Heute ist Freitag, der 6. November. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, was eine Handelswoche. Gestern hatten wir das erste Mal wirkliche Zeichen eines Ausverkaufs. Alle Sektoren im S&P unter Druck. Kein Ort, an dem man sich verstecken konnte. Viele Schlagzeilen, dass Hedgefonds in Schieflage geraten sind. Das Handelsvolumen deutlich höher als sonst. Die Volatilität auf dem dritthöchsten Niveau seit vielen, vielen Jahren, seit dem Covid-Crash, um genau zu sein. Also Zeichen, dass ein Washout jetzt da ist. Jetzt sehen wir heute eine zunächst einmal nur technische Gegenbewegung bei den besonders stark angeschlagenen AI-Werten. Wir haben zudem Meldungen, dass bei Anthropic die Bewertungsmesslatte so um die 1,2 bis 1,3 Billionen Dollar sein könnte. Man pahnt aber immer noch an die Börse zu gehen. Außerdem gibt es im AI-Universum heute auch die ein oder andere gute Nachricht. Aber zunächst einmal ist das nur eine technische Gegenbewegung und wir haben Freitag mal schauen, ob sich das halten kann. Und der breite Markt, der Dow, ist heute unter Abgabedruck. Also die Lage bleibt ziemlich wild an der Wall Street. Airbnb kann deutlich zulegen nach wirklich guten Zahlen und Aussichten. Eine angenehme Ausnahme. Und nächste Woche stehen dann vor allem die Inflationsdaten, die Verbraucherpreise im Fokus. Der Arbeitsmarktbericht im Oktober war übrigens wesentlich besser als erwartet. Das ist, glaube ich, genau das, was der Markt aktuell hören muss, weil insgesamt die Wachstumssorgen dadurch gedämpft werden. Jawohl, einen schönen guten Freitag mit einer Erholung heute im Tech-Sektor und dafür dem Dow Jones anhaltend unter Abgabedruck. Wir haben Freitag. Eine Erholung am Freitag ist immer die Frage, ob das dann ins Wochenende hineingehend halten wird. Besser wäre eine Erholung dann am Montag oder Dienstag gewesen. Aber wir hatten gestern in der Tat das erste Mal seit langer Zeit auf breiter Front einen wirklichen Washout. Über 80 Prozent der Aktien an der New Yorker Aktienbörse schlossen negativ. Alle elf Sektoren im S&P schlossen negativ. Also kein Ort, an dem man sich wirklich verstecken konnte. Die Volatilität, die Tagesvolatilität der WIX ist über 70 Prozent gestiegen allein gestern. Das ist der drittgrößte Tagesanstieg seit vielen, vielen Jahren. Und man muss sagen, dass Tech-Momentum-Werte und vor allem die Halbleiter-Werte technisch jetzt extrem überverkauft sind. Insofern ist eine auch technisch bedingte Gegenbewegung nicht wirklich so überraschend. Und wir haben Aktien wie AMD, wie Micron, wie Supermicro oder SanDisk, die einen Teil der Kursverluste vom Vortag wieder aufholen können. Dafür der Dow unter Druck. Ich fange mal mit den Arbeitsmarktdaten an für den Oktober. Und eins vorab, die Arbeitsmarktdaten sind in diesem Fall nicht so wahnsinnig entscheidend gewesen. Denn Kevin Warsh, der Chef der Notenbank, hat schon seit geraumer Zeit und wiederholt immer wieder betont, dass der US-Arbeitsmarkt nicht dafür verantwortlich sei, dass wir Inflationsdruck in den Vereinigten Staaten haben. Und gerade unter dem Aspekt, dass die jüngsten Quartalszahlen auch außerhalb des Tech-Sektors stückweit ein bisschen enttäuschend waren bei den Aussichten, ein schwächer als erwarteter Arbeitsmarktbericht wäre negativer gewesen als ein besonders starker. Ich würde mal argumentieren, dass ein stärkerer Arbeitsmarktbericht die Sorge vor einer möglichen Konjunkturabkühlung eher abschwächt und in der Tat wurden im Oktober nicht nur 65.000 Jobs geschaffen wie erwartet, sondern 165.000 Jobs und das überwiegend in der Tat in der Privatwirtschaft. Die Daten vom September wurden außerdem kräftig nach oben revidiert, um 60.000 Jobs. Vorher lagen wir bei 29.000 und da werden jetzt nochmal 60.000 draufgepackt. Die Arbeitslosenrate ist leicht gesunken auf 4,1 Prozent. Der einzige Haken, die durchschnittlichen Stundenlöhne waren im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr ein bisschen heißer, als die Wall Street geschätzt hatte. Ist das natürlich für die Arbeitnehmer nicht schlecht. Hier kann ein Teil der Inflation wettgemacht werden, ist also auch eher positiv für die amerikanische Konjunktur. Also ansonsten sind es vor allen Dingen die AI und Tech-Meldungen, die heute für ein bisschen Rückenwind sorgen. Wir haben einmal Meldungen zu dem Börsengang von Anthropic. Und zwar wird hier betont, dass vom Wall Street Journal und von Reuters das Anthropics, jährliche annualisierter Umsatz jetzt per Ende Oktober tatsächlich ein Volumen von wohl 80 Milliarden Dollar erreicht hat. Das ist positiv jetzt im Vorfeld des Börsengangs und man. Spricht mit Investoren, die Bewertungsmesslatte für Anthropic ist jetzt im Begriff, ein bisschen niedriger aufgehängt zu werden. Wir lagen ja ursprünglich bei 2 Billionen, dann hat sich die Wall Street schon vor gut ein, zwei Wochen auch so etwa 1,5 Billionen eingeschossen. Jetzt liest man, dass wir wohl in einer Spanne von um 1,2 bis 1,3 Billionen Dollar liegen werden und machen wir uns nichts vor. Wenn im November vor Thanksgiving ein Börsengang gelingt, selbst wenn die Bewertung nachher bei 1,1, 1,2 Billionen Dollar liegen wird und Anthropic, kann irgendetwas zwischen 75 und 100 Milliarden Dollar auftreiben, ist das nichtsdestotrotz, ein Sieg und dürfte den Druck insgesamt im AI-Sektor reduzieren. Also Reuters und Wall Street Journal hier, erstmal die Messlatte wird niedriger hängen, zweitens der Börsengang scheint hier immer noch auf Kurs zu sein, das hilft und. Wir haben Medienberichte, dass OpenAI bisher ein 11 Milliarden Dollar Commitment bekommen hat zu einer Bewertung von 1,25 Milliarden Dollar. Angepeilt wird eine Finanzierungsrunde von insgesamt 20 Milliarden Dollar. Wir lagen vor den ganzen Turbulenzen bei 30 Milliarden. Das heißt, die Messlatte hinkt hier auch deutlich niedriger. Wäre insofern auch ein Erfolg, dann wäre OpenAI und Anthropic beide bei einem Bewertungsniveau von 1,25 Milliarden Dollar. Das wäre also unterm Strich gar nicht so schlecht. An der Börse wird nicht die Vergangenheit, nicht das Jetzt und Heute, an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Was im echten Leben passiert, ob die Wirtschaft gerade läuft oder eben nicht, das finden Börsianer meistens schneller heraus als diejenigen, die mit Börse nichts am Hut haben. Vollkommen richtig, es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. Nur könnte es eben auch ein Zug sein. Und genau deshalb bin ich Börsianer aus Leidenschaft. Ich lasse mich ungern überraschen und bin lieber bestens informiert. Seit fast drei Jahrzehnten begleitet mich das Handelsblatt an der Wall Street. Es ist kein Zufall, dass mein Podcast vom Handelsblatt gefeatured wird. Für diejenigen, die noch kein Handelsblatt-Abo haben und den vollen Zugriff auf alle Inhalte genießen möchten, habe ich heute unter handelsblatt.com-mehr-aktien ein Vorzugsangebot. Damit könnt ihr das digitale Handelsblatt vier Wochen lang für nur einen Euro testen. Als Abonnent bekommt ihr außerdem den wöchentlichen Geldanlage-Newsletter mit klaren Empfehlungen und Finanztipps. Den Link zum Probemonat findet ihr in den Shownotes. Werbung Ende. Ich will bei der Gelegenheit auch gleich nochmal Iron ansprechen. Iron ist ein Neo-Cloud-Unternehmen, das heute vorbörslich 20% zulegen kann. Unter anderem aufgrund der vorgelegten Zahlen. Jetzt ist Iron kein wirklich großes Unternehmen, aber nachdem die Sorge insbesondere im Neo-Cloud-Bereich so explodiert ist und die Werte implodiert sind, hat das ein bisschen Gewicht. Ich würde das aber nicht wirklich zu viel Gewicht geben, denn der Umsatz liegt gerade mal bei 228 Millionen, sind 10 Millionen mehr als man erwartet hatte. Das EBITDA-Ergebnis ist auch minimal höher als man dachte und man äußert sich also hier optimistisch. Trotzdem gibt es, obwohl die Aktie explodiert, einiges an den Zahlen auszusetzen. Unter anderem. Ist das Verhältnis von operativer Cashflow zu den Ausgaben immer noch sehr schief. 4,7 Milliarden Dollar an gesamte Ausgaben für Equipment, für Standort und Immobilien und Hardware. Und das bei einem so geringen Umsatz. Also die Risiken in dem Sektor sind nach wie vor sehr hoch. Und wir haben heute Morgen, die Aktie ist 20 Prozent im Plus, wie gesagt, Aber Goldman Sachs äußert sich hier negativ zu dem Wert. Bleibt bei neutral und senkt das Kursziel von 50 auf 30 Dollar. So, aber nochmal, wir haben positive Schlagzeilen zu dem Börsengang von Anthropic. Wir haben positive Schlagzeilen zu OpenAI. Wir haben Meldungen von Iron, die zumindest mal nicht katastrophal sind. Wir haben dazu noch ein Interview der neuen Gouverneurin des Bundesstaates Texas. Und ihr wisst, Texas, 25 Prozent aller Neukapazitäten, die geschaffen werden sollen im Datacenter-Sektor, soll allein in Texas stattfinden. Die Gouverneurin hat ein Interview gegeben bei CNN und da betont sie, dass sie also per se Datacenter nicht hasse. Aber was sie nicht mag, ist, wie Datacenter letztendlich den Bundesstaat Texas übervorteilen. Also, Man könnte sagen, das ist jetzt kein besonders bullischer Kommentar für die Datacenter, aber es ist auch nicht so negativ, wie der Markt in den letzten Tagen gespielt hat. Das war gestern ja auch die Aussage von Meta. Man muss sich darauf einstellen, dass aufgrund der Demokraten jetzt der Zulassungsprozess. Erschwert wird, gebremst wird, dass aber zu guter Letzt die Marktreaktion mittlerweile übertrieben negativ sei. Goldman Sachs hatte das auch betont. Die waren ja als erstes diese Woche draußen mit der Aussage, 42 Prozent der Neukapazitäten bei Datacentern sind gefährdet durch das Wahlergebnis der Midterms. Deshalb haben wir so viel Abgabedruck in dem Sektor und allein wie gesagt Texas 25 Prozent der Neukapazitäten. Aber auch Goldman Sachs sagt, dass diese Baustopps und Verspätungen, die wir sehen, dauerhaft nicht haltbar sein dürften, weil eben auch der Bundesstaat Texas den Sektor als Wirtschaftsmotor braucht. Es ist nicht desto trotz eine Wolke über dem Bereich, die vielleicht nicht ganz so schwarz ist, wie der Markt es aktuell malt. Aber das Risiko bleibt damit natürlich in dem Sektor insgesamt. Bei allem Pessimismus, den wir bei den Aktienkursen jetzt teils sehen. Sollte man sich vor Augen halten, welche Ereignisse hier in den nächsten Wochen noch bevorstehen, die durchaus auch positiv sein könnten. Wir haben nächste Woche bereits den Start der Roadshow für den Börsengang von Anthropic. Wir haben... Am 17. November die Microsoft Ignite-Tage, eine Konferenz, die drei Tage läuft. Das müsste dann insbesondere auch Microsoft unter die Arme greifen. Wir haben dann bei Amazon Web Services die Re-Invent-Konferenz ab dem 30. November. Und der Wachstum bei Amazon Web Services war sehr stark. Da müsste also das Nachrichtenumfeld auch bei dieser Konferenz optimistisch bleiben. Und Amazon ins Jahresende hineingehen mit dem Weihnachtsgeschäft. Normalerweise profitiert die Aktie in diesem Zeitraum. So, ansonsten haben wir am 10. November die Quartalszahlen von CoreWeave. Die werden natürlich wichtig sein, weil hier im Neo-Cloud-Bereich die Stimmung so schlecht ist. Wir haben dann Applied Materials am 12. November. Wir haben Cisco auch am 12. November. Nvidia am 17. November. Dell am 24. November. Also natürlich, wenn die Aussichten nicht perfekt sind, kann es da immer wieder zu Einschlägen kommen, weil das Entscheidende ist die Frage, ob Kapazitätsinvestitionen letztendlich ein Zenit erreicht haben oder nicht. Ich hatte gestern noch mit Dan Niles länger gesprochen, dem Hedgefondsmanager in Florida, der ja auf Tech spezialisiert ist und der meinte, wir sehen aktuell eher die Phase 97, 98, da hat es die Halbleiterwerte auch mal um 50 Prozent zerrissen. Danach ging die Rallye aber letztendlich weiter. Er glaubt noch nicht, dass wir das Umfeld der 2000, 2001er Jahre erreicht hat. Aber die Zukunft wird zeigen, ob er damit recht hat oder eben nicht. So, heute jedenfalls mal eine Gegenbewegung an einem Freitag. Das ist der einzige Haken von einem sehr technisch überverkauften Markt. Also warten wir erst mal ab, ob die Rallye dann tatsächlich beim Tech-Sektor gehalten werden kann. So, also kommen wir nochmal zum breiten Markt zurück. Wir haben das Thema Iran auch noch mit den Schlagzeilen vereinzelt, konnte man gestern lesen. Ja, mal schauen, was jetzt am Wochenende passiert. Ich glaube, ehrlich gesagt, am Wochenende wird herzlich wenig passieren. Ich kann euch sagen, was passieren wird. Ich werde im Bett liegen und das ganze Wochenende durchschlafen nach dieser Handelswoche, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Vereinigten Staaten jetzt nach dem Ausgang der Midterms plötzlich Luftangriffe. Ausführen auf den Iran, die Wahrscheinlichkeit müsste eigentlich erheblich gesunken sein. Und jetzt berichtet Axios heute Morgen, Donald Trump wird in Kürze jetzt eine Entscheidung zum Thema Iran treffen, nachdem er sein Team für nationale Sicherheit am Donnerstag trifft. Also in anderen Worten Donnerstag nächste Woche. Auch das spricht nicht dafür, dass jetzt am Wochenende irgendetwas passieren wird. Axios berichtet auch, dass jetzt ein grober Rahmen geschaffen sei, um eine Einigung zu erwirken, würde bedeuten. Diese Blaupause, quasi dieser Vorschlag zu einer Einigung beinhaltet, die USA würden die Blockade in der Straße von Hormuz aufheben, die eingefrorenen Mittel vom Iran würden freigegeben werden. Der Iran würde die internationale Atombehörde wieder zulassen im Land zur Aufsicht der Atomanlagen. Alles Dinge, die vor dem Krieg schon im Prinzip etabliert waren und die Trump beendet hat, am Rande bemerkt. Es war ja durchaus üblich, dass die internationale Atombehörde im Iran die Anlagen mit kontrolliert hat. Und es würde mit beinhalten, dass sämtliche Restriktionen bei der Straße von Omuz aufgehoben werden. Öl ist heute im Plus, zieht an, gestern auch schon. Also mal schauen, ob nicht hier schon wieder der nächste Schub nach unten bei den Ölpreisen kommen könnte. So, ansonsten sehen wir, dass in dem Kreise von Donald Trump der Dunstkreis sich viele plötzlich nicht mehr daran erinnern können, was dann so war. Ja, so ja habe ich da, ja. Ich meine, die Wahl ist letztendlich auch... Zeigt ja auch Kritik der Wähler daran, dass die Republikaner so viel geschwiegen haben. Also man hätte ja auch dem Donald mal ein bisschen Widerstand leisten können, insbesondere beim Iran-Krieg. Aber wie gestern schon betont, ich meine, die Wahl wurde deshalb verloren, weil der Iran-Krieg angefangen wurde. Trump hatte versprochen, das impliziert, also ganz besonders eben nicht zu tun. Die Lebenshaltungskosten sind deutlich hochgegangen und das ist die Quittung und Korruption. Also Donald Trump wollte den Swamp in Washington drainen, also das Wasser in dem Sumpf der Korruption in Washington quasi ablassen. Dann ist er selbst der Sumpf geworden und das hat man ihm letztendlich auch bei den Wählern übel genommen. Die Wähler haben ihn gewählt, weil sie Veränderungen wollten, aber nicht die Veränderung, die er gebracht hat. Und jetzt liegt das Zepter also wieder bei den Demokraten im Kongress- und Repräsentantenhaus. Wir lesen heute Morgen, dass hier umfangreiche Untersuchungen geplant sind von den Demografen. Genau, von dem Demografen, ja genau so ist das. Vom Faxgerät auch. War eine lange Woche, Guys. Die Washington Post berichtet also, dass die Demokraten aggressive Untersuchungen einleiten wollen gegen Unternehmen, die sehr eng mit Donald Trump gearbeitet haben. Insbesondere Apple, Meta und Unternehmen geführt von Elon Musk. Ich halte das wirklich für einen Fehler, wenn die Demokraten jetzt quasi die Abrechnungsrunde machen mit allen, wer war bei Trump mit an Bord. Die Demokraten wären viel besser beraten, wenn sie Gesetzesentwürfe schaffen, die parteiübergreifend sind, also die insgesamt den Kongress betreffen. Also wer darf Aktien kaufen, wer nicht. Das auszuschließen und dass hier gehandelt werden darf, inklusive Donald Trump. Also wenn man eine Legislaturrunde schafft und Gesetzesentwürfe schafft, die dem Volk klar machen, dass es den Demokraten nicht nur darum geht, die Republikaner einzufangen, sondern dass es darum geht, das System insgesamt transparenter zu machen, tragfähiger zu machen. Korruptionssicherer zu machen. Das wäre eigentlich der bessere, viel bessere Weg der Demokraten und ich hoffe, ich hoffe, dass die Demokraten kein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump einleiten. Der Schuss würde, glaube ich, erheblich nach hinten losgehen, auch für die Demokraten. So, jetzt kommen wir aber mal zurück zur Börse. Wir haben eine Tonne an Ergebnissen und wieder sehr große Kursausschläge in die eine oder andere Richtung. Ist für mich immer noch sehr außergewöhnlich, wie stark die Ausschläge nach oben und nach unten stattfinden. Das ist eigentlich kein besonders gutes Zeichen für den Markt. Also wir haben heute Cloudflare deutlich im Plus, sehr gute Quartalszahlen, deutlich besser als erwartet. Schätzungen auf der Umsatzseite auch deutlich geschlagen, 39 Prozent Umsatzwachstum und die Aussichten sind extrem bullish. Die Aktie ist sehr stark auf der Gewinnerseite heute Morgen. Interessanterweise sind die Analystenkommentare recht zurückhaltend. Guggenheim sagt, Bleibt bei einer Verkaufsempfehlung das Kursziel 190 Dollar. Warum? Das Wachstum ist zwar gut beeindruckend, aber die Bewertungsniveaus sind einfach zu hoch. Und deshalb bleibt man bei einer Verkaufsempfehlung. Bei Jefferies bleibt man nur bei Halten. Allerdings ist das Kursziel wesentlich höher, 315 Dollar. Hier sagt man nach wie vor, wir sehen einmal mehr, Cloudflare ist ein großer AI-Sieger. Das Umsatzwachstum beeindruckend. Die Premium Valuation, also die Premium Bewertung sei so insofern gerechtfertigt. Nun explodiert die Aktie heute, aber eine Kaufempfehlung ist es trotzdem nicht. Also da scheint der Aktie also das Bewertungsthema so ein bisschen mit im Weg zu stehen. Auf der Verliererseite um 18 Prozent Atlassian. Und eine sehr stark übertriebene Reaktion, wie einige Analysten meinen. Das Ergebnis lag über den Erschätzungen der Trag pro Aktie. Die operativen Margen waren höher als erwartet. Der Umsatz war auch ein bisschen höher als erwartet. Und die Aussichten wurden angehoben. Das Haar in der Suppe ist letztendlich einmal, dass die Wall Street eine noch stärkere Anhebung der Aussicht erwartet hatte. Nehmen wir mal Piper Sandler hier als Beispiel. Die Aktie wird immer noch mit Übergewichten eingestuft. Betont also der 18% Rücksetzer der Aktie findet deshalb statt, weil man im Cloud-Bereich. Weil das Wachstum im Cloud-Bereich weniger stark an Schwung gewinnt und gleichzeitig betont man die Kursreaktion sei übertrieben, wenn man bedenkt, wie stark das, laufende Fiskaljahr jetzt angebrochen ist. Bei Jeffreys. Wird das Kursziel auf 190 Dollar gesenkt, da bleibt man bei der Kaufempfehlung und sagt, dass die Aussichten gesund seien, fundamental, trotz des Lärms, den man aktuell um die Aktie sieht. Die Bank of America bleibt auch bei der Kaufempfehlung mit einem Kursstil von 225 Dollar. Bethot Atlassian hat solide Zahlen gemeldet, hat die Aussichten für das Fiskaljahr 27 angehoben, aber die Wall Street hatte mit einer noch stärkeren Anhebung gerechnet. Also Race und Beat, Ausmaß war nicht gut genug. Letztendlich gesehen bleibt man langfristig auf der Bullenseite. Die Bullenthese bleibt weiterhin intakt. So, also so viel zu Atlassian heute Morgen. Wir haben ansonsten teils Verhaltenreaktionen. Microchip hat Zahlen gemeldet, die Aktie ist kaum verändert. Zweites Quartal war okay. Die Aussichten für das laufende Quartal waren ziemlich enttäuschend. Aber nochmal, gestern die Opening Bell, was war der Aufhänger? Boy, bei den Aussichten so viele Verfehlungen. Ob es bei den Margen ist, ob es bei den Umsätzen ist, ob es beim operativen Gewinn ist. Und die Aktien sind rasiert worden gestern. Dass sie rasiert wurden, liegt übrigens auch daran, dass der eine oder andere Hedgefonds gestern das Zeitige gesegnet hat. Wir haben also viele Zwangsliquidierung auch gesehen. Die Tatsache, dass Microchip jetzt meldet, Und die Aussichten sind enttäuschend. Der Ertrag pro Aktie wird die Erwartungen verfehlen, die Margen werden die Erwartungen verfehlen. Aber die Aktie ist seit Mai, Juni, Juli schon sehr stark eingebrochen und heute Morgen trotz dieser trüben Aussichten 1% im Plus ist eigentlich ein ganz gutes Zeichen, nicht nur für Microchips, sondern auch für den Markt. Bei Ackermai genau das gleiche Bild. Die Aktie hat es auch sehr stark zerrissen die letzten Wochen. Die Aussichten sind sehr müde. Der Ertrag pro Aktie wird die Schätzungen verfehlen. Der Umsatz wird die Schätzungen verfehlen. Und was macht die Aktie? Legt 5% zu. Also vielleicht ein ganz gutes Zeichen einer Stabilisierung. So jetzt kommen wir mal, verlassen wir mal den Tech-Sektor. Da gibt es dann in der Tat einige größere Kursschwünge heute. Airbnb explodiert 13 Prozent. Super Zahlen. Buchungslage war sehr stark. EBITDA-Margen waren sehr stark. Und dass die Aktie so zulegen kann, ist auch eine Konsequenz der Booking-Holdings und Expedia-Zahlen, die vor allen Dingen bei Expedia ziemlich flau waren bei den Aussichten. Das sieht Airbnb nicht und wir haben auf breiter Front heute Morgen explodierende Kursziele. Barclays 195, Bank America 205, Citigroup 227, Goldman Sachs sind die einzigen, die bei neutral bleiben, 185, Wells Fargo 215 und Kaufempfehlung. Und auch die Kommentare der Analysten zeigen, was für einen wirklich guten Job der CEO dort macht. Also ein auch sehr charismatischer Typ. Ich finde ihn wirklich jemand, der Durchblick hat. Man sieht, dass das Wachstum in allen geografischen Regionen an Dynamik gewinnt. Mit zudem auch noch immer mehr neuen Nutzern auf der Plattform. Die Bank of America hebt die Gewinnschätzungen für dieses Jahr an und die Umsatzschätzungen auch fürs nächste Jahr, Ertragsschätzungen auch. Die Citigroup spricht von zunehmender Produktvelocity, also auch sehr bullisch. Und Goldman Sachs sagt, drittes Quartal, das muss man sich mal vor Augen halten, in einem so schwierigen Marktumfeld. Airbnb hatte im abgelaufenen Quartal das stärkste Umsatzwachstum in über drei Jahren mit einer zunehmenden Dynamik bei der Buchungslage und Stärke in allen Marktsedmenten. Das Ganze wird auch mit angefacht durch den Einsatz von AI. Herzlichen Glückwunsch Airbnb. Immer wieder beeindruckend, wie dieses Unternehmen geführt und gemanagt wird. So, Moderna hat auch Zahlen gemeldet, Spitzenzahlen, die Aktie reagiert allerdings kaum. Es wurde ein Verlust von 1 Dollar und 9 Cent erwartet, stattdessen haben wir einen Gewinn von 38 Cent und die Jahresprognosen werden angehoben. Finde ich ehrlich gesagt ein bisschen überraschend, dass die Aktie nicht positiv reagiert. So, jetzt machen wir am Schnelldurchlauf die Werte, die kaum reagieren. Affirm ist leicht auf der Verliererseite, das H an der Suppe bei Affirm. Ist, dass die Abschreibung bzw. die Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle lagen über den Erwartungen des Marktes. Punkt 1. Punkt 2, das abgewickelte Volumen über die Plattform unter den Erwartungen des Marktes, was die Guidance betrifft. Trotzdem ist die Aktie nur leicht im Minus. Ist aber keine schöne Entwicklung natürlich für ein Unternehmen, das im Finanzierungsgeschäft arbeitet. Wir haben Mattel mit einem Minus von 5%. Umsatz lag unter den Schätzungen. Die Jahresprognosen werden reduziert. Da bin ich wirklich gespannt, wie lange Mattel noch eigenständig bleiben wird. Eigentlich müsste die Übernahme in der Pipeline sein. Das gab es ja in den letzten Wochen immer wieder auch Spekulationen. Lyft, der Konkurrent von Uber, auch 6% auf der Verliererseite. Die Aussichten nur im Rahmen der Erwartungen. Buchungslage war auch nur im Rahmen der Erwartungen. Und der mit Abstand größte Verlierer heute, die Aktien von DraftKings. Holy Cow, Draft Kings, die müssten eigentlich eher Sog Kings heißen, der Sog nach unten. 27% Kurseinbruch, das Unternehmen hat bei der EBITDA-Seite massiv die Erwartungen verfehlt. Minus 317 Millionen, minus 66 Millionen wurden erwartet. Unter anderem deshalb, weil man massiv investiert, um die Positionierung des Unternehmens zu stärken. Auch die EBITDA-Schätzungen für das Jahr 27 gemessen am Mittelwert viel, viel schlechter als erwartet. Also die Aktie wird heute zum Schafott geführt. Richtig, richtig dickes Minus. So, über die AI-Stories habe ich schon berichtet. Land Research macht eine 25 Milliarden Dollar Ausweitung der Aktienrückkäufe. Bloomberg berichtet nochmal, seid vorsichtig bei den Neocloud-Werten. Wir haben jetzt einen starken Bounce, das war auch überfällig, aber Bloomberg berichtet nochmal, dass auch Microsoft gegenüber der gesamten Neocloud-Industrie. Eine immer ablehnendere Haltung hat nach immer wieder Verspätungen, regulatorischen Problemen. Der überhöhten Kosten. Also da muss man wirklich vorsichtig sein, ob zu guter Letzt diese Erholung, die wir hier sehen, gehalten werden kann. So, jetzt will ich zum Schluss nochmal, bevor ich gleich den Wochenausblick mache, was steht nächste Woche an? Weil nächste Woche gibt es in der Tat einige große Highlights bei uns an der Wall Street. Wo sind wir denn hier? Ah, da sind wir hier. Also was, was, lass uns das gleich machen, bevor wir zu den Analysten kommen. Wir haben nächste Woche am Dienstag die Verbraucherpreise für den Oktober und dann auch die Erzeugerpreise nächste Woche. Look, die Daten werden heiß ausfallen. Der Ölpreis, die Energiepreise sind deutlich gestiegen. Die Preiskomponente bei dem ISM der Industrie war auch heiß. Das wird niemanden überraschen. Aber ich glaube, dass zu guter Letzt, Die Abkühlung bei den Ölpreisen, der Ausgang der Midterms, die auch die Renditen runtergezogen haben, dominieren. Das heißt, die Verbraucherpreise dürften weniger wichtig sein als sonst. Wir haben ansonsten am Montag die Zahlen von KKR, vorbörslich und nachbörslich von Take-To-Interactive. Wir haben Core Weave am Dienstagabend, das wird sehr wichtig sein, Neo-Cloud-Player. Und am Donnerstagabend dann Applied Materials und Cisco. So, das ist der Ausblick. Wir haben dann kurz nochmal einen Blick auf die Analystenkommentare. Airbnb haben wir schon abgehandelt. Affirm, Barclays bleibt bei Übergewichten, betont aber Aktie unter Druck wegen höheren Rückstellungen für Kreditschieflagen. Piper Sandler senkt das Kursziel auf 105, bleibt auch bei der Kaufempfehlung und sagt, die Guidance für 2027 liegt nur im Rahmen der Schätzungen. Akamai werden die Kursziele gesenkt bei der Bank America auf 155. Da gibt es Produktverspätungen, das belastet die Aktie. Und Unity haben wir. Nach den Zahlen bei Goldman. Kursziel 62 Dollar wird mit neutral eingestuft. Ergebnisse seien sehr stark gewesen. UBS hebt das Ziel auf 56 Dollar an, bleibt aber auch nur bei neutral. So, heute ist ein großer Tag für meine Familie. Ah, Sophie, Sophie, Sophie, you gotta do it. Ja, heute sind nämlich die Tests für, die dann quasi weitergereicht werden an die Highschools, ob sie es dann reinschafft. Sie hat, finde ich, so tolle Ideen, auf welche Highschool sie gerne gehen möchte. Und boy, ich weiß echt nicht, wo sie es her hat. Es kann nur von der Mutter sein. Aber wir haben jetzt die Halbjahreszeugnisse bekommen. Überall Einsen, bis auf Religion. Da hat sie eine Zwei bekommen. Ich bin so stolz auf meine kleine Sophie. Und mein Gott, die Kids wachsen einfach auch so unfassbar schnell auf. Es ist... Gestern war das letzte Volleyballspiel in ihrer alten Schule und haben dann die Siebtklässler Geschenke gegeben, vorgelesen, über die jeweiligen Kandidaten, die jetzt ausscheiden aus der Schule. Ach, es ist einfach wirklich das schönste Geschenk der Welt. Deshalb setzt die Prioritäten richtig, ob Markt hoch oder runter geht. Das Wichtigste zum Schluss ist Familie und Freunde. Das klingt immer so ein bisschen theatralisch, aber es ist das schönste Geschenk der Welt. Es ist auch einer der Gründe gewesen, weshalb ich mein Studio von New York an meinen Wohnort verlegt habe, nach New Jersey in Montclair. Wir haben ja hier Büros angemietet, das dann ausgebaut, weil ich diese Momente, meiner Tochter morgens bei allen Stressvorbereitungen auf Opening Bell, dass ich ihr jeden Morgen seit jetzt eineinhalb Jahren das Frühstück machen kann, sie zur Schule fahren kann. Ich diese Teenage-Jahre miterlebe, die wirklich fantastisch sind. How was your day? Hä? Wie war der Tag heute? Hä? Sophie, wir müssen jetzt frühstücken, weil wir müssen zur Schule. I know! Alles, was dazugehört, ja. Das alles miterleben zu dürfen, ist das schönste Geschenk der Welt. Und ich drücke die Daumen extra noch eine Kerze angezündet heute Morgen, dass meine Sophie hier gut durchkommt. Und ich wünsche euch ein spitzen Wochenende. Der By The Dip Koch ist genau richtig platziert worden. Ist jetzt von zehn, ist jeder siebte jetzt schon weg. Bei Markuskoch.de könnt ihr da noch ein paar bekommen. Für alle Abonnenten ein Geschenk des Hauses. Und ja, ich freue mich auf kommende Woche. Bin gespannt, was sie bringen wird und was der heutige Tag bringen wird. Heute Abend gibt es mal keine Closing Bell. Wir sehen uns also wieder am Montag in alter Frische. Bis dann und macht's gut. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen, und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, Das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.