Heute ist Dienstag, der 6. Oktober. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Der Nasdaq sieht zum Opening erneut einen Rekord und dieses Mal zieht auch der Dow Jones an. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Ölpreise an der Wall Street unter Druck stehen. WTI im New Yorker Handel um die 87 Dollar. Wir sehen gleichzeitig, dass die Renditen der Staatsanleihen sich minimal entspannen. 5,29 Prozent, die sind insgesamt noch klebrig. Aber Öl runter, Renditen leicht entspannt und der KI-Boom geht weiter. Marvell hat heute Morgen einen Analystentag. Die Aussagen sind bullisch und insgesamt rechnet man auch bei Samsung Electronics heute Abend mit sehr robusten Zahlen. So, einen schönen guten Morgen. Ja, heute spielt zur Abwechslung mal alles mit. Wir sehen ja eigentlich schon seit einigen Tagen, dass der Ölpreis an Dynamik verliert. So auch an diesem Dienstag. Wir haben Brent unter der 100-Dollar-Marke und wir haben WTI bei etwa 87 Dollar. Also auch hier sehen wir eine rückläufige Entwicklung, unter anderem dank der Meldungen, dass die Regierung des Jemen mit Unterstützung Saudi-Arabiens Gebiete von den Houthis zurückerobern konnte. Und gleichzeitig haben wir die letzten Tage ja oft gehört, dass mehr Öl geliefert wird aus dem Nahen Osten, als viele angenommen haben. Es gab Medienberichte, dass mehr Öl exportiert wird als vor Ausbruch des Iran-Kriegs. Darüber kann man streiten. Aber letztendlich, der Preis zeigt eben in der Tat ein Rücklauf. Korrelation Öl und Renditen der Staatsanleihen ist für gewöhnlich recht hoch. Die Renditen der Staatsanleihen im zehnjährigen Bereich laufen auch leicht zurück. Das spielt also auch mit, sind aber natürlich hoch. Mit 5,27 Prozent im zehnjährigen Bereich immer noch auf einem recht hohen Niveau. Wenn man sich allerdings jetzt auch mal die Arbeitsmarktdaten anschaut, die mit an Dynamik verloren haben. Die PC-Inflation im August hatte auch an Dynamik verloren. Wir hatten sehr viele Notenbanker, die die letzten Tage immer wieder betont haben. Im Oktober kommt keine Zinsanhebung. Naja, 28. Oktober ist Notenbanktagung. Am 3. November die Midterms, die Zwischenwahlen. Und dass man kurz vorher nochmal die Zinsen anhebt, also eine Woche vorher. Die Wahrscheinlichkeit liegt jetzt bei etwa 20 Prozent. Die nächste Zinsanhebung soll demnach vermutlich erst im Dezember kommen. Also rückläufige Renditen, rückläufige Ölpreise und eine Fortsetzung des KI-Booms. Und da bin ich letztendlich gesehen, bei Marvell wird heute, um genau zu sein, Seit 10 Minuten, also ab 15 Uhr eurer Zeit, ist der Webcast von Marvell, der Analystentag. Die Nachrichtenlage in dem Sektor ist nach wie vor überwiegend optimistisch. Heute Abend wird Samsung... Die vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal melden. Und bei Samsung Electronics sollen die Umsätze im Vorjahresvergleich um 134 Prozent gestiegen sein. Der operative Gewinn soll um 800 Prozent gestiegen sein. Taiwan Semiconductor hatte ja auch schon Zahlen gemeldet, die sehr fest waren. 47 Prozent Wachstum im Vorjahresvergleich. Also der KI-Boom geht insofern weiter, insoweit weiter. Und ich möchte hier nochmal einen Chart mit aufgreifen, den ich gestern Abend schon in der Closing-Bell mit aufgegriffen hatte. Wir sehen hier, das ist eine Grafik von Goldman Sachs, einmal den S&P 500 inklusive der AI-Werte. Da sind wir also sehr, sehr stabil verlaufen. Und dann seht ihr den S&P 500 aber auch mal exklusive der AI-Werte. Wenn man die also rausrechnet, dann wäre der S&P jetzt eigentlich eher so um die 6.900 um den Dreh. Wenn man also denkt, der Markt habe gar nicht korrigiert, trotz der erhöhten Zinsen und Renditen und der Ölpreise, dann ist das schlichtweg nicht richtig. Nur wird der Gesamtmarkt getragen durch die KI-Story und das Wachstum in dem Sektor ist nach wie vor sehr stark ausgeprägt. Es gibt noch einige mehr Meldungen dazu, dazu komme ich gleich nochmal zurück, aber lasst mich den Bogen bei der Gelegenheit direkt mal weiter spannen hin zu den Sektoren, die besonders stark gelitten haben. Denn hier sehen wir auch nochmal, das sind im Prinzip die ETFs der verschiedenen zinssensiblen Sektoren. Das ist zum Beispiel das... XLF für Finanzwerte, dann habt ihr das XLP, das sind die Konsumgüter, Discretionary-Werte, XLU sind die Stromversorger, XLRE, das ist der REIT-Bereich, Immobilien. Und wenn man die jetzt mal im Aggregat zusammenfasst, dann sehen wir eben in der Tat einen sehr, sehr starken Rücklauf, vor allen Dingen seit der Jackson Hole-Tagung. Das Ganze hat sich dann beschleunigt mit dem Anstieg der Renditen und wenn man sich den RSI mal anschaut, Momentumindikator, im Aggregat sind diese Sektoren mittlerweile sehr stark überverkauft. Das gleiche sieht man auch, wenn man mal den Abstand nimmt von der 50-Tageslinie, von der 200-Tageslinie, wenn man sich die Bollinger Bänder anschaut. Schaut. Und das wirft jetzt eine spannende Frage auf. Sollten wir also tatsächlich, eine weitere Entspannung bei Öl sehen und eine Entspannung bei den Renditen der Staatsanleihen? Und wir haben einen KI-Boom, der sich fortsetzt, in den Zahlen auch bestätigt. Das war im Übrigen auch der. Die KI-Werte sind deshalb so gut gelaufen, weil sie eben auch sehr hohes Ertragswachstum ausweisen. Um mal eine Zahl in den Raum zu werfen, die Top 10 Tech-Werte im S&P 500 werden bei der jetzt anbrechenden Berichtssaison für das dritte Quartal, zwei Drittel des gesamten Ertragswachstums des S&P 500 ausmachen. Und solange hier keine Risse zu erkennen sind, ist diese überdurchschnittliche Performance dieser Werte, vor allem der großen Heavyweights, eine Nvidia ist ja in den letzten Tagen auch hervorragend gelaufen oder auch eine Meta, da steigen die Kursziele heute auf 1000 Dollar bei Wells Fargo, gehe ich gleich nochmal drauf ein, dann ist das eben durchaus auch gut begründet. Wenn wir jetzt also in ein Szenario reinlaufen, in dem die AI-Werte, das Wachstum halten können und parallel dazu sehen wir eine Entspannung bei Öl, insbesondere auch bei den Renditen der Staatsanleihen mit überverkauften Sektoren, die sehr wohl diese Risiken mit eingepreist haben. Dann müssten die saisonalen Trends intakt bleiben. Und es ist wirklich wie verhext. Hier nochmal der Chart von Citadel Securities, den ich ja vor ein paar Wochen schon gezeigt hatte. Hier seht ihr den S&P 500, die saisonale Performance in den Midterm-Jahren. Und wie gesagt, Ende September ist für gewöhnlich der Tiefspunkt erreicht. Und es geht letztendlich gesehen bergauf. Und das scheint sich zumindest bisher, der Oktober ist noch jung, gerade mal den 6. Heute, aber die saisonalen Trends laufen hier gemäß der Erwartungen. So, jetzt will ich mit dem Markt weitermachen und noch mal ein paar Highlights aufgreifen. Einer der Gründe, weshalb wir auch in Europa eine Entspannung bei den Renditen sehen, ist. Ein aggressiver Fiskalkonsolidierungsplan, den Frankreichs Marine Le Pen vorgelegt hat. Und das zieht die Renditen hier ein Stück weit mit runter. Marine Le Pen, in den anstehenden Wahlen im kommenden Jahr ist hier Frontrunner in Frankreich und das, große Thema wird sein, wie kann dieses Land zu guter Letzt diese hohen Defizite einfangen, den Anleihemarkt stabilisieren, ohne letztendlich gesehen große, umfangreiche Demonstrationen zu bekommen. Denn Fiskaldefizite senken, das kann durchaus eben auch Schmerz verursachen. New York Times berichtet heute, dass Frankreich sich auf landesweite Demonstrationen einstellen und der Chefsitzende, Das Wall Street Journal schreibt, dass Frankreich auf einem sehr gefährlichen Pfad sei. Und Investoren gehen davon aus, dass die Situation zunächst einmal schlechter wird, also mit Hinblick auf die Anleihemärkte. Frankreichs Finanzminister betont wiederum, dass Assistenz der EZB, nicht notwendig sei, man sei sehr weit davon entfernt und der Chef der französischen Zentralbank beschreibt den jüngsten Anstieg bei den Renditen der Staatsanleihen als ernsthaft und besorgniserregend. Und dass das Risiko zugenommen habe, dass Frankreich durch den Würgegriff der Zinsen in Schieflage gerät. Also sehr viele Headlines um Frankreich. Die, Financial Times berichtet, dass die EZB aufhören sollte mit Quantitative Tightening, also die quantitative Bremse sollte eingestellt werden. Das sagt Lorenzo Binis, oh Herr, wie sage ich das? Magi? Also ehemaliges Zentralbankmitglied der EZB, Executive Board Mitglied, um genau zu sein. EZB soll also die Politik von QT einstellen, um den Stress für Frankreich zu lockern. Also Frankreich ist hier in aller Munde sozusagen, aber heute sehen wir dann in der Tat mal eine Entspannung bei den Renditen auch in Europa. So in den USA wiederum schreibt Reuters, dass Jemens Regierung in der Tat jetzt erfolgreich, die Küstenregion um Bab el-Mandeb, die Straße von Bab el-Mandeb wieder einnehmen konnte. Damit sinkt das Risiko weiterer Angriffe durch die Houthis. Das zieht die Ölpreise runter, wobei Saudi Aramco betont, dass es bis zu zwei Jahre dauern könnte. Bis die global angeschlagenen Lagerbestände für Öl wieder das Niveau vor Ausbruch des Iran-Kriegs erreicht haben. Die globalen Öllagerbestände seien aktuell besorgniserregend niedrig. Also das wird noch eine Zeit dauern. Ölpreis, wie gesagt, entspannt sich heute. So, ansonsten sind es vor allem die Einzelunternehmen, die hier heute mit im Fokus stehen. Und ich will nochmal den Bogen zurückspannen zu den AI-Werten, weil wir hier erneut sehr viele positive Kommentare haben. Der CEO von AMD betont also, dass das Angebot im Jahr 2027 deutlich ausgeweitet werden soll, weil die Nachfrage in den nächsten Jahren. Sehr hoch bleiben soll. Also Angebot und Nachfrage. Man will Angebot deutlich ausweiten. AMD müsste davon im Grunde profitieren. Samsung habe ich schon angesprochen. Die werden heute Abend die vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal melden. Mit bahnbrechendem Wachstum. Der CEO von Nokia meldet sich zu Wort in einem Interview bei CNBC. Und da heißt es. Dass die Dynamik bei dem Bau von Datacenter doppelt so hoch sein würde, wenn es keinen Engpass an Komponenten gäbe. Also sind alles Signale, dass das Wachstum hier anhaltend hoch bleibt. Constellation Energy wird heute auch deutlich auf der Gewinnerseite eröffnen. Man hat ein 1-Milliarde-Multijaresdeal geschlossen, um Atomkraft an Google zu verkaufen. Wir sehen auch gestern großen Bounce bei den Aktien von Seagate und Western Digital. Da gab es ja Bedenken, Toshiba plant die Kapazitäten erheblich auszuweiten, wie dem auch sei. Große Käufe gestern, DIP-Käufe seitens der Privatanleger vor allem, weil man glaubt, dass, das im Verhältnis Angebot und Nachfrage trotzdem die Angebotsengpässe nicht merklich bereinigen wird. Taiwan Semiconductor war gestern auch auf Rekordniveau, dank Elon Musk. Der hat also gestern dann auch bestätigt, dass Taiwan Semiconductor bei der, Errichtung der TerraFab eine dominante Rolle mitspielen wird. Taiwan Semiconductor wird übrigens am 15. Oktober auch die Zahlen final melden für das dritte Quartal. So und dann sind wir mal wieder in der Finanzierungsecke gelandet. OpenAI spricht mit einer Reihe von Fonds in den Arabischen Emiraten. Es geht um 30 Milliarden Dollar an Kapital, die aufgetrieben werden sollen. Gleichzeitig Broadcom und Anthropic, die Banken haben gestern angefangen, 60 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten quasi zu veräußern, versuchen das am Markt zu platzieren. Da geht es also um Anthropics Mieten von Google Chips. Diese Verbindlichkeiten sind besichert mit Google Chips und da wird die Wall Street sehr stark darauf achten, wie die Nachfrage sein wird bei diesen sehr. Kreativen Deals, die oftmals eben nicht wirklich in der Bilanz auftauchen. Viele dieser Unternehmen gehen diesen Weg, um die Bonität quasi, das Credit Rating halten zu können. Bedeutet aber, dass dementsprechend sehr viel Schulden geschaffen werden, die in den Bilanzen gar nicht auftauchen. Ansonsten haben wir DeepSeek, das chinesische AI-Startup, das jetzt kurz davor steht, weitere 12 Milliarden Dollar an Kapital aufzutreiben. Anfang nächsten Jahres ist hier der Börsengang geplant und Moonshot, auch ein chinesisches AI-Startup, hat jetzt zu einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar auch nochmal Kapital aufgenommen und plant ebenfalls im ersten Quartal des kommenden Jahres an die Börse zu gehen. Also wir haben in diesem Segment wieder Nachrichten ohne Ende. Ich komme gleich nochmal auf den Non-Tech-Sektor, aber ich will die Gelegenheit nutzen, um ganz kurz die vielen Analysten-Kommentare zu diesen Werten nochmals mit anzusprechen. Wir haben also ESML, Bank of America, wie gesagt, Kursziel 2.557 Euro und man hebt die Gewinnschätzungen und Umsatzziele an für das Jahr 2028. Wir haben... KLA bei Morgan Stanley. Die Aktie ist zurückgelaufen und. Bisher läuft das Jahr gegen KLA. Das Jahr 2027 hat eine sehr niedrige Messlatte, die KLA überspringen muss, um den Markt zu überzeugen, weil Angebotsengpässe sich wohl lockern dürften. Die Aktie wird mit Kauf empfohlen am Kursziel von 227 und Meta, da ist jetzt Wells Fargo unter den Spitzenreitern an der Wall Street. Das Kursziel donnert jetzt hoch auf 1000 Dollar. Man ist sehr enthusiastisch, was den Produktzyklus betrifft im Umfeld von Muse. Kursziel also jetzt 1000 Dollar. Und ServiceNow hat heute auch Rückenwind. Dank zwei Analysten Stifle hebt das Kursziel auf 160 Dollar an, bleibt bei einer Kaufempfehlung und sagt, Umfragen zeigen, dass seit Quartals Anfang die Ausgaben seitens der Firmenkunden moderat, wachsen, also an Dynamik gewinnen. Und die UBS hebt das Kursziel auch an auf 150 Dollar, bleibt aber in dem Fall nur bei Halten essentiell. Kommt man aber zum gleichen Ergebnis wie die Analysten bei Stifle. Hier wird ebenfalls betont, dass die Nachfragetrend sich stabilisiert haben im dritten Quartal und sich moderat verbessert haben. Man geht davon aus, dass wie so oft ServiceNow bei der Guidance die Erwartungen leicht schlagen wird mit höheren Wachstumsaussichten, mit leicht höheren Wachstumsaussichten. Shopify wird heute auch zum Kauf empfohlen. Die Analysten machen sich also für den Tech-Sektor mal wieder stark. So, jetzt kommen wir zurück zu den Non-Tech-Werten. Bei Lucid frage ich mich immer, wie will eigentlich so ein Autokonzern mit so wenig verkauften Autos dauerhaft über die Runden kommen? Also im dritten Quartal wurden mehr Autos ausgeliefert als erwartet. Herzlichen Glückwunsch. 3.806 Auslieferungen, 3.581 wurden erwartet und der Lagerbestand wurde auch leicht reduziert, aber trotzdem reduziert. 3.800 Autos. Das sind ja schöne Autos, muss ich sagen, aber mal schauen, wohin die Reise bei denen langfristig geht. Ja, Mattel, ich hatte darüber schon vor einigen Tagen berichtet über mögliche, Spekulationen eines Übernahmeangebots. Die Aktien des Spielzeugherstellers ziehen weiter an in den letzten Tagen. Nachdem gestern auch das Wall Street Journal berichtet hat, dass der Druck der Aktionäre und auch des Aufsichtsrats wächst. Andere Übernahmeangebote für Mattel ernsthaft in Erwägung zu ziehen oder eben andere strategische Alternativen zu suchen. Gestern waren die Aktien von Lenar deutlich auf der Verliererseite. Das ist eine ganz interessante Story dahinter. Es gibt zwei Meldungen, ich fange mal mit der positiven an. Gestern Abend hat das Anlegermagazin Barronz berichtet, dass in der Tat Berkshire Hathaway die Kursschwäche bei Lenar, dem Luxusbaukonzern, genutzt hat, um weitere 2,4 Millionen Aktien zu kaufen. Damit ist jetzt der Anteil an Lenar auf rund 12 Prozent gestiegen. In den letzten Wochen hat Berkshire Hathaway kontinuierlich in Schwäche hinein Marktanteile oder Anteile an Lenar ausgeweitet. Jetzt kommt aber die Story, die Lenar gestern so runtergezogen hat. Und zwar geht es um einen Short-Seller, um Hunter Brook. Hunter Brook in dem Bericht betont, dass man in der Tat Short-Positionen auf Lenar hat. Man hat also Interesse daran, dass die Berichte zu einem Rücklauf der Aktie führen. Aber wenn man sich den Bericht mal so durchliest und vorausgesetzt natürlich, dass das alles so richtig ist, dann schon interessante Entwicklungen. Also Milrose. Wurde im vergangenen Jahr von Lenar ausgegliedert. Aber der CEO von Lenar ist immer noch auch im Aufsichtsrat von Milrose und, laut Hunter Brook hat Milrose über einen Monat hinweg etwa 200 Millionen Dollar in Häusern von Lenar erworben, die im zweiten Schritt weitervermietet werden. Das sind etwa sieben Prozent der Umsätze, die man mit Häusern generiert. Tja, warum sieht man das? Ist das ein Zeichen, dass Lenard zunehmend Schwierigkeiten hat, die Fertigbauten quasi an den Mann zu verkaufen, an den Mann zu kriegen? Und sucht man hier einen kreativen Weg, quasi über Milrose die Zahlen aufzuhübschen? Das ist zumindest mal der Gedanke, der dabei aufkommt. Lohnt sich vielleicht, das mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Nochmals, man darf nicht vergessen, es ist ein Short-Seller, Hunter Brook, die haben Interesse, den Wert runterzuziehen. Berkshire Hathaway ist nach wie vor auf der Käuferseite, aber das ist zumindest mal eine ganz interessante Entwicklung. So, ganz kurz Analystenkommentare außerhalb des Tech-Sektors heute Morgen. Bei den Fluggesellschaften purzeln heute die Kursziele. Wells Fargo senkt das Kursziel für American Air auf 14 Dollar, bleibt nur bei Halten. Wegen der erhöhten Treibstoffkosten senkt man die Ertragsaussichten. Die Kursziele für Delta Air werden leicht gesenkt von 105 auf 100 Dollar. Man bleibt hier bei Übergewichten. Bei United eher 160 Dollar, minimale Reduktion der Kursziele, man bleibt bei Übergewichten. Und Delta eher... Wie gesagt, 100-Dollar-Kursziel, da bleibt man bei Übergewichten. Delta, er hat eine eigene Raffinerie und wir haben vor allen Dingen auch am Freitag Quartalszahlen von Delta. Ich muss sagen, wirkt so ein bisschen spät diese Erkenntnis von Wells Fargo. Und naja, also mal schauen, was Delta sagt. Das wird letztendlich gesehen mehr Einblicke liefern als die Erkenntnis von Wells Fargo, dass die Kerosinpreise belasten. Denn die Ansage war ja eigentlich, aber die Nachfrage bleibt hoch und die Ticketpreise werden trotzdem von den Kunden absorbiert. So bei Otto Nation senkt Barclays die Kursziele auf 230 Dollar, bleibt allerdings bei Übergewichten. Wir haben Carvana, Barclays senkt die Kursziele auf 80 Dollar, bleibt man bei Übergewichten. Man senkt die Schätzungen und das Preisziel insgesamt im Vorfeld der Quartalszahlen für das dritte Quartal. Das Broker aus Stevens senkt auch die Kursziele auf 83 Dollar, bleibt auch bei Übergewichten. Am Mittwoch, dem 28. Oktober, meldet Carvana die Quartalszahlen. Was sich hier belastend auswirkt, sind die rapide gestiegenen Zinsen. Ich meine, es ist natürlich klar, wenn du jetzt ein Auto finanzieren willst, Autofinanzierungskosten sind natürlich auch ordentlich angezogen. Das könnte die Branche insgesamt durchaus treffen. Und Goldman Sachs senkt heute das Kursziel für Ford auf nur noch 14 Dollar, bleibt auch nur bei Halten. Bei McDonalds schon wieder sinkende Kursziele, hier muss man sagen, immerhin trotzdem über den aktuellen Kursen. Die Keybank senkt das Kursziel auf 280, bleibt bei Übergewichten, lag natürlich mit der Empfehlung grottenschlecht, vollkommen daneben. Mit der Empfehlung, aber so be it. So, ansonsten war es das dann auch schon mit den Analysten-Kommentaren. Jetzt wünsche ich euch einen guten Handelstag. Wir sehen uns heute Abend wieder zur Closing-Bell. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.