Heute ist Donnerstag, der 24. September. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Gegenwind an der Wall Street. Es gab bei der UN-Vollversammlung zwischen dem Iran und den USA anscheinend keinen Durchbruch. Dementsprechend ziehen die Ölpreise wieder an. Die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen notieren allerdings unter den Hochs vom Vortag. Im Tech-Sektor sehen wir Abgabedruck bei Oracle. Hier hat man im Zusammenhang mit einem großen KI-Data-Center-Projekt-Force Majur angemeldet. Bei Meta sehen wir allerdings Kursstärke, vor dem Opening noch leicht Gegenwind. Die Meta Connect mit der Rede von Mark Zuckerberg und dem Muse Personal AI Agent bleibt optimistisch. Wir sehen weiter steigende Kursziele an der Wall Street. So Guys, herzlich willkommen aus dem Schloss Löwenstein, unweit von Frankfurt und gerade rechtzeitig angekommen, um die Opening Bell zu machen mit Breaking News. Jetzt wenige Minuten nach drei Uhr unserer Zeit wird bekannt, dass Oracle in einem großen Data Center Projekt, im Projekt Jupiter, Force Majeure angemeldet hat. Eine Force Majeure-Mitteilung an Blue Owl Capital. Das Projekt, das sehr große Data Center Projekt in New Mexico stößt auf lokale Opposition und behördliche Rückschläge. Das meldet Bloomberg. Die Aktie ist etwa 5% auf der Verliererseite vor dem Opening der Wall Street. Und dieses sogenannte Projekt Jupiter, ein riesiges KI-Rechenzentrumsprojekt mit rund 18 Milliarden Dollar an Krediten, die mit dem Projekt verbunden sind, standen zuletzt bereits unter Druck. Der eine oder andere wird sich vielleicht noch erinnern können. Wir hatten Berichte vor einigen Tagen, dass die Banken Schwierigkeiten hatten. Kredite im Zusammenhang mit diesem Projekt quasi loszuschlagen, also an Investoren weiter zu verkaufen. Bevor jetzt Panik ausbricht, wir haben noch sehr wenige Details. Und zu guter Letzt. Bedeutet eine force majeure Mitteilung nicht automatisch, dass Oracle das Projekt absagt? Sie ist zunächst einmal ein formaljuristischer Schutzmechanismus. Also sinngemäß sagt Oracle, es sind Umstände eingetreten, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Wir wollen sicherstellen, dass wir für daraus resultierende Verzögerungen bei der Fertigstellung des Datacenters und in dem Zusammenhang, zusätzlich entstehende Mehrkosten nicht vollständig haftbar gemacht werden können. Insofern ist die Nachrichtenlage heute sehr angespannt. Wir haben nicht nur Abgabedruck jetzt bei den Aktien von Oracle. Wir sehen nach der Rede von Mark Zuckerberg bei der Meta Connect Gewinnmitnahmen bei Meta, obwohl die Analystenkommentare insgesamt eigentlich ganz gut aussehen. Dass wir etwas sehr Außergewöhnliches sehen an der Wall Street. Wir haben eine sehr schlechte Marktbreite. Und mit sehr vielen Aktien bereits unter der 200-Tage-Linie. Ich will das ganz kurz hier nochmal die genauen Zahlen raussuchen. Der S&P 500 ist ja noch gar nicht so weit gesunken. Wir sind jetzt Pi mal Daumen so etwa 2%, vielleicht so 2,5 bis 3% unter den alten Rekorden. Aber schon am Dienstag notierten 52% aller Aktien im S&P unter der 200-Tage-Linie. Und eine solche Kombination, ich rede jetzt vom Dienstag, in der Zwischenzeit hat sich der Abwärtsdruck verschärft. Aber per Dienstag bereits über 50% aller Aktien unter der 200-Tage-Linie, die den langfristigen Trend signalisiert. Und gleichzeitig ein S&P, der unweit der alten Rekorde notiert, einen solchen Gap, eine solche Lücke mit diesem Ausmaß ist eine echte Seltenheit. Und BTIG betont, dass wir das zuletzt am 27. März 2000 gesehen haben, also zum Zenit der Dotcom-Bubble. Auch hier finde ich die Vergleiche immer ein bisschen schwierig, weil das natürlich jetzt nicht automatisch heißt, dass diese Phase sich jetzt wiederholen wird. Aber es bringt vor allen Dingen zum Ausdruck, dass dieser auf der Index-Ebene der Markt bisher eben tatsächlich, wie ihr alle wisst, durch sehr wenige Tech-Aktien hochgehalten wurden. Allen voran natürlich Meta. Micron auch in den letzten Tagen war überwiegend freundlich, bis auf die Kursverluste, die wir gestern gesehen haben und den Gegenwind, den wir jetzt an der Wall Street insgesamt sehen. Also, wir haben Gewinnmitnahmen im Tech-Sektor und schlechte Nachrichten bei Oracle. Wir haben parallel dazu die UN-Vollversammlung, die heute dem Ende entgegen geht. Heute Nachmittag um 2.20 Uhr unserer Zeit hier wird Netanjahu noch eine Rede halten. Aber letztendlich ist das Problem nicht das, was gesagt wurde bisher, sondern das, was eben nicht gesagt wurde. Wir haben bisher keinerlei Zeichen einer Annäherung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Und gerade weil es gestern ja noch die Hoffnung geschürt wurde von Donald Trump, sehr konstruktive, produktive Gespräche, da sind natürlich immer wieder immense Widersprüche in sich. Allein die Tatsache, dass Donald Trump einerseits in Aussicht stellt, man könne sich einigen und dann im nächsten Satz zu betonen oder wir werden den Iran militärisch zur Hölle jagen. Das sind natürlich alles üblich in der Mani von Donald Trump, teils sehr widersprüchliche Nachrichten. Und so gibt Brand die Kursverluste, die wir zeitweise gesehen haben, wieder ab und wir notieren heute Morgen bei Brand wieder über der Marke von 106 Dollar. Ziemliche Kehrtwende wieder, wir waren bei unter 100, jetzt schon wieder bei 106 Dollar, weil wir eben keinerlei Zeichen sehen, dass tatsächlich eine Annäherung stattfindet. Parallel dazu haben wir heute wieder einige US-Notenbanker, die sich zu Wort melden werden. Notenbanker Barkin, Hammack, Paulson und der Chef der Notenbank von New York, Williams. Wenn die Kommentare ähnlich ausfallen wie von Notenbank-Gewirneur Michael Barr. Dann werden die Erwartungen weiter steigen, dass wir Zinsanhebungen sehen. Und das sehen wir im Übrigen auch schon, wenn man sich das FedWatch-Tool mal anschaut. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung bei der Oktobertage am 28. Oktober liegt jetzt schon bei über 70 Prozent mit der Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinsanhebung in der Dezember-Tagung. Da liegen die Wahrscheinlichkeiten bei etwas über 50 Prozent und mittlerweile für das Jahr 2027. Ebenfalls Wahrscheinlichkeiten, dass wir nochmals zwei Zinsanhebungen sehen werden. Also wie ungewöhnlich, dass wir einerseits also sinkende Aktienkurse haben und andererseits der sogenannte Hafen der Sicherheit funktioniert nicht. Die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen ziehen trotzdem an. Auch heute Morgen sind wir im zehnjährigen Bereich weiter im Auftrieb und damit, ist die Luft auf der Aktienseite ausgesprochen dünn. Zumindest mal bei Donald Trump und insbesondere bei Finanzminister Scott Bassent dürften die Alarmglocken mittlerweile ziemlich läuten. Denn man muss sich bei Anleihen auch mal den sogenannten Move-Index anschauen, der... Im Prinzip das Gleiche ist wie der Wix für den Aktienmarkt. Der Move misst die Volatilität auf der Anleiheseite. Und die Tatsache, dass dieser Index nun auch ziemlich dynamisch nach oben zieht. Einhergehend mit Credit Spreads, die anfangen auseinanderzulaufen, signalisieren ein wachsendes Niveau an Stress und Nervosität. Und das wirkt sich natürlich auch auf der Aktienseite belastend aus. Kommen wir nochmal ganz kurz mit dem Bogen zurück zu Öl. Es sind hier nicht alle Nachrichten negativ. Denn wenn man sich die Schlagzeilen aus Saudi-Arabien anhört, dann scheinen hier zumindest mehr Energie geliefert zu werden, als der Markt befürchtet. Bloomberg berichtet, dass Saudi-Arabien in der Lage war. 100 Milliarden Barrel Öl nach Asien zu verkaufen, und man plant im Oktober und im November Öl auch durch die Straße von Hormuz zu liefern. Wir haben auch ein Interview von dem CEO von Saudi Aramco, der gegenüber der japanischen Nachrichtenagentur Nikkei betont, man müsse aufpassen, wenn man über die Infrastruktur von Saudi Aramco spricht. Man könnte meinen, dass die Ost-West-Pipeline aus zwei Rohren besteht. Und das ist nicht der Fall. Man betont, dass letztendlich die Betriebsaufnahme im Fall von Schäden bei Infrastruktur oftmals binnen weniger Tage wiederhergestellt werden kann. Gestern wurde bereits gemeldet, dass die Ost-West-Pipeline in Teilen wieder geöffnet ist. Nicht im vollen Umfang, aber der Testbetrieb ist hier wohl wieder aufgenommen. Auch aus Katar haben wir Nachrichten in Sachen LNG, also Erdgas. Die Auslieferungen durch die Straße von Hormuz haben jetzt das höchste Niveau erreicht seit über zwei Monaten. Also ja, Öl zieht heute an. Man merkt Enttäuschungen nach der UN-Vollversammlung, dass hier keine Annäherung anscheinend stattgefunden hat. Aber die Nachrichtenlage insgesamt, was die Energieversorgung betrifft, ist beim genauen Hinsehen nicht so düster, wie es die Energiepreise letztendlich reflektieren. Ja, ansonsten, und da merkt man, dass die Midterms näher rücken, die Zwischenwahlen. Wir haben heute erneut Berichte, dass die Wahrscheinlichkeit einer blauen Welle, also die Demokraten nehmen die Mehrheit und im Senat, immer weiter an Dynamik gewinnt. Wenn man sich die Wettmärkte anschaut, dann ist die Wahrscheinlichkeit wahr. Dass die Demokraten nicht nur die Mehrheit im Repräsentantenhaus nehmen, sondern auch im Senat einnehmen, deutlich gestiegen. Man spricht jetzt hier von Wahrscheinlichkeiten von etwa 65 Prozent, dass der Senat kippt zugunsten der Demokraten. Da gehen die Umfragen allerdings sehr weit auseinander. Letztendlich müssten die Demokraten in der Lage sein, vier Sitze im Senat zu deren Gunsten zu drehen. Ob das dann tatsächlich so leicht geschehen wird, bleibt dahingestellt. Aber die wachsende Wahrscheinlichkeit einer blauen Welle, so verrückt es klingen mag, ist auch ein Punkt, der den Aktienmarkt vor den Zwischenwahlen nervös macht. Denn wenn wir eine blaue Welle sehen, schaut euch die Bank of America Fondsmanager Umfrage an vom August, dann müsste das den Aktienmarkt belasten. Das glaubt jedenfalls die Mehrheit der befragten Fondsmanager, weil unter anderem das Thema AI Regulierung und Steuern wesentlich stärker in den Vordergrund rücken wird. So, jetzt haben wir das Thema Öl, wir haben das Thema UN-Vollversammlung, wir haben Oracle und jetzt kommt die nächste Komponente, China und die Vereinigten Staaten. Der Staatsbesuch von Xi läuft heute um 16 Uhr eurer Zeit, wird aufgenommen. Chi im Weißen Haus eintreffen. Man muss allerdings sagen, dass die Erwartungshaltung hier ähnlich gedämpft ist, wie letztendlich gesehen die Erwartungshaltung, im Umfeld der UN-Vollversammlung in New York. Dort hat man bisher herzlich wenig bekommen, um nicht zu sagen, gar nichts. Und schaut man sich die Medienberichterstattung an, was den Staatsbesuch von Xi betrifft, dann ist das Feedback von CNN und von NBC, well, es wird tolle Reden geben und man wird sich teils in den Armen liegen und das wird so ein bisschen Schönheits-. Guck mal hier, wie schön und alles wunderbar, Aber es wird sehr wenig substanzielle Nachrichten geben mit keinen wirklich großen Fortschritten. Es hat gestern Abend die South China Morning Post, das wurde mittlerweile auch bestätigt, gestern Abend wurde also gemeldet, dass das in Südkorea vor einiger Zeit getroffene Abkommen, das sogenannte Busan Agreement, das ist im Prinzip so eine Art temporärer Handelsfrieden. Dieses Abkommen wurde jetzt noch mal verlängert, aber gerade mal um zwei Monate von dem 10. November jetzt auf den 10. Januar. Und wenn das wirklich das Einzige ist, was bei diesem Treffen rausspringt, dann dürfte die Wall Street hier auch ziemlich enttäuscht sein. Scott Bassett, der US-Finanzminister, hatte in einem Interview noch betont, dass China ein größeres, ein umfangreicheres Abkommen vorgeschlagen hat. Die Vereinigten Staaten wollen diese Gespräche dann mit China aber erst im Januar aufnehmen. In anderen Worten, ob das dann wirklich passieren wird, bleibt immer noch dahingestellt. So, jetzt kommen wir zur Meta-Connect-Konferenz gestern Abend und ich fange gleich mal mit den Analysten-Kommentaren an. Überwiegend positiv sind die Kursziele, steigen weiter, auch wenn die Aktie heute ein bisschen Gegenwind sieht. Die Bank of America ein Kursziel von 810 Dollar, JP Morgan ein Kursziel von 920 Dollar und Raymond James 860 Dollar. Und alle bleiben bei den Kaufempfehlungen. Die Bank of America betont, dass von Beginn an die Nachfrage für den Personal AI Assistant von, Meta, also von Muse, sehr stark war und dass dieses Momentum anzuhalten scheint. Wenn also Muse integriert wird in ein Gerät, das von Reality Labs entwickelt wurde, gestern wurde ja der sogenannte Muse Charm vorgestellt, so eine Art Anhänger, den man dann mitnimmt. Die Idee, du kommunizierst im Prinzip nicht über die App an sich, sondern dann über dieses Gerät. Man spricht also hier davon, dass das eine Art Killer-App dann werden könnte. Der Begriff ist ja aktuell eher ein bisschen schwierig, Killer-App, im Zusammenhang mit AI. Da geht es also nicht um das Menschenleben natürlich, sondern es geht um die Opportunitäten, die letztendlich hier eröffnet werden. Also, die Bank of America bleibt hier im Lager der Optimisten. Auch JP Morgan betont, dass Meta sich weiter in Richtung der Superintelligence weiterentwickelt mit Muse. Gleiches Fazit wie bei der Bank of America. Sehr starker Start. Und. Muse hat die Möglichkeit, nicht zuletzt natürlich wegen der großen Nutzerbasis von Meta, Milliarden von Menschen zu erreichen. Raymond James betont auch, wir sehen aktuell täglich Downloads von über 300.000 für Muse. Und die Dynamik ist also ausgesprochen stark und man könne sich verschiedene Szenarien vorstellen, die zu einem Volumen von über 50 Milliarden Dollar an auch Werbeopportunitäten erschlossen werden. Also wie gesagt, sehr viel Optimismus. Man muss gleichzeitig sagen, dass also gefühlt auch nach der Rallye, die wir gesehen haben oder insbesondere nach der Rallye, also es klingt, finde ich, für meinen Geschmack fast ein bisschen too much. Denn eigentlich hat sich Zuckerberg auf der Meta Connect überwiegend auf Wearables fokussiert. Und Wearables greifen zwar oder versuchen, ein Stück weit vielleicht Apple mit anzugreifen, aber das bewegt die Nadel in der Bilanz von Meta eigentlich herzlich wenig. Und Muse Charm, diese kleine Button, der noch vor Jahresende dann in den Verkauf sehen soll, da musste ich ein bisschen schmunzeln, ich weiß nicht, wer von euch die Präsentation von Zuckerberg gesehen hat, aber er sagte, ja, Muse und so und vor Jahresende, aber das müssen wir noch machen, das müssen wir, das ist auch noch nicht erledigt, das ist auch noch nicht erledigt, aber wir wollen vor Weihnachten kommen. Also, nichtsdestotrotz, Alles fein, aber wenn man sich jetzt mal anschaut, dass das Produkt durchaus schon Wettbewerb hat und. Man muss sich fragen, ob das dann wirklich so unique ist, wie es letztendlich nach außen dargestellt wird. Die New York Times hat das Produkt auch gefeiert, das will ich noch erwähnen. Ich habe mein Leben an Meta's AI-Agent weitergereicht und bin vom Stuhl gefallen, also blown away, um es bei dem englischen Text zu belassen. Also auch die Reviews von der New York Times zum Beispiel sind ausgesprochen bullish. So, ist es ungewöhnlich, dass man jetzt nach dem eigentlichen Event mal Gewinnmitnahmen sieht und dann nur minimale Gewinnmitnahmen bei einem insgesamt so schwachen Markt? Ich glaube, das ist ehrlich gesagt ziemlich normal und ihr seht nach wie vor, dass die Analystenkommentare überwiegend positiv sind. An der Börse wird nicht die Vergangenheit, nicht das Jetzt und Heute, an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Was im echten Leben passiert, ob die Wirtschaft gerade läuft oder eben nicht, das finden Börsianer meistens schneller heraus als diejenigen, die mit Börse nichts am Hut haben. Vollkommen richtig, es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. Nur könnte es eben auch ein Zug sein. Und genau deshalb bin ich Börsianer aus Leidenschaft. Ich lasse mich ungern überraschen und bin lieber bestens informiert. Seit fast drei Jahrzehnten begleitet mich das Handelsblatt an der Wall Street. Es ist kein Zufall, dass mein Podcast vom Handelsblatt gefeatured wird. Für diejenigen, die noch kein Handelsblatt-Abo haben und den vollen Zugriff auf alle Inhalte genießen möchten, habe ich heute unter handelsblatt.com-mehr-aktien ein Vorzugsangebot. Damit könnt ihr das digitale Handelsblatt vier Wochen lang für nur einen Euro testen. Als Abonnent bekommt ihr außerdem den wöchentlichen Geldanlage-Newsletter mit klaren Empfehlungen und Finanztipps. Den Link zum Probemonat findet ihr in den Shownotes. Werbung Ende. So, machen wir mal weiter. Lassen Meta hinter uns. Ich will trotzdem noch mal kurz in der Hightech-Ecke bleiben. BlackBerry hat Zahlen gemeldet. Der Umsatz besser als erwartet. Die EBITDA-Zahlen auch. Und die Aussichten für das Fiskaljahr 27 wurden angehoben. BlackBerry ist ein Schatten seiner selbst. Wenn man sich mal anschaut, wie groß das Unternehmen oder wie klein das Unternehmen mittlerweile ist. Umsatz gerade mal 160 Millionen Dollar. Aber besser als erwartet, nichtsdestotrotz. Bei Cisco gibt es ein ganz interessantes Interview in der Financial Times von dem Präsidenten, von G2 Patel. Und der hat in dem Interview nochmals betont, dass der Impact, der Einfluss von AI-Agents auf Infrastruktur immens ist. Er selbst geht davon aus, das fand ich einer der interessantesten Aussagen in dem Interview, dass... Bis Ende kommenden Jahres 70% aller Softwareprodukte, aller Cisco-Softwareprodukte zu 100%, von AI geschrieben werden. Zu 100%. Und dass es in zwei Jahren dann hoffentlich keinen Softwarecode gibt, der überhaupt noch von Menschenhand gecodet wird. Also die Dynamik ist hier wirklich ausgesprochen ausgeprägt. Ich will hier auch nochmal OpenAI ansprechen. Auch hier berichtet die Financial Times, dass ein AI-Agent von OpenAI in eine Gesundheitsregierungsplattform-Website im Juni sich reingehackt hat. Also man liest immer wieder, dass Hacker-Angriffe durchgeführt werden von AI-Agenten in dem Fall. Also geht es um Australien und eine Gesundheits-Webseite der Regierung. So, wir haben ja dieses Wettrennen. Wir hatten jetzt das beste Large-Language-Model und dieses Wettrennen geht weiter. Wir haben heute die Meldung bei The Information, dass jetzt Gemini 4, die hatten ja graue Zeit Sand im Getriebe, dass Gemini 4 aber in Kürze vorgestellt werden soll. Das heißt, Google könnte hier wieder ein bisschen aufholen. Und abseits der... Ganzen Meldungen vom AI-Sektor, das will ich kurz noch loswerden, zu Softbank. Das lässt auch tief blicken. Softbank hat jetzt 11 Milliarden Dollar, aufgetrieben durch Schrottanleihen, also durch Unternehmensanleihen mit einer schlechten Bonität, mit einer Verzinsung von 9,75 Prozent, die Softbank hier zahlen muss. Man muss Kapital auftreiben bei Softbank, um den AI-Ausbau voranzutreiben und diese Komponente sollte man nicht unterschätzen. Open AI ist Börsengang jetzt erst 2027, bei Anthropic der Börsengang auch verschoben einige Wochen, noch heißt es November. Wir haben immer noch die Spekulation, wann nun tatsächlich SB Energy an die Börse gehen wird, ob das tatsächlich bald stattfindet oder ob das nochmal verschoben wird. Also hier haben die Wolken definitiv auch ein bisschen zugenommen. So, jetzt bin ich morgen den ganzen Tag auf der Bühne und deshalb werde ich heute schon mal einen Blick auf die kommende Woche werfen. Wir haben nächste Woche einige große Highlights und im AI-Sektor wird ein Thema besonders wichtig sein. Wir haben die OpenAI-Entwicklerkonferenz am Dienstag. Sam Altman, der CEO, wird dann dort auch eine Rede halten und am Mittwochabend wird Micron Ergebnisse melden. Das wird im Tech-Sektor wichtig sein. Und im Makro-Bereich auch einige Daten, die wir erstmal schlucken müssen. Nicht vergessen, dass gestern die Flash PMIs für den September, also der Einkaufsmanagerindex für den September, hauptsächlich dafür verantwortlich war, dass die Renditen der Staatsanleihen nach oben geschossen sind. Sehr heiße Daten, Geschäftsaktivitäten so stark wie seit 2015 nicht mehr, exklusive der Covid-Ära und parallel deutlich zunehmender Inflationsdruck. Und nächste Woche Mittwoch wird der August-PCE gemeldet, einer der wichtigsten Inflationsindikatoren für die US-Notenbank. Und auch die Arbeitsmarktdaten für den September werden dann am Freitag gemeldet. Die Markodaten werden also weiter mit im Fokus stehen. Und, wir haben die Ergebnisse von Nike am Donnerstagabend nach dem Closing der Wall Street, die sicherlich auch mit im Fokus stehen werden, ist natürlich jetzt kein Wert, der die Wall Street groß mit beeinflussen wird, aber nachdem die Unterhaltung... Sportartikelwerte so unter die Räder geraten sind, wird man trotzdem mit darauf achten. Ich möchte ganz kurz nochmal McDonalds ansprechen, apropos Konsumgüterwerte. Wir hatten gestern den Analystentag von McDonalds und die Aktie hat es ziemlich getroffen gestern mit einem Kursrückgang von etwa 5 bis 6 Prozent. Und zwar liegt das daran, dass McDonalds für das dritte Quartal die Umsätze der seit mindestens einem Jahr geöffneten Fast-Food-Restaurants leicht gesenkt hat. Man warnt also, dass man die Konsensschätzungen leicht verfehlen wird. Und heute haben wir erneut sinkende Kursziele an der Wall Street. BMO Capital senkt das Kursziel für McDonald's auf 310 Dollar, bleibt aber bei Übergewichten. Aktie lief ziemlich schlecht seit einigen Wochen. Der Analyst also hat hier nicht rechtzeitig die Reißleine gezogen. Und gleichzeitig hat man sich geäußert zu den Ertragsschätzungen für das Jahr 2027 und ist hier auch und betont vor allen Dingen, dass nach dem Analystentag die Visibilität nicht wirklich besser geworden ist, spricht nicht wirklich dafür, dass das Management gestern hier einen guten Job gemacht hat. Bei BTIG wird das Kursziel auch gesenkt auf 295 Dollar. Gleiche Story. Man bleibt bei der Kaufempfehlung und sagt, man hat sich auf dem Investorentag darauf fokussiert. Menü-Innovation und langfristige Umsatzopportunitäten. Aber die Aktie 5-6% schwächer, das lässt tief blicken gestern. Und Evercore ISI senkt das Kursziel auch auf 300 Dollar und man senkt die Ertragsschätzungen für McDonalds für die Jahre 2027 bis 2030, um jeweils 3%. Also Gegenwind hier letztendlich auch. So, jetzt springe ich mal ein bisschen. Nike haben wir schon angesprochen. On Holding will ich auch kurz nochmal ansprechen. Wir haben, wenn auch ein bisschen spät mittlerweile, denn die Analystenkonferenz ist ja schon ein paar Tage her. Wir haben Barclays, die das Kursziel auf 44 Dollar anheben, bleiben bei Übergewichten und BMO Capital, hebt das Ziel auf 33 Dollar und bleibt aber nur bei Halten. Und man betont, auf dem Investorentag wurde ein sehr ambitioniertes Ziel für das Fiskaljahr 2029 angepeilt. Das klingt also so, wenn man sich den Analystenreport durchliest, ob das dann tatsächlich auch erreichbar ist und man betont, dass man zunächst einmal deshalb auch die neutrale Einstufung erstmal abwarten wird, wie sich hier in den USA die Entwicklung des Geschäfts weiterhin spiegelt. So, also das war's. Ich wünsche euch an dieser Stelle jetzt einen guten Handelstag. Morgen, wie gesagt, ganzen Tag Moderation auf der Bühne. Am Montag gehen wir dann wieder über zu den ganz normalen Berichten montags, und die ganze Woche Opening Bell und dann auch Closing Bell wieder. Wie gesagt, ab 1. Dezember haben wir das neue Office in München und dann auch dementsprechende Rückendeckung. Dann wird keine weitere Sendung mehr ausfallen. So, jetzt wünsche ich euch einen guten Tag und bis bald. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.