Heute ist Montag, der 2. November. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Es ist die Woche der Wochen. Die Midterm-Wahlen am Dienstag, die Apple-Zahlen heute Abend, die Arbeitsmarktdaten am Freitag und wie geht es im Iran-Krieg weiter? Es gibt Hoffnungen, dass man einen diplomatischen Weg finden könnte. WTI und Brand an der Wall Street unter Abgabedruck. Dafür sehen wir im AI-Sektor weiter Gegenwind. OpenAI musste anscheinend die Kapitalaufnahme von ursprünglich 30 auf 20 Milliarden Dollar senken. Meta landet bei der Ratingagentur S&P bei der Bonität auf der Negativ-Watchliste. Oracle platziert eine 10 Milliarden Dollar Unternehmensanleihe und Marvell und Lumentum. Lumentum wird übernommen in einer Transaktion reinbezahlt durch Marvell Aktien. Beide Werte reagieren negativ und sind auf der Verliererseite, unter anderem, weil die Umsätze bei beiden Unternehmen im abgelaufenen Quartal nur die Erwartungen treffen. So, damit beginnt die Woche der Wochen. Wir haben die Midterm Elections an diesem Dienstag. Wir haben heute Abend Apple und Palantir. Wir haben AMD, Arista Networks. Wir haben die Arbeitsmarktdaten am Freitag. Also es wird eine mal wieder sehr, sehr bewegte Woche und ich muss zugeben, deshalb habe ich extra mein rotes Hemd angezogen heute. Ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass die Futures vorbörslich nochmal richtig fett ins Minus abdrehen, so eine Art Washout-Szenario zu kriegen, um darauf basierend dann einen Bounce zu bekommen. Stattdessen haben wir jetzt heute Morgen schon eine Erholung im Dow Jones und auch im Nasdaq. Ich finde, das macht also für mich jedenfalls den Einstieg ein bisschen schwieriger. Und es ist vor allen Dingen mal wieder auffällig, dass der Bounce im AI-Sektor entweder gar nicht stattfindet oder ausgesprochen sogar negativ ausfällt. Wenn man sich heute Morgen die Aktien anschaut von Intel, dann haben wir nach dem 30% Kursverlust gerade mal eine Gegenbewegung heute Morgen von 0,3%. Wir haben... Die Aktien von Marvell heute Morgen 2,7% im Minus, Lumentum verliert 4,6%, obwohl die in einer reinen Aktientransaktion von Marvell übernommen werden. Beide Kandidaten haben im Zuge dieser Bekanntmachung auch vorläufige Zahlen gemeldet und wenn man sich die anschaut, dann sind die nicht wirklich so überzeugend. Die Umsätze bei Lumentum und bei Marvell lagen lediglich im Rahmen der Erwartungen. Wir haben wieder sehr viele Meldungen über Finanzierungen oder Finanzierungsmöglichkeiten, die sich eingetrübt haben. Und dementsprechend haben wir heute Morgen zum Beispiel auch eine Oracle über 4% im Minus. Die versuchen nämlich gerade eine 10 Milliarden Dollar Unternehmensanleihe zu platzieren. Also das Marktumfeld ist nach wie vor sehr, sehr gemischt heute Morgen. Natürlich auch wegen der Midterms. Die Meldungen überschlagen sich, dass die blaue Welle kommen könnte. Also die Mehrheit der Demokraten in beiden Häusern, also im Senat und im Repräsentantenhaus. Wir haben Bericht in der New York Times, dass die Demokraten, was den Senat betrifft, in einigen wichtigen Bundesländern mittlerweile Bundesstaaten vorne liegen. Michigan, Texas, in Maine, in Ohio, in Kansas, um nur einige zu nennen. Ich muss sagen, das ist jetzt das Basisszenario, dass quasi die sogenannte blaue Welle kommt. Jetzt bin ich schon lange in den Vereinigten Staaten und wir hatten gerade die Wahlen in Brasilien. Und bei den Wahlen in Brasilien lagen nicht nur die Umfragen falsch, sondern auch Polymarket. Polymarket hatte quasi am Tag vor den Wahlen noch eine Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent, dass Bolsonaro die Wahlen für sich entscheiden würde. Und der Rest ist Geschichte. Bolsonaro ist mittlerweile in den Vereinigten Staaten angekommen und ist quasi geflohen aus Brasilien nach dem Wahlergebnis. Das zeigt einerseits, dass Populist zu sein nicht automatisch heißt, die Wahlen zu siegen, aber es heißt auch, dass eben zu guter Letzt, naja, ich meine, Papier ist geduldig und es kommt oft anders als gedacht. Mal schauen, ob die Republikaner nicht ausreichend Wählerstimmen aktivieren können, um zu guter Letzt doch eine Überraschung zu zeigen. Wenn wir also einen gemischten Senat und Repräsentantenhaus haben, eine Mehrheit im Senat bleibt bei den Republikanern, Mehrheit im Repräsentantenhaus landet bei den Demokraten, wäre das eigentlich aus Sicht der Wall Street das beste Szenario. Gridlock bedeutet Goldlöckchen-Szenario. Das war das Fazit der Bank of America. Eine überraschende rote Welle, die so gut wie ausgeschlossen wird. Die Wahrscheinlichkeit liegt hier gerade mal bei 9%. Aber look, der Teufel ist ein Eichhörnchen. Also was ist, wenn das passieren sollte? Dann werden die AI-Aktien senkrecht wieder durch die Decke ballern, weil dann zu guter Letzt, zumindest in den nächsten Monaten, das regulatorische Risiko erstmal nachlässt. Wenn wir eine Wahl haben, die zu knapp ist, dann haben wir wieder Vorwürfe der Wahlmanipulierung. Also das wird sehr, sehr spannend, was Dienstag, Mittwoch hier in den Vereinigten Staaten passieren wird. Elon Musk, der alleine über 200 Millionen Dollar in den Wahlkampf der Republikaner, in Texas gepumpt hat, hat am Wochenende gepostet, wenn die Demokraten beide Häuser gewinnen, sei das Game Over für die Vereinigten Staaten. Mark Cuban hat sich daraufhin auch zu Wort gemeldet mit dem Hinweis, dass es doch ganz gut wäre, neutral zu sein. Und ich glaube, tatsächlich muss man so ein bisschen aufpassen, dass man nicht das sehen möchte, was man sich wünscht. Viele wünschen sich, insbesondere in Europa, dass die Demokraten. Hier siegen. Die Realität könnte anders aussehen und dementsprechend sehen wir eben doch mehr Nervosität in den Märkten. Ändert nichts daran, das Basisszenario ist in der Tat an der Wall Street, dass die Demokraten beide Häuser gewinnen könnten. Das ist das Basisszenario, was bedeuten sollte, dass wenn es anders kommt, dementsprechend der Markt positiv reagieren sollte. Positiv deshalb, weil viele an der Wall Street davon überzeugt sind, dass ein rein demokratisch dominierter Senat und Repräsentantenhaus erstmal negativ sei. Risk-off heißt es dann kurzfristig auf der Aktienseite, das sagt auch die Bank of America. Zu guter Letzt. Ist dann die Frage, wie geht es im Irankrieg weiter und wir sehen ja heute Morgen der Ölpreis deutlich unter Druck, das hilft der Wall Street. Wir haben WTI 6,5% im Minus bei 97 Dollar. Wir haben die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen im Sinkflug bei 4,9% im 10-jährigen Bereich und lasst mich mit dem Thema weitermachen. Auch hier ist das Basisszenario eigentlich, dass die USA nach den Midterms erneut angreifen werden. Wir haben sogar wilde Warnungen. Tucker Carson, der ja früher dem guten Trump bis zum kleinen Zeh in den Popo geklettert ist, der aber dann auf die Gegenseite gegangen ist, mittlerweile großer Gegner ist von Donald Trump. Parker Carlson warnt bis hin zum Atomarschlag gegen die Atomanlagen, was ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen kann. China hat vor Monaten schon gesagt, zu Beginn des Krieges, dass der Einsatz von atomaren Waffen die absolute No-Go-Zone sei. Und nochmal, das ist das Basisszenario, dass also erneute Angriffe aufgenommen werden. Hier gilt eigentlich genau das Gleiche wie beim Wahlausgang. Wenn das Basisszenario ist blaue Welle. Wenn es so kommt, ist es teils eingepreist. Wir dürften dann nochmal einen Ruck nach unten kriegen, aber der müsste eigentlich kaufenswert sein. Und das Zweite, wenn Basisszenario ist, die USA greifen den Iran an, dann wäre jegliches diplomatische Ergebnis danach eigentlich sehr bullisch für den Aktienmarkt und bärisch für Öl. Wenn man sich jetzt heute die Schlagzeilen mal anschaut, wie die sich gedreht haben in den letzten eineinhalb Wochen. Ich hatte letzte Woche ja schon berichtet, J.D. Vance hat ein Schreiben verschickt oder hat den einer der Hardliner im Iran kontaktiert, weil er den diplomatischen Weg sucht. Wir haben heute wieder Schlagzeilen auch von Axios. Donald Trump bevorzugt oder will erst mal abwarten, wie der diplomatische Prozess weiterläuft, statt erneute Angriffe auf den Iran aufzugreifen. So Axios heute Morgen und die Atlantik berichtet schon, wie so oft, dass Donald Trump schon den Sündenbock sucht, um dem den Iran-Krieg in die Schuhe zu schieben. Und Hexeth steht hier ganz vorne. Auch Cain wird genannt. Wobei, wenn die Demokraten die Mehrheit in beiden Häusern gewinnen, sowieso ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hexef, insbesondere gegen Hexef, sehr wahrscheinlich ist. So, und dann haben wir aber auch vom Iran-Meldungen Al Jazeera berichtet. Dass Irans Außenminister die Bemühungen von Vance als positiv beschreibt und während parallel die Verhandlungen mit Katar weiterlaufen. Und Irans Verhandlungsvertreter haben Doha gestern verlassen und es wurde wohl anscheinend eine Blaupause erarbeitet, die jetzt im Iran diskutiert werden soll. Pakistans Militärchef zeigt sich auch vorsichtig optimistisch, was die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA betrifft. Und auch die Emirate betonen gegenüber Al-Arabia, man sei zuversichtlich, dass man einen Durchbruch schafft zwischen den USA und dem Iran. Nichtsdestotrotz bereitet man sich auf das Schlimmste vor für den Fall der Fälle einer Ausweitung des Konflikts. Denn der Supreme Leader des Iran hat betont, dass sollte das Land erneut angegriffen werden, dann wird man sofort und sehr aggressiv und zwar über die Region hinausgehend. Zurückschlagen, so Al-Arabia. Die Straße von Hormuz könnte übrigens binnen zwei Tagen wieder geöffnet sein, berichtet Al-Arabia, wenn die USA den Bedingungen des Iran zustimmen. Also, ihr seht selber, es gibt sehr viel hin und her. Optimismus nimmt definitiv zu, trotz dieses ganzen Lärms. Die Ölpreise sind rückläufig, sowohl Brand wie auch letztendlich gesehen WTI. So, ansonsten gibt es Zeichen, dass in China nach dem großen Einbruch des Aktienmarktes dort, seit Juni hat der Aktienmarkt fast ein Drittel des Börsenwertes verloren. Jetzt gibt es in der South China Post Spekulationen, dass China Maßnahmen ergreifen wird, um den Aktienmarkt zu stützen. Gleichzeitig. Erklärt sich China bereit, amerikanische Farmprodukte, Soja allen voran zu erwerben. In Frankreich wiederum, da wurde die Bonität jetzt bei der Watchlist, bei der Einstufungsbeobachtung auf negativ abgestuft von Stabil von der Ratingagentur Fitch. Das war allerdings auch schon am Freitag. So, makroekonomisch ganz klar das Thema Iran-USA mit im Fokus. Jetzt will ich aber mal auf die ganzen Tech-Nachrichten eingehen, die wir heute Morgen haben, allen voran mit Lumentum und Marvell. Und wir haben darüber in den letzten ein, zwei Wochen schon gelegentlich berichtet. Es gab diese Spekulation, dass Marvell eine Übernahme vorbereiten könnte. Jetzt wurde also bestätigt, man will Lumentum übernehmen, übernehmen in einer Transaktion, die etwa 115 Milliarden Dollar Wert hat. Und die Aktionäre von Lumentum sollen quasi Marvell-Aktien im Wert von 1132 Dollar erhalten. Ist natürlich immer so ein bisschen abhängig davon, wo der Marvell-Kurs gerade notiert. Lumentum Holder Aktionäre sollen mit jeweils 4,5 Marvell Aktien abgefunden werden. Die Aktionäre von Lumentum sollen nach der Transaktion ein Drittel des neuen Unternehmens halten und man geht davon aus, dass kombiniert beide Unternehmen zusammen über eine Milliarde Dollar an jährlichen, Kostensynergien generieren könnte. Das ist natürlich positiv zunächst, nichtsdestotrotz. Fühlt es sich so ein bisschen so an, als ist das Timing der Bekanntmachung nicht unbedingt ein Zufall, denn Lumentum hat heute auch Zahlen gemeldet, die, in einem Marktumfeld wie aktuell durchaus auch hätten negativ aufgenommen werden können. Der Ertrag pro Aktie war besser als erwartet, die Bruttomargen und die operativen Margen waren auch jeweils besser als erwartet, aber der Umsatz wie gesagt nur im Rahmen der Erwartungen und wenn man sich jetzt die Aussichten anschaut für das laufende Quartal, die hellen sich jetzt wieder auf. Der Umsatz wird bei 1,6 Milliarden liegen, das sind 100 Millionen besser als erwartet und der Ertrag pro Aktie 6 Dollar und 5 Cent statt 5 Dollar und 7 Cent. Marvell hat auch vorläufige Daten gemeldet für das dritte Quartal mit einem Umsatz, der allerdings auch nur im Rahmen der Erwartungen liegen wird. Also die Zahlen sind nicht schlecht. Sie hauen aber ein, vor allen Dingen, was die Umsatzseite betrifft, nicht wirklich vom Hocker. Und beide Aktien sind interessanterweise heute Morgen mal auf der Verliererseite. Und ich bleibe mal im AI-Universum, bevor ich die anderen Ergebnisse heute Morgen anspreche. Das Thema der Finanzierung steht nach wie vor sehr stark im Vordergrund. Die Tatsache, dass OpenAI-Universum, Laut der Financial Times jetzt die jüngste Finanzierungsrunde reduzieren musste von 30 auf jetzt 20 Milliarden Dollar zu einer Bewertung von 1,25 Billionen. Die Bewertung kommt zurück. Wir waren ursprünglich bei 1,4 Billionen und 30 Milliarden. Jetzt sind wir bei 20 Milliarden und 1,25 Billionen Dollar Bewertung. Das schürt natürlich die Sorge, dass Anthropic mit einer Bewertung von 1,5 bis 2 Billionen Dollar hier nicht erfolgreich sein wird. Man will ja vor Thanksgiving noch an die Börse gehen und bei 1,5 Billionen müsste man also über 100 Milliarden Dollar einspielen. Und da sind wir eben wieder in diesem Kreislauf. Anthropic muss erfolgreich an die Börse gehen. Man hat Aufträge verteilt im Wert von über 700 Milliarden Dollar, die im Wesentlichen noch nicht finanziert sind und, SpaceX selber hatte ja erst letzte Woche gemeldet, dass ein Drittel des Gesamtumsatzes durch einen einzigen Kunden generiert wird und laut Bloomberg soll das. Anthropik sein. Also der Börsengang hier, ein erfolgreicher Börsengang ist nach wie vor wichtig. Parallel dazu gibt Oracle bekannt, dass man 10 Milliarden Dollar in Anleihen ausgeben wird. Oracle ist auch unter Abgabedruck, obwohl die Aktie heute Morgen von einem Analysten verteidigt wird. Hilft der Aktie nicht wirklich, wir sind trotzdem unter Abgabedruck. Ich komme zum Schluss noch mal zu den Analystenkommentaren. Wir haben außerdem Meldungen zu SpaceX, dass die Kosten für GrockBot jetzt auf einem. Nicht nachhaltig hohen Niveau angekommen sind in Relation zu den Umsätzen. Ja. Also das ist jetzt für SpaceX auch nicht gut. Wirft natürlich die Frage auf, ob man da nicht zu guter Letzt auch mehr Geld verlangen muss von den Kunden. Wir haben außerdem Meldungen, das könnte die Telekom-Werte wieder unter Druck setzen, dass SpaceX's Starlink, also der Satellitenservice von SpaceX, ein Mobilfunkservice in den Vereinigten Staaten launchen könnte. Und zwar quasi auf dem Rückgrat von Boost Mobile. Da kommt Echo Star dann letztendlich mit ins Spiel. Hier könnte also SpaceX versuchen, Boost Mobile zu übernehmen, um Zugang quasi zu dem Netzwerk von Boost Mobile zu erhalten. Boost Mobile liest diese Frequenzen quasi von AT&T und T-Mobile. Und jetzt kommt der Haken an der Story, die in der Washington Post heute steht. Das würde nur gehen, wenn vorher AT&T und T-Mobile letztendlich einem solchen Service zustimmen würden. Nur dann dürfen quasi die Frequenzen auch verwendet werden und das Netzwerk, das Boost Mobile aktuell nutzt. Also viel Wenn und Aber, aber es zeigt eben, wie aggressiv Starlink und SpaceX versuchen in diesen Markt vorzudringen. So, jetzt haben wir nach dem großen Abverkauf von Google letzte Woche, die Aktie hat ja eine halbe Billion Dollar an Marktwert verloren nach den Ergebnissen. Sammy Analysis berichtet heute Morgen, dass. Die Argentic-Fähigkeiten von Googles Gemini 4 Carbon, sich deutlich gebessert haben und dementsprechend auch wettbewerbsfähiger sind gegenüber den anderen Frontiermodellen. Trotzdem sind die Aktien von Google heute Morgen nur minimal auf der Gewinnerseite. Der Markt hat jetzt gerade eröffnet, lasst mich direkt mal nachschauen. Die Aktie ist jetzt 1,2 Prozent im Plus, das hält sich in Grenzen. Und ihr wisst, das Kerndilemma ist die Tatsache, dass die Search-Umsätze seit, zwei Quartalen enttäuschen. Und auch im laufenden Quartal sollen sie enttäuschen. Und die Sorge ist, dass Google immer mehr von den AI-Agenten angegriffen wird im eigentlichen Kerngeschäft. Das ist ganz interessant, dass wir bei Amazon heute Morgen die Aktie ist 2% ähnliche Storys haben. Und zwar sorgt man sich, dass das Kerneinzelhandelsgeschäft von Amazon zu guter Letzt auch durch den vermehrten Einsatz von AI-Agenten disruptiert werden könnte. Man muss hier allerdings einen ganz wesentlichen Punkt beachten. Es geht hier ja nicht nur um den Einsatz von AI-Agenten im Shopping generell, sondern Amazon hat einen immensen Vorteil und das ist die Logistik-Infrastruktur. Selbst wenn die AI-Agenten zunehmend wildern und quasi Kunden auf andere Plattformen umleiten sollten, Diese extrem gute Logistik von Amazon schützt das Unternehmen stückweit vor dieser möglichen Umverteilung oder vor einem möglichen Verlust an Marktanteilen in diesem Segment. Aber ihr seht schon, woher der Wind weht. Da was Negatives, da was Negatives, da Finanzierungsprobleme. Hier schreibt heute Morgen auch das Wall Street Journal, dass der Zugang der Neocloud-Unternehmen zu Finanzierungsmethoden, also Zugang zum hochverzinsten. Anleihemarkt, Junkbonds, deutlich schwieriger geworden ist und dass das letztendlich gesehen eine Gefahr darstellt für diese Werte. Ich will ganz kurz mal schauen, wo Nebius heute Morgen notiert. Nebius ist heute Morgen 3% auf der Verliererseite. Und schauen wir gleich mal den nächsten Kandidaten an. Core Weave müsste eigentlich dementsprechend auch mit auf der Verliererseite sein. So, wir haben heute Morgen im Tech-Sektor noch einige ganz interessante Kaufempfehlungen. Ich will gleich nochmal auf die Zahlen dieser Woche eingehen, allen voran auf Apple heute Abend. Wir haben also... Die Zahlen von Coinbase heute Morgen bei Morgan Stanley auf Verkaufen abgestuft. Die Aktie ist eineinhalb Prozent im Minus. Das Kursziel nur noch 120 Dollar. Wir sind bei 140 heute Morgen. Man begründet die Abstufung damit, dass die jüngsten Trading Trends noch keinen Turnaround signalisieren. Weichere Umsätze beim Ausblick, Unsicherheit, was den Krypto. Der fundamentale Hintergrund sich weiterentwickelt und die Tatsache, dass Binance gehackt wurde, alles das spricht auch letztendlich gesehen gegen quasi den Kryptobereich aktuell und dementsprechend stuft man den Wert auf Verkaufen ab. Wir haben CrowdStrike heute Morgen. Mit einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank. Die Aktie wird auf Kaufen aufgestuft mit einem Kursziel von 300 Dollar. Der Markt habe immer noch nicht ausreichend zur Kenntnis genommen, wie stark der Markt von Cyber Security aufgrund von AI wachsen wird und wie gut CrowdStrike hier positioniert ist. Man redet hier von einem adressierbaren Markt, der bis 2034 ein Volumen von 565 Milliarden Dollar haben soll. Ja, und was machen die Aktien von CrowdStrike? Sind 3% auf der Verliererseite. Okta ist 7% auf der Verliererseite, obwohl der Wert im S&P 500 aufgenommen wird. Also nochmal, da sieht man, wie groß die Zurückhaltung im Tech-Sektor letztendlich nach wie vor ist und mein Wunschszenario wäre nach wie vor, wenn wir zumindest heute nochmal einen schwachen Handelstag, im Tech-Sektor sehen und wir danach. Einen Bounce sehen nach den Wahlen. Also eine Okta, so stark unter Abgabedruck, obwohl zu guter Letzt der Wert im S&P aufgenommen wird. Das ist wirklich schon interessant zu sehen und lässt tief blicken, wie die Stimmung insgesamt aussieht. Bei Oracle haben wir heute Morgen eine Kaufempfehlung von Stevens. Infolge des Analystentages, den wir hatten, das ist schon ein paar Tage her. Ich weiß auch nicht, ob der Typ zwischendurch geschlafen hat, keine Ahnung. Aber er ist einer der 5-Sterne-Analysten zu Oracle, die hier in der Vergangenheit wirklich sehr gut gelegen haben. Und der Wert wird heute Morgen auch zum Kauf empfohlen mit einem Kursziel von 213 Dollar. Die Aktie trotzdem auf der Verliererseite heute Morgen. Also sehr, sehr schwieriges Umfeld immer noch im Bereich der Tech-Werte. Man muss bei CrowdStrike sagen, die Aktie ist nicht gerade günstig bewertet. Das sollte man nicht vergessen. Das Kursgewinnverhältnis ist ausgesprochen hoch. Aber zu guter Letzt, diese sehr schwache Marktstimmung zeigt vor allen Dingen, wie insgesamt der Segen hängt in dem Sektor. Bei den Standardwerten geht es dafür auch nach den Ergebnissen bergauf. Wir haben Estee Lauder 0,4% im Plus nach den guten Zahlen. Marriott kann 4% zulegen. Estee Lauder war vorwörslich schon mal stärker im Plus. Der Ertrag pro Aktie mit 72 Cent liegt deutlich über den Erwartungen des Marktes. Wir haben Margen über den Schätzungen, Umsätze über den Schätzungen des Marktes. Und die Aussichten sind angehoben worden. Bei Marriott auch sehr solides Quartal, EBITDA besser, Ertrag besser, Umsatz pro Zimmer über den Erwartungen des Marktes und, Und bei den Aussichten wird der Ertrag pro Aktie auch die Erwartungen des Marktes schlagen. Die Aktie honoriert das mit einem Anstieg. So, jetzt will ich zum Schluss nochmal ganz kurz auf die Zahlen eingehen, die in dieser Woche auf uns zukommen. Wir haben heute Abend die Zahlen von Apple und von Palantir, werde ich für euch natürlich begleiten. Ich fokussiere mich mal auf Apple. Die Erwartungshaltung hängt hoch und die Bewertung ist hoch. Das ist der Haken bei Apple und die Frage wird sein, so toll das iPhone Duo ankommt. Es gab so viele Berichte, dass das neue iPhone 18, dass man die Komponentenbestellung eher reduziert hat. Kann man jetzt das trotzdem schlagen, zumindest wegen der Umsätze, die man generiert im Schnitt pro iPhone? Die Preise sind ja hochgegangen. Selbst wenn die Volumen enttäuschen könnten, können das die Preise ausgleichen? Das wird die Frage hier sein. Für das abgelaufene Quartal erwartet man einen Ertrag pro Aktie von 2 Dollar, Umsatzwachstum von knapp 11 Prozent auf 113,4 Milliarden Dollar. Die iPhone-Umsätze, natürlich immer sehr wichtig, sollen um 15% gestiegen sein auf 56,2 Milliarden und die Service-Umsätze sollen um knapp 10% gestiegen sein auf 31,6 Milliarden. Bruttomargen sollen bei 47,6% liegen. So, morgen, vor dem Opening haben wir Shopify. Morgen Abend AMD, Arista Networks und Supermicro. Supermicro hat ja schon im Vorfeld bekannt gegeben, wie toll das Business da läuft. Dann haben wir am Mittwochmorgen Datadog, Uber und McDonalds. Ich meine, Uber läuft seit aller Ewigkeiten schlecht. Da bin ich gespannt, ob die Messlatte niedrig genug hängt. Wir haben dann die Service-ISM-Daten am Mittwoch. Ganz wichtig für den Oktober, wie läuft die Dienstleistungssektoren. Und wir haben dann am Mittwochabend ARM und Qualcomm. Also der Tech-Sektor wird diese Woche wieder absolut mit entscheidend sein. So, jetzt wünsche ich euch einen guten Handelstag. Bin sehr gespannt, ob wir uns heute im Tech-Sektor noch fangen können. Wir sehen uns heute Abend wieder zur Closing Bell. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, Das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.