Heute ist Mittwoch, der 14. Oktober. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featured bei Handelsblatt. Der Dow im Plus, der Nasdaq im Minus. Die Verbraucherpreise im September sind stellenweise heißer ausgefallen als erwartet. Die Wahrscheinlichkeit einer Oktober-Zinsanhebung steigt. Die Renditen der 10-jährigen Startanleihen in der Spitze bei 5,32%. Trotzdem scheint diese Reaktion ein bisschen übertrieben. Und man sollte nicht vergessen, dass die Renditen der 10-jährigen Anleihen in den letzten Wochen meistens bei maximal 5,35 Prozent die Kehrtwende geschafft haben. Auch der Ölpreis legt an der Wall Street zu. Hier gilt aber der gleiche Hinweis. Im September waren wir bei WTI bei 106 Dollar. Aktuell sind wir bei etwa 95 Dollar, also auch unter den Hochs. Und die internationale Energiebehörde betont erneut, aus der Golfregion wird mehr Öl geliefert, als viele denken. Wir haben fast die Niveaus vor Ausbruch des Iran-Kriegs erreicht. Die militärische Unsicherheit natürlich bleibt und das ist ein Risiko für die Ölpreise. Wir sehen ansonsten nach selbst guten Zahlen stärkere Kursrückgänge. State Street stärker im Minus. Wir haben Morgan Stanley auch leicht im Minus. Die Bank of America stärker unter Druck, zumal der Ertrag und Umsatz hier Genauso wie bei JP Morgan die Erwartungen verfehlt. Bei BlackRock dafür gute Zahlen. Hier geht es bergauf bei der Aktie und bei ESML im Tech-Sektor. Nach den Ergebnissen, ja, die Aktie unverändert. So, einen schönen guten Morgen mit ordentlich Gegenwind an der Wall Street. Man kann die Verbraucherpreise, die wir heute Morgen bekommen haben, nicht beschönigen. In den meisten Segmenten heißer als erwartet. Jetzt muss man sagen, schaut man sich die Schätzungen mal an, an der Wall Street, hätte niemand eigentlich so wirklich überrascht sein müssen. Die Kernrate sollte im Vergleich zum Vormonat um 0,2% steigen. Sie ist um 0,3% gestiegen. 2,4% Steigerungen wurden erwartet bei der Kernrate im Vorjahresvergleich. Hier sind es letztendlich dann 2,6% geworden. Also auch ein bisschen heißer als erwartet. Die meisten Verbraucherpreise, die wir weltweit für den September bereits bekommen hatten, sind heißer ausgefallen als erwartet. Und wenn man sich die Preiskomponenten anschaut bei dem ISM, Einkaufsmanagerindex, der Dienstleister und der Industrie, dann fielen die auch heißer aus als erwartet und die Daten liegen bereits seit einigen Wochen vor. Schaut man sich jetzt die Zahlen mal im Detail an, dann wird niemand überrascht sein, dass insbesondere die Energiepreiskomponente heiß ausfällt. 5,2% Anstieg im Vergleich zum Vormonat. Benzin hat sich um 9,1% verteuert. Und ja, das ist keine erfreuliche Bilanz für Donald Trump, das muss man ganz klar sagen, denn an den Energiepreisen kann eine Zinsanhebung nicht viel ändern. Man muss allerdings auch betonen, und das ist der Punkt, der dem Markt nicht gefällt, wir haben letztendlich auch Zeichen, dass weil Öl und Energie schon relativ lange auf erhöhten Niveaus notieren, dass immer mehr Inflation auch in andere Bereiche der Wirtschaft läuft. Wir sehen das zum Beispiel bei der Mietpreiskomponente, die ist heißer ausgefallen als erwartet, 0,4%. Im August lagen wir 0,3 Prozent, die Steigerungsrate. Im Dienstleistungsbereich, die Kerndienstleistungsbereiche 0,4 Prozent. Im August waren es 0,3 Prozent. Wir haben Flugtickets, die erneut teurer werden um 1,2 Prozent. Und das ist eine Entwicklung, die den Anleihemärkten letztendlich gesehen heute ordentlich eins aufs Dach gibt. Ich muss allerdings sagen, schaut euch hier mal die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen jetzt an. 5,31 Prozent vor dem Opening der Wall Street. Als wir heute Morgen die Daten noch nicht hatten, lag die 10-jährige Rendite bei 5,18 Prozent. Das ist schon ein ziemlicher Sprung von 5,18 auf 5,31 Prozent. Mittlerweile sind wir sogar bei 5,32 Prozent. Der Markt wird jetzt darauf achten, ob dieses Top bei den Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen, das wir in den letzten Wochen öfter bei 5,35 Prozent gesehen haben, ob wir daran wieder abprallen und zurücklaufen oder ob diese Marke nach oben durchbrochen wird. Der Anleihemarkt sorgt also für Gegenwind, obwohl die Kommentare zu Anleihen, die wir seit gestern Abend bekommen haben, eigentlich eher auf eine Stützung deuten. Darauf gehe ich gleich noch mal ein. Aber lasst uns bei den Verbraucherpreisen bleiben. Wir sehen, was das Timing von Zinsanhebungen betrifft, mit einer Wahrscheinlichkeit von 96 Prozent jetzt im Dezember die nächste Zinsanhebung kommen wird. Die zweite Zinsanhebung mit einer Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent bei der Januartagung und die Wahrscheinlichkeit von 54 Prozent einer dritten Zinsanhebung bei der Märztagung. Die sehr scharfe Reaktion heute bei den Renditen der langlaufenden Staatsanleihen macht sich auch bei dem FedWatch-Tool bemerkbar. Das ja reflektiert, wie sind die Wahrscheinlichkeiten einer Zinsanhebung bei der Oktobertagung und in der Dezembertagung. Die Oktober-Tagung hatte eine Wahrscheinlichkeit von nur 20% vor Bekanntgabe der Daten. Wir haben jetzt eine Wahrscheinlichkeit von 44%, dass wir schon am 28. Oktober eine weitere Zinsanhebung sehen werden. Die Wahrscheinlichkeiten haben sich verdoppelt seit Bekanntgabe der Verbraucherpreise. Hier seht ihr nochmal. Die Schätzungen oder die Wahrscheinlichkeiten einer Zinsanhebung im Dezember, 55% plus 40%, das muss man zusammenrechnen, wenn man das mit dem heutigen Zinsniveau vergleicht, also 96% Wahrscheinlichkeit, dass im Dezember die Zinsen höher sein werden. Also die Frage wird sein, ob die amerikanische Notenbank wirklich gewillt ist, quasi wenige Tage vor der Midterm Elections, die am 3. November stattfinden, die Leitzinsen anzuheben. Wir haben in den letzten Tagen gestern auch wieder eher Signale bekommen, dass das nicht der Fall sein wird. Insofern könnte die Reaktion heute, die erste Reaktion, eventuell ein bisschen überzogen sein. Gestern hat sich Notenbanker Williams zu Wort gemeldet, der Chef der Notenbank von New York. Und der betont in einem Interview bei Bloomberg, dass, eine Zinsanhebung in diesem Jahr noch drin ist, also nur eine, nicht Oktober und Dezember. Vermutlich also der Dezember, und dass weitere Zinsanhebungen im kommenden Jahr nicht notwendig sein dürften. Der Kapitalmarkt widerspricht Williams. Auch heute Morgen lag die Wahrscheinlichkeit, zwei weitere Zinsanhebungen, das ist immer noch eingepreist, in den Markt. Da scheint also der Markt den Aussagen von Williams nicht wirklich zu trauen und die Inflationsdaten heute werden der Lage hier nicht unbedingt helfen. So, ansonsten haben wir Zeichen aus Europa. Die Bank of England, also die britische Zentralbank betont, dass der Kapitalmarkt mittlerweile möglicherweise zu viele Zinsanhebungen einpreist. Und Christine Lagarde von der EZB betont, dass es bisher noch keine Signale gibt, dass die erhöhten Energiepreise weitere Bereiche der Wirtschaft inflationär nach oben treiben. Insofern also Aussagen, die versuchen die Lage zu entkräftigen. Und nochmal, ich muss sagen, auch wenn die Verbraucherpreise heute in der Tat heißer ausgefallen sind. Die Gesamtrate und die Kernrate in vielen Segmenten heißer als erwartet, aber 0,1 Prozent heißer. Also rechtfertigt das jetzt tatsächlich schon eine Zinsanhebung im Oktober, da bin ich gespannt. Wir haben gleichzeitig Aussagen von der Internationalen Energiebehörde, von der IEA, die nochmals betonen, dass es mehr Öl aus dem Nahen Osten schafft als viele denken und dass trotz der militärischen Angriffe in der Region, die IAE betont erneut, dass die Exporte von. Öl aus der Golfregion das Niveau vor Ausbruch des Iran-Kriegs nahezu erreicht haben. Das ist natürlich wieder ein scharfer Kontrast zu den anderen Meldungen, die wir ansonsten aus der Region bekommen. Man hört, dass Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormuz in den letzten Tagen wieder deutlich zugenommen haben. Nicht zu vergessen die Angriffe auf das Aramco-Headquarter in Saudi-Arabien durch die Houthis. Also die Situation in den letzten Tagen hat sich hier eher verschärft. Das hilft natürlich den Renditen der Staatsanleihen heute Morgen auch nicht, dass die Ölpreise insgesamt auf einem erhöhten Niveau bleiben. Wir sind bei Öl heute 1,3 Prozent bei 95 Dollar. Nochmals, um das nochmals zu betonen. Die Renditen der 10-jährigen Anleihen in den letzten Wochen sind immer an der Marke von 5,35% gescheitert. Wir sind immer noch drunter. Wir haben den Ölpreis WTI im September bei 106 Dollar gehabt und sind jetzt trotz all der Nachrichten um militärische Auseinandersetzungen bei knapp 95 Dollar hier in den Vereinigten Staaten. Also in anderen Worten, wir sind in beiden Segmenten immer noch unter den Hochs, die wir in den letzten Wochen gesehen haben. Ändert aber natürlich nichts daran, das sollte sich die militärische Lage weiter verschärfen. Das Risige natürlich im Raum bleibt, dass sich die Ölpreise weiter nach oben bewegen könnten. Das Wall Street Journal berichtet, dass die Houthis gerade daran arbeiten, Mittelstreckenraketen fertigzustellen mit Hilfe von Lieferungen aus China. Und das große Versprechen von Donald Trump, wie so eine kaputte Schallplatte, am 15. September sagte er das erste Mal nach Gesprächen mit ihm, hätten Russland und die Ukraine sich bereit erklärt, die Angriffe auf Energieinfrastruktur zu beenden. Das war Mitte September. Beendet wurde das natürlich in der Zwischenzeit gar nicht. Im Gegenteil, es wurde ausgeweitet. Und jetzt hatten wir am Wochenende wieder Aussagen von Donald Trump. Russland und die Ukraine hätten sich bereit erklärt, Energieinfrastruktur nicht anzugreifen. Wenige Stunden danach hat Russland die Energieinfrastruktur der Ukraine erneut angegriffen und wir haben wieder Berichte von CNBC, dass eine sehr umfangreiche Angriffswelle die Infrastruktur in der Ukraine, die Energieinfrastruktur ins Visier genommen hat. Also die Aussagen von Donald Trump werden hier letztendlich verpuffen erneut und die Financial Times berichtet, Donald Trump hatte ja angedroht, die Ukraine quasi. Was Informationen vom Geheimdienst betrifft, abzuschneiden oder einzuschränken. Und jetzt berichtet die Financial Times, dass die Ukraine durch die Restriktionen, die Starlink slash Elon Musk damit also umgesetzt hat. Das sorgt für eine Disruption an der Front und erschwert die Situation für die Ukraine. Also die Lage bleibt in dem Sektor wirklich schwierig. Wenn man das jetzt mal zusammenfasst. Inflation heiß, Lage im Nahen Osten, weiter verschärft, auch wenn mehr Öl aus der Region kommt und das bringt mich zur Berichtssaison, wir haben teilweise erhebliche Kursrückgänge. Bei Unternehmen, die selbst gute Zahlen gemeldet haben, insbesondere auch im Bankensektor und nachdem JP Morgan gestern die Ertrags- und Umsatzziele verfehlt hat. Und die Aktienrückkäufe von JP Morgan wurden im letzten Quartal erheblich gedrosselt auf nur noch eine Milliarde. Im vorhergehenden Quartal waren es 6,7 Milliarden und im ersten Quartal noch etwa 8 Milliarden. Da riecht man lunter an der Wall Street, bunkert die Bank Cash für den Fall der Fälle, sollte der Gegenwind zunehmen. Und jetzt sehen wir die Aktien der Bank of America fast 8 Prozent vorbörslich auf der Verliererseite. Das ist natürlich kein gutes Omen. Wir sind jetzt seit Jahresauftakt im Minus bei der Bank of America. Und auch da verfehlen die Zahlen, die Schätzungen der Wall Street. Der Ertrag pro Aktie liegt exklusive einmaliger Faktoren bei einem Dollar und 8 Cent. 1 Dollar und 9 Cent wurden erwartet. Wenn man die Zahl anschaut, die quasi alles beinhaltet, auch einmalige Kosten, dann liegen wir nur bei 91 Cent. Wie gesagt, die Schätzungen lagen bei einem Dollar und neun Cent und auch der Umsatz genauso wie bei JP Morgan, genauso wie bei Wells Fargo verfehlen die Ziele 30,1. Milliarden Dollar. Damit werden die Ziele hier um eine halbe Milliarde Dollar verfehlt. Wells Fargo hat um 400 Millionen verfehlt, JP Morgan auch um 400 Millionen und, wenn man sich jetzt anschaut, die Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle, die niedriger ausfallen als erwartet. Wenn man also Rückstellungen auf dem geschätzten Niveau gehabt hätte. Die Wall Street rechnete mit knapp 1,5 Milliarden Dollar an Rückstellungen für mögliche Kreditschieflagen. Es sind dann nur knapp 1,2 Milliarden geworden oder knapp 1,27 Milliarden, um genau zu sein, 200 Millionen weniger als die Wall Street dachte. Wenn die Bank also mehr Rückstellungen umgesetzt hätte, hätte man die Schätzungen noch weiter verfehlt. Das ist keine gute Entwicklung, dass wir jetzt in der Tat im Bankensektor Stress, also nicht Stress sehen, aber Verfehlungen sehen. Man sollte hier jetzt nicht den Teufel an die Wand malen. Aber die Banken sind eben doch ein guter Indikator für die breite Wirtschaft. Und das ist das eigentliche Dilemma von Kevin Warsh, dem Chef der amerikanischen Notenbank. Er wird die Straße von Hormuz nicht öffnen können. Er wird den Krieg mit dem Iran auch nicht beenden können. Und Warsh wird auch den Krieg zwischen der Ukraine und Russland nicht beenden können. Das liegt großenteils eben doch bei den Vereinigten Staaten. Vor allen Dingen, was die Situation im Nahen Osten betrifft. Der Krieg dort weitet sich immer mehr aus. Saudi-Arabien wird immer mehr reingezogen durch die Houthis. Und insofern muss man schon sagen, sehen wir jetzt auch bei den Banken, dass sich die Lage insgesamt ein bisschen eintrübt. Das ist wie gesagt das Dilemma der Notenbank, Zinsanhebungen und steigende Renditen, wenn Inflation in erster Linie durch Energiepreise angetrieben wird und diese Energiepreise zu guter Letzt dann, weil sie schon so lange so hoch sind, immer mehr in die breite Wirtschaft sickern. Damit läuft Kevin Walsh das Problem, dass er mit Zinsanhebungen genau die falschen Sektoren trifft, nämlich die breite Wirtschaft. Und wie gesagt, die Hälfte aller Aktien im Russell 3000 befinden sich bereits in einem Bärenmarkt. Sehr, sehr verfahrene Lage für den Chef der amerikanischen Notenbank. Und ich weiß nicht, ob es euch geht wie mir, ich bin so unfassbar genervt, wie viel Schaden ein amerikanischer Präsident in so kurzer Zeit dem eigenen Land und auch der Welt beifügen kann durch sein planloses Vorgehen. Ich weiß nicht, wer von euch gestern die Rede der neuen Pressesprecherin von Trump gehört hat. Da fällt einem auch gar nichts mehr ein. Er hat ja gesagt, sie ist Anwältin. Dann wurde gefragt, wo hast du denn dein Bar-Exam gemacht? Und er sagte, ja, da war ich gerade in China. Okay. Also es ist wirklich ein Wahnsinn, jagt den anderen. Aber zurück zu den Banken. Morgan Stanley hatte gute Zahlen gemeldet. Und das ist eben ein gutes Beispiel dafür, dass es trotzdem runtergeht. Die Aktie verliert an der Wall Street 3% vor Handelsstart. Dabei lag der Ertrag über den Schätzungen bei weitem nicht so stark über den Schätzungen wie bei Goldman Sachs. Aber der Umsatz war besser als erwartet. Wir haben Investmentbanking-Umsätze, die um zwei Prozent gestiegen sind. Das war auch ein bisschen besser als erwartet. Die Aktienhandelsumsätze, 40 Prozent Wachstum auf 5,8 Milliarden. Das sind fast eine Milliarde mehr, als man erwartet hatte. Also das waren ganz gute Zahlen, obgleich man sagen muss, Goldman Sachs im Wertpapierhandel 72 Prozent Wachstum, also im Aktienhandel die Umsätze. Bei JP Morgan 49 Prozent, Morgan Stanley 41 Prozent. Das ist gut, aber im Vergleich zu Goldman Sachs hinkt Morgan Stanley ein bisschen hinterher. So bei State Street, mittelgroße Bank, auch herbe Kursverluste heute Morgen. Die Aktie ist auf der Verliererseite, war vorbörslich etwa, müssen wir mal ganz kurz schauen, ob der Kurs hier richtig ist. So, hier nochmal der Versuch mit State Street. Minus 7%, minus 10% mittlerweile im Opening der Wall Street. Die Zahlen lagen essentiell im Rahmen der Schätzungen und sind eigentlich okay ausgefallen. Die Jahresprognosen wurden leicht angehoben, aber die Aktie ist trotzdem 10% im Minus. Das ist genau das Problem. Es habt ihr Earnings und die Earnings sind eigentlich ganz gut, zumindest bei vielen und trotzdem werden diese Werte rasiert. Kommen wir mal zu den Quartalszahlen außerhalb des Finanzsektors. Und Accenture hatte heute einen Analystentag. Die Aktie ist leicht im Plus. Man hat sich hier geäußert zu den Aussichten für das Fiskaljahr 28 und 29. 28 liegt ziemlich im Rahmen der Schätzungen für 29 ein bisschen besser als erwartet. Die Aktie ist jetzt mittlerweile nur noch unverändert, kann also von der Meldung kaum profitieren. Aber in Anbetracht der Marktschwäche hält sich der Wert ganz gut. Der Industriewert fast in der 3,7 Prozent im Minus nach den Zahlen. Der Ertrag über den Schätzungen des Marktes, die Umsätze auch. Trotzdem ist die Aktie auf der Verliererseite. So, jetzt kommen wir mal zu ESML, und die Zahlen bei ESML waren ausgesprochen stark. Die Aktie ist trotzdem mittlerweile im Minus, ein Minus von 1% nach dem Opening der Wall Street. Keine positive Kursreaktion hier. Der Ertrag pro Aktie 12,93 Euro, die Schätzungen 10,70 Euro. Wir haben vor allen Dingen steigende Margen. Das hat der Ertragslage ordentlich unter die Arme gegriffen. Der Umsatz lag ein Touch unter den Erwartungen des Marktes. Wenn man sich jetzt die Prognosen anschaut für das angebrochene vierte Quartal, dann wird der Umsatz leicht über den Erwartungen liegen. 14,7 Milliarden Euro sind 700 Millionen mehr, als die Wall Street erwartet hatte. Die Bruttomarge wird mit 57 Prozent auch höher ausfallen als erwartet, was letztendlich gesehen der Ertragslage mit in die Karten spielen könnte. Das Unternehmen meldet allerdings, dass man plant, die Kapazitäten deutlich auszuweiten. Da wird die Frage sein, was kostet das unterm Strich und wird ein ausgeweitetes Angebot zu guter Letzt die Margen untergraben. So, die Aktie ASML kann einen Teil der Kursverluste aufholen. Ich glaube, das wird heute wirklich nochmal spannend, ob wir einen Bounce sehen von den Tiefs. Micron ist auch wieder 1,7% im Minus. Wir haben aber AMD gestern im Plus gehabt, die haben sich hochgearbeitet. Wir haben die Softwareaktien auf der Gewinnerseite gehabt. Und nochmal, ich muss sagen, die Reaktionen, An den Bond-Märkten halte ich die erste Reaktion für ziemlich übertrieben. 5,31 Prozent im zehnjährigen Bereich. Und ich bleibe dabei, dass auf diesen Niveaus, das ist jetzt keine Empfehlung, das ist nur meine persönliche Meinung, langlaufende Renditen nicht uninteressant sind. Mittlerweile dreht der Dow Jones im Plus, 90 Punkte auf der Gewinnerseite. Der Nasdaq jetzt minus 140 Punkte, drei Minuten nach dem Opening der Wall Street. So, ich will ganz kurz noch Meta ansprechen. Wir haben bei Meta einige sehr konträre Analystenkommentare heute und mit einer spannenden Frage im Raum. Ihr könnt euch entsinnen, vor einigen Monaten kursierten die Gerüchte, dass Meta eine umfangreiche Kapitalerhöhung planen könnte, um die Bilanz zu stärken. Und die Aktie konnte jetzt seit den Tiefs im August über 37 Prozent zulegen. Hier stellt sich also die Frage, ob zu guter Letzt in Anbetracht der für das kommende Jahr geplanten Investitionen, die CapEx-Investitionen bei Meta sollen im nächsten Jahr bei rund 200 Milliarden Dollar liegen, um das mal einzuordnen, das sind 65 Prozent des Umsatzes. Für 2027. 65% des Umsatzes sollen investiert werden. So und da stellt sich die Frage, ob jetzt mit den erhöhten Kursen der Zeitpunkt einer Kapitalerhöhung nicht attraktiv wäre. Die Akte ist heute Morgen 1,3% auf der Verliererseite. Goldman Sachs senkt heute das Kursziel von 860 auf 762 Dollar. Das ist hier nicht die Kreissparkasse Schlüchtern, die hier agiert, sondern Goldman Sachs. Das hat natürlich Gewicht. Die Aktie reagiert also leicht negativ. 1,2% Minus hält sich in Grenzen. Wir sind bei 753 Dollar, 762 Dollar das Kursziel. Und auch hier betont man, dass Aufwärtsdruck bei den operativen Kosten für 2027, weil man sehr stark investieren wird, letztendlich, die Aktie den weiteren Anstieg begrenzen könnte. Die Umsatzschätzungen werden auf Sicht der nächsten 6 bis 18 Monate trotzdem angehoben, unter anderem vorteilhafte säkuläre Trends und zyklische Trends im Bereich der Digitalwerbung. Bei Guggenheim wird das Kursziel auf 850 angehoben, da bleibt man bei der Kaufempfehlung. Also ich sage schon, es sind also sehr unterschiedliche Prognosen heute Morgen und die UBS hebt das Kursziel auf 884 Dollar an und bleibt auch bei der Kaufempfehlung. Also sehr unterschiedliche Meinungen heute Morgen. Die Aktie ist wie gesagt 1,6 Prozent im Minus heute Morgen. In Anbetracht der Spekulation am Markt. Das sind keine Spekulationen von Goldman, um das nochmal klar zu machen, an Spekulationen, dass das Risiko an der Kapitalerhöhung bei Meta deutlich zugenommen hat. So und das bringt mich zu Anthropic. Wir werden heute auf dem Investorentag das erste Mal Financials von Anthropic bekommen mit der Frage, wie sieht das Wachstum aus? Kann eine Bewertung von zwei Billionen tatsächlich erreicht werden? Und zu welchem Timing will Anthropic an die Börse kommen. An Betracht der aktuellen Lage, der zahlreichen Berichte, wie schwer es geworden ist, für den Sektor Anleihen zu platzieren, geschweige denn, es wurden sehr viele Aktien, IPOs auch mittlerweile verschoben. Kleinere Emissionen, Börsengänge, wie will Anthropic in dem Umfeld an die Börse kommen? Das wird also nach wie vor sehr stark heute mit im Fokus stehen, diese Frage, wenn die Financials gemeldet werden. So, ansonsten haben wir weiterhin, und das muss man bei den korrigierenden EI-Werten sich doch immer wieder auch vor Augen halten. Micron waren super Zahlen, tolle Aussichten, Marvel waren super Zahlen, mega langfristige Aussichten. Samsung hat zwar leicht verfehlt, aber wegen Währungsschwankungswachstum ist hier immer noch brutal hoch und jetzt meldet ASML auch Zahlen und Aussichten, die sehr stark sind. Also wenn man sich rein mal die Zahlen anschaut und die bisherigen Aussichten, wenn man sich auch die Exporte Südkoreas anschaut, die ja überwiegend Tech-getrieben sind, dann ist das, was wir jetzt sehen im Tech-Sektor, eigentlich eine Kaufgelegenheit, denn die eigentlichen Zahlen sind nach wie vor ausgesprochen stark. Der CEO von AMD hat sich gestern auch zu Wort gemeldet, Lisa Su, sehr bullische Aussagen über die Nachfragetrends in der AI-Industrie insgesamt. Und also bisher ist da nichts unbedingt Negatives zu hören. Wir haben die Aktien von ServiceNow heute Morgen wieder 2,2 Prozent im Plus. Der Softwaresektor hat sich gestern schon sehr gut geschlagen. Wir haben Spekulationen laut Business Insider. Überlegt man Decagon, das ist ein AI-Startup, das im Bereich Automated Customer Support arbeitet, hier laufen anscheinend Übernahmeverhandlungen mit ServiceNow. Und wir haben heute wieder eine Kaufempfehlung für ServiceNow und zwar... Von der Citigroup, das Kursdeal steigt auf 170 Dollar, wir sind bei 141. Eine Kaufempfehlung, also die Zuversicht, wenn man sich mit dem Kundenumfeld und dem Zwischenhandel unterhält, all das spricht dafür, dass sich die Lage im dritten Quartal leicht verbessert hat. Die Stimmung hat sich insgesamt auch leicht gebessert, auch was neue AI-Produkte betrifft von ServiceNow. Also die Software-Aktien hatten sich gestern insgesamt ganz gut geschlagen. Gucken wir mal kurz auf Salesforce und auch heute 0,4% auf der Gewinnerseite. Microsoft ist auch leicht auf der Gewinnerseite. Diese Werte schlagen sich in diesem Umfeld also eigentlich ganz gut. Ich bin wirklich gespannt, ob wir in Anbetracht der Turbulenzen und der Volatilitäten, die wir teils sehen, nicht doch der ein oder andere Kandidat mit hohen Verbindlichkeiten und Leverage-Stress bekommt. Wenn man sich die Anleihen von CoreWeave anschaut, dann donnern die aktuell ziemlich durch die Decke. Wir waren gestern bei den unbesicherten Anleihen, die 2032 auslaufen, bei 15% Zins. Die Aktie donnert heute weiter nach unten, ein Minus von 14%. Und bei Skydance haben wir ebenfalls einen deutlichen Einbruch, erneut ein Minus von 19%. Die Aktie ist jetzt nur noch bei 7,33 Dollar. Wie sagt man immer so schön? Don't wish too hard, you might get what you ask for. Der Deal mit Warner wurde durchgewunken, aber die Bilanz ist katastrophal schlecht mit einem Leverage von dem Siebenfachen. Das soll reduziert werden, deutlich gesenkt werden. Die Frage ist, wie macht man das? Dahinter steht ja unter anderem auch die Larry-Allison-Familie, also der Sohn von Larry Allison, dem Gründer von Oracle, der hat die Zügel bei Skydance mit in der Hand. Aber wir sehen, dass die Kreditausfallversicherungen bei Skydance aktuell auch senkrecht durch die Decke gehen. Die Anleihen brechen ein, so auch Bloomberg heute, wegen Bedenken der angestangenen Bilanz und der Profitabilität des Konzerns. Also die Aktie ist bei uns an der Wall Street auch in einem sehr starken Tieflug. So, dann schauen wir nochmal die Analystenkommentare an, die im Tech-Sektor sehr gemischt ausfallen heute. Wir haben die Aktien von Dell fast 8% im Minus heute. Wegen Barclays, hier wird das Kursziel rasiert von 603 Dollar auf nur noch 574 Dollar. Die Aktie wird auf nur noch halten abgestuft. Die Bewertung sei signifikant gestiegen. Die gestiegenen Commodity-Preise, also was es kostet, die Dinger zu bauen, haben die Umsatzseite mit angefacht. Man sieht keinen wirklich Nennenswerten im Effekt auf den AI-Bereich. Aber nicht nur Dell wird heute abgestuft aufgrund von Bewertungsfaktoren. Wir haben Hewlett Packard Enterprise auch bei Barclays mit einer Abstufung. Die Aktie verliert 6% im New Yorker Handel. Das Kursziel wird rasiert auf nur noch 77 Dollar von 83. Die Aktie wird auch nur mit Halten eingestuft. Und jetzt können wir nur noch den. Dritten Kandidaten habe ich jetzt nicht. Google und das sind wirklich die Hyperscaler, die sich in den letzten Tagen ganz gut geschlagen haben. Google ist wieder über ein Prozent im Plus. Gestern hat sich der Wert auch schon gut gehalten. Meta ja auch gestern, Microsoft auch, Apple im Plus gestern. Google bei der UBS wird das Kursziel minimal angehoben auf 380 Dollar. Die Aktie wird aber nur mit Halten eingestuft. Die Bedenken durch verstarkter Wettbewerb im Werbebereich ChatGPT Ads, auch bei ChatGPT kann man Werbung schalten und mehr AI-Integration im Search-Bereich insgesamt. Beide Bedenken hätten gegenüber Google nachgelassen, deshalb werden die Kursziele minimal angehoben. Der Wert schlägt sich also ausgesprochen gut in diesem schwierigen Marktumfeld. Meta haben wir schon angesprochen, wir haben Roblox bei JP Morgan. Die Aktie ist heute an der Wall Street nur 0,5% im Minus, Kursziel steigt auf 53, Aktie wird nur mit Halten eingestuft. Ich höre mal ganz kurz nach. Man geht davon aus, dass im dritten Quartal die Buchungslage bei Roblox im Vorjahresvergleich 10% eingebrochen ist. Die Guidance für das dritte Quartal, die das Unternehmen gegeben hatte, lag bei einem Minus von 14 bis 18%. Minus 10% wäre also besser als erwartet. Jetzt lasst mich trotzdem aufhören mit ein paar guten Nachrichten. United Health hatte ja gestern nach den wirklich guten Zahlen die Kursgewinne im Prinzip abgegeben. Heute Morgen geht es jetzt bergauf über drei Prozent im Plus. Piper Sandler hebt das Kursziel auf 504 Dollar an. Wir sind bei 390 Dollar. Und man hebt auch die Gewinnschätzungen an nach den guten Zahlen. Das Unternehmen hat das dritte Mal in Folge die Gewinnschätzungen für das Jahr 26 angehoben. Wir haben ansonsten auch BlackRock auf der Gewinnerseite. Da haben wir dann mal ein Unternehmen, das wirklich gute Zahlen gemeldet hat und bei dem die Aktie auch positiv reagiert. Wir haben einen Kursanstieg von über 3,4 Prozent. Da waren die Zahlen also mehr als zufriedenstellend. Mal ganz kurz schauen, wo haben wir es hier? Der Ertrag pro Aktie ist um 38 Prozent gestiegen auf 15,93 Dollar. Erwartet wurden 14,15. Die Umsätze 19% Wachstum auf 7,8 Milliarden, das sind 400 Millionen besser als erwartet. Und die gesamten Assets under Management sind um 15% gestiegen auf 15,5 Billionen Dollar. Das ist ein B wie Billionen, also ein absoluter Gigant. Die Wall Street hatte mit knapp 15,6 Billionen gerechnet, aber nichtsdestotrotz sind diese Zahlen wirklich. Mehr als zufriedenstellen. Der Wert kann sich also erholen. So, schauen wir jetzt zum Schluss noch einmal ganz kurz auf die Marktentwicklung. Wir haben jetzt 15.45 Uhr eurer Zeit, 15 Minuten nach dem Opening. Der Dow ist jetzt 130 Punkte im Plus. Der S&P und der Nasdaq beide im Minus, belastet durch die Tech-Werte und die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen sind jetzt wieder leicht zurückgelaufen auf 5,29 Prozent. So, ich wünsche euch einen guten Handelstag. Hier an der Stelle noch der Hinweis, ich bin heute Abend auf dem Weg nach München. Wir haben am Wochenende die Bader Trading Days am Samstag und Sonntag. Abgesehen davon werde ich mir einige Büros anschauen, weil wir ja zum 1. Dezember ein eigenes kleines Studio in München aufmachen werden. Ich freue mich auch mit dem neuen Kollegen dort, um die Häuser zu ziehen. Und Set-Design zu besprechen, alles, was so dazugehört. Deshalb wird heute Abend keine Closing-Bell stattfinden. Ich wünsche euch einen guten Handelstag heute. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.