Heute ist Mittwoch, der 28. Oktober. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Der Dow Jones und der Nasdaq, ja, sie haben sich noch nicht wirklich für eine klare Tendenz entschieden. Der Nasdaq noch im Plus, aber wir haben die Tagung der amerikanischen Notenbank. Um 19 Uhr dürfte Kevin Warsh die Zinsen beibehalten. Das Entscheidende wird sein, ob weitere Zinsanhebungen signalisiert werden. Ansonsten sind die Reaktionen im Tech-Sektor auf die Ergebnisse sehr gemischt. Teradyne, Seagate, NXP haben eigentlich gute Zahlen und Aussichten gemeldet, aber die Aktien trotzdem schon vorbörslich auf der Verliererseite. SK Hynix profitiert vor allen Dingen auch wegen der Aussagen, dass das Verhältnis von Angebot zu Nachfrage bis 2030 vorteilhaft bleibt. Also wesentlich mehr Nachfrage als Angebot. Wer tief kann zulegen, sehr starkes Umsatzwachstum, gutes Signal auch für den Ausbau von Rechenzentren. Und wir haben GE Vanova mit sehr, sehr starken Auftragseingängen. Ja, aber auch die Aktie kann nicht wirklich reagieren. Außerhalb des Tech-Sektors haben wir die Aktien von, was haben wir hier, Brinker im Plus. Restaurantkette kann Zahlen schlagen. Visa hat Ergebnisse gemeldet. Auch hier hält sich die Reaktion in Grenzen. Der Wert kaum verändert. Waste Management verfehlt die Schätzungen im Minus. und FS Energy einer der größeren Verlierer nach wirklich schlechten Zahlen und trüben Aussichten. So, also man müsste ja meinen, to the moon nach den Zahlen aus dem Tech-Sektor. Der Nasdaq ist auch ein Plus. Aber nicht so richtig to the moon. Selbst eine SK Hynix, so etwa 7% auf der Gewinnerseite. Man muss natürlich sagen, viele dieser Werte sind allein seit Montag deutlich gestiegen. Der Cosby in Südkorea letzte Nacht über 6% auf der Gewinnerseite. Und insofern ist ein Teil dieser sehr guten Zahlen schon mit vorweggenommen worden. Und ich finde, dass vor allen Dingen die Kernaussagen bei SK Hynix für den gesamten Sektor wichtig sind. Denn wir sehen, dass das Management noch bis 2030 davon ausgeht, dass Angebot und Nachfrage im Ungleichgewicht sein werden. Also wesentlich mehr Nachfrage als Angebot. Und das ist an sich schon mal eine gute Nachricht für alle, die Bedenken hatten, dass die Wachstumsdynamik nachlassen könnte. SG Hynix hat die operativen Gewinne mehr als versiebenfacht und der Umsatz im Vorjahresvergleich um 330 Prozent nach oben. Das ist meine Hausnummer. Und wenn man sich jetzt GE Vernova und Vertief mal anschaut, Vertief ist ja auch im Datacenter-Bereich sehr wichtig. Wenn man sich die Aktie anschaut, 17% im Plus, da geht es heute richtig zur Sache und hier sehen wir auch, dass die Umsätze um 60% gestiegen sind, die Aussichten angehoben. Ein starkes Signal also auch hier für den Bau und Ausbau von Rechenzentern. Morgen früh kommt dann Caterpillar mit den Zahlen. Natürlich auch sehr stark da unterwegs in dem Segment. Ich bin ein bisschen erstaunt, dass GE Vernova so müde reagiert auf die Zahlen, denn hier sehen wir vor allen Dingen einen Faktor, der sehr bullisch ist und das sind die Aufträge. Die organischen Aufträge sind um 96% gestiegen auf 29 Milliarden Dollar. Auch schon eine ordentliche Hausnummer, aber die Aktie kann hier nicht wirklich profitieren. So, jetzt gehen wir aber nochmal einen Schritt zurück. Schauen wir uns das Big Picture erst nochmal an. Also viele Tech-Werte heute Morgen, Teradyne, Seagate, NXP, Semiconductor werden quasi abgehakt nach dem Motto, ja, das sind ja eigentlich ganz gute Zahlen, aber es hätte eigentlich noch viel geiler sein müssen. Das Ausmaß des Beats und der Anhebung reicht nicht aus. Hört man jedenfalls vereinzelt. Ich würde mal sagen, dass, naja, hier suchen halt viele irgendeine Begründung, warum diese Werte schwächer tendieren an sich sind. Sie zahlen auch von Seagate. Ausgesprochen stark ausgefallen. Aber es ist so, die Aktien sind überwiegend schwächer, wenn auch über den Tiefs, die wir letzte Nacht gesehen haben. Seagate war ja zeitweise 7% im Minus, vorbörsig 2% im Minus. Wir haben gleichzeitig Google vorteilhafte Nachrichten. The Information berichtet, dass OpenAI TPUs von Google einkaufen wird, um sich breiter aufzustellen bei den Lieferketten. Das müsste Google letztendlich gesehen auch mit in die Karten spielen. Meine Tochter hat heute Geburtstag. Da hat der Papa das Telefon mal angelassen. 14 Jahre wird sie alt. Und Gott ist der Papa stolz auf seine Tochter. Hat gestern die Reportcards bekommen und in jedem Fach eine Eins. In Religion eine Zwei-Plus. Das geht dann noch. Aber das ist echt super. Wenn ich da an meine Noten von damals decke, um Jottes Willen. Da kann so viel glücklich sein, das Hirn meiner Frau zu haben. So, aber zurück zum Thema. Wir haben das Öl auch mit in den Schlagzeilen. Brent war im europäischen Handel schon etwa bei 111, 112 Dollar. WTI zieht auch an, wegen Medienberichten im Wall Street Journal, dass Donald Trump in Richtung kurzfristige militärische Angriffe auf den Iran tendiert nach den Zwischenwahlen. Vielleicht hier an der Stelle schon mal den Einwurf, dass. Die Basisannahme der Wall Street ist, dass nach den Zwischenwahlen militärische Angriffe auf den Iran wieder aufgenommen werden könnten. Das ist die Basisannahme. Was aber auch bedeutet, dass wenn nach den Midterms das nicht geschehen sollte, und wir sehen eine diplomatische Einigung, wenn man sich gestern mal so die Schlagzeilen anschaut aus dem Iran und dann klingt das eigentlich doch durchaus nach einer Annäherung. Wenn es also nicht zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen sollte, sondern zu einer diplomatischen Lösung oder zumindest mal zu einem Waffenstillstand, Straße von Hormuz wird wieder geöffnet, dann wäre das Upside für den Aktienmarkt umso größer und natürlich auch für den Ölpreis nach unten auch vorhanden. Vor allen Dingen, weil wir auch bei WTI wieder über 100 Dollar notieren. Aber das Wall-C-Journal berichtet heute Morgen, die USA warnen die Golf-Länder, dass, sie in Richtung kurzfristiger, intensiver militärischer Angriffe gegen den Iran tendieren nach den Zwischenwahlen. So das Wall Street Journal heute Morgen, das treibt die Ölpreise hoch. Wir haben Meldungen bei Reuters, dass Katar dem Iran neue Entwürfe vorgelegt hat zur Beilegung der militärischen Auseinandersetzung. Und Teheran wird diese Woche bis Ende der Woche noch final Feedback darauf geben. Und gleichzeitig betont die internationale Atombehörde, dass der Iran nicht angefangen habe, die Nuklearanlagen, die durch die USA beschädigt wurden und durch Israel wieder aufzubauen. So ein Widerspruch zu dem, was die Vereinigten Staaten sagen. Und Trump betont heute Morgen nochmal, der Krieg wird dann aufhören, wenn er will, dass er aufhört, also Donald Trump. Die Wahrheit ist natürlich eine andere, da hat Iran noch ein ordentliches Wörtchen mitzureden, ob dann der Krieg tatsächlich enden sollte oder nicht. So, jetzt haben wir also das Thema Iran, Wall Street Journal, das überschattet ein bisschen, wir haben die Tagung der amerikanischen Notenbank nicht vergessen. Ihr habt die Uhren umgestellt, wir hier noch nicht. Das machen wir erst am Wochenende. Die Entscheidung der US-Notenbank steht also an um immer noch 14 Uhr bei mir, aber 19 Uhr eurer Zeit. Ich werde das wie immer bei mir auf dem YouTube-Kanal für euch live mit begleiten und dann die Pressekonferenz ab 19.30 Uhr. Das ist dann die zweite Runde bei mir auf dem YouTube-Kanal mit dem Coverage. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir heute eine Zinsanhebung sehen werden, ist bei 10% Pi mal Daumen. Also davon geht eigentlich keiner aus, obwohl die Inflationsdaten heißer ausgefallen sind. Aber so wenige Tage vor den Midterms, die Zinsen nochmal hoch, eher unwahrscheinlich. Und das Entscheidende wird damit die Pressekonferenz sein. Wird Kevin Walsh eher ins Lager der Falken tendieren oder bleiben die Tore offen für eine weitere Zinsanhebung dann im Dezember und, man muss sagen, dass tatsächlich in weiten Teilen der Kapitalmarkt die Arbeit der US-Notenbank mit erledigt hat. Wenn man sich den Financial Conditions Index anschaut, also wie locker ist das Finanzumfeld, dann sind wir hier schon im restriktiven Bereich und... Ich darf nochmal daran erinnern, schauen wir uns nochmal den Dow Jones auch diese Woche an und auch die Ergebnisse, dann sehen wir ja durchaus, dass die Sektoren, die getroffen werden durch höhere Finanzierungskosten und Energiepreise, die werden nach wie vor ausgebremst. Diese Berichtssaison ist zwar auf absoluter Ebene gut am Rande bemerkt, wir haben 29% Gewinnwachstum bei den Unternehmen im S&P 500. Klar, es sind wieder die Tech-Werte, die sehr stark dominieren, aber die Sektoren, die darunter leiden sollten, die leiden im Dow Jones, darunter die Marktbreite gestern war eher schlecht als recht. Der S&P Equal Weight Index, so gut wie unverändert geschlossen. Der Dow Jones belastet durch eine Boeing, aber auch durch eine Sherwin-Williams, großer Farbenkonzern, der auch die Ergebnisse verfehlt hat bei Whirlpool. Haushaltsgeräte auch schlechter als erwartet. Also wir haben immer noch dieses große Gap und für Kevin Warsh meines Erachtens bedeutet das vor allem, er muss vorsichtig sein. Wer er bestraft und der Kapitalmarkt bestraft, durch die straffere Geldpolitik und den Financial Conditions Index vor allen Dingen die Branchen, die die Inflation gar nicht verursachen. Inflation wird verursacht durch Angebotsengpässe, AI-Sektor und die Energiekrise. Wenn die Energiepreise lange oben bleiben, sickern die in der Tat in andere Branchen rein. Aber das Risiko ist, dass bei einer zu straffen Geldpolitik zu guter Letzt. Weite Teile der Wirtschaft abgestraft werden, die damit eigentlich gar nichts am Hut haben, würde meines Erachtens eher dafür sprechen, dass wir vielleicht im Dezember auch gar keine Zinsanhebung mehr sehen werden. Also da bin ich sehr gespannt und eins ist diese Woche wirklich auffällig, wie viele große Investmenthäuser auf einmal sagen, well, wir haben die Aktienquote mal runtergestuft, aber dafür die Anleihegewichtungen aufgestuft. Die HSBC diese Woche zum Beispiel hat Anleihen auf Übergewichten hochgefahren, schon lang, lang her, dass man das getan hat und das ist keine Ausnahme. Also Kevin Walsh wird heute sehr spannend. Ich glaube, dass wir im nächsten Jahr, wenn überhaupt, gar keine Zinsanhebung sehen werden. Also da, ich meine, look, we will see, ja, auch ich kann nicht über Wasser laufen, aber ich glaube, viel spricht dafür, dass der Kapitalmarkt zu viele Zinsanhebungen eingepreist hat. So, bevor ich jetzt auf die ganzen Ergebnisse eingehe, ganz kurz nochmal einen Blick auf die Zahlen. Heute im Tagesverlauf haben wir den Oracle Analystentag noch, der wird sehr wichtig sein. Um 12 Uhr meiner Zeit, also 17 Uhr eurer Zeit, kommen die Kommentare. Wir haben heute Abend dann die Zahlen von Google, Microsoft ServiceNow, Samsung Electronics, T-Mobile US. Also super wichtiger Tag heute. Morgen dann, morgen Abend haben wir die Zahlen von Amazon, Intel, Reddit, Santis, Twilio. Also auch im Tech-Sektor sehr, sehr wichtige Zahlen. Und außerhalb des Tech-Sektors haben wir morgen früh Caterpillar, auch wichtig, weil Baudatacenter, wie sieht da die Auftragslage aus? Und wir haben morgen vor dem Opening dann noch Eli Lilly, Mastercard, Merck, Norwegian Cruise Line, Bristol Myers, morgen Abend dann Starbucks und Mondelez. Also es wird nicht langweilig bei uns hier an der Wall Street. Und dann Ende der Woche ist dann der Super Bowl, der Earnings Season durch. Das ist die Woche mit den meisten Ergebnissen. Und wie gesagt, die Bilanz ist bisher keine schlechte. 29% Gewinnwachstum im S&P. Was wir aber durchaus sehen, und das ist der Unterschied zum zweiten Quartal, der Gap, die Lücke zwischen Gewinnerwartungen und dem, was tatsächlich gemeldet wurde, dieser Gap war viel größer als dieses Mal. Wir sind ja jetzt in den S&P in die Berichtssaison reingelaufen. Da waren die Schätzungen schon bei knapp 26 Prozent Gewinnwachstum. Jetzt sind es 29 Prozent. Das ist nice, aber es ist nicht gigantisch. Und man sieht, dass bei einer so hoch hängenden Messlatte es eben sehr schwer ist, die nochmals deutlich zu übertreffen. So, jetzt kommen wir zu SK Hynix. Und wie gesagt, es gibt da, die Zahlen sind einfach fantastisch. 32% Umsatzsprung, 308%, im Vergleich zum letzten Quartal, 330% im Vorjahresvergleich, höher als erwartet, operative Einkommen, 630% Steigerung im Vorjahresvergleich, 40% Steigerung im Vergleich zum letzten Quartal und die Aussagen, dass Management sehr bullish, also Angebot, Nachfrage wird bis 2030 im Ungleichgewicht sein. Der einzige Haken, könnte man sagen, ist, dass Esker Heinigs sagt, look, wir werden ordentlich Gas geben bei Kapazitätsinvestitionen. Und da kommt also mehr Supply auf den Markt. Aber wir sehen es ja selber, die Aktie ist trotzdem 7% vorbörslich im Plus. Ja, bei Seagate eigentlich eine ähnlich mauere Reaktion wie bei Western Digital, obwohl die Aktie dann auch die Tage danach gestiegen ist. Seagate ist die letzten Tage auch schon sehr stark gestiegen. Und jetzt haben wir eine Reaktion, die vergleichsweise mau ist. Und das liegt unter anderem wohl daran, dass die Ertragsschätzungen, naja, wobei, ich tue mich damit wirklich, wisst ihr, wenn die Wall Street immer kommt und sagt, naja, also ich meine, das ist ganz klar, die Wall Street hat noch mehr erwartet, ja. Das ist für mich so ein bisschen die peinliche Situation, in der man eigentlich nicht wirklich erklären kann, warum die Aktie schwächer ist. Und der einfachste Nenner ist einfach zu sagen, ich meine klar, die Aktie ist schwächer, weil man einfach noch viel mehr erwartet hat. Das klingt dann absolut logisch, aber da versucht man den Kurs zu erklären. Schaut euch mal die Zahlen an. 7,68 Dollar Gewinn pro Aktie, 7,39 Dollar erwartet. Das ist prozentual eigentlich schon ein ganz schöner Beat. Der Umsatz war leicht über den Schätzungen, auf absoluter Basis natürlich gigantisch, fast 58%. Bruttomargen, auch sehr gut, besser als erwartet, die Aussichten auch angehoben und dann heißt es, ja, ist ja klar, die Aktie ist schwächer, wir haben einfach noch viel geilere Zahlen erwartet. NXP Semiconductor, auch Ertragsschätzung geschlagen. Umsatz war auch ein bisschen höher als erwartet. Und bei den Aussichten für das vierte Quartal heißt es auch, gut, aber nicht gut genug. Man hat mehr erwartet. Bei Terodyne das Gleiche. Ich will jetzt nicht jeden Wert durchkaspern, aber Etsy ist auf der Gewinnerseite heute Morgen. Drittes Quartal besser als erwartet. Umsatz auch. Wir haben hier im Tech-Strom-Bereich, im Power-Segment G-Renova. Der EBITDA ist solide über den Schätzungen. Umsätze, 27% Wachstum, auch besser als erwartet. Margen waren besser als erwartet. Wo, lieber Herr Koch, liegt das Problem? Die Aktie reagiert so gut wie gar nicht. Die Buchungslage ist massiv gestiegen. Also spricht natürlich auch für zukünftiges Wachstum. Und last but not least, wer tief und die Aktie bewegt, zahlt wirklich Ertrag pro Aktie. 78% Sprung im Vergleich zum Vorjahr auf 2,21. 1,82 Dollar erwartet Aussichten auch gigantisch. Also sieht sehr, sehr gut aus. Und man geht davon aus, durch das Management, wir gehen von überdurchschnittsstarken organischen Umsatzwachstum aus, auch im Jahr 2027. So, jetzt nehmen wir noch mal ein paar Highlights raus. Bevor ich noch eine Stunde lang streame, Nehmen wir mal Visa. Im Wesentlichen im Rahmen der Erwartung, das reflektiert auch die Aktie, leicht im Minus, keine große Veränderung. Die Guidance für das Fiskaljahr 2027, da erwartet man jetzt ein Ertragswachstum pro Aktie von 11 bis 16%. Wenn du jetzt einen Mittelwert nimmst, liegst du da so ähnlich wie bei den Schätzungen des Marktes, 13,8%. Das ist doch nicht schlecht eigentlich. Aber die Aktie reagiert kein Robinhood. Da geht es jetzt vorbörsig schon bergab bei dem Wert. Jetzt ist die Börse auch schon geöffnet. Die Zahlen waren nicht perfekt. Der Umsatz lag leicht unter den Schätzungen. Das Transaktionsvolumen auf der Aktienseite lag auch leicht unter den Schätzungen. Im Kryptobereich 55% Einbruch auf 120 Millionen und 120 Millionen, naja, die Wall Street hatte mit 114 Millionen gerechnet, also ist eigentlich noch besser als schlecht. Muss man sagen, aber nichtsdestotrotz hat die Aktie Gegenwind. Ich bin so ein bisschen überrascht, dass man überrascht ist, denn wenn man sich in der Branche so ein bisschen umhört, dann hatten wir im September insbesondere doch sehr, sehr viel Zurückhaltung. Also da wird Robin Hood vermutlich keine Ausnahme sein. So, Brinker schlägt die Schätzungen. Aussichten werden angehoben. Cheesecake Factory, auch bei den Umsätzen der schon länger geöffneten Restaurants, besser als erwartet. Aber im Earnings Call redet das Management die Aussichten runter. Waste Management verfehlt die Ertragsziele, bestätigt trotzdem die Jahresprognosen. Von Enphase Energy, da geht es richtig zur Sache, 20% Kurseinbruch. Es sind wirklich schlechte Zahlen. Der Ertrag verfehlt, die Umsätze verfehlen, die Ertragsaussichten und Umsatzaussichten verfehlen auch. Also der Wert wird ordentlich rasiert. Was haben wir ansonsten hier noch? Ich will ganz kurz nochmal Boeing ansprechen. Die Aktie hat es gestern schön zersäbelt. Da hat der Koch mal schön ins Klo gegriffen. Musste ich mir gestern erstmal den rechten Arm waschen. Denn ich muss schon sagen, das war auch nicht gerade die feine Art vom Management. Also du meldest deine Earnings. Danach gehst du als CEO bei CNBC ins Interview. Der Ertrag lag unter den Schätzungen. Ja, aber Cashflow war besser als erwartet. Auftragslage war wesentlich besser als erwartet. Und dann denkst du, okay, es ist doch gar nicht so schlecht. Erste Reaktion ist negativ. Und dann plötzlich 10.30 Uhr beginnt der Earnings Call bei uns, also 15.30 Uhr bei euch und dann auf einmal Bang, Bang, Bang, Bang, Minus 5, Minus 6, Minus 8, Minus 10 Prozent. Was ist da los? Ich meine, diese Earnings Calls sind für Analysten gedacht. Da steht dann unser 1 oder Privatanleger vor der verschlossenen Tür, müssen das heitere Berufsrat machen, was haben die da wohl gesagt? Und tatsächlich wird die Produktionsausweitung bei der 737 schleppender vorangehen, als die Wall Street dachte. Dementsprechend werden die Cashflow-Prognosen, verfügbarer Cashflow nach unten revidiert und den Wert hat es gestern ordentlich zersäbelt. Jetzt kommt die UBS um die Ecke und sagt, also wir bleiben bei der Kaufempfehlung. Das Kursziel wird jetzt gesenkt von 275 auf 240 Dollar. Man bleibt bei der Kaufempfehlung aus drei Gründen. Punkt eins, insgesamt bleibt das Makro-Umfeld für Boeing vorteilhaft. Sehen wir auch an den Auftragseingängen. Die Auftragslage ist und bleibt solide. Nummer zwei, nach den Warnungen gestern vom Management wurden die Messlatten deutlich reduziert. Die Erwartungshaltungen sind jetzt dementsprechend nach unten angepasst. Dritte Faktor, die Bewertung. Wenn man sich jetzt anschaut, wo der Wert notiert. Beim Zwölffachen der Schätzungen von der UBS-Serie. Das rechtfertigt jetzt dementsprechend an einer Kaufempfehlung festzuhalten. Es gibt auch Segmente, wo das Management anscheinend die Messlatte bewusst etwas niedriger gehängt hat. In anderen Worten zu konservativ. Aber es ist ja immer so oder meistens so, zuerst kommt die schlechte Nachricht. Dann wird die Aktie erstmal abgestraft. Am nächsten Tag, heute also, kommen dann die Analysten um die Ecke, die dann ihre Kursziele senken und teils die Aktien abstufen, Gewinnschätzungen reduzieren. Also Chance eines wirklichen Bounces bei Boeing wird vermutlich auch erst in einigen Tagen sein. Also, ich bin heute für euch gleich mehrfach am Start. 19 Uhr mit der Entscheidung der US-Notenbank, 19.30 Uhr, dann mit der Pressekonferenz. Und heute Abend mit Google und Microsoft selbstverständlich. So, ansonsten danke nochmal. Die Minikoch-Aktion ist richtig geil angelaufen. By the Dip war das Motto der Stunde. Wir sind jetzt nahezu vergriffen bei den Minikochs. Jeder, der jetzt noch marcuskoch.de abonniert, kriegt ihn von uns noch geschenkt. Solange der Vorrat reicht, das Einzige, was ihr zahlen müsst, sind die Frachtkosten, die Lieferkosten, die 1 zu 1 an DHL weitergereicht werden. Ich glaube, die liegen in Deutschland bei 3,99 Euro. Das ist also ein Dankeschön an alle Abonnenten bei marcuskoch.de, dass ihr so treu, so lange die Stange gehalten habt. Und ja, heute ist Gespräch mit dem Architekten wegen Design des Studios in München. Am 1. Dezember geht es da los, da freue ich mich auch drauf. Da gibt es noch einige Überraschungen für euch. In dem Sinne, euch einen guten Handelstag und bis nachher. Ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.