Heute ist Montag, der 5. Oktober. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, die Wall Street wartet noch ein bisschen ab. Um 16 Uhr eurer Zeit wird der ISM der Dienstleister gemeldet für den September. Die Preiskomponente wird sehr, sehr wichtig sein für die finale Tendenz des Tages. Ansonsten ist Morgan Stanley recht optimistisch für die Wall Street. Wir sehen, dass über die Hälfte der Aktien im Russell 3000 mittlerweile in einem Bärenmarkt sind. Und Chance-Risiko ist vor allem bei den zyklischen Aktien deutlich attraktiver geworden. Denn die Gewinnschätzungen für den S&P 500 sind in den letzten Monaten sogar gestiegen. 27% Gewinnwachstum werden erwartet für das dritte Quartal, während parallel dazu die Bewertungen runtergelaufen sind. Also hier sieht man eher die Chance als das Risiko. Eine Stabilisierung bei den Renditen würde ausreichen, um eine Rallye zu ermöglichen. Ansonsten haben wir sehr starke Wachstumszahlen im AI-Sektor von Foxconn, Umsatzwachstum von 47 Prozent, das müsste dem Sektor eigentlich helfen. So, einen schönen guten Morgen. Happy Monday. Was für ein spitzen Wochenende. Wir haben einen schönen Herbsttag bei uns. Wir waren am Wochenende bei Masquerade. Das ist quasi Phantom der Oper, aber quasi zum Miterleben. Man wird in der Show als Gast quasi so nah integriert, über sechs Stockwerke, jedes Stockwerk nachgebaut wie die damalige Ära. Man steht quasi direkt neben dem Phantom der Oper und erlebt das alles hautnah mit. Es war ein wirklich tolles Erlebnis und für mich vor allen Dingen auch deshalb toll, weil die Belichtung bei Masquerade von David gemacht wurde, der Mann, der hier in New York das Studio von uns mitgebaut hat. War also echt toll. Ich glaube, meine Familie und ich werde nicht das letzte Mal dort gewesen sein. Ich kann euch wirklich nur wärmstens empfehlen, wer in diesem Jahr noch nach New York kommt, nutzt die Gelegenheit. Es ist ein wirklich tolles Erlebnis. So, jetzt aber genug übers Wochenende. Lasst uns in den Markt eintauchen. Wir haben heute jetzt vor Handelsstart noch, eine recht uneinheitliche bis leicht negative Tendenz. Das ist auch nicht wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass wir um 16 Uhr eurer Zeit noch sehr wichtige Daten haben, nämlich der ISM, der Einkaufsmanager für die Dienstleister im Monat September wird um 16 Uhr eurer Zeit gemeldet, 10 Uhr meiner Zeit. Und vor allem die Preiskomponente wird hier extrem wichtig sein. Die Preiskomponente bei dem ISM der Industrie war ausgesprochen heiß, viel stärker als erwartet. Jetzt soll der ISM der Dienstleister im Vergleich zum August minimal an Schwung verloren haben, 55,2. Alles über 50 bedeutet aber trotzdem noch zunehmende Dynamik. Und ich glaube, wenn wir diese Hürde heute genommen haben und die Renditen im zehnjährigen Bereich donnern jetzt nicht von 5,3 auf 5,35, 5,38 Prozent. Könnten wir vielleicht die Chance einer Stabilisierung haben und einer Fortsetzung der Rallye von Ende letzter Woche. Öl ist kaum verändert, sehr leicht auf der Verliererseite heute Morgen. Aber das, was wir jetzt sehen, vorbörslich ist eigentlich keine besonders große Überraschung. Der ISM wird die Tendenz heute vermutlich noch stärker ändern. So, bevor ich jetzt auf die ganzen Tagesereignisse eingehe, ist mir heute Morgen noch eine Analyse von Morgan Stanley ins Haus geflattert, die wir im Detail bei MarkusKoch.de im Research Briefing behandelt haben. Und ein sehr interessanter Ansatz. Hier geht man also davon aus, dass in den nächsten Wochen eher wieder Rückenwind aufkommen wird an der Wall Street. Wir hatten ja diese Woche oder letzte Woche vielmehr einmal den PCE für den August, der ein bisschen unter den Erwartungen lag. Der Arbeitsmarkt kühlt auch ab und parallel dazu hatten wir einige Aussagen von Notenbankern, die betonen, also eine Zinsanhebung im Oktober wird es wohl eher nicht geben. Und was natürlich auch dagegen spricht, ist die Tatsache, dass am 3. November die Midterm Elections sind und wir haben immer mehr Rückenwind für die Demokraten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie beide Häuser gewinnen werden, also auch den Senat, ist doch merklich gestiegen. Übrigens ganz interessant, die Korrelation zwischen Benzinpreis und. Dem Wettmarkt quasi für die Demokraten, Benzin hoch, Demokraten hoch bei den Chancen, beide Häuser zu gewinnen. Also die Wahrscheinlichkeit, dass wir jetzt unmittelbar vor den Midterms noch eine Zinsanhebung bekommen, hat wohl auch nachgelassen. Hier seht ihr heute Morgen mal, das FedWatch-Tool rechnet jetzt nur noch mit einer 21% Wahrscheinlichkeit mit einer Zinsanhebung bei der Oktobertagung am 28. Oktober. Am 3. November sind die Midterms so kurz vorher. Also eine Zinsanhebung wird dann wohl eher unwahrscheinlich. Aber kommen wir zurück zu Morgan Stanley. Wir haben ja in den letzten Tagen oft und immer wieder darüber gesprochen. Also diese Lücke zwischen dem S&P 500 und dem S&P Equal Weight Index, der gleichgewichtet ist, die Lücke zwischen dem S&P 500 und der Marktbreite. Entweder der S&P 500 insgesamt muss runter oder... Die Marktbreite bessert sich und die sehr stark abgestraften Sektoren haben Rückenwind. Und das ist letztendlich die Aussage von Morgan Stanley. Hier betont man, dass mittlerweile 54%, der Aktien im Russell 3000, das sind quasi die 3000 größten Aktien an der Wall Street, 54% dieser Aktien haben seit dem Juni hoch bereits über 20% verloren und befinden sich damit per Definition in einem Bärenmarkt. Das heißt also, sehr viele Sektoren wurden bereits abgestraft durch die Sorge vor weiter steigenden Renditen und Zinsen. Das ist also die positive Betrachtung und Morgan Stanley sieht dort also eher Chancen, dass gerade diese Sektoren wieder Rückenwind bekommen, man betont. Also man setzt vorrangig nach wie vor auf Qualitätstitel. Der zweite Faktor, Industriewerte, Chance, Risiko sei hier zunehmend attraktiv. Kapitalgüter stechen besonders positiv hervor, wenn man sich die Gewinnschätzungen anschaut, wie die revidiert werden. Und der Bereich Maschinenbau ebenfalls Chance-Risiko deutlich attraktiver. Und das Ganze kann man eigentlich runterbrechen auf zwei, drei Komponenten. Morgan Stanley sagt, dass eine Beruhigung bei den Renditen der Staatsanleihen schon ausreichen würde, um Raum für eine Rallye zu schaffen. Die Renditen müssten also nicht deutlich zurücklaufen, solange sie sich stabilisieren. Das nochmal diese Debatte, die Dynamik des Anstiegs der Renditen versus dem absoluten Niveau der Renditen. Das ist aus Sicht des Kapitalmarktes nochmal zwei sehr wichtige Faktoren und vor allem die Dynamik des Anstiegs in letzter Zeit hat viele hier an der Wall Street nervös gemacht. So, also geht es nach Morgan Stanley, selbst eine Pause bei den Renditen reicht aus, auf dem aktuellen Niveau eine Rallye mit auszulösen und jetzt kommt der zweite und dritte Faktor hinzu, nämlich, nächste Woche beginnt der Startschuss für die Berichtssaison, jetzt nehme ich mal hier eine Grafik von Citadel Securities von letzter Woche. Hier sehen wir also, dass die Wall Street für das dritte Quartal jetzt für den S&P 500 mit 27% Ertragswachstum pro Aktie rechnet. 10% Umsatzwachstum, gemessen am Median runtergebrochen auf pro Aktie, 14% Ertragswachstum. Also wir sehen einerseits, dass die Ertragsschätzungen für den S&P 500 trotz der hohen Energiepreise und gestiegenen Renditen weiter steigen. Da muss man sagen, die Messlatte hängt natürlich auch dementsprechend hoch. Es kommt noch ein Punkt hinzu. Normalerweise vor dem Startschuss der Berichtssaison sinken die Gewinnschätzungen für gewöhnlich. Also was wir hier sehen, steigende Gewinnschätzung unmittelbar vor Start der Berichtssaison ist historisch betrachtet auch ungewöhnlich. Und jetzt kommt der dritte Faktor hinzu. Während die Gewinnschätzungen steigen und anhaltend hoch sind, ist das Bewertungsniveau im S&P 500 merklich zurückgelaufen. Das sagt übrigens nicht nur Citadel. Citadel spricht von einem Kurs-Gewinn-Verhältnis im S&P von jetzt 19, basierend auf den Gewinnschätzungen der nächsten zwölf Monate. Für den Nasdaq 100 liegen wir bei etwa 20,7. Für den S&P Equal Weight Index, der gleichgewichtet ist, nur noch bei 16. Und für Halbleiter bei 17,1. Und das ist essentiell der gleiche Tenor, den Morgan Stanley auch nimmt, auch hier in der Analyse. Wir sehen steigende Gewinnschätzungen. Punkt 1, wir sehen sehr viele Aktien, die bereits im Bärenmarkt sind. Punkt 2, das heißt also Einstiegsniveaus sind attraktiver geworden. Und Punkt 3, die Forward Guidance, wenn man sich die Gewinnschätzungen anschaut. Auf Sicht der nächsten zwölf Monate. KGV von 19 spricht also dafür, dass wir eigentlich eher eine Gegenbewegung sehen sollten. Und das war essentiell das gleiche Fazit von Citadel, dass auch saisonal betrachtet jetzt eine für gewöhnlich bessere Phase beginnt. Berichtssaison diese Woche geht noch nicht los, wird also diese Woche an der Front noch vergleichsweise ruhig bleiben. Wir haben nur sehr wenige Highlights, wir haben... Constellation Brands, Morgenabend, Nahrungsmittel- bzw. Getränke-Gigant. Wir haben Pepsi am Donnerstagmorgen und dann am Freitagmorgen Delta Air. Wir haben letzte Woche schon ausgiebig darüber gesprochen. Bei Pepsi wurden die Gewinnschätzungen in den letzten Tagen immer wieder reduziert. Bei Delta Air hört man von Fluggesellschaften, Kreuzfahrtgesellschaften immer wieder, jawohl, Treibstoff ist sündhaft teuer geworden, aber die Preise werden weitergereicht an die Endkunden und die buchen nach wie vor, was das Zeug hält. Und Delta hat zudem auch noch eine eigene Raffinerie. Das macht es jetzt am Freitag für Delta umso spannender. Bei den Makrodaten genau das gleiche Bild. Heute 16 Uhr die ISM-Daten und danach wird es langweilig. Wir haben nur noch das Sitzungsprotokoll am Mittwoch der letzten Notenbanktagung und dass das hawkisch ausfallen wird, ist jetzt nicht wirklich ein großer Burner. Das ist im Allgemeinen mittlerweile bekannt an der Wall Street. So und damit möchte ich jetzt nochmal auf die verschiedenen Faktoren eingehen, die heute mit im Fokus stehen. Wir haben wie immer das Thema Nahe Osten mit im Fokus. Sehr viele konträre Meldungen übers Wochenende. Wir haben die europäischen Entwicklungen, Stichwahlen oder Neuwahlen in Spanien, Snap-Elections. Wir haben dann nach wie vor das politische Beben in Frankreich. Also wie geht es da mit den Renditen der Anleihen weiter? Wir sehen ja bei den Kreditausfallversicherungen auf französische Staatsanleihen deutliche Steigerungen. Die Lücke zwischen französischen Zehnjährigen und deutschen Bunds Zehnjähriger ist mittlerweile auch ausgesprochen stark gestiegen. Das heißt, Europa steht im Fokus und in Brasilien. Wenn man sich jetzt die Wahlen anschaut, sieht das Ganze danach aus, als würde Bolsonaro das Rennen machen und der nächste Präsident sein. Kann man das jetzt feiern? Also politisch gesehen sind beide Kandidaten da nicht unbedingt die besten. Aber gut, was soll's? Bolsonaro liegt vorne, steckt auch nicht, weiß Gott, nicht tief im Thema der Wahlen drin in Brasilien. Aber das wäre dann im Prinzip zumindest mal jemand, der wieder sehr viel näher an Donald Trump steckt als der Gegenkandidat. So, dann haben wir im Tech-Sektor, und das wird heute sicherlich auch eine Rolle spielen, erneut Zeichen, wie stark das Wachstum dort ist. Schaut euch das Umsatzwachstum bei Foxconn an. Extrem heiß, sehr, sehr starkes Wachstum und wir haben eine Übernahme im Softwaresektor. Schneider Electronics aus Frankreich übernimmt PTC, Softwareunternehmen, bei uns an der Wall Street. So, das ist es mal runtergebrochen, quasi im Schnelldurchflug. Und jetzt schauen wir uns das Ganze nochmal im Detail an. Fangen wir mal mit den USA an. Die Renditen der Staatsanleihen haben mir nun wenig Freude bereitet in den letzten Wochen. Die New York Times berichtet heute Morgen, dass die Demokraten in den Wahlumfragen und auch in den Wettmärkten, selbst in den sehr roten Bundesstaaten der USA, mittlerweile deutlich aufgeholt haben. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht nur die Mehrheit im Repräsentantenhaus kriegen, sondern auch im Senat, ist deutlich gestiegen. So die New York Times. Und nochmal die Parallele. Schaut euch die Wettmärkte an, vergleicht das mal mit der Entwicklung der Benzinpreise. Die Wähler wählen auch bei uns an der Tankstelle. Gleichzeitig haben wir erneut den Notenbänker oder diverse Notenbänker, Williams und Jefferson hatten letzte Woche ja schon betont, Zinsanhebung im Oktober eher unwahrscheinlich. Notenbanker Hammack hat das Gleiche jetzt signalisiert. Man betont allerdings, dass das Inflationsdenken innerhalb vieler Unternehmen, eine Hürde sein dürfte, um Inflation abzukühlen. In anderen Worten, wir sehen immer mehr Inflationsdruck auch in Sektoren außerhalb des Energiesektors. Also was sagt unser Finanzminister Scott Bessent, nachdem er gesagt hat, ja unser General Account, das können wir nutzen, da ist eine Billion Dollar drin und wir kaufen Anleihen zurück. Das klang noch so ein bisschen nach Panik und jetzt also in einem Interview bei Bloomberg sagt Bessent, ja er mache sich also überhaupt keine Sorgen über die steigenden Renditen der Staatsanleihen in den USA. Weil das sei ja ein globales Phänomen und sei nicht exklusiv nur in den USA der Fall und damit ist es dann letztendlich auch wieder in Ordnung. Alright, auch eine Denkweise. Japan verspricht derweil, die Fiskaldisziplin walten zu lassen. Das sagt der Premierminister oder Premierministerin, das ist glaube ich in Japan. Aber look, ich meine, Japan redet viel, wenn der Tag lang ist. Sie müssen halt auch liefern. Unlängst haben sie ja die Mehrwertsteuer auf Nahrungsmittel gesenkt. Das ist auch nicht unbedingt ein Zeichen von Fiskaldisziplin und die müssen liefern. Also reden allein hilft da nicht, wie man letztendlich gesehen auch beim Yen sieht. So, wir haben in Europa das Thema mit den Snap-Elections am 29. November, die jetzt der Premierminister Pedro Sanchez ausgerufen hat. Das heißt, in Spanien wird es politisch instabil und in Frankreich auch natürlich. Da müssen sie das Fiskaldefizit mit ins Visier nehmen. Und in Sachen Nahost interessieren im Prinzip nur ein, zwei Daten. Zumindest mal die Rohstoffmärkte. Wir haben seit gut einer Woche... Immer wieder berichtet, dass mehr Öl aus dem Nahen Osten exportiert wird, als angenommen wird. Und das haben wir heute auch wieder in den Schlagzeilen. Reuters berichtet also, dass die Ölexporte aus dem Nahen Osten jetzt die Niveaus vor Beginn des Iran-Kriegs wieder erreicht haben, in den letzten Tagen des Septembers, dank der militärischen Eskorte der USA. Also es kommt anscheinend mehr Öl auf die Märkte, als viele wahrnehmen. Gleichzeitig haben die G7-Staaten und die internationale Energiebehörde ja am Freitag gemeldet, dass sie 100 Millionen Barrel aus den strategischen Ölreserven freigeben, also an Öl und an Diesel in den nächsten vier Monaten. Im Gegenzug versprechen die USA, kein Exportverbot für Diesel auszusprechen. Also auch dadurch soll die Lage leicht entspannt werden. So und was jetzt den Konflikt insgesamt betrifft, war die Nachrichtenlage übers Wochenende natürlich nicht besonders prickelnd. Wir haben erneute Angriffe der Houthis auf eine Saudi-Aramco-Raffinerie in Riyadh. Und wachsende Risiken auf Angriffe der Infrastruktur, wie auch die New York Times berichtet. Und gleichzeitig hören wir aber auch, New York Times und Reuters berichten das, dass die Regierung des Jemen, die unterstützt wird durch Saudi-Arabien, jetzt vorhat, militärisch die Houthis unter Druck zu setzen, um die besetzten Regionen wieder zurückzuerobern. Denn auch Saudi-Arabien soll eine große Offensive planen, um die besetzten Gebiete, um das Rote Meer wieder zurück zu erobern. Das berichtet Reuters. Gleichzeitig, wie war doch das Versprechen von Donald Trump vor ein paar Wochen, ja, also ich habe mit Russland und der Ukraine gesprochen. Beide haben versichert, sie würden Energieinfrastruktur nicht mehr angreifen. Dafür gab es aber damals keine Indizien. Und wenn man sieht, was tatsächlich passiert, sieht das nicht nach Waffenstillstand aus, was jetzt Energieinfrastruktur betrifft. Reuters berichtet, Zelenskyj plant, die Angriffe auf russische Raffinerien und deren Infrastruktur zu deutlich auszuweiten und das Tempo an Bombardierungen in Moskau auch auszuweiten. Also das sieht nicht unbedingt nach Beruhigung aus. So, und jetzt kommen wir mal. Brand übrigens bei etwa 103 Dollar und WTI trotzdem heute leicht auf der Verliererseite. So, jetzt kommen wir mal zum Tech-Sektor. Und ich finde, die eine Zahl, die heute wieder mal hervorsticht, ist Foxconn. Schaut euch mal das Umsatzwachstum an. 47 Prozent im Vorjahresvergleich. Deutlich stärker als erwartet. Es ist die ewig gleiche Story. AI-Ausgaben boomen und also insgesamt erstmal ein ganz gutes Zeichen für den Sektor. Intel ist heute trotzdem stärker auf der Verliererseite, das hängt mit Bloomberg zusammen und zwar wird da berichtet, dass Elon Musks TerraFab, wohl plant, vorrangig mit Taiwan Semiconductor zu arbeiten und nicht mit Intel und der Wert ist dementsprechend also unter Abgabedruck. OpenAI steht auch mit in den Schlagzeilen in der Financial Times. Hier geht es darum, dass die rechtlichen Risiken durch den Einsatz von AI-Agent erheblich zugenommen haben. Und zwar wird OpenAI vorgeworfen in Dutzenden von Fällen, dass Unternehmens- und Regierungsseiten durch diverse AI-Agenten angegriffen wurden. Also man weiß langsam auch nicht mehr, was man glauben soll. Teilweise war letzte Woche von zigtausenden von Angriffen die Rede. Das rechtliche Risiko liege bei OpenAI, so die Financial Times also. Und man liest auch bei uns immer öfter, naja, Anthropic will auch deshalb an die Börse gehen, weil er im Zweifel durch die Open-Source-Modelle. Das Wachstum ab dem dritten, vierten Quartal bei Anthropic möglicherweise schon wieder an Dynamik verloren hat. Und deshalb muss man so früh wie möglich an die Börse gehen, um das noch nicht wirklich zeigen zu müssen. Aber Guys, Problematik ist einfach, was ist Spekulation, was ist Hirngespinst, was ist Realität? Sehr schwer zu unterscheiden. Bisher sehen wir, schaut euch die Foxconn-Zahlen an, dass das Wachstum jedenfalls überproportional hoch ausfällt. So, Vistra bekommt einen 4,2 Milliarden Dollar Kredit von der US-Regierung, das wurde jetzt am Montag verkündet, um letztendlich Stromkapazitäten auszuweiten. In anderen Worten, vier Atomkraftwerke sollen die Kapazitäten stärker ausweiten. So, Seagate und Western Digital, das war eine Story eigentlich vom Freitag. Toshiba will die Kapazitäten erheblich ausweiten auf Kosten dann dieser beiden Unternehmen. Und was haben wir ansonsten noch? Google hebt jetzt auch die Preise an. Alle heben so die Preise an. Samsung hat die Preise selektiv angehoben für die Smartphones. Jetzt kommt Google um die Ecke. Für das Pixel 10a Smartphone 100 Dollar Preisanhebung. Apple hat genau das Gleiche getan. Und Airbnb betont der CEO, man wird Muse von Meta vorerst nicht zulassen, um eigenständig quasi zu buchen, ohne den Einfluss von Menschenhand. So außerhalb des Tech-Sektors ist es relativ ruhig heute. Wir lesen, dass die gestiegenen Dieselpreise und der Inflationsdruck den Transportunternehmen, vor allem den Lkw-Transportunternehmen, zunehmend Schwierigkeiten bereiten. Vor allem die kleinen Unternehmen sind kaum noch profitabel, wenn überhaupt. Die großen Unternehmen versuchen, Preisanhebungen durchzudrücken, um die Kosten weiterzugeben an die Kunden. Ansonsten sehen wir bei Verbrauchern, dass das Durchschnittsalter von Fahrzeugen, von Autos jetzt neue Rekordniveaus erreicht in den USA. Aufgrund des Makro-Gegenwinds halten Verbraucher immer länger an ihren Fahrzeugen fest. Wall Street Journal betont aber ansonsten, die Konsumentenausgaben bleiben gesund und widerstandsfähig, was auch die Wirtschaft nach wie vor auf Kurs hält. Also das Wall Street Journal. Und am Freitagabend hat die amerikanische Flugaufsicht, die FAA, bestätigt, dass das Softwareproblem bei Boeing, das unlängst aufgetreten ist, die einen Flugbetrieb der 737 Max 10 nicht wirklich einschneidend gefährdet. Das sind erstmal gute Nachrichten für Boeing. Wobei, wenn ich so auf den Kalender schaue. Das haben wir heute, den fünften. Ende der Woche wird dann wohl die Entscheidung da sein, ob die Ingenieure den neuen Tarifvertrag annehmen oder eben nicht. So, also kommen wir mal zurück zu, reichst du gerade bei mir im YouTube-Check, McDonalds, greifen wir das gleich mal auf. Wieder sinkende Kursziele. Die Aktie ist so schlecht gelaufen und die Kursziele sinken weiter. Guggenheim rasiert das Ziel von 290 auf nur noch 250 Dollar. Man bleibt bei neutral. Die Gewinnschätzungen werden weiter gesenkt, weil die Nachfrage bei schon länger geöffneten Restaurants in den USA weiter abkühlt. Und man sieht auch auf globaler Ebene langsameres Wachstum. Also kein Turnaround bei McDonalds. Barclays senkt das Kursziel für Nike jetzt auf 37 Dollar. Man muss allerdings sagen, das ist halt wieder so ein Ding. Also der Analyst seit aller Ewigkeit kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen und er bleibt bei kaufen, aber senkt das Kursziel von 48 auf 37 Dollar. Was für eine Witznummer, kann man anders nicht beschreiben. Dieses Quartal könnte jetzt der Final Reset sein. It's the Final Countdown. Ja, für den Analysten wäre das ganz gut, wenn es sein Final Countdown wäre. Zumindest bei dem Coverage der Aktie. Hoffentlich liegt er bei anderen Werten besser. Also ansonsten haben wir die gesamten Banken, deren Kursziele heute rasiert werden. Und zwar die Bank of America senkt die Ertragsschätzungen der Großbanken für das dritte Quartal im Schnitt, um 0,8%, die Kursziele im Schnitt um 8%. Ihr wisst selber, der Finanzsektor war die letzten Wochen auch eher schwach, Kursziele der City 160 Dollar, Goldman Sachs jetzt 1.050, JP Morgan 400, Morgan Stanley 225 und Wells Fargo nur noch 100 Dollar. Alle diese Aktien werden weiter zum Kauf empfohlen und Goldman Sachs rasiert die Kursziele von PNC Financial. Große, also mittelgroße Bank quasi auf 250 Dollar bleibt bei neutral und betont insgesamt, dass Großbanken das dritte Quartal eigentlich mit soliden Umsätzen und, einer soliden Bonität der Kunden starten, normalisierte Kapitalmarktaktivitäten. Normalisiert heißt in diesem Fall halt nicht mehr ganz so geil, wie es vorher war und die große Frage bei den Banken wird halt sein, wie sieht es um die Nettozinsmarge aus in Anbetracht der Entwicklungen an den Renditemärkten und da finde ich bringt vor allen Dingen Morgan Stanley zu Wells Fargo einen ganz interessanten Punkt. Die Aktie wird da sogar zum Kauf empfohlen mit dem Kursziel von 102 Dollar. Es ist denkbar, dass das Kreditwachstum stärker ausfällt und quasi das Volumen insgesamt die schmalere Nettozinsmargen wohl ausgleichen kann. Freeport McMoran bei der Citigroup zum Kauf empfohlen. Das ist ein so geiler Name, ich sage den sogar nicht. Freeport McMoran, McMoran, McMoran, McMoran, McMoran, McMoran. Ja, ihr seht schon mal ein gutes Wochenende. Spotify. UBS senkt das Kursziel auf 675 Dollar, bleibt aber bei der Kaufempfehlung. So, Ladies and Gentlemen, das war's für diesen Montag. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche. Markt ist jetzt eröffnet. Denkt dran, 16 Uhr wird wichtig. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.