Heute ist Donnerstag, der 1. Oktober. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Die Renditen im zehnjährigen Bereich knacken die Marke von 5,3%. Die Ölpreise auch leichter Auftrieb und trotzdem eröffnet die Wall Street zumindest auf der Gewinnerseite. Aber der Handelstag startet etwas merkwürdig, denn Micron kann trotz der starken Zahlen und starken Aussichten Nicht profitieren, die Aktie sinkt. Was den S&P und den Nasdaq anfacht, sind mal wieder die Megatech-Aktien. Wir haben Microsoft, Amazon und Meta auf der Gewinnerseite. Google profitiert von der Vorstellung von Gemini 4 Argon. Aber die dünne Marktbreite, das große Gap zwischen dem S&P 500 und dem Equal Weight Index, also dem S&P gleichgewichtet, bereitet vielen immer noch Kopfschmerzen. Unter der Oberfläche bleiben die Risiken an der Wall Street hoch. So, einen schönen guten Morgen mit einem, Dow und Nasdaq auf der Gewinnerseite, obwohl die Renditen der US-Staatsanleihen, im 10-jährigen Bereich 5,3% erreicht haben und obwohl, die Öl- und Dieselpreise weiter anziehen. Erstaunlicherweise auch bei Micron nach den sehr guten Zahlen und angehobenen Aussichten und, der klaren Aussage, dass für die Jahre 27 und 28 Angebot und Nachfrage noch enger ausfallen werden als im Jahr 2026. Trotzdem kann die Aktie nicht profitieren und ist vorbörslich an der Wall Street sogar leicht auf der Verliererseite. JP Morgan feiert die Zahlen, spricht von einem entschlossenen Beat und Race, also Schätzungen entschlossen, geschlagen, Aussichten stark angehoben und das Kursziel bei JP Morgan bleibt 1540 Dollar, also sehr weit über dem aktuellen Niveau. Was macht die Aktie? Gar nichts. Sinkt um 1,4%. Die Kursgewinne entstehen heute woanders bei den Megatec-Werten. Wir haben... Wir haben Amazon, wir haben Meta, wir haben Google und Microsoft mit auf der Gewinnerseite, unter anderem aufgrund positiver Analystenkommentare. Goldman Sachs hat Amazon auf die US-Conviction-Liste gesetzt, also eine der Werte, von denen man sehr überzeugt ist, das Kursziel 375 Dollar. Und man betont, dass das Unternehmen sehr gut positioniert sei, um Umsatzwachstum und operative Margen über Jahre hinweg auszuweiten. Amazon also profitiert. Wir haben Hewlett-Packard Enterprise bei Barclays auf den Empfehlungslisten und bei der Citigroup. Beide heben die Aussichten an. Wir hatten hier ja diese Woche den Analystentag. Die Barclays sieht die Aktie bei 83 und die City bei 92 Dollar. Bei Microsoft schraubt Wells Fargo die Ziele deutlich hoch. Die Aktie wird weiterhin mit Übergewichten empfohlen. Das Kursziel liegt jetzt bei 725 Dollar. Klar, man empfiehlt die Aktie als taktische Empfehlung für das vierte Quartal. Man geht davon aus, dass das Momentum unter den Mega-Cap-Tech-Aktien wieder zugunsten von Microsoft kippen wird. Das ist erstmal nur ein kleiner Auszug der vielen bullischen Analysten-Kommentare heute zum Tech-Sektor. Denn ansonsten ist die Nachrichtenlage bisher überwiegend ruhig. Heute Morgen hat sich auch Citadel Securities zu Wort gemeldet. Citadel Securities, Scott Rubner, der an der Wall Street einen ausgesprochen guten Ruf genießt und der in den letzten Wochen und Monaten mit seinen Empfehlungen oft auch sehr gut gelegen hat. Und Scott Rubner äußert sich heute Morgen zu den Aussichten des Aktienmarktes. Er betont, dass der Rücklauf im September, auf den Citadel gehofft hatte. Stattgefunden hat. Und wir reden jetzt nicht von der Index-Ebene, dazu komme ich gleich nochmal. Positionierungen an der Wall Street und Hebeleinsätze wurden zurückgefahren. Die Aktivitäten der Privatanleger sind im September auch abgekühlt. Das hatte Scott Brapner auch Ende August schon vorhergesagt. Und das Bewertungsniveau ist insgesamt auch zurückgelaufen und damit hat sich die Ausgangslage für die Wall Street für das vierte Quartal gebessert. Man geht jetzt bei Citadel davon aus, dass sich der Fokus auf die bald anbrechende Ertragssaison fokussieren wird, also verschieben wird. Die Berichtssaison fängt im Prinzip so Mitte Oktober an. Gleichzeitig öffnet sich dann ab Mitte Oktober auch wieder das Fenster für Aktienrückkäufe, das aktuell noch ziemlich dünn ist und zumindest mal die ersten ein, zwei Oktoberwochen noch dünn bleiben wird. Und Privatanleger werden für gewöhnlich im Oktober auch wieder ein bisschen aktiver. Man betont aber trotzdem, dass die Lage unter der Oberfläche des Marktes sehr angespannt bleibt und man geht nicht davon aus, dass wir jetzt im Oktober eine geradlinige Erholung an der Wall Street sehen werden. Der Oktober könnte durchaus noch mehr Volatilität und bessere Einstiegsgelegenheiten bringen. Ich finde, einen Satz trifft es vor allen Dingen besonders gut. Scott Rubner betont also, dass der Aktienmarkt zunehmend nicht mehr die Wirtschaft reflektiert. Also der Aktienmarkt ist nicht die Wirtschaft und der S&P 500 sei immer weniger das, was die durchschnittliche Aktie reflektiert. Und das bringen diese beiden Charts hier nochmal sehr schön zum Ausdruck. Wir haben in den letzten Tagen sehr oft darüber berichtet. Es ist das Dauerthema bei uns an der Wall Street. Hier sehen wir also einmal den S&P 500 in schwarz und daneben der Prozentsatz der Aktien über der 50-Tageslinie. Das sind jetzt nur noch 25 Prozent. als wir März, April die letzte größere Korrektur hatten, ist der S&P 500 Hand in Hand mit den Aktien über der 50-Tageslinie gesunken. Da gab es also nicht so ein gewaltiges Gap, wie wir es aktuell sehen. Das Gleiche auch nochmal verglichen mit dem S&P Equal Weight Index. März, April Hand in Hand korrigiert, aber eben nicht im aktuellen Umfeld der S&P im Vergleich zum Equal Weight Index steht. Deutlich besser da. Wie gesagt, wie kommt es? Und jetzt muss man die Grafik hier mal etwas genauer anschauen. Hier ist mal die Statistik, die diese Divergenzen zwischen dem S&P und dem Equal Weight und der schlechten Markbreite ganz gut erklärt. Microsoft, Nvidia, Apple und Meta. Diese vier Aktien haben im dritten Quartal dem S&P 500 einen Anstieg von 300 Punkten, zugetragen. Also 300 Punkte Anstieg des S&P im dritten Quartal nur durch diese 4 Mega-Cap-Aktien. Der Rest hat den S&P 150 Punkte gekostet. Also 500 Aktien, 496 Aktien im S&P 500 haben den S&P 150 Punkte gekostet. Und nur vier Aktien konnten das mehr als wettmachen. Also von jedem Dollar, der in den S&P investiert wird, 41 Cent fließen in die 10 größten Unternehmen, 35 Cent allein in die Magnificent Seven, 19 Cent fließen in Halbleiterwerte, allein Nvidia erhält davon rund 8 Cent. Ja, das ist bei Nvidia mehr als die 256 kleinsten Unternehmen im S&P 500. Also das bringt nochmal sehr schön zum Ausdruck, dass der S&P eben nicht mehr das reflektiert, was die durchschnittliche Aktie reflektiert, ist die Dauerdebatte bei uns. Denn solange wir keine Beruhigung sehen bei den Renditen der Anleihen und beim Öl und den Dieselpreisen, bleibt das Risiko eben doch sehr groß. Dass dieses Gap durchaus auch nach unten aufgelöst werden kann. So, was die Wirtschaft betrifft und auch leider was die Inflation betrifft, haben wir weiterhin Signale, dass beides recht heiß ausfällt. Wir haben aus Asien die PMI-Daten bekommen, also Einkaufsmanagerindex unter anderem aus Asien, die insgesamt sehr robust waren und vor allem die Daten aus Südkorea waren ausgesprochen stark. Man muss natürlich wissen, Südkorea ist Exportweltmeister, abgesehen davon sehr, sehr stark positioniert auch im Tech-Sektor. Südkoreas Exporte sind um 83% gestiegen im Vorjahresvergleich. Die Erwartungen lagen bei 62 Prozent, das war schon hoch. Aber die Exporte in Südkorea explodieren. Die Importe lagen mit 26 Prozent auch über den Erwartungen von 21 Prozent. Wir haben also auch aus Asien Signale, dass im September die Wirtschaft dort an Dynamik gewonnen hat. Gleichzeitig die Zahlen von Micron und die Aussage, dass wir A, weiterhin sehr starkes Wachstum sehen, also gut für die Wirtschaft, aber andererseits die Engpässe in den nächsten zwei Jahren noch weiter zunehmen werden und das bedeutet dann wiederum Inflationsdruck. Und wir werden heute um 16 Uhr eurer Zeit den ISM Einkaufsmanagerindex der Industrie bekommen für den September, der heute besonders wichtig sein wird. Die meisten Wirtschaftsdaten aus der Industrie waren in den letzten Tagen extrem fest mit Zeichen von Inflation. Und man geht davon aus, dass jetzt im September der ISM bei 55 liegt, im August 54,6. Über 50 bedeutet zunehmendes Wachstum. Und hier ist jetzt die Frage, wird das eventuell deutlich mehr sein? Denn gestern die Industriedaten aus der Region von Chicago waren extrem fest. Die PMI-Daten der Industrie, die ja schon vorliegen, waren auch extrem fest, mit Zeichen von Preisdruck. Nächste Woche werden dann die Dienstleistungsindikatoren gemeldet, der ISM für Dienstleister. Also diese Kombination aus, wow, die Wirtschaft gewinnt trotz Energiepreise an Dynamik, sagen ja auch die ganzen Reiseunternehmen, Kreuzfahrtgesellschaften, Fluggesellschaften. Also wir geben einfach die höheren Preise weiter, aber die Leute buchen trotzdem, als würde es keinen Morgen geben. Die verdienen sich also trotzdem dumm und dusselig, die Airlines und die Kreuzfahrtgesellschaften. Hohes Wachstum bei gleichzeitig erhöhter Inflation. Das hören wir letztendlich gesehen auch aus den Reihen der Notenbank. Heute um 16 Uhr, also zur gleichen Zeit wie der ISM der Industrie, wird Notenbanker Waller eine Rede halten. Das dürfte von all den Notenbankern neben Williams in dieser Woche eine der wichtigeren Reden sein. Tja, ansonsten hatten wir heute Morgen schon die Zahlen von Accenture. Sehr starker Kursanstieg der Aktie, 17 Prozent hoch. Heute Abend kommt Nike, dazu komme ich gleich nochmal. Und wir haben nicht nur Waller heute in den Schlagzeilen, sondern ein ganzes Geschwader an US-Notenbanker. So, auch in Europa ziehen die Renditen der Staatsanleihen weiter an. Frankreich veröffentlicht ja heute das Haushaltsbudget und Frankreich will ein bisschen stärker auf die Bremse treten. Beim Haushaltsbudget bin ich sehr gespannt, wie die Anleihenmärkte hier reagieren werden. Morgen werden in den Euro-Ländern die Verbraucherpreise gemeldet. Wir haben auch hier Zeichen, dass die Inflation die Erwartungen schlagen wird. Wir haben ja schon die Daten unter anderem aus den Bundesländern in Deutschland gesehen, die recht heiße ausgefallen sind. Das Gleiche in Spanien. Und sehr wahrscheinlich, dass auch die Verbraucherpreise für die Euro-Länder heiß ausfallen werden. Morgen früh wird dann auch der US-Arbeitsmarktbericht gemeldet, der genauso wichtig sein wird. Die Wall Street glaubt, dass wir im Vergleich zum August weniger Jobwachstum sehen. 90.000 neue Jobs werden erwartet nach 160.000 im August. Aber die August-Schätzungen wurden erheblich geschlagen. Also wie sieht das aus jetzt im September? Ist der Arbeitsmarkt ähnlich stark, wie die Industriedaten signalisieren? Und nochmal, aktuell wünscht sich die Wall Street eigentlich eher abkühlende Daten, weil die Renditen immer weiter nach oben getrieben werden und weil diese steigenden Renditen und Öl- und Energiepreise eben auch maßgeblich dazu beigetragen haben, dass wir einen so starken Gap sehen, eine so große Lücke zwischen dem S&P 500 und dem Equal Weight Index. Denn sehr viele Unternehmen werden dadurch eben durchaus auch getroffen. Schaut euch mal die Finanzwerte an, die Bankaktien, Private Equity, alle in den letzten Tagen ziemlich stark unter Druck geraten. Morgen werden dann auch die Absatzzahlen von Tesla gemeldet. 463.000 Auslieferungen werden erwartet für das dritte Quartal. Und Reuters berichtet heute, dass die Registrierung von Neufahrzeugen in Europa für Tesla im September wohl Rückenwind hatte. Mal schauen, wie die Daten ausfallen werden. So, wir haben ganz kurz nochmal das Thema Notenbank. Waller, wie gesagt, im Fokus. Kashkari, auch ein US-Notenbanker, hat betont, dass die Inflation immer noch zu hoch sei. Die kühleren August-PCE-Daten ändern nichts daran, dass... Zu guter Letzt die Inflation auf erhöhten Niveaus bleibt. Wir haben ansonsten das Thema Energie in den Schlagzeilen. China, laut Reuters und Bloomberg, hat nun in der Tat weitere Exporte von weiterverarbeiteter Energie, also unter anderem für Diesel, weiter storniert und eingefahren, um die heimische Industrie am Laufen zu halten. Wir dürfen eins im Übrigen nicht vergessen. Wir haben in weiten Teilen der westlichen Welt natürlich den Winter vor den Toren. Da wird dann noch mehr Energiebedarf entstehen. Und es ist natürlich nur eine Frage der Zeit, bis zu guter Letzt Unternehmen anfangen, schon allein aus Panikgründen die Lager zu überfüllen. Hauptsache man hat das Zeug, bevor eventuell weitere Engpässe auftreten, das kann auch nochmal die Preise hier weiter mit nach oben treiben. Die US-Notenbank von Dallas, wir haben ja wie gesagt zwölf regionale Notenbanken, hat Energiemanager befragt, also die Branche, die Energiebranche befragt. Und hier wird betont, dass Diesel mindestens die nächsten vier Quartale. Nicht zu dem Normalpreisniveau zurückkehren wird. Die Dieselpreise werden also auf Sicht der nächsten zwölf Monate auf einem erhöhten Niveau bleiben. Und auch die Washington Post berichtet, dass obgleich durch die Straße von Hormuz dank des amerikanischen Militärs mehr Öl durchkommt, als man erwartet hatte, darüber haben wir die letzten Wochen ja auch schon oft gesprochen, geht letztendlich gesehen, wird sich das Problem mit den Engpässen bei weiterverarbeiteter Energie nicht lösen lassen. Die Situation wird hier immer ernster. Und Reuters berichtet heute, dass die Vereinigten Staaten Deutschland und Frankreich unter Druck setzen. Man soll die strategischen Dieselreserven freisetzen, also freigeben. Oder die Vereinigten Staaten werden ein Exportverbot von Diesel ebenfalls verhängen. Also erst brockt uns Washington diese unfassbare Suppe ein. Ein kurzer Ausflug sollte der Iran-Krieg sein und mittlerweile, steuern wir hier auf ein Energiedesaster zu, das uns Washington eingebrockt hat und Europa sitzt hier mal wieder am kürzeren Hebel. So, ansonsten haben wir das Thema AI heute im Fokus, damit komme ich mal so langsam zur Unternehmensseite rüber. Es gab ja gestern schon die Meldung, dass die Federal Trade Commission, die Wettbewerbsaufsicht in dem Sektor eine Untersuchung eingeleitet hat gegen Anthropic und OpenAI und andere Labs, die im Bereich der LLM-Modelle arbeiten, um mögliche Gefahren durch AI-Technologie für Kunden zu erforschen. Wir haben heute auch die Meldung bei Axios, dass die Senatoren Hawley und Murphy eine Legislatur vorgeschlagen haben, die AI-Unternehmen strafrechtlich und zivilrechtlich, in Verantwortung nehmen bei Hacker-Vorfällen verursacht durch LNM-Modelle. So und solange allerdings Donald Trump sagt, da wird gar nichts passieren. The Godfather sitzt alles an. Wir wollen das nicht regulieren. Bin ich mal gespannt, wie weit das letztendlich gesehen kommen wird. Ist schon interessant zu sehen, dass das Fazit dieses Spitzentreffens der AI-Manager im Weißen Haus dazu führt, dass man sagt, naja, die sollen sich halt gegenseitig überwachen, und die sollen schon untereinander, werden schon untereinander sehen, dass alles in Ordnung ist. Das muss man gleichzeitig sagen, wenn man dann Elon Musk dort sieht und parallel dazu Sam Altman. Ich meine, die beiden hassen sich, sollen sich aber jetzt gegenseitig überwachen. Also ich bin sehr stark davon überzeugt, dass sie natürlich alles das, was sie intern machen, untereinander jetzt fortan kommunizieren werden, um sicherzustellen, dass die Welt sicherer ist. Also man muss ja schon sagen, dass die Jungs sich untereinander auch nicht gerade grün sind. Zumindest sind sie extreme Wettbewerber und da bin ich sehr gespannt, ob das wirklich funktionieren wird. So, jetzt zu Micron. Zahlen waren super. Der Ertrag pro Aktie nur über 1000% Anstieg im Vorjahresvergleich. 33,40 Dollar, 31,80 wurden erwartet. Umsätze deutlich besser. Margen und das ist wichtig, die Bruttomarge. 87%, 86,3% wurden erwartet. Also die Bruttomargen bleiben extrem hoch, auch bei den Aussichten übrigens für das jetzt angebrochene Quartal werden die Margen immer noch bei über 86% liegen. Der verfügbare Cashflow war besser als erwartet und die Aussichten ebenfalls. Umsatz soll im laufenden Quartal jetzt schon bei 61,5 Milliarden Dollar liegen. Die Schätzung der Wall Street lag bei 56,7 Milliarden und der Ertrag pro Aktie soll bei 38,15 liegen und 36 wurden erwartet. Wir können uns jede Zahl da anschauen und da heiter drüber diskutieren. Die Tatsache ist einfach, dass das, wie JP Morgan richtig gesagt hat, entschlossen und überzeugend höher und besser als erwartet. Gestern Abend hat sich dann noch Synopsis zu Wort gemeldet und hat die Aussichten für 2027 nach oben revidiert, Ertrag und Umsatz wird die Erwartungen schlagen. Und abgesehen davon plant man über eine Milliarde Dollar in Aktien in den kommenden Monaten zurückzukaufen. Gleichzeitig noch ein neuer Multijahresdeal mit Amazon, ein 1 Mrd. Dollar plus Multijahresdeal und auch. Eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit OpenAI, also bei Synopsis läuft's und die Analystenkommentare sind dementsprechend auch heute Morgen überwiegend positiv. Die Bank of America hebt das Ziel auf 600 Dollar an, bleibt bei der Kaufempfehlung und sagt, dass die Wachstumsprognosen bis ins Jahr 2030 substanziell höher sind, als die Wall Street erwartet hatte. Man rechte mit einem jährlichen Wachstum von etwa 23 Prozent beim Ertrag pro Aktie. Die KeyBank schraubt die Kursziele auf 605 Dollar hoch und das ist nur ein kleiner Auszug von den vielen positiven Analysten-Kommentaren. Ja, der Star heute sind die Aktien von Accenture, eigentlich ein Unternehmen, das unter dem AI-Wettbewerb leidet, aber dementsprechend auch die große Kursreaktion, 17% Kursanstieg. Der Ertrag pro Aktie lag 9 Cent über den Schätzungen, 3,29 Dollar. Der Umsatz ist solide gestiegen, 7 Prozent. Die Wall Street hatte gerade mal auf konstanter Währungsbasis mit 3 Prozent gerechnet. Und vor allen Dingen alle drei Regionen, alle drei wichtigen Regionen mit Wachstum. Die Aussichten für das Fiskaljahr 27 wurden auch angehoben. Also da läuft, wir haben McCormick im Gewürzbereich bessere Zahlen als erwartet. Auch der Umsatz besser als erwartet. Und hier sehen wir eben, dass durchaus nicht nur die Energiepreise Inflationen anfachen. McCormick sieht also, dass die Verkaufsvolumen insgesamt zwar um 0,3 Prozent gesunken sind, aber die Preise sind um 2,2 Prozent gestiegen. Das wurde also mehr als wettgemacht durch Preisanhebung. Gleiche Story bei Kreuzfahrtgesellschaften, gleiche Story bei Fluggesellschaften. Also in anderen Worten, da läuft es letztendlich und es wird eben Inflation verursacht, die auch akzeptiert wird bisher, muss man sagen. Nominal gesehen wächst die Wirtschaft dementsprechend also ausgesprochen stark. So, jetzt kommen wir nochmal zu Google. Auch hier gab es nachbörslich gute Nachrichten. Google hat also endlich Gemini 4, Gemini 4 Argon vorgestellt. Es hieß zunächst, das wird vor Jahresende kommen, jetzt also schon Ende September. Das ist insofern schon mal eine ganz gute Entwicklung, etwas früher als erwartet. Ist halt die Frage, ob das jetzt wirklich Google deutlich nach vorne bringt im Vergleich zu Anthropic und OpenAI. Das Feedback fällt hier bisher noch ziemlich gemischt aus. Man hat eher noch den Eindruck, dass man mittlerweile gegenüber auch Meta und Grog eher hinterherhinkt, auch wenn Google jetzt wieder ein bisschen aufholt. Aber ... Naja, also die Aktie ist auf der Gewinnerseite, sagen wir es mal so. Insofern ist das Feedback jetzt nicht unbedingt negativ. Wir haben ansonsten auch Meta wieder in den Schlagzeilen mit bei The Information. Man hat jetzt über drei Millionen Muse Nutzer, also dieser AI Personal Assistant, der vor einigen Wochen vorgestellt wurden, über drei Millionen Nutzer mittlerweile. Entschuldigung, das muss ich ein bisschen revidieren. Es sind natürlich noch mehr Nutzer, aber die Aussage ist, Meta hat jetzt über 3 Millionen Nutzer, die mindestens einen Prompt pro Woche an Muse weiterreichen, also mit Muse interagieren. Das war der Punkt, ändert aber nichts daran, dass Muse insgesamt wirklich ein großer Erfolg ist für Meta. Oracle hat mit Tencent ein 5-Jahres-Deal im AI-Cloud-Bereich unterschrieben. Mit einem Volumen von 7 Milliarden Dollar könnte Oracle heute profitieren. Und Constellation Energy profitiert von einer neuen Kooperation mit Amazon. 20-Jahres-Deal, es geht um einen Kauf von 690 Megawatt. Von Stromabkommen also mit Amazon und Constellation Energy ist dementsprechend im Plus. So außerhalb des Tech-Sektors haben wir Boeing in den Schlagzeiten. Der Transportminister der Vereinigten Staaten betont also, dass die jüngsten Software-Vorfälle kein ernsthaftes Sicherheitsproblem darstellen für die 737 MAX. Könnte also bedeuten, dass die Flugaufsichtsbehörde ihre Zertifizierung dieses Flugzeuges bald wieder aufnehmen wird. Und Ford mahnt, dass Angebotsengpässe bei dem F-150 Pickup Truck jetzt zwar wieder gelöst wurden, aber das dritte Quartal dürfte dadurch negativ belastet werden. So, zum Schluss nochmal ein Blick auf die Analystenkommentare. Aber die meisten habe ich zum Opening schon angesprochen. Wie gesagt, bei Amazon mit Rückenwind ... Goldman Sachs hat den Wert empfohlen. Hüttel Packard Enterprise bei der City und bei Barclays empfohlen und bei Wells Fargo nur mit Halten. Aber das Kursziel steigt trotzdem auf 63 Dollar. Micron bei JP Morgan empfohlen. Wells Fargo empfiehlt Microsoft. Roblox bei Wells Fargo im Vorfeld der Zahlen für das dritte Quartal. Man geht davon aus, dass die Buchungslage, die Guidance, 5% über den Erwartungen liegen werden. Da gab es heute diese Woche eher negative Kommentare zu Roblox auf Analystenseite. Der Analyst sieht es jetzt anders. Und bei Spotify senkt die KeyBank die Kursziele auf 660 Dollar. Die Akte wird aber trotzdem weiterhin zum Kauf empfohlen. So, guys, damit bin ich dann durch. An dieser Stelle noch eine kurze Ansage für heute Abend. Ich habe sehr lange auf einen Termin gewartet bei einem Arzt hier in New York. Und dieser Termin ist heute. Bedeutet, ich werde heute Abend leider die Closing-Bell nicht machen können. Ich muss mal, keine Sorge, es ist nichts Ernsthaftes. Aber ich muss mal was checken lassen sozusagen. Gesundheit geht ja immer vor. Und deshalb heute Abend also keine Closing-Bell. Morgen bin ich dann wieder ganz normal am Start. Also in diesem Sinne, euch einen guten Handelstag. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.