Heute ist Dienstag, der 13. Oktober. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Der Dow Jones profitiert, der Tech-Sektor unter Abgabedruck. Der CEO von Broadcom mahnt, dass AI-Investoren zunehmend zu Casinogängern werden, die eigentlich gar nicht verstehen, auf welche Wette sie setzen. Dafür zahlen aus dem Bankensektor Goldman Sachs beeindruckt mit sehr starken Ergebnissen, vor allen Dingen der Aktienhandel deutlich besser als erwartet. Die Citigroup kann auch die Erwartungen schlagen, Wells Fargo ebenfalls, wobei die Kursreaktionen sehr uneinheitlich ausfallen. Obwohl JP Morgan die Ertrags- und Umsatzziele verfehlt, tendieren die Aktien im frühen New Yorker Handel auf der Gewinnerseite. Ja, United Health ist Star des Tages. Die Krankenversicherung schlägt die Erwartungen deutlich. Dafür aber Johnson & Johnson nach den Zahlen unter Abgabedruck. Ja, die Zahlen waren jetzt nicht schlecht. Sie waren okay, aber in Teilbereichen bei einigen Segmenten durchaus enttäuschend. Der Dow Jones mit ordentlich Rückenwind und der Nasdaq dafür unter Beschuss. Das liegt vor allen Dingen daran, dass sich der CEO von Broadcom zu Wort meldet mit sehr kritischen Worten. Er betont, dass Investoren im AI-Universum mittlerweile Casinogänger geworden seien, die nicht verstehen, auf welche Wette sie eigentlich setzen würden. Die Bewertungen und Erwartungen vor allen Dingen seien mittlerweile extrem hoch. Und die Risiken dementsprechend auch. Das wird heute zitiert. Einmal bei Bloomberg. Wir hatten bereits über Nacht deutlich Abgabedruck bei den Chip- und Memory-Werten in Südkorea und in Asien insgesamt. Wir haben Kioxia 13 Prozent im Minus, Samsung 7 Prozent, SK Hynix 10 Prozent und Softbank auch fast 10 Prozent über Nacht auf der Verliererseite. Auch die Financial Times zitiert den CEO von Broadcom, also eine Story, die quasi als Entschuldigung dafür herangezogen wird, weiterhin den Stecker zu ziehen in diesem Sektor. Die Tatsache, dass ein von Blackstone gebacktes Hyperscaler-IPO abgesagt werden musste. Der Betreiber eines Datacenter-IPOs, also in Singapur, wurde verschoben und das facht dann auch wieder die Sorge an, dass wir einerseits immer mehr verschobene Börsengänge sehen in diesem Universum, andererseits deutlich weniger Platzierungen im Finanzierungsbereich, im Bereich der AI-Unternehmensanleihen und das ist letztendlich gesehen der Treibstoff für die Aufträge im Data Center und AI-Infrastrukturbereich. Es steht zunehmend die Frage im Raum, ob Anthropic, die angepeilte 2 Billionen Dollar Bewertung für den Börsengang im November, sollte der überhaupt stattfinden, ob diese Bewertung überhaupt erreicht werden kann und ob dieser Börsengang letztendlich gesehen stattfinden wird. Denn ein Faktor, der den AI-Trade und insbesondere die LLM-Betreiber untergräbt, ist die Tatsache, dass Unternehmen zunehmend Konkurrenz machen. Unternehmen, die sehr viel breiter aufgestellt sind, wenn man die Hyperscaler nimmt, wie zum Beispiel Microsoft oder wenn man sich Google anschaut mit Gemini. Natürlich ist Gemini für Google wichtig, aber Google hat auch einen sehr großen Cloud-Bereich, hat sehr viele andere Einnahmequellen. Das ist bei Microsoft nicht anders. Nvidia, die natürlich auch quasi, wie ja schon vor Monaten der Begriff getermt wurde, die Zentralbank des AI-Sektors geworden ist, die jetzt auch im Bereich der LLM-Modelle planen, weiter zu expandieren mit einer potenziellen Übernahme, die hier im Raum steht. Bisher ist es noch eine Spekulation. Aber Nvidia im LLM-Bereich, Meta im LLM-Bereich, und dann hast du die Plain Vanilla-Spieler mit Anthropic und OpenAI, die wirklich nur von diesen Modellen abhängig sind und dadurch untergraben werden. Pivotal Research hat heute Morgen die Kursziele von Meta weiter nach oben geschraubt auf 930 Dollar mit einer Kaufempfehlung. Und auch hier betont man, dass die AI-Investitionen zunehmend anfangen, sich jetzt auch zu rechnen. Muse. Performt, was die Aufnahme der Kunden betrifft, stärker als der. Frühe Mobile-Launch von ChatGPT in den ersten zwölf Tagen konnte oder wurde Muse 2,8 Millionen Mal installiert. Gestern wurde dann der Muse Wonder Launch vorgestellt, also eine Art Frontier-Modell, das konkurriert mit Anthropic und mit OpenAI und man betont, zumindest bei Pivotal Research, dass der Launch durchaus wettbewerbsfähig sei. Meta ist auch im Bereich Open Source unterwegs und da gräbt damit die Tokenpreise, von Anthropic und OpenAI, die ja zusätzlich auch noch miteinander in Konkurrenz stehen. Also die Nachrichtenlage im Tech-Sektor hat sich insgesamt weiter eingetrübt, und wir haben eine Rotation in die anderen bereits sehr stark abgestraften Sektoren, zumal ironischerweise je weniger AI-Anleihen platziert werden. Diese Meldungen an sich helfen den US-Staatsanleihen. Wir sehen einen Rücklauf bei den Renditen der langlaufenden Staatsanleihen, weil dadurch vermeintlich der Wettbewerb, zwischen Staatsanleihen und Unternehmensanleihen erstmal nachlässt. Wir haben auch die schwachen Arbeitsmarktdaten gehabt. Wir hatten den JOLS-Bericht unter den Erwartungen, also die Anzahl der unbesetzten Jobs. Der PCE August war schwächer als erwartet. Wir haben viele Aussagen von US-Notenbankern, dass wir im Oktober keine Zinsanhebungen sehen werden. Notenbanker Waller betont ebenfalls, dass der Anleihemarkt im Prinzip den Job der US-Notenbank bereits teils mit erfüllt hat. Also in anderen Worten, die Renditen sind jetzt schon hoch genug. Und das Szenario für eine Rallye bei Anleihen wird immer besser. Und das ist ja genau der Punkt, über den wir die letzten Wochen oft gesprochen haben, dass zu guter Letzt der S&P 500 zwar auf Rekordniveau war und immer noch unweit davon entfernt ist, aber eben fast ausschließlich getragen durch sehr wenige Tech-Werte. Die Konzentration von Kapital in diesem Sektor ist dementsprechend groß. Sehen wir eine Rotation in andere Sektoren, werden diese Werte natürlich auch dementsprechend stark abgestraft, aber, mit etwa der Hälfte der Aktien im Russell 3000 bereits im Bärenmarkt haben sehr weite Teile des Aktienmarktes bereits die gestiegenen Renditen und die höheren Energiepreise mit eingepreist. Und dementsprechend sehen wir jetzt eine Rotation in den Dow Jones, der sich gestern ja auch schon besser geschlagen hat als der breite Tech-Sektor. So, wir haben heute noch einen Analystentag bei Applied Materials, wir haben den Analystentag bei Workday, das wird im Tech-Sektor auch noch wichtig sein, morgen dann die Zahlen von ASML. Und morgen früh natürlich auch die Verbraucherpreise für den September, Donnerstag dann die Erzeugerpreise und sollten die nicht vollkommen off the chart sein, also brennend heiß ausfallen. Liegen die im Rahmen der Erwartungen, müssten wir eigentlich einen stärkeren Rücklauf bei den Renditen der langlaufenden Staatsanleihen sehen. Also mal schauen, wie morgen früh die Daten hier ausfallen werden. Und damit mal ganz kurz zu den Banken. Und ich muss sagen, die Zahlen der Banken, fangen wir mal bei den Good News an. Goldman kann hier wirklich absolut glänzen, also unter den Investmenthäusern mit Wachstumszahlen, die beeindruckend sind. Der Ertrag pro Aktie bei über 17 Dollar geschätzt wurden 12,80 Dollar, also prozentual gesehen ein sehr weiter Beat der Schätzungen. Der Umsatz 23% Wachstum mit 18,7 Milliarden Euro. Auch 900 Millionen Dollar besser als die Wall Street erwartet hatte. Die Investmentbanking-Einnahmen lagen mit 3,2 Milliarden, auch 300 Millionen über den Schätzungen. Also sauber, wirklich geliefert und echt beeindruckend. Und vor allen Dingen die Umsätze im Aktienhandel, 70 Prozent über Vorjahresniveau, 6,44 Milliarden Dollar und damit 1,3 Milliarden über den Schätzungen. Auch das Asset Management performte sehr gut, also Goldman feuert hier wirklich auf allen Zylindern und das, obwohl wir weniger Börsengänge hatten und letztendlich gesehen eine Abkühlung sehen bei den Emissionsaktivitäten. Also wenn Morgan Stanley das auch liefern kann, die melden im Wochenverlauf, Hut ab, das wäre mal eine ordentliche Performance. So, jetzt kommen wir aber mal zu den Banken, die insgesamt, muss ich sagen, okay waren, right? Aber wirklich gut und wirklich überzeugend, nicht wirklich, wenn man sich JP Morgan mal anschaut. Ich meine, JP Morgan unter Jamie Dimon ist so exzellent geführt und dementsprechend sehen wir das, was jetzt gemeldet wurde, vergleichsweise selten. Der Ertrag pro Aktie exklusive einmaliger Faktoren lag mit 5,75 Dollar unter den Schätzungen. 5,92 Dollar wurden erwartet. Die Umsätze mit 50,9 Milliarden Dollar auch 400 Millionen unter den Schätzungen des Marktes. Man sieht bei den Schätzungen. Bei den Einnahmen außerhalb der Zinseinnahmen, Non-Interest Income, eine leichte Verfehlung. Die Aktienhandelsumsätze waren auch unter den Erwartungen des Marktes. Also der Wertpapierhandel war unter den Erwartungen, vor allen Dingen bei Anleihen, während der Aktienhandel überzeugt. Und die Guidance, die Aussichten für das Gesamtjahr, wenn man sich die Einnahmen anschaut, außerhalb der Zinseinnahmen, die wurden angehoben, aber die Betriebskosten wurden auch angehoben. Also das ist mehr oder weniger so eine Art Wash. Mensch, besser sieht anders aus. Also es ist jetzt nicht schlecht, aber es zeigt eben doch, dass die Lage nicht mehr ganz so einfach ist wie im September. Im September hatten wir viele Investmentkonferenzen, da wurde noch ein etwas optimistischeres Bild gemalt. Gleichzeitig betont das Management, dass die US-Wirtschaft weiterhin durch starke Geschäftsinvestitionen und Konsumentenausgaben getragen wird. Also das klingt erstmal ganz gut, aber die hohen Fiskaldefizite, die klebrige Inflation, die erhöhten Vermögenspreise, damit ist der Aktienmarkt gemeint, und steigende, Finanzierungskosten gekoppelt mit dem geopolitisch fragilen Umfeld, da würde sich quasi unter der Oberfläche sehr viel verschieben. Und dementsprechend muss die Bank unterschiedliche Szenarien einpreisen und darauf vorbereitet sein. Die Aktie ist trotzdem kaum verändert und ist heute im Vergleich zu City und Wells Fargo schlägt sich damit eigentlich noch vergleichsweise gut. Bei der Citigroup waren die Ergebnisse sogar stärker über den Erwartungen. 2,85 Dollar, damit werden die Schätzungen immerhin um 20 Cent geschlagen. Und wir sehen bei der Citigroup im Vorjahresvergleich einen Ertragssprung pro Aktie von 27 Prozent. Die Aktie ist vorbörslich 0,4% auf der Gewinnerseite. Wir waren anfangs leicht im Minus. Die Rückstellungen für Kreditausfälle waren ein bisschen niedriger als erwartet. Die Jahresprognosen wurden minimal angehoben, vor allem bei den Einnahmen außerhalb des Zinsbereichs, der Nettozinseinnahmen. Naja, aber wie gesagt, nicht schlecht, aber auch nicht wirklich fantastisch. Der einzige Wert, der jetzt vorbörslich unter den Bankwerten unter Druck steht, sind die Aktien von Wells Fargo mit einem Minus von 3%. Hier muss man in der Tat genauer hinschauen. Auf den ersten Blick sehen die Zahlen gar nicht so schlecht aus, der Ertrag pro Aktie über den Schätzungen. Da muss man sich aber anschauen, woher das kommt. Wir haben zum einen niedrigere Betriebsausgaben. Wir sehen geringere Rückstellungen für mögliche Kreditschieflagen. Aber einer der treibenden Faktoren war auch ein niedrigerer Steuersatz und ein Ertragsbeat, der so stark getragen wird, dadurch, dass man die Steuersätze erfolgreich gemanagt hat, ist nicht wirklich überzeugend, zumal die Umsätze bei Wells Fargo genauso wie bei JP Morgan die Erwartungen verfehlen. 21,9 Milliarden Umsatz und damit werden die Schätzungen um 400 Millionen Dollar verfehlt. Wir haben auch hier im Wertpapierhandel enttäuschende Zahlen. Das Kreditwachstum war solide, das ist für eine Bank natürlich immer wichtig, 11 Prozent über Vorjahresniveau. Aber auch die Aussagen des Managements zum Umfeld, die wirtschaftlichen Unsicherheitsfaktoren existieren weiterhin mit sehr gemischter Stimmung bei den Verbrauchern, wobei sich unser Kundenkreis immer noch gut schlägt. Also das klingt jetzt nicht wirklich schlecht, aber man merkt, dass die Tonalität, dass die Rhetorik der Banken insgesamt ein bisschen vorsichtiger wird. Und dementsprechend ist die Reaktion bei den Banken sehr, sehr uneinheitlich. Eine JP Morgan ist jetzt vor Börschen, naja, dreht mittlerweile ins Plus. Wir waren anfangs noch 0,4 Prozent im Minus, jetzt mittlerweile kurz vor dem Opening 1,6 Prozent im Plus. Immerhin. Schauen wir zu den Ergebnissen außerhalb des Tech-Sektors. Hier haben wir vor allen Dingen die Aktien des Krankenversicherungsgiganten United Health im Plus über 3,8 Prozent auf der Gewinnerseite. Und um die Zahlen mal zusammenzufassen, was UnitedHealth hier macht, man opfert im Prinzip Anzahl an Kunden, an versicherten Patienten für Profitabilität. Im abgelaufenen Quartal waren 48,3 Millionen Menschen bei UnitedHealth versichert. Das ist ein ziemlich starker Rückgang. Im letzten Jahr waren es im Vorjahresvergleich noch über 50 Millionen. Also weniger profitable Patienten werden, so makaber es klingen mag, abgeschoben, um die Profitabilität zu steigern und dementsprechend ist das Kosten-Ausgaben-Ratio, was für eine Krankenversicherung immer wichtig ist, auch gestiegen. Der Ertrag pro Aktie liegt somit solide über den Erwartungen des Marktes und der Wert kann dementsprechend profitieren. Und wir haben Johnson & Johnson auch mit Zahlen fast 2,7 Prozent im Minus gewählt. Der Ertrag pro Aktie und auch der Umsatz lagen beides so minimal über den Erwartungen des Marktes, wenn man den Mittelwert nimmt, auch bei den Aussichten, die leicht angehoben wurden. Da muss man sagen, naja, also es ist okay, es haut einem jetzt aber nicht von den Socken. Und gleichzeitig sieht man eben doch, dass einige Bereiche, zum Beispiel der Bereich medizinische Technologie, die Umsätze hier sind enttäuschend, und die Aktie ist 2,6 Prozent auf der Verliererseite. Jetzt gehen wir mal in den Supermarktbereich. Wir haben Albertsons mit Zahlen. Die Aktie ist leicht im Minus. Der Ertrag lag leicht über den Erwartungen des Marktes, aber das Unternehmen will sich nicht mehr zu den Aussichten äußern. Das ist natürlich kein besonders gutes Omen. Erst müsse man quasi die Analyse der unterschiedlichen Geschäftssparten vollenden. Das wird erst im vierten Quartal der Fall sein und bis dahin sitzen Investoren im Dunkeln und das ist natürlich nicht gerade eine Nachricht, die man gerne hört. Dominos Pizza übrigens heute Morgen. Boy, 7% auf der Verliererseite, da geht es richtig runter mittlerweile. Auf den ersten Blick sind die Zahlen ganz gut. Die Aktie wurde gerade noch vor ein paar Tagen zum Kauf empfohlen. Aber boy, der Ertrag pro Aktie 13% über Vorjahr und solide über den Schätzungen. Angefacht vor allen Dingen durch eine Ausweitung der Bruttomargen. Aber, und das kostet die Aktie heute Morgen, jetzt ist der Wert fast 9% im Minus, die Umsätze der seit mindestens einem Jahr geöffneten Pizzerien in den USA nur 0,3% Wachstum. Das ist weniger als die Hälfte der Erwartungen und auf internationaler Ebene noch schlechter, nur 0,2% Wachstum außerhalb der USA. Die Wall Street lag bei 1,2%. Das ist enttäuschend. Die Aktie ist jetzt knapp 7% auf der Verliererseite, also keine erfreuliche Entwicklung hier. So, jetzt will ich direkt nochmal auf die Unternehmensmeldungen eingehen, bevor ich auf die Analystenkommentare komme. Wir haben ein bisschen Makro heute. Muse Wonder und Muse Wonderful von Meta habe ich schon angesprochen, das war eine Nachricht von gestern bereits. Wall Street Journal und die Financial Times berichten beide heute darüber und betonen nochmal, dass Meta also, angibt, dass diese beiden LLM-Modelle entweder auf dem gleichen Niveau sind oder sogar besser performen als andere Top-Tier-Produkte von OpenAI und Anthropic. Das hat gestern schon den ganzen AI-Trade unter Druck gesetzt. Gleichzeitig hat Microsoft gestern schon gemeldet, dass man Maya Custom Semiconductor das Programm ausweitet. Also in anderen Worten hauseigene Chips, die man vermehrt einsetzen will, zeigt auch, dass der Konkurrenzkampf hier zunimmt. Und Microsoft, der Chef des Cloud- und AI-Bereichs, betont, man sieht weiterhin unfassbar starke Nachfrage in allen AI-Segmenten. Aber Microsoft ist eben breiter aufgestellt als eine Open AI. Gleichzeitig berichtet Reuters, dass Nvidia in Chinas AI-Chip-Markt Marktanteile verloren hat. Und der Smartphone-Markt, das ist jetzt auch schon so eine dauerhafte Nachricht, die uns seit Tagen begleitet, mit den Meldungen, dass bei Apple die iPhone-Nachfrage anscheinend enttäuscht. Aber Apple, so ironisches klingen mag, die Aktie steigt trotzdem, weil wenn KI-Trades unter Druck stehen und Apple eben nicht zu den Konzernen gehört, die so massiv ins Risiko gegangen sind, das war ja oft der Vorwurf. Apple hat den Trade verpasst letztendlich, aber das kommt jetzt der Aktie zugute, Das ändert aber nichts daran, dass wir heute schon wieder Nachrichten haben, dass die Smartphone-Stückzahlverkäufe, branchenweit im dritten Quartal aufgrund eines Mangels an Bauteilen und der vorgenommenen Preisanhebung, das haben wir alle angehoben, Google hat angehoben, Samsung hat angehoben, Apple hat angehoben und das schreckt anscheinend eben doch mehr Käufer ab, als viele erwartet hatten. So, wir haben ansonsten im Analystenbereich einige große Empfehlungen. Adobe wird rasiert, bei der HSBC auf Halten abgestuft. Better late than never. Die Aktie ist bei 238 Dollar. Die Aktie wird jetzt bei der HSBC bei 267 Dollar gesehen. Wir haben Goldman Sachs zu Affirm, ist ja auch im Finanzierungsbereich unterwegs. Die Aktie ist bei 79 Dollar. Goldman Sachs mit einer Kaufempfehlung Kursziel von 103 Dollar prozentual, wäre das natürlich eine schöne Steigerung. Und man betont, dass die Aktien der Payment-Gesellschaften, dazu gehört Affirm auch, letztendlich gesehen in die dritten Quartalszahlen hineingehend ein sehr positives Setup haben, weil. Verbraucher immer noch sehr widerstandsfähig sind bei Konsum und insgesamt die September-Trends eher vorteilhaft aussehen. Bei Coinbase übrigens sehr ähnliche Argumente von der Citigroup mit einem Kursziel von jetzt 230 Dollar. Der Sektor geht in die Berichtssaison rein mit einem stärkeren Umfeld. Also auch hier positive Kommentare. Netflix, hier wird das Kursziel weiter rasiert. Dieses Mal von der KeyBank, die Aktie ist bei 71 Dollar. Jetzt wird das Kurs hier von 92 auf 85 Dollar gesenkt und gleichzeitig senkt man die Gewinnschätzungen für dieses Jahr, für das kommende Jahr und für 2028 und nicht nur die Gewinnschätzungen, auch die Umsatzerwartungen unter anderem aufgrund des Gegenwinds durch unvorteilhafte Währungsschwankungen und weil die, Expansion der Margen etwas moderater verlaufen dürfte, als viele das erwartet haben. AT&T, der ganze Telekom-Sektor, hatte ja diese Woche einen Bounce nach dem Abverkauf Ende letzter Woche. Die Meldung, dass SpaceX mit Starlink Mobile Konkurrenz machen will. Heute, das Brokerhaus Bernstein senkt das Kursziel von AT&T auf 24. Wir sind bei 22,60. Die Aktie wird nur noch mit Halten eingestuft und wird letztendlich gesehen hier abgestuft. Das hat nicht nur etwas mit Starling zu tun, sondern auch mit der Saisonalität. Das vierte Quartal scheint hier oftmals nicht unbedingt das Beste zu sein. Kurz noch ein Wort. Zu dem Thema Geopolitik, da bleibt die Lage extrem morastig. Der Iran warnt, dass man die Angriffe auf die gesamte Region ausweiten wird, inklusive der Möglichkeit, Bodentruppen einzusetzen in benachbarten Ländern. Man wird diesen Schritt dann gehen, wenn die Vereinigten Staaten die Angriffe auf den Iran weiter ausweiten. Ansonsten berichtet Al-Arabia im Nahen Osten, dass Saudi-Arabien plant, die Ölexporte durch Pipelines die Kapazitäten deutlich auszuweiten auf 10 Millionen Barrel pro Tag. Und wir sehen in den USA zunehmend Gegenwind zu dieser Nachricht, dass Donald Trump Diesel aus Russland einkaufen will. Der Widerstand aus den eigenen Reihen der Senatoren wächst hier zunehmend. Und ich muss sagen, berechtigterweise auch, es gibt zudem einige Berichte, die betonen, dass Russland gar nicht in der Lage ist, diese Dieselvolumen zu liefern. Aber da gehen die Meinungen auseinander. Reuters berichtet in Berufung auf Angaben Russlands, dass man in der Lage sein wird, diese Diesel-Exporte nicht nur zu liefern, sondern letztendlich gesehen auch noch zu übertreffen. Und Donald Trump hoffe, so Reuters, dass Russland durch den Diesel-Deal geschmeidiger wird, was die Verhandlungen betrifft mit Putin in Sachen militärischer Auseinandersetzungen. Ja, Gott, man kann wirklich nicht alles nachvollziehen, aber so be it. So, also, dann mache ich an der Stelle mal Schluss. Ich wünsche euch einen guten Handelstag. Wir sehen uns heute Abend wieder bei der Closing Bell aus dem Studio. Bis dann und ciao. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.