Heute ist Mittwoch, der 7. Oktober. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, die Party an der Wall Street ist vorbei. Wir haben den Dow Jones und den Nasdaq beide auf der Verliererseite. Der Ölpreis zieht an, 1,6 Prozent. Aber das Kernproblem bleiben die Renditen der langlaufenden Staatsanleihen, die auf 5,34 Prozent im zehnjährigen Bereich gestiegen sind. Gleichzeitig die Meldung, dass SpaceX rund 40 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten aufnehmen wird, um damit Nvidia-Chips zu kaufen. Das ist schön für Nvidia, zeigt aber einmal mehr, dass die US-Staatsanleihen immer mehr Wettbewerb bekommen durch AI-Unternehmensanleihen. Denn gleichzeitig hatte Marvell gestern sehr hohe Wachstumszahlen in Aussicht gestellt. Mit sehr hohen CapEx-Investitionen bis ins Jahr 2031 branchenweit. Auch ein Signal, der Wettbewerb für US-Staatsanleihen wird hoch bleiben. Für Kevin Walsh bleibt die Situation sehr schwierig. Wir sehen zunehmend Zeichen, dass die Anleihemärkte die zinssensiblen Sektoren abwürgen. Aber das sind nicht die Sektoren, die tatsächlich Inflation schaffen. Einen schönen guten Morgen von einer tiefroten Wall Street. An den Ölpreisen liegt es dieses Mal nicht. WTI ist im New Yorker Handel etwa ein halbes Prozent im Plus, 0,5 Prozent auf der Gewinnerseite. Die Nachrichtenlage zum Nahen Osten ist relativ ruhig. Man sieht einerseits, dass die Spannungen und die militärischen Konflikte zwischen den Houthis, den Saudis und. Den Regierungstruppen im Jemen zunehmen, aber zu guter Letzt keine wirklich bahnbrechenden Neuigkeiten. Der eine Chart, der bei uns immer noch die Runde macht, den hatte ich gestern Abend schon eingeblendet, ist von Goldman Sachs und Steno Research. Hier sehen wir mal die Ölexporte aus dem Persischen Golf. Die liegen wieder nah dem Vorkriegsniveau. Der Rohölmarkt bleibt also erstaunlich entspannt. In diesem Umfeld müsste ja im Grunde ein Signal sein, abseits all der. Täglichen Meldungen aus dem Nahen Osten, dass die Taktik der Amerikaner, also die Seeblockade, vor allen Dingen den Iran trifft. Wirtschaftlich schwer trifft, während gleichzeitig aber mehr Öl auf die Weltmärkte kommt, als im Allgemeinen angenommen wird. Also Öl ist heute im Kern nicht wirklich das Problem. Die Problematik liegt bei den Renditen der langlaufenden US-Staatsanleihen in Kombination mit den Meldungen aus dem AI-Sektor. Wir haben zunächst einmal in Europa die Renditen der Staatsanleihen, die auf breiter Front nach einem leichten Aufatmen gestern, wieder nach oben drücken, wenn man sich französische und italienische Staatsanleihen anschaut, spanische Staatsanleihen, Staatsanleihen in Großbritannien. Dann sehen wir überwiegend hier Aufwärtsdruck bei den Renditen. Wir sehen, dass Indiens Zentralbank die Zinsen auch angehoben hat. Das ist jetzt nicht unbedingt ein großer Beinbruch, aber es ist ein Signal mehr, dass die globalen Zentralbanken zunehmend dazu übergehen müssen, Inflation zu bekämpfen. Und die Meldung heute Morgen, dass SpaceX 40 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten aufnehmen will, um damit NVIDIA-Chips zu kaufen. Great News für NVIDIA. Aber wir sehen, dass der Wettbewerbsdruck durch Unternehmensanleihen gegenüber den US-Staatsanleihen weiter zunimmt. Ich darf daran erinnern, gestern Marvell mit dem Analystentag auch sehr bullische Aussagen zu den erwarteten Wachstumszahlen. Nvidia hat ja in Aussicht gestellt, im Jahr Fiskaljahr 2031 rund 80 Milliarden Dollar Umsatz zu generieren. Das ist fast doppelt so viel, wie die Wall Street erwartet. Und man geht davon aus, dass branchenweit Investitionen in Rechenzentren dann bei mehr als 3 Billionen Dollar liegen werden bis 2030. Ja, und wie finanziert man das? Durch die Ausgabe von Aktien. aber in erster Linie eben auch durch die Ausgaben von Anleihen. Das übt also Druck auf die Renditen bei US-Staatsanleihen aus. Und ich möchte heute noch mal ein bisschen tiefer eintauchen in das Dilemma, das die amerikanische Notenbank hat. Ich habe das gestern Abend in der Closing Bell schon kurz mit angerissen. Jetzt ist ja die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Oktober, am 28. Oktober, eine Zinsanhebung sehen werden, erheblich gesunken. Die Wettmärkte und auch das FedWatch-Tool rechnen jetzt nur noch mit einer etwa 20% Wahrscheinlichkeit damit, dass so wenige Tage vor den Zwischenwahlen, die am 3. November sein werden, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben wird. Man wird eher abwarten. Und das Kernproblem der amerikanischen Notenbank ist, dass man im Prinzip versucht, Inflation zu bekämpfen. Aber man kann halt die Straße von Hormuz nicht öffnen durch Zinsanhebungen, Punkt 1. Und der AI-Boom geht ungebrochen weiter, der lässt sich dadurch auch nicht abkühlen. Und wenn Donald Trump gestern Abend in einer Wahlkampfrede dann nochmals betont. Ich mache jetzt ein Versprechen, das nur ich geben kann. Wenn wir das Repräsentantenhaus und den Senat mehrheitlich halten, bekommt jeder erwachsene Amerikaner 5000 Dollar. Also nette Neuverschuldung 1,3 Billionen Dollar. dadurch in einem ohnehin nervösen Anleihemarkt ein Versprechen, das er nicht einhalten kann. Genauso wenig wie sein ursprüngliches Versprechen, wir machen das mit den Zöllen, dann kriegt ihr alle einen schönen Dividenden-Scheck mit den Zöllen. Die müssen jetzt überwiegend zurückerstattet werden, die Zölle. Der Dividenden-Scheck kam nie und genauso wenig wird dieser Scheck auch jemals kommen, weil sich die USA das gar nicht leisten können. Aber das Kerndilemma der amerikanischen Notenbank, und schaut euch diese Grafik mal an, liegt hier. Da wird wahrscheinlich Kevin Walsh der Angstschweiß ins Gesicht treten. Hier sehen wir mal die Entwicklung des Atlanta Fed GDP Now Indikators, also die Notenbank von Atlanta gibt quasi einen Realtime Wirtschaftsindikator aus, wie wird sich das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal entwickeln. Und boy, das sinkt zur Zeit ziemlich stark. Also im Vergleich jetzt zu September, am 21. September lag das noch bei etwa 5%. Jetzt liegen wir etwa bei 3,7% um den Dreh, kühlen hier also mittlerweile ziemlich ab. Kevin Walsh trifft also mit seinen Zinsanhebungen und mal abgesehen davon, dass der Rentenmarkt ja ohnehin schon, ich meine schaut euch die Renditen im zweijährigen Bereich an, da liegen 100 Basispunkte über dem offiziellen Zinssatz der amerikanischen Notenbank. In anderen Worten, wenn die Fed nicht anhebt, dann macht es der Rentenmarkt halt so. Und die Renditen steigen weiter und beides wirkt die Sektoren ab an der Wall Street, die das Land im weiten Teilen trägt. Diese Grafik hier hatte ich in den letzten Tagen schon öfter mal eingeblendet, aber ich finde, dass eben hier sehr schön zum Ausdruck kommt, dass, jawohl, der S&P hat gestern Rekorde geknackt und der Nasdaq auch, aber boy ist dieser Markt schief. Die zinssensiblen Sektoren, der Finanzsektor, die Konsumgüterwerte, die Versorgertitel, die Immobilienwerte haben mittlerweile ordentlich an Wert eingebüßt. Wie gesagt, über 50% der Aktien im Russell 3000 befinden sich in einem Bärenmarkt, und diese Sektoren sind sehr stark überverkauft, aber einen Bounce werden wir hier erst sehen, wenn wir bei den Renditen der Staatsanleihen tatsächlich eine Entspannung sehen. Jetzt möchte ich nochmal einen Wert einblenden, der mit Amerika nicht so viel zu tun hat. Natürlich sind die USA auch große Kunden von Louis Vuitton, Luxusklamotten und so. Aber schaut euch mal an, wie groß die Drawdowns mittlerweile sind, selbst bei den Luxusgüterkonzernen, die als relativ immun angesehen wurden. Die Aktien von Louis Vuitton haben mittlerweile über 57% vom Hoch verloren. Das bedeutet, der Drawdown bei einem Luxusgüterwert erstklassiges Unternehmen, Louis Vuitton, ist größer, als der Drawdown im Umfeld der Finanzkrise 2008-2009. Nein, die Notenbanken in dieser Welt, die EZB ist da ja nicht ausgenommen, die auch die Zinsen anhebt, bekämpft Inflation, die durch 80 Prozent der Sektoren gar nicht verursacht wird. Selbst die US-Notenbank hat ja gesagt, also ob der Arbeitsmarkt jetzt heiß ist oder nicht, die Inflation kommt nicht vom Arbeitsmarkt und das ist vollkommen richtig. In den USA kommt die Inflation von der hirnrissigen Zollpolitik der amerikanischen Administration. Das ist mittlerweile bewiesen und abgesehen davon stand vorher ja auch schon fest, jeder mit einem halben Hirn, der ein bisschen Wirtschaftsahnung hat, weiß, dass Zölle dazu führen, dass zu guter Letzt die Verbraucher selbst die Zeche zahlen. Kunden geben die Preisanhebungen weiter und wenn sich das Umfeld normalisiert, Geben sie die Preisanhebung für gewöhnlich an die Verbraucher nicht zurück? Oder könnt ihr euch jemals daran erinnern, dass ein Apple-Konzern mal die Preise für ein iPhone wieder gesenkt hat? Fluggesellschaften, genau die gleiche Story. Also in anderen Worten, ein sehr schwieriges Umfeld geschaffen durch vor allen Dingen die amerikanische Administration, durch Donald Trump. Der Iran-Krieg, gestern in einer Wahlkampfrede, betont Donald Trump. Wenn jetzt der Iran Los Angeles oder San Diego ausradieren würde, dann ist das ein kleiner Preis dafür, dass die Welt danach sicher sei, wenn man quasi gegen den Iran siegt. Das ist mal ein toller Vergleich, Los Angeles und San Diego. Da sitzt er da und da fällt dir die Kinnlade so weit auf den Boden, dass man dankbar sein kann, dass nicht noch drei Stockwerke Keller da ist, weil sonst das Gebiss vollkommen ausgehakt ist. Also es ist wirklich unfassbar, was hier veranstaltet wird. Der Schaden, den die Trump-Administration in so kurzer Zeit auf globaler Ebene angerichtet hat, ist einfach unfassbar. Und das sehen wir in den Wirtschaftsdaten eben auch. Wenn Donald Trump sagt nominal, guck mal hier, Wahnsinnswirtschaftswachstum. Ja, aber warum ist das nominale Wirtschaftswachstum so hoch? Warum? Da spielt Inflation eben auch eine große Rolle. So und jetzt gehen wir nochmal einen Schritt weiter. Hier seht ihr auch nochmal die letzten 15 Handelstage, das war nicht von gestern, sondern die letzten 15 Handelstage per Montag. Gleichgewichtete Sektoren im S&P, das ist also Equal Weight gemessen, Tech und Energie hoch, Gesundheitswesen runter, Industrie runter, Basiskonsumgüter runter, Rohstoffeversorger nicht, Basiskonsumgüter, Finanzwerte, Immobilienwerte, alles unter Abgabedruck. Und wer im AI-Sektor unterwegs ist, der weiß auch, auch da ist die Qual der Wahl nicht so ohne. Schaut euch mal von Bespoke Investment diese Grafik hier an, wie unterschiedlich die Performance im AI-Sektor ausfällt. Ihr habt AI-Infrastrukturwerte, dann haben wir seit Jahresauftakt per 5. Oktober einen Anstieg von 83%. Ihr nehmt die AI-Unternehmen, die quasi AI implementieren, 2% plus seit Jahresauftakt. Der S&P Equal Weight Index 10% im Plus, der Nasdaq 100 Equal Weight Index 19% im Plus. Also selbst innerhalb des AI-Universums ist das Bild unfassbar zerrissen. Also S&P und Nasdaq auf Rekordniveau, that's great, wenn ihr einen Index-ETF habt, wunderbar. Aber unter der Haube des Marktes ist das, was wir in diesem Jahr erleben, wirklich kein einfacher Markt. Du suchst Sicherheit bei Anleihen, kriegst du eins in die Fresse. Du suchst Sicherheit bei Gold, kriegst du eins in die Fresse. Du hast ein breit aufgestelltes Portfolio von unterschiedlichen Werten und Sektoren. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier massive Verluste teils eingefahren wurden, hoch. Also dieser Markt ist schief und das macht ihn zum einen, gefährlich, denn was ist, wenn wir nach unten aufschließen und andernfalls eben auch super attraktiv, wenn die Ölwerte, wenn Öl mal zurückläuft und wir sehen eine Abkühlung bei den Renditen der Staatsanleihen, können wir ja auch sehen, weil die Wirtschaft eventuell abkühlt. Dann sind viele dieser Sektoren, die schon in Bärenmärkten sind, wieder attraktiv. Also es ist wirklich ein Markt, in dem sich die Puzzleteile so unfassbar schnell aktuell verschieben und gerade im AI-Sektor muss man sich wirklich darüber im Klaren sein, übrigens historisch betrachtet nicht selten, beim Eisenbahn-Booms war es ähnlich, Amerika setzt zunehmend alles auf eine Karte. Und das zeigen die wachsenden Verbindlichkeiten in diesem Sektor. Wir haben also die Meldung heute Morgen, dass, SpaceX 40 Milliarden Dollar plant, an Schulden aufzunehmen, inklusive 10 Milliarden Dollar an Bankkrediten, 30 Milliarden Dollar durch Investment-Grade-Anleihen, also Unternehmensanleihen, die platziert werden sollen, am Rande bemerkt. Wer Unternehmensanleihen von SpaceX gekauft hat, hat im Zweitmarkt wenig Freude daran gehabt. Und das war bei vielen Unternehmensanleihen im AI-Sektor bisher so. Oracle-Unternehmensanleihen war eine teure Angelegenheit für Investoren, die beim Launch mit am Start waren. Also wie werden diese Anleihen aufgenommen vom Markt? Das wird wichtig sein. Wo liegt der Zins? Wenn eine Meta eine Unternehmensanleihe ausgibt, ich glaube das war Laufzeit 2036 oder 2031, ich glaube 36 war es, mit einer Verzinsung von über 6%. Was bedeutet das denn für die vielen Unternehmen im Russell 2000, die nicht profitabel sind und auch Verbindlichkeiten aufnehmen müssen, was müssen die dann zahlen? 10%? 12%? Also das sind schon Herausforderungen, die hier auf der Finanzierungsebene auf den Markt zukommen. Aber gut, zurück zu SpaceX. Man will also laut Financial Times die Mittel dann nehmen, um damit Nvidia-Chips zu kaufen. Apollo soll wohl das Unternehmen sein, das diesen Deal leiten wird, die Papiere dann letztendlich gesehen auch bei Investoren an den Mann zu bringen. So Marvell gestern mit der Aussage, Datacenter CapEx Tech-Industrie letztes Jahr über 700 Milliarden Investitionen, in diesem Jahr über eine Billion Dollar Investitionen und bis 2030 über drei Billionen Dollar Investitionen. Das heißt, Wachstumsende nicht in Sicht im AI-Sektor und deshalb trägt der Sektor auch den Markt. Und solange wir hier keine Enttäuschungen sehen, müssten Dips eigentlich Einstiegsgelegenheiten sein. Müsste man ja eigentlich sagen, weil Wachstum bis 2031 so hoch, wo liegt das Problem? Ich bin in einem Aspekt wirklich gespannt, das werde ich in den nächsten Wochen auch mal ein Interview zu machen. Mir kann keiner erzählen, dass Open AI und Anthropic derartige Verbindlichkeiten aufnimmt oder eine SpaceX und dann vorhat, dass zu guter Letzt durch Abo-Modelle, SpaceX ist jetzt kein gutes Beispiel, nehmen wir Anthropic und Open AI, wieder einzuspielen. Im Prinzip muss die Konsequenz sein, dass das eigentliche Potenzial darin liegt, vor allen Dingen Arbeitsplätze zu ersetzen. Denn da liegt ein großer Hebel drin, letztendlich gesehen, in der Wirtschaft, für Unternehmen. Aber das ist jetzt eine philosophische Frage, die kann man anderen mal ein bisschen lebhafter diskutieren. Also zurück zu Marvell. Wachstum ohne Ende. Wir haben gestern Abend, das wird heute Abend spannend sein, LG Electronics, die in Südkorea unter Druck standen. Vorläufige Ergebnisse für das dritte Quartal lagen bei LG Electronics unter den Erwartungen des Marktes. Das muss man sagen, Taiwan Semiconductor war unfassbar starkes Wachstum. Das wurde diese Woche gemeldet. 47% Umsatzwachstum im Vorjahresvergleich. Samsung Electronics soll heute Abend 133% Umsatzwachstum melden im Vorjahresvergleich. Und wenn sich das bestätigt, haben wir keinerlei Zeichen, dass das Wachstum in dem Sektor abkühlt. So, wir haben heute Morgen eine Meldung, dass Intel weiterhin... Laut Elon Musk an der TerraFab mitarbeiten wird. Man beruft sich dabei auf den CEO von Intel, Lib Butan. Die Aktien von Intel waren diese Woche sehr volatil, vor allen Dingen aufgrund von Bedenken, dass Intel hier eher benachteiligt wird, insbesondere gegenüber Taiwan Semiconductor. Da wird übrigens heute bei Reuters nochmals zitiert, dass Taiwan Semiconductor laut Elon Musk die TerraFab nicht bauen und betreiben wird. Aber sie könnte einen Teil der TerraFab Sub mieten, also quasi Teile anmieten. So, ansonsten Apple mit im Fokus. Wir haben hier die Meldung, dass Apple jetzt am 13. Oktober eine ganze Welle neuer Hardware-Produkte vorstellen wird. Das sind dann Produkte, die vor allen Dingen im Haus eingesetzt werden können, in Kooperation mit LG Electronics oder sowas wie, was weiß ich, Türklingeln und Thermostatregeln und so. Es wird jetzt bei Apple nicht die Nadel bewegen, umsatztechnisch, aber Apple könnte hier noch mit im Fokus stehen. Wir haben eine relativ negative Story über Workday bei The Information. Die Story kursierte gestern schon. Das Unternehmen hat Schwierigkeiten, die AI-basierenden Tools, die man entwickelt hat, an Kunden weiter zu verkaufen. Kunden setzen hier bevorzugt auf andere Technologie, die auf dem Workday-System basieren. So, eine ganz interessante Story zu den Banken. Das ist übrigens auch keine taufrische Story, weil man das in den letzten Tagen öfter schon gehört hat. Dieses Mal in der Financial Times. Man betont, dass die Banken durch den Einsatz von AI-Agenten zunehmend Gegenwind sehen könnten. Mal einfach erklärt. Nehmen wir mal Deutschland als Beispiel. Wenn du den deutschen Kunden hast als Bank, dann ist der Kunde für gewöhnlich, die Bereitschaft dann mal Depots zu wechseln oder Girokonten zu wechseln oder Spargelder hin und her zu schieben. Der deutsche Kunde ist ein Trägerkunde, für die Banken ideal, weil dann müssen sie keine hohen Zinsen zahlen, um die Kunden zu halten. Und hier liegt jetzt stückweit das Dilemma, je mehr Kunden AI-Agenten einsetzen und das setzt natürlich voraus, dass AI-Agenten wie Muse dann auch die Möglichkeiten haben, zum Beispiel Gelder von Girokonten zu verschieben. Das muss man wollen, damit sind sicherlich auch Risiken verbunden, aber that's not the point. Wenn also Muse den Auftrag bekommt, mal als Beispiel, suche mir für meine Gelder, die bei der Puse-Muckel-Bank liegen, suche mir doch bitte mal den besten Tagesgeldsatz, am deutschen Markt von einer Institution, die sicher ist und verschiebe das Geld dahin. So und plötzlich bekommen die Banken, die ordentlich daran verdient haben, dass ihre Kunden träge waren mit ihren Tagesgeldkonten. Auf einmal die Gelder eben weg sind und dann woanders sind, nämlich da, wo eine ordentliche Verzinsung ist. Schönes Beispiel von der Financial Times, ist nicht aktuell ein Thema, aber das kann langfristig ein Thema sein. So Boeing und Airbus steht mit dem Fokus Saudi-Arabien, soll laut Bloomberg kurz davor stehen, einen substanziellen Auftrag zu erteilen für Flugzeuge. Wir haben ansonsten Europa mit im Fokus im Autosektor. Und zwar überlegt die EU. Einschränkungen auf chinesische Hybridfahrzeuge zu erlassen. Also wie viele dieser Fahrzeuge können in die Eurozone importiert werden? Warum eigentlich nicht innerhalb der Eurozone produzieren? Das wäre dann natürlich auch eine Möglichkeit, aber nichtsdestotrotz ein Thema. Und Achtung, Achtung, alle Porsche-Fahrer aufgepasst und alle die, die es gerne sein wollen. Das Wall Street Journal berichtet, dass Porsche sich zum Ziel gesetzt hat, stärker im Luxusgüterbereich aufzusteigen, im High-End-Bereich. Und man sagt, dass Porsche planen soll, die durchschnittlichen Verkaufspreise in den nächsten Jahren um rund 20 Prozent anzuheben. Also, wer nochmal günstig so ein Porsche schießen will, der sollte das vielleicht möglichst eher früher machen. So also das Wall Street Journal. Ansonsten Mattel, heute wieder auf der Gewinnerseite, der Milliardär Nick Mowbray. Der unter anderem private Spielzeugunternehmen Heldsuru zum Beispiel, soll eine Übernahme von Mattel in Erwägung ziehen. Das wird in Australien berichtet. In The Australian. Kenne ich ehrlich gesagt nicht als Quelle. Ich hoffe mal nicht, dass es irgendwie ein Reisedienst ist oder so ein, keine Ahnung, wie zuverlässig das ist. Aber Mattel ist ja seit Tagen schon in den Schlagzeilen, dass hier eine Übernahme bevorstehen könnte. Ansonsten FICO, die Aktie hat es ja ziemlich zerrissen in den letzten Handelstagen. United Wholesale Mortgage, größte Hypothekenkreditgeber der USA, Nummer 1 Mortgage Lender, bestätigt also, dass man weiterhin exklusiv die FICO-Scores nehmen wird, um die Bonität von Kreditnehmern zu prüfen. Abgesehen davon plant FICO jetzt 15% der Belegschaft abzubauen in Anbetracht des zunehmenden Wettbewerbs. So, zum Schluss nochmal ein Blick auf die Analystenkommentare. Da gibt es heute einige. Coinbase bei Goldman Sachs. Kursziel steigt auf 244 Dollar, wird zum Kauf empfohlen. Wir haben Delta Air, die am Freitag Zahlen melden werden. Bernstein senkt das Kursziel auf 100 Dollar, bleibt aber bei überdurchschnittlicher Performa. Das Umfeld hat sich aufgrund der gestiegenen Treibstoffkosten leicht verschlechtert, aber das Nachfrageumfeld bleibt trotzdem robust. Freeport-McMoran, McMoran, McMoran, JP Morgan hebt das Kursziel an auf 92 Dollar. Das hatte gestern auch schon ein anderes Haus getan. Man hat vor allem die langfristigen Aussichten von Kupfer angehoben, medium und langfristig. Bei Ford sinken die Kursziele, die UBS senkt das Ziel auf 15 Dollar, bleibt allerdings bei Kaufen. Die Aktie bleibt um 12 Dollar attraktiv. Jetzt muss man sagen, die Frage ist wirklich, wie auch der Autofinanzierungsbereich laufen wird bei den Zinsen, die wir mittlerweile haben, aber das ist kein Thema bei der UBS. Die UBS senkt die Kursziele von GM auf 112 Dollar, bleibt auch bei einer Kaufempfehlung und geht davon aus, dass das EBITDA-Ergebnis die Erwartungen der Wall Street übertreffen kann. So, wir haben ansonsten noch Marvell. Nach dem Analystentag gestern steigende Kursziele. Bank of America 400 Dollar, Canter Fitzgerald 350 Dollar, Goldman Sachs ist relativ konservativ. Die bleiben auch nur bei Halten mit einem Kursziel von 270 Dollar. Klar, langfristige Wachstumsaussichten sind hoch über den Erwartungen des Marktes. Trotzdem bleibt Goldman hier zurückhaltend. Aber das ist eher eine Ausnahme. Die Liste der steigenden Kurszile für Marvell ist Ellen Lang heute. JP Morgan sagt, kaufen 360 Dollar. Morgan Stanley bleibt ähnlich wie Goldman bei Halten, sieht aber die Aktie jetzt auf bei 300 Dollar. UBS hebt das Kursziel auf 350 Dollar an, bleibt bei einer Kaufempfehlung. Und wie gesagt, wem wundert es bei den Wachstumszahlen, die gestern gegeben wurden. Beim Micron explodieren die Kursziele immer mehr. Das Einzige, was letztendlich gesehen nicht interessiert, ist der Aktienkurs selber, denn Micron ist seit Bekanntgabe der Ergebnisse überwiegend unter Abgabedruck. Heute Morgen auch wieder 2,7 Prozent runter bei 1017. Und ich, also manchmal denke ich mir wirklich, also Guys, diese Kursziel-Explosionen, hatten wir Ende der 90er Jahre auch. Da wacht dann ein Analyst auf und sagt, oh Mensch, ich habe einen geilen Traum gehabt und das war ein Wahnsinn und die Wachstumsziele, oh. Warum das Kursziel jetzt nicht einfach mal verdoppeln oder 50 Prozent mehr? Ja, DA Davidson schraubt das Kurzziel für Micron heute von 2.100. Das ist schon doppelt so viel, wo die Aktie heute notiert, auf 3.000 Dollar. Also in anderen Worten, der Analyst sieht jetzt eine Verdreifachung der Aktie, bleibt bei einer Kaufempfehlung und sagt, dass zu guter Letzt Micron is on growth trajectory. Die nächsten drei bis fünf Jahre bleibt Micron auf Wachstumsachse. Das ist auch vollkommen richtig, wenn man sich die Zahlen anschaut, die Micron ja gemeldet hat. Die Zahlen waren sehr gut. Die Aktie ist so gesehen auch von der Bewertung her dirt cheap, also eigentlich wirklich günstig. Aber jetzt mal im Ernst, wie seriös ist das, ein Kursziel bezüglich? 3.000 statt 1.000, wo die Aktie jetzt notiert. Also das ist doch wirklich, naja, gut. Also dann haben wir Tesla. Bei der UBS steigt das Kursziel auf 391 Dollar. Man bleibt bei einer Kaufempfehlung. Chancenrisiko seien vorteilhaft. Wir haben Taiwan Semiconductor. Die Citigroup hebt das Kursziel an, sieht Upside-Potenzial die nächsten 90 Handelstage. Und wir haben bei Zscaler Anhebungen ohne Ende. Canaccord sieht die Aktie bei 2,50, die Bank of America bei 2,40, Cantor Fitzgerald bei 2,75, Guggenheim bei 2,54. Nur Morgan Stanley ist zurückhaltend bei 185 Dollar, da bleibt man bei halten. Zscaler hat gestern die Erwartungen für das erste Quartal bestätigt und die Aussichten für das Fiskaljahr 2027 angehoben. Und man betont, man ist auf dem Pfad bis zum Fiskaljahr 2031 31 wiederkehrende Umsätze von über 8 Milliarden Dollar zu generieren. Also, das war's, guys. Ich wünsche euch einen guten Start in den Handelstag. Wir sehen uns heute Abend wieder. Heute Abend wird die Closing Bell ein bisschen früher stattfinden. Wahrscheinlich so etwa 15.30 Uhr eurer Zeit, weil heute Abend, Papa ist ein bisschen unter Druck. Die Kleine hat Reitunterricht. Also, ich liebe das ja, muss ich ehrlich sagen. Ihr wisst, ich bin Familienmensch. Am Mittwochmorgen muss Frühstück gemacht werden für die Tochter. Dann muss sie zur Schule gebracht werden. Mein kleiner Mini-Orsi. Kirby muss natürlich auch happy sein. Kirby hat jetzt jeden Mittwochmorgen von 8 Uhr bis 1 Uhr Training. Und die muss auch abgegeben werden. Dann geht's ins Studio. Dann geht's los mit der Opening-Belle. So ist der Koch happy, weil das Einzige, was wirklich zählt, sind Freunde und Familie, Guys. Also in diesem Sinne, ich wünsche euch einen guten Handelstag. Wir sehen uns heute Abend wieder. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.