Heute ist Dienstag, der 3. November. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, die Wall Street stellt sich bei den US-Zwischenwahlen auf eine blaue Welle ein. Also Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus und im Senat. Polymarket lag bei den Wahlen in Brasilien allerdings ziemlich daneben. Ich bin gespannt, ob die Mehrheit im Senat tatsächlich zu den Demokraten wandert. Ansonsten haben wir überwiegend negative Reaktionen auf Ergebnisse. Apple unter Abgabedruck, weil das Wachstum im Servicebereich abkühlt. Palantir unter Druck, weil die Buchungslage an Dynamik verliert. Shopify, der größte Verlierer, die Umsätze und die abgewickelten Produktvolumen enttäuschen hier mit dem Wert unter Druck. Ansonsten sehen wir eine Gegenbewegung im AI-Sektor mit AMD, Intel mit auf der Gewinnerseite. AMD wird heute Abend Zahlen melden. Dong, dong, dong, dong, so da bin ich. Ich verstehe gar nicht, wann der Stream von Markus Koch anfängt, schreibt Monkey Invest. Manchmal weiß ich das selber auch nicht, weil wir haben heute Midterms. Da ist richtig was los und ich habe ein paar Minuten länger gebraucht, aber da bin ich. Ja, die Wall Street bleibt im Schleudergang. Gestern der Dow Jones fest, die Standardwerte freundlich, der Nasdaq dafür unter Druck. Heute der Nasdaq mit Rückenwind und der Dow Jones unter Abgabedruck. Also die Börse bleibt ein Stück weit unberechenbar, was für die Midterms natürlich nicht gerade ungewöhnlich ist. Die Wall Street stellt sich heute bei den Zwischenwahlen auf eine blaue Welle ein. Einige sprechen von einer Art blaue Tsunami. Wir sehen hier Polymarket. Man schätzt mit einer 95 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewinnen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Demokraten den Senat dominieren werden, liegt jetzt bei 78 Prozent, ist in den letzten Tagen noch deutlich gestiegen. Nur eine 22 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass die Republikaner in der Mehrheit im Senat anhalten können. Und nochmals zur Erinnerung, Poli Market hatte auch quasi am Tag der Wahlen in Brasilien damit gerechnet, dass, Bolsonaro der nächste Präsident wird mit einer unfassbar hohen Quote und lag damit daneben. Also insbesondere was den Senat betrifft, wird vor allem wichtig sein, was letztendlich in Texas passiert, ob die Republikaner hier an dem Sitz festhalten können oder nicht. Ich will ganz kurz mal auf die Bank of America eingehen, die bereits vor gut ein, zwei Wochen. Die Lage mal analysiert hat und ein demokratischer Sweep, also eine dominante blaue Welle, würde bedeuten Risk Off. Die Wall Street der S&P müsste um rund 10% sinken. Der US-Dollar und die Renditen der Staatsanleihen müssten ins Jahresende hineingehend dann auch eher sinken. Man rechnet in dem Fall mit einer überdurchschnittlichen Performance vor allen Dingen der europäischen Aktienmärkte noch stärker als die Aktienmärkte Asiens. Jetzt muss man sagen, die Tatsache, dass die Erwartungshaltung ja schon in den letzten Wochen sehr stark in Richtung der Demokraten tendierte, Das ist das Basisszenario. Ist natürlich auch ein Grund dafür, weshalb Tech-Werte und insbesondere AI-Werte mehr Gegenwind hatten. Sicherlich nicht der Hauptgrund. Hauptgrund ist das Thema der Finanzierungen. Wir haben eine solche Flut an Aktien und Anleihen, die auf den Markt kommen durch Tech-Unternehmen, dass letztendlich das Bewertungsniveau des gesamten Sektors darunter leidet. Wir haben natürlich auch noch den Börsengang von Anthropic in den Sternen jetzt im November. Das sind die Hauptbelastungsfaktoren. Aber die Sorge, dass die Demokraten letztendlich beide Häuser dominieren könnten und dass die Regulatorik dann für den Bau von Datacenter weiter verschoben wird, also verschärft wird vielmehr, das hat in dem Sektor insgesamt auch für Abgabedruck gesorgt. Nehmen wir mal an, Polymarket hat Unrecht. Wir haben morgen das Ergebnis, dass wir ein geteiltes Haus haben. Also der Senat dominiert durch die Republikaner und das Repräsentantenhaus durch die Demokraten. In dem Fall müsste das Motto Risk On zählen, gelten. Also der S&P legt über 5% zu. Gridlock gleich Goldilocks, also Goldlöckchen-Szenario. Nicht zu heiß, nicht zu kalt. In diesem Szenario gilt quasi der Präsidentschaftszyklus. Das dritte Jahr ist in einem solchen Umfeld dann ein besonders starkes Jahr. Historisch betrachtet legt der S&P im Schnitt 17 Prozent zu im dritten Jahr der Präsidentschaft, wenn wir geteilte Kammern haben. So und die stärkste Reaktion wäre natürlich eine rote Welle, mit der niemand rechnet. Die Republikaner können quasi auf breiter Front beide Häuser weiterhin dominieren. Dann wird vor allen Dingen das Thema AI senkrecht gehen und durchstarten. Dann sei hier mit einer Ausweitung der Bubble zu rechnen. So also die Bank of America. Ich meine, mich würde es irgendwie, naja, also ich muss jetzt aufpassen, ich will mich ja nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen, aber was ist eigentlich, wenn in spätestens so zwei, drei Tagen kein Hahn mehr danach kräht, wie die Wahlen ausgegangen sind, weil andere Faktoren dominieren. Also die Wahlen, die Zwischenwahlen sind ja so oder so auch erstmal ein, bereinigendes Ereignis, weil solange wir wissen, wer gewonnen hat und keine ewigen Klagen jetzt stattfinden, so nach dem Motto, jetzt können wir mal in drei Monaten wieder vorbeischauen, wer nun wirklich, die beiden Häuser gewonnen hat. Das wäre kein gutes Szenario, aber zu guter Letzt, sind die Wahlen, wenn sie denn final entschieden werden, erstmal ein bereinigendes Ereignis, weil die Hürde dann genommen ist und danach, wenn es entschieden ist, das Ergebnis Klarheit herrscht. Dann ist die nächste Hürde das Thema Iran-USA. Basisszenario war ja, es wird zu einer Ausweitung des militärischen Konflikts kommen. Gestern der Ölpreis deutlich runtergelaufen, Brand und WTI. Heute haben wir wieder die Gegenseite eingenommen, ziehen wieder ein bisschen an. Trotz der Schlagzeilen hat man aber den Eindruck, dass hier der diplomatische Weg immer noch recht offen scheint. Und dann haben wir die dritte Hürde und das ist der Börsengang von Anthropic. Guys, wenn der Börsengang von Anthropic gemeistert ist, ist auch das erstmal ein bereinigendes Ereignis. Und wir haben jetzt so viele Kapitalerhöhungen und neue Anleihen, die auf den Markt gekommen sind, dass wenn Anthropic mal durch ist, und man sitzt danach da und sagt, hui, okay, das haben wir jetzt mal überstanden, ist das auch ein bereinigendes Ereignis. Also ich kann hier Morgan Stanley nur zustimmen, die haben gestern ja noch betont, wir würden gerne nochmal ein taktisches Tief sehen im S&P von 7100 bis 7300. Wenn wir das erreichen, gehen wir aggressiv ins Risiko. Jahresendziel für den S&P bleibt 8000 bei Morgan Stanley. Entweder wir müssen auf diese Niveaus sinken oder der hauseigene Stimmungsindikator von Morgan Stanley muss noch weiter sinken. Der ist bereits deutlich zurückgelaufen, hat aber die ausverkauften Niveaus noch nicht ganz erreicht. Dann würde man auch stärker ins Risiko gehen. Also mal schauen, wie heute Abend die Ergebnisse ausfallen werden, ob Polymarket zu guter Letzt recht hat oder nicht. Ansonsten will ich ganz kurz, weil ich schon dabei bin, das Thema Iran nochmal ansprechen. Das Wall Street Journal und die New York Times berichten heute über die Angriffe der Vereinigten Staaten Montagnacht auf Irans Qashem Island. Ich hoffe, ich habe das richtig ausgesprochen. Das ist diese sehr wichtige Insel vor der Küste des Iran. Sehr viel Energieinfrastruktur ist dort, gerade was die Abfertigung von Energie, betrifft, von Öl und ich glaube auch Erdgas, wenn ich mich nicht täusche. Auf jeden Fall die Schlagzeile, die dominiert, weil die USA haben gestern nach, Irans Keshem Island angegriffen. Das Wall Street Journal und die New York Times relativieren das so ein bisschen und sagen, dass es sich erstens um einen defensiven Angriff gehandelt hat, keinen offensiven. Zweitens gab es in den letzten Wochen öfter geheime und sehr stark limitierte Angriffe auf diese sehr wichtige Insel. Und wir hören in beiden Storys, dass das US-Militär keinen Plan hat, jetzt sofort die Eskalation wieder auszuweiten. Und Donald Trump betont auch, dass eine potenzielle Wiederaufnahme von umfangreicheren Angriffen erst mal nicht in den Sternen steht. Wir haben auch Aussagen von J.D. Vance bei CNN gehabt gestern, der betont, ja, also ich und der Präsident sind immer noch ziemlich zuversichtlich, dass. Eine diplomatische Lösung verhandelt werden kann mit dem Iran. Iran, ihr alle wisst, was darauf zu geben ist, auf diese Worte. Und Reuters berichtet wiederum in Berufung auf Insider, dass der Iran und die USA immer noch sehr weit auseinander liegen bei einer Einigung, aber, dass die Mediatoren hart daran arbeiten, die Lücken zwischen beiden Seiten letztendlich zu schließen. Also das, finde ich, hört sich nicht ganz so negativ an, wie die Reaktion von WTI und Brand signalisiert. Und wenn ich mal ein Fazit der letzten Tage ziehen würde, klingt es trotzdem eher nach einer diplomatischen Lösung. So, wir haben eine Meldung, die ich ganz interessant finde. Und zwar wurde gestern. Von der US-Notenbank der sogenannte Loan Officer Survey veröffentlicht. Also die Kreditmanager der Banken, Haben ihren jüngsten Report veröffentlicht und was wir hier sehen, ist, dass die Kreditnachfrage bei Firmen aller Größe insgesamt abkühlt. Und auch bei Privatkunden kühlt anscheinend die Kreditnachfrage ab. Das ist für die amerikanische Konjunktur nicht unbedingt ein gutes Signal. So, China hat, die Gerüchte gab es ja gestern schon, dass Maßnahmen ergriffen, werden sollen, um den Aktienmarkt zu stabilisieren. Jetzt schreibt die Financial Times, dass China die Banken aufgefordert hat, neue Kapitalerhöhungen oder Börsengänge in erstmal zu verschieben, um den Aktienmarkt zu stützen. Anscheinend ist Baidu auch betroffen. Hier heißt es jetzt, dass der IPO des AI-Chip-Sektors erst in das Jahr 2027 verschoben werden soll. So und damit kommen wir jetzt mal zu den Tech-Earnings und ich fange mal nicht mit Apple und mit Palantir an, sondern mit dem größten Verlierer heute Morgen und das sind die Aktien von Shopify. Wir hatten ja schon bei Amazon Umsätze die verfehlten im E-Commerce-Sektor und jetzt sehen wir das gleiche eigentlich auch bei Shopify. Das dritte Quartal war jetzt nicht katastrophal, aber es war gemischt und die Umsätze teils enttäuschend. Die über die Plattform abgewickelten Volumen in Dollar 119,1 Milliarden Dollar. Das war etwa eine Milliarde Dollar schwächer, als die Wall Street erwartet hatte. Die Umsätze insgesamt bei Shopify lagen mit 3,74 Milliarden auch nur im Rahmen der Erwartungen. Da muss man fast sagen, eigentlich gut gemacht, wenn man bedenkt. Weniger Produktvolumen abgewickelt über Shopify und trotzdem die Umsatzziele zumindest mal getroffen. Aber die Aussichten sind auch ziemlich gemischt. Auf den ersten Blick absolut betrachtet natürlich super. Die Umsätze sollen um 31 bis 33 Prozent wachsen. Die Wall Street lag bei 30 Prozent. Die Cashflow-Margen beim verfügbaren Cashflow sollen unverändert ausfallen. Das ist minimal unter den Schätzungen 19,5 Prozent. Die Wall Street rechnete mit 20,6 Prozent. Und diese Zusammensetzung aus, naja, ein bisschen verfehlt hier, ein bisschen verfehlt da und bumm ist die Aktie 15% runter. Ihr kennt das Spielchen, die Kursreaktionen bei Earnings sind zur Zeit wirklich katastrophal negativ, was vor allem sehr viel über die psychologische Verfassung im Tech-Sektor aussagt. Also sehr stark negative Reaktionen auf Zahlen, die vielleicht nicht perfekt waren, aber zu guter Letzt einen 15% Kurseinbruch eigentlich nicht wirklich rechtfertigen sollten. Aber die Wall Street ist eben nicht in Vergebungslaune. Und das bringt mich jetzt zu Apple und zu Palantir. Vor allen Dingen interessant, wie unterschiedlich die Analysten hier reagieren. Vor allen Dingen bei Palantir sind die Reaktionen ziemlich gemischt. Aber fangen wir mal mit dem Heavyweight an, mit dem großen Giganten Apple. Also die Zahlen waren auf den ersten Blick okay. Der Umsatz lag über den Erwartungen, Entschuldigung, der Ertrag pro Aktie lag leicht über den Schätzungen. Die Umsätze auch ein bisschen höher als erwartet, Bruttomargen höher als erwartet, operativen Margen höher als erwartet. Es gab Zollrückerstattungen von 5 Cent pro Aktie, die verwischen das Bild ein bisschen, aber selbst wenn man das rausrechnet, lag der Ertrag pro Aktie über den Zielen. Also, wenn man so mal die Vogelperspektive einnimmt und nur diese absoluten Zahlen betrachtet... Ist das, was Apple da geliefert hat, solide? Der Teufel liegt im Detail oder das Haar in der Suppe. Und das hören wir heute Morgen eben auf breiter Front auch von den Analysten. Man ist einerseits beeindruckt, dass die iPhone-Umsätze so solide über den Erwartungen lagen. Also man hatte Angebotsengpässe und gleichzeitig hatte man die Preisanhebungen Und es gab die Befürchtung, dass das insgesamt die Nachfrage und die Umsätze ausbremsen würde. Zumal es ja auch viele Berichte gab, dass das iPhone 18 eben nicht so stark nachgefragt, als wie man gehofft hatte. So tatsächlich aber ist es der Produktbereich, der besser performt als erwartet. Und jetzt kommen wir zum Haken an der ganzen Angelegenheit. Und das sehen wir heute Morgen auch in den Analystenkommentaren. Die Service-Sparte verliert an Dynamik. Auch hier muss man sagen, so ein Touch von Ironie, denn 9,9 Prozent Wachstum im Servicebereich trifft eigentlich exakt die Erwartungen des Marktes und trotzdem wird immer wiederholt bei Analystenseite. Die Dynamik lässt aber nach, auch in dem jetzt angebrochenen Quartal. Abgesehen davon war das China-Geschäft insgesamt enttäuschend. Die Umsätze in China 17,5 Milliarden Dollar, 1,2 Milliarden weniger als man erwartet hatte. In Japan waren die Umsätze auch knapp 800 Millionen Dollar weniger als erwartet. Wenn man sich jetzt die Aussichten anschaut für das angebrochene Quartal. Umsatzwachstum wird solide ausfallen, die Schätzungen schlagen, aber die Bruttomarge wird, wenn man den Mittelwert nimmt, bei 45,5% liegen und 46,7% wurden erwartet. Jetzt schauen wir uns mal die Analysten-Kommentare an. Ich fange mal mit den Negativen an. Barclays bleibt bei der Verkaufsempfehlung von Apple und lag damit zunächst einmal auch richtig. Das Kursziel 261 Dollar und hier wird eben betont, das Wachstum in der Service-Sparte liegt jetzt bei unter 10 Prozent und die Aussichten deuten darauf, dass die Wachstumsdynamik weiter nachlassen wird. Wir haben die UBS, die auch nur bei neutral bleibt, aber da liegt das Kursziel mit 1340 Dollar auf einem deutlich höheren Niveau. Gleiche Aussagen, dass die Bruttomargen für das jetzt angelaufene Dezemberquartal werden die Erwartungen verfehlen. Wachstum im Servicebereich verliert an Dynamik und das sind die beiden negativen. Ansonsten bleiben alle bei den Kaufempfehlungen. Morgan Stanley, Kursziel 350 kaufen, senkt aber die Ertragsaussichten für das Fiskaljahr 27. JP Morgan bleibt auch bei kaufen, Kursziel 355. Und auch hier betont man Hardware Trajectory versus Services Wachstum. Das sind letztendlich die beiden Komponenten, die sich hier gegeneinander ausspielen. Im Wachstums-Service-Bereich scheint an Wachsanschwung zu verlieren. Die Citigroup bleibt auch beim Kurs. Ziele von 365 Dollar, Kaufempfehlung und gleiche Story, dass Produkt Umsätze ausgesprochen. Im Servicebereich hier ein Stück weit mit auffangen können. Im Großen und Ganzen also eigentlich nicht negativ, aber die Aktie ist natürlich, weil Apple so eine Art Anti-AI-Trade ist, wurde der Wert sehr stark im Vorfeld der Earnings hochgeschoben, während der ganze AI-Komplex rasiert wurde. Und insofern war der Ausgangspunkt in die Earnings hineingehend natürlich auch nicht unbedingt der beste. So Palantir, Alex Carp, so durchgedreht wie immer. Also you go Palantir, you never go back. Der Spruch wird eigentlich normalerweise in den USA anders verwendet. Aber ich meine, der Mann, dem tropft das Ego aus jeder Falte raus. Aber er ist auch gut, das muss man sagen. Also manchmal würde ich mir wünschen, vielleicht ein bisschen mehr Bodenhaftung. Aber ich meine, Luc Palanty ist einfach auch vom Wachstum her wirklich beeindruckend. Und was er da aufgebaut hat, ist auch natürlich ausgesprochen erfolgreich. Also er ist ein halb wahnsinniges Genie. Also Palantir im letzten Quartal gibt es wenig auszusetzen. 96% Umsatzwachstum höher als erwartet. 2,3 Milliarden sind etwa 100 Millionen besser als erwartet. Die Margen waren besser. Die Aussichten für das vierte Quartal werden angehoben auf der Umsatzseite. Und da muss ich auch sagen, ich meine, da sieht man nochmal wirklich, wie stark vor allem Psychologie zurzeit ein Kernproblem ist. Lasst euch das mal, zieht euch das mal rein. Also der Umsatz wird nach oben revidiert. Auf, wenn man jetzt den Mittelwert nimmt, so etwa 2,65 Milliarden Dollar im laufenden Quartal. Und erwartet wurden 2,46 Milliarden. So und jetzt kommen die Analysten um die Ecke und sagen, Ja, also bei den Umsatzaussichten sehen wir, dass die Dynamik im Vergleich zum letzten Quartal nachlässt. 96% Wachstum im Vorjahresvergleich ist natürlich absolut fantastisch. Morgan Stanley bleibt nur bei Halten bei der Aktie, Kursziel 233 Dollar. Aber wenn man sich die Buchungslage anschaut, verliert das Stück weit so ein bisschen an Dynamik. Wir haben RBC Capital mit einer glatten Verkaufsempfehlung. Da waren sie allerdings auch schon vorher, lagen damit natürlich jetzt auch richtig. Kursziel 130 Dollar, gleiche Story, 96% Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr, mega. Die Aussichten für das Fiskal R26 wurden auf breiter Front angehoben, aber man bleibt trotzdem bei der Verkaufsempfehlung, unter anderem wegen der Buchungslage. Und dann haben wir Piper Sandler mit Kursziel 235 Dollar, bleiben absolut bullish, sagen ja, once again einmal mehr, 96% Umsatzwachstum. Unfassbar stark und der kommerzieller Bereich ist jetzt größer als Staatsaufträge, gab es auch noch nie, also alles super, alles fantastisch, aber die Kommentare zu Palantir fallen halt sehr gemischt aus und ich finde, Was halt schon so ein bisschen merkwürdig ist, wie kann es sein, 96% Wachstum, mehr als erwartet und dann werden die Umsatzziele auch noch nach oben revidiert, mehr als erwartet und dann kommen die Analysten um die Ecke und sagen, ja, aber schau mal hier, im Vergleich zum letzten Quartal, Sequential lässt das Umsatzwachstum nach, aber Geist, eure Umsatzziele sind doch geschlagen worden, es reicht aber nicht aus, die Aktie wird rasiert. So be it. Also so ist es halt mal an der Wall Street. Jetzt kommen wir ganz kurz noch zu UN-Semiconductor. Da wurden die Schätzungen auf der Ertragsseite geschlagen, auf der Umsatzseite auch. Bruttomargen waren ein bisschen besser als erwartet. Die Aussichten für das vierte Quartal gemessen am Mittelwert waren auch ein bisschen besser als erwartet. Wie dem auch sei, es gibt eine neue Übernahme und zwar kauft man Ferrick für 600 Millionen Dollar in Cash immerhin nicht in Aktien, aber wegen des Umfelds aktuell wird die Übernahme eher bestraft bei der Aktie, zumal das Unternehmen unlängst erst eine andere Firma gekauft hat Zyna, die müssen eigentlich erstmal integriert werden und deshalb ist man so ein bisschen zurückhaltend so Fabronet. Gute Zahlen, gute Kurse Wo gibt es das? Steigende Kurse nach guten Zahlen. Der Trag pro Aktie über den Schätzungen, Umsätze besser, Aussichten gut fürs zweite Quartal. Wir haben eine Ausweitung der Aktienrückkäufe, da spielt also alles mit und die Aktie ist auf der Gewinnerseite. So, jetzt im Schnelldurchlauf, Match mit guten Zahlen, aber schauen wir mal ganz kurz, was die Aktie macht, ob die überhaupt profitiert. Wir haben den Nasdaq jetzt 150 Punkte im Plus, die Börse ist geöffnet, Match ist 5% im Minus, da sind wir 5% runter, Umsatz im Rahmen der Erwartungen, täglich aktive Nutzerzahlen. Die Guidance für das vierte Quartal gemessen am Mittelwert im Rahmen der Erwartung. Das reicht nicht. Die Aktie ist also auf der Verliererseite. Fabronet 13 Prozent im Plus. Können wir ganz kurz mal Palantir nachschauen. 3,7 Prozent im Minus. Holt jetzt zunehmend die Verluste auf. Apple 2,9 Prozent im Minus nach dem Opening der Wall Street. So außerhalb der Tech-Werte. Clorox 4 Prozent im Plus. Clorox ist der neue AI-Liebling. ne? Putzt dir die Hardware-Platte, so nach dem Motto. Spaß beiseite, die Aktie legt zu, gute Earnings, der Ertrag pro Aktie deutlich über den Schätzungen, die Umsätze über den Erwartungen, Einsparungen helfen dem Unternehmen auf der Ertragsseite und niedrigere Steuersätze, die Aussichten bleiben trotzdem unverändert, aber die Aktie ist auf der Gewinnerseite. Pfizer, der Pharmakonzern, auch 1% plus gute Zahlen, Ertrag und Umsatz über den Erwartungen des Marktes, Guidance wird angehoben. So, was soll man ansonsten noch kurz zum Tech-Sektor? Wir haben gestern das Pricing gehabt der Kapitalerhöhung von Oracle zu 116 Dollar. Die Aktie bewegt sich jetzt heute Morgen bei 122,60, also knapp drei Prozent im Plus. Das ist erstmal ein ganz gutes Omen. Kernbedenken sind halt nach wie vor, dass der Markt mit so unfassbar viel Papier geflutet wird im Anleihebereich, im Aktienbereich und dass das insgesamt die Multiples an der Wall Street in dem Sektor runterziehen könnte. Vielleicht mal ganz kurz auf ein paar Highlights. Wir haben heute Abend die Quartalszahlen von AMD. Die werden natürlich wichtig sein. Wir haben die Zahlen von CoreWeave am 10. November. Das wird auch wichtig sein. Wie werden die Hyperscaler reporten? CoreWeave ist heute 2,6 Prozent im Plus, nachdem der ganze Sektor gestern wieder zerrissen wurde. Wir haben dann Nvidia am 17. November, das sind die großen Highlights und dann eben der Börsengang von Anthropic im November, voraussichtlich am 19. Und 20. November und wir warten immer noch auf die Oktoberzahlen, die waren nicht in dem abgedateten S1-Filing drin, das man bei der Börsenaufsicht, hinterlegt, diese Zahl fehlt nach wie vor. Was allerdings in dem Update auffällig ist, mein Gott, Anthropic hat insgesamt fast 900 Milliarden Dollar in Commitments abgegeben, was man also so investieren und ausgeben wird. 900 Milliarden Dollar, 70 Milliarden davon werden in den nächsten zwölf Monaten fällig und 450 Milliarden Dollar bis 2030. Also da seht ihr nochmal, warum eben Anthropics Börsengang so wahnsinnig wichtig ist. Nvidia, die Zentralbank AI und Anthropic und OpenAI, im Prinzip das Sonnensystem. Jetzt haben wir Berichte im Wall Street Journal. Investoren, institutionelle Investoren haben Anthropic aufgefordert, bei der Bewertung eine Spanne von 1,5 bis 1,6 Billionen Dollar anzupeilen. Und statt 2 Billionen, das muss man ganz ehrlich sagen, das ist nichts Neues, was das Wall Street Journal hier schreibt, das lesen wir auch schon seit gut 1-2 Wochen. Nächste Woche soll dann die Roadshow schon beginnen für den Börsengang und in der Woche vom 16. November soll dann das Pricing stattfinden, das wird spannend. Zu welcher Bewertung, wie viele Aktien, welches Pricing, wo soll der Zuteilungskurs liegen, das wird dann wichtig sein. Zu guter Letzt dann eben auch ein bereinigendes Event. Und wir haben Lumentum heute Morgen 2,4% im Plus, Marvell heute Morgen 1,7% im Plus. Alles sehr, sehr verhalten, muss man sagen. Nach Bekanntgabe dieses Deals gestern, das Feedback von Analystenseite ist ziemlich skeptisch, was den Börsengang betrifft. Wir haben hier heute Morgen auch negative Analystenkommentare. Und zwar wird Marvell abgestuft im Zuge der Lumentum-Übernahme auf nur noch neutral. Kursziel wird drastisch gesenkt von 400 auf 275 Dollar von der Bank of America. AMD wird heute Abend wichtig sein. Bloomberg berichtet, dass der Deal Lumentum Marvell von Jensen Wang quasi im Vorfeld abgesegnet werden musste, Weil Nvidia bei beiden Großgründe ist. So und last but not least, Disney soll umfangreiche Entlassungen vorbereiten. Tausende von Stellen sollen gestrichen werden. Und zwar sind wohl einzelne Manager aufgefordert worden, die Ausgaben um bis zu 20 Prozent zu senken. Ein Punkt, von dem ich wirklich staune, dass man darüber eigentlich gar nicht so viel spricht, ist dieses immense Abfindungsangebot, das Microsoft angeblich den Mitarbeitern ausgesprochen hat, dass Microsoft also wohl bis zu 60.000 Stellen streichen soll. Dann können wir mal strahlen, Layoffs, ganz kurz mal nachschauen. 60.000 der globalen Mitarbeiter sollen also Abzindungsangebote eingereicht werden. Jetzt mal ganz kurz, how many employees, weil das interessiert mich schon, 60.000 und 223.000 Arbeitskräfte hat Microsoft. Ich meine, das muss man sich mal vor Augen halten. 223.000 Mitarbeiter hat Microsoft und 60.000 Mitarbeitern sollen quasi Abfindungsangebote eingereicht werden. Das sind mal so was, fast 30 Prozent der Belegschaft. Also ich finde es erstaunlich, dass darüber nicht umfangreicher berichtet wird. Ich meine, wie kann ein Konzern wie Microsoft quasi ein Drittel der Belegschaft abbauen? Das zeigt natürlich auch, dass wir in eine Welt hineinlaufen, in der es dann nur noch auf Ertrag pro Aktie ankommt. Und das ist wirklich schon beachtlich. So jetzt zum Schluss, bevor ich hier abwickle, ich hätte fast schon Schluss gemacht, aber ich will ganz kurz nochmal die Analystenkommentare durchgehen. Bloom Energy bei Barclays wird auf Kaufen aufgestufen mit einem Kurs hier von 289 Dollar. Allerdings muss man sagen, der Analyst von Barclays hat von fünf Sternen für seine Fähigkeiten. Bei Tip Ranks einen Stern, also ein Mann, der wirklich weiß, wo es lang geht. Wir haben Clorox bei Wells Fargo, Kursdier 90 Dollar, wird weiterhin nur mit Halten eingestuft. Wir haben Cloudflare bei JP Morgan aufgestuft von Halten auf Kauf mit einem Kursdier von 350 Dollar. Nach dem 20% Rücklauf, Chance, Risiko, attraktiv. Man geht davon aus, dass das Unternehmen mittelfristig das Umsatzwachstum auf mindestens 35% steigern kann. Der Analyst von JP Morgan hat übrigens 5 Sterne Rating, liegt also hier normalerweise recht gut. Wir haben Palantyama schon, ON Semiconductor wird bei Wells Fargo das Kursziel auf 90 Dollar gesenkt und Twilio HSBC stuft die Aktie auf von Verkaufen auf Halten. So Guys, heute Nachmittag bleibe ich natürlich am Ball für euch mit AMD. Mal schauen, wie so die Wahlen hier in den USA verlaufen. Jetzt wünsche ich euch noch einen guten Handelstag. Bin gespannt, wie sich die Märkte halten werden. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.