Normalerweise sitze ich hier in diesem Studio mit meinen Gästen und stelle ihnen Fragen. Heute drehen wir es mal rum und mir werden die Fragen gestellt und zwar von dir, liebe Charin, Charin Parker. Herzlich willkommen. Dankeschön. Eigentlich müsstest du herzlich willkommen sagen, weil du heute der Host bist, für uns und du bist in unserem Team von unserer Funke-Redaktion zuständig für das Gästemanagement für diesen Podcast. Du machst Community-Betreuung, wenn man das so sagen kann. Also schaust dir an, was die Leute fragen und kommentieren. Und machst auch Veranstaltungsplanung. Und heute, ja, erzähl mal, was du heute vorhast. Heute darf ich dich interviewen. Vielen Dank, dass ich hier sein darf. Genau, ja, liebe Melanie, es gibt mittlerweile zwölf Folgen von Amanunframed. Wir haben mit diesen zwölf Folgen mittlerweile 2,5 Millionen Menschen erreicht. Das ist eine ziemlich große Zahl. Und ja genau, wie du weißt, wird unter den Folgen... Viel diskutiert, würde ich mal sagen. Es gibt viele Kommentare, uns erreicht viel Feedback. Oft sehr klug, manchmal sehr hart, zum Teil auch ziemlich persönlich. Und genau, wir haben die Kommentare uns angeschaut, wollen auf die eingehen und, natürlich ist uns dabei ein Anliegen, dass wir, viele Themen aufgreifen, die sich auch doppeln in den Kommentaren und wollen uns hier natürlich nicht darüber diskutieren, um uns zu streiten, sondern einfach nur um Verständnis zu schaffen für die Hörerin, dass sie dich und auch das Format besser verstehen und einstufen können. Das ist also quasi eine Folge für die Community heute. Das ist eine Folge für die Community, ganz genau. Eine Sonderedition sozusagen. Und genau, wie du weißt, stellen viele Leute unter den Kommentaren sehr grundsätzliche Fragen zum Format. Sie wollen wissen, wie der Podcast generell funktioniert, warum oder wie genau die Gästeauswahl funktioniert. Was hat es auch mit dem Titel Unframed nochmal auf sich, dass wir darauf nochmal eingehen. Und genau, grundsätzliche Kritik an deiner Herangehensweise gibt es hier und da auch. Zum Beispiel, dass die Gespräche bereits durch die Fragestellung und die Einordnung der Gäste in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Und da würde mich jetzt einfach mal interessieren, wie unterscheidet sich denn für dich eigentlich der Podcast von deiner sonstigen Arbeit? Das ist auch eine Frage aus der Community. Also warum ein Podcast? Ja, das war genau, das hatte glaube ich jemand auf Instagram gefragt. Wollte schon lange, bevor ich zu Funke gekommen bin, einen Podcast machen, weil ich das als große Befreiung empfinde verglichen mit meiner normalen journalistischen Arbeit. Da schreibe ich mehr. Und wenn du schreibende, tägliche politische Berichterstatterin und Kommentatorin bist, dann kennst du die Zwänge, die es da gibt. Da gibt es erstmal den Platz. Viele meiner Interviews oder Berichte erschienen ja auch in gedruckten Medien, erscheinen bis heute ja auch in gedruckten Funke-Zeitungen. Und dann hat jede Zeitungsseite dann irgendwann ihr Ende oder jede Magazinseite. Und in einem Podcast ist man frei, also wir können 45 Minuten reden, es gibt ja Podcasts, die dauern irgendwie sechs Stunden oder so und man kann den so lange nachhaken, wie man denkt, dass es notwendig ist und auch dieses Nachhaken ist glaube ich in der geschriebenen Form oft undankbar zu lesen es fällt glaube ich leichter einem Gespräch zuzuhören wo, man auch mal wirklich minutenlang um ein Thema kreist und. Beim geschriebenen ist es so, dass man vielleicht dann denkt, wieso kommt die jetzt schon wieder und schon wieder. Und es gibt auch immer das Thema Autorisierung, dass eben die Gäste, die Interviewpartner dann eine Fassung nochmal zur Abnahme quasi bekommen, ob man sie richtig verstanden hat. Und das, was eben so als Fehlerkorrektur dienen sollte, wird halt immer mehr zur, muss man sagen, zum politischen Weichspülen. Und ja, das ist einfach schade. Und das ist beim Medium Podcast eben nicht möglich. Was liegt, liegt. Was gesagt wurde, wurde gesagt. Ja, das stimmt wohl. Ja, ein durchaus freies Format oder freier auf jeden Fall. Wie ist es denn mit den Interviewten? Also werden die vorher gebrieft zu den Themen? Haben die die Möglichkeit, sich vorzubereiten auf das Gespräch? Ja, also es ist schon so, dass, in der Anfangsphase, als es ja noch ganz neu war, das Format, habe ja ich meistens die Leute auch selber angefragt und dann schon mir Mühe gegeben, ihnen zu erklären, was meine ich damit, was will ich damit, welche Aspekte möchte ich gerne ansprechen und dann auch die Leute. Und ich habe das so gemacht, wie ich immer Interviews angefragt habe, dass ich auch möglichst offen war, welche schwierigen Themen ich ansprechen möchte, weil es bringt dir ja nichts, wenn du dann nachher da sitzt mit deinem Gast und der sagt dann, ach so, ja, wie, wie, damit kommen sie jetzt, das war aber gar nicht ausgemacht. Also ich habe zum Beispiel mit Jasmin Kosubek, der ehemaligen Moderatorin von RT Deutsch, vorher besprochen. Ich möchte auch auf die Berichterstattung von RT Deutsch eingehen, sie auch kritisch konfrontieren mit der Frage, wie viel ist da von russischer staatlicher Seite beeinflusst. Und auch mit Hans-Thomas Tilschneider, mit dem AfD-Mann, habe ich vorher vereinbart, es geht um die AfD-Politik, die Strategie in Sachsen-Anhalt. Wir haben uns übrigens nicht geeinigt, dass wir über sein Buch sprechen wollen, wie er jetzt im Nachhinein behauptet hat oder auch bei der Aufnahme. Also dieses, dass er ein Buch geschrieben hat, habe ich erst erfahren von ihm, nachdem wir schon vereinbart haben, dass er kommt. Also das ist vielleicht auch fürs Protokoll nochmal wichtig zu wissen, dass er da keinesfalls irgendwie aufs Glatteis geführt wurde, sondern diese Buchgeschichte, ja, die kam dann erst im Nachhinein. Ja, es wirft nochmal auch ein anderes Licht auf das Interview. Wie ist es denn generell oder was bedeutet denn für dich das Wort Framing? Ja, also erst einmal ist Framing ein, wenn man so will, normaler Prozess. Das ist nicht per se schlecht. Also Framing bedeutet, der Realität wörtlich übersetzt einen Rahmen zu geben, einen Deutungsrahmen. Das heißt, es passiert etwas oder ein Mensch tut etwas und wir Journalistinnen und Journalisten berichten darüber, die Öffentlichkeit diskutiert darüber. Und da wird dann, ist es sehr schnell so, dass dann ein Label vergeben wird oder eine bestimmte Deutung einer Person vorgegeben wird. Zum Beispiel der umstrittene So und So oder der Extremist XY oder im Fall von Freiwild, da hatten wir den Sänger Philipp Burger hier, die rechte Band. Und das führt dann sehr schnell eben zu der Frage, ist dieser Frame, ist der berechtigt oder nicht? Weil er natürlich ist, wir brauchen das als Menschen, glaube ich, jeder Mensch will sich einen Reim machen darauf, was passiert, was halte ich von etwas. Und da kann ein Frame stimmen oder dich überzeugen. Aber ein Frame kann natürlich auch manipulieren, zuspitzen, nur einen Ausschnitt der Realität oder der Persönlichkeit von einem Menschen zeigen. Und das ist dann der Moment, wo das Framing kippen kann ins Negative und idealerweise in diesem Podcast-Format spreche ich mit den Leuten darüber, ist dieser Frame, passt der oder nicht, ist der berechtigt oder nicht, wie stehen sie dazu und wie wollen sie stattdessen vielleicht gesehen werden. Ja, ja. Und wie, also es wird dir, oder Kommentare, die öfters mal vorkommen, beinhalten ja so ein bisschen den Vorwurf, dass du die Leute framen würdest, sozusagen. Ein Kommentar aus der Community hier ist, Ammans Gesprächsführung ist klar auf ein bestimmtes Ergebnis ausgerichtet, das ist erkennbar. Ob das moralische Überheblichkeit ist oder journalistisches Framing, das ist eine Einordnung, die jeder Zuhörer selbst übernimmt. Vielleicht auch nochmal hier als Frage an dich, warum heißt denn der Podcast Unframed, wenn die Gäste schon von Anfang an mit einer zugespitzten Frage konfrontiert werden? Ich war wahrscheinlich mit zugespitzter Frage, ist auch der Titel der Folge gemeint. Also wir geben natürlich jeder Folge einen Titel, in der dieser Frame... Vorkommt, wenn man so will, oder in der auf den Punkt gebracht werden soll, welches Thema wird diskutiert. Es wird ja immer als Frage auch aufgeworfen, was dann beinhaltet, der Gesprächspartner hat die Möglichkeit, diese Frage in der Folge zu beantworten. Also das ist ja dann keine Überschrift wie in einem Artikel Philipp Burger, Sie sind rechts oder so, sondern Philipp Burger ist ihre Band rechts? Fragezeichen. Und das war zum Beispiel auch ein Beispiel für eine Folge für mich, wo ich wirklich offen reingegangen bin im Sinne von, ich kann ihn nicht einschätzen wo steht er eigentlich zu der Tatsache, dass seine Band von der NPD. Gefeiert wurde, so dass die NPD sagt wir stimmen mit deren Inhalten total überein oder die sind voll auf unserer Linie und für mich war das dann eine wirklich interessante Folge weil ich, glaube ich gelernt habe ein bisschen ihn zu verstehen und hab jetzt auch nochmal ein anderes Bild von seiner Haltung, bekommen Und für mich war das in mancher Hinsicht eine ideale Sendung oder eine ideale Folge, weil es möglich war, eben, den Frame zu durchbrechen oder zumindest die Hoffnung ist, dass die Hörerinnen und Hörer das auszusehen, dass man ihn da neu kennengelernt hat. Das kam auch gut durch in der Folge. Also war spannend, der Gesprächsablauf und wie man sich dann am Ende doch begegnet ist. Aber was vielleicht auch wichtig ist, ist eben natürlich gehen wir erstmal rein mit den Frames, die es gibt. Und deswegen werden ja auch die Gäste konfrontiert mit diesen Zitaten am Anfang. Und dann, wenn es gut läuft, und es ist sicher nicht bei jeder dieser Folgen gleich gut gelaufen. Wenn es gut läuft, dann geht man das durch und dekonstruiert es, wie man so an der Uni sagen würde, also unframed den Frame. Ja, es bestätigt sich oder eben halt auch nicht. Jetzt war ja die erste Folge war mit Ben Berndt und genau der Podcast polarisiert von Anfang an. Da reichten die Reaktionen von Zustimmung zum offenen Austausch bis zu dem Vorwurf, dass bestimmte Positionen zu wenig unterfragt werden würden. Und hier gab es auch natürlich Feedback aus der Community. Auf Instagram erreichte dich zum Beispiel die Frage, ob der Name Aman Unframed von Ben geklaut ist. Genau, Bernd hat ja den Podcast Ben ungeskriptet. Ich habe den Podcast Aman Unframed. Und da gibt es eine Parallelität, das ist irgendwie klar. Vielleicht, um den ein bisschen zum Hintergrund zu erzählen. Ich hatte diese Podcast-Idee schon relativ lange. Schon bevor ich zu Funke gekommen bin. Und da ging es, und ehrlich gesagt, habe ich über dieses Framing-Thema und das Unframen, da kam auch immer wieder der Begriff Unframed in den Entwicklungsgesprächen auf, schon in meinem damaligen Team beim Spiegel noch. Da kannte ich Ben Berndt überhaupt nicht. Oder wir hatten so eine super Beraterin, Podcast-Expertin, die dann immer wieder mit Ben Berndt ankam und wir so, hä, wer ist dieser Ben Berndt? Also das vielleicht als Erklärung. Sie hat dann sehr früh darauf hingewiesen, so, oh, das könnten die Leute uns übel nehmen, wenn wir auch vom Titel her in diese Richtung gehen. Und letzten Endes muss ich damit leben. Ich denke, das Format hat sich so etabliert auf eine Weise, das macht mich auch sehr glücklich, dass es nach einigen Folgen schon, glaube ich, recht etabliert ist, dass es doch sehr anders ist als das von Ben. Und ja, ich lasse es so mal stehen. Das können wir auch einfach so stehen lassen. Genau, im Zuge dessen oder vielleicht auch aus der gleichen Richtung kommt ja auch der Vorwurf, dass du mit der ersten Folge sozusagen aus deiner Reichweite gesurft wirst. Wie ist es für dich sowas zu hören oder zu lesen? Sagen wir so, das bin ich, definitiv. Also es war die erste Folge, die ermöglicht hat, dass mit diesem Gast, den wir aber wollen und der es ins Konzept passte, der wirklich auch in der Hinsicht, dass er auf bestimmte Weise geframed wird, super sozusagen zu uns passte. Und natürlich war es eine Möglichkeit, mit seiner Bekanntheit auch meinen Podcast zu etablieren und überhaupt erstmal die Leute darauf aufmerksam zu machen, guck mal, hier ist ein neues Format. Ich meine, es gibt so viele politische Podcasts und es gibt so viele Formate, die irgendwie um Aufmerksamkeit konkurrieren. Da denke ich, warum nicht bei der ersten Folge mit einem Gast starten, der diese Bekanntheit und diese Reichweite hat und ich glaube, für mich war entscheidend, dass ich in dem eigentlichen Gespräch, dass das ein Gespräch war, hinter dem ich journalistisch stehe, dass ich auf eine Weise geführt habe, die ich sozusagen fachlich vertreten kann. Und ich hätte ihn auch, das Interessante war, wir haben das ja so doppelt gemacht. Die erste Hälfte der Folge war ich bei ihm. Also er hatte mich auch eingeladen, interessanterweise. Und die zweite Folge war dann eher bei mir sozusagen. Wir haben die geteilt. Und, Ich fand eigentlich, es hat gut funktioniert und wir haben ihn auch angefragt, interessanterweise vor diesem Höcke-Interview, was ihn ja auch nochmal auf besondere Weise bekannt gemacht hat. Also. Ich habe ihn angefragt, als er glaube ich für viele Leute im Mainstream noch total unbekannt war und nach dieser Anfrage hat er dann das Höcke-Interview rausgehauen und dann dachte ich so, ah, jetzt wird er natürlich, jetzt wird er wahrscheinlich erstmal nicht kommen wollen oder jetzt wird er erstmal wahrscheinlich gar nicht reagieren, weil er so viele Reaktionen kriegt auf sein Höcke-Interview. Aber das vielleicht auch noch zur Erklärung, wir haben ihn nicht dann im Kontext dieses Höcke-Interviews angefragt, sondern das lief quasi parallel. Deswegen war es auch keine Strategie zu sagen, wir nutzen den Skandalauftritt des Extremisten bei ihm und setzen uns jetzt auf diese Welle, sondern wir wollten uns auf die generelle Welle von Ben setzen und wir wollten ihn generell sprechen. Und dann kam dieser ganze Höcke-Kladderadatsch quasi dazu. Klar, ich meine, so funktioniert die Medienlandschaft halt auch irgendwie, gerade auch mit dem Podcast. Ein Kommentar aus der Community, das ich gerne noch aufgreifen würde, lautet, mich würde einmal interessieren, wie viel haben Sie durch das Gespräch mit Ben und dem Staat eines eigenen Podcasts auf seinen Schultern verdient, Frau Ammann? Es spielt ein bisschen an auf den Titel der Ben-Folge, weil das lautete ja, wie viel haben Sie mit Höcke verdient, Ben Bernd, was er übrigens nicht ganz verraten hat. Er hat, glaube ich, nur gesagt, eine sechsstellige Summe, was mir sogar noch klein vorkommt. aber ähm, Ich selber habe jetzt erstmal nichts damit verdient, weil ich bekomme hier ein Gehalt bei Funke und das ist nicht an die Podcast-Abrufzahlen gebunden. Insofern, es zahlt ja auch so ein bisschen ein auf die Frage. Nutze ich eine Plattform für Radikale, um mein journalistisches Produkt zu nehmen. Und ich kann diesen Vorwurf aushalten für die allererste Folge. Ich würde sagen, generell ist das Gäste-Portfolio relativ gemischt und ich glaube, seither hat sich da eine Plattform, finde ich, mit eigenem Recht etabliert. Ja, und da die Folge ja schon, also wie ja eigentlich alle Folgen, muss man ja dazu sagen, genau starke Reaktionen ausgelöst hat, bleiben wir nochmal kurz bei dem Thema und mich würde mich nochmal interessieren, schaust du nach der Aufnahme mit Ben anders auf sein Format als vorher? Also ich bin da etwas zwiegespalten bei ihm, muss ich sagen. Ich fand die konkrete Zusammenarbeit im Sinne von diese Folgeteilen, die ganzen Absprachen einhalten, fand ich sehr angenehm. Und ich finde aber, das fand ich schon als ich da war, ich finde das Format schwierig, was er macht, weil er eben Leute einfach sprechen lässt, die teilweise extreme Positionen haben und er gibt dem Publikum null Guidance, null Erklärung, null Kontext. Ich frage mich manchmal, wie viel er vorbereitet ist auf diese Sitzungen, wie sehr er sich befasst mit den ja teilweise wirklich, schrägen oder krassen Positionen seiner Gäste und da fehlen, glaube ich, oft dem Publikum einfach Informationen, um das ganze Bild zu haben und diese, das habe ich aber auch mit ihm in der Folge besprochen, das sah ich schon damals kritisch und seither hat sich das leider noch verstärkt, also am krassesten finde ich das Beispiel, als der russische Botschafter bei ihm im Podcast war. Und da letztlich russische Regierungspropaganda ablassen konnte. Und man den Eindruck hatte als Zuhörerin, Da fehlten, bei Ben fehlte Faktenwissen und fehlte auch kritische Konfrontation. Aber das ist ja eben sein Format. Also er sagt so, ich lasse die Leute reden und gebe ihnen die Möglichkeit auszureden. Das ist dann der Preis. Sie reden aus, aber sie reden halt auch ihr Ding. Und er sagt immer nur, ach ja, interessant. Und das finde ich, ich muss sagen, das sehe ich schon, ich finde mit, wie war das, with great power comes great responsibility. Das gilt auch, with great Reichweite comes great responsibility. Also wenn du so viele Leute erreichst, wenn du den Leuten quasi dein Megafon gibst und dann können die einfach nur rauströten, was sie sagen wollen, finde ich nicht optimal. Interview-Steer ist ja auch bei uns so ein bisschen, oder kommt immer wieder in den Kommentarspalten auf. Da würden wir auch super gerne jetzt mal ein bisschen näher drauf eingehen. Viele Kommentare beziehen sich ja genau eben auf Unterbrechungen und Nachfragen und auch den Ton der Gespräche bei Amman Unframed. Genau, hier gibt es natürlich Kritik an der Gesprächsführung, aber auch Leute, die das total schätzen, diese Hartnäckigkeit. Das ist ja völlig klar. Ein Kommentar aus der Community. Hierzu ist zum Beispiel, ist das ins Wort fallen und nicht ausreden lassen bei Journalistinnen und Journalisten genetisch determiniert? Kann sein. Würdest du dazu Bezug nehmen? Habe ich noch nicht testen lassen, aber kann schon sein. Kann schon sein. Vielleicht liegt es eher am Sternzeichen als am. Genetik. Aber wie ist es denn, wenn wir jetzt mal nur bei dir bleiben? Klar, man sieht auch schon gewisse Unterbrechungen. Oder warum unterbrichst du denn deine Gäste manchmal, bevor sie ihre Argumente vollends zu Ende geführt haben? Also ein Teil ist sicher meine Persönlichkeit und mein Stil, der natürlich auch durch die Zeit beim Spiegel geprägt wurde, also das konfrontative, kritische, was dann zusätzlich durch diese Talkshow-Erfahrung, glaube ich, dass ich so gewöhnt bin, mit Leuten streitig zu diskutieren, das kann man dann schon zurückverfolgen bis zu meiner Studienzeit. Ich war ja im Debattierclub, kann ich jeder Studentin und jedem Studenten nur wärmstens empfehlen, sich da mal ein bisschen zu trainieren im konfrontativen Gespräch. Das einfach mal zu üben, das auch auszuhalten, dass die Leute widersprechen und dich kritisieren, fachlich kritisieren. Das ist, glaube ich, eine gute Schule. Ja, deswegen gibt es sicher einfach bei mir auch eine Tendenz, konfrontativer zu sein. Ich bin aber natürlich auch noch neu in diesem Format, fühle mich da auch noch rein und merke natürlich, dass ich auch unterschiedlich auf Gäste reagiere, wenn ich den Eindruck habe, das war ja bei Jasmin Kosubek dazu, da kommen ja vielleicht noch ein besonderes Thema, wenn ich das Gefühl habe, da kommen dann so die ganze Zeit Ausflüchte. Oder und du lernst ja auch als Journalist so ein bisschen zu antizipieren, kommt da jetzt noch was? Dann lasse ich ausreden. Oder ist es so, dass das Gespräch auf so eine Nebenfahrt kommt und die Antwort eine Ausflucht ist, dann finde ich, ist es irgendwie auch mein Job da zu unterbrechen, und jetzt nicht minutenlang, auf den sozusagen Nebenarm irgendwie ausweichen zu lassen. Weil wir sind ja auch nicht bei unscriptet. Gelingt das immer, weiß ich nicht. Also es gibt sicher auch Fälle, wo ich das zurückdrehen würde und sagen würde, vielleicht ein bisschen in die Temperatur runterstellen, hätte sehr geholfen. Andererseits finde ich dadurch, ja, vielleicht erwarten das viele auch von mir. Denke ich nämlich auch. Klar. Und wenn du aber so, ich meine, klar, du meintest jetzt schon mal, natürlich, es gibt unterschiedliche Ausgangslagen mit den Leuten, die dir gegenüber sitzen, natürlich. Aber würdest du sagen, dass es dir in so einem Gespräch jetzt hier bei Amman Unframed schon in erster Linie darum geht, den Gast, der vor dir sitzt, zu verstehen? oder geht es dir schon auch um die Konfrontation? Kommt, glaube ich, auf den Gast an. Also es gibt ja auch Leute, die kommen und es wurde schon sehr viel über sie berichtet. Und dann manchmal, also zum Beispiel da fand ich die Folge von Jette Nizza so interessant, das ist ja die ehemalige Vorsitzende der Grünen Jugend, wo ich den Eindruck hatte, eigentlich weiß ich schon alles über die. Und da würde ich jetzt eher mal gucken, dass für die Hörerinnen und Hörer das auch noch rüberkommt. Und dann hat sie mich überrascht, weil sie ist zwar inhaltlich nicht weit abgewichen von ihren Positionen, aber ich war doch überrascht, wie, wie soll man sagen, wie fundiert die Antworten waren. Also ich habe sie eben wahrgenommen über ihre teilweise etwas krawalligen Instagram-Auftritte und über die Kontroversen, die mit ihrer Person verbunden waren. Und ich teile auch nach wie vor ihre Positionen nicht. Aber ich fand es interessant, dass sie, sie hatte viel bessere Antworten und inhaltsreichere Antworten und Reaktionen auf die Fragen, die ich gestellt habe. Und das war für mich dann nochmal ein Learning von den Gästen. Das haben auch Leute auf Instagram gefragt. Irgendwie gibt es Sachen, die sie neu gelernt haben oder neue Sachen, die sie erfahren haben von ihren Gästen. Und das war so ein Fall, wo ich sagen würde, da habe ich die Person auch nochmal neu kennengelernt. Und vielleicht war das auch für die Hörerinnen und Hörer interessant, dass das nicht nur so eine Krawallnudel ist, sondern wie die ihre Antworten herleitet. Ja, das war wirklich ein gutes Gespräch. Wie ist es denn generell oder wie gehst du denn damit um, wenn du in einem Gespräch merkst, dass das Gespräch in eine Richtung der Eskalation geht vielleicht oder hast du da so Maßnahmen, um dem entgegenzuwirken oder vielleicht sogar zu bestärken? Also ich habe gemerkt bei, da hat auch jemand auf Instagram gefragt, gibt es Momente, in denen sie von Fragen absehen, um den Gast nicht zu verkraulen? Jein, also ich bei der allerersten Folge mit Harald Martenstein, die haben wir als erstes aufgenommen, aber danach Ben, er ist ausgespielt. Und bei Martenstein war es schon so, dass das Gespräch wahnsinnig konfrontativ war, viel mehr, als ich gedacht hätte. Und da gab es dann so einen Punkt, an dem ich gedacht habe, jetzt muss ich mal auf die Bremse treten, weil nicht, dass er aus dem Studio rennt, was ja dann später in einem anderen Kontext passiert ist, aber eben nicht mit ihm. Und das war so glaube ich, das war wichtig, dass ich dann auch mal an einigen Stellen so einen Schritt zurückgetreten bin und auch versucht habe, mich selber zu bremsen, weil ich will ja auch nicht die Leute angreifen oder ich will ja, dass die sich wohlfühlen. Das war für mich auch übrigens ein Umdenken, seit ich ein eigenes Format habe, dass ich eine, ich bin jetzt Gastgeberin, also in einer Talkshow, wenn du da als Gast bist, dann kannst du dich mit einem Richard David Precht fetzen ohne Ende oder mit einem Ulf Poschert, solange ich nicht Moderatorin bin, weil. Da kann ich in die, da bin ich einfach nur ich selber mit meinen Positionen, Und jetzt ist es so, es ist hier mein Studio oder heute dein Studio und da sitzt jemand, der soll nicht das Gefühl haben, dass er oder sie so krass angegriffen wird. Das gelingt mir sicher nicht immer gut, aber das ist eigentlich was, worum ich mich bemühe. Ich habe vor dem Start vom Podcast auf einer Party einen Zeitkollegen getroffen, der meinte so, ja, wann kommt denn eigentlich jetzt der Podcast Melanie Ammann verprügelt rechte Politiker? Und da waren wir schon voll in der Vorbereitung für dieses Format und ich habe am nächsten Tag zum Team gesagt, so, das darf nicht der Frame werden für diesen Podcast. Es soll nicht was werden, wo die Gäste das Gefühl haben, da gehe ich hin, dann werde ich irgendwie fertig gemacht eine Stunde lang und dann wischt man mich vom Boden wieder auf. Sondern es soll was sein, ich bin ja wirklich interessiert daran, ich habe am meisten Spaß eigentlich auch daran, wenn Leute kommen, die Positionen haben, die ich nicht teile und oft auch Leute, über die ich dann mehr wissen will. Aber es muss schon respektvoll bleiben und es soll ja auch irgendwie ein Erkenntnisgewinn dabei sein. Podcast hört man ja auch oft in einer entspannten Atmosphäre oder wenn man irgendwie auf dem Heimweg ist von der Arbeit oder beim Joggen. Und wenn du dann da so ein Geschrei irgendwie im Ohr hast, also eigentlich ein sehr intimes Format ist Podcast, und dann hast du da so ein Gekeife. Da hätte ich glaube ich, da wäre das Format ziemlich schnell wieder gescheitert. Wie sieht es denn aus? Oder wie stehst du dann zu dem Thema Sympathie? Ich meine, das kann man jetzt nicht wirklich steuern, wie man dem gegenüber, natürlich hat man die Gästeauswahl, aber wie viel Sympathie man oder Dysympathie man auch mitbringt. Was meinst du denn. Wie viel Sympathie dafür durchsickern oder Dysympathie in so einem Gespräch, wie bei Amman Unframed auch den Gästen gegenüber? Ich finde es oft fast schwieriger, wenn mir die Leute sympathisch sind, daraus ein Gespräch zu machen. Die Idee von Unframed ist ja auch, ein bisschen in die Kontroverse zu gehen, Leute zu challengen. So ist das jetzt wirklich irgendwie eine gute Haltung oder sie werden kritisiert für XY. Sollte ihnen das nicht zu denken geben. Und dann gibt es Leute, die werden extrem geframed und angefeindet. Also z.B. wie die Geschäftsführerin von HateAid, Josefine Ballon, die da war. Und ich habe sie dann mit diesen ganzen Punkten konfrontiert und zugleich saß da jemand, der steht im Visier der US-Regierung, einfach nur für das Anliegen, dass es weniger Hass in Social Media gibt. Und ich finde, das ist ein sehr legitimes Anliegen und ich finde, dass die Vorwürfe, die ich dann mit ihr durchgesprochen habe, ich finde die schon in Teilen unbegründet. Ich fand es wichtig, das mit ihr zu diskutieren oder ich fand die auch maßlos übertrieben, diese Vorwürfe. Und trotzdem ist ja meine Aufgabe dann in so einem Format kritisch nachzuhaken. Es ist mir schwerer gefallen als in einem, sagen wir mal, bei einer Diskussion mit Ahmad Mansur zum Beispiel, der mir auch als Mensch wirklich sympathisch ist. Und wo es aber leichter war, glaube ich, mit ihm über Islamismus und das Verallgemeinern von Stereotypen gegenüber Muslimen zu diskutieren. Also ich merke, je weniger ich mit der Person menschlich anfangen kann, umso leichter fällt mir das Gespräch. Und ja, wir haben auch schon überlegt, soll man nur noch Leute einladen, mit denen ich politisch überkreuzt bin, aber es, das kann ja auch nicht die Lösung sein. Ich möchte ja auch, ich finde es auch gerade interessant, Leute von links einzuladen, insofern macht mir dieses Jette-Nizat-Beispiel Mut, weil das ist ein Fall, ich würde mich jetzt eher als linksliberal oder mittig linksliberal einordnen und ich glaube mit, da macht es mir auch Spaß mal mit jemandem zu diskutieren, der eine krass linke Position hat und und die für das Publikum irgendwie aufzubereiten. Absolut. Als jetzt nur AfD, weiß nicht, oder rechte Bands oder Harald Martenstein oder so. Vielleicht mal ganz kurz zum Thema Transparenz insgesamt. Und da reicht uns jetzt nicht super viele Kommentare zu, aber ein Kommentar aus der Community, oder es kam, glaube ich, sogar zweimal auch, ist so ein bisschen die Schnittfrage. Ob Dinge rausgeschnitten werden aus den Folgen, wie genau das funktioniert. Und genau, da würde sich die Community über eine Antwort freuen, wie das denn ist. Werden die Folgen geschnitten bei A-Mann Unframed? Nein, werden sie nicht. Wir haben einmal, das war der Anlass für diese Kritik, die in der Folge von Ben Berndt einen Haspler von ihm rausgenommen. Also er hat sich sehr verhaspelt und stotterte dann sekundenlang ein bisschen herum. Passiert uns allen und wir haben das rausgenommen, weil wir dachten, es lässt ihn nicht gut aussehen und es ist irgendwie für, ja, ist vielleicht auch für die Hörer störend oder für das Hörergefühl. Prompt gab es irgendwie Kommentare so, da wurde doch was geschnitten. Und dann gleich der Verdacht, wir haben Ben zensiert. Diese Erfahrung hat uns gezeigt, wenn sich die Leute fasspielen, selber schuld. Damit muss man leben, dann wir nehmen es nicht mehr raus. Also weil das war der eine Anlass. Ich erinnere mich noch, bei der Folge von Ahmad Mansur war es so, dass wir ja ein Update gemacht haben. Es gab die ursprüngliche Folge. Wo es auch um Islamismus ging, aber nicht um islamistischen Terror. Dann wollten wir diese Folge ausspielen, während ich im Urlaub war und dachten, ach wunderbar, wir haben die schon vorbereitet. Es ging ewig lang, er war sehr geduldig, bis wir die dann gezeigt haben. Und dann passierte der Anschlag auf den Christopher Street Day, der eben islamistischer Terror war. Und Ahmad Mansur war auf allen Kanälen, war dann auch auf unserem oder meinem. Und dann dachte ich so, wir können jetzt nicht eine Folge ausspielen mit diesem Menschen, der diese Expertise hat und diese besondere Sicht auf die Themen. Und dieser Fall wird gar nicht erwähnt. Dann denken die Leute doch, ihr spinnt doch. Ich rede mit ihm über alles Mögliche, aber nicht über Terror. Also haben wir eine Update-Folge gemacht. Also ich habe aus dem Urlaub raus in unserem Hotel, wo dann schon die anderen Gäste an die Tür ballerten, irgendwie in der, wie nennt man das? Jetzt muss ich auch wegen Verhaspeln rausgeschnitten nennen. Im Business Center des Hotels habe ich mich eingeschlossen und habe eine Folge aufgenommen mit Ahmad Mansur, der auch gerade aus dem Urlaub kam. Und wir haben so eine Art Update, das wir dann vor der eigentlichen Folge ausgespielt haben, aufgenommen. Dadurch wurde das Gesamtkunstwerk ziemlich lang. Deswegen haben wir aus dem Gespräch mit ihm einen kleinen Block sozusagen ganz rausgenommen, nach Rücksprache mit ihm aber, haben wir ihn gefragt, ob das in Ordnung ist. Weil der mir auch im Rückblick ein bisschen nebensächlich erschien und das hätte sonst das Ganze irgendwie so lang gemacht. Das waren die zwei einzigen Fälle, wo wir bisher geschnitten haben. Und ja, wir haben uns auch vorgenommen, dass es dabei bleibt. Ja, das ist doch super. Das können wir hier gleich vorleben eben. Vielen Dank, super. Dann lass uns doch mal zu dem Thema politische Neutralität kommen und auch das Thema Einordnung. Ein großes Wort auch in der Kommentarspalte. Eine wiederkehrende Kritik lautet, dass eben Zuhörerinnen und Zuhörer keine journalistische Einordnung möchten, sondern selber entscheiden wollen, was sie von einem Gespräch halten. Da gibt es jetzt natürlich verschiedene Herangehensweisen. Vielleicht mal ganz kurz ein paar Kommentare aus der Community. Ein Kommentar ist eben einordnen, das schon das Unwort des Jahres. Das Kommentar finde ich auch sehr beispielhaft. Was bedeutet eine Einordnung für dich? Eigentlich ist Einordnen auch nichts anderes als Framing, muss man sagen. Und ich habe ja am Anfang gesagt, es gibt für mich gutes und schlechtes Framing. Es ist, denke ich, ein Kernbestand der journalistischen Arbeit. Also man berichtet über Ereignisse und dann finden diese Ereignisse in einem Kontext statt, was bisher geschah. Was ist der Hintergrund? Warum ist zum Beispiel diese Person schon in Erscheinung getreten mit bestimmten Aussagen früher? Das muss man wissen. Wenn Björn Höcke X sagt, dann weiß man, dass er seit Jahren auch noch das viel krassere Y oder Z sagt. Und ich finde, das ist Teil der aufklärerischen Arbeit, die wir machen, diese Einordnung zu liefern. Aber ich weiß, das habe ich nun wirklich oft erlebt, dass genauso wie Framing da der Eindruck entsteht, naja, dieses Einordnen will uns sagen, was wir zu denken haben, will uns manipulieren, will uns eine bestimmte Meinung vorgeben. Damit muss ich leben, dass die Leute das so wahrnehmen. Aber ich denke, es gibt einen nennenswerten Teil von Leuten da draußen, die sagen, für mich ist, ich konsumiere Journalismus, Qualitätsjournalismus von Menschen wie mir, von Unternehmen wie Funke, von Zeitungen wie der Watz oder dem Hamburger Abendblatt. Ich erwarte, dass mir nicht nur einfach eine Meldung präsentiert wird, sondern dass mir auch erklärt wird, was bedeutet das, was folgt daraus für mich. Und das muss ich ja nicht annehmen. Ich kann ja trotzdem, wenn ein Kommentar, den ich schreibe, oder ein Podcastgespräch, der sich führe, die Leute ärgert, dann steht es ihnen doch frei, diese Meinung zu äußern oder auch zum Beispiel trotzdem die AfD zu wählen. Aber ich möchte wenigstens, dass sie dann das ganze Bild haben von einem AfD-Politiker. Und dann immer noch ihre Entscheidung treffen können, den toll zu finden. Aber ich kann auch den Leuten nicht ersparen, dass es bestimmte Fakten gibt, die man wissen muss, um einen Vorgang zu verstehen. Klar, man will ja auch einen Überblick über das große Ganze geben, damit eben dann für sich selbst eine Einordnung stattfinden kann. Ich finde es dennoch sehr, sehr interessant. Ein anderer Kommentar aus der Community ist, auch zu dem Thema eben, sobald eine Einordnung stattfindet, ist es kein Journalismus mehr, sondern Propaganda. Das akzeptiere ich. Das ist ja das Schöne in diesem Land, dass du das schreiben kannst, ohne dass am nächsten Tag bei dir der Staatsanwalt klingelt. Oder auch, dass ich würde auch niemals jemanden für so eine Aussage irgendwie verklagen oder so. Das ist. Die Freiheit dieser Leute, das so zu sagen. Ich fand es auch interessant, dass jemand auf Instagram gefragt hat, fällt es ihnen manchmal schwer, ihre eigene politische Ansicht zu verschleiern? Es ist in der Tat so, dass es nicht leicht ist. Sich nicht, sondern die eigene Meinung zurückzustellen. Wir Journalisten sind alle politische Menschen, sonst hätten wir diesen Beruf nicht, oder zumindest wenn man politischen Journalismus macht. Und ich finde, verschleiern ist das falsche Wort, sondern ich würde eher sagen, zurückstellen. Ich möchte den Gästen mit der größtmöglichen Offenheit gegenübertreten und erst einfach mal hören, was haben die zu sagen und dann nachhaken, wenn mich das nicht überzeugt. Und ich glaube, bei diesem Nachhaken ist es natürlich schon so, dass das bei mir auf eine gewisse Überzeugungen trifft, was die Leute sagen und dann fällt es mir manchmal leichter, Gegenargumente oder Nachfragen zu entwickeln und es kann natürlich sein, dass dann beim Publikum der Eindruck entsteht, aha, jetzt bricht bei ihr die linke Aktivistin durch, die jetzt, sozusagen mit ihren Positionen da reinballert. Wenn das so passiert ist, habe ich es falsch gemacht vielleicht, aber wenn es so passiert, ist es vielleicht auch so, dass einfach der Hörer eine komplett andere Meinung hat oder auch nicht hören will, was die Frage ist oder ich zu sagen habe. Ich denke, wichtig ist die Botschaft an die Community. Ich versuche es mit größtmöglicher Offenheit und das gelingt mal besser, mal schlechter. Hoffentlich immer besser. Klar, ich meine, die unterschiedlichen Formate auch. Natürlich lässt sich in einem Artikel. Eine Nicht-Neutralität gegebenenfalls besser verbergen als in einem Podcast-Format. Ja, bei Meinungsstücken ist es vielleicht auch so, Das fragt auch jemand bei Instagram, so müssen die Leute generell mehr über Journalismus wissen. Ja, ich halte jetzt nichts davon, den Leuten irgendwie beizubringen, was soll ich denn, ich will die jetzt nicht belehren oder so. Aber ich glaube, was immer mehr übersehen wird, ist... Journalismus hat eine sehr große Bandbreite. Es gibt die Berichte, die möglichst neutral sein sollen, Kontext nennen, einordnen, aber eben nicht den Leuten sagen, was sie denken sollen. Und dann gibt es die Meinungsformate. Und wenn ich meine Meinung sage, dann darf ich eben auf eine bestimmte Weise zuspitzen. Wir hatten mal beim Spiegel die Situation, dass ein Kollege einen sehr kritischen Kommentar geschrieben hat über Bauernproteste. Und dann hat ein Landwirt in meinem Freundeskreis aus der Schulzeit mir eine sehr böse E-Mail geschrieben. Hört doch mal auf unsere Argumente. Und ihr euch interessieren die Fakten gar nicht. Und dann habe ich ihm geantwortet, wir haben ein Dutzend Artikel, Berichte gehabt über die Sicht der Landwirte, der Bauern. Aber bei ihm in seiner Chatgruppe ist halt nur dieser Meinungsbeitrag gelandet. Und den fand er dann total blöd. Also ich glaube, wir Journalisten haben eher das Problem, weil uns einfach viele Leute nicht mehr konsumieren wollen oder auch nicht bereit sind zu bezahlen für uns. Oder auch einfach nur, sie wollen sich auch nicht die Zeit nehmen, vielleicht uns umfassend, ein Medium umfassend zu konsumieren. Deswegen sehen sie dann einen bestimmten Beitrag und sagen, Sauerei, das hätte man doch viel ausgewogener machen sollen und sehen dann nicht, dass es vielleicht noch zehn Beiträge gibt, wo das sehr ausgewogen aus allen möglichen Perspektiven behandelt wurde. oder wir bleiben ja an Themen dran. Und das wäre so sehr mein Wunsch, da wieder, wie soll man sagen, dass die Leute kontinuierlich unsere Arbeit verfolgen. Und kann ich Ihnen nur ermutigen, aber so ist es halt. Nicht alle machen es und dann müssen wir eben mit den Folgen leben, dass die Leute den Eindruck haben, wir machen es nur sehr selektiv. Oder wie ist es oder wie gehst du denn generell damit um, wenn Hörerinnen und Hörer deine Einordnung als politische Belehrung sehen? Meistens schreibe ich zurück, es tut mir leid, dass ich sie nicht überzeugt habe. Mehr kann man dann eigentlich auch nicht machen. Let's live together. Manchmal, wenn ich so Wut-Mails bekomme, schreibe ich einfach nur zurück, bitte respektieren Sie meine Meinungsfreiheit. Absolut. Das ist ja auch Kernbereich meiner journalistischen Arbeit, einfach eine bestimmte Meinung oder Haltung zu vertreten. Meinst du denn, dass es als politische Journalistin oder vor allem als politische Journalistin überhaupt möglich ist, neutral zu sein? Ich denke schon, dass es eine Möglichkeit gibt, also Themen neutral zu bearbeiten, und neutral zu berichten. Das heißt nicht, dass du als Mensch neutral bist. Du hast natürlich eine Meinung zu den Dingen. Aber du musst, und das fällt einem mal leichter, mal schwerer, du musst an die Themen rangehen mit der Haltung. kann es sein, dass die Person vielleicht doch Recht hat oder hören wir uns erstmal an, was sie zu sagen hat. Das gerät glaube ich manchmal in den Hintergrund, wenn man zum Beispiel ein bestimmtes Bild der AfD hat, dann muss es ja irgendwie gelingen, auch in einem Gespräch wie mit Herrn Tilschneider erstmal zu hören, ja, aber was sagt der denn dazu? Das habe ich ja auch versucht, meiner Meinung nach. Können wir ja mal drüber reden. Und dann, ja, sicher gibt es dann Fälle, in denen ich kritischer an Leute rangehe, weil ich einfach schon viel über sie weiß, viel über sie gelesen habe, viel wahrgenommen habe an Social Media Posts oder an Reden im Bundestag oder auf Marktplatzdemonstrationen oder so, und dann gehe ich da anders ran als jemand, der für mich ein total unbeschriebenes Blatt ist, aber Ziel sollte es sein, erstmal die andere Meinung zum Gehör zu bringen. Genau, was nämlich da auch aus der Community kam, eben das Feedback oder die Kritik, dass es so wirkt, als wärst du bei manchen Gästen deutlich kritischer als bei anderen. Ich meine, das haben wir jetzt gerade schon ein bisschen aufgegriffen, aber vielleicht möchtest du trotzdem nochmal kurz was dazu sagen. Ja, also ich finde auch, man kann nicht jeden Gast gleich behandeln in dem Sinne, also man muss jeden Gast gleich behandeln im Sinne von, dass man die Person respektiert und dass man nicht mit der Haltung rangelt, ich will die irgendwie besiegen oder so. Das ist dann ein Schlagabtausch. Ich mag das auch nicht, wenn dann in Social Media steht, so und so zerlegt, so und so. Und so und so macht jemanden fertig. Also mir ist das schon in beide Richtungen passiert. Ich wurde schon gefeiert dafür, dass ich jemanden zerlegt habe. Ich wurde auch schon als die, die zerlegt wird, irgendwie angeprangert. Angeprangert und ich finde es in beiden Fällen blöd, weil das ja keine Art von politischem Streit oder Diskurs ist, dass man den anderen fertig machen soll. Das ist nicht das Ziel, dass der auf der Matte liegt nachher und wie so ein Maikäfer mit den Beinen strampelt, sondern, so und trotzdem gibt es natürlich Leute, da kenne ich die Positionen, die kommen hier rein und ich bereite mich ja auch vor und sitze dann hier und denke so, das überzeugt mich jetzt aber wirklich gar nicht. Dann bin ich sicher kritischer als bei einer Personen, wo ich denke, ja okay, ich sehe den Punkt. Aber das Wichtige ist, dass dieses, ich sehe den Punkt, muss es auch geben bei Leuten wie eben bei Philipp Borger oder auch bei Jette Nizat, mit denen ich nicht übereinstimme, sondern ich glaube, es muss den Versuch des Verständnisses geben und den Versuch. Geben, offen zu bleiben. Ja, absolut. Und im Endeffekt sind es halt auch einfach auf allen Seiten Menschen, die sich irgendwie auch austauschen zu Themen. Genau, bei der T-Schneider-Folge, da gab es enorm viele Reaktionen in der Community. Vielen Dank. Und genau, Hans-Thomas Tilschneider ist aus dem Podcast gerannt, könnte man fast sagen. Er ist aufgestanden, hat das Studio verlassen, ist rausgestürmt und, viele Kommentatorinnen und Kommentatoren fanden die Gesprächsführung toll. Und andere finden, dass du gegenüber dem Gast sehr kritisch aufgetreten bist, oder kritischer als bei anderen, die dir vielleicht politisch näher stehen. Hier haben wir auch einen Kommentar aus der Community und das lautet, liebe Frau Amann, leider fehlt mir in dieser Folge ihre Neutralität. Es scheint, als wollten sie ihm gezielt in die Ecke drängen. Diese Art der Gesprächsführung fehlt mir bei ihren eher linksorientierten Gesprächspartnern und ich bin sicher kein Freund der AfD. Wie stehst du dazu? Also meinst du, du hättest mit einer anderen Gesprächsstrategie oder einer anderen Gesprächsführung noch mehr aus dem Gast rausholen können? Also vielleicht, wobei ich eigentlich so die Art der Gesprächsführung in dem Fall jetzt gar nicht so konfrontativ fand. Also ich meine, schau dir das Gespräch mit Martenstein an, wo ich auch nachher sagen würde, dem habe ich schon ganz schön zugesetzt oder da war ich schon ganz schön scharf. Oder auch das Gespräch mit Jasmin Kosubek, also da war ich ja wirklich im Vergleich mit Herrn Tilschneider ja regelrecht lieb, wenn man so will. Es war auch normal, es war nicht auf diese Eskalation angelegt. Es war, glaube ich, bei ihm so ein bisschen das Problem, dass er dachte, das wird jetzt wie mein Gespräch mit Ben Berndt. Also er hatte das gehört. Er hat mir auch gesagt, ja, ich habe das gehört, das Gespräch. Und so etwas kann ich mir auch vorstellen. Und dann habe ich auch gesagt zu ihm im Vorgespräch, das hatte ich ja vorhin erwähnt, dass ich die Leute jetzt nicht in irgendeine Falle locke, sondern gesagt, naja, sie kennen mich. Ich kenne Herrn Tilschneider seit, ich glaube, 2013, also seit die AfD gegründet wurde. Wir haben oft Hintergrundgespräche geführt über die AfD, habe ich auch hier im Podcast gesagt. Ich würde jetzt nicht sagen, er war mein Informant, aber er war ein regelmäßiger Gesprächspartner über AfD-Vorgänge. Und vielleicht hat er dann, weil ich einfach in diesen Gesprächen natürlich auch einfach freundlich und höflich bin, gedacht, das wird jetzt auch ein Gespräch, wo er einfach nur so unwidersprochen seine Sicht der Dinge darstellen kann. Und wahrscheinlich hat er irgendwie auch gedacht, wir reden nur über sein Buch. Ich weiß nicht, wie er auf die Idee gekommen ist. Ich sehe aber nicht, so von der Fragestellung her würde ich sagen, hatte er alle Chancen, sich inhaltlich zu positionieren. Und er hat sie letztlich nicht nutzen wollen. Nicht nutzen wollen, ja. Wie war das denn für dich? Also in dem Moment, wo er dann aufgestanden ist, warst du überrascht? Ich war total überrascht. Also er hat das zwar angedroht ein paar Mal vorher, aber irgendwie habe ich gedacht er zieht es jetzt doch nicht durch und, Ja, ich habe mich natürlich schon auch gedacht, oh je, war ich jetzt zu hart? Man ist ja dann in der Situation des Gesprächs drin. Du hast ja in so einem Moment, das machen sich vielleicht auch viele Leute nicht klar, ich glaube, das gilt auch für die Talkshow-Hosts. Du bist so im Tunnel und so konzentriert auf dein Gespräch und du hast da irgendwie noch fünf DIN-A4-Seiten mit anderen Fragen. Denkst du, soll ich jetzt die Frage stellen? Soll ich die? Was hat er jetzt gerade gesagt? Was bedeutet das? Und dass ich dann so völlig, so wie du wirst, in die Realität zurückgezogen aus deinem Kanal. So und also mich hat das schon überrascht, wir haben dann nachher noch auf dem, Gang ein bisschen diskutiert, ich hab dann auch gesagt, kommen Sie doch nochmal rein und dann reden wir jetzt über Kulturpolitik oder so, nein und Sie hören von meinem Anwalt und großer Zorn und. Ja, also es war nicht wirklich nicht darauf angelegt, aber es hatte dann auch Folgen, also es gibt Leute aus der AfD, die mir sagen, dass das auch ein Faktor gewesen sei, warum er nicht Minister geworden ist in Sachsen-Anhalt. Der Podcast? Der Podcast, weil tatsächlich seine Community, ich hatte mich da auf das Schlimmste eingestellt, ich habe gedacht, ich kriege jetzt am Wochenende einen riesen Shitstorm, die AfD mobilisiert dagegen und so. Und tatsächlich war es eher so, dass die Reaktionen auch in diesem rechten Milieu waren, das war jetzt aber ziemlich uncool und dass er da irgendwie, wenn man zu dieser schrecklichen Frau geht, dann muss man noch damit rechnen, dass es schrecklich wird und dann muss er das durchziehen, wie ein Mann. Das ist ja auch so dieses rechte Männerverständnis. Das war, glaube ich, für die auch so, jetzt knickt der einen vor einer Frau und eben auch vielleicht das Gefühl, der ist fachlich nicht sattelfest. Ich glaube, das hat auch nochmal dazu beigetragen, warum konnte er denn unsere Positionen nicht da einfach vertreten, warum lässt er sich von der da so nass machen sozusagen. Ich glaube, ich fand es irgendwie interessant, dass das diese Folgen hatte. Und dann gab es ja noch die Russlandtasse bei Paul Ronsheimer, das hat vielleicht auch noch ein bisschen was dazu beigetragen. Ja, hat sich vielleicht auch ein bisschen ertappt geführt. Ein Kommentar aus der Community hier zu der Tilschneider-Folge eben auch ist, kritische Fragen am Politiker sind also Hardcore-Framing. Zu Beginn der Folge sagt Tilschneider selbst, dass er es falsch findet, wenn jemand behauptet, die AfD sei rechtsextrem, ohne konkrete Aussagen oder Handlungen zu nennen. Genau das macht Amman im Podcast. Und ich finde, es trifft es auch ziemlich genau. Es ist halt eben die Konfrontation zu gewissen Themen und die Antworten konnte er dann nicht liefern. Und da kam dann ein gewisser Fluchtreflex vielleicht einfach hoch. Gibt es bei dir Grenzen, wen du einladen würdest? Würdest du zum Beispiel einen Höcke einladen? Ich würde Höcke nicht einladen. Das liegt aber nicht daran, dass er mir zu extrem wäre. Also ich würde sagen, es gibt jetzt erstmal keine, ich finde, wenn man jetzt zum Beispiel, es gab ja ich glaube sie ist verstorben mittlerweile, aber diese Ursula Havermann diese Holocaust-Leugnerin, Ich finde irgendwie jetzt jemanden einzuladen, der den Holocaust leugnet, so why? Also ich finde, da gibt es dann so Grenzen. Also wenn es so eine völlig, also wenn jemand komplett im verschwörungstheoretischen Milieu steht, dann hat man ja überhaupt keine Diskussionsgrundlage. Und dann muss man so viel, dann ist man so weit voneinander entfernt und muss so viel einordnen. Das ist dann kein gutes Gespräch. Und bei Höcke würde ich sagen, wir wollen ja Leute haben, die, wo wir die Frage stellen, ist der Frame über diese Person zutreffend oder nicht und ihr die Möglichkeit geben, sich zu erklären. Ich finde, bei Höcke ist der Frame zutreffend. Er ist ein Rechtsextremist. Er ist sogar einer der wenigen, wo ich sagen würde, der hat eine Neonazi-Ideologie. Da gibt es für mich nichts zu unframen. Der ist für mich jetzt auch kein Rätsel mehr. Und generell wünsche ich mir eher wenige Politikerinnen und Politiker, weil die einfach täglich im Interviewstrudel sind oder in dieser Situation sind. Die sind es auch gewöhnt, sich zu ihren Themen einzulassen und die spulen dann so ein Programm ab. Und das kann man natürlich machen, zu versuchen, die mal auf andere Weise zu befragen. Aber auch das machen ja auch schon sehr viele andere Kolleginnen und Kollegen sehr erfolgreich. Und ich möchte eigentlich weg von diesem Tagespolitischen so, Herr Klingenbeil, was ist da los bei der Zuckersteuer? Sondern es geht eher darum, wie eine Person, die öffentliche Wahrnehmung eines Menschen zu diskutieren mit diesem Menschen. Aber es muss eine gewisse Bekanntheit da sein. Das haben wir jetzt auch, glaube ich, ist auch so eine Lehre. Ich hatte eine Phase, wo auch du noch nicht da warst, wo ich dann oft auf eigene Faust einfach Leute eingeladen habe, weil ich es spannend fand. Und ich glaube, wenn man sehr stark über das Thema geht und weniger über den Menschen oder einen Menschen einlädt, der sehr stark für ein Thema steht, dann ist es oft schwierig, diesen Menschen interessant zu machen. Oder dann redet man, also ich wünsche mir Gäste, wo der Mensch und das Thema so deckungsgleich sind und man über die Themen anhand des Menschen diskutieren kann. Also ein Beispiel ist zum Beispiel die jüngste Folge mit Felix Kolb von Kampakt. Also ich finde, das ist ein super interessantes Gespräch geworden. Und ich finde auch, dass Kampakt als Institution polarisiert halt total. Und es ist mir auch gelungen, glaube ich, die Kritikpunkte an Kampakt loszuwerden. Nur die Menschen kennen Felix Kolb nicht. Und er ist auch ein eher zurückhaltender, ruhiger Typ. Und ich glaube, man konnte gut mit ihm diese Vorwürfe diskutieren. Er hat ja auch auf alles irgendwie eine Antwort und trotzdem denke ich, es ist spannender, dann mit jemandem zu sprechen wie Jette Nizza, wo die Person und das Thema so eins sind. Und ja, und sag mal, wenn jetzt Felix Kolb für Kampag jede Woche irgendwie auf Social Media sich betteln würde wie verrückt und auch als Person so polarisieren würde, aber es ist halt da eher so der Name seiner Organisation, der die Leute triggert. Und das ist für mich dann auch eine Lehre, vielleicht eher so in die Richtung mehr zu gehen bei den Gästen. Ja, klar, wir stehen ja mit dem Podcast auch, obwohl schon zwölf Folgen sind, aber noch in den Startlöchern. Ja. Oder langsam nicht mehr. Das stimmt, es kommt einem so lange vor, aber es ist wirklich ja nur eigentlich eine sehr kurze Phase. Es ist eine sehr kurze Phase, auf jeden Fall. Ein zentraler Anspruch des Formats ist ja... Genau, Menschen mit unterschiedlichen Positionen miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Community fragt, ob dabei wirklich Verständnis entsteht oder ob sich die Fronten da eher verhärten. Vielleicht nochmal ganz kurz, um auch Kommentare aufzugreifen. Ein Kommentar aus der Community war, ich finde beide Ansichten und Herangehensweisen in Interviews interessant. Einerseits das Ausreden lassen von Ben, andererseits das Nachfragen von Melanie. Das gibt dem Zuhörer die Möglichkeit, sich ein differenziertes Bild zu machen. Und das ist ja eigentlich auch genau das, was ja auch das Ziel ist des Formats. Ja, ich gab da, ich muss gestehen, ich habe es nicht selber gelesen, aber ich wurde jetzt auf einer Party angesprochen, dass es offenbar einen Artikel gab von Stefan Niggemeier, dem Medienjournalisten, über unser Format. Ich muss mir den noch besorgen, in der Süddeutschen. Wo irgendwie geschrieben wurde, dass letztlich diese Gesprächsführung, wie wir sie hier machen, nicht funktioniert oder gerade das nicht erreicht, dieses Ziel. Und das war aus Anlass der Folge mit Jasmin Kosubek. Vielleicht kommen wir zu der jetzt mal. Und ja, also ich glaube. Es ist kein Format, würde ich sagen, das in dem Sinne auf Lernen oder im erweiterten Sinne auf das bessere Verstehen von Themen ausgerichtet ist. Es ist eher auf das bessere Verstehen von Personen ausgerichtet. Und es ist schon auch, es soll auch ein kontroverses oder konfrontatives Format sein. Es ist eben nicht nur, wie bei ungeskriptet, ein ganz entspanntes, zurückgelehntes, womöglich endloses Gespräch, sondern es soll schon. Darf eine Schärfe haben oder es darf eine Kontroverse und einen Streit haben. Das, glaube ich, das führt dann natürlich das zu, dass man am Ende sich jetzt nicht in den Arm liegt und sagt, jetzt habe ich dich verstanden, jetzt mag ich dich, jetzt ist alles klar. Das wird nicht passieren, glaube ich. Und trotzdem soll dieses einfach mal anhören, zwar kritisch hinterfragen, aber irgendwie den Menschen Mensch sein lassen und vielleicht auch akzeptieren, dann ist es so, dann hat man da eine unterschiedliche Position. Und jeder soll sowieso, jeder Hörerin, jeder Hörer sich da seine Meinung bilden. Absolut. Also zu der Kuseberg-Folge kommen wir auch gleich noch. Trotzdem möchte ich noch folgendes Kommentar aus der Community vorlesen, nämlich das Gesprächskultur auf hohem Niveau. Da müssen wir alle wieder hin zuhören und jeder darf seine Meinung sagen. Und genau das ist es ja auch. Das wäre toll, ja. Ja, das wäre toll. Aber wir sind dran. Findest du, oder wenn du jetzt auch nochmal über die zwölf Folgen nachdenkst oder nochmal Revue passieren lässt, dass du und deine Gesprächspartner und Gesprächspartnerin, dass ihr euch aufeinander zubewegt in den Gesprächen? Unterschiedlich. Manchmal hat es schon geklappt, glaube ich. Also zum Beispiel bei Philipp Burger, da sind wir dann irgendwie so abgedriftet in so eine Diskussion über die Kirchensteuer und auch nochmal über Ben Bernd und die Frage, macht der eigentlich Journalismus oder nicht? Und mein Eindruck war, dass es da eine Annäherung gab oder zumindest einen interessanten Austausch. Ich hatte schon noch den Eindruck erhört auf die Punkte, die ich vertreten habe. Und also es gibt immer wieder auch Gespräche, wo es ein echtes Interesse, auch bei Ferda Ataman zum Beispiel, der Antidiskriminierungsbeauftragten. Dass da hat sie ja zum Beispiel gesagt, sie würde ihr Buch nicht nochmal so schreiben, sie hat so eine Streitschrift geschrieben mit dem Titel, frag mich nicht, woher ich komme, und dann, als ich sie eben mit Kritik dazu konfrontiert habe, meinte sie, sie würde das wahrscheinlich nicht nochmal so schreiben und für mich ist das dann schon irgendwie auch ein Erkenntniswert oder ein Schritt, vorwärts, was nicht heißt, dass die Leute dauernd sagen müssen, ich lag falsch und ich das nie sagen muss. Also ich hatte auch schon Momente, wo ich dann dachte, ja, da hat er irgendwie einen Punkt oder sie, also bei Ahmad Mansur oder auch bei Martenstein, der hat mich ja auch bei einem Punkt, eines Fehlers überführt, als es so um die Frage ging, AfD und Meinungsfreiheit. Und das muss man dann auch akzeptieren. Ja, klar. Und Meinungen sind ja auch oder dürfen sich ja auch verändern. Man darf sich ja auch neu dazu bilden und Aussagen auch nochmal hinterfragen seiner eigenen. Lass uns doch mal zu der Jasmin-Kosebeck-Folge kommen. Die Kosebeck-Folge hat ja sehr unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Und es ist irgendwie ein ganz gutes Beispiel, um vielleicht auch nochmal zum Thema Gesprächsführung insgesamt zu kommen. Ein Kommentar aus der Community. Vielen Dank, Frau Amann, für Ihre tolle journalistische Arbeit. Den Rest des Lobs kannst du, glaube ich, nicht lassen. Das Lob geht noch viel weiter. Auch in diesem Unframed, also das Kommentar geht weiter, nochmal von vorne. Vielen Dank, Frau Amann, für Ihre Tolle. Wir brauchen den nicht ganz vorzulesen. Das ist brillant, das ist ganz toll. Ich möchte gerne dem Kommentator Boggele ganz herzlich danken in diesem Zusammenhang. Genau, und das vielleicht einfach nur so mal als Gegenüberstellung. Es gibt sehr positive Kommentare natürlich, Wie aber eben auch eher negative. Zum Beispiel das Kommentar zur Koseweg-Folge eben, ist das ein Verhör? Liest man ja auch hier und da mal in der Kommentarsprache. Und das ist noch ein freundlicher Kommentar, muss man sagen. Das ist noch ein freundlicher Kommentar. Weil es als Frage formuliert ist. Und keine Beleidigungen meines Aussehens oder meines Gehirns damit verbunden sind. Ja, da sind tolle Kommentare mit dabei. Schon das Internet. Oder erst mal ganz generell, wie blickst du nachträglich auf die Koseweg-Folge? Aber ich finde, sie ist nicht geglückt. Ich finde, sie funktioniert nicht so, wie ich das eigentlich bei diesem Format erreichen will. Und warum? Ich fand mich selber als Fragestellerin zu aggressiv. Also ich kann dieses Ist das ein Verhör nachempfinden. Und ich werde auch nie vergessen, wie ich aus dem Studio rauskam und in mehrere lange Gesichter bei euch guckte vom Team. Das war jetzt glaube ich ein bisschen over the top. Ja und das war so, ich habe sie sehr hart, sehr oft unterbrochen, sehr hart konfrontiert, sehr kritisch, teilweise auch ein bisschen unsachlich. Ich habe ja auch gesagt, ja vielleicht ist das ihre erste Begegnung mit echtem Journalismus. Das war auch arrogant als Spruch vielleicht. Vielleicht kann man glaube ich streichen. Ja, da ist sicher so die Herangehensweise, wie ich das eigentlich machen möchte, in dem Fall habe ich selber nicht konsequent durchgezogen. Aber eben auch, ja, ich meine, total schön, wie reflektierst du auch darüber redest, muss ich sagen. Also eben, man lernt halt auch mit jeder Folge irgendwie dazu. Und es war auch eine spezielle Situation mit den ganzen oder mit den ausweichenden Antworten oder den ich-weiß-nicht-Antworten. Ja, ich glaube, das war es, was mich so, also abgesehen davon, dass man auch dazu wissen muss, das wurde aufgenommen in der Woche, am Sonntag war die Wahl in Sachsen-Anhalt gewesen. Da war ich auch noch beim RBB auf so einem Panel, haben wir sehr intensiv über die AfD diskutiert. Am Montag war ich bei Lanz mit Tino Chrupalla und Sarah Wagenknecht. Da haben wir dann auch noch mal sehr kontrovers diskutiert. Und auch wenn es dann in der Kosubeck-Folge letztlich gar nicht ging um die AfD, Die war, glaube ich, bei mir auch so eine Bugwelle dabei. Sich auseinandersetzen mit extremen Positionen. Da war mein durchaus großer Vorrat an Geduld und Empathie leicht angeknabbert. Und als es dann so war, dass ich das Gefühl hatte ... Sie antwortet nicht offen. Wo man auch sagen darf, jeder Podcastgast darf antworten, wie er will oder wie sie will. Also wenn sie das nicht sagen möchte, dann darf sie das auch nicht sagen. Aber es war immer so dieses Jahr, das ist so lange her. Ich erinnere mich nicht mehr, wie mein Vorstellungsgespräch damals war. Oder ich weiß gar nicht mehr, wie ich da gearbeitet habe. Und kann sein, kann auch nicht sein. Ich erinnere mich auch nicht mehr an meine Beiträge. Und so dieses andererseits sich sehr gut daran erinnern, wie die völkerrechtliche Einschätzung der Rolle Russlands im Syrienkrieg ist. da, denke ich so, das finde ich einen gewissen Kontrast zwischen ihrer ursprünglichen, zwischen ihrer Position und ihren. Also woran sie sich erinnert und woran sie sich nicht erinnert. Ja, das hat mich empört in dem Moment, habe ich so gemerkt und trotzdem muss ich in so einem Moment eigentlich die Professionalität haben, das mir anzuhören und zu sagen, gut, dann ist es so, da soll sich doch jede Hörerin und jeder Hörer sein eigenes Bild machen. Die haben sich dann auch ihr Bild gemacht und ich fand es interessant, wie unterschiedlich die Reaktionen waren, je nachdem auf welcher Social Media Plattform man sich gerade bewegte, das war schon, ich weiß nicht, ging es dir auch so? Mir ging es total so, also ich fand das total spannend, auch zum Teil gab es ja auch sehr inhaltliche Kommentare von Leuten, die, sage ich mal, eher deine Position auch eingenommen haben oder sich mit dem Thema RT generell auskennen oder Hintergrundwissen mitbringen zu der Folge auch. Und dann gab es halt ja, eher wütende Kommentare, die in Richtung deines Interviewsteals, also es gab diese zwei Seiten, hatte ich das Gefühl, die Leute, die sich mit dem Thema und dem Hintergrund auskennen und daher, glaube ich, auch sehr gut nachvollziehen konnten, dass die die Antworten auch nicht ausgereicht haben, gerade auch für das Format, in dem wir uns hier befinden. Aber da fand ich auch den Kontrast interessant. Also das, genau was du sagst, ist eine dieser inhaltlichen Auseinandersetzung damit, aber auch wie beispielsweise auf, wie unterschiedlich es auf Instagram aufgegriffen wurde und auf X. Das kann auch keine große Überraschung sein vielleicht, aber auf X hatte ich, obwohl, also auch irgendwann habe ich dann die Diskussion da nicht mehr verfolgt, weil mich das einfach zu sehr genervt hat, wie mit welcher Aggressivität und welchem Hass da auch agiert wurde. Aber verglichen dazu war auf Instagram es so auffällig, wie soll man sagen, also manchmal hieß es so, ja, da waren sie aber sehr hart oder sehr kritisch, aber generell wurde das völlig anders aufgenommen. Wo ich mich dann schon frage, also auch wenn man jetzt abzieht, was für ein Publikum sich da vielleicht tummelt und wie unterschiedlich da die Algorithmen irgendwie eingestellt sind, ist es trotzdem noch mal so, man hatte schon das Gefühl, es wurde ein bisschen befeuert auf X, auf bestimmte Weise von womöglich interessierter Seite. Kann ich natürlich jetzt nicht beweisen. Aber wenn der Kontrast so krass ist, dass auf der einen Plattform fast nur Wut und Hass und auf der anderen so, danke für ihre Arbeit, dann denkst du, das kann jetzt auch nicht sein, dass es so unterschiedlich ist. Weil ich kriege auf Instagram schon auch kritische Rückmeldungen auf Positionen. Die von Leuten nicht gut angenommen werden oder wo Leute sich auch mal ärgern oder so. Aber das war dieses Mal, fand ich schon auffällig. Und auf YouTube, da gucke ich schon kaum mehr rein auf euren Befehl. Ja, muss ich auch sagen. Also wie gesagt, auch nochmal vielleicht an die Community insgesamt. Es sind wahnsinnig viele Kommentare zu jeder Folge. Und wir versuchen natürlich auch, so viel wie möglich davon zu sichten. Aber wie du auch gerade schon meintest, du hast jetzt gerade X und Instagram genannt. Ich finde auch Spotify und YouTube sind ja auch, da sieht man auch so starke Unterschiede. Was die Reaktion angeht, die Sachlichkeit auch, wirklich die Inhaltlichkeit der Kommentare auch, ob Leute an dem Thema interessiert sind oder vielleicht auch wirklich gerade einfach nur warten. Ich muss leider so sagen, Hass zu versprühen oder auch. Also Spotify schaue ich mir auch an. Also eigentlich gucke ich über alle Kommentare drüber, auch bei Instagram und so. Aber das war auch die Frage jetzt hier bei Insta. Wie schafft man es bei all dem Hass, der wie nie überall spürbar ist, auf Dauer resilient zu bleiben? Und was machen die Kommentare auf YouTube mit Ihnen oder wie bewältigen sie das? Also ich habe mir eine gewisse Resilienz, glaube ich, angewöhnt. Und weil ich da ja nun schon länger in dem Geschäft bin und einfach Themen gehabt habe, schon früher vor meiner Funke-Zeit, die mit der AfD eben sehr die Gemüter erregen und so habe ich eine gewisse Gewöhnung. An solche Wutthemen oder auch wütende Reaktionen. Aber es kommt eben immer so in Wellen. Und ich glaube, bei der Folge mit Jasmin Kosubeck hat es mich schon einfach ernüchtert, wie schutzlos man dieser Wut und diesem Hass ausgeliefert ist in Social Media und wie wenig Kontrolle es da gibt. Und auch, dass ich überhaupt kein Gefühl dafür bekommen habe, wie wird das nun wirklich da draußen gesehen? Also ist jetzt Instagram selektiv? Ist X selektiv? Oder es kann doch nicht sein, dass jetzt alle das sozusagen so furchtbar finden oder alle so toll. Also irgendwie ist es, ich finde, der ganze Diskurs wird dadurch auf eine Weise verzerrt und ich bin wirklich nicht jemand, der sofort nach dem Staat schreit, irgendwas zu regulieren lässt und sofort irgendwie der Staat ist da die Lösung oder so, aber ich finde, es geht auf diese Weise nicht mehr weiter. Es ist einfach, also wenn schon für mich das irgendwie die Schmerzgrenze überschreitet, wie geht es dann Leuten, die, gar nicht mehr mitdiskutieren wollen öffentlich, die in Social Media nicht mehr mitdiskutieren wollen, weil sie sagen, das ist mir alles zu aggressiv und ich kann nur sagen, ich finde es enttäuschend und ernüchternd, dass das auf politischer Seite nicht angegangen wird. Ich verstehe, dass da so dahinter auch der Gedanke steht, ja, wenn wir anfangen, noch die Social-Media-Plattformen stärker zu regulieren, dann sind wir die Feinde der Meinungsfreiheit, dann sind wir die Zensoren und dass da deshalb so eine Zurückhaltung ist. Man hat ja erlebt, was sich Heiko Maas, dem früheren Justizminister, ging, als der dieses Netz-DG eingeführt hat, wo eigentlich nur vorgesehen war, dieselben Regeln für den Diskurs und für Beleidigungen sollen im Netz durchsetzbar sein, so wie in der realen Welt. Das war das einzige Anliegen, da wurde ja nichts inhaltlich verschärft. Und doch wurde das geframed als Versuch, die Meinungsfreiheit im Netz abzuschaffen. Und wir sind irgendwie immer noch in diesem Zustand, habe ich das Gefühl. Ja, ich meine, da schließt sich ja der Kreis auch wieder mit HateAid. Wir sehen ja irgendwie, was da noch passieren kann, wenn man sich dafür einsetzt. Ja, es ist wahnsinnig schade. Und natürlich, wie du auch schon meinst, wenn schon bei dir ein dickes Fell ausstammen bezüglich solcher Kommentare oder, genau aufgebaut hat, wie es dann eben anderen Leuten geht. Und man kriegt es ja auch immer wieder mit, wie Leute wirklich doll darunter leiden und auch ihre Formate einstellen oder sonstiges. Ja, es ist wirklich... Nicht ohne in der Kommentarspalte, aber nochmal auch hier, um den positiven Twist hinzubekommen. Wir sehen auch die ganzen positiven Zusprüche und finden das wirklich toll, wie Bezug genommen wird und was für Input wir auch bekommen. Und ich bin ja auch nicht dagegen, dass die Leute das Format kritisieren. Ich finde es wichtig, dieses Feedback zu kriegen von Leuten, die sagen, das ist jetzt aber hier, das fand ich uninteressant oder das fand ich irgendwie, da hätten sie bei dem Punkt nachhaken müssen. oder du. Sachliche Kritik ist auch super wertvoll eben auch für die Entwicklung des Formats. Wie ist es so auf persönlicher Ebene? Also jetzt auch nochmal vielleicht als letzten Punkt zu den Kommentaren oder zu den Reaktionen. Denkst du dann irgendwie über die Auswirkungen oder die Zukunft des Formats nach oder hast du irgendwie das Gefühl, dass das dich beeinflusst? Ja, also sozusagen selbst wenn jetzt es in dem Fall jetzt sehr viel Wut oder sehr viel Hass gab, also das Format steht ja an sich nicht in Frage, im Gegenteil, also schlechte Nachricht für die Hater. Insofern, also ich würde schon gerne die Frequenz des Podcasts erhöhen. Dadurch, dass wir alle zwei Wochen dran sind, ist es natürlich... Das wünschen sich ja viele Leute. Ja, es ist glaube ich auch einfach, ja, es gibt so viele Leute, so viele tolle Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, die man gerne hätte. Ich bin aber natürlich auch bei Funk auch noch in einer anderen Rolle. Und ich muss auch an das Team denken, dass ich da führe, mit denen ich dann auch sozusagen unser hauptjournalistisches Geschäft mache. Die möchte ich jetzt auch nicht da vernachlässigen. Also ich habe so ein bisschen die Hoffnung, vielleicht zum Jahreswechsel, dass wir die Frequenz erhöhen können, dass wir es einmal die Woche schaffen. Und ich fände es natürlich auch toll, auch dafür bist du ja da, dass wir gucken, kann man das irgendwie auch live noch mehr ausrollen. Wir haben ja einen Versuch mal gemacht mit Mario Vogt, dem thüringischen Ministerpräsidenten. Da habe ich dann gemerkt, da würde, vielleicht hat die Community auch Lust darauf zu reagieren, funktioniert so ein kontroverses Format auf der Bühne. Es ist ja schon so, dass hier ist ein Raum, hier sitzen nur wir zwei oder sitzt nur der Gast und ich. Und da kann man auch mal härter nachfragen. Das ist auf andere Weise, kommt das an, glaube ich, als wenn du vor einem Publikum sitzt. Und wenn ich mir vorstelle, so ein Gespräch, auch wie mit Jette Nietzert oder auch mit Till Schneider, auf einer Bühne zu führen und dann wird es so richtig erhitzt und die Person fühlt sich auch so unter Druck gesetzt und dann auch noch quasi in der Öffentlichkeit, weil da Menschen sitzen und zuhören in dieser Live-Situation. Ich weiß nicht, ob man da das Format nicht ein bisschen ändern müsste, eine andere Art von Gesprächsführung, auch so eine Art unframed Spezial oder so. Und dann eher auch, also zum Beispiel bei Anne Will, wo ich ja auch oft im Podcast bin, die macht ja bei ihren Live-Formaten, lädt die sich immer zwei Leute auf einmal ein. Also jemanden wie mich, Journalistin, Journalist als Kommentator oder so. Zum Einordnen. Zum Einordnen. Kleiner Trigger nochmal. Und dann eben in meinem Fall den Politiker Markus Söder. Und dann überlässt sie die Kontroverse so ein bisschen den Diskutanten und moderiert es eher, ob das die Lösung ist. Also jedenfalls, ja, vielleicht wäre dann da doch ein ausgeruhteres Gespräch. Aber dann mit einer anderen Art von Gast natürlich auch die Lösung da. Erwarte ich jetzt deine Vorschläge morgen früh auf meinem Schreibtisch. Da kann man in verschiedene Richtungen denken. Ich komme auf dich zu, auf jeden Fall. Super, Dankeschön. Wir nähern uns auch langsam dem Ende. Und lass uns auch zum Schluss, ich meine, wir sind jetzt auch schon mitten im Thema, aber zum Schluss trotzdem nochmal so ein bisschen über das Format reden oder nochmal was vielleicht auch, Ja, das Format mit dir gemacht hat jetzt auch nach zwölf Folgen insgesamt. Wie du gerade schon meintest, eine Frage wäre, die wir hier noch zu stellen haben an sich ist, wie wir den Podcast oder wie du den Podcast weiterentwickeln möchtest. Wir haben jetzt gerade schon über Live-Formate geredet, über die Frequenz. Gibt es sonst noch irgendwas, wo du ran möchtest? Ich denke, dass man noch mehr verbinden müsste, was wir generell bei Funke machen, auch mit diesem Podcast. Ich glaube, es gibt ja sehr viele tolle Vorschläge, auch aus der Community, welche Gäste man einladen könnte. Nicht alle passen zu diesem Format, aber viele sind natürlich super spannende Interviewpartnerinnen und Interviewpartner. Die kann man ja mal, also dass wir noch besser managen, was für Vorschläge kommen und die vielleicht dann in einer anderen Weise weiterentwickeln. Dann interviewen wir die eben so für Funke. Und auch, dass es uns gelingt, vielleicht diese Community in Social Media noch stärker zu verbinden, mit denen auch noch Formate zu finden. Dass, wenn du dieses Format hörst und abonniert hast, vielleicht einen direkteren Draht noch kriegst zu uns und mit uns noch mehr ins Gespräch gehen kann. Dass man auch einzelne Folgen vielleicht noch mehr diskutiert, wenn die besonders kontrovers sind. Dass man dann Insta-Live oder mit der Community irgendwas macht. Das fände ich auch schön. Zu abschließend zu dieser Folge hier haben wir auch noch drei Kommentare mitgebracht, die uns sehr positiv aufgefallen sind und die möchten wir an der Stelle auch noch kurz einblenden. Mal schauen, ob Frau Amann heute wieder rasiert. Amann, absolute baddie. Sendung sollte umbenannt werden in Amann Grilled. Das ist wie eine schmerzhafte Thai-Massage, bei der man bittet, vielleicht etwas Druck wegzunehmen und stattdessen geht es trotzdem gerade so weiter. Okay. Dich habe ich auf jeden Fall nicht rasiert, aber... Nee, das stimmt. Mich freut's. Ich möchte nicht unbedingt als nur, wie soll man sagen, die aggressive Grillmeisterin wahrgenommen werden, aber entscheidend ist ja, dass es den Leuten gefällt. Ja, sind durchaus positive Kommentare auf jeden Fall. Auch nach der Ben-Bern-Folge war eben die Frage, ob du Höcker einladen würdest. Da haben wir jetzt gerade ein bisschen drauf eingegangen. Wie würdest du zum Beispiel zu Ulrich Siegmund stehen? Auch da finde ich er wird so geframed, wie er wirklich ist, wäre jetzt so mein Gefühl, aber immer weiter immer Vorschläge machen, ich freue mich drüber und vielleicht und wenn ich dann jemanden einlade, der oder die aus der Community vorgeschlagen wurde dann werde ich das auf jeden Fall auch ein Shoutout geben. Sehr schön, das ist vielleicht auch nochmal ein ganz guter Punkt, das ging jetzt heute hier viel um Feedback und auch um Kritik, aber auch um gute Kommentare und hier vielleicht auch nochmal an die Community. Wir lesen die Kommentare. Ihr habt auch durch die Kommentarfunktion die Möglichkeit, das Format ein Stück weit mitzugestalten. Die sachlichsten Kommentare, die lesen sich immer noch am besten. Wir freuen uns auf jeden Fall weiter über die Teilnahme und sind auch hier jetzt am Ende angekommen. Vielen Dank, Melanie. Danke, Charin. Sehr gern. Bis bald. Wenn euch diese Folge gefallen hat, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast auf eurer bevorzugten Plattform abonniert und eine Bewertung hinterlasst. Eure Unterstützung hilft uns, auch künftig spannende Inhalte zu produzieren. Amman Unframed ist eine Produktion von Funke. Moderation Melanie Amman. Produktion Simon Eichinger. Redaktion Lukas Weil und Melanie Amman. Distribution und Planung Alexandra Schaller. Social Media Begleitung Kalotta Richter, Jelle Siemer und Kadi Yildiz. Videobegleitung Sophia Jordan und Marvin Mücke.