auch heute Morgen. Wir sehen den Dollarindex also mit leichtem Rückenwind. Schauen wir uns mal kurz an, was der Yen macht auf der Gegenseite, denn das wird jetzt die Politik der japanischen Zentralbank nicht unbedingt erleichtern. Der Yen ist trotzdem heute Morgen 0,7 Prozent im Plus. Wir sehen global Zinsanhebungen. Der EZB hat es getan, stellt eventuell weitere Anhebungen in Aussicht. Die Bank of Japan wird ebenfalls am 18. die Zinsen anheben. Das ist im Prinzip auch besiegelt. 25 Basispunkte schreibt heute auch die Nachrichtenagentur Nikkei. Und das Tempo an Zinsanhebungen könnte weiter zunehmen. Eine Zinsanhebung alle drei Monate anstatt einer Zinsanhebung alle sechs Monate. Das berichtet die Nachrichtenagentur Nikkei. Also, die Zinspolitik... Die Zinsen steigen in Folge nicht nur der Energiepreise, sondern auch, weil wir ein Durchfiltern sehen in andere Segmente, vor allen Dingen die zunehmende Inflation in der Service-Sparte ist nicht zu begrüßen. Ich hatte das bei mir in meinem Newsletter, ich veröffentliche immer mein Wall-Street-Memo. Auch am Montag schon betont, dass zu guter Letzt die Zinsanhebungen sogar für die Bond-Seite eher positiv sein sollten und letztendlich für den Yen auch. So, jetzt kommen wir aber zurück zu Öl. Das hat natürlich diese Woche und spielt bei den Ölpreisen, bei der Inflation eine wichtige Rolle. Was heute bei Öl mit für eine Entspannung sorgt, ist ein Bericht der Financial Times. Demnach wird es jetzt am Montag zwischen den Außenministern der Golfstaaten und den Vertretern des Iran im Oman ein Treffen geben. Es geht darum, die Spannungen in der Region zu reduzieren und den Schiffverkehr in der Straße von Hormuz wieder zu lockern. Da müssen die Vereinigten Staaten natürlich dann auch ein Wörtchen mitreden, denn die Blockade von iranischem Öl ist bisher ausgesprochen effektiv und obwohl der Ölpreis steigt, wird letztendlich mehr Öl hier geliefert durch diesen wichtigen Seeweg, als im Allgemeinen angenommen wird. Aber die Hoffnung, dass es hier eine gewisse Entspannung geben könnte, sorgt also für einen leichten Rücklauf der Ölpreise. Abgesehen davon berichtet die New York Times, dass J.D. Vance. Der Vizepräsident, hier doch etwas eher Ungewöhnliches getan hat. Und zwar hat er über Hexeth hinausgehend, unserem Landkreis. Wunderbar smarten Kriegsminister hier in den Vereinigten Staaten und hat sich mit den Kommandeuren weltweit direkt auseinandergesetzt. Und das Feedback, das Fazit ist kein positives, so die New York Times nach dem Gespräch mit den amerikanischen Kommandeuren, sowohl was die Strategie insgesamt betrifft, wie auch die Erfolgsaussichten. Das ist ja auch der Vorwurf gegenüber den USA, dass es hier an einer Strategie letztendlich gesehen mangelt. Wir haben ansonsten Warnungen, das hatte das Wall Street Journal gestern schon berichtet, führende Mitarbeiter des Weißen Hauses warnen die Trump-Administration davor, dass der Iran-Krieg sich bis zum Ende seiner Präsidentschaft hinziehen könnte. Kernthema dieser Woche waren natürlich die Houthis und die Tatsache, dass sie eine wichtige Hafenstadt eingenommen haben im. Roten Meer und dass zu guter Letzt jetzt dieser sehr wichtige Hafen, Dieser Abfertigungshafen, der in der Bab-el-Mandeb-Straight liegt, in der Straße von Bab-el-Mandeb im Roten Meer, das wird die Situation zusätzlich erschweren und, wir sehen, dass in Saudi-Arabien infolge der Angriffe der Houthis auch die Ölproduktion im August ziemlich stark gesunken ist. Heute Morgen berichtet Axios, dass Saudi-Arabien Donald Trump darum gebeten hat, militärisch gegen die Houthis vorzugehen. Das Weiße Haus hat diese Anfrage abgelehnt und hat vorerst kein Interesse, in der Region militärisch aktiv zu werden. Die gesamte Region müsste doch eigentlich nach diesem ganzen Buha die Amerikaner zunehmend dort aus der Region drücken wollen, würde ich mal vermuten. Aber ich bin kein Stratege für Geopolitik. Die internationale Energiebehörde senkt sowohl die erwartete Nachfrage wie auch die Produktion im Ölsektor. Die globalen Lagerbestände sind um weitere 95 Millionen Barrel im August gesunken. Am Rande bemerkt, die strategischen Ölreserven in den USA haben jetzt einen Rekord tief erreicht. auch nicht gerade beruhigen. So, und damit will ich aber mal zu den Themen kommen, die heute auf Ebene der Einzelaktien im Fokus stehen. Kurz noch der Hinweis, dass heute um 16 Uhr eurer Zeit das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan gemeldet wird für den September. Das ist also einer der ersten September-Indikatoren. Die Zahlen aus dem Einzelhandel, wenn man sich Restoration Hardware, RH anschaut oder Kroger im Supermarkt bereicht, sind nicht gerade berauschend ausgefallen. Also mal schauen, wie es um die Stimmung der Verbraucher steht und vor allen Dingen auch um die sehr langfristigen Inflationserwartungen, die in dem Verbrauchervertrauen mit veröffentlicht werden. Heute um 20 Uhr eurer Zeit wird außerdem das Budget, das Haushaltsbudget der USA veröffentlicht. Das ist normalerweise nicht so wahnsinnig wichtig als Indikator, aber da zur Zeit alle auf Fiskaldisziplinen schauen, ist das eben doch auch wichtig. Und ja, gestern beziehungsweise vorgestern Abend hatte ja Donald Trump groß verkündet, 5000 Dollar Dividende für jeden Erwachsenen, der wählt. Und wenn die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat bei den Republikanern bleibt und jetzt kommt es also letztendlich gesehen, wie natürlich auch zu erwarten war, herber Widerstand. Aus den Reihen der Demokraten und letztendlich gesehen auch aus den Reihen der Republikaner, diese 5000 Dollar Dividende, dieser Vorschlag wird also von beiden Seiten abgelehnt. Das Ding wird nie kommen. Das sind 1,3 Billionen Dollar an Neuverschuldung. Ich meine, was hat... Wird nicht kommen. Und das hat gestern aber auch die Renditen der Staatsanleihen hochgedrückt. Naja, ich meine, eigentlich war gestern schon klar, dass das nie kommen würde. Aber zu guter Letzt hat es eben gestern gekoppelt mit Öl hoch und jetzt das schon mal her. Trump, keine Fiskaldisziplin. Und das hat die Renditen hochgedrückt. Heute hilft es jetzt auf der Gegenseite. So, damit kommen wir jetzt mal zu den Ereignissen nach dem Closing gestern. Wir hatten gestern Abend ja Zahlen von Oracle und von Adobe. Ich fange einfach mal mit dem kleineren an, mit Adobe. Die Aktie ist auf der Verliererseite heute Morgen. Die Zahlen waren nicht schlecht, aber sie waren auch nicht wirklich überzeugend. Und vor allen Dingen die Aussichten für das angebrochene vierte Quartal sind nicht wirklich berauschend. Der Umsatz wird mit 6,8 bis 6,85 Milliarden Dollar minimal an den Zielen der Wall Street vorbei schrammen. Und die Analysten-Kommentare sind dementsprechend heute Morgen auch sehr zurückhaltend. Die Citigroup bleibt bei neutral. Senkt das Kursziel auf 250 und sagt, naja, dritte Quartal war muted, also war im Prinzip alright, so ein bisschen wie eingeschlafene Füße, es war eigentlich okay, aber. Aufregend war es jetzt wirklich nicht und vor allen Dingen die jährlich wiederkehrenden Umsätze, die Wachstumsdynamik lässt hier weiter nach. Die City also senkt die Kursziele. Jeffries senkt das Kursziel auf 275, bleibt auch nur beihalten und sagt, naja, es war ein ereignisloses drittes Quartal. Wenigstens gewinnt die AI-Dynamik ein bisschen mehr an Schwung und die Aktie sei sehr günstig bewertet. Trotzdem warten Investoren auf mehr Klarheit, was die Wettbewerbslage betrifft. Es gibt zwei Kaufempfehlungen, nichtsdestotrotz. Wells Fargo, Kursziel 270 bleibt bei Übergewichten und JP Morgan auch Übergewicht mit Kursziel von 315 Dollar. Das ist schon ein bisschen merkwürdig. Die meisten Analysten sagen, naja, das Quartal war so ein bisschen wie eingeschlafene Füße und dann kommt JP Morgan um die Ecke und sagt, naja, das dritte Quartal war robust und die Erwartungen wurden moderat geschlagen. All right, Aussichten für das vierte Quartal auf der Umsatzseite leicht unter den Zielen, weil man sich auf Nutzerakquisitionen fokussiert, also auf monatlich aktive Nutzerzahlen. All right, damit kommen wir aber dann mal gleich zu dem Wert, der zumindest mal die Verluste von gestern wieder wettmachen kann, die Aktien von Oracle. Und der Ertrag pro Aktie, 30% Wachstum, 1,92$, das ist ordentlich, 1,75$ wurden erwartet. Die Umsätze sind auch um 30% gestiegen, mehr als erwartet. Die Margen, die operativen Margen waren auch besser als erwartet und der frei verfügbare Cashflow war nur minus 5 Milliarden Euro. Minus 10 Milliarden wurden erwartet, das ist also auch ganz gut und das obwohl, die Kapazitätsinvestitionen bei 28,5 Milliarden lagen, also fast 9 Milliarden mehr als erwartet. Das ist also wirklich eine ordentliche Performance gewesen bei Oracle und jetzt Achtung, man ist mit 55 LAN fähig. Gestern sagte einer, ja, der Koch sagt immer bei RPO, Remaining Purchase Obligations, aber das wird der alte Mann nie lernen. Ich höre doch auf meine Community, ich bitte euch. Remaining. Performance Obligations. Ganz wichtiger Indikator, 210 Milliarden Dollar gestiegen auf jetzt 664 Milliarden Dollar und damit wurden die Schätzungen um 20 Milliarden Dollar geschlagen. Also das sind eigentlich ganz gute Zahlen, wo man so ein bisschen Schluck auf hat, ist bei den Aussichten, die waren jetzt nicht wirklich perfekt. Der Ertrag pro Aktie im jetzt laufenden Quartal wird gerade mal bei 1,89 Dollar liegen, 1 Cent unter den Erwartungen und für das Fiskaljahr 27, wird der Ertrag pro Aktie nur 5 Cent unter über dem bisherigen Ziel liegen, also 8,10 Dollar statt 8,05 Dollar. Jetzt mit einem kleinen Trechenbeispiel, wenn wir also die aktuellen Schätzungen im letzten ersten Quartal, deutlich schlagen 1,75 erwartet es sind 18 Cent mehr geworden aber die Aussichten für das Gesamtjahr werden trotzdem nur um 5 Cent angehoben, naja das ist eigentlich nicht perfekt, nichtsdestotrotz haben wir überwiegend Kaufempfehlungen heute Morgen Barclays hebt das Kursziel an auf 252, bleibt bei Übergewichten, Und man sagt, das Wachstum dürfte weiter an Dynamik gewinnen. RBC bleibt nur bei Halten, Kursziel wird sogar gesenkt auf 165 Dollar. Hier sagt man im ersten Quartal der Gesamtumsatz, Cloud-Umsatz und Ertrag pro Aktie, alles über den Erwartungen des Marktes. Wie dem auch sei. Haben die Margen etwas mehr Gegenwind und der Ausbau ist nach wie vor sehr kapitalintensiv. Alright, Stifle, auch eine Kaufempfehlung, Kursziel 200 Dollar. Sehr starkes abgelaufenes Quartal, Aussichtenfiskaljahr 27 angehoben und man geht davon aus, dass das Ertragswachstum in den kommenden Jahren an Dynamik gewinnen wird. Also klingt gar nicht so schlecht. Die Aktie ist dementsprechend heute Morgen bei uns auf der Gewinnerseite. So, Palantir ist heute leicht im Plus, aber Oracle hat ein neues Produkt vorgestellt, eine AI-Data-Plattform, die sich auf den Enterprise, also auf das Firmenkundengeschäft fokussiert und die direkt mit Palantir konkurriert. Also das liest man heute Morgen vereinzelt, könnte also hier eine gewisse Rolle mitspielen. So, Kroger und RH und das ist so ein Fazit, das muss man eigentlich, schon seit den letzten zwei, drei Wochen ziehen. Wir sehen nach wie vor, dass die diskretionären Einzelhändler wie eben RH, Luxusmöbel, jetzt, ich sagte, was ein Irremarkt, die Aktie war 3,9 Prozent im Minus, dreht jetzt einen Plus mit 4,8 Prozent. Ich bleibe aber trotzdem bei dem Thema. Der Ertrag pro Aktie, also es war trotzdem ein sehr gemischtes Quartal. Die Ergebnisse lagen deutlich über den Erwartungen wegen Zollrückerstattungen. Exklusive der Zollrückerstattungen lag das EBITDA-Ergebnis mit 123 Millionen, gerade mal 10 Millionen über den Erwartungen. Wir sehen, dass die Aussichten. Einerseits ganz gut ausfallen, dank der Zollrückerstattung, aber das wird aufgefressen durch unvorhersehbare Kostensteigerung verursacht durch den Iran-Krieg, also der höhere Ölpreis, höhere Transportkasten. Die Umsätze sollen jetzt im Fiskaljahr 26 um 5,5 bis 7 Prozent wachsen. Das ist eigentlich weniger, als man bisher erwartet hatte. Da hieß es 4,5 bis 8 Prozent. Die Margen werden auch, naja, die Margen werden die Erwartungen wohl treffen. Die Umsätze im jetzt laufenden Quartal sollen um 5,5 Prozent steigen. Die Wall Street hatte mit fast 10 Prozent gerechnet. Das ist eigentlich wirklich eine Enttäuschung, aber die Aktie trotzdem auf der Gewinnerseite. Jetzt nehmen wir nochmal den Supermarkt-Giganten Kroger mit rein. Das ist jetzt nicht so überraschend, weil Albertson und Walmart ja schon gemeldet haben. Also wir wissen, dass es da nicht so einfach ist und die Aktie war zumindest, muss ich mal nachschauen, ob die noch im Minus notiert, Kroger, ja 2,5% im Minus. Die Aussichten sind sehr gemischt und im letzten Quartal waren die Umsätze der seit mindestens einem Jahr geöffneten Supermärkte auch deutlich langsames Wachstum als erwartet. Die Aussichten werden an der Stelle auch verfehlen für das Gesamtjahr. Also Gegenwind zu guter Letzt am 20. Oktober gibt es dann einen Analystentag, da wird es mehr Details geben, aber unterm Strich gesehen sind diese Zahlen alles andere als berauschend. Ansonsten nimmt der politische Gegenwind in Sachen AI immer mehr zu. Das Wall Street Journal schreibt, dass jetzt der Kongress plötzlich aufwacht, und die potenzialen Gefahren von künstlicher Intelligenz sehen und am Rande bemerkt, wenn die Demokraten die Mehrheit in beiden Häusern gewinnen sollte, dann wird der regulatorische Druck auf das Thema AI nochmals erheblich zunehmen. Sam Altman, der CEO von OpenAI, so berichtet Bloomberg, bietet jetzt an, die Dynamik der Weiterentwicklung bei AI erstmal einzubremsen, im Zusammenspiel mit anderen Labs, um erstmal Sicherheitsschranken einzuziehen, wie auch immer die aussehen sollen. Und ja, also das bleibt dahingestellt. Nvidia war gestern auf einer Analystenkonferenz. Und hat hier betont, 70 Prozent, also hat hier nochmal bestätigt, 70 Prozent Umsatzwachstum, das bleibt das Ziel. Es ist dann sogar über 100 Prozent möglich, wenn es nicht Angebotsengpässe geben würde. Das war Latino bei allen Investmentkonferenzen in dieser Woche. Alles, was mit Data, mit AI zu tun hat, haben alle sehr, sehr positiv gesprochen. So eben auch Nvidia. SpaceX war bei Goldman Sachs auf der Konferenz, hatte ich gestern schon in der Sendung. Und die sagen auch sehr zuversichtlich, wir werden schon im Dezember annualisiert wiederkehrende Umsätze von über 100 Milliarden Dollar sehen. Wir haben ansonsten noch Google, Broadcom und Blackstone mit im Fokus. Blackstone baut die Investitionen in TPUs aus, also auch eher positiv. Und Uber zog gestern an, nachdem der Vorstand betont hat, er hat 10 Millionen Dollar in Aktien erworben. Die Aktie war gestern entsprechend im Fluss. So jetzt, Blick auf die nächste Woche, bevor ich Schluss mache. So, US-Notenbank am Mittwoch, das werde ich für euch natürlich begleiten. Zinsanhebung. Bank of Japan am Donnerstag in der Nacht. Boom, Zinsanhebung. EZB hat es diese Woche schon erledigt. Wir haben ansonsten Montag, das Treffen der Außenminister im Oman. Ganz wichtig für die Ölpreise. Mittwochabend, nächste Woche dann Quartalszahlen von Luxushausbaukonzern Lenar. Ansonsten haben wir nächste Woche keine spannenden Ergebnisse. Und wir haben nächste Woche eine sehr wichtige globale Investorenkonferenz, die Global Financials Konferenz bei Barclays. Da werden die CEOs der großen Finanzhäuser alle vertreten sein. Und man wird gut hinhören, was die zu sagen haben über den Gesundheitszustand der Verbraucher. Also in dem Sinne euch ein super Wochenende. Es ist Freitag, keine Closing Bell heute. Wir sehen uns, bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.