Heute ist Freitag, der 30. Oktober. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Wir sehen im Tech-Sektor teils deutliche Kurseinbrüche. Reddit, Roblox, Twilio bis zu 20 bis 25 Prozent auf der Verliererseite. Intel verliert ebenfalls ein Viertel des Börsenwertes, vor allen Dingen aufgrund der stark eingetrübten Aussichten. Der PC-Markt wird lange Zeit enttäuschen. Das setzt den gesamten Halbleitersektor mit unter Abgabedruck. Auch Amazon muss die Aussichten senken. Hier sorgt man sich auch über die weiter steigenden Investitionen. Der verfügbare Cashflow lag im abgelaufenen Quartal bei minus 35 Milliarden Dollar, weitaus tiefer im roten Bereich, als die Wall Street erwartet hatte. Es ist auffällig, dass die Aktien von Amazon an der Wall Street überwiegend verteidigt werden. Bei Intel aber purzeln die Kursziele auf breiter Front. Der Tech-Sektor steht weiterhin unter einem schlechten Stern. Ja, ein wirklich harter Handelstag im Tech-Sektor. Wir sehen Kurseinbrüche im zweistelligen Prozentbereich. Die Aktien von Roblox, Intel, Twilio zwischen 15 und 25 Prozent. Auf der Verliererseite Amazon ebenfalls ein Kursrückgang von fast 8 Prozent. Eine harte Woche geht zu Ende. Wir hatten zuerst die Hiobsbotschaften von Google, die Tatsache, dass bei Google zwar die Suchaktivitäten einen 5-Jahres-Hoch erreicht haben, während parallel aber, die Umsätze im Search-Bereich enttäuschen. So war es auch schon im vorhergehenden Quartal. Explodierende Suchanfragen bei enttäuschenden Suchumsätzen ist ein Indikator dafür, dass anscheinend auch sehr viele AI-Agenten dort unterwegs sind und nicht Menschen. Denn nur so ist zu erklären, dass die Umsätze in dem Segment enttäuschen. Google hat bereits im vorhergehenden Quartal hier enttäuscht, im letzten Quartal enttäuscht und wird in dem angebrochenen vierten Quartal jetzt auch im Search-Bereich enttäuschen. Und das facht die Sorge an, dass in der Tat das wichtigste Kerngeschäft von Google hier untergraben wird. Ja, ist es eine Phase der immensen Kurseinbrüche gewesen im Tech-Sektor in dieser Woche? Die Psychologie am Montag, Dienstag, der Bounce, den wir gesehen haben, der zeitweise ja sehr stark war, geht jetzt wieder in Flammen auf. Die Psychologie trübt sich ein und es wirft natürlich auch die Frage auf, wie eine Anthropic in diesem Umfeld einen derart großen IPO im Börsengang wirklich auf die Beine stellen will. Man hatte ja mit etwa dem 19. November damit gerechnet, dass es soweit ist, aber in diesem Marktumfeld, in dem jetzt wieder Liquidität Mangelware wird, in dem Investoren vorsichtiger werden, in den Tech-Sektor zu investieren, in einem solchen Umfeld ein so großer Börsengang, das dürfte sehr schwierig werden. Und damit hängt diese Wolke letztendlich gesehen auch mit über dem Tech-Sektor. Wenn wir uns, bevor wir uns die Details anschauen bei den Ergebnissen und die Analystenkommentare mal anschauen, wie die Woche so verlief, dann sehen wir, dass die meisten Tech-Unternehmen immer tiefer abtauchen in die Verlustzone, was den Cashflow betrifft. Amazon hat die letzten zwölf Monate beim freien Cashflow jetzt ein Minus von 42,4 Milliarden Dollar. Alphabet lag im letzten Quartal frei verfügbarer Cashflow von minus neun Milliarden. Meta ist das erste Mal seit 2012 auch negativer freier Cashflow und SpaceX hat fast zehn Milliarden Dollar verbrannt. Also der Cashflow taucht immer weiter ab ins Negative und, wenn man sich jetzt die CapEx-Investitionen mal anschaut, das ist natürlich besonders wichtig für den gesamten AI-Trade, dann ist zumindest mal eins festzustellen, Meta im letzten Quartal. Hat bei den CapEx-Investitionen leicht, also im Prinzip die Erwartungen nur getroffen. Google lag drunter, Microsoft lag unter den Erwartungen. Keiner dieser drei Unternehmen hat die CapEx-Budgets letztendlich ausgeweitet. Tesla hat die CapEx-Budgets, die Aussichten sogar gesenkt. Oracle hat die Notwendigkeit gehabt, am Analystentag nochmal zu betonen, dass die CapEx-Investitionen 2029 ein Zenit erreichen dürften. Und all das deutet eben auch darauf, dass die Dynamik bei CapEx-Investitionen entweder ein Zenit erreicht hat oder stückweit auch an Dynamik verliert und damit sind die Verluste, in dem Sektor eben vorprogrammiert. So, jetzt schauen wir uns mal die Ergebnisse im Detail an und man muss sagen, dass natürlich allen voran Amazon und Intel hier mit im Fokus stehen und der Unterschied zwischen Amazon und Intel ist vor allen Dingen, dass Analysten heute Morgen Amazon verteidigen, bei Intel aber auf breiter Front die Ziele erheblich nach unten gesenkt werden. Und ich fange mit Intel mal an, vor allen Dingen die Aussichten für das angebrochene Quartal werden die Erwartungen um eine sehr weite Spanne verfehlen, der Umsatz 15,5 Milliarden, das sind 1,5 Milliarden Dollar weniger Umsatz als die Wall Street erwartet hatte und der Ertrag pro Aktie. Nur 25 Cent, 43 Cent wurden erwartet, das ist prozentual gesehen also auch eine sehr, sehr weite Verfehlung und vor allen Dingen die Flaute im PC-Sektor macht, Intel zu schaffen. Das ist übrigens ein ähnliches Signal gewesen bei den Zahlen von Microsoft, wenn man sich die nochmal anschaut. Dann ist die PC-Sparte für Microsoft bei Weitem nicht so relevant wie zum Beispiel bei Intel, aber das Segment fiel auch bei Microsoft eher enttäuschend aus. Die Aussagen von Lib Bhutan, dem CEO von Intel, sind eindeutig. Man betont, dass vor allen Dingen im August, September die Nachfrage für PCs deutlicher abgekühlt ist, unter anderem aufgrund der gestiegenen Memory-Preise. Man geht davon aus, dass der PC-Markt bis mindestens 1. Jahreshälfte 2027 in einer Flaute bleiben wird, bis sich die Preise für Memory bessern. In anderen Worten, mehr Angebot auf den Markt kommen. Und jetzt drehen wir den Spieß mal um. Das ist natürlich für die Memory-Werte nicht unbedingt eine gute Aussage. Denn wie es eben so ist, der Preis für Memory kann auch dadurch reguliert werden, dass die Nachfrage letztendlich abgewürgt wird. Und das sehen wir stückweit, während an anderer Stelle die Kapazitäten deutlich ausgeweitet werden. Und schauen wir uns jetzt mal die Analysten-Kommentare an der Wall Street an, die Kursziele. Brechen auf breiter Front ein. Mal ganz kurz schauen, wo die Aktie jetzt heute Morgen vorbörslich notiert. Wir werden in wenigen Minuten hier die Eröffnungsglocke sehen. Die Aktie ist jetzt bei 68 Dollar, 26 Prozent im Minus, 26 Prozent ServiceNow hat gestern auch ein Viertel des Börsenwertes aufgegeben. Da sieht man auch, wie emotional und angstgetrieben die Börse mittlerweile im Tech-Sektor ist. Ja, die einzig gute Nachricht ist, dass sehr viele Kursziele jetzt so weit gesenkt werden, dass sie schon da sind, wo die Aktie jetzt notiert. DA Davidson sieht den Wert bei 70, wir sind bei 68 angekommen, man bleibt bei neutral und fast alle betonen, dass, die Schwäche im kleinen Computing-Segment, also im PC-Segment, letztendlich sehr ausgeprägt sei und dass damit die aktuelle Bewertung schwer zu rechtfertigen sei, so DA Davidson. Bei Intel und Citigroup sinkt das Kursziel auf 100. Naja, das ist deutlich über dem aktuellen Niveau. Und da sagt man auch, wir haben... Schwäche im vierten Quartal, unter anderem auch deshalb, weil es bei einer Fabrik in. Israel zu einem Unfall kam, das, fängt das vierte Quartal ein, belastet das vierte Quartal, könnte man sagen, das ist natürlich ein temporäres Ereignis, dieser Ausfall der Produktionsstädte in Israel, aber es ändert nichts daran, dass der PC-Markt als insgesamt sehr schwach beschrieben wird. Die UBS senkt das Kursziel auf 80 Dollar, gleiches Thema, Herausforderungen im PC-Markt, Kostendruck durch Memory, aber die Investitionen in Foundry und Advanced Packaging in den Serverbereich sprechen für langfristiges Wachstum. Wells Fargo senkt das Kurssteal auf 80 Dollar, bleibt auch bei Halten bei der Aktie aufgrund der PC-Korrektur. Also der Wert wird, wie gesagt, so gut wie gar nicht verteidigt heute Morgen. Und vor allen Dingen sind die Implikationen für den breiten Tech-Markt hier sehr negativ. Die Aussagen von Intel müssten eine AMD letztendlich gesehen auch mitbelasten. Die Aktie ist vorbörsig 10 Prozent auf der Verliererseite. Eine Micron ist 5% auf der Verliererseite, zieht jetzt allerdings vorbörsig von den Tiefs ein bisschen an. An der Wall Street gibt es eine alte Weisheit. Wer glaubt, schon alles zu wissen, hat meistens ein Problem. Und wer du die Schlagzeilen liest, er ist recht. Deshalb verbringe ich seit über 30 Jahren einen ziemlich großen Teil meines Tages damit, Informationen zu sammeln, Zusammenhänge zu verstehen und herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Denn gute Entscheidungen brauchen gute Informationen. Und davon haben wir heute gleich eine doppelte Portion. 80 Jahre Handelsblatt, 100 Jahre Wirtschaftswoche zusammen, 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Ja, da kann selbst die Wall Street nicht mithalten. Und jetzt gibt es die beiden Schwergewichte im Doppelpack, Handelsblatt und Wirtschaftswoche Digital in einem Abo. Das Beste, zwölf Monate lang mit 50% Rabatt. Zwei starke Wirtschaftsmedien zum halben Preis. An der Börse würde man sagen, ein ziemlich attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. Das Angebot gilt übrigens nur bis zum 3. November. Alle Infos findet ihr in den Shownotes unter handelsblatt.com-das-Wirtschafts-Abo. Werbung Ende. So, damit kommen wir mal zu Amazon. Und auch hier muss man sagen, ein sehr, sehr gemischtes, abgelaufenes Quartal. Diese Kombination aus die Messlatte hing bei einigen doch wesentlich höher als die Konsensschätzungen. Amazon Web Services hat ja immerhin 39 Prozent Wachstum ausgewiesen. Aber Morgan Stanley hat gestern schon betont, dass einige mit 44 Prozent Wachstum gerechnet hatten. Die Messlatte also wurde verfehlt und die Umsätze, Flüsterschätzungen waren bei 205 Milliarden und 201,9 Milliarden wurden gemeldet. Das lag auch unter den Konsensschätzungen, aber auch unter den sehr optimistischen Flüsterschätzungen. Und die Zahl, die überall hier zitiert wird heute Morgen, ist vor allen Dingen der massive Einbruch beim verfügbaren Cashflow. Die Wall Street hatte mit negativ 7,7 Milliarden gerechnet. Wir haben negativ 35 Milliarden Dollar und das ist ein Belastungsfaktor. Die Tatsache, dass zudem auch noch die Aussichten für das wichtige vierte Quartal auch noch gesenkt werden und mit einer massiven Verfehlung beim verfügbaren Cashflow, das überschattet die Aktie. Das Positive ist die Tatsache, dass Amazon die langfristigen Wachstumsziele für AWS, für Amazon Web Services nach oben revidiert hat. Und das ist für gewöhnlich eigentlich die tragende Säule bei Amazon. Der Wert, wir sehen zwar sinkende Kursziele vereinzelt, aber die meisten Analysten senken die Kursziele minimal und bleiben bei Kaufempfehlungen. Also die Bank of America zum Beispiel. Senkt jetzt das Kursziel von 320 auf 317 Dollar, bleibt bei der Kaufempfehlung, betont, dass die Wachstumsdynamik bei Amazon Web Services eher zunehmen wird. Sehr stark positioniert im AI-Universum, also hier bleibt man auf der Käuferseite. Bei Mitsuo wird das Kursziel sogar angehoben auf 335 Dollar, bleibt man auch bei der Kaufempfehlung wegen Amazon Web Services. Wir haben Wells Fargo, Kursziel wird um 2 Dollar gesenkt, also eigentlich nicht der Redewert. Auf 326 Dollar bleibt man auch wegen Amazon Web Services und den langfristigen Wachstumsaussichten auf der Käuferseite. TDK und genau das gleiche, Kaufempfehlung, Kursziel sinkt auf 340 Dollar. Amazon Web Services, Werbegeschäft hat enttäuscht, aber Guys, das Werbegeschäft bei Google hat enttäuscht YouTube. Wir haben bei Netflix enttäuschende Werbeumsätze gehabt und jetzt haben wir eben auch bei Amazon enttäuschende Werbeumsätze. Das zeigt übrigens einmal mehr, wie gut Meta hier positioniert ist, denn Meta hat bei den Werbeumsätzen nicht enttäuscht. Und Meta steigt mit Instagram ins Long-Format ein. 90 Minuten Videos werden in Zukunft dort mit abgespielt. Damit steigt Instagram auch zum Konkurrenten auf für Netflix und letztendlich gesehen auch verstärkt für YouTube im Longformat-Bereich. Also da hat Meta einiges richtig gemacht. Aktuell haben wir bei Meta wieder das Problem, willst du die Aktie jetzt kaufen mit 100 Milliarden Dollar Kapitalerhöhung, 25 Milliarden schon abgehakt, aber 75 Milliarden stehen noch vor uns, das kann bei Meta auch erstmal für Gegenwind sorgen. So, jetzt haben wir also Intel und Amazon schon mal durch und ich mache mal weiter mit den Aktien, die am meisten einbrechen und nehme jetzt mal. Reddit und Roblox ins gleiche Boot, weil letztendlich gesehen bei beiden im Prinzip das gleiche Dilemma stattfindet. Die wichtigste Zahl für Reddit und für Roblox. Ist die Buchungslage und sind die täglich aktiven Nutzerzahlen. Und die täglich aktiven Nutzerzahlen haben bei Reddit die Erwartungen verfehlt, und zwar um drei Millionen. Und wenn man sich jetzt die Aussagen anhört für das angebrochene vierte Quartal, dann muss man davon ausgehen, dass die täglich aktiven Nutzerzahlen um einen niedrigen zweistelligen Prozentbereich sinken werden. Das ist für Reddit natürlich keine gute Nachricht. Die Aktie verliert 22 Prozent und wir haben bei Roblox ähnliche Aussagen. Die täglich aktiven Nutzerzahlen haben im letzten Quartal die Ziele um sieben Millionen verfehlt und werden auch im jetzt angebrochenen vierten Quartal weiter unter Druck stehen. Man rechnet also auch hier mit einer Enttäuschung von etwa vier Millionen. Die Aktie verliert auch im New Yorker Handel 15 Prozent. Schauen wir uns mal die Analysten-Kommentare dazu an. Roblox, die UBS senkt das Ziel auf 50, bleibt bei neutral. Guidance für das vierte Quartal ist schwach. Buchungslage dürfte um 10 bis 15 Prozent sinken. Natürlich nicht gerade gut für Roblox. Und ich will an der Stelle vielleicht auch gleich nochmal Pinterest aufgreifen. Die Aktien von Pinterest sind heute Morgen nach den Zahlen ebenfalls unter Abgabedruck. Ein Minus bei der Aktie von 5 Prozent. Das hält sich noch in Grenzen. Auch hier wurden gestern Zahlen gemeldet. Bei Pinterest. Senkt Barclays die Kursziele auf 24 Dollar. Bleibt nur bei Halten, sagt aber, dass man zuversichtlich ist, dass die eingeleiteten Schritte bei Pinterest zu einer fundamentalen Besserung führen werden. Bei Wells Fargo wird die Aktie ebenfalls mit einem Kursziel von 23 Dollar mit Übergewichten beibehalten, aber das Kursziel lag vorher bei 31 Dollar. Aus den anderen Worten, der Analyst hat schlichtweg Unrecht gehabt. Im dritten Quartal lag der Umsatz unter den Erwartungen, im vierten Quartal werden die Ziele auch verfehlt. Und also wenn man sich das anschaut, wie viele Tech-Unternehmen jetzt anfangen, entweder die zu hohen Erwartungen zu verfehlen oder letztendlich schlichtweg die Erwartungen per se zu verfehlen bei der Guidance, dann ist das keine erfreuliche Entwicklung. Wir haben Coinbase heute Morgen auch auf der Verliererseite mit einem Minus von fast 12%. Bei Coinbase sind die Zahlen hoch. Ebenfalls ein Stück weit enttäuschend ausgefallen. Es sind vor allen Dingen Einsparungen, die dem Unternehmen unter die Arme gegriffen haben. Der Umsatz lag nur im Rahmen der Erwartung. Der Kryptobereich war ausgesprochen schwach. Mit Zeichen einer Besserung im September. Die Wettmärkte, also Prediction Markets, die stützen das Segment Stück weit. Aber wir sehen heute Morgen auch hier sinkende Kursziele. Barclays senkt das Ziel auf 120. Wir sind bei 140 aktuell und man bleibt bei der Verkaufsempfehlung und sagt, dass die Revenue Run Rate, also Umsatzdynamik, ins vierte Quartal hineingehend weiter nachlässt. Wir haben Wells Fargo, die die Aktie nur mit Halten einstuft, 174 Dollar Kursziel auch gesenkt. Das angebrochene Quartal signalisiert keine breiter angelegte Erholung. Wir haben JP Morgan, senken die Ziele auf 187, Canaccord auf 275. Beide bleiben bei der Kaufempfehlung, beide haben es nicht kommen sehen. Das ist das Fazit. Transaktionsvolumen hat Schwierigkeiten, so JP Morgan. Der Wettmarkt für Coinbase wächst zwar, kann aber letztendlich gesehen die andere Schwäche kaum ausgleichen. Also wohin man auch schaut, negative Kommentare heute Morgen zum Tech-Sektor. Was haben wir noch? Twilio hat auch bei den Umsatzaussichten die Guidance verfehlt. Der Wert ebenfalls stärker im Minus 25 Prozent runter bei Twilio wegen der Aussichten. Das organische Wachstum wird im vierten Quartal enttäuschen. 11,5% Wachstum statt 15% erwartet, auch hier also eine schwache Tendenz, Striker 6% runter wegen der Prognosen, eigentlich sind die Prognosen ganz gut, Quartal war gut, Aussichten gut, aber die Frage hier ist die Dauerhaftigkeit des Memory-Zyklus, Also man findet jetzt immer wieder Gründe, diese Werte letztendlich zu meiden. Stimmung hat sich erheblich eingetrübt und das macht sich zu guter Letzt in den gesamten Sektoren hier bemerkbar. So, Standardwerte. So gesehen halten die sich eigentlich ganz gut. Wir haben heute Morgen Quartalszahlen aus dem Ölsektor. Exxon kann 2% zulegen. Eine Chevron Texaco ebenfalls 1,6% auf der Gewinnerseite. Letztendlich kann man beide über einen Kamm scheren. Der Ertrag bei Exxon über den Erwartungen des Marktes. Bei Chevron auch deutlich über den Erwartungen des Marktes. Wen wundert es? Die Ölpreise und Energiepreise sind so stark gestiegen. Das greift den Ölkonzernen unter die Arme. Wir haben Starbucks heute Morgen auch mit Zahlen. Die Aktie reagiert relativ mau. Ein Minus von einem halben Prozent, obwohl der Ertrag über den Schätzungen des Marktes lag. Die Umsätze der schon länger geöffneten Cafés auch ein bisschen besser als erwartet. Und die Guidance für das Fiskaljahr 27, da muss man sagen, ist im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen auf der Ertragsseite ein bisschen besser. Also relativ neutraler Bericht und das zeigt die Aktie auch, ist kaum verändert. Mondelez hat gestern Abend auch Zahlen gemeldet, die Aktie ist 4% im Plus, der Ertrag besser als erwartet. Ihr seht, dass jetzt die Value-Werte, die Standardwerte sich vergleichsweise gut schlagen. Wir sehen also eine Rotation von Kapital nicht aus dem Markt, sondern in andere Sektoren. Als alter Hase muss ich allerdings sagen, das funktioniert oftmals nur anfangs und die Frage wird sein, ob das sich dann dauerhaft hält oder ob der Gesamtsektor dann anfängt zu rutschen. Das wird die entscheidende Frage sein. Kurz noch zu First Solar. Auch hier ein Minus der Aktie von 3% nach den Zahlen. Die Jahresaussichten werden letztendlich gesenkt. Wir haben zu First Solar heute Morgen auch Analystenkommentare. Needham senkt das Ziel auf 236 Dollar. Das wäre schön, wir sind bei 171. Die Guidance für das EBITDA-Ergebnis liegt 9% unter den Schätzungen des Marktes. Ja, also die Welle der negativen Nachrichten bricht hier nicht ab. Kurz noch zu Apple, die Aktie ist 1% im Minus, Honhai betont, man sei zuversichtlich, dass man die starke Nachfrage nach dem iPhone Duo bedienen kann, dass man also letztendlich gesehen die Produktionszahlen ausweiten wird. So, jetzt lasst uns zum Schluss noch mal ganz kurz das Makro-Thema ansprechen, das auch nicht gerade hilfreich ist heute. Wir hatten in den letzten Tagen viele Meldungen der Zuversicht, was Iran betrifft. Und das Wall Street Journal betont nochmals, wie viel Geld es das Pentagon kostet, die Straße von Hormuz Öllieferungen offen zu halten. Und das Pentagon bereitet sich zudem darauf vor, dass die geplanten Ausweitung des Rüstungsbudgets nicht zustande kommen wird. Wir hatten in den letzten Tagen viele Signale, dass der diplomatische Weg noch nicht vollends beendet ist. J.D. Vance, das berichtet die Washington Post, hat zu einem der Hardliner im Iran Kontakt aufgenommen, der den Iran zusammenführen kann in den Gesprächen mit den Vereinigten Staaten. Die Verhandlungspartner von Katar sind wieder in Teheran seit heute, um Kompromisse zu erarbeiten zwischen dem Iran und den USA. Also hier sehen wir immer noch Hoffnung im Raum, wobei nichtsdestotrotz die Basisannahme der Wall Street bleibt, dass wir nach den Midterms eine Ausweitung des Konflikts sehen werden. Wir haben Öl heute 1,8 Prozent im Plus bei 104 Dollar für WTI. So, nächste Woche haben wir letztendlich Zahlen von Apple und AMD. Die werden natürlich extrem wichtig sein. Wir haben den Arbeitsmarktbericht für den Oktober am Freitag. Man rechnet mit einer Erholung des Arbeitsmarktes im Vergleich zum September auf 65.000 geschaffene Jobs. Ich bin sehr gespannt, ob das wirklich erreicht werden kann. Naja und dann haben wir auch in großen Schritten letztendlich die Midterms, die jetzt kommen. Am dritten, am Dienstag ist es soweit. Die Karten sprechen zunehmend für eine blaue Welle, für einen Sieg der Demokraten über beide Häuser. Das ist übrigens auch ein Grund, weshalb der Markt nervös ist und Gegenwind hat, weil, eine Dominanz der Demokraten in beiden Häusern eventuell auch mehr Gegenwind bedeutet auf der regulatorischen Seite für den AI-Trade bei uns hier an der Wall Street. Tja, ich hätte fast vergessen, ich will es aber trotzdem nochmal ansprechen. Natürlich ist der Bitcoin-Sektor und die Kryptowährung auch deshalb unter Druck, wegen dieser ganzen Hacking-Meldungen. Binance, die größte Kryptobörse, wurde gehackt. Es sind insgesamt 6,3 Milliarden Dollar an Kundengeldern verschwunden. Man hat jetzt temporär die Annahme und Auszahlung von Kundengeldern geschlossen. Die Annahme wird in den nächsten 45 Stunden wohl wieder aufgenommen werden. Das Unternehmen betont, dass den Kunden kein finanzieller Schaden entstehen soll. Ein Teil dieser Gelder soll wohl auch schon wieder gefunden sein. Man vermutet, dass sich dahinter eine Hackergruppe aus Nordkorea befindet. Gestern wurde auch Polymarket gehackt. Auch hier sind wohl Kundengelder verschwunden. Man hat gestern in Großbritannien die Behörden darüber informiert und also auch alles Nachrichten, die nicht unbedingt erfreulich sind. Ja, eine harte Handelswoche. Ich wünsche euch nichtsdestotrotz einen guten Handelstag. Ich werde heute mal eine Ausnahme machen. Es ist Freitag, aber aufgrund der angespannten Marktlage werde ich heute trotzdem eine Closing-Bell machen. Im Zweifel auch eine Verlaufs-Bell, um hier euch auf dem Laufenden zu halten. Ansonsten, MarkusKoch.de ist der Discord-Kanal von mir mit dabei. Und nicht vergessen, für die schwachen Nerven gibt es da immer noch den Minikoch für alle Abonnenten, auch die, die jetzt neu dazukommen. Wir sehen uns also heute nochmals wieder, dann zur Closing Bell. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.